Jetzt 20:15 22:30
Zeit auswählen
Datum auswählen
Mo Di Mi Do Fr Sa So 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22

TV Programm für ARTE am 05.11.2026

Tierische (R)Evolution 05:00

Tierische (R)Evolution: Unsere Erde

Dokumentation

Diese Folge beginnt im Senegal: Die hier lebenden Schimpansen - die nächsten Verwandten des Menschen - sind stark von ihrer Umwelt abhängig. Bei Dürre müssen sie ihren gesamten Erfindungsreichtum aufbringen, um Nahrung und Wasser aufzuspüren. In Alaska haben die Buckelwale mit anderen Problemen zu kämpfen. Sie sind die Hüter eines Ozeans, dessen Veränderungen nicht immer mit bloßem Auge und manchmal nur in biologischen Daten sichtbar werden. In einem abgelegenen Gebiet ernähren sich die Buckelwale mittlerweile von Junglachsen - einem Fisch, der bisher nicht auf ihrem Speiseplan stand. Es scheint, als stünde der Wal dem Menschen in Sachen Erfindungsgabe in nichts nach. Im Hochland der Sierra Nevada ist eine Schmetterlingsart besonders vom Klimawandel betroffen: Euphydryas editha. Seit 30 Jahren beobachtet Camille Parmesan, wie dieser Falter in Reaktion auf den weltweiten Temperaturanstieg in immer größere Höhen ausweicht. Damit erbrachte sie einen der ersten Beweise für die Reaktion von Tieren auf die Erderwärmung. In den Wäldern Kanadas hat ein reiskorngroßes Insekt einen erheblichen Einfluss auf seinen Lebensraum: Der Bergkiefernkäfer, dessen Evolution parallel zu jener der Bäume verlief. In Zeiten des Klimawandels ist das Insekt zur Gefahr für Milliarden von Bäumen geworden. Auf den Galapagos-Inseln, deren Tierwelt Charles Darwin wichtige Impulse für seine Evolutionstheorie gab, beobachten Forschende heute eine extreme Form der physiologischen Anpassung. Sie haben festgestellt, dass Meerechsen ihr Skelett verkleinern und wieder vergrößern können. Eine Gruppe von Forschenden versucht herauszufinden, wie ihnen das gelingt.

360° Reportage 05:55

360° Reportage: Das Fischerstechen von Sète

Reportage

Im August ist es endlich wieder so weit, die kleine Stadt Sète bereitet sich auf das Fest Saint Louis vor. Die Stadt ist in Aufruhr, denn sie feiert sechs Tage lang ein Fest zu Ehren von Ludwig XIV, dem Gründer des Hafens von Sète im Jahr 1666. Anlässlich dieses Festes werden die Joutes Languedociennes ausgetragen, die prestigeträchtigen Seespiele. Christophe Bancilhon und auch sein Sohn Vincent werden in unterschiedlichen Gewichtsklassen antreten - der mit den Jahren etwas beleibte Vater Christophe in der Kategorie Schwergewicht. Werden sie den ersehnten Sieg einfahren können? In Sète gibt es sieben Ritterspielvereine, einer davon ist der 1947 gegründete Jeune Lance Sétoise. Jeden Dienstag trainieren die Aktiven in ihrem Stadtviertel auf Holzkarren, die die Boote simulieren, die später beim Turnier auf dem Wasser gegeneinander antreten. Immer und immer wieder werden die Abläufe und Bewegungen trainiert. Es geht darum, einen ganz selbstverständlichen Automatismus zu erreichen, denn Präzision ist das Wichtigste in den nicht ganz ungefährlichen Duellen. Vor den Wettkämpfen des Fischerstechens, wie die Spiele auch genannt werden, findet ein Umzug der ganz in weiß gekleideten Stecher statt, der von traditioneller Musik begleitet wird. Danach stellen sich die Stecher auf das Standpodest des Bootes, um das Turnier zu beginnen. Zum Zeitpunkt des Angriffs berühren sich die beiden Boote auf der rechten Seite, um den Stechern zu ermöglichen, mit Hilfe von Schild und Lanze den Sturz des Gegners ins Wasser zu bewirken. Gewinner ist derjenige, der auf seinem Standpodest stehenbleibt. Die Turniere werden verbissen geführt, die Kampfwerkzeuge wirken martialisch. Die Turniere sind weitaus mehr als nur ein Sport, es geht um Kameradschaft, um Freundschaften, um historische Rituale und letztlich um Ehre und Familie.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Indien: Vada Pav

