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TV Programm für ARTE am 01.09.2026

Jetzt

Rückeroberung der Rocky Mountains 17:05

Rückeroberung der Rocky Mountains: Ein Pakt für die Wölfe

Natur und Umwelt

Im Yukon und den daran angrenzenden Territorien leben an die 15.000 Wölfe - etwa ein Drittel aller Wölfe Kanadas. Allerdings sind die Tiere nicht nur zahlreich, sondern auch so gut wie unsichtbar. Und doch sind sie bedeutende Akteure einer lebendigen Biodiversität: Ein funktionierendes Ökosystem benötigt Beutegreifer am oberen Ende der Nahrungskette. Am Anfang der Initiative "Yellowstone to Yukon" stand ein Wolf. GPS-Daten belegen, dass Wölfe mehrere tausend Kilometer zurücklegen können. Damit verschieben die Tiere die Grenzen einer Naturschutzpolitik, die sich auf Nationalparks beschränkt. Außerhalb der Nationalparkgrenzen erlernen Mensch und Wolf in den Weiten des Yukon eine friedliche Koexistenz. Im Yukon-Territorium werden Wölfe mit GPS-Sendern ausgestattet. Trapper, die früher Handel mit Pelzen trieben, erweisen sich heute als ortskundige Helfer für die Forschenden. Nördlich des Polarkreises leben im Dorf Old Crow die Vuntut Gwitchin. Sie gehören zu den 13 First Nations des Yukon und bewohnen die äußerste Grenze der Region. Bis vor kurzem zog an Old Crow eine große Herde Karibus vorbei. Die Rentiere waren einst der wichtigste Nahrungslieferant für die Vuntut Gwitchin. Seit einigen Jahren gibt es in der Gegend allerdings immer weniger Karibus, dafür aber immer mehr Wölfe. Die Vuntut Gwitchin gaben den Wölfen die Schuld am Verschwinden der Karibus. Wissenschaftliche Untersuchungen vor Ort haben jedoch gezeigt, dass der Klimawandel für diese Veränderung verantwortlich ist. Um ihre vom Klimawandel betroffenen Jagdgebiete zu erhalten, haben sie mit drei weiteren First Nations einen Schutzstatus für das benachbarte Einzugsgebiet des Peel River erwirkt. Mit ihren diversen Höhenlagen bietet diese Gegend auch in Zeiten des Klimawandels einen Schutz für Rentiere und Wölfe.

Danach

Auf dem Wasser durch die USA 17:50

Auf dem Wasser durch die USA: Entlang des Mississippi

Land und Leute

In dieser Folge führt die Reise auf dem Great Loop von Chicago entlang des Mississippi bis zum Golf von Mexiko. Die Etappe beginnt in Chicago, wo Reisende seit jeher die Großen Seen verlassen und in das Flusssystem des Mississippi fahren. Am Missouri River sorgt eine kleine Autofähre für die sichere Überquerung, während Biologen am nahen Mississippi invasive asiatische Flusskarpfen bekämpfen. In St. Louis pflegt ein Chor die Geschichte der afroamerikanischen Kultur und singt traditionelle Spirituals. Flussabwärts geht es weiter nach Cairo an der Mündung des Ohio. Der Ort steht beispielhaft für den wirtschaftlichen Niedergang einer Stadt, wenn sich Verkehrsströme verändern. In Memphis trafen viele musikalische Einflüsse aufeinander und brachten weltberühmte Stile wie Blues und Rock 'n' Roll hervor. Weiter südlich befährt John Ruskey den Mississippi seit Jahrzehnten in historischen Holzbooten. Das Hochwasser des Frühjahrs versetzt die Ingenieure der Old River Control Structure in Alarmbereitschaft. Bei New Orleans erreicht die Reise eine besondere Wegmarke: Die Stadt ist für ihre kulturelle Vielfalt und entspannte Lebensart bekannt. Schließlich folgt die Etappe dem Fluss bis zum Mündungsdelta im Golf von Mexiko, wo die letzten Krabbenfischer von Louisiana ihre Netze füllen.

