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TV Programm für ARTE am 08.07.2026

Tagebücher der Befreiung: Wie Frauen das Kriegsende 1945 erlebten 05:00

Tagebücher der Befreiung: Wie Frauen das Kriegsende 1945 erlebten

Dokumentation

Wie erlebten Frauen den Zweiten Weltkrieg? Wie überlebten sie Nazi-Terror und Zerstörung? Drei Frauen aus drei Ländern - Deutschland, Frankreich und Italien - vertrauen ihren Tagebüchern an, was sie mitten im Krieg nicht laut sagen durften: Magda, Dichterin und Mutter zweier Kinder, berichtet vom lebensgefährlichen Widerstand im faschistischen Italien. Die 22-jährige Madeleine erzählt von ihrem Leben als junge Frau im besetzten Paris - und die 36-jährige Berlinerin Käte davon, wie es ist, als deutsche Frau auf der Seite von Kriegsverbrechern und am Ende auch von Kriegsverlierern zu stehen. So unterschiedlich die drei Frauen sind, so ähnlich sind ihre Erfahrungen: Magda muss miterleben, wie Frauen im italienischen Widerstand willkommen sind, nach dem Krieg aber von den Männern wieder an den Rand gedrängt werden. Madeleine erlebt nach der Befreiung von Paris 1944, wie sich der Volkszorn zunächst gegen Französinnen richtet, die sich mit den deutschen Besatzern eingelassen haben. Und Käte, die im Ostteil Berlins lebt, berichtet von den zahlreichen Vergewaltigungen durch die einmarschierenden Russen nach Kriegsende. Die "Tagebücher der Befreiung" erzählen von Krieg und Terror, von den Traumata der Frauen, aber sie sind auch Zeugnisse weiblicher Selbstermächtigung, des Widerstands und der Resilienz. Die Dokumentation verwebt auf innovative Weise historisches Archivmaterial mit Tagebuchauszügen und Animationen aus dem Alltag der drei Protagonistinnen, kommentiert und eingeordnet von Historikerinnen und Historikern, die die privaten Schicksale mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs verbinden.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: Kalifornien: Die Lowrider-Ladys von L.A.

Reportage

Der kultige Motorsport ist vor allem Hobby der "Chicanos", wie sich die Bevölkerung mit mexikanischen Wurzeln selbst nennt. Während andere Autos immer höher gelegt wurden, legten sie ihre Karosserien derart tief, dass sie den Asphalt zu berühren scheinen. Hydraulikmotoren von Müll-Lastern waren die Inspiration der ersten Lowrider, ihre Wagen auch in schiefe Lagen zu bringen oder sogar springen zu lassen. Die "First Class Ladies" gehören zu den ersten Frauenclubs in der Szene. Die sechs Mitglieder wollen das Image der Lowrider aufpolieren, denn die tätowierte Menge mit den schrägen Autos ist vielen suspekt. Der Club will Gutes tun und sammelt Spenden für die Obdachlosen von L.A. Gladys Ramos hingegen geht ihren ganz eigenen Weg. Die 43-Jährige hat es auch satt, sich von Männern Vorschriften machen zu lassen. Sie will das "Hoppen" unbedingt lernen, auch wenn das nicht einfach wird. Die 28-jährige Jazmin Lopez ist noch viel provokanter: Die Mutter zweier Kinder lässt bereits ihren Wagen beachtlich hochspringen. Es kracht und knarzt dabei - nicht selten fliegen durch die Wucht des Hüpfens Teile durch die Luft. Ein schräger Freizeitspaß, bei dem immer wieder auch mal Batterien explodieren oder Autos brennen können.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Mexiko: Mole-Soße

Essen und Trinken

(1): Mole, die zapotekische Soße aus Mexiko (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Bourgogne / Kerala / Connecticut

Magazin

(1): In der Bourgogne entsteht Buffons Naturgeschichte (2): Kerala: Die Ausnahme in Indien (3): Japan: Asakos Schweinefleischsuppe (4): Connecticut: Ein Crashtest aus der Luft

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Pinocchios Toskana / New York / Bretagne

Magazin

(1): Toskana: Heimat von Pinocchio (2): New York: Im Kreuzfeuer der Graffiti-Sprayer (3): Kolumbien: Angelas Garnelen in Kokossoße (4): Bretagne: Ein Dorf schreibt Fernsehgeschichte

