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TV Programm für ARTE am 09.04.2026

(Fast) die ganze Wahrheit 04:35

(Fast) die ganze Wahrheit: Drake

Infotainment

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Drake.

Die Seele des Essens 05:00

Die Seele des Essens: Pasta mal ganz anders

Essen und Trinken

Yao aus Südchina stellt Nudeln her, und zwar grüne Nudeln. Sie baut eine Orchideenart an, mit deren Saft sie die Nudeln färbt, die dadurch gesünder sein sollen. Selbst wenn viele bei China zuerst an Reis denken, sind Nudeln hier eine Art Nationalgericht und werden oft bereits zum Frühstück gegessen, so auch bei Yao zu Hause. Amedeo und seine Familie leben in Italien und stellen Vollkornpasta aus ihrem eigenen Getreide her. Er scherzt, dass die einzige Mahlzeit, zu der sie keine Nudeln essen, das Frühstück sei. Höchste Zeit also, dass Yao und Amedeo sich kennenlernen! Yao reist in die wunderschöne hügelige Landschaft der Toskana, in der Amedeos Familie seit Generationen in der Nähe von Pienza ihre Landwirtschaft betreibt. Amedeo zeigt ihr, wie er Pasta herstellt. Besonders interessiert sich Yao für die Bronzeformen, die bei der Pasta-Herstellung zum Einsatz kommen. Am Ende experimentieren Yao und Amedeo und stellen gemeinsam eine echte kulturübergreifende Nudel her: Fusilli aus Amedeos Getreide, grün gefärbt mit Yaos Orchideensaft. Die schmeckt sogar Amedeos Eltern, die zum ersten Mal in ihrem Leben mit Stäbchen essen. Wo die Nudeln ursprünglich herkommen und welches Land die wahre Nudeltradition hat, ist völlig egal. Als Yao erzählt, in China hieße es, dass Nudeln besonders lang sind, um ein langes Leben zu symbolisieren, sind sich alle einig, dass sie recht hat.

Die Seele des Essens 05:25

Die Seele des Essens: Rogen und Karasumi

Essen und Trinken

Petros hat während der Wirtschaftskrise in Griechenland seinen Job als Journalist in Athen an den Nagel gehängt und ist in den Familienbetrieb an der Küste eingestiegen. In der kleinen Lagunenstadt Etoliko stellt er eine besondere Spezialität her: Avgotaraho. Das ist die griechische Bezeichnung für den orange leuchtenden, gesalzenen Rogen der Meeräsche, der im Mittelmeerraum auch als "Bottarga" bekannt ist. Die Familie ist stolz auf ihr hochwertiges Produkt. Und Petros ist neugierig, wie es auf der anderen Seite der Welt verarbeitet wird. In Japan stellt Takano, ebenfalls im Familienbetrieb, auch eingesalzenen Rogen der Meeräsche her. In Japan heißt er Karasumi und ist eine besondere Spezialität in der Region um Nagasaki. Was läge näher, als dass die beiden sich kennenlernen? Petros reist nach Japan, um Takano und seiner Familie bei der Verarbeitung des Fischrogens zuzuschauen und sich mit ihnen auszutauschen. Auch wenn man die griechische und die japanische Küche nicht unbedingt als verwandt bezeichnen würde, sind sich die beiden Produkte sehr ähnlich. Das von Petros ist ein bisschen weicher, aber sein Salzgehalt lässt Takanos Vater, der sein Leben lang den Betrieb geleitet hat, anerkennend nicken. Petros ist überrascht von der Gründlichkeit, mit der die japanische Familie das Produkt verarbeitet. Auch wenn in Japan Sake zum Karasumi getrunken wird und zum Avgotaraho in Griechenland Ouzo, auch wenn Gastfreundschaft in Japan anders gelebt wird als in Griechenland - am Ende steht ein freundschaftlicher kultureller Austausch, der weit über den Fischrogen hinausgeht.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: Argentinien, von wilden Pferden und sanfter Hand

