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TV Programm für ARTE am 23.05.2026

Märkte der Welt 05:05

Märkte der Welt: Indonesien: Der Gewürzmarkt

Land und Leute

"Märkte der Welt" ist eine zehnteilige Entdeckungsreise zu den erstaunlichsten Märkten rund um den Globus. Ob farbenfrohe Tuchmärkte in Benin, Fischstände in Südkorea, Kamelherden in Mauretanien oder heilige Blumen in Indien - jeder Markt erzählt von der authentischen Kultur dieser Gemeinschaften, die im Rhythmus des Handels leben. Die Orte werden aus der Perspektive der Verkäufer, Lieferanten und Kunden erlebbar. Die Geschichte sowie die wirtschaftliche und soziale Bedeutung jedes Marktes werden durch Ortskundige erklärt.

Natura Europa 05:35

Natura Europa: Ein Himmel voller Vögel

Natur und Umwelt

Wenn der Sommer endet, verlassen die Zugvögel den Norden, um in mildere Gefilde zu ziehen. Auf ihrer Tausende Kilometer langen Reise überqueren Millionen von Wat-, Stelzen- und Sperlingsvögeln Europa von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Der Zug der Vögel ist ein einzigartiger Naturvorgang, der die Jahreszeiten bestimmt, die Menschen bewegt und ihre Blicke gen Himmel richten lässt. Lange Zeit galt er als ewiges Naturgesetz, doch heute ist er durch menschliche Eingriffe in die Umwelt gefährdet. Ungezügeltes Städtewachstum, intensive Landwirtschaft, Klimawandel, Umweltverschmutzung, Unwetter sowie der Schwund von Feuchtbiotopen und Insekten führen zu Massensterben unter den Zugvögeln. Glücklicherweise sorgen Tausende von Freiwilligen auf der Flugroute für Unterschlupf- und Schutzmöglichkeiten. In den Niederlanden erforscht ein Biologe die Persönlichkeiten der Vögel. In der Bucht von Arcachon erwartet sie ein maßgeschneiderter Zwischenstopp. Im Baskenland werden gestrandete und verwundete Tiere aufgepäppelt. In Portugal sorgt man sich um Störche, die nicht mehr ziehen, und in Spanien werden während des Vogelzugs sogar Windräder angehalten. Ornithologen, Biologen, Tierärzte, Natur- und Vogelbegeisterte bilden ein internationales Netzwerk, das dafür sorgt, dass dieses einzigartige wilde Naturschauspiel fortbesteht - damit Schnepfenvögel, Schwalben und Kraniche auch in Zukunft jedes Jahr wiederkehren.

Magische Anden 06:30

Magische Anden: Ecuador und Kolumbien

Land und Leute

Die Anden verlaufen über rund 7.500 Kilometer an der Westküste Südamerikas bis in den tropischen Teil des Kontinents. Der grüne Kaffeestaat Kolumbien wird von drei Andenketten durchzogen. Unweit von Kolumbiens Hauptstadt Bogotá eröffnet sich der artenreiche Nationalpark Chingaza. Er liegt in der östlichen Kordillere und erreicht Höhen von bis zu 4.000 Metern. Die Stadt Cali ist weltberühmt für den Salsa und ihre Tanzszene. Ecuador wartet mit der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt auf: Quito. Bei gutem Wetter sieht man vom Rathausplatz den Cotopaxi, einen der höchsten aktiven Vulkane der Welt. Beste Bedingungen für extreme Sportarten: Javier Chiriborga betreibt sein Triathlon-Training am Vulkan Cotopaxi, und für Gleitschirmflieger Eddy Urdiales aus Quito ist das Fliegen die große Leidenschaft. "Salsa-Göttin" Viviana Vargas kämpft in ihrer Stadt dafür, dass das ehemals wegen seiner Drogenkartelle berüchtigte Cali heute nur noch durch Salsa begeistert. Nicht zuletzt steht Kolumbien für den besten Kaffee der Welt, und damit der Anbau noch fairer wird, erarbeitet Kaffee-Pionier Felipe Sardi nachhaltige Konzepte. Die Bergpolizistin Diana Bejarino ist mit ihren Kollegen hinter Umweltsündern im Nationalpark Chingaza her - eine Jagd aus der Luft.