Serengeti - Wilde Geschichten aus der Savanne 08:55

Serengeti - Wilde Geschichten aus der Savanne: Sengende Hitze

Tiere

Ein fremder Bulle kämpft um die Vorherrschaft unter den Flusspferden. Der Flusspferdmutter mit ihrem Baby bleibt nur die Flucht. Die Löwen sind als Rudel vereint und jagen im Team. Doch die flinken Warzenschweine zu erwischen, ist auch für sie keine leichte Aufgabe. Als die Trockenzeit einsetzt, schwindet der See und das Wasser für die Tiere wird knapp. An den Wasserstellen treffen alle zusammen: Flusspferde, Krokodile, Zebras und Flamingos. Die Konkurrenz um Futter nimmt zu, die Hyänen machen zu gern den Geparden ihre Beute streitig. Tausende von Zebras und Gnus machen sich auf den Weg auf der Suche nach grünem Land. Und auch am Fluss, der nur noch wenig Wasser führt, gibt es Gerangel. Zwei Pavianmännchen beanspruchen jeweils das Terrain für ihre Truppe. Den Elefanten helfen ihre uralten Instinkte. Unter dem trockenen Sand findet die Elefantenmutter Wasser für ihr Baby. Ein Schlammbad für die Kleinsten muss auch in diesen Zeiten drin sein! Die Doku-Fiktion "Serengeti - Wilde Geschichten aus der Savanne" eröffnet ungewöhnliche Einblicke in den Überlebenskampf bekannter und unbekannter Raubtiere in einem der letzten legendären Naturreservate der Erde. Die Doku-Fiktion basiert auf realen Ereignissen und vermittelt das Gefühl, hautnah dabei zu sein, wenn die Tiere herausfordernde Trocken- und Regenzeiten, Hitze und Dürre überstehen müssen. Große und kleine Dramen spielen sich im Wechsel der Jahreszeiten in der weltberühmten Savanne Ostafrikas ab. Über zwei Jahre sammelten die Kamerateams Geschichten rund um Tierfamilien in einem privaten Reservat der Serengeti und verdichteten sie zu einer dramatischen Handlung.

Serengeti - Wilde Geschichten aus der Savanne 09:35

Serengeti - Wilde Geschichten aus der Savanne: Wiedererwachen

Tiere

Die Trockenzeit bringt drückende Hitze. Dicht gedrängt stecken Nilpferde im Schlammloch fest. Selbst die Wasserlöcher der Elefanten sind ausgetrocknet. Sie müssen weiterziehen, wenn sie überleben wollen. Die Paviane finden auf dem Inselberg eine laue Brise. Es liegt was in der Luft: Schwarze Wolken kündigen den Beginn der Regenzeit an. Mit dem Regen wird das Land wieder grün und üppig, die Herden kehren zurück. Die Leoparden haben Nachwuchs bekommen, genauso wie die Giraffen. Noch steht die neugeborene Giraffe unsicher auf ihren langen Beinen. Mächtige Elefanten kommen von weit her, um ein Elefantenbaby willkommen zu heißen. Jetzt gilt es für die Eltern, die Tierkinder vor Jägern zu schützen. Die Flamingos läuten mit ihrem Balztanz den Neubeginn ein, und alle kehren zum See zurück. Der Kreislauf des Lebens geht weiter. Die Doku-Fiktion "Serengeti - Wilde Geschichten aus der Savanne" eröffnet ungewöhnliche Einblicke in den Überlebenskampf bekannter und unbekannter Raubtiere in einem der letzten legendären Naturreservate der Erde. Die Doku-Fiktion basiert auf realen Ereignissen und vermittelt das Gefühl, hautnah dabei zu sein, wenn die Tiere herausfordernde Trocken- und Regenzeiten, Hitze und Dürre überstehen müssen. Große und kleine Dramen spielen sich im Wechsel der Jahreszeiten in der weltberühmten Savanne Ostafrikas ab. Über zwei Jahre sammelten die Kamerateams Geschichten rund um Tierfamilien in einem privaten Reservat der Serengeti und verdichteten sie zu einer dramatischen Handlung.