Reportage

Pferdenation Argentinien: Bis heute spielen die Tiere hier eine wichtige Rolle - bei Arbeit und Vergnügen. Im Umgang mit ihren Pferden sind die Gauchos und die Besitzer der riesigen Estancias nicht gerade zimperlich. Gerade bei der "Doma tradicional" - dem traditionellen Zähmen und Zureiten - werden die Tiere hart an die Kandare genommen. Das versetzt die Tiere jedoch in Angst - ein Problem vieler Pferdebesitzer und eine Gefahr. Denn ein ängstliches, schreckhaftes Pferd wird in Stresssituationen schnell unberechenbar. Der Argentinier Oscar Scarpati verfolgt einen ganz anderen Ansatz, denn er versteht die Sprache der Pferde. Er weiß, wie sie sich ausdrücken - mit ihren Ohren, ihren Beinen, ihrem ganzen Körper. Der Pferdeflüsterer wendet diese Sprache selbst an, um mit den Tieren in Kontakt zu treten und sie so auf sanfte Art zu zähmen. Viele Probleme, sei es beim Zureiten besonders temperamentvoller Pferde oder in der Kommunikation zwischen einem Besitzer und seinem Pferd, konnte Oscar mit seinem Wissen und seiner Fähigkeit schon lösen. Der Wechsel zwischen Berührungen an den empfindlichsten Stellen und dem Beruhigen des Pferdes mindert Berührungsängste und die Scheu vor unerwarteten Reizen. Eine Methode, die immer wieder funktioniert - der Erfolg gibt Oscar und seinen Söhnen recht.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Brasilien: Churrasco

Essen und Trinken

(1): Das XXL-Barbecue nach brasilianischer Art: Churrasco (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Charlotte Perriands Japan / Paris / Puerto Rico

Magazin

(1): Charlotte Perriands inspirierendes Japan (2): Paris: Der größte Weinkeller der Welt (3): Kolumbien: Nenas Mote de Queso (4): Puerto Rico: Die geopferte Insel

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Providence / Extremadura / Bretagne

Magazin

(1): Providence, die dunkle Stadt von H.P. Lovecraft (2): Merinowolle, der Schatz der Extremadura (3): Im Libanon, Khaldouns Brot mit Aubergine (4): Im bretonischen Maquis mit der Kamera unterwegs

Unterwegs zu den besten Ideen der Welt 08:55

Unterwegs zu den besten Ideen der Welt: und wo sie entstanden sind

Dokumentation

Warum entstehen geniale Ideen an manchen Orten - und welches geistige Klima brauchen sie, damit sie wachsen und neues Wissen entsteht? Der Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist Harald Lesch folgt den Spuren der klügsten Denkerinnen und Denker, die unser Verständnis von der Welt bis heute prägen. Ein Roadmovie bis zu den Ursprüngen der Wissenschaft: von Wüsten und antiken Ruinen über Bibliotheken und Klöster bis zu den Universitäten Europas. Alles beginnt unter dem Sternenhimmel Mesopotamiens: bei Sumerern und Babyloniern, die mit jahrhundertelangen Himmelsbeobachtungen Kalender und Zeitrechnung entwickelten - die Basis aller Wissenschaft. In der griechischen Hafenstadt Milet wagen Denker erstmals, Natur ohne Mythen, allein mit dem Verstand zu erklären. Alexandria wird mit seiner berühmten Bibliothek und seinem Museion zum größten Wissenszentrum der Antike - ein Ort, an dem Forschung gezielt politisch gefördert wird, weil Wissen als Macht- und Prestigefaktor gilt. Mit dem Zerfall der antiken Welt droht dieses Wissen zu verschwinden. Doch arabische Gelehrte übersetzen, bewahren und erweitern es: in Astronomie, Physik oder Medizin. Von Bagdad über Fès bis Kairo entsteht ein goldenes Zeitalter der Wissenschaft. Über das maurische Andalusien gelangt dieses Wissen schließlich zurück nach Europa. Muslime, Christen und Juden arbeiten hier gemeinsam an Übersetzungen aus dem Arabischen ins Lateinische. Über Venedig, London und Cambridge verfolgt Harald Lesch den Weg des Wissens weiter bis zu den Anfängen der modernen Naturwissenschaft. Am Ende des Films steht die Erkenntnis: Die besten Ideen gedeihen dort, wo Denken frei bleibt und Wissen geteilt wird.

