13:30
Die junge, spießige und leicht verklemmte Roberta Glass ist mit dem Badewannenverkäufer Gary verheiratet und führt in ihrer Luxusvilla in New Jersey ein langweiliges Hausfrauenleben. Um sich die Zeit zu vertreiben, liest sie Kontaktanzeigen. Dabei entdeckt und verfolgt sie die Korrespondenz von Susan und Jim, die sich in New York verabreden. Roberta beschließt, bei diesem Treffen dabei zu sein, und beobachtet die beiden aus sicherer Distanz. Von der extrovertierten, punkigen Susan fasziniert, folgt Roberta ihr eine Weile und ersteht die Jacke, die Susan in einem Laden gegen ein Paar Stiefel getauscht hat. Dann wird Roberta in einen Unfall verwickelt und verliert vorübergehend ihr Gedächtnis. Aufgrund der Jacke, die sie trägt, wird sie von anderen für Susan gehalten, und da Roberta sich an nichts erinnern kann, geht sie auch selbst davon aus ... Nun taucht sie tief in Susans aufregendes Leben ein und wird in undurchsichtige, bedrohliche Machenschaften verstrickt. Eine Verfolgungsjagd durch die US-Metropole New York und bis nach Atlantic City nimmt ihren Lauf - inklusive Romantik und Flair der 80er Jahre.
15:15
Madonna, geboren 1958 in Bay City, Michigan (USA), ist eine feministische Pop-Ikone, die das Popstar-Sein als Kunstform begreift, dabei immer wieder Tabus bricht und sich gegen Konventionen auflehnt. Sie ist aber auch eine Unternehmerin, die nicht nur ihre künstlerische Freiheit auslebt, sondern auch die kommerzielle Kontrolle über ihre Arbeit innehat - unabhängig, selbstbestimmt und unangepasst. Madonna ist eine Rebellin des Pop In seinem Porträt zeichnet Filmemacher Oliver Schwabe ("Tokio Hotel - Hinter die Welt", "Die Paten von St. Pauli") anhand von exklusivem Archivmaterial die Karriere der Ausnahmekünstlerin nach und greift auf exklusive Interviews zurück, die die Journalistin Christiane Rebmann in den vergangenen Jahrzehnten mit Madonna hat führen können. Konzertaufnahmen und Videos zeigen die Wandlungsfähigkeit Madonnas, und Interviews zeugen von der Dringlichkeit und der Konsequenz, mit der sie ihre Karriere über Jahrzehnte verfolgt und sie zu einem Vorbild werden lässt. Dabei schont sie sich nie und ist bereit, über Grenzen zu gehen - sei es in ihrem Sex-Book, in ihren expliziten Videos und Liveshows oder in ihren klaren Statements gegen Rassismus oder Homophobie. Sie sieht Provokation als Mittel, um gesellschaftliche Diskussionen anzustoßen. Madonna überschreitet bewusst Grenzen, um Diskurse über Sexualität, Religion oder Geschlechterrollen auszulösen. Dafür liebt sie ihr Publikum, für das die Künstlerin stellvertretend für Freiheit und Gleichheit kämpft. Madonna spricht im Film für sich selbst und lässt so einen besonderen Blick auf eine schwer zu fassende Kunstfigur zu, die immer überrascht, manchmal provoziert, aber sich dabei stets treu bleibt.
16:05
Von Tansanias Hafenstadt Daressalam führt die Reise zum Nyerere-Nationalpark - einem der größten Schutzgebiete Afrikas, Unesco-Weltnaturerbe und Heimat für Löwen, Elefanten und über 400 Vogelarten. Hier lebt und arbeitet Safari-Guide Deogracias Shirima, der seit über 20 Jahren sein Wissen über die Region teilt, sich für ihren Erhalt einsetzt und die örtlichen Parkranger unterstützt. In Sambia kümmern sich Tierpfleger und die Verhaltensbiologin Mary Muyoyeta um verwaiste Elefantenkälber und bereiten sie auf ein Leben in Freiheit vor. Und in Simbabwe schafft Nyarai Kurebgaseka mit Produkten aus dem heimischen Affenbrotbaum neue Perspektiven für lokale Gemeinschaften - im Einklang mit der Natur und mit Blick auf die Zukunft.