GEO Reportage 07:20

GEO Reportage: Die Puppen tanzen! Litauens rollendes Theater

Reportage

Jedes Jahr im Sommer bringt das Ensemble des Marionettenkutschentheaters aus Panevezys seine Kunst in litauische Dörfer, in denen es noch nie zuvor gastiert hat. Gezogen von einer motorisierten und kunstvoll dekorierten Dampflok geht es im Puppentheaterwaggon in die entferntesten Winkel des Landes. Kleine Städtchen und winzige Ortschaften, kaum verändert über die Jahrzehnte. Sie gelten als "vergessen". Viele Straßen sind noch unbefestigt, die Häuser einfach aus Holz gebaut, in einigen von ihnen gibt es bis heute kein fließendes Wasser. Die meisten Kinder und Jugendlichen hier waren noch nie in einem Kino, in einem Schwimmbad oder in einem Theater. Puppenspieler Daniel ist zum ersten Mal mit auf Tour. Wird sich der 23-Jährige in die Gruppe einfinden? Den straffen Spielplan einhalten können, die Zuschauer begeistern, täglich zwei Vorstellungen an neuen Orten spielen? Hält der Neuling auch Unannehmlichkeiten während der Reise durch? Wenn es etwa Streit in der Gruppe gibt, wenn es im Regenwetter über unwegsame Straßen geht? Daniel ist guter Dinge. Vielmehr wartet er darauf, endlich eine größere Rolle im Ensemble übernehmen zu dürfen. Doch als ihm der Theaterleiter diesen Wunsch erfüllt, tut Daniel sich ausgerechnet bei den Proben schwer. Wird er am Ende trotzdem seine Kolleginnen und Kollegen, den Regisseur und vor allem sein Publikum überzeugen können?

GEO Reportage 08:15

GEO Reportage: Europas Urwälder: Ein Schatz der Natur

Reportage

In der Wildnis ist Martin Mikolas in seinem Element. Der slowakische Waldökologe und Naturschützer macht Crossläufe durch unwegsames Gelände, campiert unter freiem Himmel, kennt jede Fährte, jeden Vogel. Seine Leidenschaft hat er zum Beruf gemacht: Er leitet wissenschaftliche Expeditionen in die letzten Urwälder Europas. Die Forscher wollen verstehen, wie diese einzigartigen Ökosysteme überdauern konnten. Lassen sich aus den letzten Urwäldern Lehren für die heutigen Wirtschaftswälder. Martins aktuelles Expeditionsziel: ein schwer zugänglicher Buchenwald in den Albanischen Alpen. In der abgelegenen Region gibt es keine Straßen, keinen Strom, keinen Netzempfang. Dafür verwaiste steinerne Dörfer, ungezähmte Wildbäche und Bären. Martins Team muss stundenlang wandern, um den Urwald zu erreichen, auf dem Rücken die wissenschaftliche Ausrüstung, Zelte und Essen für eine Woche. Fit und nervenstark müssen die Beteiligten sein. An steilen Hängen vermessen sie Bäume, nehmen Bodenproben und Bohrkerne aus Stämmen. Der Lohn ihrer Mühen wird später in Prag ermittelt, am Fachbereich für Waldökologie der Universität. Dort lagern bereits Zehntausende Bohrkerne aus den letzten Primärwäldern Europas und offenbaren, wie Bäume in der Vergangenheit Veränderungen standhalten konnten - ein Urwaldarchiv, das auch Antworten auf den Klimawandel liefern könnte.

