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TV Programm für ARTE am 22.10.2026

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Indien - Wo Frösche Hochzeit halten 17:05

Indien - Wo Frösche Hochzeit halten

Tiere

Die indische Gebirgskette der Westghats ist ein immergrüner Lebensraum für eine erstaunliche Vielfalt an Froscharten, von denen viele nur hier vorkommen. Die von tropischem Regenwald überzogenen Berghänge mit ihren warmen Temperaturen bieten den Amphibien ideale Bedingungen, um sich fortzupflanzen und nach Nahrung zu jagen. In der Nacht bildet der vielstimmige Froschgesang eine facettenreiche Klangkulisse, von tiefem Quaken bis hin zu trillerndem Pfeifen. Jede Froschart hat sich an ein bestimmtes Ökosystem angepasst. Manche leben in reißenden Bergbächen, andere auf dem blätterbedeckten Boden, in morschen Baumstämmen oder kleinen Erdhöhlen. In den Nationalparks und Naturschutzgebieten findet man auch Froscharten, die reine Höhlenbewohner sind oder zwischen Felsblöcken in den Betten der Bachläufe hausen. Diese Frösche leben im Rhythmus der Regenzeit. Klimaerwärmung, Waldrodung und unkontrollierter Tourismus bedrohen heute diese fragilen Lebensräume. Der Naturforscher und Dokumentarfilmer Suhas Premkumar hat während neun Regenzeiten dem Monsun getrotzt, um diese unbekannte Welt zu erforschen und die geheimnisvollen endemischen Amphibien der Westghats zu filmen, darunter den Malabar-Gleitfrosch, den Asiatischen Ochsenfrosch, die Schwarznarbenkröte, die Malabar-Baumkröte, Ruder-, Tanz- und Nachtfrösche und viele mehr.

Danach

Haunted Places 17:50

Haunted Places: Draculas Transsilvanien

Dokumentation

Zwischen Karpaten und Donau wurde im Mittelalter immer wieder gekämpft: Kriege, Einfälle und Plünderungen prägten die Geschichte der Region. Im 15. Jahrhundert regierte in der Walachei Vlad III., genannt "der Pfähler". Jahrhunderte später ließ sich Bram Stoker von seinem Namen und einzelnen historischen Bezügen zu seiner berühmten Romanfigur Graf Dracula inspirieren. Die Dokumentation untersucht, wie die Geschichten und Mythen um Graf Dracula die Orte prägen, an denen sie spielen. Und sie zeigt ungestörte Natur, wie sie in Europa nur selten zu finden ist: Mehr als die Hälfte der europäischen Braunbären lebt in den wilden Wäldern der Karpaten, ebenso Adler, über 3.000 Wölfe, Eulen, Krähen und Fledermäuse. Forscherinnen und Forscher geben Einblick in ihre Arbeit mit Krähen und Fledermäusen und klären über Mythen und Vorurteile über die unheimlichen Tiere auf.

Haunted Places 18:35

Haunted Places: Die Bestie von Gévaudan

Dokumentation

Das Team reist nach Südfrankreich, ins heutige Lozère. Die Dokumentation begleitet den Historiker Bernard Soulier und den Illustrator Jean-Charles Poupard auf einer spannenden Recherchereise. Soulier beschäftigt sich seit fast 50 Jahren mit der Geschichte der Bestie von Gévaudan, der Illustrator Poupard arbeitet an einer Graphic Novel über die Angriffe. Gemeinsam besuchen sie Originalschauplätze entlang der Cevennen am Rande des Zentralmassivs, durchsuchen Archive und versuchen vor Ort, das Rätsel zu lösen. Sie gehen den Legenden und Mythen um die Bestie von Gévaudan nach. Neben den Spuren der Bestie von einst besucht das Team einzigartige Orte wie den Parc des Loups, die Réserve des Bisons d'Europe und das Programm der französischen Tierschutzorganisation LPO ("Ligue pour la Protection des Oiseaux") zur Wiederansiedlung von Geiern. Gemeinsam mit den Einwohnern der Region entdeckt das Team die faszinierende Flora und Fauna der Gegend.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus: Macron in den Golfstaaten: Sicherung der Dieselversorgung

Infomagazin

Nach Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain reiste Emmanuel Macron nach Katar. Ziel dieser Besuche, Tausende Kilometer von einem Frankreich in tiefer politischer und sozialer Krise entfernt: die Sicherung der Dieselversorgung - Frankreich ist wie viele andere Länder ein großer Importeur -, um Engpässe zu vermeiden und die Spritpreise an der Zapfsäule zu senken.