Auf dem Wasser durch die USA 18:35

Auf dem Wasser durch die USA: Rund um Florida

Land und Leute

In dieser Episode folgt die Reise dem Great Loop entlang Floridas Küsten und weiter nordwärts bis nach South Carolina. Die Etappe beginnt an der "Forgotten Coast", einem entlegenen und naturnahen Abschnitt der Golfküste Floridas. Die Route folgt der Küste weiter zur sonnigen Insel Sanibel, auf der engagierte Anwohner neue Mangroven anpflanzen, um die Strände vor Hurrikans zu schützen. Nach den Ten Thousand Islands, einem verwunschenen Labyrinth aus Mangroveninseln, erreicht der Loop die Südspitze der kontinentalen USA bei Key West, wo man in salzwassergetränkten Fässern den südlichsten Rum der USA destilliert. Hier wird auch jedes Jahr der beste Ernest-Hemingway-Doppelgänger gekürt. Der Loop wendet sich dann nach Norden zur bunten Metropole Miami und erkundet dort die Street-Art-Szene. Danach geht es auf den geschützten Gewässern des Intracoastal Waterways nach Cape Canaveral, dem weltberühmten Raketenstartgelände. Vorbei an der großen Hafenstadt Savannah in Georgia erreicht der Great Loop schließlich South Carolina, wo auf ehemaligen Reisplantagen wilde Alligatoren leben.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus: Warum der Iran den Krieg gegen die USA nicht verliert

Infomagazin

Trotz der anhaltenden Drohungen von US-Präsident Donald Trump kann sich der Iran im Konflikt um die Straße von Hormus weiterhin auf China und Russland verlassen. Berichten zufolge ist es Teheran gelungen, Teile seines Drohnenarsenals wieder aufzustocken. Ein Anlass, die jüngsten Entwicklungen zu bilanzieren, in dem die scheinbare Ruhe nur von kurzer Dauer war.

Re: 19:40

Re:: Ein Dorf und 1 Million Hühner

Reportage

Jedes fünfte Huhn, das in der EU gegessen wird, stammt aus Polen. Das Land ist Europas größter Geflügelproduzent. Konzerne bauen immer mehr Mastanlagen - und stoßen zunehmend auf Widerstand. In Kode? in Ostpolen steht neben dem Grundstück von Barbara Bil eine Mastanlage für rund eine Million Hühner. Die 19-fache Großmutter wollte den Hof für ihre Großfamilie ausbauen, doch die Pläne wurden durch den Bau der Ställe durchkreuzt. Während einige Dorfbewohner die Investition als Chance für Arbeitsplätze und Entwicklung sieht, sorgen sich Barbara Bil und andere Anwohner. Katarzyna Wujek ist nach vielen Jahren in London in ihre Heimat in der Nähe von Lodz zurückgekehrt, um sich auf dem Land um ihre kranken Eltern zu kümmern. Nun soll auch hier ein großer Stall entstehen. Zusammen mit anderen Anwohnern will sie den Bau des Betriebs in ihrer Nachbarschaft verhindern. Mitstreiter Tomasz Tarnacki befürchtet, Schadstoffe könnten die Asthmaerkrankung seines Sohnes verschlimmern. Strengere Regeln könnten die heimische Produktion gefährden, heißt es aus der Branche. Die Industrie verweist auf Wettbewerbsdruck und internationale Märkte. Nur wer effizient produziere, könne bestehen. Dass es auch andere Wege gibt, zeigt der Kleinbauer Tomasz Jakiel. Seine Hühner wachsen langsamer, mit mehr Platz, frischer Luft und Sonnenlicht. Das Fleisch ist deutlich teurer als im Supermarkt. "Die Konsumenten müssen mit ihrem Portemonnaie über die Produktionsmethoden abstimmen", sagt er.