Essen und Trinken

Der Veggie-Burger aus Mumbai: Vada Pav / Ein Biss'chen Heimat: Priya, eine Inderin auf Malta / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Marokko / Ardennen / Irland

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Nass El Ghiwane: die "Rolling Stones Marokkos" / Erinnerung an die Ardennenoffensive / Norwegen: Williams Kabeljau mit Romesco-Soße / Irland: Bitte weitersagen!

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Jamaika / Japan / New York

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Jamaika: Eine lebendige Feder / Japan: Das Handwerk als Hüter der Tradition / Finnland: Tuulas Kohlauflauf / New York: Die geheime U-Bahn von Manhattan

Der Hunsrück 08:55

Der Hunsrück: Das Gebirge des scheinbar nie endenden Waldes

Landschaftsbild

In der Region um den Ort Bundenbach haben bis in die 1960er Jahre viele Menschen vom Schieferabbau gelebt. Bis heute erzählen unzählige stillgelegte Stollen von dieser Zeit. Der Bergbauingenieur Christian Wild und der Fledermausexperte Andreas Kiefer begeben sich auf Spurensuche. Dabei finden sie nicht nur erstaunlich gut erhaltene Relikte aus der Bergbauzeit - wo früher Schiefer abgebaut wurde, haben sich heute Fledermäuse in den Höhlen eingenistet. Zwischen steilen Hängen und tiefen Tälern: In der wunderschönen Umgebung des Moseltals sind Steffen Carmin und Hanna Braun mit ihren 250 Schafen auf Wanderschaft. Die Tiere sind Landschaftspfleger und halten die Wiesen offen für seltene Pflanzen. Der Hunsrück ist auch das Habitat der scheuen Wildkatze. Mehr als 100 der seltenen Exemplare leben hier - das ist die größte zusammenhängende Population Westeuropas. Wildnispädagogin Maria Salomé Hoffmann kann ihre Spuren lesen und lockt die Tiere mit einer selbst gemachten Baldriantinktur vor die Fotokamera.

Die Ardennen 09:40

Die Ardennen: Die unberührte Seele Belgiens

Landschaftsbild

Der größte Teil der Ardennen liegt im Südosten Belgiens in der französischsprachigen Wallonie. Im Osten geht das Schiefergebirge der Ardennen in die deutsche Eifel über, bedeckt weiter südlich rund ein Drittel des Großherzogtums Luxemburg und dehnt sich ganz im Süden bis nach Frankreich hinein aus. In den Hochmooren des Hohen Venn erstreckt sich ein 5.300 Hektar großes Naturschutzgebiet, eine für Mitteleuropa höchst ungewöhnliche Tundra-Landschaft: kalt, karg, fast baumlos, aber mit einer breiten Heidevegetation, in der viele Tiere eine Heimat gefunden haben. Seltene Vögel wie der Auerhahn leben hier, die Kreuzotter, der Biber und vor einigen Jahren ist auch der Wolf zurückgekehrt. Naturschützer freut das, manche Schäfer eher weniger. Der Förster Thomas Wislet versucht, die Bewegungen des Wolfes mit Fotofallen und DNA-Analysen nachzuverfolgen. Zurzeit gibt es zwei Wolfsmeuten in den Ardennen und immer wieder ziehen weitere Einzeltiere durch das Naturschutzgebiet. Mit fast 700 Meter Höhe sind die Ardennen zwar nicht das Dach der Welt, aber das Dach Belgiens. Durch die niedrige Durchschnittstemperatur finden sich hier zahlreiche Pflanzenarten, die sonst eher in nördlicheren Breiten zu Hause sind. Und so finden Françoise Gabriel und Karin Laschet hier Heilkräuter, die es sonst kaum noch gibt. Sie schwören auf deren einzigartige Heilwirkung. Doch es gibt in den Ardennen noch ein weiteres Biotop für vielfältige Lebensformen: Die Ardennen sind von einem Geflecht aus Höhlen und Grotten und unterirdischen Flussläufen durchzogen.