Der Stolz der dänischen Flotte 10:25

Der Stolz der dänischen Flotte: Die Gribshunden

Dokumentation

In der Renaissance begannen die Europäer, die auf einem Kontinent mit vielen Häfen lebten, sich über die Alte Welt hinauszuwagen: das Zeitalter der Entdeckungen. Nach und nach unterwarfen die europäischen Seefahrernationen fremde Kontinente, Länder und Menschen - in aller Regel mit schrecklichen Folgen für die Betroffenen. Bis in unsere Zeit wirkt diese imperiale Expansion und koloniale Ausbeutung nach. Erkundungsfahrten über Atlantik, Pazifik und den Indischen Ozean setzen allerdings Schiffe voraus, mit denen eine solch lange Reise möglich ist. Sie mussten stabil und wendig sein, eine Mannschaft musste auf ihnen überleben können und sie mussten genügend Vorräte für Monate auf See fassen. Das Zeitalter der Entdeckungen setzte einen massiven, hochseetauglichen Schiffstyp voraus, der auch zur Erkundung weit abgelegener Weltregionen eingesetzt werden konnte und nicht nur küstennah unterwegs war. Schiffshistoriker haben lange gerätselt, wie es zu einer so bedeutenden Innovation im Schiffsbau kam. Nur wenige Wracks aus jener fernen Zeit existieren noch, nur grobe und oft unvollständige Zeichnungen sind noch erhalten. Vor der Küste Schwedens wurde das Wrack eines jener Schiffe gefunden, das aus der Übergangszeit zwischen dem alten und dem neuen, wegweisenden Schiffstyp stammt, aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Unterwasserarchäologinnen und -archäologen erforschen jetzt die schiffstechnischen Geheimnisse der Gribshunden ("Greifhund") und wollen herausfinden, was im außergewöhnlich gut erhaltenen Wrack dieses ehemaligen Superschiffs noch verborgen liegt.

Re: 11:25

Re:: Bosniens Bauern und der Kohle-Clan

Reportage

Ein grauer Schleier aus Kohlenstaub liegt über den Wiesen von Fajtovici im Nordwesten Bosniens. Lastwagen donnern im Minutentakt durch den Ort - beladen mit Kohle, Millionen wert. Bauer Enes Tatalovi? streicht über sein Heu. Es ist grau verfärbt, kaum noch brauchbar für seine Kühe. Die Mine rückt immer näher an seine Felder heran. Unter seinen Füßen liegt eines der größten Kohlevorkommen Europas. Noch immer gewinnt Bosnien-Herzegowina mehr als 50 Prozent seiner Energie aus Kohle - und das, obwohl das Land in die Europäische Union strebt, wo längst der Ausstieg aus fossilen Energien beschlossen ist. Die Kohle ist Fluch und Segen zugleich: Einer der wenigen natürlichen Reichtümer, aber oft gefördert auf Kosten von Mensch und Umwelt. In der Mine bei Fajtovici sicherte sich nach dem Bosnienkrieg der undurchsichtige bosnisch-serbisch-kroatische Konzern Lager die Abbaurechte für Jahrzehnte. Zweistellige Millionengewinne stehen einer wachsenden Belastung für Anwohnende und Landschaft gegenüber. Auch im Tagebau Sikulje nahe Tuzla läuft der Betrieb ungebremst weiter - hier fördert der Staat selbst. Der Transport wirkt wie aus einer anderen Zeit: Über 80 Jahre alte Dampflokomotiven aus deutscher Produktion rangieren die Kohlezüge - Relikte des Zweiten Weltkriegs, einst bei der Eroberung Jugoslawiens und für die Ostfront im Einsatz. Für Lokführer Mamut Osmanovi? sind sie mehr als Maschinen: "Diese Lokomotiven waren alles in meinem Leben, ich habe damit meine Rente verdient; dank ihr konnte ich meine Kinder ausbilden lassen, mein Haus finanzieren."

