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TV Programm für ARTE am 28.07.2026

Jetzt

Europa, von wegen wild! 18:35

Europa, von wegen wild!: Die ungarische Puszta

Dokumentation

Seit Jahrtausenden prägt der Mensch die Landschaften Europas. Die vierteilige Dokumentationsreihe "Europa, von wegen wild!" geht der Entwicklung von vier Regionen nach, in denen Mensch und Natur in fragilem Gleichgewicht leben. Historiker, Archäologen und Biologen erforschen den Einfluss der Menschen auf die scheinbar unberührte Natur. Steppen gehören zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen in Europa, was auf die Ausdehnung landwirtschaftlicher Nutzflächen und urbaner Infrastruktur wie Straßen, Kanäle und Siedlungen zurückzuführen ist. Die ungarische Puszta ist ein Relikt der Primärsteppe, die sich vor 20.000 Jahren über Europa erstreckte. Sie liegt im Hortobágyi Nemzeti Park. Mit 80.000 Hektar ist er der größte Nationalpark Ungarns, ein Unesco-Biosphärenreservat und außerdem Teil des Welterbes. Die wilden Pflanzenfresser, die diese Landschaft einst entstehen ließen, sind heute ausgestorben, doch dank ihrer domestizierten Nachfahren blieb die Puszta erhalten. Die Geschichte dieser Steppe erzählt gleichsam von der Beziehung zwischen Mensch und Natur.

Danach

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Europas größter Nationalpark in den Karpaten?

Reportage

In einem der letzten Urwaldgebiete Europas scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Bären, Luchse und Wolfsrudel durchstreifen uralte Buchenwälder. Die Fagara?-Berge in den rumänischen Karpaten sind ein Ort der unberührten Wildnis und Schutzgebiet für viele Tierarten, die anderswo längst ausgestorben sind. Die Biologen Barbara und Christoph Promberger haben eine Vision: Sie wollen hier einen riesigen Nationalpark erschaffen, eine Art Yellowstone für Europa. Die Umsetzung dieser Idee ist jedoch alles andere als einfach. Die Stiftung Conservation Carpathia hat bisher 28.000 Hektar Wald gekauft, die sie vor illegalem Holzeinschlag schützen will, um dort weitere bedrohte Arten wie Geier oder Wisente anzusiedeln. Doch Rumänien zählt zu den ärmsten Regionen Europas, viele Einheimische müssen in den eiskalten Wintern ihr Feuerholz noch immer in den Wäldern schlagen. Außerdem wächst die Angst vor Angriffen durch Bären und Wölfe. Der Anwalt Bogdan Todoran unterstützt Dorfbewohner, die gegen das Projekt kämpfen. Nach Jahren des Kommunismus und der Enteignungen herrscht Misstrauen, da einige Rumänen befürchten, wieder ihrer Rechte beraubt zu werden. Die Stiftung der Prombergers setzt auf Dialog und konkrete Maßnahmen, um den Konflikt zu entschärfen. Naturschutz, der auch den Anwohnern zugutekommt - kann das gelingen?

S.O.S. Mittelmeer 20:15

S.O.S. Mittelmeer

Dokumentation

Das Mittelmeer ist nach der Arktis die Klimaregion der Welt, die sich am zweitschnellsten erwärmt - rund 20 Prozent schneller als der globale Durchschnitt. In der gesamten Region verändert die Klimakrise bereits heute Landschaften, Gewässer und das Leben der Menschen: Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände, steigende Meeresspiegel, fortschreitende Wüstenbildung, Wasserknappheit und invasive Fischarten bringen Ökosysteme aus dem Gleichgewicht. Seit 2023 begleitet das Filmteam von "S.O.S. Mittelmeer" diesen Wandel in sieben Ländern und zeichnet das Bild einer Welt im Wandel - von Griechenland bis Marokko, von Spanien bis Ägypten. Der Dokumentarfilm zeigt, wie lokale Katastrophen Teil einer größeren Krise sind, deren Ursachen und Folgen eng miteinander zusammenhängen - einer Krise, die Gegenwart und Zukunft von 500 Millionen Menschen im Mittelmeerraum betrifft. Der Film untersucht die tiefer liegenden Ursachen dieser Krise und hinterfragt die umstrittene Vorstellung eines permanenten Wachstums - ein Leitbild, das moderne Gesellschaften geprägt hat und die Natur an ihre Grenzen bringt. Mit eindrucksvollen Bildern, Analysen von Expertinnen und Experten sowie Geschichten von Verlust, Resilienz und gesellschaftlichem Widerstand geht er der Frage nach, ob jetzige Anpassungsstrategien ausreichen und wie sie künftig aussehen könnten. Vor der eindrucksvollen Kulisse des Mittelmeerraums wird deutlich: Die Klimakrise ist keine ferne Bedrohung, sondern längst Realität - und sie entwickelt sich schneller, als viele angenommen haben.

