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TV Programm für ARTE am 07.07.2026

Apotheke Regenwald 05:05

Apotheke Regenwald: Die magischen Pflanzen des Amazonas

Dokumentation

Leticia Yawanawa hat einen ehrgeizigen Plan: Sie will das Wissen um die Heilpflanzen des Urwalds sammeln und für die Nachwelt bewahren. Die Abholzung des brasilianischen Regenwalds hat nicht nur verheerende Auswirkungen auf das globale Klima, sie führt auch zur Vertreibung indigener Stämme und ihres einmaligen Wissens um die Heilkräfte der Natur. Die Wissenschaft ist sich einig, dass nur ein Drittel der gesamten Biodiversität des Regenwaldes erforscht ist. Ein großer Teil des Wissens ist in den Köpfen indigener Gelehrter und wird nur mündlich von Generation zu Generation weitergegeben. Während viele Stämme aus ihren Lebensräumen vertrieben werden und sich auflösen, droht das Wissen der Schamanen, die neben spirituellen Aufgaben ihr Volk medizinisch mit Pflanzen und Kräutern des Urwalds behandeln, für immer verloren zu gehen. In der Dokumentation "Apotheke Regenwald - Die magischen Pflanzen des Amazonas" des brasilianischen Regisseurs Rafa Calil bringt Leticia Yawanawa Schamanen aus verschiedenen Völkern zu einem Wissensaustausch zusammen. Sie machen sich auf einen oft tagelangen Weg durch den Regenwald, um ihr Wissen um Heilpflanzen und traditionelle Riten und Zeremonien miteinander zu teilen. Wir erfahren von den Heilkräften von Pflanzen und Kräutern, die uns vertraut sind - und von solchen, für die es nur lokale indigene Namen gibt. Die Dokumentation begleitet Leticia bei ihrer faszinierenden Mission und lässt die Zuschauerinnen und Zuschauer die enorme Kraft der Schätze des Urwaldes erfahren.

360° Reportage 05:50

360° Reportage: Das Gerichtsschiff vom Amazonas

Reportage

Sorgerechtsstreitereien, Unterhaltsforderungen oder kleinere Diebstähle - all das, was in größeren Städten zur täglichen Routine von Gerichten und Ämtern gehört, stellt an den Flussufern des Amazonas eine besondere Herausforderung dar. Denn oft liegen die kleinen Dörfer und Gemeinden an unzugänglichen Uferstellen, an denen nur Schiffe anlanden können. Feste Wege oder gar Straßen gibt es nicht. Selbst die Kleinsten werden per Boot in den Kindergarten gebracht. Dennoch unterstehen auch jene Ortschaften der brasilianischen Gerichtsbarkeit, und die Menschen haben ein Recht auf Unterstützung bei Amtsfragen und Streitfällen. Sechsmal im Jahr fährt deshalb das Gerichtschiff "João Bruno" für jeweils eine Woche die Regionen ab, um den Menschen in jenen abgelegenen Orten diese Serviceleistung des Staates anzubieten. Höchste Instanz dabei ist eine amtliche Richterin oder ein Richter. Diesmal ist es Laura Costeira. Der 42-jährigen ist es ein Anliegen, ihre Dienste den Menschen auch abseits der Städte nahezubringen. Einfach wird die Reise nicht: An Bord gibt es für die insgesamt 70-köpfige Reisegemeinschaft gerade einmal vier Waschmöglichkeiten. Die meisten Passagiere schlafen in Hängematten. Eine einzige Köchin ist für die Verpflegung der Mannschaft zuständig. Und dennoch hat sich das Projekt zu einem Erfolgsmodell entwickelt - bei der Mannschaft und den Menschen am Amazonas. So soll es auch diesmal sein.

Küchen der Welt 06:45

Küchen der Welt: Senegal: Thiéré

Essen und Trinken

(1): Thiéré, der Couscous des Senegals (2): Nostalgiegeschmack: Astou, eine Senegalesin in Guérande (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:15

Stadt Land Kunst: Joseph Beuys' Rhein / Bretagne / New Mexico

Magazin

(1): Der mystische Rhein von Joseph Beuys (2): Bretagne: Ein Lied namens Gwerzioù (3): Usbekistan: Der Gemüsereis von Umida (4): Sturmwarnung in New Mexico

