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TV Programm für ARTE am 08.04.2025

Öl. Macht. Geschichte 05:05

Öl. Macht. Geschichte: Aufstieg und Fall

Geschichte

Mitte des 19. Jahrhunderts erhellten zum ersten Mal ölbetriebene Petroleumlampen die Wohnzimmer. 50 Jahre später verhalf Benzin dem Auto zu einer unvergleichlichen Erfolgsgeschichte. Im 21. Jahrhundert erweiterte sich die Stoffpalette des petromodernen Way of Life immer rasanter: Reinigungsmittel, Pharmaka, Kosmetik, Plastikspielzeug - keine Kreditkarte ohne Plastik und auch die Computerwelt ist eine Öl-Welt. Tastaturen und Monitore, Smartphone- und Tablet-Gehäuse - alles basiert auf dem Rohstoff. Deshalb war und ist der Ölpreis die wichtigste Zahl der Erde. Andreas Sawall zeichnet in zwei Teilen den weltweiten Siegeszug des Erdöls nach: von den Anfängen seiner industriellen Ausbeutung in den USA zum wichtigsten Schmierstoff internationaler Beziehungen und Auslöser globaler Krisen. Anhand zahlreicher Fundstücke aus internationalen Archiven und mittels Interviews wie mit dem Physiker Harald Lesch, dem italienischen Historiker Giuliano Garavini, dem Schweizer Buchautor und Journalisten Daniel Ammann und anderen entsteht ein vielschichtiges Porträt eines Rohstoffs, der über viele Jahrzehnte - und bis heute unverändert - unseren Alltag prägt. Die aufwendige Recherche bilanziert, wie das schwarze Gold schon vor mehr als 100 Jahren Begehrlichkeiten weckte. Das Spannende: Öl macht nicht nur Geschäftsleute, sondern auch demokratisch gewählte Regierungen moralisch äußerst flexibel.

GEO Reportage 06:00

GEO Reportage: Estland und das kleine Königreich der Seto

Reportage

Die ethnische Minderheit der Seto ist eines der kleinsten Völker Europas. Ihr traditionelles Siedlungsgebiet liegt im Süden des heutigen Estlands und reicht bis über die nahe Grenze hinein ins westliche Russland. Kulte und Zeremonien werden ernsthaft praktiziert. Zwar nimmt heute nicht mehr jeder die alten Legenden für bare Münze - da sie aber dem kleinen Volk ihre Identität geben, bleibt Tradiertes elementar. Das ganze Jahr hindurch ist Vizekönig Rein Järvelill im estnischen Siedlungsgebiet der Seto unterwegs, gerade jetzt vor dem Fest. Die Dörfer und einzelnen Höfe liegen verstreut und zum Teil sehr weit entfernt voneinander. Überall sind die Seto mit der Vorbereitung ihres wichtigsten Rituals beschäftigt: Schmuckschmiede, Seifenmacher, Köche und Sänger, sie alle wollen mithelfen, diesen besonderen Tag gebührend zu begehen. Schon die Kinder werden dabei mit den alten Traditionen vertraut gemacht. Der Festtag selbst ist dann endlich die Gelegenheit, die Trachten anzuziehen. Frauen zeigen ihren üppigsten Silberschmuck, Chöre singen alte Lieder. Und schließlich der Höhepunkt, das große Finale, nämlich die Wahl des Vizekönigs. Rein Järvelill gibt alles, um das Seto-Volk ein weiteres Mal hinter sich zu vereinen - seine Konkurrenten nicht minder.

