15:30
Unerwartet klärt sich der Mord an Patrik auf: Am Morgen kommt ein Mann aufs Polizeirevier, der die Tat gesteht. Thomas vermutet zwar, dass der Dealer Minosevitch seine Hände im Spiel hat und jemanden vorschickt, um den Verdacht von sich abzulenken, doch der Mordfall ist nun offiziell gelöst. Also können sich die Ermittler auf den Fall Victor konzentrieren. Die Polizisten erfahren von Felicia, dass sie Tobbe am Tatort gesehen hat, der so zum Hauptverdächtigen wird. Tobbe gibt zu, am Tatort gewesen zu sein, doch habe er weder Victor noch Felicia getroffen. Victors Vater Johan versöhnt sich inzwischen mit seiner Frau. Er ist weiter außer sich vor Wut und Trauer und will seinen Sohn rächen. Bei Victors Beerdigung kommt es zu einer dramatischen Szene. Jonas' Tochter Vera fasst neues Vertrauen zu Nora und erzählt ihr von der Mittsommernachtsfeier: Mit Mattias, einem älteren Jungen, war sie in ein leerstehendes Haus gegangen, wo er jedoch aufdringlich wurde. Als Mattias ihre Abwehr ignorierte, habe sie sich übergeben, um ihn von sich fernzuhalten. Nora bringt Vera ins Polizeirevier, denn die Kommissare waren auch schon auf das Haus gestoßen, in das an Mittsommernacht eingebrochen wurde. Die Kommissare wollen nun Mattias befragen, doch der rennt vom Fußballtraining weg, als er sie kommen sieht. Thomas und Mia nehmen die Verfolgung auf. Dann wird ein weiteres Indiz am Tatort gefunden: ein Stofffetzen von einer Polizeiweste. Bald erfahren die Ermittler, dass an der Weste ihres Kollegen Harry ein identisches Stück Stoff fehlt: Könnte die Polizei selbst in den Mordfall verwickelt sein?
16:20
70 Prozent der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt. Während Mond und Mars nahezu vollständig kartiert sind, ist der Meeresgrund bislang zu weniger als einem Promille erforscht. Die Tiefsee - der größte Lebensraum unseres Planeten - bleibt weitgehend unbekannt. Warum ist das so? "Faszination Tiefsee" folgt der Dramaturgie einer vertikalen Reise: Ebene für Ebene führt die Kamera hinab - von der lichtdurchfluteten Oberfläche bis in die tiefsten Regionen der Ozeane. Unter extremen Bedingungen - Kälte, Dunkelheit und enormem Druck - existieren hochspezialisierte Lebensformen. Der Film zeigt Tiefseebewohner, deren Lebenszyklen menschliche Zeitmaßstäbe oft sprengen. Gleichzeitig erweist sich die Tiefsee als Labor der Evolution und als Schlüsselraum für zukünftige Innovationen. Forschende untersuchen Organismen, deren biochemische Anpassungen neue Impulse für Medizin und Technologie liefern könnten. Die Tiefsee ist jedoch längst bedroht: Industrielle Fischerei, Tiefseebergbau und Rohstoffinteressen gefährden empfindliche Ökosysteme, deren Regeneration Jahrhunderte dauern kann. Zugleich ist die Tiefsee die größte Kohlenstoffsenke der Erde und von zentraler Bedeutung für das globale Klima. Der Film verknüpft Wissenschaft, Kulturgeschichte und Psychologie zu einer vielschichtigen Erzählung über das Verhältnis des Menschen zum Unbekannten - und zeigt, warum wir nur schützen können, was wir verstehen.
17:50
Irlands Norden gilt mit seinen abwechslungsreichen Küsten als besonders ursprünglich. Mit weitläufigen Sandstränden und Dünenlandschaften, Moor- und Grasland, der kargen Insel Arranmore und den Brandungspfeilern vor den steil abfallenden Küsten im Atlantik zeigen sich atemberaubende Naturkulissen. Es ist eine wenig vom Menschen beeinflusste ursprüngliche Landschaft - auch heute noch ein echter Geheimtipp. Während der Nordwesten der Insel Teil der Republik Irland ist, gehört der Nordosten zu Großbritannien. Besonders im felsigen Nordwesten Irlands spielt sich das Leben hauptsächlich an der Küste ab. Das Leben hier ist geprägt von Tradition und Handwerk und genauso abwechslungsreich wie die Landschaft selbst. Das Reiten irischer Zuchtpferde ist auf den weitläufigen Sandstränden ein Gemeinschaftserlebnis und für die Iren ein sozialer Kitt quer durch alle Schichten. In Antrim, auf gewaltigem weitem Grün, wird schon seit den ersten Siedlern Schafzucht betrieben. Es ist die am dichtesten mit Schafen besiedelte Region in Europa, ein traditionelles Handwerk bis heute - ebenso wie die Fischerei zur See oder die Instandhaltung einer hundert Jahre alten Schutzmauer oben in den höchsten Bergen Nordirlands. Für die Extremkletterer an den steilen Klippen in der wilden Landschaft Donegals wie für die Einwanderer auf der Suche nach dem Inselidyll hält die Natur stets Herausforderung und Abenteuer bereit. Trotz der oft schwierigen Lebensbedingungen finden die Menschen überraschende Wege, diesen zu trotzen.