An Europas Feuerfront 21:40

An Europas Feuerfront

Dokumentation

Die Dokumentation "An Europas Feuerfront" erzählt vom Klimawandel und Menschen, die Außergewöhnliches leisten. Im Mittelpunkt stehen finnische Feuerwehrleute (49 Männer und eine Frau), in der Ausbildung zur nördlichsten Einheit einer europäischen Katastrophenschutzorganisation. Sie reisen nach Portugal und trainieren mit erfahrenen portugiesischen Einsatzkräften an vorderster Feuerfront. Die Finnen, gewohnt an Einsätze in Eis und Schnee, treffen auf eine ihnen fremde, extreme Feuerwelt. Der Film begleitet sie intensiv und visuell eindrucksvoll. Zu den Protagonisten gehören Lauri und Soini, deren körperliche und emotionale Belastungsgrenzen bei den gefährlichen und anstrengenden Einsätzen sichtbar werden. Tuula, eine zurückhaltende, aber entschlossene Mutter von vier Kindern, ist gemeinsam mit einem Rettungssanitäter für medizinische Notfälle zuständig. Die Gastgeber, die portugiesische Eliteeinheit FEPC, rund 250 Feuerwehrleute stark, bekämpfen Brände nicht nur, sondern "lenkt" sie strategisch. Feuer wird wie ein lebendiges Gegenüber behandelt - mit Respekt und Vorsicht. Die Natur erscheint so als eigenständiger Charakter: unberechenbar, mächtig und durch den Menschen aus dem Gleichgewicht gebracht. Die Dokumentation zeigt die immer größer werdende Bedeutung internationaler Zusammenarbeit im Katastrophenschutz. "An Europas Feuerfront" verbindet eindrucksvolle Bilder mit persönlichen Geschichten, macht die Herausforderungen des Klimawandels greifbar und betont: Nur durch internationale Zusammenarbeit und Respekt vor der Natur können wir überleben.

Überleben am Limit 22:45

Überleben am Limit

Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilm begibt sich auf eine Reise über vier Kontinente und zeigt Orte, an denen Menschen den Herausforderungen des Klimawandels begegnen - sei es durch Anpassung, Widerstand oder die Suche nach neuen Lösungen. Die Geschichten der Protagonisten spiegeln dabei nicht nur die Bedrohungen, sondern auch den ungebrochenen Willen wider, ihre Heimat zu bewahren. An den fragilen Küsten der Outer Banks in den USA kämpfen Bewohnerinnen und Bewohner gegen den steigenden Ozean, der das Land langsam verschlingt. In der Weite der mongolischen Wüste pflanzt eine Familie Bäume, um dem Wind und der Wüstenausbreitung Einhalt zu gebieten. In der australischen Stadt Coober Pedy leben Menschen aufgrund der extremen Hitze in unterirdischen Wohnhöhlen. Und an den Eisküsten Grönlands zwingt das schmelzende Packeis Fischer dazu, ihre traditionellen Methoden aufzugeben und sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Der Dokumentarfilm zeigt, wie sehr die Sorge um eine intakte Umwelt Menschen über geografische Distanzen und unterschiedliche Landschaften hinweg verbindet - und dass es nur diese eine Erde gibt.