ARTE Journal Junior 06:40

ARTE Journal Junior

Kindermagazin

Dieses Nachrichtenformat richtet sich speziell an Kinder und Jugendliche und behandelt, nach dem Vorbild von Nachrichtensendungen für Erwachsene, unterschiedliche Themen aus Europa und der gesamten Welt.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Türkei: Hünkar Begendi

Essen und Trinken

(1): Des Sultans liebstes Essen (2): Nostalgiegeschmack: Oksan - eine Türkin in Österreich (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Irland / Kolumbien / Vichy

Magazin

(1): The Quiet Girl: Schweigsames Irland (2): Kolumbien: Bitterer Zucker (3): Spanien: Octavis gegrillte Zwiebeln (4): Vichy: Ein riskantes Versteck

Stadt Land Kunst 08:10

Stadt Land Kunst: Griechenland / Armenien / England

Magazin

(1): Patrick Leigh Fermor und der griechische Widerstand (2): Armenien: Das Alphabet als Grundstein einer gemeinsamen Geschichte (3): Drôme: Gisèles Lammkeule (4): England: Eine Frau greift nach den Sternen

Die Eisenbahn 08:55

Die Eisenbahn: Motor des Fortschritts

Dokumentation

Der Dokumentarfilm begibt sich auf eine Reise durch über 200 Jahre Eisenbahngeschichte und zeigt, wie bahnbrechend dieses Transportsystem für die Menschheit war. 1830 wird die erste reguläre Eisenbahnstrecke in England eingeweiht. Von hier aus beginnt ihr einzigartiger Siegeszug, der Gesellschaften, Landschaften und Städte von Grund auf verändert und ganze Länder vom Agrarstaat ins Industriezeitalter katapultieren wird. Indem sie den Transport von Waren und Personen revolutioniert, wird die Eisenbahn zum Katalysator der Industrialisierung und spielt eine Rolle bei der Verbreitung des Kapitalismus. Zugleich demokratisierte sie das Reisen. Menschen aller Gesellschaftsschichten haben nun erstmals die Möglichkeit, neue Orte zu entdecken und kulturelle Grenzen zu überwinden. Dabei gibt es aber auch dunkle Kapitel in der Geschichte der Eisenbahn. Als Werkzeug der Kolonialmächte zeigt sie sich als eine zerstörerische Technologie zur Ausbeutung fremder Länder. Sie trägt zur Industrialisierung des Krieges bei, indem mit ihr Truppen und Material effizienter denn je transportiert werden. Verschwiegen werden darf auch nicht, dass die Eisenbahn den Massenmord an den Juden in den Konzentrationslagern der Nazis erst ermöglicht hat. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert erlebt sie eine ungeahnte Renaissance durch Hochgeschwindigkeitszüge, die als Symbol für Effizienz und Nachhaltigkeit stehen. Sie wird wohl auch weiterhin unsere Welt prägen. Aber welche Herausforderungen bringt die Zukunft dieser einzigartigen Technologie?

Auf alten Gleisen 10:30

Auf alten Gleisen: Mit dem Zug um den Ätna

Tourismus

Am Fuße des Ätna, zwischen schwarzen Steinen und Kaktusfeigen, windet sich die Schmalspurbahn ihren Weg durch Steinwüsten, Waldgebiete und satte grüne Hügel. Infolge von Lavaeruptionen musste die Bahnstrecke im Laufe der Zeit oftmals umgebaut werden, 1981 das letzte Mal. Der 3352 Meter hohe Ätna ist der aktivste Vulkan Europas. Die meisten Eruptionen treffen vor allem die unmittelbare Umgebung des Kraters; sie stellen für Menschen und Tiere selten eine Bedrohung dar. Immer wieder jedoch kommt es zu heftigen Ausbrüchen, bei denen der Vulkan Aschewolken und Gesteinsbrocken kilometerweit in die Atmosphäre speit und Lavaströme sich den Weg ins Tal bahnen. Nach der kompletten Stilllegung des ehemals ausgedehnten Bahnnetzes Siziliens ist die Circumetnea-Bahn die letzte verbliebene Schmalspurbahn der Insel. Wie der Name schon sagt, umrundet sie den Vulkan. Drei Stunden dauert eine Fahrt von Catania bis zur Endstation Riposto. Durch Lavafelder, die aussehen wie Mondlandschaften und an verlassenen Bahnhöfen vorbei windet sich der Zug auf mehr als 100 Kilometer Strecke bis zur Endstation am Ionischen Meer.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Provence: Gardianne de taureau