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Österreich: Knödel

Essen und Trinken

(1): Von süß bis herzhaft: Österreichs Knödel-Vielfalt (2): Ein Biss'chen Heimat: Teresa, eine Österreicherin in England (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Mabeye Demes Senegal / Island / Paris

Magazin

(1): Mabeye Demes Senegal in Sepia (2): Island: Die heilige Stätte der Demokratie (3): Neuseeland: Jelenas "Slow Cooked Lamb Shank" (4): Paris: Maigrets Arbeitsplatz

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Helgoland / Irland / Ägypten

Magazin

(1): Helgoland: ein Fotograf im Sturm (2): Irland, die kleinen Paläste der reichen Engländer (3): Auf Bali, Kadeks Farnsalat (4): Ägypten: Goldströme aus Mali

Das verflixte 7. Jahr 14:00

Das verflixte 7. Jahr

Komödie

Hochsommer in Manhattan: Der Verlagsangestellte Mr. Sherman bleibt allein zurück, während seine Frau und sein Sohn aufs Land fahren. Als über ihm eine attraktive junge Frau einzieht, gerät seine Treue ins Wanken. Zwischen Cocktails, Zigaretten und Tagträumen steigert er sich in die Angst vor dem "verflixten siebten Jahr" hinein. Billy Wilders Komödie mit Marilyn Monroe (1955). Es ist unerträglich heiß in New York, weshalb die Frau und das Kind des Verlagsangestellten Richard Sherman aufs Land fahren. Sherman, der allein in der Stadt zurückbleibt, hat beim Verlag alle Hände voll zu tun und versucht, das Beste aus seinem Sommer als Strohwitwer zu machen. Doch die ungewohnte Freiheit bringt Versuchungen mit sich, denen er eigentlich längst entsagt hat: Zigaretten und die gut gefüllte Minibar sind stets in Reichweite und schon kleinste Anlässe genügen, um seine Selbstdisziplin ins Wanken zu bringen. Zeitgleich zieht in die Wohnung über ihm eine junge Frau ein, die in der sommerlichen Hitze vor allem eins sucht: Abkühlung. Diese findet sie, als Sherman sie in seine temperierte Wohnung zu einem Drink einlädt. Mit seiner lebhaften Fantasie steigert sich Mr. Sherman zunehmend in immer kühnere Vorstellungen über die Nachbarin hinein, bis er schließlich versucht, sie zu küssen. In seinem Job wird er mit dem Manuskript eines Psychologen konfrontiert, in dem die "Sieben-Jahres-Krise" beschworen wird. Daraufhin ist er überzeugt, dass er seinen Trieben und einem Seitensprung nahezu ausgeliefert ist. Zwischen schlechtem Gewissen, Wunschbildern und paranoiden Gedanken taumelt er durch den Großstadt-Sommer und ringt um die Kontrolle über sich und sein Leben.

Yangtse - Unterwegs in China 15:50

Yangtse - Unterwegs in China: Der Drei-Schluchten-Damm

Land und Leute

In China ist wieder ein Mega-Bauwerk entstanden: das größte Wasserkraftwerk der Welt - der Drei-Schluchten-Damm. Das Werk ist das Kernstück einer großangelegten Planung für Chinas Stromwirtschaft. Schätzungsweise ein Zehntel des aktuellen chinesischen Stromverbrauchs soll durch das Werk gedeckt werden. Der Yangtse ist mit 6.380 Kilometern der längste Fluss Chinas und der drittlängste der Welt. Der Damm wird als Sieg der Menschheit über die Natur betrachtet, aber die Auswirkungen spürt man noch Hunderte Kilometer entfernt. Der niederländische Fotograf Ruben Terlou beginnt diese Reiseetappe am Poyang-See. Am größten Süßwassersee Chinas sollen noch seltene Glattschweinswale leben, aber die scheuen Tiere machen sich rar. Ihre Lebensbedingungen haben sich durch den Damm verändert. Die Größe des Sees war schon immer jahreszeitenabhängig, aber seit der Damm existiert, sind die Unterschiede noch extremer geworden. Ein Unterschied, den vor allem die Fischer zu spüren bekommen. Auch für die 1,5 Millionen Chinesen, die umgesiedelt wurden, haben sich die Lebensbedingungen durch den Damm geändert. Vereinzelt wurden historische Dörfer 160 Meter höher, fast originalgetreu, wiederaufgebaut. Nicht alle Bewohner können sich mit ihrem Schicksal arrangieren. Der Damm lockt Touristen an, eine Flusskreuzfahrt in den drei Schluchten des aufgestauten Yangtse ist für viele Chinesen ein Traum. Auch Ruben Terlou ist an Bord. Und er kann das Wasserkraftwerk besichtigen. Die gigantischen Generatoren können 22,5 Gigawatt Strom erzeugen.