Stadt Land Kunst Spezial 09:10

Stadt Land Kunst Spezial: Ruanda

Magazin

(1): Scholastique Mukasongas Hügel Ruandas (2): Ruanda: Tanzen wie die Ahnen (3): Ruanda: Zeichne mir eine Hauptstadt

Stadt Land Kunst Spezial 09:50

Stadt Land Kunst Spezial: Armenien

Magazin

(1): In Armenien: Wo Wassili Grossman wieder Gefallen am Leben fand (2): Armeniens christliche Identität (3): In Armenien: Ein gerade noch geretteter Schatz

Zu Tisch 10:30

Zu Tisch: Bologna

Essen und Trinken

Vor den Toren der Stadt haben die beiden Freundinnen Danila und Luisa ein ambitioniertes Projekt gestartet: Sie renovieren ein altes Landhaus und legen einen großen Gemüsegarten an. Es soll ein Ort für Menschen werden, die eine Auszeit vom Alltag brauchen. Schon jetzt gedeihen im Garten Zucchini, Auberginen, Tomaten und Zwiebeln. Einen Teil des Gemüses verarbeitet und verkauft Luisa auf einem Markt in Bologna, den anderen nimmt sie zum Kochen. Mit ihrer Freundin bereitet sie daraus traditionelle Gerichte oder Eigenkreationen zu, wie Pesto aus Wildkräutern, Basilikum und Rosmarin - auch dies ein Rezept der veganen Küche, die Luisa vor kurzem entdeckt hat. Ausgerechnet die weltberühmten Spaghetti Bolognese kochen sie nicht - und auch sonst niemand in Bologna: Eine Hackfleischsoße braucht breite Nudeln, an denen sie haften kann. Deshalb gibt es in Bologna keine Spaghetti Bolognese, sondern Tagliatelle al Ragù. Zum Nachtisch gibt es Crema fritta, eine frittierte Puddingcreme aus Eiern, Zucker, Milch und Mehl.

Wildkatzen und Wildhunde 10:55

Wildkatzen und Wildhunde: Afrikas Wildkatzen: Anmutig, aber bedroht

Tiere

Das abgesperrte Gebiet um ein Heizkraftwerk? Perfekt für Servale! Augen auf die Kruppe einer Kuh malen, um Löwen abzuschrecken? Eine Initiative afrikanischer Bauern, die das Leben der Raubkatzen retten kann! Als Touristenführer arbeiten? Viele Einheimische erkennen, dass lebende Geparden mehr Geld einbringen als die Felle erlegter Tiere. Angesichts bedrohlich schwindender Populationen von Löwen, Geparden, Karakalen und Servalen setzen Tierschutzinitiativen auf raffinierte Methoden. "Wildkatzen und Wildhunde - Afrikas Wildkatzen: Anmutig, aber bedroht" wurde über einen Zeitraum von zwei Jahren gedreht, verzaubert mit faszinierenden Tieraufnahmen und macht Hoffnung. Gleichzeitig werden die natürlichen Einschränkungen der Lebensräume besonders bedrohter Arten von Raubkatzen sachlich beschrieben, um die Maßnahmen zu ihrer Rettung verständlich zu machen.

Wildkatzen und Wildhunde 11:50

Wildkatzen und Wildhunde: Europas Wildkatzen: Rückkehr auf leisen Pfoten

Tiere

Europa ist sicherlich der letzte Ort auf Erden, wo man Wildkatzen erwarten würde. Im vergangenen Jahrhundert ging ihr Bestand so weit zurück, dass sie als vom Aussterben bedroht galten. Dank jüngster Erhaltungsmaßnahmen konnten einige emblematische Spezies gerettet werden, etwa die in Spanien und Portugal vorkommenden Arten Pardelluchs und Waldkatze. Zu Beginn der 2000er-Jahre gab es vom Pardelluchs nur noch knapp hundert Exemplare, und die letzten Waldkatzen überlebten im Schatten verstreuter Waldfragmente. Heute hat sich der Bestand beider Arten verzehnfacht und man trifft sie sowohl tagsüber als auch nachts in freier Wildbahn an. Dies bietet die Gelegenheit, ihre außergewöhnlichen Jagdtalente, ihre lautstarken Liebesspiele und ihr Familienleben zu beobachten. Aber auch die Hauskatze kommt in dieser Folge der Dokumentationsreihe zu Ehren - in einem besonders feindlichen Umfeld: beim Vulkanausbruch auf der Kanareninsel Palma. Der selbstlose Einsatz von Helferinnen und Helfern, die ihr Leben für die Rettung der Samtpfoten riskieren, beweist, dass die Katzen uns Menschen gezähmt haben - und nicht umgekehrt!