Essen und Trinken

(1): Stiergulasch aus der Camargue (2): Nostalgiegeschmack: Valeria - eine Französin in Spanien (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Hongkong / Paris / Australien

Magazin

(1): Joseph Kessel und der Mythos Hongkong (2): Paris: Europas Freudenhaus (3): Ungarn: Mártons Nudeln mit Pilz-Rahmsoße (4): Australien: Ein feministischer Roadtrip

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Anjou / Levittown / Madrid

Magazin

(1): Anjou: Étienne Davodeaus dokumentarische Kunst (2): Levittown: US-amerikanische Vorstadt-Utopie (3): Deutschland: Rayks Forelle mit Gemüse (4): Madrid: Ein tödliches Gerücht

Zwei ritten zusammen 14:00

Zwei ritten zusammen

Western

US-Marshal Guthrie McCabe, ein korrupter und zynischer Gesetzeshüter, wird zusammen mit dem idealistischen Leutnant Jim Gary beauftragt, eine verschollene Gruppe aus der Gefangenschaft der Komantschen zu befreien. Doch die gefährliche Mission enthüllt mehr als nur die Härte des Wilden Westens: Während McCabe von Gier und Selbstschutz getrieben ist, zeigt sich, dass nicht alle Gefangenen zurückkehren wollen und dass die Siedler voller Vorurteile und Gewalt stecken. John Ford inszenierte einen packenden Western, der die Grenze zwischen Gut und Böse hinterfragt und die Ignoranz der vermeintlichen Zivilisation anklagt. Guthrie McCabe, ein desillusionierter und zynischer US-Marshal, lebt gut in seiner kleinen texanischen Stadt: Die Geschäftsleute des Örtchens müssen für seine Dienste zehn Prozent ihrer Einkünfte an ihn abtreten. Deshalb passt es ihm zunächst gar nicht ins Konzept, dass der idealistische Leutnant Jim Gary ihn ins 40 Meilen entfernte Armee-Fort beordert. Wegen seiner guten Beziehungen zum indigenen Häuptling Quanah Parker soll sich McCabe ins Stammesgebiet der Komantschen begeben, um eine Gruppe von Siedlern zu suchen, die dort seit knapp einem Jahrzehnt verschollen sind. Zunächst versucht McCabe, den Hinterbliebenen den Plan auszureden: Nach zehn Jahren bei den Komantschen wären die verschollenen Kinder und Frauen ohnehin "keine echten Weißen" mehr. Doch als eine fürstliche Belohnung in Aussicht gestellt wird, reiten er und Leutnant Gary los. Am Ende ihrer blutigen Mission müssen sie feststellen, dass nicht alle Gefangenen bereit sind, in die vermeintliche Zivilisation zurückzukehren, und dass sich die weißen Siedler gegenüber den Rückkehrern genauso barbarisch verhalten wie gegenüber den indigenen Völkern.

Mein Garten, reich an Bienen 16:00

Mein Garten, reich an Bienen

Tiere

Während des Lockdowns bastelt sich der Tierfilmer Martin Dohrn am Küchentisch spezielle Objektive, um die Bienen in seinem Garten zu filmen. Dabei beobachtet er das Verhalten verschiedenster Arten, von den größten Hummeln Großbritanniens bis zu Bienen in der Größe von Stechmücken. Er hält Szenen fest, die bisher nur selten beobachtet wurden: Bienen, die winzige Eier legen; Fischernetzspinnen beim Verspeisen von Bienenmännchen; ein Bienenweibchen, das sein Nest gegen eine Wespe verteidigt; zwei Drohnen, die sich um ein Weibchen streiten; Revierkämpfe zwischen den unterschiedlichen Bienenarten und eine Biene, die sich ein Nest aus einem Schneckenhaus und Hunderten von sorgfältig ausgewählten Grashalmen baut. Dohrns Faszination gilt vor allem einer besonders intelligenten Blattschneiderbiene, der er den Spitznamen "Nicky" gibt. Der Tierfilmer beginnt, das Leben mit den Augen der Bienen zu sehen. Eine Ode an die Natur und an die Bienen!

