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TV Programm für ARTE am 12.04.2025

Rihanna - Inselkind, Popstar, Nationalheldin 05:20

Rihanna - Inselkind, Popstar, Nationalheldin

Musikerinnenporträt

1988 in Saint Michael geboren, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen auf der Karibikinsel Barbados, verlässt Rihanna schon in Teenagerjahren die Insel, um in New York zu einem der größten Popstars und zur milliardenschweren Unternehmerin aufzusteigen. Mit mehr als 250 Millionen verkauften Tonträgern und einem Kosmetik-Imperium wird Rihanna in den USA zur jüngsten Selfmade-Milliardärin. Doch die enge Verbindung zu ihrer Heimatinsel hat sie nie gekappt. Von Beginn ihrer Karriere an trägt Rihanna die Verantwortung, das Land in der Welt zu repräsentieren. Anhand der Diskussionen über Rihannas Musik und ihr öffentliches Auftreten verhandelt die barbadische Gesellschaft bis heute ihre nationale Identität, Geschlechterrollen und ihre koloniale Vergangenheit. Als sich Barbados im Jahr 2021 endgültig von der britischen Krone lossagt und sich zur Republik erklärt, wird Rihanna feierlich zur ersten Nationalheldin der Republik Barbados ernannt. Kannte man die Insel vor einer Dekade lediglich als exotische Touristendestination, gilt Barbados heute als gewichtige Stimme für Klimagerechtigkeit und als Vorreiter in einer Debatte über Reparationszahlungen für Sklaverei. Die Dokumentation erkundet, welche Rolle Rihanna für Barbados' Aufbruch in ein postkoloniales Zeitalter spielt und findet Antworten auch im außergewöhnlichen Verhältnis zwischen der Musikerin und der seit 2018 amtierenden barbadischen Premierministerin Mia Mottley.

Beyoncé & Solange 06:15

Beyoncé & Solange: Die Queen of Pop und ihre Soul-Sister

Dokumentation

Beyoncé und Solange Knowles sind das erfolgreichste Schwesternpaar der Popgeschichte - und könnten unterschiedlicher nicht sein: Die eine ist der wohl größte Popstar unserer Zeit, die andere stellt ihren komplexen künstlerischen Anspruch über den kommerziellen Erfolg. Keine zufällige Entwicklung: Während Beyoncé von ihren Eltern systematisch zum Megastar aufgebaut wird, muss ihre fünf Jahre jüngere Schwester Solange mit aller Kraft um Förderung und Anerkennung ihrer Familie kämpfen. Erst spät gelingt es ihr, als eigenständige Künstlerin aus dem Schatten ihrer Schwester zu treten und sich musikalisch zu emanzipieren. Die Dokumentation begibt sich auf Spurensuche nach Houston, der Heimatstadt der beiden Ausnahmekünstlerinnen. Gemeinsam mit Wegbegleitern und Freunden wie Gesangslehrer David Lee Brewer oder dem Pastor Rudy Rasmus beleuchtet sie die Leben und Karrieren der ungleichen Schwestern. Als Frontfrau der vom Vater gemanagten Band Destiny's Child beginnt Beyoncé Ende der 1990er Jahre ihre steile Karriere. Nachdem sich die Gruppe 2006 trennt, startet Beyoncé ihre Solokarriere mit bisher acht Studioalben und 35 Grammys. Bei den 67. Grammy Awards im Februar 2025 hat Beyoncé für "Cowboy Carter" auch den Grammy für das beste Album gewonnen. Solange beginnt ihre ersten Schritte ins Rampenlicht hingegen in der zweiten Reihe: zuerst als Background-Tänzerin für Destiny's Child, später als Songwriterin für ihre große Schwester. Doch sie will mehr. Ihr drittes Soloalbum "A Seat at the Table" (2016) bringt den ersehnten Befreiungsschlag. Das Album wird von Kritikern gefeiert, Solange gewinnt ihren ersten Grammy. Nach 30 Jahren im Schatten ihrer Schwester hat sie sich ihren "Platz am Tisch" erkämpft.

