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TV Programm für ARTE am 03.01.2026

Jetzt

Renaissance - Glanz und Gewalt einer Epoche 21:55

Renaissance - Glanz und Gewalt einer Epoche: Erlösung

Dokumentation

Michelangelos Rivale Raffael enthüllt in den päpstlichen Gemächern "Die Schule von Athen" - ein überwältigender Erfolg. Gleichzeitig arbeitet Michelangelo so besessen an der Decke der Sixtinischen Kapelle, dass er darüber sogar das Essen vergisst. Obwohl die künstlerischen Großtaten der beiden Maler das Ansehen des Papstes steigern, sorgen seine militärischen Misserfolge und sein luxuriöser Lebenswandel zusehends für Kritik. Als Martin Luther 1510 nach Rom kommt, ist er entsetzt und beginnt, eine Reform der Kirche zu fordern. 1512 enthüllt Michelangelo schließlich seine Deckenmalerei in der Sixtinischen Kapelle. Der Papst ist begeistert: Das Meisterwerk zelebriert eindrucksvoll den Ruhm des Papsttums. Doch nur wenige Monate später stirbt Julius II.. Sein Nachfolger Leo X., ein Medici und früherer Bekannter Michelangelos, gibt Raffael den Vorzug. Doch seine verschwenderischen Werke schüren die wachsende Empörung über die Prunksucht der Kirche. Luthers Aufruf zur Reformation zieht immer größere Kreise. Der neue Papst Clemens VII. verschließt sich den Forderungen der Protestanten ... bis es zu spät ist. Enttäuscht kehrt Michelangelo nach Florenz zurück und hinterfragt den Sinn seiner Kunst. Der Tod von Leonardo und Raffael vertieft seine Schaffenskrise. 1527 plündern lutherische Soldaten aus Deutschland Rom und zwingen den Papst zur Flucht. Clemens VII. will sich der Kunst bedienen, um die Vorherrschaft der katholischen Kirche angesichts der Reformation wiederherzustellen. Er holt Michelangelo zurück nach Rom und beauftragt ihn, die Altarwand der Sixtinischen Kapelle zu schmücken. So entsteht ein monumentales Werk, das auch Michelangelos persönlichen Wunsch nach Erlösung widerspiegelt.

Danach

Tizian: Im Reich der Farben 22:45

Tizian: Im Reich der Farben

Künstlerporträt

Der Schneeleopard 23:40

Der Schneeleopard

Dokumentarfilm

Das Hochland von Tibet ist eines der letzten noch weitgehend unberührten Gebiete der Welt, ein Lebensraum seltener und kaum bekannter Tierarten. In diese Wildnis reisen der mehrfach ausgezeichnete Naturfotograf Vincent Munier und der Schriftsteller Sylvain Tesson. Mehrere Wochen lang durchstreifen sie die Täler des Himalayas auf den Spuren einzigartiger Tiere wie dem vom Aussterben bedrohten, äußerst menschenscheuen Schneeleoparden. Die Suche nach der nahezu unsichtbaren Wildkatze wird für Tesson zu einer fast spirituellen Erfahrung. Vincent Munier lehrt den Schriftsteller, die Landschaft zu lesen, regungslos auszuharren und aufmerksam zu beobachten. Der Schneeleopard steht mehr als jedes andere Tier für die bedrohte Wildnis. Die majestätische Großkatze ist in naher Zukunft vom Aussterben bedroht und so auch ein Sinnbild für die ganze faszinierende Artenvielfalt, die der Mensch zunehmend zerstört. Der Mensch darf sich dem geheimnisvollen Raubtier nur mit äußerster Vorsicht nähern. Der Film wirft nicht zuletzt die Frage auf, wer hier wen beobachtet: der Mensch das Tier oder das Tier den Menschen? Koautorin Marie Amiguet und Vincent Munier folgen dem Lebensrhythmus der Natur, um ihrem Publikum nicht nur die Bedrohung der Natur, sondern auch die atemberaubende Schönheit der Landschaften und Tiere vor Augen zu führen.