Mao - Chinas roter Kaiser 20:15

Mao - Chinas roter Kaiser: Langer Marsch

Geschichte

Die Volksrepublik China ist heute ein Global Player der Weltpolitik. Das moderne China ist ohne seinen Architekten Mao Zedong undenkbar. Er entwickelte sich vom Bauernsohn zum Revolutionär, wurde Gründungsmitglied der Kommunistischen Partei und kämpfte in einem Bürgerkrieg um die kommunistische Vorherrschaft in China. 1949 hatte er es geschafft: Mao stand vor den Toren Pekings, bereit die Volksrepublik auszurufen. Als Mao Zedong 1893 geboren wird, deutet nichts auf seinen späteren Aufstieg hin. In seiner Jugend erlebt der Bauernsohn die politische Instabilität und die sozialen Umwälzungen im China des frühen 20. Jahrhunderts. Die Revolution von 1911, die das Ende des Kaiserreichs einläutet, weckt sein politisches Bewusstsein. Sein Streben nach einer besseren Zukunft hat noch kein politisches Programm. Doch durch die russische Oktoberrevolution im Jahr 1917 kommt Mao mit marxistischen Ideen in Berührung und wird wenig später Mitbegründer der Kommunistischen Partei. Langsam beginnt sein Aufstieg in der Bewegung, die sich zunehmend in einen blutigen Bürgerkrieg mit der Kuomintang verstrickt, der nationalistischen Partei Chinas. Eine verlustreiche Flucht, die als "Der lange Marsch" in die Geschichte eingeht, wird zu einem Erfolg Maos umgedeutet und markiert die Geburtsstunde des Mao-Kults. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geht der Kampf um die Macht in China ohne Rücksicht auf Verluste weiter, bis Mao und seine Truppen nach langen Kämpfen die Tore Pekings erreichen.

Mao - Chinas roter Kaiser 21:05

Mao - Chinas roter Kaiser: Großer Sprung

Geschichte

Am 1. Oktober 1949 ruft Mao Zedong in Peking die Volksrepublik China aus. Dieses Ereignis markiert den Beginn einer neuen Ära. Die nationalistischen Kuomintang und ihre Anhänger fliehen auf die Insel Taiwan, die sich daraufhin für unabhängig erklärt. Ein immer noch ungelöster Konflikt, den der heutige starke Mann Chinas, Xi Jinping, militärisch beenden und damit Maos Traum von der nationalen Einheit Chinas verwirklichen will, wie er bei seinem Amtsantritt angekündigt hat. Kaum ist die Volksrepublik China ausgerufen, bricht 1950 der Koreakrieg aus. Mao gerät in einen außenpolitischen Konflikt. Dennoch leitet er in aller Eile eine Reihe von Reformen ein, die dem Land schneller als erwartet zu einem enormen Aufschwung verhelfen - auf Kosten vieler Menschenleben. Nicht nur Großgrundbesitzer werden brutal enteignet und oft hingerichtet, auch sogenannte Konterrevolutionäre werden getötet, um die eigene Macht zu festigen. Mao initiiert die Hundert-Blumen-Bewegung, die Intellektuelle ermutigt, Kritik an der Regierung und den bestehenden politischen Verhältnissen zu äußern. Doch als die Kritik zu laut wird, reagiert er mit der Verfolgung eben jener Kritiker und schafft so ein noch bedrückenderes Klima der Angst. Innenpolitisch unter Erfolgszwang, wird Mao ungeduldig: China soll sich schneller industriell entwickeln. Dafür wagt er den "Großen Sprung nach vorn", der dazu führt, dass sich zu viele Chinesen um die Stahlproduktion und zu wenige um die Ernte kümmern. Eine der größten Hungersnöte der Geschichte ist die Folge.

