14:00
Der rebellische Sklave Spartacus wird in einer Gladiatorenschule ausgebildet und verliebt sich dort in die Sklavin Varinia. Als der patrizische Senator Crassus sie kauft, zettelt Spartacus einen Aufstand an, bei dem die Gladiatoren die Freiheit erlangen. Sie beschließen, unter Spartacus' Führung gemeinsam zur Hafenstadt Brundisium aufzubrechen. Auf ihrem Weg dorthin befreien sie zahlreiche andere Sklaven. In Freiheit trifft Spartacus wieder auf Varinia, der es inzwischen gelungen ist, von dem Wagen zu fliehen, der sie zu ihrem neuen Besitzer nach Rom bringen sollte. Die beiden werden ein Paar. Später besiegen die nun freien Gladiatoren ein von Crassus' Günstling Glabrus kommandiertes Heer. Danach ziehen sie in die Hafenstadt Brundisium zurück, um von dort mit Hilfe einer Piratenflotte in ihre Heimatländer zu gelangen. Der römische Senat beschließt jedoch, den Aufstand niederzuschlagen, womit sich Crassus als Retter Roms profilieren will. Er wird gegen die Warnungen des Senators Gracchus zum obersten Befehlshaber und ersten Konsul ernannt. Diesmal werden die Sklaven von der römischen Übermacht vernichtend geschlagen. Die Überlebenden werden gekreuzigt, da sie ihren Anführer nicht verraten. Crassus versucht unterdessen erfolglos, Varinia zu erobern, die mit Hilfe von Gracchus fliehen kann.
17:15
Jedes Frühjahr beginnt sie aufs Neue - die Spargelzeit, und mit ihr die Leidenschaft für das königliche Gemüse. In Deutschland gibt es zahlreiche Anbaugebiete für Spargel, darunter auch die Altmark. Hier bewirtschaftet Axel Tinneberg seinen Hof und widmet sich mit Hingabe der anspruchsvollen Spargelkultur. Von der mühsamen Pflanzung über die Ernte bis hin zur Verarbeitung. Doch was unterscheidet weißen von grünem Spargel? Warum gilt Deutschland als Spargelnation Nummer eins? Und warum verbannte die Katholische Kirche zeitweise das Gemüse aus den Speisesälen zahlreicher Klöster? Deutsch-Französin Lucie präsentiert zwei Spargelklassiker in neuem Gewand: eine cremige Sauce Hollandaise und eine originelle Spargelstulle - Genuss pur für Spargelliebhaberinnen und -liebhaber.
17:50
Die Karpaten sind das Herz der europäischen Wildnis. Die Gebirgskette erstreckt sich über mehrere Länder und ist Heimat für zwei Drittel der in Europa lebenden Bären, Luchse und Wölfe. Bären benötigen riesige Reviere, denn auf der Suche nach Unterschlupf, Nahrung und einem Partner legen sie weite Strecken zurück. In Rumänien ermöglicht ihnen eine uralte Passage die Wanderung zwischen den Nord- und Südkarpaten, um sich zu paaren und den Fortbestand der Art zu sichern: der Korridor von Zarand. Doch in dem sich wirtschaftlich entwickelnden Gebiet haben sich die Aktivitäten des Menschen verstärkt, was den Korridor bedroht und zu Konflikten mit den Menschen geführt hat. Die Mitglieder einer Umwelt-NGO und eines Vereins schützen die Wildtiere, die auf den Korridor angewiesen sind, und sichern gleichzeitig den Verbleib der einheimischen Bevölkerung und die Erhaltung ihrer Traditionen.
