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Die Studentin Etty leidet unter Depressionen und sucht erstmals den Psychochirologen Julius Spier auf, dessen unkonventionelle Methoden sie faszinieren. Er nimmt einen Abdruck ihrer Hand und sie verabreden sich zu einem weiteren Termin. Während Etty durch Spier Inspiration zum Schreiben erhält, demonstrieren an der Universität Amsterdam die Menschen gegen den erstarkenden Faschismus. Etty konzentriert sich jedoch gerade lieber auf ihre Schriftstellerei. Sie hat Großes vor. Als sie aber erfährt, dass ihr geschätzter Professor Van Donker Suizid begangen hat, bricht ihre Welt zusammen. Er war wegen seiner politischen Orientierung entlassen worden und hatte jede Zuversicht verloren. Getrieben von Trauer und Orientierungslosigkeit kehrt Etty zu Julius Spier zurück, der in ihr eine tiefe innere Zerrissenheit erkennt. Zwischen Julius' Analyse und der körperlichen Konfrontation verschwimmen für Etty die Grenzen. Überfordert von Gefühlen, die sie nicht einordnen kann, fasst Etty einen Entschluss.
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"So viel Ehrgeiz, dennoch nichts zustande gebracht." So beschreibt Spier seine Patientin bei einem Vortrag. Was er nicht weiß: Etty ist ebenfalls unter den Zuhörern. Sie bereut, sich ihm anvertraut zu haben, fühlt sich aber dennoch zu ihm hingezogen. Regisseur Hagai Levi versetzt die Geschichte der jüdischen Intellektuellen Etty Hillesum aus den 1940er Jahren in die Gegenwart.
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Gerade jetzt, wo Spiers Übungen Wirkung zeigen und Etty neuen Lebensmut schöpft, spitzt sich die Lage für die Juden in Amsterdam zu. Ihr wird der Zugang zur Universität verwehrt. Obwohl sie sich von Spier fernhalten wollte, sucht Etty dennoch seinen Rat. Regisseur Hagai Levi versetzt die Geschichte der jüdischen Intellektuellen Etty Hillesum aus den 1940ern in die Gegenwart.