Stadt Land Kunst 08:00

Stadt Land Kunst: Creuse / Brasilien / USA

Magazin

(1): Die Creuse: Wo sich Claude Monet neu erfand (2): Brasilien: Ein Tanz gegen die Sklaverei (3): Hannover: Die Rinderrouladen von Klaus (4): USA: Jazzklänge im Weißen Haus

Ägypten: Das geheimnisvolle Grab des Wesirs 08:45

Ägypten: Das geheimnisvolle Grab des Wesirs

Dokumentation

Im Herzen der Wüste von Sakkara - einem der bedeutendsten Friedhöfe des alten Ägyptens, 35 Kilometer südlich von Kairo - liegt die Nekropole von König Pepi I., der vor über 4.200 Jahren über das Land herrschte. Hier liegen auch die wichtigsten Persönlichkeiten des damaligen Königreichs. Bei Ausgrabungen stieß das französisch-schweizerische Archäologen-Team auf ein Rätsel: Die monumentale Autobiografie des dort beigesetzten Mannes ist identisch mit der, die im Grab eines gewissen Ouni, einst Wesir von Pepi I., gefunden wurde - allerdings 400 Kilometer entfernt, in Abydos. Bis auf wenige Details sind die Reliefs, die Höhepunkte im Leben und Heldentaten beschreiben, absolut identisch. Für die Archäologinnen und Archäologen, Ägyptologinnen und Ägyptologen beginnt nun die Forschungsarbeit. Zunächst muss ausgeschlossen werden, dass es sich um einen Usurpator handelt. Als schließlich feststeht, dass das Grab in Sakkara tatsächlich demselben Ouni gehört, kommen drängende Fragen auf. Warum besaß der Mann zwei Gräber? Wo wurde er tatsächlich beigesetzt? Im Zuge der Ausgrabungen bringen zahlreiche Hinweise Licht in das Geheimnis der Mastaba des Wesirs. Doch die Archäologen stoßen auch auf ein Grab von bescheideneren Ausmaßen, das an Ounis Mastaba angrenzt und dem bedeutenden Arzt Teti Nebe Fu gehörte. Dieses Grab aus derselben Epoche ist perfekt erhalten: Die behauenen Blöcke sind intakt und seine prächtigen Malereien sehen aus, als seien sie erst gestern entstanden. Ein selten gut erhaltenes Zeugnis der Grabkunst im Alten Reich, dem ersten goldenen Zeitalter des alten Ägyptens.

Rom - Untergang einer Weltmacht 10:25

Rom - Untergang einer Weltmacht

Dokumentation

Der Dokumentarfilm "Rom - Untergang einer Weltmacht " behandelt den schleichenden, aber unaufhaltsamen Prozess, der letztendlich zum Zusammenbruch des größten Reiches der Antike führte. Hauptverantwortlich für den Untergang Roms sind weder die Unfähigkeit seiner Kaiser noch die Kühnheit seiner Gegner oder die Schlagkraft ihrer Heere, sondern mehrere Pandemien und eine Reihe von Klimaschocks, die das Römische Reich vom 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung an heimsuchten. Neue Erkenntnisse der Wissenschaft machen diesen Prozess des Niedergangs heute besser verständlich. Drei aufeinanderfolgende Pandemien - wahrscheinlich die Pocken, ein hämorrhagisches Fieber und die Beulenpest - dezimierten Roms Bevölkerung stark und fügten Armee und Wirtschaft großen Schaden zu. Man geht davon aus, dass Rom dreimal hintereinander ein Drittel bis die Hälfte seiner Bevölkerung verlor, was seinen Gegnern gelegen kam, um die angeschlagene Weltmacht weiter zu schwächen. In Europa, den USA und Russland versuchen Archäologen und Historiker sowie auf antike Krankheiten spezialisierte Genetiker, die Pandemien des Römischen Altertums zu identifizieren und ihre Auswirkungen auf die Bevölkerung zu ermitteln. Neben diesen Forschungen zeigt der Dokumentarfilm die Arbeit der Dendrochronologen, die an den Jahresringen von Hölzern Klimaschwankungen über die Jahrhunderte hinweg ablesen. Dabei entdeckten sie im 3. Jahrhundert in Europa und Eurasien eine plötzliche Klimastörung, durch die die landwirtschaftlichen Erträge zurückgingen. Dies habe sich gravierend auf die Ernährung der Bevölkerung ausgewirkt und sei auch verantwortlich für die Migration der Hunnen aus der Mongolei und Südsibirien nach Europa - mit der tiefgreifenden Erschütterung des Römischen Reiches als Folgeerscheinung. Wie andere Untersuchungen zeigen, haben ungeheuer starke Vulkanausbrüche Anfang des 6. Jahrhunderts eine spektakuläre Abkühlung hervorgerufen und das Römische Reich in eine nie dagewesene Krise gestürzt. Diese spätantike kleine Eiszeit in Verbindung mit der ersten Beulenpest-Epidemie in diesem Teil der Welt könnte den Versuch Roms, ein letztes Mal wieder zu erstarken, vereitelt haben.