Leben an der Nordsee 16:55

Leben an der Nordsee: Schottland und die Orkneys

Land und Leute

Die schottische Nordseeküste ist geprägt von schroffen Felsenklippen, einsamen Inseln und kleinen Hafenstädten. Nördlich des Festlandes liegen die Orkneys. Dieser Archipel aus etwa 70 Inseln ist seit Jahrtausenden bewohnt. Geheimnisvolle Steinkreise, wie der "Ring of Brodgar", geben bis heute Rätsel auf. Auf North Ronaldsay, der nord-östlichsten der Orkney Inseln, leben nur gut 70 Menschen und über 4.000 Schafe. Die North-Ronaldsay-Schafe sind sehr genügsam und ernähren sich hauptsächlich von Seetang. An der Küste erzählen Burgruinen von der Geschichte Schottlands. Dunrobin Castle wirkt mit seinen vielen Türmchen wie ein Märchenschloss am Meer. Die kleine Hafenstadt Arbroath ist berühmt für ihren Räucherfisch den "Arbroath Smokie". Die Klippen bei Arbroath sind von unterirdischen Höhlen durchzogen. Hier verkauften früher Schmuggler ihre Waren. In der alten Hafenstadt Wick liegt eine der nördlichsten Whisky Destillerien Schottlands. Die Fässer lagern in einer Halle direkt am Meer. Das gibt dem Whisky ein besonderes Aroma. Auf der "Isle of May" lebten früher Mönche. Heute gehört sie ganz den Seevögeln. Die einzigen menschlichen Bewohner sind heute Wissenschaftler, die von Frühjahr bis Herbst für eine Langzeitstudie die Vögel beobachten. Das Wetter an der schottischen Nordseeküste ist wechselhaft. Manchmal erlebt man vier Jahreszeiten an einem Tag. Die Schotten nehmen das gelassen und mit Humor. In St Monans suchte eine Lehrerin aus dem Ort eine Verwendung für ausgediente Gummistiefel. Sie bepflanzte sie mit Blumen und machte daraus einen Gummistiefelgarten.

Unsere Ozeane 17:50

Unsere Ozeane: Leben im Riff

Natur und Umwelt

Korallen besitzen eine enorme schöpferische Kraft. Diese festsitzenden, Kolonien bildenden Nesseltiere wirken wie lebende Steine mit tierischen, pflanzlichen und mineralischen Eigenschaften zugleich. Sie gestalten das sie umgebende Milieu, vermehren die ökologischen Nischen und führen zu einer starken Diversifizierung der Arten. Doch diese genialen Architekten sind Opfer ihres eigenen Erfolges: In ihre mineralischen Strukturen eingeschlossen, stehen ihnen ihre Larven zur Verfügung, die von den Strömungen davongetragen werden, um neue Gebiete zu erobern.

Unsere Ozeane 18:35

Unsere Ozeane: Zwischen Land und Wasser

Natur und Umwelt

Es gibt Tiere, die sich keinem Lebensraum eindeutig zuordnen lassen: Leguane, Pinguine, Delfine, Wale und alle anderen Meeressäuger haben eindeutig Vorfahren, die einst Landtiere waren. Doch nun verbringen sie ihre Lebenszeit - vollständig oder zum großen Teil - im Wasser. Sie können als Zeugen dafür herangezogen werden, dass sich im Zuge der Evolution neue Lösungen fanden, um vor mehreren Millionen Jahren wieder in die Wasserwelt zurückzukehren und sich einem anderen Ökosystem anzupassen. Und die Säugetiere führten außerdem etwas ein, was es im Ozean vorher nie gegeben hatte: Zärtlichkeit.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Polinnen streiten für die Abtreibung