Die Black Mountains 10:20

Die Black Mountains: Die nebligen Hügel des Nordens

Landschaftsbild

Die Black Mountains liegen im Südosten von Wales an der Grenze zur englischen Grafschaft Herefordshire und sind Teil des Nationalparks Bannau Brycheiniog (Brecon Beacons). Die Bergrücken der Black Mountains erstrecken sich wie lange Finger von Nord nach Süd. Steht die Sonne tief, erscheinen die Berge schwarz im Gegenlicht. Auch der Abbau von Sandstein und Torf bringt das Schwarz in die überwiegend grünen Berge. Wer hier lebt, liebt die Gemeinschaft und setzt sich für den Erhalt der einzigartigen Landschaft und Tierwelt ein. Besonders geschützt werden Rotmilane, Dachse sowie seltene Fledermausarten. Am Llangorse Lake züchtet Coline Preece Biber, um damit das empfindliche Ökosystem zu retten. Am Berg Bryn Arw arbeitet Keith Powell daran, die von Adlerfarn überwucherten Bergrücken wieder zu bewalden. Als Gletscher in der letzten Eiszeit die Berge, Hügel und Täler der Black Mountains formten, wurden in der ganzen Region Sedimente abgelagert. Gwenda Binns nennt die rote, besonders tonhaltige Erde "dirt". Shaun Bevan baut damit Mountainbike-Strecken auf ihrem Ackerland. Den Ursprung dieser besonders formbaren Erde hat Kerry Crosfield unter Tage gefunden: Die Black Mountains werden von einem der längsten Höhlensysteme Europas durchzogen.

Re: 11:25

Re:: Bye Bye Trump - Auswandern nach Spanien

Reportage

Anfragen zu US-Ausbürgerung haben bei den Suchmaschinen um 1.500 Prozent zugelegt. Die Zahl der in den Niederlanden lebenden US-Bürger ist von 15.000 auf 24.000 gestiegen. In Portugal hat sie sich verdreifacht - heute liegt sie bei 15.000, und auch in Spanien ist die Zahl der Visumsanträge in neun Jahren um 70 Prozent gestiegen. 41.000 US-Amerikaner haben in Spanien mittlerweile ihren ständigen Wohnsitz. Nicht nur wohlhabende US-Bürger, sondern auch Mittelklassefamilien, alleinerziehende Mütter, Akademikerinnen und Akademiker lassen sich zunehmend in Spanien nieder. Unter ihnen: Chris Kelly mit ihrer Tochter Theresa. Sie kommen nicht mehr zurecht im neuen Amerika. Sie haben alles zurückgelassen und wollen in Barcelona ein neues Leben beginnen - weit weg von Gewalt und mit der Hoffnung auf eine bessere Lebensqualität. Cepee Tabibian ist ebenfalls Teil der US-amerikanischen Diaspora in Spanien. Seit zehn Jahren lebt sie nun schon hier. Die ehemalige Personalerin hat ihr Büroleben in den USA hinter sich gelassen. Heute ist sie Influencerin und Auswanderungscoach in Malaga. Seit der Wahl Donald Trumps werden ihre Videos für einen Umzug nach Europa immer häufiger geklickt. In den sozialen Netzwerken hat sie mehr als 65.000 Follower. Vanessa Velasquez hat sich für Madrid entschieden. Sie stammt aus einer kolumbianischen Familie - die Amtssprache Spanisch war für die Wahl ihres Ziellandes entscheidend. Die junge Frau ist lesbisch und lebte in der Republikaner-Hochburg Texas. Ihre sexuelle Identität war der wichtigste Faktor bei ihrer Entscheidung die USA zu verlassen.