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Mexiko: Mole-Soße

Essen und Trinken

(1): Mole, die zapotekische Soße aus Mexiko (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Bourgogne / Kerala / Connecticut

Magazin

(1): In der Bourgogne entsteht Buffons Naturgeschichte (2): Kerala: Die Ausnahme in Indien (3): Japan: Asakos Schweinefleischsuppe (4): Connecticut: Ein Crashtest aus der Luft

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Pinocchios Toskana / New York / Bretagne

Magazin

(1): Toskana: Heimat von Pinocchio (2): New York: Im Kreuzfeuer der Graffiti-Sprayer (3): Kolumbien: Angelas Garnelen in Kokossoße (4): Bretagne: Ein Dorf schreibt Fernsehgeschichte

Mord im Mittsommer 14:00

Mord im Mittsommer: Die Toten von Sandhamn - Teil 1

Krimireihe

Auf einer sonnenüberfluteten Waldlichtung machen die Kinder von Nora Linde beim Spielen mit ihren Freunden einen grausigen Fund: Sie entdecken einen abgetrennten Arm. Kommissar Thomas Andreasson und seine Kollegin Mia Holmgren aus Nacka übernehmen die Ermittlungen. Nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass das Körperteil zu der vermissten 18-jährigen Lina gehört. Bislang wurde vermutet, sie hätte aus Trauer über den Tod eines Freundes Suizid begangen. Doch nun sieht alles danach aus, dass Sandhamn Ort eines weiteren grausamen Verbrechens geworden ist. Thomas wendet sich an Nora, seine Freundin aus Schulzeiten, die mit Sandhamn und seinen Bewohnern eng vertraut ist. Die Freunde des Opfers, Jakob Sandgren und Sara Hammarsten, werden zuerst verhört. Jakob trinkt des Öfteren und ist bereits durch aggressives Verhalten auffällig geworden. Eine weitere Verbindung zu dem Mord besteht über den Stiefvater des Mädchens, Göran Nilsson. In dessen Boot hatte Jakob einen Unfall. Die Verdächtigen häufen sich, trotzdem tappen die Kommissare weiter im Dunkeln, denn jemand scheint alle Beweisstücke beseitigt zu haben. Durch Noras Hilfe kommen weitere schaurige Einzelheiten ans Licht, die die Idylle der schwedischen Schärenlandschaft zerstören. Die vertraute Gesellschaft seiner alten Schulfreundin ist Stärkung für Thomas, doch plötzlich taucht auch seine Ex-Frau Pernilla auf, die ihm neue Avancen macht. Als dann auch Sara Hammarsten auf mysteriöse Weise verschwindet, verschärft sich die Situation ...

Mord im Mittsommer 14:45

Mord im Mittsommer: Die Toten von Sandhamn - Teil 1

Krimireihe

Ein weiteres Verbrechen stört die Idylle in Sandhamn. Sara Hammarsten kehrt von einer Gedenkfeier für Lina nicht nach Hause zurück. Jakob Sandgren findet kurz darauf das Fahrrad des Mädchens am Strand. Die Ermittler Thomas Andreasson und Mia Holmgren müssen Sara so schnell wie möglich finden, bevor es zu spät ist und sie zu einem weiteren Opfer des Gewalttäters wird. Mehrere verschiedene Fährten erschweren die Ermittlungen. Jakob, ein gemeinsamer Freund der Mädchen, hält sich bei den Verhören bedeckt. Auch Göran Nilsson, der Stiefvater der ermordeten Lina, ist ins Visier der Kommissare geraten, nachdem Sara der Polizei verriet, dass er Lina zu nahe gekommen war. Die Laptops und Handys der Mädchen werden untersucht. Eine anonyme Internet-Bekanntschaft führt die Ermittler ins Fitnessstudio, doch die Spur endet im Nichts. Nora Linde, die Schulfreundin von Thomas, hilft den Ermittlern mit ihrer Ortskenntnis. Beim Durchforsten alter Zeitungen findet sie einen Bericht über ein Bootshaus, das im selben Zeitraum abbrannte, als Lina ermordet wurde. Hat der Täter inzwischen alle Beweise vernichtet? Am Fundort entdecken Thomas und Mia eine Kette mit dem Buchstaben "J" als Anhänger. Dieselbe Kette taucht auch bei Sara auf. Es stellt sich heraus, dass Jakob mit beiden Mädchen eine Beziehung hatte. Doch was ist sein Motiv? Eifersucht? Rache? Die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Als Thomas dann am Abend mit seiner Ex-Frau Pernilla den Sonnenuntergang im einst so idyllischen Sandhamn genießt, erhält er einen Anruf von Mia: Sie wurde auf dem Boot von Göran niedergeschlagen. Alle Beweise, die Jakob zum Hauptverdächtigen machten, scheinen sich in Luft aufzulösen, und immer noch fehlt jede Spur von Sara ...