Wildkatzen und Wildhunde 12:45

Wildkatzen und Wildhunde: Wildhunde, Meister der Anpassung

Tiere

Der Mensch und der Wolf: Sie verbindet eine innige Beziehung, die vor 20.000 Jahren ihren Anfang findet und im Laufe dieser Zeitspanne eine Vielzahl an Hunderassen hervorbrachte. Heute verändert der Mensch Ökosysteme auf dem gesamten Globus und löst verheerende Umweltveränderungen aus. Davon sind auch der Marderhund, der Goldschakal und der Mähnenwolf betroffen. Der kleine Marderhund ähnelt dem Waschbären. Er stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde in Japan als heilig verehrt. In Europa wurde er im 20. Jahrhundert wegen seines Fells eingeführt. Auf dem neuen Kontinent galt er schon bald als invasive fremde Art. Wie passen sich die bereits geschwächten Ökosysteme an das neue Raubtier an? Wie können seine Auswirkungen auf die heimische Tierwelt begrenzt werden? Überall, wo es in Südamerika noch Cerrados gibt, ist der Mähnenwolf mit seiner hochbeinigen Silhouette anzutreffen. Er liebt das hohe Gras dieser Savannenlandschaft, ein Hotspot der Artenvielfalt, und braucht das empfindliche Ökosystem für seine besondere Ernährung. Wie wird er überleben, wenn sein natürlicher Lebensraum in Südamerika allmählich riesigen Soja- und Maisfeldern weichen muss? In Israel ist der Goldschakal am See Genezareth ebenso anzutreffen wie inmitten der Negev-Wüste. Doch seit einigen Jahren hat er sich auf Wanderschaft begeben. Er profitiert von der globalen Erwärmung und vom Verschwinden seines wichtigsten Fressfeindes, dem Wolf. Dadurch erobert er neue Territorien im Norden und Westen und ist bereits in Finnland und an der französischen Atlantikküste angekommen. Wie passt sich der Goldschakal an diese neue Umgebung an - und die Umwelt an das neue Raubtier?

Wildkatzen und Wildhunde 13:35

Wildkatzen und Wildhunde: Wildhunde, gemeinsam stark

Tiere

Afrikanische Wildhunde gehören nicht zu den Big Five der Safaris. Dabei hätten die Tiere viele Merkmale, um naturbegeisterte Touristen zu faszinieren. Ihr Problem ist die Nähe zu Viehzüchtern. Sie geraten in Fallen, werden von Wilderern erlegt und von Seuchen dezimiert, die durch Haushunde übertragen werden. Heute sind sie vom Aussterben bedroht. In Simbabwe versucht eine NGO, die Spezies durch Umsiedelungen in Schutzgebiete zu retten. Aber werden diese spektakulären Aktionen ausreichen? Die Dingos kamen vor 10.000 Jahren mit den ersten Menschen in einem Einbaum nach Australien und waren die ersten höheren Säugetiere, die auf diesem Kontinent eingeführt wurden. Obwohl einige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sie nicht als Teil der einheimischen Fauna Australiens betrachten, haben sie sich in den letzten 10.000 Jahren einen wichtigen Platz im Ökosystem erobert. Dort, wo es keine Dingos gibt, haben sogar die Dünen eine andere Form. Man sagt ihnen inzwischen die Rolle eines unverzichtbaren Regulators für die neuen invasiven Arten nach, die überall in Australien Probleme verursachen. In Südafrika ist der Schabrackenschakal bei Viehzüchtern ein ungeliebter Zeitgenosse. Das Raubtier genießt keinerlei Schutzstatus und wird rücksichtslos getötet, um die Herden zu schützen. Um zu überleben, ziehen sich einige tief in Naturschutzgebiete zurück oder flüchten an die Strände, wo sie ihr Verhalten ändern, um sich an neue Beutetiere anzupassen. In der südafrikanischen Karoo versucht ein Viehzüchter, beides miteinander in Einklang zu bringen: seinen Beruf und den Schakal, den er über alles liebt.