18:35
Am Fuße des Himalayas, zwischen Indien und Nepal, liegt das Terai - eine Region mit einer der größten Tigerpopulationen der Welt. Im 2001 vom WWF eingerichteten Khata-Korridor bewegen sich die Raubkatzen frei zwischen zwei großen Nationalparks. Vor 20 Jahren existierte zwischen diesen beiden Schutzgebieten kaum noch intakte Natur: ein durch Abholzung verwüstetes Land, eine durch Wilderei stark dezimierte Tierwelt und eine Dorfbevölkerung, die nur ein karges Auskommen hatte und nach und nach abwanderte. Dank umfangreicher Aufforstungsmaßnahmen ist es gelungen, diese Naturräume zu regenerieren und wieder zwei unterschiedliche Tigerpopulationen anzusiedeln. Die neuen Ressourcen zogen pflanzenfressende Arten an, die wiederum die Tiger anlockten, sodass sich die Bestände vermischen und genetisch erneuern konnten. Der Artenreichtum lockte weitere Tiere an, setzte zusätzliche Ressourcen frei und ermutigte die Menschen, ihre Bemühungen fortzusetzen. 20 Jahre systematischer Wiederaufforstung haben ein sterbendes Land in eine fruchtbare Landschaft verwandelt. Doch jüngste Zwischenfälle zwischen Tigern und der Dorfbevölkerung werfen die Frage auf, wie dieser Erfolg nachhaltig gesichert und ein stabiles natürliches Gleichgewicht bewahrt werden kann.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:35
19:40
Was bedeutet es innerhalb weniger Minuten alles zu verlieren? Wie gehen Menschen damit um? Wie kann man den Verlust überwinden? Wie umgehen mit einer Familiengeschichte, die ohne materielle Erinnerungsstücke auskommen muss? Das Hotel von Esther Bellwald ist zerstört. Biolandwirt Dani Ritler ist ebenfalls schwer vom Bergsturz von Blatten betroffen. Doch Aufgeben ist keine Option. Dani Ritler und seine Frau Karin wollen im Nachbarort Ferden einen Neuanfang wagen. Ihr Ziel ist es, ein neues Hotel zu eröffnen - einen Ort, der Hoffnung und Zusammenhalt symbolisiert. Doch zwischen Bauplänen, Bürokratie und der Frage nach der Finanzierung wird der Traum zur Zerreißprobe. Auch Esther Bellwald und ihr Mann Laurent Hubert wollen im Lötschental bleiben. In Blatten führten sie mit dem "Nest und Bietschhorn" das älteste Hotel im Tal in vierter Generation. Nun soll auf der Lauchernalp ein temporäres Hotel entstehen - eine provisorische Heimat für Gäste und ein Neuanfang für das Team. Der Weg dorthin ist geprägt von Unsicherheit, aber auch von erstaunlicher Willenskraft und Gemeinschaftssinn. Die Reportage begleitet die beiden Geschichten über Monate hinweg und zeigt, was es heißt, in den Bergen nicht nur Häuser wieder aufzubauen, sondern auch Hoffnung.
20:15
Estland ist der kleinste der drei baltischen Staaten. Rund die Hälfte des Landes ist bewaldet. Nahe der russischen Grenze liegt Alutaguse, das größte zusammenhängende Waldgebiet im Baltikum. Der dortige Nationalpark ist Lebensraum für Elche, Wölfe, Bären sowie zahlreiche seltene und gefährdete Tierarten. Die Dokumentation begleitet den Flughörnchen-Forscher Uudo Timm in die Taiga und trifft Triin Asi und Bert Rähni, die in ihrem "Bärenwald" arbeiten. Im Soomaa-Nationalpark fertigt Aivar Ruukel als einer der letzten Einbaum-Bootsbauer Kanus aus einem einzigen Espenstamm. Dieses Handwerk wird hier seit Jahrhunderten gepflegt - ein estnisches Kulturgut, das seit 2021 auf der Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes steht. Etwa eine Fährstunde von der Küste entfernt liegt die Insel Kihnu. In vier Dörfern leben um die 700 Menschen, doch die Insel lockt jährlich etwa zwölfmal so viele Touristen an. Die meisten wollen eine einzigartige Kultur erleben, die oft als Europas letzte matriarchalische Gesellschaft bezeichnet wird. "Die Frauen auf Kihnu haben eine sehr wichtige Rolle: Sie sind die Bewahrerinnen der kulturellen Traditionen", sagt die Lehrerin und Bäuerin Külli Laos. In Lettland liegt das Naturreservat Pape. Dort wechseln sich Feuchtwiesen mit Waldflächen, Küstenlagunen, Mooren, Sandstränden und Wanderdünen ab. Jedes Jahr ziehen Millionen von Zugvögeln durch diese Landschaft. Auch viele Wölfe, Luchse, Otter, Biber und Elche suchen die Ruhe dieser Gegend. Das ist nicht selbstverständlich: Der Zerfall der Sowjetunion löste einen Rückgang der Landwirtschaft aus und die Fläche drohte, überwuchert zu werden.