Abenteuer Spanien 16:20

Abenteuer Spanien: Der grüne Norden

Landschaftsbild

Die Reise durch den grünen Norden Spaniens beginnt im Baskenland am Golf von Biskaya. In der Metropole San Sebastián mit ihrem berühmten Strand treffen baskische und französische Kultur, Surfer und Sonnenhungrige aufeinander. Fernab der Küste überraschen bizarre hölzerne Strukturen zwischen grünen Hügeln: die Salinen von Añana. Unentwegt sprudelt hier salzhaltiges Wasser aus unterirdischen Quellen. Das einzigartige Salzwerk unweit der Stadt Vitoria-Gasteiz zählt zu den ältesten der Erde. Hier ernten Salzbauern bereits seit mehreren Tausend Jahren besonders reines mineralhaltiges Salz, das besonders in der Gourmetküche beliebt ist. Nicht weit von den Salinen entfernt erstrecken sich die fruchtbaren Ebenen der Region Rioja rund um den Fluss Ebro. Von hier stammt auch der gleichnamige Wein, der zu den bedeutendsten in Europa gehört. Von Rioja und dem Baskenland aus geht die Reise Richtung Westen nach Kastilien-León. Die Gewässer nahe der Stadt León sind ein Eldorado für Goldsucher. Vor über 2.000 Jahren gab es hier eine der größten Goldadern der Erde. Damals holten die Römer das Edelmetall aus der Tiefe. Sie sprengten mit Hilfe von Wasserdruck die Berge und hinterließen eine bizarre, rote zerklüftete Landschaft. Der Norden Spaniens ist geprägt vom 480 Kilometer langen Kantabrischen Gebirge. Die höchsten Gipfel im Nationalpark Picos de Europa ragen über 2.600 Meter in die Höhe. In den grünen Wäldern zwischen den schroffen Felsen leben Wölfe und auch Braunbären. Inzwischen haben sich in Asturien rund 350 Bären wieder angesiedelt. Durch den grünen Norden schlängelt sich auch der Jakobsweg, der für viele Pilger an der imposanten Kathedrale in Santiago de Compostela endet. Von dort aus sind es nur wenige Kilometer bis zur wilden Atlantikküste. Hier stürzen sich die wagemutigen Entenmuschelfischer in die Wellen.

Abenteuer Spanien 17:05

Abenteuer Spanien: Der unbekannte Westen

Landschaftsbild

Reizvolle Städte, glitzernde Flüsse, malerische Stauseen, beeindruckende Sierras und endlose Weiden - die Extremadura erstreckt sich zwischen der portugiesischen Grenze und Madrid. Sie zählt zu den schönsten, aber auch am wenigsten bekannten Regionen Spaniens. Im Osten grenzt sie an Kastilien-La Mancha. Im Nationalpark Monfragüe sind die Ranger auf einer heiklen Mission: Sie retten die Nester der seltenen Schwarzstörche. Nahe dem Nationalpark liegt die historische Stadt Cáceres, deren Architektur die lange Geschichte von Muslimen und Christen widerspiegelt. Die Altstadt gehört zu den schönsten und vor allem am besten erhaltenen Kulturdenkmälern Spaniens und ist Unesco-Weltkulturerbe. Im Süden der Extremadura lebt José Luis Quiñones Plaza, der die Sternwarte e-EyE (Entre encinas y estrellas) betreibt. Der Ingenieur vermietet sie an interessierte Hobbyastronomen. Dank der geringen Luftverschmutzung können in dieser Region bei Nacht Millionen von funkelnden Sternen am Himmelszelt entdeckt werden. In Kastilien-La Mancha prägen Schafherden das Landschaftsbild und liefern die Milch für den typischen Käse der Region. Der Bauernhof Pago Valle de los Molinos ist bereits seit Generationen im Besitz der Familie Gómez, die jährlich etwa 50.000 Käselaibe herstellt. Molinos heißen im Spanischen die typischen Windmühlen, die überall in der sonst kargen Landschaft der Mancha zu finden sind. Hier lebt die Bevölkerung hauptsächlich von Viehzucht und Landwirtschaft. Auch das teuerste Gewürz der Welt wird hier angebaut: Safran. Gregoria Romo Peño hilft seit ihrer Jugend bei der jährlichen Ernte.

