23:35
Frida Kahlo, die mexikanische Malerin, deren Selbstporträts die Kunstgeschichte geprägt haben, ist mehr als eine Künstlerin - sie ist eine Ikone. Ihre Werke, durchdrungen von Schmerz, Leidenschaft und Identität, sind weltberühmt. Doch wer war die Frau mit den markanten Augenbrauen hinter den farbenfrohen Bildern, die trotz eines Lebens voller Tragödien unsterblich wurde? Geboren 1907 in Coyoacán, Mexiko, war Kahlos Leben von Dramen gezeichnet. Ein schwerer Busunfall mit 18 Jahren führte zu lebenslangen Schmerzen und zahlreichen Operationen. Ihre Ehe mit Diego Rivera, dem berühmten Muralisten, war ein Wechselspiel aus Liebe, Verrat und künstlerischer Inspiration. Kahlo verwandelte ihren Schmerz in Kunst: Ihre Selbstporträts, oft surreal und symbolisch, zeigen eine Frau, die sich selbst unerbittlich erforscht. Mit ihren Wurzeln in der mexikanischen Kultur, ihren politischen Überzeugungen und ihrem Kampf gegen gesellschaftliche Normen wurde sie zur Heldin des Feminismus. Die Dokumentation folgt Kahlos Spuren von Mexiko-Stadt über New York und Paris, wo sie mit Künstlern wie André Breton und Pablo Picasso zusammentraf, und zeigt ihr Werk in neuem Licht - informativ und detailreich. Expertinnen wie die Kunsthistorikerinnen Helga Prignitz und Gannit Ankori, oder die Leiterin des Museums Frida Kahlo, Perla Labarthe, gewähren Einblicke in ihre Technik, ihr Leben und ihre Vorbildfunktion für den modernen Feminismus. Kahlo starb 1954, doch ihr Erbe lebt weiter - in ihrer Kunst und in ihrem Mut, sich selbst treu zu bleiben.
00:30
Matthias ist Ostberliner, arbeitet sehr erfolgreich in einer Werbeagentur und genießt sein luxuriöses Singleleben. Als seine Mutter, eine Aussteigerin und überzeugte Kommunistin, plötzlich stirbt, muss er sich seiner Vergangenheit stellen. Mit dem Auftrag, ihre Asche in Kuba zu verstreuen, schickt sie Matthias auf eine Reise in seine Vergangenheit. Die Asche soll er auf Cayo Ernesto Thaelmann, auch Ernesto's Island genannt, verstreuen. Die unbewohnte Insel vor Kuba hatte Fidel Castro einst der DDR geschenkt, und seine Mutter hatte hier gelebt. In Kuba angekommen trifft er auf seine Halbgeschwister und seine ihm unbekannte Familie, mit der Matthias nichts zu tun haben will. Er begegnet einer Liebe, Sofia, mit der er nichts anzufangen weiß, und er verliert einen Freund, den er nicht retten kann. Mit Sofia geht Matthias auf diese kleine Insel, um den Vater zu suchen, den er nie hatte. Als es ihm gelingt, seine Wurzeln zu akzeptieren und sich einzugestehen, dass er nicht der rücksichtslose, selbstgefällige Zyniker ist, den seine Altersgenossen kennen - dass er immer noch andere Werte hat -, erst dann versteht er, was ihm gefehlt hat. Er hatte keine Heimat mehr und muss sich eine neue aufbauen. Kuba steht für den verlorenen Traum, von dem eigentlich jeder träumt: Gemeinschaft, Gleichheit und Menschlichkeit. Und für die Realität, die das alles nicht kennt ... "Ernesto's Island" ist ein Roadmovie zu einer vergessenen Insel und eine Liebesgeschichte - und der Wunsch, endlich zu Hause anzukommen. Eine Reise von Kopf zu Herz, in der immer noch die gleiche, unverwüstliche, fröhliche Musikalität des Landes zu spüren ist - mit Amateuraufnahmen Kubas von früher, die vom Regisseur selbst stammen.
02:20
Simon sieht sich nunmehr nicht nur mit dem Jugendamt konfrontiert, sondern auch mit der Polizei, denn gegen ihn wurde inzwischen Anklage wegen Körperverletzung erhoben. Es drohen ihm bis zu sechs Jahre Haft, sollte sich Hollys Aussage bewahrheiten. Ihr Lehrer Mikkel zweifelt am Wahrheitsgehalt von Hollys Aufsatz, den Sozialarbeiter Lars als verzweifelten Hilfeschrei des Mädchens gewertet hat. Es tauchen andere Aufsätze auf, in denen Holly durchaus auch Tatsachen verfälscht hat, um ihre Emotionen zum Ausdruck zu bringen. So hat sie in einem Text den Tod ihres leiblichen Vaters beschrieben, obwohl dieser nach wie vor am Leben ist. Um Licht ins Dunkel zu bringen, soll Theo ebenfalls aussagen. Doch in der Zwischenzeit erlaubt Pflegemutter Dorte dem sich nach seinem früheren Leben sehnenden Jungen, am Training seiner Fußballmannschaft teilzunehmen. Und da Holly sich schuldig fühlt, setzt sie ihre Mutter Dea darüber in Kenntnis und sorgt so für ein emotionales Wiedersehen ...
03:20
Diese Ausgabe von "Mit offenen Karten" führt nach Serbien, einem Schlüsselland des Balkans an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien. Der serbische Präsident Aleksandar Vuci? regiert sein Land wie ein Seiltänzer: offiziell auf EU-Kurs, doch ohne die Sanktionen gegen Moskau mitzutragen, und mit strategischen Avancen in Richtung Peking. Doch neben dem geopolitischen Balanceakt brodelt es im Inneren: Korruptionsvorwürfe untergraben die Legitimität des Regimes, während die Bevölkerung auf die Straße geht. Darüber hinaus hat das Trauma des Jugoslawien-Kriegs der 1990er Jahre immer noch Auswirkungen auf den Balkan und insbesondere Serbien. Zwei Konflikte aus dieser Zeit prägen weiterhin die regionale Politik: der ungelöste Status des Kosovo und die bosnische Republika Srpska. Wladimir Putin nutzt diese Gemengelage skrupellos für seine Einflussnahme in Europa und bedient sich der serbischen Minderheiten für seine Ziele. Langfristig wird sich das Land für eine Seite entscheiden müssen.
03:33
Die beiden Tangotänzer auf Fernando Boteros Bild "Bailarines" fahnden als verdeckte Ermittler vom Drogendezernat. Sie tanzen undercover in einem Kabarett, das im Verdacht steht, dem kolumbianischen Drogenbaron Pablo Escobar zu gehören ...
03:40
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.