18:35
Die steilen Klippen sind das Wahrzeichen Irlands und die Cliffs of Moher eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Irlands rauer Westen ist vor allem vom Rückgang der letzten Gletscher geprägt. Der Burren war einst ein Korallenriff und ist heute ein einzigartiger Naturraum mit unterirdischem Fluss- und Höhlensystem. Dort haben sich seltene, teils arktische, teils mediterrane Pflanzen angesiedelt. In der Region wollen junge Landwirte mit nachhaltiger Viehzucht die natürliche Artenvielfalt erhalten. Vor den Küsten der Region Connemara gewinnen Forschende Wissen über das maritime Leben und suchen innovative Wege, um das Meer als Nahrungsquelle zu nutzen. Weiter draußen vor der Küste liegen die Aran-Inseln. Inishmore, Inishmaan und Inisheer trotzen dem rauen Atlantik. Auch hier wird von der Natur gelernt und von der Kultur gelebt. Noch immer wird das karge Land auf traditionelle Weise bestellt, Trockenmauern bieten Kühen und Schafen Schutz vor den strengen Winden. Das irisch-gälische Brauchtum wird auf den Inseln besonders gepflegt. Hier wird die uralte irische Sprache keltischen Ursprungs gesprochen und an die nächste Generation weitergegeben. Die wilde Landschaft des irischen Westens ist über Jahrtausende von Menschen geformt. Hochmoore überdecken wie ein Teppich die Überreste früher Besiedlung. Im County Mayo finden Archäologen prähistorische Geheimnisse wie Mauerreste und Einfriedungen im Hochmoor. Auch wenn der Einzug der Moderne vieles verändert hat, bewahren die Bewohnerinnen und Bewohner des Westens ihre Traditionen und lassen alte Bräuche wiederaufleben.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:35
19:40
Es ist ein Defilee der Lowrider, Muscle Cars und Chrom-Limousinen: Seit den 1950er Jahren importiert Schweden mit Leidenschaft alte amerikanische Straßenkreuzer. Am Steuer sitzen Pomadehelden und Frauen in Petticoats oder Cowboystiefeln. Viele Fahrerinnen und Fahrer verkleiden sich für die "Classic Car Week" im Stil des Jahrzehnts, aus dem ihr Oldtimer stammt. Rockabilly-Musik tönt hier aus den Lautsprechern, aber auch Techno oder Country. Mit Cruisings, Auto-Shows und Wettbewerben um das schönste oder originellste Auto ist das Gipfeltreffen in Rättvik am Siljansee die verrückteste Verneigung vor der Oldtimerkultur - und mehr als das. Viele sagen, es sei diese Leidenschaft für Ami-Schlitten, die die Menschen in Schweden am stärksten zusammenbringt. Nicht selten sind es Menschen aus der Arbeiterklasse und Underdogs, die einmal im Jahr hierherkommen, um sich selbst und ihr Auto zu feiern, eine echte Subkultur. Hier kann man Low Rider bestaunen, deren Karosserie nur Millimeter über dem Asphalt schwebt, aber das Selbstbewusstsein der stolzen Besitzer und Besitzerinnen hebt. Denn nicht nur gepflegte Oldtimer fahren hier auf, sondern auch Schrottkarren, "Pilsnerbilar", außen vom Rost zerfressen und verbeult, ausgerüstet mit fetten Soundsystemen. Ein Festival, das den Kult um alte Superschlitten zelebriert - und einen Lifestyle, der einen neuen Blick auf Schweden erlaubt. Die Reportage cruist mit Alex, Evelina und Liam durch den schwedischen Sommer und zeigt ein Schweden, das ganz anders ist als das Volvo-Bullerbü-Idyll.