Mord im Mittsommer 15:30

Mord im Mittsommer: Die Toten von Sandhamn - Teil 1

Krimireihe

Göran Nilsson gerät ins Visier der Ermittlungen, als auf seinem Boot Mia Holmgren, die Kollegin von Kommissar Thomas Andreasson, hinterrücks niedergeschlagen wird. Kurz darauf taucht ein weiteres Körperteil der ermordeten Lina auf: Ein abgehackter Fuß wird angeschwemmt. Er ist mit einer Leine von Görans Fendern in einer Plastiktüte verschnürt. Thomas und Mia haben genug Beweise und nehmen Göran vorläufig fest, doch er streitet alles ab. Als sein Boot durchsucht wird, tauchen die Jacke und eine Haarsträhne von Sara Hammarsten auf, die noch immer spurlos verschwunden ist. Obwohl die Beweislage klar zu sein scheint, haben die Ermittler ihre Zweifel: Das Timing der auftauchenden Hinweise ist geradezu perfekt ... Bis Jakob Sandgren beobachtet wird, wie er sich auf seinem Jet-Ski davonmacht. Will er Beweisstücke verschwinden lassen? In einer rasanten Verfolgungsjagd holen ihn Thomas und Mia ein. Als der Junge verhört wird, der mit beiden Mädchen ein Verhältnis hatte, bricht er vor den Polizisten zusammen und erzählt von einem Bootsunfall, bei dem ein Freund der Jugendlichen ertrunken ist. Nora Linde, die den Kommissaren mit ihrer Ortskenntnis zur Seite steht, besucht währenddessen Bengt Österman, den Vater des Jungen, der bei dem Unfall ums Leben kam. Der alte Mann nimmt ihre Kinder mit auf einen Bootsausflug, und Nora besucht seine Frau. Diese weist Nora an, auf die Insel Lökholmen zu fahren. Sie folgt dem heißen Tipp und macht sich sofort auf den Weg, ohne sich der Gefahr bewusst zu sein, womöglich direkt in die Arme des Täters zu laufen ...

Azoren - Tanz um den Vulkan 16:15

Azoren - Tanz um den Vulkan: Tanz um den Vulkan

Natur und Umwelt

In den Gewässern um die Azoren tummeln sich die größten Tiere der Welt: Blauwale. Sie treffen auf ihrer Reise aus der Arktis in wärmere Bereiche des Atlantiks auf ihre Verwandten, auf Finnwale, Buckelwale und Pottwale. Die Meeressäuger begegnen auch den größten Fischen der Ozeane: Walhaien, Blauhaien und dem seltenen Mondfisch, dem größten Knochenfisch der Weltmeere. Wie Wesen aus einer anderen Welt wirken die Salpen, die aus großer Tiefe an die Oberfläche aufsteigen. Sie sind walzenförmig, fächerartig oder langgestreckt. Manche hängen zusammen und bilden meterlange Bänder. An der Südküste der Insel Pico, wo der Meeresboden nur wenige Seemeilen vor der Küste bereits in 2.000 Meter Tiefe liegt, leben weitere fremdartige Wesen. Die Azoren haben mehr als das Unterwasserspektakel zu bieten: Auf den Inseln gibt es zahlreiche Basalthöhlen und Wasserfälle sowie grüne, teils von Seen und Teichen durchzogene Vulkankrater. Sie sind ein Süßwasserreservoir für die hier lebenden Vögel, aber auch für Zugvögel. Nur wenige der riesigen Lavahöhlen sind für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Die Hunderte Meter, ja oft mehrere Kilometer langen Höhlenröhren verlaufen in Fließrichtung der einst flüssig-heißen Lava von den Vulkanen talwärts. Irgendwann erreicht der Höhlenschlund das Meer, einen Sammelplatz für Unterwassertiere. Corvo ist die kleinste Insel der Azoren. Sie liegt so weit westlich, dass sie ebenso wie Flores schon Teil der amerikanischen Kontinentalplatte ist. Der riesige Krater des erloschenen Vulkans erhebt sich direkt aus dem Meer. Im Oktober wird Corvo von Birdwatchern aus aller Welt belagert. Sie erwarten das Erscheinen der Zugvögel.