Wildes Spanien 17:50

Wildes Spanien: Der mediterrane Süden

Landschaftsbild

Von den traumhaften Mittelmeerstränden und spektakulären Canyon-Landschaften Andalusiens bis zu den Weiten der Extremadura mit ihren bis zum Horizont verlaufenden Steineichenwäldern. Selbst im bei Urlaubern sehr beliebten Süden Spaniens gibt es noch viel Neues zu entdecken. Ginsterkatzen gehen im Schutz der Nacht auf Beutezug. Diese Vertreter der Schleichkatzen haben europaweit in Spanien ihr größtes Vorkommen. Auch Geier sind in Spanien so zahlreich vertreten wie nirgends sonst in Europa. Es ist ein unvergleichliches Spektakel, wenn Gänsegeier sich um einen Kadaver streiten. Weitaus raffinierter ernährt sich dagegen das Europäische Chamäleon: Im Bruchteil einer Sekunde schießt die rund einen halben Meter lange Zunge hervor: einmal im Visier, haben Insekten keine Chance. Auch der mit seiner typischen Federhaube unverwechselbare Wiedehopf weiß das reiche Insektenangebot in Spanien zu schätzen. Mit rund 30.000 Brutpaaren haben Weißstörche in Spanien eines ihrer wichtigsten Verbreitungsgebiete. Unter Wasser erreicht der Tierreichtum Südspaniens schließlich seinen Höhepunkt. Die Schutzgebiete im Mittelmeer weisen eine unfassbare Artenvielfalt auf: skurrile Meeresschnecken von beinahe außerirdischer Anmutung, grazile Seepferdchen, riesige Schwärme von Barrakudas und elegante Blauhaie haben hier ihren Lebensraum. Der Süden Spaniens hat die Menschen der Region geprägt. Die Dokumentation begleitet einen Bauern in der Extremadura, dem wilden Westen Spaniens, und einem Fischer, der vor der Küste des Schutzgebietes Cabo de Gata nachhaltigen Fischfang betreibt.

Wildes Spanien 18:35

Wildes Spanien: Der atlantische Norden

Landschaftsbild

Von den Schilfgebieten im Baskenland über die fantastische Welt des Kantabrischen Gebirges bis nach Galicien mit seinen spektakulären Küsten: Das ist die Wildnis Nordspaniens, die eine ungeahnte Vielfalt bietet und dem Besucher die eher unbekannte Seite Spaniens zeigt. Rothirsche tragen inmitten von Feuchtgebieten während der Brunft ihre erbitterten Kämpfe aus, bis das Wasser um sie herum zu brodeln scheint. Das Kantabrische Gebirge ist Lebensraum von rund 140 Kantabrischen Braunbären - der größten Bärenpopulation Westeuropas. Weibchen streifen mit ihren Jungen auf der Suche nach Futter umher. Männliche Bären und steile Berghänge sind für die Jungbären eine ständige Gefahr. Beobachtet werden sie dabei von schillernden Blaukehlchen, die ihre Reviergrenzen gegen Rivalen verteidigen. Oberhalb der Baumgrenze ist das Reich der Kantabrischen Gämsen. Sie teilen sich ihren Lebensraum mit dem farbenprächtigen Mauerläufer, einem überaus seltenen Vogel der Hochgebirgsregion. Der Asturische Feuersalamander ist der einzige mit einer komplett gelben Färbung - an Bachufern geht er auf Beutefang. Die zahlreichen Bäche des Gebirges fließen in den Atlantik, der von Riesen bewohnt wird: von Pottwalen bis hin zu Riesenhaien, den zweitgrößten Fischen der Welt. Der raue Norden hat die Menschen der Region geprägt. Die Dokumentation begleitet einen Bergbauern im Nationalpark Picos de Europa, der noch traditionelle Viehwirtschaft betreibt, und einen Entenmuschelsammler an der Costa da Morte, der den vielleicht gefährlichsten Job der Welt hat.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Ungarns Hetze gegen Anti-Faschisten

Reportage

Für die ungarischen Behörden ist dieser "Tag der Ehre" nur ein historisches Gedenken, subventioniert mit staatlichen Zuschüssen, über das die von Premierminister Viktor Orbán kontrollierten Medien positiv berichten. Doch die ungarische Regierung geht noch weiter. Um ausländische antifaschistische Gegendemonstranten aufzuspüren, bedient sie sich missbräuchlich eines Rechtsinstruments der Europäischen Union: Seit 2023 ließ sie 14 Europäische Haftbefehle (EHB) gegen sie ausstellen, die ursprünglich nur gedacht sind zur Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität. Unter den ungarischen Linksaktivisten geht deshalb die Angst um, seit kurzem noch verschärft durch die Veröffentlichung eines "Antifa-Dekrets" am 26. September 2025. Darin wird die antifaschistische Bewegung als terroristische Organisation eingestuft, deren Mitglieder mit bis zu 24 Jahren Haft bestraft werden können.