360° Reportage 07:10

360° Reportage: Paris, Hauptstadt der Bienen

Reportage

In Paris fällt es den fleißigen Insekten leicht, Nahrung zu finden, auch dank der über das ganze Jahr verteilten Blütezeiten. Die abwechslungsreiche Stadtvegetation bietet den Bienen eine Nahrungsvielfalt, die es auf dem Land aufgrund von Monokulturen häufig nicht mehr gibt. Zudem wurde in Paris entschieden, den Gebrauch von Pestiziden ganz einzustellen. Selbst vom Aussterben bedroht, ist die Biene damit zum Symbol des Erhalts der Biodiversität geworden. Eines der Habitate der Honigbienen von Paris existiert schon seit rund 400 Jahren: der Jardin des Plantes, ein botanischer Garten. Hier finden sich, etwas versteckt, Bienenstöcke, die von der Gärtnerin Vanessa Voskoboïnikoff umsorgt werden. Abseits der Öffentlichkeit wähnt man sich weit draußen auf dem Land, und doch ist man mitten im Herzen von Paris. Ruhe ist für die Tiere auch in der Stadt wichtig. Die Honigbiene ist ein sogenanntes staatenbildendes Insekt. Sie kann nur in der Gemeinschaft leben. In der Hochsaison zählt ein Bienenstock etwa 50.000 Bienen und produziert im Schnitt 30 Kilogramm Honig. Um zu wissen, wann es Zeit ist zu ernten, überprüfen die Imker mit Hilfe eines Refraktometers den Feuchtigkeitsgehalt. Auch der Parc de la Villette beheimatet Bienenstöcke in einem Schulbauernhof. Hier betreibt der junge Imker Pierre Merlet ein engagiertes Bienenprojekt. Er gewinnt Honig und klärt nebenher regelmäßig interessierte Gruppen über das Wohl und die Probleme der Honigbienen auf. Pierre hat die aktuellen ökologischen Herausforderungen im Blick. Er liebt es, sein Wissen und seine Leidenschaft mit anderen zu teilen.

GEO Reportage 07:40

GEO Reportage: Insekten: Unser Speiseplan für morgen?

Reportage

Laetitia Giroud und ihr Freund Julien Foucher gründeten im Süden Spaniens eine der ersten Insektenfarmen Europas. Leicht nussig seien sie im Geschmack, die Mehlwürmer. So beschreibt Laetitia Giroud die Vorzüge ihrer Tiere, die sie zu Tausenden nahe Málaga im Süden Spaniens züchtet. Zusammen mit verschiedenen Fliegen- und Heuschreckenarten. Die Insekten können laut Laetitia bedenkenlos von Menschen gegessen werden. Mehr noch: Mit ihnen könnte man der zu erwartenden Lebensmittelknappheit Herr werden, die der Erde bei weiterem Bevölkerungswachstum drohe, zumal Zucht und Haltung auf ihrer Farm vorbildlich ökologisch organisiert sind. Für ein Kilogramm Mehlwürmer sind gerade mal zwei Kilogramm Futter nötig, während ein Kilogramm Rindfleisch ganze 13 Kilogramm erfordert. Ein Erfolgsmodell auf ganzer Linie - wäre da nicht die kulturell geprägte Abneigung vieler Europäer vor den Krabbeltieren. Also betreiben Laetitia und ihr Freund und Geschäftspartner Julien Foucher Pionierarbeit im doppelten Sinn. Auch die Gesetzeslage in der EU ist noch weitgehend unklar. Doch es gibt auch Erfolge. Junge Unternehmer in Frankreich und Belgien experimentieren bereits mit den ungewohnten Lebensmitteln und versuchen sie für den europäischen Gaumen aufzubereiten. So wächst auch Laetitias Farm schneller als gedacht und lässt die beiden Gründer bereits expandieren.

GEO Reportage 08:35

GEO Reportage: Myanmar: Die Marmorkünstler von Mandalay

Reportage

In Mandalay befindet sich die größte Buddha-Statue aus Marmor. Myanmars zweitgrößte Stadt ist berühmt für die Kunstfertigkeit ihrer Marmorschnitzer. Klöster und Tempel in ganz Asien verlangen nach immer neuen Bildnissen des Erhabenen. Und Mandalays Handwerker liefern Abertausende von makellosen Buddha-Statuen. Die weißen Klippen der Marmorsteinbrüche liegen nördlich der Stadt. Hier arbeiten wahre Künstler. "GEO Reportage" hat sie bei ihrer Arbeit begleitet. Die Verehrung Buddhas ist in Myanmar nicht zwingend stille Andacht. Oft genug erinnert sie an ein buntes Volksfest. Wer eine Buddha-Figur spendet, erwirbt Verdienste für sich und seine Verwandten für dieses und alle weiteren Leben. Und so spendet, wer immer es sich leisten kann, möglichst viele Buddha-Abbilder. Mandalay ist mit 1,6 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Myanmars. Knapp 60 Kilometer nördlich, bei dem Dorf Sagyin, liegen die Marmorsteinbrüche. Sie liefern einen besonders feinen weißen Stein. Was nicht zur Herstellung von Buddha-Statuen taugt, wird zu Fliesen oder Terrazzo verarbeitet. Nahezu alles im Dorf Sagyin dreht sich um Marmor und fast jeder lebt von ihm. U Po Ther gilt als einer der besten Bildhauer von Sagyin. Per Handy verhandelt er im ehemals isolierten Myanmar mit Auftraggebern aus ganz Asien. Denn Buddha-Figuren sehen immer unterschiedlich aus. Jedes Land hat seinen eigenen Stil. Und auch jede Pose hat ihre Bedeutung.