Julie - Eine Frau gibt nicht auf 14:30

Julie - Eine Frau gibt nicht auf

Drama

Julie lebt mit ihren zwei kleinen Kindern außerhalb von Paris. Dort ist es bezahlbar und ruhiger, doch jeder Arbeitstag wird zur logistischen Herausforderung: Noch im Dunkeln weckt sie die Kinder, organisiert Frühstück und Schultaschen, bringt sie zu einer älteren Nachbarin und hetzt zum Bahnhof. In der Hauptstadt arbeitet Julie in einem Luxushotel als Hausdame, das heißt sie leitet das Team der Zimmermädchen. Sie ist schnell, belastbar und zugleich unsichtbar in einem Betrieb, der reibungslos funktionieren muss, während die Gäste kommen und gehen. Julie will aus diesem Kreislauf heraus. Einst für einen anderen Beruf ausgebildet, hofft sie auf einen Neustart und bekommt endlich die Chance auf ein Vorstellungsgespräch. Doch ausgerechnet jetzt lähmt ein Streik den Nahverkehr. Züge fallen aus, Ersatzbusse sind überfüllt, Fahrtzeiten verlängern sich. Während Julie im Hotel ihre Schichten abdeckt und Konflikte mit Vorgesetzten auffängt, reißen zu Hause die Nerven: Die Kinderbetreuung gerät ins Wanken, die Bank meldet sich wegen überzogener Konten, der Ex-Mann bleibt beim Unterhalt unzuverlässig. Jede Stunde verlangt neue Improvisationen, kleine Gefälligkeiten und riskante Entscheidungen. Julie versucht, vor den Kindern die Fassade zu wahren, im Hotel Stärke zu zeigen und beim Bewerbungsgespräch die Zukunft im Auge zu behalten, obwohl ihr Sicherheitsnetz immer dünner wird. Mit jedem verpassten Anschluss und jeder geschlossenen Tür wächst der Druck, bis Alltag und Existenz nicht mehr vereinbar sind. Eric Gravel inszeniert Julies Woche mit fast dokumentarischer Nähe.

Mit dem Zug durch Neuseeland 15:55

Mit dem Zug durch Neuseeland: Die Südinsel: Vom Pazifik in die Südalpen

Tourismus

Fjorde im Südwesten, Hochgebirge in der Landesmitte und menschenleere Strände an der Westküste - die Südinsel Neuseelands ist ein Naturparadies. Hier überwinden Züge spektakuläre Strecken vom Pazifischen Ozean bis zu den Bergen der Südalpen. Doch der Süden ist auch Erdbebengebiet und nicht überall kommt der Zug hin. Entlang der Ostküste fährt der "Coastal Pacific" am Lake Rotoiti vorbei. Im Gletschersee forscht der Biologe Don Jellyman nach Neuseeländischen Langflossenaalen. Es sind meterlange Urtiere, die aus den kalten Tiefen emporsteigen und irgendwann zum Laichen in den tropischen Ozean schwimmen, wo sie spurlos verschwinden. Vorbei an der Kaikoura-Halbinsel fährt der Zug bis nach Christchurch. Im Jahr 2011 legte ein Erdbeben die Stadt in Schutt und Asche. Riki Manuel ist einer der bekanntesten Maori-Holzschnitzkünstler des Landes. In seinen Werken verarbeitet er die Katastrophe und trägt die Geschichte von Generation zu Generation weiter. In Christchurch übernimmt der "TranzAlpine" die Führung. Er durchquert die Südalpen, bis er die Westküste erreicht. Hier sind die weißen Strände fast menschenleer. Die Gegend ist schienenfrei, das raue Klima und die isolierte Lage haben die Urlandschaften bewahrt. Seit Generationen werden Hunderte von Rindern zwischen Regenwäldern und steilen Felswänden mit dem Jetboat durch den Gletscherfluss am Arawhata-Tal getrieben. Weiter südlich liegt Fiordland. Der kalte Urwald gilt als eines der am wenigsten erforschten Gebiete der Welt. Ein Bergsteiger soll eine Alpine Eidechse gesehen haben, doch seit der Begegnung fehlt von ihr jede Spur.

