Jetzt 20:15 22:30
Zeit auswählen
Datum auswählen
Mo Di Mi Do Fr Sa So 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22

TV Programm für ARTE am 03.11.2026

Jetzt

Viel Geld, wenig Sicherheit? Europa rüstet auf. 20:15

Viel Geld, wenig Sicherheit? Europa rüstet auf.

Dokumentation

69 Milliarden Euro in Italien, 78 Milliarden in Polen, 144 Milliarden in Frankreich, 286 Milliarden in Deutschland - insgesamt mehr als 1,2 Billionen Euro wollen die europäischen Nato-Staaten bis 2030 für neue Waffen ausgeben, um Russland von einem Angriff auf Europa abzuschrecken. Aber diese Aufrüstung erfolgt völlig planlos: Zwar versprechen Minister und Regierungschefs fortwährend europäische Solidarität. Doch zugleich vergeben sie Milliardenaufträge je nach nationalen Interessen an bevorzugte nationale oder amerikanische Rüstungskonzerne. In der Folge passt nichts zusammen: Während die USA eine Weltmacht-Armee mit 30 Waffensystemen betreiben, leisten sich die Europäer 29 Mini-Armeen mit 178 Systemen. Welche Konsequenzen hat das? Und was bedeutet das für die Sicherheit der Europäer? Diesen Fragen sind Harald Schumann und die Journalistinnen und Journalisten des Teams Investigate Europe nachgegangen. Im Gespräch mit Nato-Generälen, ukrainischen Offizieren, nationalen und europäischen Parlamentariern, Rüstungsmanagern, dem zuständigen EU-Kommissar sowie Fachleuten aus führenden Thinktanks wird das politische Missmanagement bei Europas größtem politischen Projekt seit dem Fall des Eisernen Vorhangs aufgedeckt. Die Folgen sind beunruhigend: Es wird nicht nur Steuergeld in dreistelliger Milliardenhöhe verschwendet. Experten warnen davor, dass die Investitionen viel zu oft noch in Kampfsysteme fließen, die auf dem Schlachtfeld der Gegenwart gar nicht mehr gebraucht werden. Zugleich zementieren Aufträge an die amerikanische Rüstungsindustrie die Abhängigkeit von einer US-Regierung, die vom verlässlichen Partner zum unberechenbaren Rivalen geworden ist.

Danach

Russland-Finnland: Die neue Kriegsfront? 21:45

Russland-Finnland: Die neue Kriegsfront?

Politik

Die Dokumentation zeigt die finnische Gesellschaft, in der die Krisenvorbereitung schon seit langer Zeit zum Alltag gehört. Die Erinnerungen an den Winterkrieg mit der Sowjetunion 1939/1940 sind noch immer präsent. Wehrpflicht, fast eine Million Reservisten, Zivilschutzanlagen für den Großteil der Bevölkerung: Finnland bereitet sich seit Jahrzehnten auf einen erneuten Ernstfall vor. Das Land steht in der Region stellvertretend für Europa: Nato-Soldaten üben auf finnischem Boden, die Militärausgaben des Landes steigen an, und die 1.343 Kilometer lange Grenze im Süden des Landes ist zu einer Grenze verbündeter Nationen gegen Russland geworden. Diese neue Realität hat jedoch massive Auswirkungen auf die Bewohner des Grenzgebiets: Seit der Grenzschließung wurde jeglicher Austausch beendet, Familien entzweit, und Städte, die einst Russland zugewandt waren, sind nun isoliert. Die Dokumentation zeigt ein Finnland, das man so nicht kennt. Sie lässt sowohl diejenigen zu Wort kommen, die sich auf die Verteidigung der Grenze vorbereiten, als auch diejenigen, die unter ihrer Schließung leiden. Inzwischen stellt sich ganz Europa die Frage, ob man für den Ernstfall ausreichend gerüstet ist. Auch deshalb nehmen die Geschichte und die Entscheidungen, die Finnland seit langem geprägt haben, eine neue Dimension an.

Putins Kriegsmaschinerie 22:40

Putins Kriegsmaschinerie: Bedroht Russland Europas Sicherheit?

Politik

Russland baut Militärstandorte und Truppen an seinen Grenzen nach Westen aus. Die Nato plant für den Ernstfall an ihren Ostgrenzen. Wie real ist die Gefahr eines offenen Konflikts? Über ein Jahr hinweg geht ein Rechercheteam dieser Frage nach. Die Recherchen führen von geheimen Nato-Übungen im Suwalki-Korridor, dem strategisch wichtigen Nadelöhr zwischen Belarus und Kaliningrad, über Satellitenanalysen russischer Militärstandorte bis zu Dokumenten aus dem Inneren des russischen Machtapparats. Die Investigativjournalisten treffen Nato-Kommandeure, Geheimdienstexperten und Informanten mit Zugang zur russischen Führung. Informationen deuten darauf hin, dass sich Russland auf eine langfristige militärische Konfrontation mit europäischen Staaten vorbereitet. Satellitenbilder zeigen neue Munitionslager und Fuhrparks mit Kampffahrzeugen entlang der Nato-Grenze. Frontsoldaten sprechen offen über ihre Bereitschaft zu einem Kampf gegen Europa. Ein ehemaliger Insider aus dem Umfeld des Kremls gewährt zudem Einblicke in Strategien und Entscheidungsstrukturen hinter Russlands Kurs. Dabei stellt sich die Frage, wo Abschreckung endet und Eskalation beginnt. Entstanden ist ein investigativer Dokumentarfilm über Bedrohungsszenarien, militärische Planungen und die Frage, ob Europa auf eine neue Epoche der Konfrontation zusteuert.

Weiterleben zwischen Himmel und Erde 23:35

Weiterleben zwischen Himmel und Erde: Kriegsalltag in der Ukraine

Dokumentation

Als Russland am 24. Februar 2022 die Ukraine angriff, begann der einer der brutalsten Kriege in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. "Weiterleben zwischen Himmel und Erde" zeigt, was durch die Invasion zerstört wird und wie sich das alltägliche Leben in der Ukraine verändert. Die vier jungen ukrainischen Filmemacher und Filmemacherinnen beobachten die Folgen des russischen Angriffskrieges aus verschiedenen Blickwinkeln. Wozu führen Gewalt und militärische Aktionen? Was bedeutet der Angriff für die Menschen, ihre Lebensräume und die Natur? Was brennt sich ins kollektive Gedächtnis ein und was bleibt, wenn die physischen Spuren des Krieges langsam verschwinden? Die Doku zeigt, wie zu Ruinen geschossene Gebäude Teil des Alltags werden und wie sich die Natur die Schauplätze des Krieges zurückerobert. Die Doku begleitet Prozesse gegen russische Soldaten, die angeklagt sind, Kriegsverbrechen begangen zu haben, und kontrastiert dies mit Szenen, die zeigen, wie Massengräber entdeckt werden und Menschen nach ihren Angehörigen suchen. Im Lauf der Zeit verändern sich Alltag und Lebenswirklichkeit in der Ukraine. Landschaften und Städte sind zwar vom Krieg gezeichnet, doch entwickeln die Menschen dort eine enorme Lebensenergie und Menschlichkeit nach dem Ende von Bombenhagel und Kriegshandlungen.