Stadt Land Kunst Spezial 09:30

Stadt Land Kunst Spezial: Albanien

Magazin

(1): Lord Byrons romantisches Albanien (2): Albanien: Der Stimmen der Liebe (3): Albanien: Der Stratege von Korça

Stadt Land Kunst Spezial 10:10

Stadt Land Kunst Spezial: Schottland

Magazin

(1): Das romantische Schottland von Walter Scott (2): Shetlandinseln: Fantastische Pullover (3): Schottland: Dunbars heldenhafte Gräfin

Zu Tisch 10:50

Zu Tisch: Galiläa, Israel

Essen und Trinken

Die Region Galiläa zählt zu den grünsten und fruchtbarsten Regionen Israels. Versteckt in den Hügeln liegt das ökologische Dorf Klil, das seit den 70er Jahren Lebenskünstler, Musiker und naturverbundene Menschen wie Selbstversorger Alik Pelman anzieht. Alik lebt von dem, was in seinem Garten wächst, darunter Weizen, Oliven und Ackerbohnen. Für ein gemeinsames Abendessen mit Nachbarn bereitet Alik Falafelbällchen und Tofu aus Ackerbohnen zu, den er mit Sesam paniert und goldbraun anbrät. Aliks Nachbarin Hagit Lidror sammelt jetzt im Frühjahr in den Hügeln rund um das Dorf wilde Kräuter wie Za'atar. Zu einer Gewürzmischung verarbeitet schmeckt das Kraut, vermengt mit Olivenöl, besonders gut auf Pitabrot. Hagit kocht meistens vegan und serviert Familie und Nachbarn süße Schokoladendatteln und einen Taboulé-Quinoa-Salat.

Inseln Italiens 11:20

Inseln Italiens: Sulcis Archipel

Landschaftsbild

Der Sulcis-Archipel liegt vor der Südwestküste Sardiniens. Er umfasst die Inseln Sant'Antioco, San Pietro und mehrere kleine, unbewohnte Inseln. Sant'Antioco ist die Hauptinsel des Archipels und die viertgrößte Italiens. Seit dem 5. Jahrtausend vor Christus ist die Insel besiedelt. Verschiedene Eroberer hinterließen ihre Spuren: Archäologische Funde und Grabstätten von Phöniziern, Karthagern und Römern können auf Sant'Antioco besichtigt werden. Nicht nur kulturell, auch landschaftlich hat die Insel einiges zu bieten: auf der einen Seite flache, lagunenartige Ufer, weite Salzwiesen, in denen der Rosaflamingo lebt, und wunderschöne Sandstrände. Auf der anderen Seite felsige und steile Küstenabschnitte. Unter Wasser erstreckt sich auf dem Meeresboden zwischen Sant'Antioco und Sardinien eine große Wiese aus Neptungras, eine Art Wald im Meer. In ihr lebt die größte Muschel des Mittelmeers: die vom Aussterben bedrohte Pinna nobilis. Die Gewinnung und Verarbeitung der Fäden aus der Pinna nobilis, Byssus oder Muschelseide genannt, hat auf Sant'Antioco jahrtausendealte Tradition. Auf der kleinen Insel San Pietro lebt der Großteil der über 6.000 Einwohner im malerischen Hafenstädtchen Carloforte, das zu den schönsten Orten Italiens zählt. Auf San Pietro wird noch immer die Mattanza, der traditionelle Thunfischfang, praktiziert. Jedes Jahr im Frühjahr werden Tausende Rotflossen-Thunfische auf ihrem Weg zu den Laichgebieten mit dieser jahrhundertealten Methode gefangen - unter Einsatz großer Reusen, Muskelkraft und handwerklichen Könnens. Dieses Ereignis zieht jedes Jahr zahlreiche Einheimische und Touristen an.