17:00
In Pablo Picassos berühmten Bild "Guernica" richtet ein Stier den Blick direkt auf den Betrachter. Grimmig thront Spaniens Nationalsymbol über dem Grauen, das nach dem Angriff deutscher Bomber in der baskischen Stadt Guernica herrschte. Stiere waren Picassos große Leidenschaft. Er malte und zeichnete sie, modellierte sie zu Skulpturen. Picasso-Kenner sagen: Es ist der Künstler selbst, der zuschaut. Er habe sich selbst in der Rolle des Minotaurus gesehen, dem menschenverschlingenden Stiermenschen aus der griechischen Mythologie, eine Kreatur von enormer Kraft und Grausamkeit, halb Mensch, halb Stier. Seit Picassos Zeiten hat sich der Blick auf den Stierkampf - die Corrida - grundlegend verändert, er wird inzwischen von vielen als abstoßend und veraltet empfunden. Heute stehen ethische Betrachtungen und Aspekte des Tierwohls im Vordergrund. Für den im französischen Exil lebenden Picasso dagegen bedeutete die Corrida auch eine Erinnerung an sein Heimatland Spanien, in das er seit der Machtübernahme des Diktators Franco keinen Fuß mehr setzte. Auf den Rängen der Arenen im südfranzösischen Arles oder Nîmes fand Picasso Trost - und künstlerische Inspiration. Die Dokumentation folgt Picassos Stier-Spuren - von seiner Geburtsstadt Málaga über Paris bis nach Nîmes und Arles - und zeigt, wie das Stiermotiv die verschiedenen Schaffensphasen Picassos auf immer neue Weise prägte.
17:55
Bei den Salzburger Festspielen sind die Vormittagskonzerte des Mozarteumorchesters mit Mozart-Programmen sehr beliebt. Sie finden regelmäßig im goldenen Großen Saal des Mozarteums statt und präsentieren spannende Persönlichkeiten am Pult und Weltstars der klassischen Musik. Keine Termine sind so schnell ausverkauft, wie für dieses Programm. Die 1996 in Wisconsin geborene US-Sopranistin Emily Pogorelc hat schon oft Mozart-Rollen verkörpert: Allein in der Spielzeit im Jahr 2024 gab sie die Pamina aus der "Zauberflöte" und Ilia aus "Idomeneo" an der Bayerischen Staatsoper und die Servilia in "La Clemenza di Tito" an der Königlichen Oper Kopenhagen und beim Festival d'Aix-en-Provence. Im 2024 gab sie Debüt an der Metropolitan Opera in New York. Der spanische Dirigent Roberto González-Monjas, geboren 1988, ist Chefdirigent des Musikkollegiums Winterthur und des Orquestra Sinfónica de Galicia. Mit diesem Konzert kehrt er fest in die Stadt seines Violinstudiums zurück: Seit Beginn der Saison 2024/2025 ist er ebenfalls Chefdirigent des Mozarteumorchesters. Die Werke von Wolfgang Amadeus Mozart im Überblick: - "Passepied", "Mineur", "Gavotte", "Passacaille" - Ballettmusik zur Oper "Idomeneo" KV 367 - Arie der Ilia "Se il padre perdei" aus "Idomeneo" KV 366 - Rezitativ und Arie der Ilia "Solitudini amiche" - "Zeffiretti lusinghieri" aus "Idomeneo" KV 366 - Schauspielmusik zu "Thamos, König in Ägypten" KV 345 (336a) - Auszüge - Arie "Schon lacht der holde Frühling" KV 580 - Arie "Voi avete un cor fedele" KV 217 - Rezitativ und Arie "Bella mia fiamma" - "Resta, o cara" für Sopran und Orchester KV 528
18:40
San Sebastián ist nicht nur berühmt für seine schönen Strände und die historische Altstadt, sondern auch für seine vorzügliche Gastronomie und die frischen Produkte aus dem spanischen Hinterland. Die kunstvoll zubereiteten Pintxos stechen dabei besonders hervor. Mari Arocena und Raúl Calvo essen und kochen gerne traditionelle Gerichte wie zum Beispiel überbackene Teufelskrabbe oder Tintenfisch an Sepiasoße. In ihrer Freizeit tauschen sich die beiden über Kochrezepte aus und geben Tipps an Freunde weiter. Jetzt wollen sie sich in einem Pintxo-Wettbewerb messen. Nach einer inspirierenden Tour durch die Pintxo-Bars der Altstadt treffen sich Mari und Raúl mit Freunden auf einem Caserío, einem baskischen Bauernhof, um einen Pintxo ihrer Wahl zuzubereiten. Wer wird als Sieger hervorgehen?
19:10
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:30
In einer ländlichen Region im Südwesten der Insel Sulawesi existiert die uralte indigene Lebensweise der Bugis, in der es nicht zwei, sondern fünf Geschlechter gibt. Männer, Frauen, Transmänner, Transfrauen und die geschlechtsübergreifenden Bissu. Um als Bissu zu gelten, müssen diejenigen, die sowohl Mann als auch Frau in sich zu tragen, eine spirituelle Ausbildung durchlaufen und streng enthaltsam leben. Die Bissu waren einst die rechte Hand des Königs und für die spirituelle Führung der Gemeinde zuständig. Heutzutage sind die meisten Menschen in der Region zum Islam konvertiert, während eine kleine, aber schrumpfende Zahl von Menschen, an der Lebensweise der Bugis festhält. Früher gab es in Südsulawesi viele Bissu in jedem Dorf, heute sind es in Segeri nur noch vier. Sie leben umgeben von einer Gemeinschaft von Transmännern, Transfrauen und anderen, die die indigenen Bräuche noch schätzen. Bissu Eka gehört mit Mitte 40 zu den jüngsten Bissu, ist aber damit konfrontiert das Bissu Leben aufzugeben und sich dem neuen gesellschaftlichen Druck anzupassen. Auch Bissu Nisas Leben ist komplizierter geworden, doch einmal im Jahr ist immer noch alles so wie immer: wenn Mappalili gefeiert wird, die letzte Bugis-Zeremonie, die im Dorf noch regelmäßig stattfindet, und das wichtigste Ereignis des Jahres. Dann werden drei Tage und Nächte spirituelle Rituale durchgeführt, um eine gute Ernte zu haben. "Die fünf Geschlechter von Sulawesi" taucht in das Leben dieses Dorfes ein und konzentriert sich dabei auf die miteinander verwobenen Geschichten von zwei der letzten verbliebenen Bissu.