Mit dem Zug durch Neuseeland 16:40

Mit dem Zug durch Neuseeland: Die Nordinsel: Das vulkanische Herz

Tourismus

Im Norden von Auckland liegt Little Barrier Island, eine Vulkaninsel, die noch so ursprünglich ist wie Neuseeland vor der Besiedlung der Menschen. Nicola Toki, Botschafterin für bedrohte Arten, sucht hier nach der Wetapunga, der größten Heuschrecke der Welt. Nur ein paar Dutzend sollen noch in freier Wildbahn leben. Weiter an der Nordküste erstreckt sich das Reich der Obstbauern. Te Puke ist die Kiwi-Hauptstadt der Welt - und Geoff Oliver einer der ersten Kiwi-Landwirte Neuseelands. Beschädigte Früchte liefert er an benachbarte Viehbetriebe - als nachhaltige Süßigkeit für die Kühe. Kurz vor dem fauchenden Mount Ruapehu, dem größten Vulkan im Tongariro-Nationalpark, hält der Zug in Otorohanga. Die Kleinstadt führt zu den Waitomo Caves, den leuchtenden Höhlen, wo Glühwürmchen mit klebrigen Fäden ihre Brutplätze spannen. Die Inselmitte ist das Kernland der Maori. Hier dampfen geothermale Quellen. Soltice Morrison forscht an den insgesamt rund 3.800 Seen des Landes, die zunehmend durch Chemikalien und Düngemittel verschmutzt sind. Sie steht für eine neue Maori-Generation und verbindet kulturelle Naturverbundenheit mit ihrer wissenschaftlichen Forschung. Der Zug ist auch ein Symbol für den Fortschritt und Richtungswechsel eines Landes, das sich für die wichtigsten Themen der Zukunft wappnet.

ARTE Reportage 17:25

ARTE Reportage: Kirgisistan / Kolumbien

Dokumentation

(1) Kirgisistan: Autoritär statt Demokratie Mit Angst organisierte Jama Bekten die vielleicht letzte Demonstration in Kirgisistan - nur noch wenige Frauen versammelten sich, um ihre Rechte in einem Staat zu verteidigen, der autoritär umgebaut wird. Dabei war Kirgisistan über lange Zeit eine "Insel der Demokratie". (2) Kolumbien: Kinder als Auftragsmörder Auf einem Platz in Bogotá im Juni 2025: Durch die Menschenmenge nähert sich ein Junge dem kolumbianischen Senator und Präsidentschaftskandidaten Miguel Uribe Turbay. Er drängt sich an den Redner heran und erschießt ihn.

Mit offenen Karten 18:20

Mit offenen Karten

Infomagazin

Der Kiwusee ist einer der größten Seen Afrikas. Durch ihn verläuft die Grenze zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo. Mehr als 30 Jahre nach dem Völkermord an den Tutsi in Ruanda herrscht hier noch immer kein Frieden. Die ethnischen Spannungen zwischen Hutu und Tutsi schüren weiterhin die regionalen Konflikte zwischen der DRK und Ruanda; auch Nachbarländer wie Burundi oder Uganda sind involviert. "Mit offenen Karten" richtet den Fokus auf diese von Kriegen gezeichnete Region und ihre wertvollen natürlichen Ressourcen. Rohstoffe wie etwa Coltan sind unverzichtbar für die Zukunftsindustrien des 21. Jahrhunderts und heizen die Interessen der beteiligten Parteien zusätzlich an.