Die Queen und ich 20:15

Die Queen und ich

Dokumentation

Ihre Liebe zu Schloss Windsor und ihren rasanten Fahrstil erlebte der frühere Erzbischof von Canterbury als Wochenendgast und Beifahrer der Queen. Auch in diesen privaten Momenten blieb sie ganz Monarchin. "Sie schaffte eine entspannte Atmosphäre. Aber es war klar, wer Boss ist", erinnert sich Justin Welby an seine Vier-Augengespräche mit der Queen. Sie war stets akribisch vorbereitet und vergaß kein Detail. Gefürchtet war ihre Frage: "Sind Sie sich sicher?" Selbst wenn sie ein paar Tage bei ihren Freunden, den Warrens, verbrachte, kam Elizabeth II. ihren Pflichten nach. Die roten Lederkoffer mit den Staatspapieren hatte sie ebenso im Gepäck wie ihre Reitstiefel. John Warren hat die Queen bei der Zucht ihrer Rennpferde beraten. Täglich haben sie telefoniert und gefachsimpelt, erzählt er. Zudem schildert er ein Erlebnis mit ihrem Vater, das den Grundstein für ihre Leidenschaft für Pferde legte. Die dreireihige Perlenkette, die George VI. seiner Tochter schenkte, war ihr tägliches Accessoire. Jedes Tageskleid musste so gefertigt werden, dass die Kette zur Geltung kam. "Die Queen war durchaus kokett", sagt Modeschöpfer Stewart Parvin, der die Queen zwanzig Jahre lang eingekleidet. Zu ihrem ikonischen Look gehörte auch die Handtasche. Was ist dran an dem Handtaschen-Code, mit dem die Queen angeblich Signale an ihr Team sendete? Ihre Privatsekretärin klärt auf, wie die Kommunikation mit ihrer Chefin lief. Besonders gerne denkt Samantha Cohen an Aufenthalte mit der Queen in Balmoral, wo nicht nur die Amtsgeschäfte auf dem Plan standen, sondern auch viel gelacht und getanzt wurde.

Die Britannia: Das Schiff der Queen 20:55

Die Britannia: Das Schiff der Queen

Dokumentation

Fest vertäut am Kai im Hafen von Edinburgh liegt der größte Stolz der britischen Seefahrt, die königliche Yacht. Auf den Uhren der "Britannia" stehen die Zeiger heute noch auf 15.01 Uhr: Es ist die Zeit zu der Königin Elizabeth II. am 11.Dezember 1997 das letzte Mal von Bord ging. Es war das Ende von mehr als vier Jahrzehnten glanzvoller Dienstzeit der Yacht. Nirgendwo sonst kommt man der Privatsphäre der Queen so nahe wie hier. Denn das Schiff war nicht nur Staatsyacht, sondern auch privater Rückzugsort der Königin, so etwas wie das schwimmende Ferienhaus. Jedes Jahr im Mai kehren etwa 60 ehemalige königliche Matrosen - die "Yotties", die Royal Yachtsmen - für eine Woche auf die "Britannia" zurück. Die Yotties' Week ist für die Seeleute ein Wiedersehen unter Freunden - und mit ihrem Lieblingsschiff. Die Ex-Matrosen helfen beim Streichen, Reinigen und Warten der Yacht. Ihre Geschichten über die Tage mit der königlichen Familie an Bord geben Einblick in ein Leben zwischen Ritual und Privatsphäre. Die Royals lebten luxuriös auf der "Britannia". Die Royal Yachtsmen hingegen hatten nur einfache Unterkünfte. Dennoch sehen es die Yotties heute noch als großes Privileg an, so direkt im Dienst der Queen gestanden zu haben. Mit ihrer Yotties' Week feiern sie sich, die "Britannia" und die Queen.