Ein Jahr unter Wölfen 01:20

Ein Jahr unter Wölfen

Dokumentation

Die Geschichte beginnt in der Taiga, im Grenzgebiet zwischen Finnland und Russland. Dort zieht sich ein rund 20 Kilometer breiter und etwa 1.300 Kilometer langer Korridor durch unberührten Wald - ein Niemandsland, das im Lauf der Zeit zum Rückzugsraum für Grauwölfe geworden ist. Der Fotograf Olivier Larrey und der Aquarellmaler Yves Fagniart wollen, jeder auf seine Weise, die Verbundenheit eines Wolfsrudels in Bildern festhalten. Dazu beziehen sie eine winzige Jagdhütte. Vom Wintereinbruch bis zum darauffolgenden Herbst harren sie dort aus - mit kurzen Unterbrechungen, um Vorräte aufzufüllen. Sie lernen, sich wochenlang kaum zu bewegen, eins zu werden mit der Natur, so wenig und so leise wie möglich zu sprechen. Aus nächster Nähe werden sie zu faszinierten, aber auch besorgten Zeugen der fragilen Schönheit der Wildnis. Die Perspektive bleibt gleich - und verändert sich doch mit jedem Tag. Schwarze Kolkraben im weißen Schnee werden zum künstlerischen Motiv, ein vorbeiziehender Vielfraß sorgt für überraschende Momente. Schließlich wird ihre Geduld belohnt: Das Wolfsrudel erscheint. Yves Fagniart und Olivier Larrey erleben mit, wie der Vielfraß von den Wölfen angegriffen wird, und beginnen, das Rudel zu beobachten, zu zeichnen und zu fotografieren. Sie geben jedem Tier einen Namen. Das größte Geschenk: Nachwuchs, der im Lauf der Jahreszeiten vor ihren Augen heranwächst.

Monica in the South Seas 02:15

Monica in the South Seas

Dokumentarfilm

Noch heute erinnert man sich auf Savai'i an den Vater von Monica Flaherty, der hier 50 Jahre zuvor das Leben der Samoanerinnen und Samoaner filmisch festgehalten hatte. Während einer Begrüßungszeremonie wird Monica von den Dorfbewohnern reich beschenkt. Erinnerungen an glückliche Kindheitstage auf der paradiesischen Insel werden wach. Parallel zu Rückblenden zeigt der Dokumentarfilm die Entstehung des Stummfilms "Moana" (1926). Nach dem immensen Erfolg von "Nanuk, der Eskimo" (1922) war Robert J. Flaherty von Paramount mit einem weiteren Dokumentarfilm beauftragt worden. Der Filmemacher reiste mit seiner Frau Frances und ihren Kindern auf die Insel Savai'i im Südpazifik, um die aussterbende Kultur des dort lebenden Volkes für ein amerikanisches Publikum zu dokumentieren. 50 Jahre später kehrt seine Tochter Monica mit einem kleinen Team auf die Insel zurück, um die einzelnen Szenen zu vertonen. Dazu trifft sie sich mit Pe'a Taule'ale'ausumai, einem der Hauptdarsteller von "Moana". In Zeremonien lernt sie die komplexe Kultur des Austauschs von Geschenken und Ehrungen der Samoaner kennen. Sie sucht auch Fa'agase Su'a-Filo auf, eine der Hauptdarstellerinnen, die von Robert Flahertys Arbeitsmethoden erzählt. Bei der Abschiedszeremonie mit den Häuptlingen des Dorfs wird Monica der ehrenhafte Titel Taupo, Tochter von Safune, verliehen. Monica hält eine Rede und beteuert, mit der vertonten Version von "Moana" zurückzukehren. Sechs Jahre später arbeitet Monica in New York mit dem Tontechniker Lee Richter daran, die eigenen Aufnahmen mit den Szenen aus "Moana" zu kombinieren. Monicas vertonte Version wurde 1981 in der Pariser Cinémathèque uraufgeführt. Die Kritik lobte den Film als einen der besten post-synchronisierten Filme der Geschichte.

Die wunderbare Welt der Weine 03:25

Die wunderbare Welt der Weine: Indien, die Trauben der Moderne

Doku-Reihe

Im eigenen Land produzierter Wein könnte künftig bei über einer Milliarde Inder auf den Tisch kommen - vielleicht sogar bei Weinliebhabern auf der ganzen Welt. Die Dokumentation stellt einige dieser visionären Weinbauern vor. Rajeev Samant gehört zu den Vorreitern der indischen Weinkultur. Er hat den Weinbau nach Indien gebracht und legte die ersten Weinberge des Landes an. Mit seinem Gut Sula Vineyards, das wie ein Themenpark rund um Wein und Lifestyle gestaltet ist, erreichte er in weniger als 20 Jahren das Produktionsniveau der weltweit größten Weinbauern. Auf den Spuren von Pionieren wie Samant investiert der Franko-Inder Ravi Viswanathan bedeutende Summen in das Weinunternehmen Grover Zampa. Er möchte mit seinen Weinen zur internationalen Spitzenklasse vordringen. Bei einem Besuch während der Weinlese spricht er über seine Ziele für sein neues Gut und darüber hinaus. In Mumbai, der wirtschaftlichen und kulturellen Hauptstadt des Landes, hat sich Sonal Holland ganz dem Wein verschrieben. Die Weinkennerin, die als Einzige in Indien den Titel "Master of Wine" trägt, will den Frauen ihres Landes den Genuss edler Tropfen nahebringen. Denn für sie steht fest: Die neue Weinkultur unterstützt das Streben der jungen Inderinnen nach Erfolg und Emanzipation. Der Wein ist zum Symbol einer Gesellschaft geworden, die sich verändert und weiterentwickelt.

28 Minuten 03:50

28 Minuten

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.