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TV Programm für ARTE am 16.05.2026

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ARTE Reportage 17:25

ARTE Reportage: Grönland / Kambodscha

Dokumentation

(1) Grönland: Stolz darauf, Inuit zu sein Drei Frauen reden über ihren Stolz, zum Volk der Inuit zu gehören. Sie stellen ihre indigene Identität in den Mittelpunkt ihres Lebens. Und sie leiten daraus politische Forderungen ab, gegenüber der Regierung in Dänemark, aber vor allem angesichts Donald Trumps Annexionsfantasien. (2) Kambodscha: Blut klebt an ihren Ziegeln Kambodscha boomt: In der Hauptstadt Phnom Penh wird ein Hochhaus nach dem anderen gebaut. Dafür wird Nachschub an Baumaterial benötigt, vor allem Ziegelsteine. In den Ziegeleien schuften deshalb in Schuldknechtschaft gehaltene Arbeiter Tag und Nacht.

Danach

Mit offenen Karten 18:20

Mit offenen Karten

Infomagazin

"Mit offenen Karten" berichtet in dieser Ausgabe aus den Vereinigten Staaten, genauer gesagt aus Texas, dem "Labor des Trumpismus" und historische Hochburg der amerikanischen Rechten. Der US-Bundesstaat mit der zweitgrößten Bevölkerungszahl gelangte über die Förderung von Erdöl zu Reichtum. Texas, das im 19. Jahrhundert Ziel vieler Einwanderer war, stellt sich heute als Speerspitze von Donald Trumps Anti-Immigrations-Politik auf. Auch wirtschaftlich spielt der US-Bundesstaat eine wichtige Rolle: aufgrund seiner Erdölvorkommen, aber auch als attraktiver Standort für Spitzenbranchen. Zum Leidwesen Kaliforniens, das bei US-Konzernen weniger begehrt ist als zuvor, zieht Texas einflussreiche Unternehmen an - allen voran die von Elon Musk.

Armenien: Die Rückkehr des Leoparden 18:35

Armenien: Die Rückkehr des Leoparden

Dokumentation

Arus Nersisian leitet das Arpa-Naturschutzgebiet, als erste und bislang einzige Frau Armeniens auf so einer Position. Nur 3.000 Hektar groß ist das Schutzgebiet mit seinen spektakulär rostroten Felsen in der Provinz Wajoz Dsor. Wilderer hatten die Artenvielfalt in der Region dezimiert. Nach Jahren intensiver Arbeit im Naturschutzgebiet feiert Arus mit ihrem Team nun einige Erfolge: Die Bezoarziegen haben sich signifikant vermehrt, einige Braunbärfamilien bevölkern das Gebiet. Selbst der Kaukasusleopard ist zurück in der Region, seitdem er hier wieder genügend Beute findet. Seine Entdeckung war einer der großen magischen Momente für Arus und die Ranger. Das Gata-Festival in Khachik ist benannt nach einem traditionellen Mandelkuchen. Neben Tänzen und Gesängen präsentiert hier Vahe Keushguerian, ein Armenier aus der Diaspora, den jüngsten Wein aus dem Bergdorf. Er hat die verwilderten Reben in Grenzlage reanimiert und unterstützt so die lokalen Bauern. Der Steinmetz Rouben Ghazaryan hingegen öffnet den Gästen die Augen für ein altes armenisches Weltkulturerbe. Er fertigt Chatchkare an, kunstvoll behauene Steinkreuze. Seine Inspirationsquelle ist das Kloster Norawank aus dem 13. Jahrhundert. Wenige Tage vor dem geplanten Festival in Khachik erobert Aserbaidschan Berg-Karabach. Auch in Khachik, an der Grenze zur aserbaidschanischen Exklave Nachitschewan im Westen Armeniens, fühlen sich die Bewohner bedroht. Deshalb wird das Gata-Festival abgesagt. Aber Arus hält an ihren Zielen fest, schließlich will sie, dass ihre Kinder eine Zukunftsperspektive in ihrer Heimat finden.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

