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Wie akzeptierte Europa schließlich die Vorstellung von Geld, das unabhängig ist von Gold oder Silber? Alles beginnt in England, wo Londoner Goldschmieden im 17. Jahrhundert Quittungen über die Einlage von Edelmetall in ihren Safes ausstellten. Bald dienen diese Scheine als Zahlungsmittel zwischen Einzelpersonen: das erste Papiergeld des Westens. Ein Jahrhundert später gibt man während der Französischen Revolution "Assignaten" heraus, also Schuldscheine, die man durch die Beschlagnahmung der Kirchengüter und deren späteren Verkauf decken will. In Deutschland hat die Hyperinflation von 1923 desaströse wirtschaftliche und soziale Folgen; jedoch kann sie durch den Zaubertrick der "Rentenmark" gestoppt werden. Die neue Währung ist nicht mehr durch Gold gedeckt, sondern durch den "virtuellen Wert" der deutschen Industrie. Sie ähnelte den "Assignaten", doch diesmal ist die Umstellung von Erfolg gekrönt. Der eigentliche Bruch erfolgt zehn Jahre später, als der US-amerikanische Präsident Franklin Roosevelt den Goldstandard als wahre Ursache der Großen Depression erkennt. Mit einer radikalen Maßnahme trennt er die US-amerikanische Währung vom Edelmetall. Der Nachteil: Banknoten können in beliebiger Menge nachgedruckt werden: Billionen Dollar sind heute im Umlauf. Doch die Idee eines Standards findet wieder viele Anhänger. Nicht in Form von Münzen oder Barren, sondern als Bitcoin-Netzwerkprotokolle. Deren für den Wert unabdingbare Rarität ist durch die Maximalmenge von 21 Millionen Bitcoins garantiert. Kryptowährungen sind die digitale Antwort auf früher durch Gold und Silber gedecktes Geld.
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(1): Weder Gott noch Vater (2): I'm Glad You're Dead Now (3): Schwarzberg
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Fred ist Drag Queen und performt auf der Bühne eines Kabaretts, als er vom Tod seines Vaters erfährt. In der Notaufnahme entdeckt er den Geist seines verwirrten Vaters, der ihn bittet, ihn nach Hause zu begleiten. Der Film war beim Festival von Clermont-Ferrand 2025 nominiert.
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Die deutsch-polnische Sängerin Alli Neumann fährt kurz nach Donald Tusks Vereidigung nach Warschau, um mit Vertreterinnen und Vertretern der Kunstszene der Stadt zu sprechen. Was sind ihre Hoffnungen und welche Herausforderungen sehen sie für die neue Regierung? Alli Neumann im Gespräch mit der Burlesque-Tänzerin Betty Q und der Musikagentin Paulina Zaczek.
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In seiner bald 60 Jahre währenden Filmkarriere war Regisseur André Téchiné ("Wilde Herzen", 1994) regelmäßig mit seinen Filmen in den Wettbewerben der Internationalen Filmfestspiele von Cannes ("Rendez-vous", 1985, Beste Regie) und Berlin ("Mit siebzehn", 2016) vertreten. Noémie Merlant ("Porträt einer jungen Frau in Flammen", 2019) und Benjamin Voisin ("Sommer 85", 2020; "Verlorene Illusionen", 2021), in kürzester Zeit in Frankreich zu den aktuell bekanntesten Schauspielern ihrer Generation geworden, tragen die beiden Hauptrollen.
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Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.