Reportage

Das polnische Abtreibungsrecht ist eines der restriktivsten in Europa. Die neue Regierung setzt sich zwar für eine Liberalisierung ein, aber die Opposition und Teile der Koalition verhinderten mit Hilfe der katholischen Kirche die Verabschiedung eines liberaleren Gesetzes. Die Gynäkologin Maria fährt nach Deutschland, um ihren polnischen Patientinnen dort zu helfen. Viele Ukrainerinnen in Polen kennen die Gesetzeslage nicht. Nastya klärt sie darüber auf, damit es ihnen nicht so ergeht wie Johanna, die vor Gericht steht, weil sie mit einem im Internet frei verkäuflichen Medikament abtrieb.

Russland, China, Iran: Front gegen den Westen 20:15

Russland, China, Iran: Front gegen den Westen

Dokumentation

Was verbindet Russland, China und den Iran? Die drei autokratischen Staaten sind Nachfolger zerfallener Imperien und versuchen heute, ihre einstige Macht wiederherzustellen. Seit der russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022 treten die Länder international als Verbündete auf und stellen sich erstmals geschlossen gegen ihren gemeinsamen Feind - den Westen. Die Ablehnung der USA gehört zum propagierten Selbstverständnis der drei Länder und bildet einen Grundstein ihrer Zusammenarbeit. Nach jahrelanger Annäherung schließen die Regimes von Russland, China und dem Iran sich in Bündnissen zusammen, um in der Weltpolitik mehr Gewicht zu erlangen. Ihre gemeinsamen Ziele sind klar: die Erhaltung ihrer Macht und die Wiederherstellung ihrer früheren Einflussbereiche im Nahen Osten, Eurasien und Südasien. So beginnt zugleich auch ein Kampf gegen das politische System des Westens und das internationale Rechtssystem, das nach dem Zweiten Weltkrieg zum Schutz des Friedens und der Menschenrechte eingeführt wurde. Das selbsternannte "Bündnis für das Gute" führt einen hybriden Krieg mit militärischen, technologischen, wirtschaftlichen, geostrategischen und propagandistischen Mitteln. Sie umgehen internationale Sanktionen, unterstützen sich gegenseitig in den Kriegen in der Ukraine und in Israel und agieren gemeinsam als BRICS-Staaten oder Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit. Wie beeinflusst die antiwestliche Front aus Russland, China und dem Iran die aktuelle Weltpolitik?

Indien - Wirtschaftswunder oder Fata Morgana? 21:50

Indien - Wirtschaftswunder oder Fata Morgana?

Dokumentation

In Indien herrscht Goldgräberstimmung: "Wir sind eine Nuklearmacht, eine Raumfahrtmacht. Aber Indien will auch eine Wirtschaftsmacht werden", sagt ein ehemaliger Botschafter des Landes. Die Zeichen scheinen klar auf Wachstum zu stehen. Wirtschaftsbosse und Milliardäre in Indien sind in bester Stimmung. Mit einem riesigen staatlichen Konjunkturprogramm für Infrastruktur will Ministerpräsident Narendra Modi seine Vision Wirklichkeit werden lassen und Indiens Wirtschaft wettbewerbsfähig machen. So hatte das staatliche Programm "National Infrastructure Pipeline" im November einen Gesamtumfang von etwa 1,4 Billionen Dollar. Germany Trade & Invest zufolge gehörten dazu etwa 9.000 Einzelprojekte. Zudem will Modi ausländische Investoren anlocken und 11 Prozent mehr Geld für die Infrastruktur seines Landes ausgeben. Laut Germany Trade & Invest sind 134 Milliarden US-Dollar für das Jahr 2024/2025 vorgesehen. Für den Westen erscheint Indien in der aktuellen geopolitischen Situation als interessanter Wirtschaftspartner, als eine mögliche Alternative zu China. Doch kritische Stimmen bremsen die Indien-Euphorie. Ökonomen innerhalb und außerhalb des Landes konstatieren eine verheerende Ungleichheit im Land und schlechte Bildung. Außerdem fehlten Millionen Jobs für die schnell wachsende junge Bevölkerung. Die Dokumentation lässt beide Lager zu Wort kommen, gibt einen Überblick über die Situation, lässt Raum für Euphorie und Kritik. Der Film geht dabei auch den Fragen nach: Wird Indien es diesmal schaffen, sich aus den Fesseln einer langen Kolonialgeschichte zu befreien und ein verlässlicher Partner für den Westen zu werden?

