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TV Programm für ARTE am 22.02.2026

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Die Vögel 20:15

Die Vögel

Thriller

In einer Tierhandlung lernt die junge, wohlhabende Verlegertochter Melanie Daniels den Rechtsanwalt Mitch Brenner kennen. Weil Brenner sich über ihre Allüren lustig macht und sie zum Narren hält, beschließt Melanie, ihm einen Denkzettel zu verpassen. Mit zwei Liebesvögeln im Gepäck fährt sie an die Pazifikküste nach Bodega Bay, wo Mitch bei seiner Mutter und seiner kleinen Schwester Cathy die Wochenenden verbringt. Um unbemerkt den Vogelkäfig absetzen zu können, schippert Melanie mit einem kleinen Boot über die Bucht zu Mitchs Haus. Auf der Rückfahrt wird sie von einer Seemöwe angegriffen und am Kopf verletzt. Daraufhin kann Mitch sie überreden, bis zur Geburtstagsfeier seiner Schwester zu bleiben. Sie mietet sich bei der Lehrerin Annie Hayworth ein, die sich als Mitchs einstige Geliebte herausstellt. Trotzdem findet Melanie in ihr eine Verbündete, mit der sie über Mitch und seine merkwürdig abweisende Mutter reden kann. Als Cathy am nächsten Tag ihren Geburtstag feiert, fallen plötzlich aufgeregte Vögel über die im Garten spielenden Kinder her. Nach der Attacke stellt sich nur kurz Ruhe ein, denn nun scheinen alle Vögel verrückt zu spielen: Die Hühner fressen nicht mehr, die Krähen und Möwen sammeln sich und greifen die Schulkinder an. Immer häufiger und brutaler werden die Wellen ihrer Angriffe. Einige Dorfbewohner geben Melanie die Schuld, denn mit ihr und den beiden Käfigvögeln sei das Unheil über Bodega Bay gekommen. Schließlich bleibt Melanie nur noch Zuflucht im verbarrikadierten Haus der Brenners. Doch die Vögel sammeln sich schon zum Sturm ...

Danach

Tippi Hedren und die wilden Tiere 22:10

Tippi Hedren und die wilden Tiere

Porträt

Berühmt wird die Schauspielerin Tippi Hedren 1963 als blonde Society-Lady in "Die Vögel" von Starregisseur Alfred Hitchcock. Er entdeckt die junge Frau in einem Werbespot und testet sie in sündhaft teuren Probeaufnahmen auf ihre Kinotauglichkeit. Sie besteht und wird von ihm daraufhin zur perfekten "Hitchcock-Blondine" geformt - unnahbar und begehrenswert - bevor er sie in seinem Horrorthriller ausgiebig von aggressiven Vögeln attackieren lässt. Für ihr Durchhaltevermögen und ihre schauspielerische Leistung in "Die Vögel" erhält sie einen Golden Globe und ihre nächste Rolle in Hitchcocks Psychodrama "Marnie". Nun spielt sie eine traumatisierte und gefühlskalte Diebin, die von ihrem Chef zunächst erpresst, dann geheiratet und in der Hochzeitsnacht vergewaltigt wird. Angeblich eine kaum kaschierte Fantasie des Regisseurs, wie sie in ihren Memoiren schreibt. Erst 2016, lange nach Hitchcocks Tod im Jahr 1980, erzählt sie in "Tippi: A Memoir", dass Hitchcock sie während der Dreharbeiten sexuell belästigt hat. Als Mutter und Großmutter der Hollywoodstars Melanie Griffith und Dakota Johnson möchte sie mit ihrem Buch Frauen ermutigen, sich zu wehren - so wie sie es auch tat. Nach dem Bruch mit Hitchcock 1964 war sie meist in kleineren Rollen in Hollywoodfilmen zu sehen und entdeckte 1981 in dem Abenteuerfilm "Roar" ihre Liebe zu Großkatzen, denen sie in ihrem Shambala-Reservat bei Los Angeles seit den 1980er Jahren ein Zuhause gibt. In dieser Sendung erzählt die Schauspielerin von der ambivalenten Beziehung zu Alfred Hitchcock, auf die sie gleichermaßen mit Dankbarkeit und Abscheu zurückblickt.