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Taiwan: Hähnchen mit Ananas

Essen und Trinken

Süss-salzige Spezialität aus Taiwan: Hähnchen mit Ananas / Ein Biss'chen Heimat: Kay, eine taiwanische Köchin in Paris / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Kopenhagen / Île de Groix / USA

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Kopenhagen: Eckersbergs akribische Pinselstriche / Île de Groix: Im Königreich der schwarzen Bienen / Albanien: Adelinas Lamm mit Joghurtsoße / USA: Attraktion mit Widerspruch

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Kuala Lumpur / Türkei / Kanada

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Kuala Lumpur: Mord im urbanen Dschungel / Türkei: Der himmlische Sound der Ney / El Salvador: Julis frittierter Fisch / Kanada: Schwarze Pioniere

Kommissar Maigret sieht rot 14:00

Kommissar Maigret sieht rot

Kriminalfilm

Im Pariser Stadtteil Pigalle wird ein Amerikaner aus einem vorbeifahrenden Wagen erschossen. Kommissar Maigrets Kollege, Inspektor Lognon, wird Zeuge des Verbrechens. Er alarmiert die Polizei, doch als diese eintrifft, ist die Leiche verschwunden. Für Maigret beginnt ein rätselhafter Fall. Die Spuren führen ihn tief in das Milieu amerikanischer Gangster, die sich in Paris ein neues Machtzentrum aufbauen wollen. Trotz des Drucks amerikanischer Diplomaten und Ermittlungsbehörden verfolgt Maigret unbeirrt seinen Plan. Plötzlich wird Lognon entführt ... Mit "Kommissar Maigret sieht rot" inszenierte Gilles Grangier einen Kriminalfilm, der klassische Ermittlungsarbeit mit dem Film-noir-Flair des Paris der 1960er Jahre verbindet. Jean Gabin spielt den berühmten Kommissar mit ruhiger Autorität und feinem Gespür für die Menschen hinter dem Verbrechen. Der Krimi ist Jean Gabins dritte und letzte Verkörperung des legendären Kommissars Jules Maigret. Die Verfilmung basiert auf Georges Simenons Roman "Maigret, Lognon und die Gangster" aus dem Jahr 1951. Regisseur Gilles Grangier drehte an Originalschauplätzen in Paris und setzte mit Michel Legrands Musik auf einen nüchternen, spannungsvollen Stil, der den Maigret-Filmen bis heute ihren besonderen Charakter verleiht.

Harry vs. William - Der royale Bruderzwist 15:25

Harry vs. William - Der royale Bruderzwist

Dokumentation

"Heir" und "Spare" - im Englischen ist es scheinbar nur ein kleiner Unterschied und doch stecken dahinter zwei völlig unterschiedliche Lebenskonzepte: Der eine ist der Thronfolger - auserkoren dazu, die Krone zu tragen, in die Geschichtsbücher einzugehen und den Fortbestand der Monarchie zu sichern. Der andere ist Reserve - sein Schicksal hängt ganz davon ab, was mit dem Älteren geschieht. Sollte dieser frühzeitig ums Leben kommen, dann rückt er nach und wird zum Thronfolger. Im Fall der Windsors ist dies gänzlich unrealistisch, denn inzwischen sind die Kinder von William in der Thronfolge vor Harry. In seinem Buch "Spare" (deutscher Titel: "Reserve") schildert Harry, wie er sich sein Leben lang an der Ungerechtigkeit abgearbeitet hat, dass die Thronfolge nichts mit Leistung oder Verdienst, sondern nur mit der Tradition und dem Recht des Erstgeborenen zu tun hat. Doch er genießt Freiheiten im Leben, die seinem Bruder William nicht gewährt werden. Als Thronfolger ist es dessen Aufgabe, dem Land zu dienen und den Fortbestand der Monarchie durch Nachwuchs zu sichern. Für ihn gilt die alte Losung: "never complain, never explain". Die Dokumentation beleuchtet Ehre und Bürde der Thronfolgerschaft, das Schicksal des Zweitgeborenen sowie die Rolle der Eltern, der Partnerinnen und der Medien - und ordnet sie mit Hilfe von Expertinnen und Experten ein. Sie verhandelt am Beispiel der Windsors aber auch Themen universeller Geschwisterkonflikte.

Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See 16:25

Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See: Singapur

Abenteuer und Action

Der Katamaran "Nomade des mers" nimmt Kurs auf Singapur. Dort wollen Coline und Corentin ein Verfahren untersuchen, das landwirtschaftlichen Anbau auf kleinstem Raum und mit geringem Wasserverbrauch ermöglicht: Aquaponik - ein Verfahren, das Techniken der Aufzucht von Fischen in Aquakultur und der Kultivierung von Nutzpflanzen mittels Hydrokultur verbindet. Während Singapur 90 Prozent seiner Lebensmittel importiert, versuchen einige motivierte "urbane Landwirte", eine selbstständige Nahrungsversorgung im Stadtstaat zu ermöglichen. Coline und Corentin lassen sich von der revolutionären Anbautechnik überzeugen.

Serbien, Land des Wassers 16:55

Serbien, Land des Wassers

Dokumentation

Serbien ist geprägt von Wasser. Die Donau und die großen Flüsse Save, Morava, Drau und Theiß tragen Wasser in das Land hinein. Dort, wo vor Millionen von Jahren ein riesiges Binnenmeer die Ebene bedeckte, entstand ein einzigartiger Lebensraum mit vielfältigen Ökosystemen und ein Hotspot für Biodiversität. Das Eiserne Tor ist die größte Flussklippenlandschaft Europas. Hundert Kilometer lang hat sich die Donau einen Weg durch die Südkarpaten zum Schwarzen Meer geschaffen. Die dichten Wälder der Tara gehören zu den letzten Rückzugsgebieten des Braunbären auf dem Balkan. Bevor der Schnee die Gebirgshänge in eine dichte Decke hüllt, begibt er sich auf die Suche nach einem Ort, wo er die kalten Wintermonate überstehen kann. In den Ausläufern der Karpaten hat das Wasser tiefe Karsthöhlen in die Gebirgsregion gegraben. Die Lazareva-Höhle ist mit ihren 9.818 Metern die längste Höhle in ganz Serbien und Lebensraum für Arten, die nur hier vorkommen. In den Steilklippen des Uvac-Canyons lebt der Gänsegeier. Der Greifvogel galt in Serbien bereits als ausgestorben. Doch intensive Schutzmaßnahmen konnten seinen Bestand bewahren. Im Herbst, wenn das Wasser zurückkehrt, erwacht das Naturreservat Slano Kopovo zum Leben. Jahr für Jahr rasten hier Zehntausende Zugvögel. Sie kommen aus Skandinavien, Russland, dem Baltikum und ziehen weiter nach Griechenland und Nordafrika. Rund 200 Vogelarten wurden hier bereits gesichtet. Kraniche, Wildgänse, Enten - sie finden hier alles, was sie für ihre strapaziöse Reise benötigen.

Im Bauch von Hamburg 17:50

Im Bauch von Hamburg: Der Isemarkt

Dokumentation

Auf dem Hamburger Isemarkt bieten rund 200 Stände Obst, Brot, Gemüse, Fisch, Backwaren und sogar Bonbons an. Der Markt erstreckt sich über knapp einen Kilometer unter dem U-Bahn-Viadukt, das die Händler und ihre Waren vor Sonne und Regen schützt. Das ist einer der Gründe, weshalb der Isemarkt bei Anwohnern und Besuchern gleichermaßen beliebt ist. Die hier angebotenen frischen Produkte stammen aus den Regionen, die die Stadt umgeben: aus Niedersachsen im Westen, der Lüneburger Heide im Süden, Schleswig-Holstein im Norden und von den Biohöfen im Osten. Das Alte Land in Niedersachsen zählt zu den größten Obstanbaugebieten Deutschlands und Europas. Seit dem 14. Jahrhundert werden hier Äpfel kultiviert, die den größten Teil der Ernte ausmachen, daneben auch Kirschen, Birnen und Pflaumen. Das fruchtbare Marschland ist von Kanälen und Flüssen durchzogen und geprägt von Obstplantagen ebenso wie von historischen Schleusen, kleinen Häfen, Leuchttürmen, Mühlen, Kirchen und reich verzierten Bauernhäusern. Der auf dem Markt angebotene Zander stammt direkt von Elbfischern, die ihren Fang fast täglich an die Standbetreiber verkaufen. Der Kohl wächst auf der anderen Elbseite in Schleswig-Holstein. Auch das Fleisch der Heidschnucke aus der Lüneburger Heide gilt als Spezialität - ebenso wie Tee und Sirup, die aus der dort blühenden Ringelblume hergestellt werden. Die meisten Händlerinnen und Händler auf dem Isemarkt sind selbst Erzeuger. Sie zeigen, wie sie ihre Spezialitäten anbauen und produzieren. So wird deutlich, wie wichtig der Markt für sie ist: Der Direktverkauf schafft eine unmittelbare Beziehung zur Kundschaft, die auf Vertrauen und Beständigkeit beruht.