Wasserstoff - Revolution oder Illusion? 22:50

Wasserstoff - Revolution oder Illusion?

Dokumentation

Grüner Wasserstoff ist die Zukunft - diese Botschaft ist allgegenwärtig. Stahlriese Thyssen Krupp in Deutschland und Frachtschiffbetreiber Maersk in Dänemark beispielsweise investieren mit öffentlicher Hilfe enorme Summen, um angesichts ihres gewaltigen Verbrauchs auf grüne Energie umzustellen. Wasserstoff spielt dabei eine zentrale Rolle. Gleichzeitig rüsten sich Staaten in Afrika wie Marokko und Namibia, um zu Giga-Lieferanten des neuen Energieträgers zu werden. Aber ergibt das alles überhaupt Sinn? Warum nicht gleich grünen Stahl in Afrika produzieren? Und was hat es mit blauem Wasserstoff auf sich, der aus Norwegen per Pipeline kommen soll? Ungelöste Herstellungs- und Transportprobleme, blauer Wasserstoff als fragwürdige Übergangslösung, Umweltschutz vor Ort, unkalkulierbare Kosten und die grundsätzliche Frage, ob Europa als Industriestandort überhaupt noch attraktiv ist, stehen im Raum. Der Film von Regisseur Andreas Pichler taucht in die komplexe Realität hinter der globalen Energiewende ein, folgt dabei Wasserstoff-Pionieren und ihren ambitionierten Projekten. Zugleich zeigt die Dokumentation auf, dass der Weg zu einer grünen Zukunft voller Überraschungen, zweifelhafter Entscheidungen und auch unerwarteter Herausforderungen steckt.

Tracks East 00:25

Tracks East: Verboten! Musik zwischen den Fronten

Reportagereihe

Musik ist mehr als Unterhaltung. Sie kann auch als Seismograf gesellschaftlicher Spannungen und als ein Instrument des Protests betrachtet werden. Künstler landen auf schwarzen Listen, wenn ihre Musik dem herrschenden Regime missfällt. Doch nicht alle Verbote sind staatlich verordnet. Es gibt auch jene, die eine Gesellschaft diktiert. In der Ukraine zum Beispiel: Wer als ernstzunehmender Künstler wahrgenommen werden will, macht keine Musik mit Russen. Die Pop-Ikone Dakooka hat am eigenen Leib erfahren, was es heißt, wenn man es doch tut. Als sie mit der russischen Band Aigel einen Song veröffentlichte, wurde sie von vielen ukrainischen Fans scharf attackiert. Der Vorwurf: Kollaboration mit dem Feind. Was für Dakooka ein musikalischer Brückenschlag war, galt für andere als Verrat. Welche Rolle spielt Kunst in Zeiten des Krieges? Wie viel Freiheit bleibt Musikern, wenn nicht nur Diktaturen, sondern auch die eigene Community sie abstraft? Die 100. Sendung von "Tracks East" wirft einen Blick auf Verbote und Zensur - von den Schattenwirtschaften der Sowjetzeit bis zu den heutigen Frontlinien zwischen Ideologie und Kunstfreiheit.