Melanie Griffith - Die Frau, die Hollywood überlebte 23:05

Melanie Griffith - Die Frau, die Hollywood überlebte

Künstlerinnenporträt

Es sind Filme wie "Body Double" - ein faszinierender Psychothriller, "Working Girl2 für das sie eine Oscar-Nominierung erhält oder "Cecil B. Demented", für die Melanie Griffith heute als Superstar gelten könnte. Doch die erfolgreichste Schauspielerin ihrer Familie, deren Mutter Tippi Hedren und deren Tochter Dakota Johnson sind, ist bis heute eher bekannt für ihre Eskapaden und ihre Männer. Melanie Griffith ist ein Kind Hollywoods und eine der unterschätztesten Leinwandikonen unserer Zeit. Die Dokumentation taucht ein in die Parallelwelt, in der Melanie Griffith aufwächst. Sie erzählt von den Schattenseiten und Abhängigkeiten im System Hollywood, die die junge Frau früh zu spüren bekommt. Sie zeichnet nach, wie Melanie Griffith Anfang der 1980er Jahre ihren Durchbruch als Schauspielerin erlebt: In Brian De Palmas Erotikthriller "Body Double - Der Tod kommt zweimal" überzeugt sie als schlagfertige, selbstbestimmte Pornodarstellerin. Danach dreht sie mit Regiegrößen wie Robert Redford, Mike Figgis, Jonathan Demme und Sidney Lumet. Die Öffentlichkeit aber verfolgt vor allem ihre privaten Turbulenzen. Schlagzeilen über Alkohol und Drogen, über Beziehungen zu Don Johnson, Steven Bauer und Antonio Banderas überlagern oft die beachtliche Filmografie von Melanie Griffith. Die Dokumentation entdeckt die Künstlerin neu, erzählt die Geschichte einer Frau, die allen Widrigkeiten zum Trotz ihren Weg geht - und sich nach fast sechs Jahrzehnten von den Klischees ihres Lebens und der Filmindustrie emanzipiert.

Das West-Eastern Divan Orchestra spielt de Falla und Ravel 01:25

Das West-Eastern Divan Orchestra spielt de Falla und Ravel

Konzert

Spanien, seine Menschen, seine Landschaften und seine reiche Folklore haben Komponisten immer wieder inspiriert, in Spanien selbst, aber insbesondere auch in Frankreich. Maurice Ravel, dessen Mutter aus dem Baskenland stammte, hat hier den auf jeden Fall bekanntesten Beitrag geleistet: Auf die Frage, was sein bestes Werk sei, antwortete er, so berichtet zumindest die Anekdote: "Wahrscheinlich der 'Boléro', nur leider enthält er keine Musik". Tatsächlich ist das "Crescendo an und für sich in C-Dur", ein faszinierendes Dokument der Instrumentierungskunst Ravels, der mit bis dahin ungebräuchlichen Instrumentenkombination ganz unerhörte neue Klangfarben kreierte. Darüber hinaus ist der "Boléro" ein berüchtigtes Vorspielstück für Schlagzeuger beim Kampf um eine Orchesterstelle - und ganz einfach nur einer der Megahits der Klassik überhaupt! Doch auch schon in seiner ersten großen Komposition für Orchester, der "Rapsodie espagnole", entstanden 1908, zwanzig Jahre vor dem "Boléro", hatte sich Ravel intensiv der Klangwelt Spaniens, seinen Melodien und Tanzrhythmen gewidmet. "Noches en los jardines de España" von Manuel de Falla wurde 1916 in Madrid uraufgeführt. Ursprünglich als drei Nocturnes für Klavier solo geplant arbeitete Manuel de Falla die "Nächte in spanischen Gärten" über einen längeren Zeitraum zu, wie es im Titel heißt, "Sinfonischen Impressionen für Klavier und Orchester" um. Die Ecksätze sind von Gärten in Granada und Cordoba inspiriert, allen drei Sätzen gemeinsam ist glückliche Verbindung von Einflüssen des Impressionismus und spanischem Kolorit. Daniel Barenboim, der 2022 seinen 80. Geburtstag feiert, und Lang Lang kennen sich aus vielen gemeinsamen musikalischen Unternehmungen. Die Zusammenarbeit mit dem West-Eastern Divan Orchestra dagegen ist eine Premiere für den chinesischen Piano-Star. Programm: - Maurice Ravel: "Rapsodie espagnole für Orchester" - Manuel de Falla: "Noches en los jardines de España - Symphonische Impressionen für Klavier und Orchester" Maurice Ravel: "Boléro" Mit: Lang Lang, Klavier West-Eastern Divan Orchestra Daniel Barenboim, musikalische Leitung