Mao - Chinas roter Kaiser 22:00

Mao - Chinas roter Kaiser: Kulturrevolution

Geschichte

Nach den katastrophalen Folgen des "Großen Sprungs nach vorn" steht Mao Zedong in der Kritik. Er sorgt sich um sein Erbe und holt zum Gegenschlag aus, um seine Rivalen auszuschalten. Mao ruft die "Große proletarische Kulturrevolution" aus. Als Motor seiner Kampagne hat er die Jugend auserkoren, die sich als Rote Garden formieren und die "konterrevolutionären Elemente" in der Gesellschaft beseitigen soll. Bewaffnet mit einer Sammlung von Mao-Zitaten ziehen die Roten Garden durch Städte und Dörfer, zerstören kulturelle Artefakte und setzen Lehrer, Intellektuelle und auch Parteifunktionäre Gewalt und Demütigungen aus. Das Land versinkt in ein Klima der Angst, des Misstrauens und der Gewalt. Mao kann das anarchische Chaos nur durch militärisches Eingreifen beenden. Trotzdem wird der Revolutionär im Westen zur Ikone der beginnenden Studentenrevolten. Am Ende der Kulturrevolution gelingt es dem alternden Mao nicht, einen Nachfolger zu bestimmen. Von Parkinson und Schlaganfällen gezeichnet stirbt er 1976. Mit der Parole "70 Prozent gut, 30 Prozent schlecht" beendet die Partei die Aufarbeitung des Mao-Regimes. Bis heute dient Mao in der mythisch aufgeladenen Figur des Großen Vorsitzenden dem Regime zum Machterhalt - insbesondere unter Xi Jinping, der in mancher Hinsicht bewusst an Mao anknüpft.

Der Boxerkrieg 22:50

Der Boxerkrieg: Das Ende des chinesischen Kaiserreichs

Geschichte

Die Dokumentation erzählt vom Boxerkrieg und beleuchtet dabei auch die Rolle des Deutschen Reiches, das den Konflikt zur Bühne imperialer Ambitionen machte. Befeuert unter anderem durch die berüchtigte "Hunnenrede" Kaiser Wilhelms II. kamen am Ende über 100.000 Menschen ums Leben, vor allem chinesische Zivilisten. Am Ende der Eskalation steht das Boxerprotokoll von 1901 (Xinchou-Vertrag), das China zu Reparationszahlungen, politischen Zugeständnissen und symbolischer Demütigung verpflichtete. Eine zentrale Forderung war die sogenannte "Sühnemission" des 18-jährigen Prinzen Chun nach Deutschland - geprägt von Machtungleichgewicht, rassistischen Vorstellungen der "Gelben Gefahr" und tiefen kulturellen Missverständnissen. Die ARTE-Geschichtsdokumentation von Minh An Szabó de Bucs und Grit Lederer zeigt mit Unterstützung namhafter Historiker und Expertinnen, wie leicht Konflikte eskalieren, wenn zivilisatorische Normen missachtet werden - und wie stark der Boxerkrieg das Verhältnis zwischen China und der westlichen Welt bis heute prägt.

Pflügen, ackern, kämpfen: Die Geschichte der Bauern 23:45

Pflügen, ackern, kämpfen: Die Geschichte der Bauern: Die Anfänge

Dokumentation

In Europa bildete sich im 6. Jahrhundert nach Christus ein eigener Bauernstand heraus. Der Untergang des Römischen Reiches hatte den Zerfall großer Städte nach sich gezogen, und die Menschen waren fortan gezwungen, ihren Lebensunterhalt auf dem Lande zu erwirtschaften. Die Zeit der ganz auf den Handel ausgerichteten römischen Landwirtschaft war vorbei. Entbunden von den Steuerlasten und der Pflicht, die großen Städte des Reiches mitzuversorgen, produzierten die Bauern nicht mehr als sie selbst benötigten. Ab dem 8. Jahrhundert erhoben immer mehr regionale Herrscher Steuern, außerdem führten sie Fronarbeit und Leibeigenschaft ein. Auch die Kirche hatte Anteil an der Unterdrückung, indem sie die bäuerlichen Kulte an den Pranger stellte.