Verhängnisvolle Versprechen - Das nigerianische Netzwerk 00:55

Verhängnisvolle Versprechen - Das nigerianische Netzwerk: Das nigerianische Netzwerk

Dokumentation

Im Zentrum des Dokumentarfilms "Verhängnisvolle Versprechen" über die nigerianische Mafia stehen vier Protagonisten: Staatsanwältin Lina ist eine Frau mit viel Energie, die den Kampf für die Opfer zu ihrer Lebensaufgabe gemacht hat. Abhörungen, Überwachung und Razzias sind nur einige der vielen Methoden, die sie in ihrer täglichen Arbeit anwendet. Dann ist da der Polizist, der die Zuschauerinnen und Zuschauer mitnimmt zu seinem härtesten Fall: Der Film dokumentiert, was er über die Lebenssituation der jungen Frauen in Nigeria und über den Juju-Zauber lernt. Victory ist ein ehemaliges Opfer und arbeitet hart daran, wieder ein normales Leben führen zu dürfen. Princess ist die Sozialarbeiterin, die Beauty - und viele andere Frauen - vom Straßenstrich rettete. Das Kamerateam begleitet Princess bei ihrer Arbeit und folgt ihr bis nach Nigeria. Dort erfahren die Filmemacher mehr über die Geschichte von Zwangsprostitution und Befreiung.

Leben mit Vulkanen 02:30

Leben mit Vulkanen: Hawaii: Der Gigant des Pazifiks

Natur und Umwelt

Der Mauna Loa auf Hawaii ist einer der größten aktiven Vulkane der Welt. Seine gigantischen Ausmaße sind verantwortlich für eine oft unterschätzte Gefahr: Die instabilen Bergflanken können ins Meer abrutschen und einen Mega-Tsunami auslösen. Solche Erdrutsche kommen im Schnitt alle 50.000 Jahre vor. Allerdings liegt Hawaii auch auf dem Pazifischen Feuerring und so kommt es in der Gegend häufig zu schweren Erd- und Seebeben, die ebenfalls riesige Wellen auslösen können. Hilo gilt als die inoffizielle Welthauptstadt der Tsunamis - etwa alle sechs Jahre werden die Einwohner von Wasser heimgesucht, das alles mit sich reißt. 1946 kam es bislang zum schlimmsten Ereignis: In die Bucht von Hilo krachte eine zehn Meter hohe Wasserwand, die 96 Menschen in den Ozean riss. Alana hat die Naturgewalt überlebt, doch damals wurden die Menschen vor der Katastrophe nicht gewarnt und wussten nicht, was zu tun ist. Heute sieht das anders aus: Arnaud trifft den Geophysiker Gerard Fryer im Pacific Tsunami Warning Center, ein Überwachungs- und Frühwarnsystem, das Tag und Nacht über die seismischen Aktivitäten an den hawaiianischen Küsten wacht. Das oberste Ziel der hawaiianischen Behörden ist der Schutz der Bevölkerung. Die Menschen begegnen der ständigen Bedrohung fatalistisch: Jeder weiß, dass nichts, das von Menschenhand geschaffen wurde, ewig Bestand hat. Doch die Riesenhaftigkeit des Mauna Loa bietet auch Vorteile: Der Gipfel des Vulkans ragt so hoch in die Atmosphäre, dass Forscher dort einer ganz anderen Menschheitsbedrohung nachspüren können: der Klimaerwärmung. Somit verbindet dieser Riese Erde, Meer und Himmel - und seit Jahrhunderten erinnert er die Menschen daran, wie verletzlich sie sind.

Küchen der Welt 02:55

Küchen der Welt: La Réunion: Chop Suey

Essen und Trinken

(1): Chop-Suey: Das chinesische Erbe von La Réunion (2): Nostalgiegeschmack: Brigitte, von La Réunion nach Marseille (3): Ran an die Töpfe!

Mit offenen Karten - Im Fokus 03:25

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Mit offenen Augen 03:30

Mit offenen Augen

Infomagazin

Fotos können unser Weltbild beeinflussen. Und jedes Foto hat eine Entstehungsgeschichte. Das Magazin "Mit offenen Augen" ordnet Bilder ein und erklärt Hintergründe. Moderatorin Sonia Devillers liefert faszinierende Aufschlüsse, die über den ersten Blick hinausgehen.

28 Minuten 03:45

28 Minuten

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.