20:55
"Die Kurische Nehrung" - das antworten viele Litauer auf die Frage, was man in ihrer Heimat unbedingt sehen muss. Die schmale Halbinsel im Westen des Landes beherbergt die höchsten Dünen Nordeuropas. Mehr als eine Million Reisende zieht es jedes Jahr in die "Sahara der Ostsee". Doch die Nehrung ist bedroht. Dünen-Ranger wachen während der Hochsaison über die einzigartige Landschaft im Nationalpark. Das Fischerdorf Nida ist der bekannteste Ort des litauischen Teils der Nehrung. Alvidas, Laimis und Robertas Kazlauskas gehören zu den letzten Fischern im Haff und pflegen das alte Handwerk in dritter Generation. Auf der Kurischen Nehrung verläuft eine der wichtigsten Vogelzugrouten im gesamten Ostseeraum. Nahe des Kap Vente befindet sich seit 1929 eine Vogelwarte, die älteste ihrer Art in ganz Europa. Dort beringen Ornithologen Vögel, um mehr über deren Zugverhalten herauszufinden. Das Baltikum ist reich an unberührter Natur. Mitten im lettischen Naturpark Daugavas Loki haben sich die Auswanderer Alessa Beck und Sebastian Boldt ihren Lebenstraum als Selbstversorger erfüllt. Zahlreiche Burgen und Gutshäuser prägen die Landschaft im Baltikum. Gintaras Karosas engagiert sich für den Erhalt des kulturellen Erbes. Beim Herrenhaus Liubavas in Litauen sind die Restaurierungsarbeiten in vollem Gange.
21:45
Ein Wagen kommt von der Straße ab und geht in Flammen auf. Tom, der Fahrer des Wagens, kann zwar sich selbst, aber nicht seine Frau retten. Zumindest berichtet er dies den Polizisten, die kurz darauf am Unfallort eintreffen. Die Kollegen sind erschüttert und spenden ihm Trost wegen des Verlusts seiner Ehefrau. Schließlich ist Tom ein anständiger Mann und ein Polizeikollege von der anderen Seite der nahe gelegenen Grenze zu Belgien. Besonders der Polizeichef der französischen Gemeinde, Roger Rabet, fühlt mit ihm, da er selbst seine Frau durch einem Autounfall verloren hat. Rabet kann es kaum fassen, als sein Kollege Philippe, der die Verunglückte kannte, den Verdacht äußert, es könnte sich um einen inszenierten Unfall handeln. Philippe sucht nach jemandem, der seine Einschätzung teilt. Aber vergebens: Er selbst und die Hinweise, die er findet, werden von niemandem ernst genommen. Dabei ist es offensichtlich, dass Tom etwas verheimlicht. Philippe geht der Sache nach und macht eine erschütternde Entdeckung ...
22:30
Tom und Linda machen eine schwierige Zeit durch. Da wäre zunächst die Nachricht, dass sie niemals Kinder bekommen werden. Auch Lindas Sonnenstudio steht vor dem Ruin. Wenn ihr Geschäft nicht bald besser läuft, müssen sie ihren Besitz verpfänden. Lindas zwielichtiger Cousin Serge, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde und nun bei ihr einen Job will, ist jedenfalls keine große Hilfe. Die letzte Hoffnung sind Toms Schwester Corinne und ihre Kirchengemeinde. Die Chancen auf Unterstützung stehen schlecht, Linda ist dort nicht gerade beliebt, da sie nicht gläubig ist, dafür aber umso mehr trinkt und sich peinlich danebenbenimmt. Gegen alle Erwartungen ist die Kirchengemeinde vom Sonnenstudio begeistert, für sie eine Art Urlaub am Strand und das sogar gleich um die Ecke. Doch war es die richtige Entscheidung, sich bei den einfachen Leuten der Kirche zu verschulden? Was tun, wenn die Bank das Sonnenstudio per Gerichtsbeschluss leerräumen lässt, bevor das Geschäft wieder richtig Fahrt aufnehmen kann? Als Linda zufällig mit der Pyromanin Carole zusammentrifft, ergeben sich neue Möglichkeiten. Nur wissen beide noch nichts von ihrem Glück - oder Pech.
23:20
Tom ist gar nicht begeistert, als seine Frau Linda ihm beichtet, dass eine Leiche in ihrem Keller liegt und sie sogar für diesen Todesfall verantwortlich ist. Er will die Polizei anrufen, sein Kollege Joseph werde schon dafür sorgen, dass das Geschehene als Unfall anerkannt wird. Linda hat einen anderen Plan: Mit 400.000 Euro ist ihr Leben im Falle eines Unfalltods versichert, das Geld würde alle ihre finanziellen Probleme lösen. Auch wenn Tom sich nur schwer überreden lässt, sich nicht wie ein anständiger Mensch zu verhalten, planen sie den Versicherungsbetrug. Ihr Wagen soll von der Straße abkommen und verbrennen, allerdings mit der Leiche statt Linda auf dem Beifahrersitz ... Als Lindas Cousin Serge vorbeischleicht, um erneut nach einem Job zu fragen, stolpert er über die Tote in ihrem Haus. Bereits erfahren in kriminellen Machenschaften, besteht er darauf, bei dem Versicherungsbetrug mitzumachen, und kümmert sich zunächst um die Spurenbeseitigung. Doch dabei erregt er gefährlich viel Aufmerksamkeit ...