Unbekanntes Usbekistan 18:30

Unbekanntes Usbekistan: Mit dem Zug entlang der Seidenstraße

Land und Leute

Um Touristen anzuziehen, hat man in Samarkand vor einigen Jahren eine Touristenpolizei geschaffen. Die berühmtesten Polizistinnen der Stadt sind die Zwillinge Fatima und Zukhra. Das Streifegehen ist gar nicht so einfach für die beiden, denn die Touristen wollen vor allem eins: ein Foto mit den Zwillingen in Uniform. Im Hissargebirge liegen die wohl tiefsten Höhlen der Welt. Der Eroberer Timur Lenk soll hier im 15. Jahrhundert seine Armee in der sogenannten Timurenhöhle versteckt haben, bevor er ganz Zentralasien unterworfen hat. Zwei Höhlenforscher wollen herausfinden, was an der Legende wahr sein könnte. Jahrmillionen hat der Fluss Amudarja den Aralsee gespeist. Doch die Baumwolle, die hier angepflanzt wird, verschlingt unglaubliche Mengen an Wasser. Das Ergebnis: die Austrocknung des Aralsees. Heute wird das Gebiet als Aralkum (Aralwüste) bezeichnet. Um die Erosion durch den Sand aufzuhalten, ist vor ein paar Jahren ein großes Projekt angelaufen: Die Wüste wird bepflanzt. Shahri studiert Umweltwissenschaften und ist gekommen, um sich die ersten Erfolge anzuschauen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

GEO Reportage 19:40

GEO Reportage: Italien: Die Igel-Retter aus dem Piemont

Reportage

Orecchio, Ettore, Pino oder Onorina - sie alle sind Patienten von Dr. Massimo Vacchetta in der einzigen Igelklinik Italiens. Die nachtaktiven Tiere fallen Autos, motorisierten Heckenscheren, Sensen oder Mährobotern zum Opfer. Ihre Verletzungen sind oft schwerwiegend. Dottore Massimo betreut seine Schützlinge zusammen mit fünf Angestellten und vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern rund um die Uhr. Mit Feingefühl und auch unkonventionellen Methoden werden die stacheligen Patienten oft wochenlang aufgepäppelt. Das große Ziel: sie wieder fit zu machen für ein Leben in der Natur. Angefangen hat alles mit einem winzigen Igelmädchen: "Als ich das erste Mal Ninna in der Praxis eines Kollegen sah, war sie noch sehr klein. Sie wog gerade mal fünfundzwanzig Gramm. Ich war tief berührt - und mir wurde so einiges klar. Zum Beispiel, dass es die kleinen Dinge sind, die einen glücklich machen. Ich betrachtete den Igel, der so zufrieden und glücklich war, wenn er einen Tropfen Milch zu sich nahm und dann in meiner Hand einschlief. Im Grunde lehrte er mich, dass ich den Sinn des Lebens woanders suchen musste." Heute, wenn Massimos stachelige Patienten gesund genug sind, werden sie mit größtmöglicher Fürsorge in die Freiheit entlassen. Für den "Igel-Doktor" ist das jedes Mal aufs Neue ein Moment des Glücks, gemischt mit einer Prise Wehmut, wenn sich seine Igel wieder in ihren natürlichen Lebensraum aufmachen.

Venedigs goldenes Zeitalter 20:15

Venedigs goldenes Zeitalter: Glanz und Gewalt

Dokumentation

"Venedigs goldenes Zeitalter - Glanz und Gewalt" beleuchtet den Aufstieg und Fall eines der mächtigsten Dogen der Republik. Im 15. Jahrhundert, dem goldenen Zeitalter Venedigs, führte Francesco Foscari die Stadt an die Spitze politischer und wirtschaftlicher Macht - und zugleich an den Rand innerer Zerreißproben. Während Handel, Flotte und internationale Netzwerke der Serenissima florieren, treibt Foscari die Expansion auf dem Festland voran. Doch dieser Kurs führt zu Rivalitäten mit mächtigen Familien wie den Loredan und verstrickt Venedig in jahrzehntelange Konflikte mit den Stadtstaaten Italiens. Hinter den prächtigen Fassaden des Dogenpalasts kommt es zu Intrigen, persönliche Feindschaften wachsen - und das alles unter der Kontrolle des ausgefeilten Rätesystems der Kaufmannsrepublik. Die Tragödie kulminiert im Schicksal von Foscaris Sohn Jacopo: Er gerät in die Mühlen des politischen Systems und wird zum Spielball politischer Fehden - Folter im Palast seines Vaters und Verbannung mit dessen Unterschrift eingeschlossen. Foscari muss sich entscheiden - zwischen Vaterrolle und Staatsräson im Sinne des Wohles aller Bürger. Der Dokumentarfilm zeichnet das eindrucksvolle Porträt einer Epoche, in der Glanz und Gewalt untrennbar verbunden sind. Experten, Archivmaterial, Animationen und reale Schauplätze eröffnen einen tiefen Blick in Politik, Handel, Architektur und Alltagsleben der Serenissima. So wird die Geschichte der Foscaris zum Sinnbild für den Mythos Venedig: schillernd, mächtig und zutiefst menschlich.