20:15
"Studio 54" erzählt die Geschichte des fiktiven 19-jährigen Shane O'Shea, der Ende der 1970er Jahre in den glamourösen New Yorker Club gelangt. Dort "entdeckt" ihn Clubbesitzer Steve Rubell und gibt ihm einen Job. Shane steigt in der Hierarchie der von Drogen, Sex und Exzessen geprägten Szene schnell auf. Ein auf wahren Begebenheiten basierendes Drama von Mark Christopher. Das "Studio 54" schrieb Geschichte: Steve Rubell und Ian Schrager eröffneten 1977 in Manhattan den Club, der bald zum angesagtesten Ort der Stadt wurde. Die Reichen und Schönen New Yorks feierten dort zu Disco-Musik Partys, bei denen reichlich Alkohol und Drogen konsumiert wurden. Und wirklich jeder wollte dabei sein. Auch Shane, ein gut aussehender 19-Jähriger aus der Vorstadt, wollte Teil dieser Szene werden. Als Shane total gestylt Einlass begehrt, wird er vom Türsteher aufgefordert, sein Hemd auszuziehen. Er kommt dem nach und zeigt her, was eine Frau, die er später abschleppt, als den Körper von Michelangelos David mit einem Botticelli-Gesicht beschreibt. Shane bekommt einen Job als Hilfskellner und steigt schnell zum Barkeeper auf. Nachdem er seinen sexuellen Marktwert entdeckt hat, wird er zu einem Star des Clubs. Ebenso kometenhaft wie sein Aufstieg und der des "Studio 54" erfolgt der Fall.
21:45
Der Dokumentarfilm schildert die Gründung, den Aufstieg und den Fall des legendären "Studio 54" in New York. Der Club war nicht nur eine angesagte Partylocation, sondern avancierte in den 1970ern zum Epizentrum von Hedonismus und Disco-Kultur. Die Hochburg des Nachtlebens war ein gesellschaftlicher und kultureller Treffpunkt, der den Zeitgeist einer ganzen Generation verkörperte. Porträtiert werden unter anderem Ian Schrager und Steve Rubell, die den Club in einer Zeit gründeten, die von Wirtschaftskrise und gesellschaftlichem Umbruch geprägt war. Sie schufen einen völlig neuartigen Ort, an dem Promis, Normalos und Außenseiter zusammenkamen. Originell und anspruchsvoll zugleich - so der Ansatz des Gründerduos. Emanzipation, sexuelle Revolution und Freiheitsstreben - nach den gesellschaftlichen Umbrüchen der 1960er Jahre war die Gründung des "Studio 54" der letzte Höhepunkt einer Epoche, die mit der AIDS-Krise in den frühen 1980ern ein jähes Ende fand. Fernab aller Klischees rund um Promis, Sex und Drogen zeigt der Dokumentarfilm die Menschen hinter dem Mythos sowie auf die Gründe für den großen Erfolg und die unrühmliche Schließung des Clubs. Anhand von Archivmaterial und Interviews blickt Regisseur Matt Tyrnauer zurück auf eine Zeit, in der noch alles möglich schien.
23:20
München, Anfang der 1970er Jahre: Der italienische Komponist Giorgio Moroder und die amerikanische Backgroundsängerin LaDonna Adrian Gaines, besser bekannt als Donna Summer, treffen zum ersten Mal aufeinander. Ihre anmutige Stimme, die mit berückender Kühle endlos Liebesworte wiederholt, gepaart mit seinem kraftvollen futuristischen, aus hypnotischen Elektroimpulsen schöpfenden Sound - eine Zusammenarbeit war geboren, die unter Mitwirkung des britischen Produzenten Pete Bellotte Hits wie "Love to Love You Baby" (1975) oder "I Feel Love" (1977) hervorbringen sollte. Ihre innovative, tanzbare und stimmungsvolle Musik markiert die Blütezeit des Munich Sound, der zugleich den Höhepunkt der Disco-Ära darstellt und als Vorläufer der heutigen Popmusik gilt. Die Begegnung zwischen Giorgio Moroder und Donna Summer schrieb nicht nur Musikgeschichte, sie veränderte auch das Leben beider Künstler: In den 1980er und 1990er Jahren avancierte Giorgio Moroder zu einem der großen Komponisten von Filmmusik und zum "Paten" der europäischen Elektro-Musik, und Donna Summer wurde zur Disco-Königin ...