Re: 19:40

Re:: Die Retter der französischen Dorfcafés

Reportage

Das kleine Dorf Aspin-en-Lavedan liegt am Rand der Pyrenäen südlich der Stadt Lourdes. Obwohl die Natur drumherum sehr schön ist, ist das Dorf für die 300 Einwohner eher trist. Das letzte Restaurant schloss vor zwei Jahren, 2025 gab das letzte von ehemals drei Hotels auf. In den Nachbardörfern sieht es ähnlich aus. Bürgermeister André Laborde und seine Frau Patricia wollen nun - auf über 600 Quadratmetern - einen neuen Ortskern schaffen: Rund um einen Dorfplatz entstehen eine Markthalle, eine Bäckerei, ein Gemeindezentrum - und das neue Dorfcafé. Sein Betreiber, der Koch Thomas Leprince, ist extra in den kleinen Ort gezogen, um sich seinen Traum von einem eigenen Café zu erfüllen. Der Bürgermeister hatte ihn unter mehr als 15 Bewerbern ausgewählt, er war vor allem von seiner Kochkunst begeistert. Nun muss er mit seinem Konzept und seiner Küche nur noch bei den Dorfbewohnern punkten. Christelle Lagae vom Verein "1.000 Cafés" berät Thomas Leprince vor der Eröffnung und unterstützt ihn mit Anträgen für Fördergelder. Der Verein bringt Gastronomen und kleine Gemeinden zusammen, damit Dorfcafés als soziale Treffpunkte erhalten oder neu geschaffen werden. In ganz Frankreich wurden so bereits über 150 Cafés eröffnet. Eines von ihnen liegt im kleinen Örtchen Céaux in der Normandie. Den 400-Seelen-Ort passiert man normalerweise nur auf dem Weg zum Mont-Saint-Michel, doch seit November 2024 ziehen Isabelle Mension Rigau und ihre Tochter Angélique Septier mit ihrem Café "Mère et Fille" Dorfbewohner wie Touristen an. Wie ist ihnen das gelungen?

Amerikas beste Idee 20:15

Amerikas beste Idee: 150 Jahre Nationalparks in den USA

Land und Leute

Nur wenige Orte auf der Welt sind so atemberaubend wie Yellowstone. Schon früh erkannte man das und so wurde er als erster Nationalpark der Welt unter Schutz gestellt. 150 Jahre später gibt es in den USA 63 Nationalparks. Acht der spektakulärsten Parks werden im Film porträtiert - vom Yosemite Valley zum Grand Canyon, von den Geysiren Yellowstones in die Wasserwildnis der Everglades, von den Smoky Mountains zu den Regenwäldern der Olympic-Halbinsel und von der Hitze der Sonora-Wüste in die Kälte Alaskas zu den Gates of the Arctic. Der Film zeichnet sich durch sein emotionales Storytelling und außergewöhnliche Tieraufnahmen aus, die nur durch extrem lange Drehzeiten einzufangen sind: der Kampf eines Bisonkalbs gegen einen Wolf, Alligatoren, die mit Stöckchen auf ihrer Schnauze Vögel beim Nestbau in die Falle locken, und ein Fisch, der Burgen baut, sind nur einige von vielen Beispielen. Die größten Naturwunder Nordamerikas in einem Porträt, das jeden berühren wird, der ein Herz für faszinierende Landschaften und einzigartige Tieraufnahmen hat. Superzeitlupen, bewegte Zeitraffer, hoch stabilisierte Flugaufnahmen, ferngesteuerte Kameras sowie Nachtsicht- und Unterwasserkameras schaffen ein visuelles Erlebnis auf höchstem Niveau.