Die Insel der Giganten 17:00

Die Insel der Giganten

Tiere

Im Jahr 2008 hört der Unterwasserkameramann und Tierfilmer Nuno Sá von Thunfisch-Fischern von riesigen Tieren mit Mustern auf dem Rücken. Für ihn ist klar: Es kann sich nur um Walhaie handeln, die in dieser Region jedoch noch nie gesichtet wurden. Nuno und die Fischer stellen fest, dass die Meeresriesen die Thunfische anziehen. Um diese Entdeckung zu dokumentieren und das Verhalten der Walhaie zu verstehen, arbeitet Nuno fortan mit dem Meeresforschungsinstitut Okeanos zusammen. Ziel ist es, Sender an den Walhaien anzubringen, um ihre Herkunft und Wanderrouten nachzuvollziehen. Trotz aller Anstrengungen gelingt es nicht, die Tiere zu markieren. So plötzlich, wie sie aufgetaucht waren, verschwinden sie auch wieder - und mit ihnen die Thunfische. Die Forschenden formulieren mehrere Hypothesen. Wahrscheinlich nähern sich die Walhaie aufgrund der steigenden Meerestemperaturen den Azoren und finden hier außergewöhnliche Nahrungsquellen. Folglich ist ihr Verhalten nicht natürlich, sondern eine direkte Folge menschlichen Einflusses. Die Azoren sind ein strategischer Knotenpunkt im Atlantik, an dem die kalten Gewässer des Nordens auf die wärmeren Strömungen des Südens treffen. Das Gebiet weist eine außergewöhnliche Artenvielfalt auf: Meeresbewohner aus kalten, temperierten, tropischen und subtropischen Gewässern kommen auf ihrer Wanderung hier vorbei. Ein Drittel aller Wal- und Delfinarten sowie Schildkröten, Haie und im Sommer auch tropische Arten durchqueren diese Gewässer. Walhaipopulationen wurden bisher allerdings nur an etwa 20 Orten weltweit beobachtet. Nuno und das Okeanos-Team arbeiten mit Ingenieuren des CEiiA-Forschungsprojekts an der Entwicklung effizienterer Messgeräte. 2019 kehren die Walhaie noch zahlreicher zurück. Dank der ausgereifteren Modelle gelingt es ihnen, einem Walhai ein Geschirr mit drei Kameras anzulegen. So entdecken sie, dass Walhaie und Thunfische nicht nur Reisegefährten sind, sondern aktiv bei der Nahrungsjagd zusammenarbeiten. Sie treiben kleinere Fische zusammen, umzingeln und attackieren sie - eine Taktik, von der beide Arten profitieren. Die Dokumentation zeigt die weltweit ersten Bilder dieser außergewöhnlichen Symbiose.