Lanzarote 10:25

Lanzarote: Wie aus einer anderen Welt

Land und Leute

Lanzarote ist aus den Tiefen des Atlantiks vor Millionen Jahren aus mehreren Vulkaneruptionsphasen entstanden - die letzten im Jahr 1824. Die Ausbrüche hinterlassen eine karge Mondlandschaft aus schroffen Vulkanbergen und schwarzen Lavafeldern. Dem Menschen begegnet die Natur der Insel wie ein kohärentes Kunstwerk. Es ist ein Ort wie aus einer anderen Welt. Mit Beständigkeit haben die Bewohnerinnen und Bewohner über viele Generationen hinweg die Landschaft der Insel geprägt. Salzbauer Jose Medina Caraballo ist einer der letzten Salineros auf den Kanaren. Die Salzgärten, in denen er Tag für Tag arbeitet, geben der Küste im Süden von Lanzarote ein fremdes, bizarres Aussehen. Salzaffine Algen färben die rechteckigen Flächen gleich einem riesigen Puderkasten. In der flachen Ebene des benachbarten Weinanbaugebiets La Geria bestellt die Familie von Ascensión Robayna ihre Felder. Sie ist geprägt von trichterförmigen Gruben, in denen die Reben auf fruchtbaren Aschebrocken wachsen, den sogenannten Lapilli. Diese stammen vom großen Ausbruch im Jahr 1730. In jedem Trichter wächst nur eine einzelne Weinrebe. Alle Arbeiten müssen von Hand ausgeführt werden. Es ist eine nahezu perfekte Symbiose von Mensch und Natur. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen die Energie der Hitze der Vulkane inmitten des Timanfaya-Nationalparks. Es ist die Suche nach einem größeren Nutzen einer riesigen Magmablase, die sich nur wenige Hundert Meter unter der Erdoberfläche befindet. Sie alle haben es verstanden, dieses harte Land zu kultivieren, seine Schönheit zu zeigen und die Natur zu bewahren.

Gran Canaria und Fuerteventura 11:10

Gran Canaria und Fuerteventura: Von Wäldern, Wasser und Wüsten

Land und Leute

Trockene Wüsten, satte, grüne Landschaften und eine außergewöhnliche Artenvielfalt sind auf Gran Canaria und Fuerteventura beheimatet. Die Kanareninseln liegen in direkter Nachbarschaft zueinander und könnten doch kaum unterschiedlicher sein. Gran Canaria beherbergt 14 Klimazonen auf engstem Raum und ist geprägt durch das Vulkangebirge, das sich von der Inselmitte bis zur Küste auftürmt. Dort verfangen sich die Passatwinde und bringen Regen in den grünen Nordwesten, in dem sich der Tamadaba-Wald erstreckt. Der Wald ist Teil des Unesco-Biosphärenreservats, das mehr als die Hälfte von Gran Canaria unter Naturschutz stellt. Die Landschaft ist von der endemischen Kanarischen Kiefer geprägt. Der Nadelbaum hat sich der Vulkanlandschaft angepasst und ist widerstandsfähiger und hitzebeständiger als neuere, eingeschleppte Baumarten. Forschende und private Organisationen haben sich die Erhaltung des Ökosystems zur Lebensaufgabe gemacht, um die grüne Lunge der Insel am Leben zu erhalten. Fuerteventura hingegen ist eines der trockensten Gebiete Europas. Die Wolken ziehen über das flache Relief der Insel hinweg und hinterlassen eine scheinbar unwirtliche Wüste. Oft treibt der Wind die sandige, heiße Luft der Sahara bis zu dem Archipel. Der sogenannte Calima bringt den weißen Sand mit sich, der große Teile der Insel bedeckt und in dem sich nur Spezialisten wie die endemischen Kanarenkamele oder Schmutzgeier zu Hause fühlen. Die Inseln sind zwei verschiedene Welten. Die Inselbewohner versuchen, die Natur ihrer Heimat zu schützen und zu bewahren.