360° Reportage 19:40

360° Reportage: Kirgisistan: Hoffnung für die Schneeleoparden

Reportage

Im Tien-Shan-Gebirge, einer in Teilen noch wilden und unberührten Region im Herzen Zentralasiens, haben es Wilderer vor allem auf das schöne Fell der Großkatzen abgesehen. Die kirgisische Naturschutzgruppe Bars ist daher ständig im Einsatz. Die Männer gehen jedem Hinweis auf Wilderei nach, überprüfen Waffenscheine und suchen im Gebirge nach aufgestellten Fallen. Befreite Tiere und auch solche, die keine Überlebenschance in der Natur haben, finden im Rehabilitationszentrum für Wildtiere Zuflucht. Zurzeit befinden sich hier zwei weibliche Schneeleoparden. In freier Wildbahn leben Leoparden meist kaum länger als zwölf Jahre. In der Auffangstation kann sich ihre Lebenszeit bei richtiger Pflege und Ernährung auf 25 Jahre verlängern. Im Fokus der Tierschützerinnen und Tierschützer aus Kirgisistan und Deutschland stehen aber vor allem die freilebenden Schneeleoparden - insbesondere, weil es immer weniger von ihnen gibt.

Mossul - Wiedergeburt einer antiken Metropole 20:15

Mossul - Wiedergeburt einer antiken Metropole

Dokumentarfilm

Nach drei Jahren Krieg und Besetzung durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) versucht Mossul, seine verlorene Identität wiederzufinden. 2017 lag die historische Altstadt in Trümmern. Acht Jahre später kehrt wieder Leben in die Straßen zurück. Mossul, eine der ersten Großstädte der Geschichte, wird vom Tigris durchquert. Seit dem Entstehen der Weltreligionen war die Stadt multiethnisch und multireligiös: Christen, Juden, Jesiden und Muslime lebten hier. Diese Vielfalt verlieh der Stadt einen eigenen Charakter. Die große Al-Nuri-Moschee, die Kirchen Al-Tahira und Mar-Toma, das schiefe Al-Hadba-Minarett - jenes städtische Erbe, das der IS zu zerstören versuchte - werden von Mossuls Bewohnern wiedererrichtet. In der gesamten Stadt hört man den Lärm der Räum- und Bauarbeiten. Experten, Architekten, Archäologen, Restauratoren und Hilfsorganisationen aus aller Welt unterstützen den Wiederaufbau. Als Erstes wollen die Menschen die Wahrzeichen ihrer Stadt wiederaufbauen. Durch ihr Engagement kehrt auch die Hoffnung zurück. Die sechsjährige Riesenbaustelle (2019-2025), eines der weltweit größten Wiederaufbauprogramme, brachte zahlreiche Fundstücke hervor: assyrische Relikte, verborgene Räume, illegale Gemälde - und ermöglichte neue Datierungen. So lebt das architektonische Erbe der Stadt wieder auf und liefert der Wissenschaft neue Erkenntnisse. Für die irakischen Handwerker bedeutet dies, traditionelle Handwerkskunst und Werkstoffe wiederzubeleben. Die Jüngeren haben neue Berufe erlernt und finden Zukunftsperspektiven in ihrer Stadt. Für Mossul beginnt damit eine Renaissance, allerdings nicht im politischen Sinne. Vielmehr besinnt sich die jahrtausendealte Stadt auf ihre entstehungsprägende Architektur und einzigartige Kunst: ein Neuanfang auch für das vom Krieg erschöpfte Volk.