Mächtige Winde 17:50

Mächtige Winde: Passat, der Wind der Reisenden

Natur und Umwelt

Der Passat ist der Wind der Reisenden. Heute ist seine Bahn rund um den Globus bekannt; vor Jahrhunderten war dieses Wissen ein Staatsgeheimnis, das wie ein kostbarer Schatz gehütet wurde. Denn wer den Weg des Windes kannte, hatte auf See unschätzbare Vorteile. Der Passat ermöglichte es unerschrockenen Seefahrern, den Atlantik zu überqueren, Amerika zu entdecken und den Lauf der Geschichte zu verändern. Die feuchten und beständigen Winde wehen zwischen den Tropen und dem Äquator, an Land und auf See. Sie begünstigen die Entwicklung von Ökosystemen und haben es dem Menschen ermöglicht, sich trotz widriger Bedingungen anzusiedeln. Auf den Kanarischen Inseln verleihen die Passatwinde den Wacholderbäumen ihre typische gebeugte Form - das Bild einer wilden, ungestümen Natur. Auf den Kanaren regnet es selten, und die wenigen Niederschläge werden sofort vom vulkanischen Gestein aufgesogen. Umso kostbarer ist die Feuchtigkeit, die der Passatwind mit sich bringt. Sie legt sich in kleinen Tropfen auf die Blätter der Bäume und füllt die Wasserbecken, die die ersten Bewohner der Insel in die Felsen schlugen, um zu überleben. Die Passatwinde helfen auch dem Sturmtaucher auf seiner langen Reise von den Kanarischen Inseln bis nach Südafrika. Auch für das Leben unter Wasser sind die kräftigen Winde wichtig: Unablässig wehen sie über den Atlantik, wühlen den Ozean auf und bringen kaltes Wasser an die Oberfläche. Bedrohlich werden die Passatwinde nur selten, aber sie sind verantwortlich für das größte Erosionsphänomen der Erde. Und sie sorgen für ein Wunder, das die Wissenschaft gerade erst entdeckt hat: Der Saharastaub, den die Passatwinde über den Atlantik transportieren, düngt den 6.000 Kilometer entfernten Amazonas-Regenwald, die grüne Lunge unseres Planeten.

Mächtige Winde 18:30

Mächtige Winde: Monsun, der Wind des Schicksals

Natur und Umwelt

Im Sommer bringt der Monsun von Südindien bis zum Himalaya spektakuläre Wolkenbrüche, die von den Menschen sehnsüchtig erwartet werden. Mit Gebeten und Prozessionen beschwören sie den Schicksalswind, denn das Leben von Millionen Menschen hängt von ihm ab. So ist zum Beispiel die Landwirtschaft ganz auf den Monsun angewiesen. Boden und Saat werden nach uralter Tradition auf ihn vorbereitet. Doch wie lange noch? Der Klimawandel hat den natürlichen Kreislauf durcheinandergebracht. Der Monsun weht aus Südwest und bringt Libellen aus Afrika über den Indischen Ozean an die Küste Keralas. Hier pflanzen sie sich in den Reisfeldern fort und werden von Biologen untersucht. Der Wind zieht weiter, trifft auf die Berghänge der Westghats und lässt ergiebige Regenfälle auf die dichten Wälder niedergehen. Hat der Wind die Berge hinter sich gelassen, nimmt er in den Ebenen von Tamil Nadu Fahrt auf und versorgt riesige Windparks mit Energie. Der Monsun wird auch für die traditionellen Drachenwettbewerbe genutzt, die schon zu Zeiten der Maharadschas beliebt waren. An der Ostküste Indiens wartet man sehnsüchtig auf den Wind. Die Fischer halten ihre Netze bereit, denn der Monsun bedeutet zwar stürmische See, aber auch reichlich Fang. Auf seinem Weg über den Golf von Bengalen lädt sich der Wind mit Feuchtigkeit auf, bevor er auf die Ausläufer des Himalayas trifft - eine unüberwindbare Mauer. Der Regen überschwemmt den Kaziranga-Nationalpark, das weltweit wichtigste Schutzgebiet für das Indische Panzernashorn. Die Tiere haben dann weniger Platz und Wilderer leichtes Spiel. Doch mutige Tierschützer wachen über die Nashörner, bis der Wasserspiegel wieder sinkt.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Re: 19:40

Re:: Zwischen Badespaß und Lebensgefahr

Reportage

In Europa sterben jedes Jahr etwa 15.000 Menschen im Wasser. Die schönsten Strände können zur Gefahrenzone werden, wenn unsichtbare Rückströmungen Badende ins Meer hinausziehen. David Leal, Pablo Carretero und Ivan Yuste sind als Rettungsteam an der spanischen Mittelmeerküste im Einsatz: Mit einer Rettungsdrohne und Jetskis versuchen sie, die Menschenmassen am Strand nördlich von Valencia im Blick zu behalten. Denn Menschen ertrinken meist leise und unbemerkt. Das weiß auch Artur Sangin. Er ist aus Liebe zum Wasser nach Masuren gezogen, doch die Arbeit als Wasserschutzpolizist hat seine Wahrnehmung verändert: Seen sind für ihn kein Urlaubsparadies mehr, sondern ein Gefahrenort. Alkohol, Übermut, Selbstüberschätzung: Artur und sein Kollege Mateusz Libera erleben bei ihren Kontrollfahrten über die Seenplatte so einiges. Polen gehört in Europa zu den Ländern mit den meisten Ertrinkungstoten. Auch in Deutschland sind die Zahlen besorgniserregend: Mehr als 3,5 Millionen Jugendliche und Erwachsene können nicht schwimmen. Doch Schwimmen lernen ist gar nicht so einfach, denn immer mehr Schwimmbäder leiden unter Sanierungsstau und Fachkräftemangel. Abiba Guera hat in Bremen einen Anfängerkurs für Erwachsene gefunden und stellt sich ihrer Angst vor dem Wasser. Schon einmal hatte sie Todesangst um ihren Sohn am Meer - das darf nicht noch einmal passieren.