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Neapel: Pastiera Napoletana

Essen und Trinken

(1): Pastiera, ein süßes Rezept aus Neapel (2): Nostalgiegeschmack: Liliana, eine Neaplerin in Hamburg (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Tokio / Madagaskar / Frankreich

Magazin

(1): Tokio: Manga oder Rezeptbuch? (2): Woher stammt Vanille wirklich? (3): Usbekistan: Atanazars frittierter Fisch (4): Frankreich: Liebesgedicht oder Flugblatt der Résistance

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Barcelona: Virginie Despentes / Finnland / Montauban

Magazin

(1): Barcelona: Sex und Rebellion im Werk von Virginie Despentes (2): Metal, Soundtrack des finnischen Glücks (3): Hawaii: Joes Bananensalat (4): Die 400 Coups von Montauban

Elefantenpfad 14:00

Elefantenpfad

Drama

Ruth, eine junge Buchhändlerin aus England, lernt John Wiley kennen, der eine Teeplantage auf Sri Lanka besitzt, und folgt ihm nach der Heirat blindlings nach Asien. Doch schon bald entdeckt sie, dass hinter dem Luxus der Plantage eine dunkle Vergangenheit liegt. Johns Vater Tom erbaute das Anwesen auf einem alten Wanderpfad der Elefanten. Da die Tiere dem Weg zu ihrer Wasserquelle weiter zu folgen versuchen, kommt es immer wieder zu gefährlichen Zusammenstößen mit den Bewohnern der Plantage. Ruth lernt auch das Leben ihres Mannes näher kennen, der sich abends gern mit seinen Trinkkumpanen umgibt und an den Gewohnheiten eines Junggesellen festhält - ein Prolet, der Ruth öfters die kalte Schulter zeigt. Die Ehepartner, die überstürzt geheiratet haben, geraten dadurch immer wieder in Konflikt. Auch das dominante Vermächtnis von Johns verstorbenem Vater und der Diener Appuhamy machen Ruth das Leben schwer. Mit Dick, Johns amerikanischem Aufseher, verbringt die unglückliche Ruth nun viel Zeit und versucht, ihre Sorgen zu vergessen. Als jedoch die Cholera in der Plantage ausbricht, sind alle drei herausgefordert. Ein an Originalschauplätzen gedrehtes Historiendrama mit Elizabeth Taylor.

Rosalie 15:40

Rosalie

Drama

Nach ihrem Regiedebüt "Die Tänzerin" verarbeitet Stéphanie Di Giusto auch in ihrem zweiten Film die Geschichte einer historischen Person. Clémentine Delait war zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Frankreich als "femme à barbe" bekannt. Gemeinsam mit ihrem Mann betrieb sie ein Wirtshaus in Lothringen. Inspiriert von der Kuriositätenschau auf einem Jahrmarkt ließ sie sich einen Bart wachsen, was ihr sowohl mehr Kundschaft als auch einen weitreichenden Berühmtheitsstatus bescherte. Die Verfilmung dieser außergewöhnlichen Liebes- und Lebensgeschichte feierte 2023 ihre Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Cannes in der Reihe Un Certain Regard.

Mächtige Winde 17:50

Mächtige Winde: Scirocco, der Wind der Wüste

Natur und Umwelt

Der Scirocco entsteht in der heißen Luft über der Sahara und strömt nach Norden. Wo er weht, können die Temperaturen innerhalb weniger Stunden um zehn Grad Celsius steigen. Tiere verkriechen sich in den Dünen, um sich vor dem rund 90 Stundenkilometer schnellen Wind zu schützen, der Unmengen von Sand aufwirbelt, und auch die Nomaden haben gelernt, mit dem Scirocco umzugehen. Auf seinem Weg zur Küste schleift der heiße, sandige Wind den Boden ab, entwurzelt Olivenbäume, trocknet die Vegetation aus und entfacht Brände. Wissenschaftler und Meteorologen versuchen, den Scirocco besser zu verstehen. Seine Staubwolken gelangen bis nach Europa und legen sich als ockerfarbene Schicht auf die schneeweißen Gipfel der Alpen. Dies beschleunigt die Schneeschmelze und stört die hiesigen Ökosysteme. Wissenschaftler des "Barcelona Dust Forecast Center" nehmen die gesundheitsschädlichen Partikel unter die Lupe und versuchen, die Staub- und Sandstürme mit Hilfe eines der größten Superrechner Europas zu modellieren und genauer vorherzusagen. Doch der Scirocco bringt nicht nur Zerstörung, er hat auch große Künstler und Musiker inspiriert - so findet er etwa in Antonio Vivaldis berühmten "Vier Jahreszeiten" Erwähnung. Der Scirocco tut auch der Natur gut: Auf seinem Weg über das Mittelmeer lädt er Mineralsalze ab, die für die marine Artenvielfalt von großer Bedeutung sind, und ist damit einer der wichtigsten Nährstofflieferanten für das Meer. Trotz seines zerstörerischen Potenzials fasziniert der Scirocco die Menschen seit jeher, von den Dünen der Sahara bis zu den schneebedeckten Bergen Europas.