Inseln Italiens 12:05

Inseln Italiens: Monte Isola

Landschaftsbild

Er ist einer der weniger bekannten norditalienischen Seen: der Lago d'Iseo. In seinem klaren Wasser liegt Monte Isola, umgeben von einem beeindruckenden Bergpanorama, das Höhen von bis zu 2.000 Metern erreicht. Die Insel ist rund fünf Quadratkilometer groß und gehört zu den schönsten Orten Italiens ("Borghi più belli d'Italia"). Auf der autofreien Insel herrscht eine zeitlose Atmosphäre, in der Hektik ein Fremdwort ist. Vier malerische Orte säumen das Seeufer, die einst reine Fischerorte waren. Heute leben hier noch 30 Berufsfischer, die von der Vielfalt der Fischarten im See profitieren. Hoch oben auf der Insel thront das Santuario della Madonna della Ceriola, eine Wallfahrtskirche, deren Ursprünge ins 5. Jahrhundert zurückreichen. Der Bischof von Brescia ließ damals eine Kapelle errichten, um die Region zu christianisieren. Monte Isola ist auch für seine Olivenbäume bekannt: Mit etwa 17.000 Exemplaren beherbergt die Insel die nördlichsten Olivenhaine Italiens. Diese gedeihen dank des milden Mikroklimas, das der See an den Ausläufern der Alpen schafft. Das besondere Klima begünstigt zudem den Weinanbau am südlichen Seeufer. Dort entsteht der Franciacorta-Schaumwein, der in den 1960er Jahren entwickelt wurde und mittlerweile weltweit geschätzt wird. Auch der Bootsbau hat auf der Insel eine lange Tradition. In den 1960er Jahren zog er die internationale High Society an. Carlo Riva, dessen Großvater bereits 1842 eine Werft am See gründete, entwarf elegante Sportboote aus Mahagoni. Diese Boote wurden zum Statussymbol und zum Inbegriff des Dolce Vita. Weltweite Aufmerksamkeit erlangte Monte Isola noch einmal im Jahr 2016 durch das Kunstprojekt "The Floating Piers" des Künstlers Christo. Goldgelbe, begehbare Schwimmstege verbanden damals die Insel mit dem Ufer und wurden zur Sensation. Über 1,2 Millionen Besucher kamen, um das Kunstwerk zu erleben. Geblieben ist davon nur die Erinnerung.

Auf alten Gleisen 12:50

Auf alten Gleisen: Mit dem Zug um den Ätna

Tourismus

Am Fuße des Ätna, zwischen schwarzen Steinen und Kaktusfeigen, windet sich die Schmalspurbahn ihren Weg durch Steinwüsten, Waldgebiete und satte grüne Hügel. Infolge von Lavaeruptionen musste die Bahnstrecke im Laufe der Zeit oftmals umgebaut werden, 1981 das letzte Mal. Der 3352 Meter hohe Ätna ist der aktivste Vulkan Europas. Die meisten Eruptionen treffen vor allem die unmittelbare Umgebung des Kraters; sie stellen für Menschen und Tiere selten eine Bedrohung dar. Immer wieder jedoch kommt es zu heftigen Ausbrüchen, bei denen der Vulkan Aschewolken und Gesteinsbrocken kilometerweit in die Atmosphäre speit und Lavaströme sich den Weg ins Tal bahnen. Nach der kompletten Stilllegung des ehemals ausgedehnten Bahnnetzes Siziliens ist die Circumetnea-Bahn die letzte verbliebene Schmalspurbahn der Insel. Wie der Name schon sagt, umrundet sie den Vulkan. Drei Stunden dauert eine Fahrt von Catania bis zur Endstation Riposto. Durch Lavafelder, die aussehen wie Mondlandschaften und an verlassenen Bahnhöfen vorbei windet sich der Zug auf mehr als 100 Kilometer Strecke bis zur Endstation am Ionischen Meer.

Auf alten Gleisen 13:35

Auf alten Gleisen: Die Wocheiner Bahn in Slowenien

Tourismus

Seit fast 120 Jahren verbindet die Wocheiner Bahn die malerischen Landschaften zwischen den Julischen Alpen und der Adria. Früher markierte sie den südlichsten Teil des Eisernen Vorhangs und trennte die beiden Blöcke: Italien auf der einen und Jugoslawien auf der anderen Seite. Heute ist sie eine der schönsten Eisenbahnstrecken der Alpen mit der größten Steinbogenbrücke weltweit, der Salcanobrücke. Auf 89 Kilometern rollt sie durch vier europäische Klimaregionen, einen Nationalpark und ein UNESCO-Biosphärenreservat. Die Bahn wurde nach dem Tal "Wochein" (slow. Bohinj) benannt und war ursprünglich Teil der "Transalpina" von Villach/Klagenfurt nach Triest in Italien. Heutzutage verläuft der Hauptteil ihrer Gleise entlang den Flüssen Baca, Soca und Sava von Nova Gorica/Gorizia über die Julischen Alpen bis zur Endstation Jesenice (Aßling).

