23:15
Nach einem Handgemenge mit Inspektor Guerrini kann Anna nur knapp entkommen. Gemeinsam mit ihrem Bruder Francesco verlässt sie das Anwesen der Fontanas, während ihr Verfolger verletzt zurückbleibt - mit einem Teil des gesuchten Gemäldes in seinem Besitz. Kurz darauf verliert sich Annas Spur. Kommissar Cavadini sucht fieberhaft nach ihr und stößt bei den Fontanas auf zwei Tote. Währenddessen wird Anna an einen abgelegenen Ort gebracht, wo sie mit einer Wahrheit konfrontiert wird, die alles infrage stellt, was sie über ihre Familie zu wissen glaubte. Doch die Zeit rast und Anna ist immer noch in akuter Gefahr, jetzt wo sie so viel weiß. Die Jagd auf das Gemälde geht weiter, mehrere Fragmente sind im Umlauf, Guerrini will sie alle. Francesco will den Teil des Gemäldes holen, den Saro und Antonio im Haus der Familie versteckt haben, da taucht wieder Guerrini auf. Dieses Mal droht die Situation endgültig zu eskalieren ...
00:45
Ein industrieller Schlachthof irgendwo in Deutschland. Jakob arbeitet als Wachmann, der bosnische Arbeiter Boris in der Schlachtung. Inmitten von Gewalt und Kälte entsteht zwischen ihnen eine stille Verbindung und die unausgesprochene Sehnsucht nach Freiheit. Als Jakob hilft, Boris' beschlagnahmten Pass zurückzuholen, geraten die beiden in einen Sog aus Macht und Ohnmacht, der sie vor folgenschwere Entscheidungen stellt.
01:15
In seinem Dokumentarfilm "Der Waldmacher" porträtiert Volker Schlöndorff den mit dem sogenannten Alternativen Nobelpreis, dem Right Livelihood Award, ausgezeichneten Agrarwissenschaftler Tony Rinaudo. Der Australier hat eine Technik entwickelt, bei der aus den jahrzehntelang lebendigen Wurzeln gefällter Bäume neue Sprösslinge hochgezogen werden. Dank dieser Wiederaufforstungsmethode namens "Farmer Managed Natural Regeneration" (FMNR) konnten nicht nur der Boden, sondern auch die Lebensgrundlage, Hoffnung und Würde von Tausenden afrikanischen Kleinbauern gerettet werden. "Der Chef aller Bauern" - wie er liebevoll in den Dörfern genannt wird - musste hart für seine Idee kämpfen, bis sie sich durchsetzte. Rinaudo arbeitet seit über 30 Jahren in der Sahelzone und wurde Zeuge von Verzweiflung und Hungersnöten, aber auch von Widerstandskraft, Entschlossenheit und Wandel. Schlöndorff begleitet den Agrarwissenschaftler in verschiedene afrikanische Länder, um sich ein Bild von den positiven Auswirkungen der FMNR-Methode auf die Wüstenbildung zu machen und stößt dabei immer wieder auf Probleme und Herausforderungen, die auch in Europa zu spüren sind - etwa Migrationswellen, Klimawandel oder die Ungleichheit der Geschlechter. Der Regisseur arbeitet mit afrikanischen Filmschaffenden zusammen, die über das Landleben und die Herausforderungen vor Ort berichten. "Der Waldmacher" zeigt gewöhnliche Menschen, die Außergewöhnliches leisten - ein Film über Gemeinschaft, Selbstermächtigung und Hoffnung.