Denkmäler der Ewigkeit 21:40

Denkmäler der Ewigkeit: Wo Löwen Aufzug fahren: Das Kolosseum in Rom

Dokumentation

Im ersten Jahrhundert nach Christus wurde mitten in Rom das größte Amphitheater aller Zeiten errichtet. Kaiser Vespasian, der mit dem Kolosseum seine neu begründete Dynastie legitimieren und das Volk Roms mit Brot und Spielen für sich gewinnen wollte, stellte dafür unbegrenzte Mittel zur Verfügung. Für die Demonstration der kaiserlichen Autorität bot das Bauwerk eine fantastische Kulisse: Zahlreiche Statuen, Säulen und Fresken an der Außenfassade und im Innenraum rühmten das Römische Reich als Nachfolger des antiken Griechenlands und als unbezwingbare Großmacht. Durch seine ovale Form bot das Kolosseum nach heutigen Berechnungen etwa 50.000 Zuschauern Platz. Die von der römischen Verwaltung für das Volk veranstalteten Spiele und Theateraufführungen wurden im Beisein des Kaisers abgehalten und hatten auch eine wichtige politische Funktion. Archäologische Ausgrabungen zeigen, mit welchem Einfallsreichtum alles darangesetzt wurde, um den Erfolg dieses PR-Instruments der kaiserlichen Macht sicherzustellen. Archäologische Funde an mehreren Grabungsorten zeugen vom kulturellen und wirtschaftlichen Stellenwert der Spiele im alten Rom. So verdeutlicht die Untersuchung der Gebeine von Gladiatoren, dass Technik und Strategie ihrer Kampfkunst ebenso wichtig waren wie heute beim Fußball. Die afrikanischen Mosaiken wiederum veranschaulichen die Bedeutung des Raubtierhandels für die Versorgung der Arenen. Im gesamten Reich entstanden Dutzende Amphitheater, die ab dem späten 5. Jahrhundert im Zuge des Untergangs des Römischen Reiches ebenso wie das Kolosseum allmählich verfielen.

Akropolis - Beraubtes Symbol 23:10

Akropolis - Beraubtes Symbol

Dokumentation

Der Parthenon, der Athena-Tempel auf der Akropolis, zählt zu den berühmtesten Bauwerken der Welt. Er gilt als Symbol der griechischen Kultur und steht für Schönheit und Demokratie - Werte, die in aufgeklärten Gesellschaften als grundlegend gelten. Kaum jemand kann sich seiner Anziehungskraft entziehen. Doch gerade sein Ruhm und seine Schönheit wurden ihm zum Verhängnis: Im Laufe der Zeit wurde er schwer beschädigt und entstellt. Einst war der Parthenon ein prachtvoller Tempel, reich verziert mit Skulpturen und Reliefs. Doch heute sind davon nur noch Fragmente übriggeblieben. Die übrigen Teile sind über verschiedene europäische Museen verstreut, darunter der Vatikan, der Louvre, Wien, München, Würzburg, Kopenhagen - vor allem aber das British Museum in London. Dort wird die Hälfte des noch erhaltenen Bauschmucks ausgestellt, ein wahrer Schatz, der jährlich Millionen von Besuchern anlockt. Seit über 200 Jahren wird um diese Skulpturen gestritten, die als Höhepunkt der Kunst und Vermächtnis der Athener Demokratie gelten. Doch das British Museum weigert sich bis heute, sie zurückzugeben. Selbst der Charme einer Melina Mercouri, der früheren griechischen Kulturministerin und ehemaligen Filmdiva, die in den 1980er Jahren für die Rückführung der Skulpturen kämpfte, vermochte nichts daran zu ändern. Der Fall ist so prominent, dass sogar Hollywoodschauspieler wie George Clooney sich für die Rückgabe an Griechenland aussprechen. Seine Frau Amal war als Anwältin ebenfalls in den Fall involviert. Ist es Raubkunst oder Weltkunst? Der Fall ist äußerst komplex. Wie konnte ein einzelnes Bauwerk eine derartige Bedeutung erlangen? Und wann werden die Skulpturen endlich in Athen wiedervereint?