20:15
Von spartanischen Armeezelten zum High-End-Luxus: Die Dokumentation "Alles inklusive - Die Geschichte des Cluburlaubs" nimmt Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Zeitreise zu den Wurzeln eines globalen Urlaubsphänomens. Alles begann 1950 in einem Pinienwald auf Mallorca. Dort verwirklichte der Belgier Gérard Blitz seine radikale Vision einer klassenlosen Gesellschaft unter der Sonne, fernab der bürgerlichen Normen der Nachkriegszeit. Sein Club Med wird weltweit zum Vorbild des All-inclusive-Urlaubs. Dank exklusiver Archivaufnahmen werden die wilden Gründerjahre wieder lebendig - eine Ära, in der die Clubs als Orte der Freiheit, der Gleichheit und der sexuellen Freizügigkeit galten. Prominente Zeitzeugen berichten von der magischen Aufbruchstimmung: Allen voran Serge Trigano, der als Sohn des Mitgründers und späteren CEO die Geschichte des Club Méditerranée wie kein Zweiter kennt. Auch die 95-jährige Monique Levy, eine Gästin der ersten Stunde, lässt die Zuschauer am "Zauber des Clubs" teilhaben. Die Doku beleuchtet zudem den Aufstieg des deutschen Pendants: Der Robinson Club auf Fuerteventura wurde in den 1970er Jahren auch durch einen Besuch von Bundeskanzler Willy Brandt zum Inbegriff des deutschen Club-Booms. Animateure von damals und heute berichten, was den Club-Vibe ausmacht - und wie er sich über die Jahrzehnte verändert hat. Der freizügige Gemeinschaftsurlaub hat sich heute zur hochprofessionellen Urlaubsmaschinerie gewandelt, in der Luxus und Wellness den Ton angeben. Ein faszinierender Blick hinter die Kulissen der perfekten Ferienwelt.
20:55
Ibiza wird Mitte des vergangenen Jahrhunderts ein Sehnsuchtsort für Prominente, aber auch für Aussteiger aller Art. Bis heute hat sich die Sonneninsel ein besonderes Lebensgefühl bewahrt: Ibiza gilt als Hort der Freiheit. Den großen Aufschwung erlebt die Insel in den 1960er Jahren. Es kommen junge Französinnen und Franzosen, die den Pariser Studentenunruhen entfliehen, und junge Amerikaner, die nicht im Vietnamkrieg kämpfen möchten. Eine bunte Mischung von Aussteigern und Hippies aus der ganzen Welt, die auf Ibiza das gute Leben zu finden hoffen. Gleichzeitig gehört die Insel zu den ärmsten Regionen Spaniens, die Landbevölkerung lebt einfach und traditionell. Welten prallen aufeinander. In Spanien herrscht derweil eine repressive Militärdiktatur: General Franco regiert das Land mit eiserner Hand. Auf der Insel kommt es zu Zusammenstößen von Hippies und Polizei. Doch mit der Zeit arrangieren sich die Inselbewohner mit den langhaarigen Fremden. Nirgendwo in Spanien lässt es sich zu dieser Zeit so frei leben wie auf Ibiza. Und mit Francos Tod im Jahr 1975 brechen alle Dämme. Immer mehr Menschen, darunter Stars wie Bob Marley, Ursula Andress und Freddie Mercury, verfallen der Magie der Sonneninsel. In Bauernhäusern entstehen Clubs, die heute zu den größten der Welt gehören. Doch die Geschichte Ibizas bietet mehr als nur Partys und Sundowner: Wie kaum ein anderer Ort im Mittelmeerraum hat sich die Insel ein freiheitliches Lebensgefühl bewahrt, das noch heute den Mythos Ibiza prägt.
21:40
Tommys Gerichtsverhandlung rückt näher und Catherine wittert Unheil. Dennoch findet Ryan erneut einen Weg, Catherine zu hintergehen. Zudem wird eine junge Mutter vermisst. Auch die finale Staffel "Happy Valley" baut auf die Spannung zwischen den zwei Hauptcharakteren Catherine und Tommy und zeichnet zugleich ein kritisches Bild von strukturellen Schwächen des britischen Staates.
22:40
Ein Straftäter ist auf freiem Fuß. Während Catherine versucht, ihre Familie zu beschützen, laufen parallel die Ermittlungen an, um den Mörder einer jungen Mutter zu finden. Auch die finale Staffel "Happy Valley" baut auf die Spannung zwischen den zwei Hauptcharakteren Catherine und Tommy und zeichnet zugleich ein kritisches Bild von strukturellen Schwächen des britischen Staates.
23:40
Während Ryan vor einem moralischen Dilemma steht, ist Catherine dem Flüchtigen auf den Fersen. Die Lage spitzt sich immer weiter zu und endet in einem letzten Showdown. Auch die finale Staffel "Happy Valley" baut auf die Spannung zwischen den zwei Hauptcharakteren Catherine und Tommy und zeichnet zugleich ein kritisches Bild von strukturellen Schwächen des britischen Staates.