Der Masseur 02:15

Der Masseur

Tragikomödie

An einem grauen nebligen Morgen taucht in Warschau eine mysteriöse Gestalt auf - ein Mann, der eine Liege mit sich herumträgt. Der Fremde verschafft sich mit Hilfe magischer Hypnosetechniken eine Aufenthaltsgenehmigung und bietet in einer Vorstadtsiedlung seine Dienste als Masseur an. Die triste Gated Community, die mitten auf einem ehemaligen Kohlfeld errichtet wurde, ist von der "bösen" Außenwelt abgeschottet. Irgendwo in der Ferne erheben sich die Wolkenkratzer und Baukräne einer Stadt, die ein internationales Drehkreuz werden will - die ständige Aufholjagd des Ostens. In den Häusern des Viertels, die alle gleich aussehen, wohnen die unterschiedlichsten Vertreter der reichen Oberschicht. Sie scheinen von einer inneren Traurigkeit, einer Sehnsucht gefangen - vielleicht nach dem Winter, den es in diesen Breitengraden nicht mehr gibt. Anders als sie selbst früher, bauen ihre Kinder keinen Schneemann mehr. Aber vielleicht geht ihre Leere auch tiefer? Da tritt der Masseur, ein attraktiver Mann aus dem authentischen Osten, in ihr Leben. Er hat eine Gabe: Seine Hände können heilen, seine Augen blicken in die Seele der einsamen Frauen. Für sie klingt sein russischer Akzent wie ein Lied aus alten Zeiten, eine friedliche Melodie aus Kindertagen, als die Welt noch in Ordnung war. Zhenia, so sein Name, verändert ihr Leben ... "Ein Trost spendendes zeitgenössisches Märchen, das auf eine Dramaturgie simpler Durchschaubarkeit verzichtet, sondern vieles im Bereich spiritueller Erkundungen belässt." (Filmdienst)

Leben mit Vulkanen 04:05

Leben mit Vulkanen: Auvergne: Die Geheimnisse der schlafenden Riesen

Natur und Umwelt

Idyllisch und friedlich - so scheint das Leben in der Auvergne in Frankreich. Seit etwa 10.000 Jahren sind hier die Vulkane erloschen, doch in ihnen schlummern noch immer Geheimnisse. Diesen will Arnaud Guérin zusammen mit dem Vulkanforscher Pierre Boivin auf den Grund gehen. Zuerst geht es die Luft: An Bord eines Heißluftballons fliegen sie über die prächtige Vulkankette Chaîne des Puys. Vor mehr als 8.600 Jahren brach hier zum letzten Mal ein Vulkan aus - doch vielleicht brodelt es hier inzwischen wieder: Kürzlich wurden bedeutende Magmavorräte in der Tiefe entdeckt, die einen erneuten Ausbruch denkbar machen. Die nächste Station auf der Reise führt Arnaud in das Bergmassiv Monts Dore, in dem sich ein sagenumwobener Kratersee befindet: der Lac Pavin. Aufgrund seiner vulkanischen Aktivitäten galt er früher als verflucht. Von der Luft übers Wasser geht es nun unter die Erde: Arnaud und Pierre lassen sich mehr als 25 Meter in die Tiefe der Grotte Creux de Soucy abseilen. Dort unten können sie die vulkanische Geschichte der Umgebung nachzeichnen. Pierre ist sich sicher, es wird einen neuen Ausbruch geben, die Frage ist nur wann. Auch heute schon birgt das erloschene Vulkangebiet Risiken: Arnaud wagt sich in die Grotte du Chien, in der eine hohe Kohlendioxidkonzentration herrscht. Auf Kopfhöhe besteht keine Gefahr, doch am Boden würde man bereits nach einer Viertelstunde ersticken. Weniger gefährlich, dafür umso schöner ist die Felskirche Saint-Michel d'Aiguilhe, die auf einem Vulkanschlot in 90 Metern Höhe thront. Die Idylle der Auvergne lässt vergessen, dass die Feuerriesen nur schlafen - jederzeit könnten sie wieder erwachen.