Ich, Tom Horn 14:20

Ich, Tom Horn

Western

Wyoming, 1901: Der Trapper Tom Horn ist ein Relikt vergangener Zeiten. Als Fährtensucher half er bei der Gefangennahme des indigenen Häuptlings Geronimo und ritt zusammen mit dem späteren US-Präsidenten Theodore Roosevelt im spanisch-amerikanischen Krieg. Doch mit dem beginnenden 20. Jahrhundert werden seine Dienste überflüssig. Ziellos zieht Tom durch den Westen, bis ihm der Rancher John Coble ein Angebot macht: Für ihn und seine Kollegen soll Tom Viehdiebe jagen und zur Strecke bringen. Tom ist gut in seinem Job - zu gut. Mit seinen Schießkünsten erledigt er einen Dieb nach dem anderen, doch die Gewalt wendet sich letztlich gegen ihn. Denn aus Angst, dass Toms Ruf als brutaler Mörder auf die Rancher abfärben könnte, beschließt man, ihn zu beseitigen, bevor seine Verbindung mit ihnen bekannt wird ... Kurze Zeit später wird ein junger Schafhirte erschossen aufgefunden. Die Kugel stammt aus dem gleichen Gewehr, das auch Tom verwendet. Als er davon erfährt, ahnt er bereits, dass man ihm den Mord anhängen will. "Wenn ich den Jungen erschossen hätte, wäre das mein bester Schuss gewesen und die dreckigste Tat meines Lebens", sagt er in angetrunkenem Zustand zu einem US-Marshall - damit ist sein Schicksal besiegelt.

Die Eisenbahn 15:55

Die Eisenbahn: Motor des Fortschritts

Dokumentation

Der Dokumentarfilm begibt sich auf eine Reise durch über 200 Jahre Eisenbahngeschichte und zeigt, wie bahnbrechend dieses Transportsystem für die Menschheit war. 1830 wird die erste reguläre Eisenbahnstrecke in England eingeweiht. Von hier aus beginnt ihr einzigartiger Siegeszug, der Gesellschaften, Landschaften und Städte von Grund auf verändert und ganze Länder vom Agrarstaat ins Industriezeitalter katapultieren wird. Indem sie den Transport von Waren und Personen revolutioniert, wird die Eisenbahn zum Katalysator der Industrialisierung und spielt eine Rolle bei der Verbreitung des Kapitalismus. Zugleich demokratisierte sie das Reisen. Menschen aller Gesellschaftsschichten haben nun erstmals die Möglichkeit, neue Orte zu entdecken und kulturelle Grenzen zu überwinden. Dabei gibt es aber auch dunkle Kapitel in der Geschichte der Eisenbahn. Als Werkzeug der Kolonialmächte zeigt sie sich als eine zerstörerische Technologie zur Ausbeutung fremder Länder. Sie trägt zur Industrialisierung des Krieges bei, indem mit ihr Truppen und Material effizienter denn je transportiert werden. Verschwiegen werden darf auch nicht, dass die Eisenbahn den Massenmord an den Juden in den Konzentrationslagern der Nazis erst ermöglicht hat. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert erlebt sie eine ungeahnte Renaissance durch Hochgeschwindigkeitszüge, die als Symbol für Effizienz und Nachhaltigkeit stehen. Sie wird wohl auch weiterhin unsere Welt prägen. Aber welche Herausforderungen bringt die Zukunft dieser einzigartigen Technologie?

ARTE Reportage 17:25

ARTE Reportage

Dokumentation

Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.

Mit offenen Karten 18:20

Mit offenen Karten: Das gespaltene Königreich Großbritannien und Irland

Infomagazin

Durch Zusammenschlüsse und Eroberungen entstand aus England, Wales, Schottland und Nordirland das "Vereinigte Königreich". Wer die Mentalität des Inselstaates verstehen will, muss in seine vielfältige Geschichte eintauchen. "Mit offenen Karten" erzählt, was dieses weltweit einzigartige politische System geprägt hat: Mit dem Brexit, den Spannungen im Königshaus und den Unabhängigkeitsbestrebungen Schottlands hat das Vereinigte Königreich im jungen 21. Jahrhundert bereits einige Krisen hinter sich. Was wird das Land von König Charles III. in den nächsten Jahren erwarten?