Irans heimliche Herrscher - Die Revolutionsgarden 20:15

Irans heimliche Herrscher - Die Revolutionsgarden: Der Staat im Staat

Auslandsreportage

Am 3. April 2016 wird Nazanin Zaghari-Ratcliffe am Flughafen von Teheran verhaftet, als sie gerade nach London reisen will. Die iranisch-britische Staatsbürgerin wird in einem Scheinprozess der Spionage angeklagt und zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. Als ihr Ehemann Richard Ratcliffe für ihre Freilassung kämpft, erkennt er schnell, dass Nazanin nur eine Figur auf dem Spielfeld der berüchtigten und allmächtigen Revolutionsgarde ist. Die Organisation wurde im Zuge der Islamischen Revolution 1979 gegründet und untersteht der direkten Kontrolle des Obersten Führers. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurde die Garde zu einer allgegenwärtigen ökonomischen, politischen und militärischen Macht. Anfangs bestand sie nur aus wenigen Tausend Mann, die im Ersten Golfkrieg an der Front gegen den Irak kämpften. Dann errichtete die Revolutionsgarde ein wahres Imperium: Zunächst kontrollierte sie die Waffenindustrie sowie die Raketen- und Atomprogramme. Als sie bereits den Bausektor beherrschte, profitierte sie vom Abzug ausländischer Unternehmen im Zuge zahlreicher internationaler Sanktionen und weitete ihren Einfluss auf Bereiche wie Gesundheit, Tourismus, Medien und Energie aus. Im Iran liegt eines der größten Erdgas- und Erdölvorkommen der Welt. Revolutionsgardisten - durchaus vergleichbar mit Oligarchen - wurden zu Bürgermeistern und Abgeordneten, 2005 wurde mit Mahmud Ahmadineschad einer von ihnen sogar zum Präsidenten gewählt. Nach wie vor kämpfen sie gegen die Öffnung des Landes, um ihre Macht zu erhalten. Dabei nehmen sie auch ein Kräftemessen mit dem Westen in Kauf und nutzen alle Mittel, um jeglichen Widerstand zu brechen. Der im Exil lebende iranische Dissident Ruhollah Zam musste 2020 für seinen Kampf gegen die Unterdrückung mit seinem Leben bezahlen. Die Revolutionsgarde im Irak - wo sie ebenfalls beträchtlichen Einfluss hat - hatte ihn dort in eine Falle gelockt.

Irans heimliche Herrscher - Die Revolutionsgarden 21:05

Irans heimliche Herrscher - Die Revolutionsgarden: Macht und Manipulation

Auslandsreportage

Im Herbst 2019 wird der im französischen Exil lebende iranische Oppositionelle Ruhollah Zam von der iranischen Revolutionsgarde im Irak in eine Falle gelockt. Er wird in den Iran ausgeliefert und dort verhaftet. Sein Schicksal zeigt die brutalen Methoden einer Organisation, die ihren Einfluss über die iranischen Grenzen hinaus ausgeweitet hat. Von bewaffneten Gruppen im Irak und in Syrien über die Huthi im Jemen bis zur Hisbollah im Libanon und zur Hamas im Gazastreifen: Die Revolutionsgarde errichtete in der instabilen Region ein Netzwerk aus Milizen, die sie mit Waffen und Geld versorgt. Mit dieser asymmetrischen Kriegsführung bekämpft sie ihre Gegner in der Region - US-amerikanische und israelische Truppen - fernab von iranischen Grenzen, ohne einen direkten Konflikt zu riskieren. Als Gegenreaktion versucht der Westen, die Revolutionsgarde aus dem globalen Finanzsystem zu drängen. So setzten die USA die Organisation auf ihre Terrorliste, verhängten besonders schwere Sanktionen gegen den Iran und zielten mit einem Erdölembargo auf den wertvollsten Rohstoff des Landes ab. Diese zweite Folge der Dokumentation zeigt, wie es der Revolutionsgarde durch ein komplexes System von Umgehungsstrategien dennoch gelingt, ihr Erdöl dennoch weltweit zu verkaufen und jedes Jahr Milliarden Dollar einzunehmen. Mit diesen Schattengeschäften gelang es der Revolutionsgarde, ihr Milizen-Netzwerk im Ausland zu finanzieren und ihre Stellung in der Region zu stärken; zumindest bis zum terroristischen Angriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, der von der jüdischen Bevölkerung Israels als Pogrom wahrgenommen wird. Die Unterstützung der Milizen birgt auch Risiken: einen Krieg auszulösen, den die Revolutionsgarde immer vermeiden wollte.