Im Bauch von Ljubljana 18:35

Im Bauch von Ljubljana: Der Zentralmarkt

Dokumentation

Ljubljana ist eine mittelalterliche Stadt mit starkem barockem Einfluss. Der Zentralmarkt am Flussufer der Ljubljanica erstreckt sich über zwei offene Plätze, die an der Kathedrale und einem Priesterseminar vorbeiführen. Hier werden Kirschen aus der hügeligen Region an der Grenze zu Italien angeboten, Sirup aus Holunderbeeren, die in den Wäldern am Fuße der Alpen wachsen, sowie Wurstwaren, Frischfleisch und die berühmte Krainer Wurst. In der gleichen Abteilung kann man verschiedene regionale Käsesorten, im Holzofen gebackenes Brot, Kekse und Gebäck kaufen. Diese kulinarische Vielfalt verdeutlicht, wie sich dieses kleine Land und seine Hauptstadt zu einem Zentrum für Feinschmecker entwickelt haben. Ein Säulengang, der an das antike Griechenland erinnert, begrenzt den Bereich entlang des Flusses und beherbergt den Fischmarkt und verschiedene Cafés. Das von Joze Plecnik in den 1930er Jahren entworfene Gebäude mit deutlichen Renaissance-Einflüssen ist ein slowenisches Nationaldenkmal und zählt zu den interessantesten Marktkomplexen in Europa. Zudem ist Ljubljana eine der grünsten Städte Europas. So durchzieht beispielsweise ein Bienenpfad die Stadt: Auf über 800 Dächern stehen Bienenstöcke, die für einen delikaten Honig sorgen, der ebenfalls auf dem Markt verkauft wird. Und in einem Geschäft ganz in der Nähe wird das berühmte Piran-Salz angeboten, gewonnen an der Adriaküste nach einer über 700 Jahre alten Tradition.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus: Midterms: Die US-Farmer und Trumps Kriege

Infomagazin

Donald Trump hatte der amerikanischen Landwirtschaft mit seiner "America First"-Politik die Rückkehr in ein goldenes Zeitalter versprochen. Doch mit dem Krieg im Nahen Osten hat er die Preise für Kraftstoffe und Düngemittel in die Höhe getrieben. Die ländliche Bevölkerung kritisiert zudem seinen Zollkrieg, auf den China mit einer Einschränkung seiner Käufe von US-Soja reagiert hat.

Re: 19:40

Re:: Stau in Istanbul

Reportage

Asl? Kireçtepe liebt ihre Heimatstadt Istanbul - und verflucht sie jeden Tag aufs Neue. Jeden Werktag bringt die Medizin-Dozentin ihre Tochter mit dem Auto zur Schule, fährt dann zur Arbeit. Immer steht sie im Stau - durchschnittlich drei bis vier Stunden jeden Tag. Öffentliche Verkehrsmittel sind für sie keine Alternative, da es keine passenden Verbindungen gibt. Rentner Ali Ta?l?çukur versucht, aus der Not eine Tugend zu machen. Am Zubringer der Bosporusbrücke verkauft er morgens Wasser an die Autofahrer im Stau. Der 66-Jährige ist dabei stets tadellos gekleidet, in Hemd und Krawatte. Trotz Hüftproblemen steht er täglich mitten auf der Schnellstraße. Er erinnert sich, dass Istanbul in seiner Kindheit drei Millionen Einwohner hatte - heute sind es mehr als 16 Millionen. Das rasante Bevölkerungswachstum ist der Hauptgrund für Istanbuls Verkehrschaos. Laut internationaler Studien verliert man hier durchschnittlich 118 Stunden pro Jahr im Stau - ein trauriger Weltrekord. Die geografische Lage auf zwei Kontinenten und die engen Querverbindungen durch Brücken und Tunnel machen es für die Stadtverwaltung herausfordernd, daran etwas zu verbessern. Neue Straßen und U-Bahnlinien sollen Abhilfe schaffen. Bis das Wirkung zeigt, versucht Mesut Çeki, den Istanbuler Verkehr zu bezwingen. Er ist Motorradkurier, einer von Hunderttausenden in der Stadt. Wo die Autos im Stau stehen, schlängelt er sich durch den Verkehr. Stets ist er unter großem Zeitdruck. Firmen und Kunden erwarten von ihm eine rasante Lieferung. Dafür riskiert er nicht selten sein Leben.