Sansibar - Legende und Lebenslust 18:35

Sansibar - Legende und Lebenslust

Dokumentation

Die Strände von Sansibar sind paradiesisch, aber hinter dem Mythos steckt mehr als weißer Sand und türkises Wasser. Die Einwohner haben keine einfachen Lebensumstände, das Land ist arm und die Infrastruktur oft mangelhaft. Aber man spürt den Optimismus der Menschen. In Jambiani haben sich Frauen mit einer Schwammzucht eine neue Lebensgrundlage geschaffen. In dem muslimisch geprägten Land kommt es oft vor, dass sich Männer Zweit- und Drittfrauen nehmen und die ersten Ehepartnerinnen mit Kindern und ohne Geld zurücklassen. Schwämme sind bei Touristen als Mitbringsel beliebt und erzielen Preise von bis zu 30 Euro. Einige der alleinerziehenden Mütter haben es so geschafft, ihr eigenes Haus zu bauen. Auch die Sängerin Siti Amina beschäftigt sich mit der Situation der Frauen. Sie selbst war Opfer von häuslicher Gewalt. Sie spielt mit ihrer Band den Musikstil Taarab, die traditionelle Musik Sansibars, versucht aber, ihn mit Elementen aus Jazz und Rock zu kombinieren. Mit der heiteren, modernen Version des Taarab auf ernste weibliche Themen aufmerksam zu machen, sieht Siti als ihre Mission. Auch die Farmerin Mwatima Chuma will Sansibar verändern. Sie betreibt die erste Farm, die Gemüse ohne jegliche chemische Unterstützung anbaut. Sie hat früher im Landwirtschaftsministerium gearbeitet und war mitverantwortlich, dass sich auf Sansibar Monokulturen und starker Einsatz von Pestiziden etabliert haben. Dafür bittet sie heute um Vergebung. Sie will den anderen Bauern ein Vorbild sein und zeigen, dass es auch ohne Chemie geht, wie der Film auf eindrucksvolle Weise dokumentiert.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

360° Reportage 19:40

360° Reportage: Handgemacht in Laos, Rares aus Rattan

Reportage

Seit dem 19. Jahrhundert ist Rattan auch in Europa aus der Inneneinrichtung kaum wegzudenken, berühmt ist etwa das gleichzeitig stabile wie auch leichte sogenannte Wiener Geflecht, das für Stuhlbespannungen eingesetzt wird. Von viktorianischen Kolonialmöbeln über das Bauhaus, Art déco, die Swinging Sixties oder den aktuellen Boho-Trend - Rattan ist immer dabei. Dabei weiß kaum jemand, woher Rattan eigentlich stammt. Was wir als Rattan kennen, sind die Triebe einer Familie von Kletterpalmen, die im tiefen Dschungel Südostasiens wachsen und bis zu 200 Meter lang werden können. Das Schrumpfen der Primärwälder, die den Rattanpflanzen stützende Bäume bieten, ist ein wesentlicher Grund, warum Rattan teuer geworden ist und jetzt zum Beispiel in Laos wieder aufgeforstet wird. Die 24-jährige handwerklich talentierte Touly aus einem Dorf in Zentral-Laos begibt sich auf eine Reise durch das Land, um im Auftrag ihrer dörflichen Flechtgruppe Kontakte zu Produzenten zu knüpfen, neue Techniken zu erlernen und eine Rattanschälmaschine zu kaufen. Damit könnte das Dorf die Produktivität seiner Rattanfertigung erhöhen. In der alten Königsstadt Luang Prabang soll sie eine Buddha-Büste aus Rattan anfertigen.

Vatikanstadt. Ein Hauch von Ewigkeit 20:15

Vatikanstadt. Ein Hauch von Ewigkeit

Dokumentarfilm

Neben den historischen Zeugnissen, die in Archiven und handschriftlichen Sammlungen aufbewahrt werden, ist der Vatikan auch ein architektonisches Meisterwerk, das weltberühmte Schätze der Malerei und Bildhauerei beherbergt. Wie wurde aus einem kleinen Hügel ein Zentrum der Kunst, der weltlichen und kirchlichen Macht? Und welchen Beitrag leisteten Malerei, Bildhauerei und Architektur zur Machtentfaltung des Papsttums? Heute öffnet die Wissenschaft Türen des Vatikans, die das päpstliche Geheimnis zuvor verschlossen hielt. Archäologen erforschen Katakomben und Nekropolen, um die Ursprünge der Ewigen Stadt freizulegen. Historiker ergründen die Geschichte des Petersdoms von der Grundsteinlegung über den Abriss bis zum Neubau der Basilika und ihrer Erweiterung zum monumentalen Prachtbau. Restauratoren lüften die Geheimnisse der Renaissance-Fresken, Paläographen entziffern Handschriften aus den Archiven und stoßen auf Zeugnisse der Baumeister dieses architektonischen und spirituellen Abenteuers. In einer Mischung aus Animation und Dokumentation zeigt der Film, wie große Künstler nach den Vorgaben visionärer Päpste zwei Jahrtausende lang zur Machtentfaltung der Kurie beitrugen.