02:45
Indonesien gehört mit seinen etwa 130 aktiven Vulkanen zu den vulkanreichsten Regionen der Erde. Der besonders faszinierende Vulkan Ijen im Osten der Insel Java, bildet den Gegensatz zum satten Grün der Wälder in der Gegend: Karges Gestein und giftige Schwefeldämpfe umgeben Arnaud, als er den Felsriesen erklimmt. Inmitten des Vulkans befindet sich der jadegrün leuchtende Kratersee Kawah Ijen, einer der säurehaltigsten Seen der Welt. Weder Tiere noch Mikroorganismen können in diesem sauren Milieu leben. Der Vulkan stößt ständig Gaswolken aus, die bei Arnaud zu einem Brennen im Rachen und einem Hustenreiz führen. Das stört die Bergarbeiter schon längst nicht mehr: Täglich steigen die "starken Männer Javas" in den Krater, um dort Schwefel abzubauen - ohne Schutzkleidung. Sarno, den Arnaud bei seiner strapaziösen Arbeit inmitten der dampfenden Hölle begleitet, macht diesem Namen seit mehr als 25 Jahren alle Ehre. Mit einer Art Brecheisen haut er das Schwefelerz aus dem Gestein und schleppt das gelbe Gold die steilen Kraterwände hoch - pro Tag bis zu 150 Kilogramm. Die Arbeit ist nicht nur hart, sondern auch riskant: Auf dem Grund des Kratersees können sich riesige hochgiftige Gasblasen bilden, die aufsteigen und an der Oberfläche explodieren - eine tödliche Gefahr. Auch die umliegende Bevölkerung ist von diesem "Säurefass" bedroht: Das saure Seewasser gelangt in die Flüsse und stellt eine große Gefahr für die Bevölkerung, die landwirtschaftlichen Kulturen und die Böden dar. Rund 10.000 Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und kämpfen mit gravierenden Gesundheitsproblemen. Als die Sonne untergeht, bietet sich Arnaud ein besonderer Anblick: Aus dem Krater des Ijen züngeln meterhohe blaue Flammen in die Lüfte. Das spektakuläre Naturschauspiel verbildlicht die Aktivität dieses Vulkans, die für die Menschen Lebensgrundlage und Gesundheitsrisiko zugleich bedeutet.
03:15
Der Vulkan Santiaguito in Guatemala ist vor weniger als hundert Jahren entstanden, aus erdgeschichtlicher Sicht nicht mehr als ein Wimpernschlag. Der junge Feuerberg ist ständig aktiv, sodass ein Aufstieg unmöglich ist. Stattdessen wählt Arnaud den Gipfel des benachbarten Vulkans Santa María als Beobachtungspunkt, den auch die Vulkanologen nutzen: An diesem Ort überwachen sie aus sicherer Entfernung den Santiaguito, denn der junge und unberechenbare Vulkan bedroht mit seinen Ascheeruptionen und den darauffolgenden Schlammströmen die gesamte Region. Bald könnte es wieder zu einem stärkeren Ausbruch kommen. Trotz der Bedrohung liegen mehrere große Fincas in den Nebelwäldern nicht weit vom Krater entfernt. Arnaud trifft Valdemar Martinez, der ihm erklärt, dass die Vulkanasche den Boden fruchtbar macht, aber zu viel davon die Blätter von der Photosynthese abhalten kann. Zwar fürchtet Valdemar die nächste schlimme Eruption, doch das Gefahrengebiet zu verlassen, kommt für ihn nicht infrage - wirtschaftlich gesehen wäre es ein riesiger Verlust. Die Glutriesen spielen auch für die Traditionen und den Glauben der Quiché, den Nachfahren der Mayas, eine wichtige Rolle: In ihrer Vorstellung ist ein Vulkan das Werk ihres Schöpfers, also ist es ein Privileg, in der Nähe ihres Lebensspenders zu wohnen. Der Schamane Mario Ovalle lädt Arnaud zum Neujahrsfest ein: Die Quiché danken für alles, was die Feuerriesen ihnen geschenkt haben.
03:40
Fotos können unser Weltbild beeinflussen. Und jedes Foto hat eine Entstehungsgeschichte. Das Magazin "Mit offenen Augen" ordnet Bilder ein und erklärt Hintergründe. Moderatorin Sonia Devillers liefert faszinierende Aufschlüsse, die über den ersten Blick hinausgehen.
03:55
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.