Unser Körper - Unsere Zellen 20:15

Unser Körper - Unsere Zellen: Gibt es ewiges Leben im Mikrokosmos?

Dokumentation

Was geschieht im Inneren unserer Zellen? Wie entstehen Gesundheit und Krankheit? Und welche Möglichkeiten eröffnet die Forschung, wenn sie die kleinsten Bausteine des Lebens immer genauer versteht? Den Ausgangspunkt bildet die Geschichte von Henrietta Lacks. Sie stirbt 1951 in Baltimore an Gebärmutterhalskrebs. Doch ihre Zellen leben weiter. Die sogenannten HeLa-Zellen werden bis heute in Laboren auf der ganzen Welt vermehrt und haben die moderne Medizin entscheidend geprägt. Ihre Geschichte eröffnet den Blick auf eine Welt, die lange verborgen blieb: das komplexe Innenleben unserer Zellen. Dank neuer Mikroskopie-Verfahren können Forschende heute beobachten, was dort geschieht. Im Zellinneren arbeiten Proteine, molekulare Motoren und Mitochondrien auf engstem Raum zusammen. Sie erzeugen Energie, transportieren lebenswichtige Stoffe und koordinieren die Abläufe des Lebens. Was unsichtbar erscheint, bestimmt jeden Moment unseres Daseins. Wie eng diese Prozesse mit persönlichen Schicksalen verbunden sind, zeigt der ehemalige Profifußballer Sergi Samper. Trotz Typ-1-Diabetes spielt er jahrelang auf höchstem Niveau. Seine Geschichte verdeutlicht, welche Folgen es hat, wenn das Hormon Insulin fehlt und die Energieversorgung der Zellen aus dem Gleichgewicht gerät. Eine weitere Geschichte führt nach Boston. Dort schwebt die kleine Georgia nach ihrer Geburt in Lebensgefahr, weil ihr Herz schwer geschädigt ist. Als kaum noch Hoffnung besteht, entscheiden sich die Ärzte für einen außergewöhnlichen Eingriff: Sie übertragen gesunde Mitochondrien aus ihren eigenen Zellen in das geschädigte Herzgewebe. Zwischen bahnbrechender Forschung und persönlichen Schicksalen entsteht das Bild einer Wissenschaft im Aufbruch. Je besser Forschende die Vorgänge in unseren Zellen verstehen, desto gezielter können sie Krankheiten behandeln. Wie weit wollen wir in die Prozesse des Lebens eingreifen?

Unser Körper - Unsere Zellen 21:05

Unser Körper - Unsere Zellen: Woher kommt die Energie des Lebens?