Frauen im Priesteramt 21:45

Frauen im Priesteramt: Verbotene Berufung

Dokumentation

Während sich die katholische Kirche immer noch weigert, Frauen zu Priesterinnen zu weihen, fordern mutige Christinnen das Recht, ihre Berufung als Priesterin zu leben. Der Film stellt Frauen aus den USA, der Schweiz und Frankreich vor, die sich dieser überholten Lehre widersetzen. Die Schweizer Theologin Jacqueline Straub schreibt seit 15 Jahren regelmäßig an den Papst, um sich für die Gleichstellung der Geschlechter in der Kirche einzusetzen. Die Franko-Spanierin Christina Moreira wollte nicht länger auf die päpstliche Erlaubnis warten: Sie ließ sich heimlich zur Priesterin weihen, nach dem Vorbild der "Donau-Sieben" - einer Gruppe von sieben Frauen, die 2002 auf einem Donauschiff zu Priesterinnen geweiht wurden. Weltweit sind bereits zahlreiche Katholikinnen diesen Wegbereiterinnen gefolgt. Trotz Exkommunikation wirkt Moreira in ihrer spanischen Gemeinde. Auf der anderen Seite des Atlantiks setzt Myra Brown dem Verbot ihren unerschütterlichen Glauben entgegen: Die Afroamerikanerin leitet eine Gemeinde mit 1.500 Mitgliedern. Gemeinsam hinterfragen die drei Frauen theologische Argumente. Im Vatikan wollen sie die theologischen, politischen und kulturellen Hintergründe des ungerechten Verbots ergründen. Für sie ist die Frage der Frauenordination der erste Schritt zu noch tiefgreifenderen Veränderungen in der Kirche: Ende des Zölibats, Kampf gegen Geschlechterdiskriminierung und Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen. Denn für viele Menschen entfernt sich die katholische Kirche immer weiter von der gesellschaftlichen Realität. Der Papst bleibt eine moralische Autorität über die Grenzen des Christentums hinaus, und während die römische Kurie zwischen Offenheit und Konservatismus schwankt, glauben einige Kardinäle an eine moderne Kirche der Zukunft mit Priesterinnen und Bischöfinnen.

Nonnen 23:05

Nonnen

Dokumentation

Am Rande von Paris teilen die Benediktinerinnen des Priorats Sainte-Bathilde hinter den Backsteinmauern eines etwa hundert Jahre alten Gebäudes zurückgezogen ihr Leben und ihren Glauben. Sie stehen ausnahmslos jeden Morgen um 5.45 Uhr auf und beginnen jeden Tag in Stille, die nur von ihren Gesängen unterbrochen wird. Erst wenn sie die Kirche verlassen, beginnen die Gespräche. Dann versammeln sie sich, um gemeinsam zu entscheiden, was zu tun ist, aber auch, um zu planen, sich auszutauschen, voranzukommen. Alle dürfen mitreden. Ständig brauchen sie Geld - sei es für die Restaurierung einer alten Orgel oder für die Reparatur einer brüchigen Leitung oder eines kaputten Fensters. Daher arbeiten sie und fertigen für ein geringes Entgelt Rosenkränze. Wenn das Geld allzu knapp wird, rufen sie wie echte Marketingexpertinnen zu Spenden auf, organisieren den "Flohmarkt des Jahrhunderts" oder ein Konzert. Das eingenommene Geld verwenden sie auch, um hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen. Die Nonnen ernähren sich von Lebensmitteln, die sich nicht mehr verkaufen lassen und ihnen gespendet werden. Sie interessieren sich für die Welt, blicken beunruhigt auf ihren Zustand, wollen zugleich auch stets auf dem Laufenden bleiben, um ihre Gebete danach ausrichten zu können. Es leben 15 Nonnen hier, manche kommen aus Frankreich, andere aus Benin, Vietnam oder Äthiopien. Sie sind alle unterschiedlich, nicht alle sprechen dieselbe Sprache, und doch teilen sie Tag für Tag ihr Leben; sie verstehen sich, akzeptieren sich und haben diesen Lebensweg gewählt. Sie sind Frauen der Tat und das unermüdlich - und nicht zuletzt sind sie voller Liebe.

42 - Die Antwort auf fast alles 00:00

42 - Die Antwort auf fast alles: Wie lösen wir das Atommüllrätsel?