Ein Eisberg auf Abwegen 18:35

Ein Eisberg auf Abwegen

Dokumentation

Mit einem 15 Meter langen Segelschiff nimmt ein Expeditionsteam Kurs auf A23a, einen der größten und ältesten Eisberge der Erde. Seine Mission ähnelt der von Astronauten, die zur Erforschung eines fremden Planeten aufbrechen. Der 70 Kilometer lange und 60 Kilometer breite Eisgigant wurde in den Gewässern östlich von Kap Hoorn verortet, die zu den gefährlichsten der Welt gehören. A23a entstand 1986 in der Antarktis durch einen Schelfeisbruch. Seitdem driftet der 300 Meter dicke und knapp eine Billion Tonnen schwere Eisblock, dessen Fläche ungefähr der von Mallorca entspricht, durch freies Gewässer. Sichtbar ist nur eine 30 Meter hohe Steilwand, die restlichen 90 Prozent befinden sich unter Wasser. Doch A23a ist mehr als nur ein Eisberg: Seine Geschichte ist lang und komplex, geprägt von Stillständen und Kehrtwendungen. Strömungen und Stürmen ausgeliefert, wechselte er etliche Male den Kurs, und das mineralhaltige Wasser, das ihn umgibt, wurde zum Lebensraum für viele Tierarten. All das macht ihn zum perfekten Hauptdarsteller eines Abenteuerfilms. Nach 39 Jahren steuert dieser Eisriese 2025 eine Insel an, die zahlreichen Vogel- und Meeressäugetierarten Lebensraum bietet. Deren Fortbestehen hängt jetzt von A23a ab. Genau zu diesem Zeitpunkt erreicht das Expeditionsteam den Eisberg.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Re: 19:40

Re:: Türkische Teppichkultur am Ende?

Reportage

Für Damla Saydam ist der türkische Teppich eine Frage der kulturellen Identität. Doch aus dem einstigen Exportschlager ist ein Nischenprodukt geworden. Selbst in den traditionellen Teppichgeschäften des Istanbuler Großen Basars werden zunehmend maschinell hergestellte Teppiche aus China, Indien oder der Türkei verkauft, und die Händler handgewebter Ware bleiben auf ihren Produkten sitzen. Ohne Absatzmarkt lohnt sich das Geschäft für die Weberinnen und Weber nicht mehr. Für Damla ist das eine besorgniserregende Entwicklung: "Wenn niemand mehr weiß, wie man webt und knüpft und keiner mehr die alten Muster kennt, dann endet irgendwann unsere großartige Teppichkultur", sagt die 34-Jährige. Gegen den Trend hat Damla Saydam in Bergama, im Westen der Türkei, ein kleines Geschäft für handgewebte Teppiche eröffnet und baut sich derzeit ein eigenes Netzwerk auf: von den Weberinnen in der Umgebung bis zu den Kunden, die bereit sind, für Naturprodukte und Handwerkskunst einen entsprechenden Preis zu zahlen.