Iran - Menschen im Krieg 22:00

Iran - Menschen im Krieg

Dokumentation

Seit den Aufständen im Januar 2026 filmen iranische Bürger heimlich ihr Land unter dem Joch eines Regimes, das jeden Freiheitsdrang blutig unterdrückt. Am 28. Februar 2026 bombardieren Israelis und Amerikaner in einem koordinierten Angriff den Iran; der Oberste Führer Ali Chamenei wird getötet. Es keimte die Hoffnung auf, dass das Mullah-Regime fallen würde. Doch das Regime leistet Widerstand, bleibt an der Macht - rigoros und unerbittlich. Die Dokumentation stellt die iranische Bevölkerung und ihre Lebensrealitäten in den Mittelpunkt. Ein Dutzend Männer und Frauen berichten von ihren Ängsten, ihrer Wut, ihrer Erschöpfung und der Unsicherheit, ob der Waffenstillstand im April zu einem für die Bevölkerung günstigen Friedensabkommen führen wird. Ihr Alltag besteht aus Überlebenskampf und Sorgen um eine ungewisse Zukunft. "Iran: Menschen im Krieg" wurde mehrere Monate lang heimlich gedreht und ist die Geschichte einer Generation, die nicht aufgeben will. Die Aufnahmen entstanden vor, während und nach den Umbrüchen. Es sind Dokumente von historischer Relevanz aus dem Herzen des Irans, erzählt von denjenigen, die es erleben.

Irans Atomprogramm im Visier 22:50

Irans Atomprogramm im Visier

Dokumentation

Wenige Tage vor den US-amerikanischen Luftangriffen auf den Iran im Juni 2025 wurden Satellitenbilder veröffentlicht - mit ungewöhnlichen Aktivitäten an einem der wichtigsten Atomwaffenstützpunkte des Landes. Die Aufnahmen zeigen, wie mehrere LKW und Bulldozer Material und Rohstoffe aus der Urananreicherungsanlage in Fordo evakuiert haben könnten. Es folgte die Operation "Midnight Hammer" - eine spektakuläre Machtdemonstration von Seiten der Trump-Regierung. Sieben US-Tarnkappenbomber vom Typ B-2 flogen 11.000 km von der Whiteman Air Force Base in Missouri über den Atlantik in den Iran. Sie zielten mit 14 bunkerbrechenden Bomben und Dutzenden Tomahawk-Marschflugkörpern auf die Atomanlagen von Natanz, Isfahan und Fordo. Bei der ursprünglich geheimen Mission handelte es sich um den größten Angriff von B-2-Bombern aller Zeiten. Die Bomben sind gefallen, aber die LKW mitsamt ihrer Ladung bleiben verschwunden. Ausgehend von den rätselhaften Aktivitäten rund um den Angriff untersucht die Reportage das tatsächliche Ausmaß der Schäden an den iranischen Atomanlagen - anhand offen zugänglicher Quellen und mithilfe von Experten für Satellitenbilder und einem Team vor Ort. Der Film geht der Frage nach, inwieweit durch den Luftschlag zentrale Personen des iranischen Atomprogramms getötet wurden. Der Iran spielt den Luftschlag herunter und betont, dass die Anlagen weiterhin intakt seien und die Kernenergie ausschließlich zu friedlichen Zwecken genutzt werde. Auf amerikanischer Seite heißt es jedoch, dass der Bau der iranischen Atomwaffe aufgrund des Angriffs um einige Jahre verzögert wurde. Diese Dokumentation aus dem Jahr 2025 basiert auf den Aussagen der Menschen aus beiden Lagern und kombiniert Vor-Ort-Recherchen mit Open-Access-Tools, um so der Wahrheit auf den Grund zu gehen.