Venedig retten 21:40

Venedig retten

Dokumentarfilm

Venedig hat seiner außergewöhnlichen geografischen Lage Macht und Reichtum zu verdanken, doch die weltbekannte Stadt muss im Rhythmus der Gezeiten leben. Die ersten Siedlungen wurden auf Pfählen auf dem sumpfigen Untergrund errichtet. Mit dieser Technik ließ sich schließlich das Gewicht einer ganzen Stadt tragen. Der Schlamm in der Lagune sorgt dafür, dass das Holz nicht verfault. Die Pfähle sind in einem sehr guten Erhaltungszustand. Die ständigen Überschwemmungen bringen jedoch eine andere Bedrohung mit sich: Salz. Sobald das Wasser verdunstet ist, muss mühsam das Salz entfernt werden, das sich auf den Baudenkmälern der Stadt absetzt und das Mauerwerk angreift. Nach jahrzehntelangen Bauarbeiten und Baukosten in Milliardenhöhe soll "Mose" die Stadt beschützen - ein System aus beweglichen Fluttoren, die an den drei Öffnungen der Lagune zum offenen Meer errichtet wurden. Aber das Sturmflutsperrwerk darf nicht systematisch zum Einsatz kommen, da die Fluttore die Gezeiten blockieren, die Unrat und Abwässer aus der Lagune befördern. Daher arbeiten Ingenieure an einem kühnen Projekt, bei dem Meerwasser in den Untergrund der Stadt gepumpt und diese so um 25 Zentimeter angehoben werden soll. Die Zukunft Venedigs hängt ganz von der Beziehung zwischen Stadt und Lagune ab. Die Venezianerinnen und Venezianer fürchten, ihre Stadt könnte im Zuge des Klimawandels verschwinden. Daher setzen sie auf einen mehrdimensionalen Ansatz aus technischer Innovation und Renaturierungsmaßnahmen.

Die vier Jahreszeiten 23:15

Die vier Jahreszeiten: In Venedig

Klassische Musik

Anlässlich des 300-jährigen Jubiläums der "Vier Jahreszeiten" von Antonio Vivaldi im Jahr 2025 führen Théotime Langlois de Swarte und die Musiker des Ensembles Le Consort das berühmte Werk in Vivaldis Geburtsstadt Venedig auf. Ihre Interpretation auf barocken Instrumenten kehrt zu den Ursprüngen zurück und nähert sich der Intention Vivaldis, der sein Werk als Sinnbild für die Kraft der Natur und der Elemente verstand. Jenseits ihrer idyllischen Schönheit enthalten diese vier Konzerte eine zeitlose Botschaft: Indem sie die Sinne ansprechen und den Kreislauf des Lebens nachempfinden, regen sie zum Nachdenken über die menschliche Existenz an. An symbolträchtigen und prachtvollen Orten Venedigs, wie dem Palazzo Contarini della Porta di Ferro, dem Palazzo Grassi und der Fondazione Giorgio Cini, präsentieren Théotime Langlois de Swarte und sein Ensemble die einzelnen Jahreszeiten zu unterschiedlichen Tageszeiten - vom Morgen bis zum Einbruch der Dunkelheit, dem zyklischen Ablauf des Stückes folgend: Im Frühling zeigt sich Venedig in goldenes Morgenlicht getaucht, im Sommer unter einem bedrohlichen Gewitterhimmel, und während der Winter wie ein Totentanz in f-Moll erklingt, bricht die Nacht herein. Zusammen mit dem Musikwissenschaftler Olivier Fourés besucht Théotime Langlois de Swarte die ehemaligen Aufführungsorte von Vivaldis Musik und entdeckt einzigartige Dokumente wie die Erstausgabe der "Vier Jahreszeiten" oder die Notizen der berühmten italienischen Geigerin Anna Maria dal Violin, einer Schülerin Vivaldis.