Portobello - Unschuldig verurteilt 21:45

Portobello - Unschuldig verurteilt

Drama

Nach fünf Monaten im Gefängnis wird Enzo Tortora wegen seines angeschlagenen gesundheitlichen Zustands unter Hausarrest gestellt. Endlich darf er wieder zu seinen Töchtern und seiner Geliebten Francesca. Doch während Francesca versucht, in den gemeinsamen Alltag zurückzufinden, machen Tortora die Angriffe der Medien auf seine Person zu schaffen. Als ihn schließlich Polizisten während einer medizinischen Untersuchung abholen und für eine Vorladung der Staatsanwaltschaft zehn Stunden im Krankenwagen nach Neapel fahren lassen, eskaliert die Situation. Neue Camorra-Kronzeugen, darunter Gianni Melluso, behaupten, ihn zu kennen und ihn beim Drogenhandel gesehen zu haben. Tortora muss ohne Anwalt einem Belastungszeugen gegenübertreten und erleben, wie widersprüchliche Aussagen vonseiten der Justiz zu einem immer festeren Bild seiner vermeintlichen Schuld zusammengefügt werden. Enzo verliert völlig die Hoffnung, bis ihn eines Nachts überraschend ein Anruf von Marco Panella erreicht, der ihm als Vorsitzender einer radikalen Partei einen möglichen Ausweg anbieten möchte: Er soll als Kandidat für den "Partito Radicale" vorgeschlagen werden. Eine Position, die ihm politische Immunität verschaffen könnte ...

Portobello - Unschuldig verurteilt 22:35

Portobello - Unschuldig verurteilt

Drama

Neapel, 1985: Im Hochsicherheitssaal von Poggioreale beginnt der große Prozess gegen die Nuova Camorra Organizzata. Unter Hunderten Angeklagten sitzt auch Enzo Tortora, dem die Mitgliedschaft in der Camorra und Drogenhandel vorgeworfen werden. Seine Verteidiger, Anwalt Raffaele Della Valle und Professore Alberto Dall'Ora, hoffen, dass die Verhandlung endlich die Widersprüche der Belastungszeugen offenlegt. Tatsächlich geraten deren Aussagen zunehmend ins Wanken: Nadia Marzano erklärt, Tortora nicht persönlich zu kennen, und dass die angebliche Aufnahme von ihr und Enzo gar nicht existieren würde. Eine Wende im Prozess? Nein, denn das Gericht verweist auf Nadias labile Verfassung und nimmt ihre Aussage nicht zu den Akten. Giovanni Pandico und Gianni Melluso hingegen halten an ihren Anschuldigungen fest. Doch im Kreuzverhör kann Melluso zentrale Fragen zu den Geschehnissen kaum beantworten. Er kann weder die genauen Übergabeorte für die Drogen bestätigen, noch kann er sich an das Aussehen von Tortora erinnern. Als Pandico Tortora schließlich sogar mit dem Tod seiner Mutter in Verbindung bringt, nimmt der Prozess immer absurdere Züge an. Regisseur Marco Bellocchio konzentriert die fünfte Folge fast vollständig auf den Gerichtssaal und zeigt, wie aus widersprüchlichen Aussagen ein scheinbar geschlossenes Bild der Schuld entsteht - bis schließlich das Urteil über Tortora gesprochen wird.

Portobello - Unschuldig verurteilt 23:30

Portobello - Unschuldig verurteilt

Drama

Nach dem vernichtenden Urteil der Staatsanwälte, Enzo Tortora sei ein "zynischer Händler des Todes", dazu die Verurteilung zu zehn Jahren Haft und 50 Millionen Lire Geldstrafe, besteht wenig Hoffnung auf ein Berufungsverfahren. Doch der Fall wird an Richter Michele Morello übergeben, der den Prozess neu aufrollt. Er beginnt, die Beweise und Aussagen der ehemaligen Camorra-Mitglieder chronologisch zu sortieren - und stößt dabei auf Fehler, Auslassungen und eine auffällige Sonderbehandlung jener Mafiosi, auf deren Aussagen die Anklage beruht. Je genauer er den Fall untersucht, desto deutlicher treten die Widersprüche in den Aussagen von Giovanni Pandico, Gianni Melluso und den anderen Belastungszeugen hervor. Außerdem findet Morello heraus, dass Giovanni Pandico unter Schizophrenie leidet, einer gestörten Realitätswahrnehmung, und Mythomanie, zwanghaftem Lügen, was dessen Aussagen in ein neues Licht rückt. Am Tag des Prozesses steht Tortora erneut mit seinen Anwälten vor Gericht. Wie wird das Urteil lauten?