Heute bin ich Samba 20:15

Heute bin ich Samba

Tragikomödie

Zehn Jahre ist es her, dass Samba aus dem Senegal nach Frankreich gekommen ist, um seine Familie finanziell zu unterstützen. In Paris hält er sich seitdem mit schlecht bezahlten Hilfsjobs über Wasser. Als ihm in einem Restaurant eine feste Stelle in Aussicht gestellt wird, scheint ein geregeltes Leben erreichbar. Um seine Situation zu legalisieren, beantragt er eine Aufenthaltserlaubnis, die jedoch abgelehnt wird. Samba wird von der Ausländerbehörde festgesetzt und in Abschiebehaft gebracht. Dort begegnet er Alice, die sich nach einem Burn-out in einer Hilfsorganisation für Menschen ohne Papiere engagiert. Während sie für sich versucht, nach ihrem Zusammenbruch wieder Halt zu finden, lässt sie Sambas Schicksal nicht los. Nach seiner Entlassung taucht der in Paris unter und schlägt sich weiter mit prekären Arbeiten und der ständigen Unsicherheit und Angst vor Kontrollen durch. Je länger Samba in dieser Parallelwelt aus improvisierten Überlebensstrategien gefangen bleibt, desto mehr gerät auch sein Selbstbild ins Wanken. Zugleich entwickelt sich zwischen ihm und Alice eine vorsichtige Nähe. Das Regieduo Olivier Nakache und Eric Toledano verbindet in "Samba" soziale Realität mit melancholischer Komik. Der Film erzählt von Arbeit, Identität und Zugehörigkeit, ohne seine Figuren auf Thesen zu reduzieren. Omar Sy verleiht der Titelfigur Charme und Verletzlichkeit.

I Feel Love - Giorgio Moroder & Donna Summer 22:10

I Feel Love - Giorgio Moroder & Donna Summer

Dokumentation

München, Anfang der 1970er Jahre: Der italienische Komponist Giorgio Moroder und die amerikanische Backgroundsängerin LaDonna Adrian Gaines, besser bekannt als Donna Summer, treffen zum ersten Mal aufeinander. Ihre anmutige Stimme, die mit berückender Kühle endlos Liebesworte wiederholt, gepaart mit seinem kraftvollen futuristischen, aus hypnotischen Elektroimpulsen schöpfenden Sound - eine Zusammenarbeit war geboren, die unter Mitwirkung des britischen Produzenten Pete Bellotte Hits wie "Love to Love You Baby" (1975) oder "I Feel Love" (1977) hervorbringen sollte. Ihre innovative, tanzbare und stimmungsvolle Musik markiert die Blütezeit des Munich Sound, der zugleich den Höhepunkt der Disco-Ära darstellt und als Vorläufer der heutigen Popmusik gilt. Die Begegnung zwischen Giorgio Moroder und Donna Summer schrieb nicht nur Musikgeschichte, sie veränderte auch das Leben beider Künstler: In den 1980er und 1990er Jahren avancierte Giorgio Moroder zu einem der großen Komponisten von Filmmusik und zum "Paten" der europäischen Elektro-Musik, und Donna Summer wurde zur Disco-Königin ...

Italo Disco 23:05

Italo Disco: Der Glitzersound der 80er

Dokumentation

In Italien geboren, in Deutschland vorangetrieben, brachte sie den ganzen Erdball zum Tanzen: die Welt der Italo Disco. In den 1980er Jahren gaben sich Millionen junger Europäer dem irren Rhythmus einer Musik hin, die eingängige synthetische Klänge, bizarre englische Texte und süchtig machende elektronische Beats vermischte. Legendär sind auch die visionären Videoclips. Die Dokumentation von Alessandro Melazzini schildert die Entstehung und Entwicklung eines facettenreichen Musikgenres. Sie taucht ein in die kreativen, wirtschaftlichen und produktiven Bereiche eines soziokulturellen Phänomens und einer ganzen Musikindustrie. Liebevoll zusammengestelltes Archivmaterial wird mit Interviews von Künstlern und Protagonisten jener Epoche gepaart. Dazu zählen unter anderem Sabrina Salerno, Johnson Righeira, Savage und die La-Bionda-Brüder sowie angesagte DJs und Experten, darunter DJ Hell und Mathias Modica. Mit Hilfe von mitreißenden und pulsierenden Rhythmen bekannter Songs aus jener Epoche, aber auch durch Kultsongs, die der breiten Öffentlichkeit weniger bekannt sind, nimmt "Italo Disco - Der Glitzersound der 1980er" den Zuschauer mit auf die Entdeckungsreise eines gleichwohl kommerziellen wie auch zukunftsweisenden Musikgenres. Der Sound einer Ära, die sehr oft beschrieben, aber nicht immer wirklich verstanden wird. Diese Dokumentation erkundet die Geheimnisse der Italo Disco.