Infomagazin

Atomenergie. Sauber und billig - dachte man. Aber es gibt da ein Problem: den Atommüll. Bis er nicht mehr strahlt, muss der radioaktive Abfall in ein Endlager - und zwar für eine Million Jahre, eine unfassbar lange Zeit! Wer wird dann auf unserer Erde leben? Wie können wir uns diese Menschheit von übermorgen vorstellen? Ihre Kultur, ihre Kommunikation, ihre Schrift, ihre Technik? Sind wir dann och Menschen im heutigen Sinn? Vieles ist denkbar in einer Million Jahre. Doch nicht nur wir - auch unser Planet wird sich massiv verändern. Der Klimawandel lässt die Meere ansteigen, es kann zu Vulkanausbrüchen, Kometeneinschlägen oder sogar einer neuen Eiszeit kommen. Und nun stelle man sich vor, man müsste den Menschen in dieser Zukunftswelt etwas mitteilen: Achtung, Endlager! Radioaktive Gefahr! Hier nicht graben! Auch keine Felder anlegen, Häuser bauen oder einen Hyperloop. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass unser heutiges Zeichen für Radioaktivität in 100.000 Jahren noch verstanden wird. Grenzen des Verstehens lösen sich über lange Zeiträume auf - und Zeichen sind immer nur die Zeichen ihrer Zeit, eingebunden in Kontexte und Kulturen. Welche universellen Symbole brauchen wir also, um künftige Generationen vor unserem radioaktiven Erbe im Untergrund zu warnen? Wie gelingt es uns, die richtige Botschaft zu senden, damit sie das Atommüll-Rätsel lösen können? Und wie schaffen wir es, die Zeichen möglichst lange zu konservieren?

Kurzschluss 00:30

Kurzschluss: Fantastisch surreal

Magazin

(1): Immaculata (2): Zoom: Immaculata (3): Enricos Geburtstag (4): Zoom: Enricos Geburtstag

Alba Vulva 01:25

Alba Vulva

Kurzfilm

Edina ist eine Intellektuelle mittleren Alters, deren langjährige Beziehung mit ihrer Freundin vor Kurzem zu Ende ging. Die Trennung hat sie noch nicht überwunden. Sie geht in einen Schönheitssalon, um sich die Bikinizone enthaaren zu lassen. Während der schmerzhaften körperlichen Prozedur kommt sie mit ihren eigenen verdrängten Erinnerungen und ihrem inneren Schmerz in Kontakt.

Küchen der Welt 01:45

Küchen der Welt: Neapel: Pizza

Essen und Trinken

(1): Pizza, neapolitanisch bis zum letzten Bissen (2): Nostalgiegeschmack: Carlo, ein Italiener in Marseille (3): Ran an die Töpfe!

Küchen der Welt 02:15

Küchen der Welt: Bologna: Tortellini

Essen und Trinken

(1): Italiens kleine Wunder: Tortellini (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Cinema Austria - Die ersten 112 Jahre 02:45

Cinema Austria - Die ersten 112 Jahre: Die ersten 112 Jahre

Dokumentarfilm

Der österreichische Film erlangt zunehmend internationale Bekanntheit. Spätestens seit den Oscar-Gewinnen von Stefan Ruzowitzky, Christoph Waltz und Michael Haneke wird Österreich als ernstzunehmendes Filmland wahrgenommen. Das Film-Essay "Cinema Austria" spannt einen thematischen Bogen von frühen Klassikern bis zum "New Austrian Cinema" zwischen romantisierender Realitätsflucht und schonungsloser Wahrheitssuche. Der österreichisch-britische Regisseur Frederick Baker schürft an Originalschauplätzen nach filmhistorischen Hintergründen, holt Frühwerke namhafter Filmemacher ans Licht, gibt Einblicke hinter die Kulissen und lässt erfolgreiche österreichische Filmschaffende wie Michael Haneke, Stefan Ruzowitzky, Christoph Waltz, Michael Glawogger, Ulrich Seidl, Klaus Maria Brandauer und Jessica Hausner zu Wort kommen. Baker hat es sich zur Aufgabe gemacht, hinter Fassaden zu blicken und Klischees aufzubrechen. Dafür hat er die Inhalte auch bildsprachlich übersetzt. Einerseits stellt er mit Hilfe seiner Projektionismus-Technik Realität und Fiktion gegenüber, andererseits sorgt er mit seiner eigens für "Cinema Austria" entwickelte 3D-Scanning-Methode für bildhaften Durchblick. Regeln zu brechen, Grenzen zu überschreiten und gegen den Strom zu schwimmen hat in Österreich nicht nur im Film Tradition. Der österreichische Film der Gegenwart wird oft als "Feel-Bad-Movie" bezeichnet. Damit haben Österreichs Filmemacher kein Problem. Sie sind stolz auf ihre Unangepasstheit.

28 Minuten 03:45

28 Minuten

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.