Mystery Road: Origin 21:40

Mystery Road: Origin

Mysteryserie

Ostern im Jahr 2000: Detective Jay Swan und seine schwangere Freundin Mary Allen versuchen, in der australischen Holzfällerstadt Loch Iris inmitten majestätischer Wälder ein neues Leben zu beginnen. Der Prozess gegen den Mörder seines Vaters in Jardine ist abgeschlossen und Jay hat versprochen, seine schmerzvolle Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen. Zusammen mit Marys Nichte Anya, um die sie sich während der Haftzeit ihrer Eltern kümmern, erwarten Mary und Jay freudig die Geburt ihres Kindes. Doch kurz nachdem Jay einen verzweifelten Aborigine-Jungen im Wald gefunden hat, der glaubt, er werde von einem Geist verfolgt, verschwindet plötzlich das Aborigine-Mädchen Scarlett spurlos aus dem Wohnwagenpark ... Im örtlichen Krankenhaus, in dem Mary arbeitet, schreckt die alte Nonne Schwester Kerry hoch, als sie erfährt, dass Mary genau dort im Rahmen eines Fürsorgeprogramms für Aborigine-Kinder aufgezogen wurde. Und nicht nur Schwester Kerry ist beunruhigt - auch den Patienten Philip versetzt diese Nachricht in Aufruhr. Jay durchkämmt unterdessen Tag und Nacht die Straßen von Loch Iris auf der Suche nach Scarlett. Er fährt am Haus von Schwester Kerry vorbei und sieht, dass die Tür einen Spalt offen steht. Vorsichtig drückt er die Tür auf - und findet eine Frau leblos in der Badewanne ...

Mystery Road: Origin 22:35

Mystery Road: Origin

Mysteryserie

Jay ist frustriert über die Haltung seiner Vorgesetzten Simmo, die behauptet, dass Schwester Kerrys mysteriöser Tod in der Badewanne ein Unfall gewesen sein muss. Auch gibt es keine neuen Informationen über Scarletts Verschwinden, und auf der Suche nach dem Aborigine-Mädchen läuft ihnen die Zeit davon. Mary begegnet im Krankenhaus einem verwirrten Mann namens Joey. Er bittet sie um Hilfe bei der Identifizierung einer Aborigine-Frau auf einem alten Foto, von der er glaubt, dass sie seine Mutter ist. Mary überredet ihre Kollegin Alice, in den Krankenhausunterlagen nach der Frau zu suchen. Doch was sie herausfinden ist tragisch und lässt Mary keine Ruhe. Sie sucht heimlich weiter und gewinnt brisante Erkenntnisse über ihre eigene Herkunft. Jays Gespräch mit Cowboy, dem Vater des verschwundenen Mädchens, wird durch die überraschende Ankunft seines Bruders Sputty unterbrochen. Am nächsten Morgen führt Simmo Jay an einen neuen Tatort. Die Jäger, im Morgengrauen zur traditionellen Osterjagd versammelt, haben den Hauptverdächtigen schon mal festgesetzt und drohen mit Selbstjustiz ...

Mystery Road: Origin 23:25

Mystery Road: Origin

Mysteryserie

Sputty ist an einen Baum gekettet, umringt von den örtlichen Jägern, die ihn im Morgengrauen festgesetzt haben. Simmo verhaftet ihn als Hauptverdächtigen für den Mord an Cowboy. Jay protestiert, doch Sputty hat kein belastbares Alibi. Er könnte allerdings eins haben - wenn Krankenschwester Alice aussagen würde ... Im Krankenhaus bittet Joey Mary, ihm zu helfen, das Grab seiner Mutter zu finden. Noch einmal nimmt sie heimlich Alices Schlüssel und sucht mit Joey in den alten Unterlagen. Doch er findet nicht, was er sucht, und erklärt Mary, dass dies die Strafe für die Dinge sei, die er getan habe. Als Mary erneut die Akte ihrer eigenen Mutter öffnet, der sie direkt nach der Geburt weggenommen wurde, erkennt sie erschüttert, dass die Verhältnisse nicht so waren, wie sie immer geglaubt hatte. Als sie daraufhin weitere Nachforschungen anstellt und telefonisch nicht für Jay zu erreichen ist, nimmt das Verhängnis seinen Lauf ...