Dokumentation

Warum altern wir? Lässt sich das biologische Altern verlangsamen? Können genetisch veränderte Tierorgane Leben retten oder ausgestorbene Arten zurückgebracht werden? Die Zellforschung sucht heute Antworten auf Fragen, die lange wie Science-Fiction klangen. Im Mittelpunkt stehen die grundlegenden Prozesse des Lebens: Zellteilung, Energiegewinnung und die Mechanismen des Alterns. Forschende entdecken, dass alternde Zellen nicht nur selbst ihre Funktion verlieren, sondern auch gesundes Gewebe beeinflussen können. Neue Wirkstoffe sollen diese Prozesse gezielt verändern und damit die Zeitspanne verlängern, in der Menschen gesund bleiben. Wie eng wissenschaftliche Erkenntnisse und persönliche Schicksale miteinander verbunden sind, zeigt die Geschichte von Towana Looney. Nach Jahren an der Dialyse erhält sie als eine der ersten lebenden Patientinnen eine genetisch veränderte Schweineniere. Der Eingriff steht beispielhaft für die Hoffnungen und Risiken einer Medizin, die zunehmend an den Grundlagen des Lebens ansetzt. In Kenia kämpfen Forschende und Wildhüter um das Überleben des Nördlichen Breitmaulnashorns. Sie versuchen, eine nahezu ausgestorbene Tierart zu retten. Dazu wollen sie aus Hautzellen neue Keimzellen gewinnen. Was zunächst wie Science-Fiction klingt, wird inzwischen auch mit Blick auf mögliche Anwendungen beim Menschen erforscht. Doch mit jeder neuen Erkenntnis stellt sich auch eine gesellschaftliche Frage: Wie weit wollen wir eingreifen? Und welche Grenzen sollten wir uns dabei setzen?

Leben mit Hightech-Prothesen 22:05

Leben mit Hightech-Prothesen: Hoffnung für Körper und Seele?

Dokumentation

"Wenn ich im Rollstuhl sitze, fühle ich mich oft entmündigt", sagt Georg, der nach einer Sepsis vierfach amputiert ist. Sein Ziel ist es, wieder selbstständiger zu werden und dadurch auch wieder anders wahrgenommen zu werden. Dabei helfen könnten ihm Hightech-Prothesen für Arme und Beine. Diese Erfahrung hat zumindest Psychologe Bertolt Meyer gemacht: Er kam ohne linken Unterarm zur Welt und trägt eine Prothese, die sich über Nerven- und Muskelsignale bewegen lässt. "Es ist beeindruckend, wie sehr diese Prothese die Reaktion meines Umfelds und darüber auch mein Selbstwertgefühl verändert hat. Ich habe mich gefragt: Geht das nur mir so? Oder ist diese Reaktion auf Hightech-Prothesen ein generelles Phänomen?" Rund zwei Millionen Menschen in Europa haben aufgrund einer Krankheit, eines Unfalls oder von Geburt an eine fehlende Gliedmaße. Das schränkt sie massiv ein und kann psychologisch stark belasten. Sie fallen auf, fühlen sich oft nicht "normal". Psychologische Grundbedürfnisse wie Autonomie, sozialer Anschluss und Kompetenz können dadurch auf der Strecke bleiben. Dank innovativer Technik sind viele Körperteile inzwischen ersetzbar - doch wie sehr können Hightech-Prothesen Menschen tatsächlich körperlich und seelisch helfen? Der Film begleitet vier Menschen, die mit ganz unterschiedlichen Verlusten umgehen müssen: Guus van Eck erlitt als Kind Verbrennungen an 50 Prozent seiner Haut. Jean Marc Castelnaud verlor durch Krebs seine Nase. Sonja Luz lebt ohne rechten Arm. Georg Winterling mussten wegen einer Sepsis beide Arme und Beine amputiert werden. Psychologe und Prothesenträger Bertolt Meyer erforscht die Selbst- und Fremdwahrnehmung von Menschen mit und ohne Prothesen und ordnet ihre Erfahrungen wissenschaftlich ein.

Anatomie eines Augenblicks 23:00

Anatomie eines Augenblicks: Ein Politiker

Drama

Madrid, 1981: Der Ursprung dieser Geschichte ist ein Bild. Das Bild jenes Augenblicks der Schüsse im spanischen Parlament. Putschisten versuchen, die junge Demokratie Spaniens zu stürzen. Während Abgeordnete unter den Bänken Schutz suchen, bleiben drei Männer aufrecht. Einer von ihnen ist der noch amtierende Ministerpräsident Adolfo Suárez. Er verlangt von dem bewaffneten Oberst Antonio Tejero eine Erklärung - und wird abgeführt. In diesem Moment glaubt Suárez, dass sein Todesurteil gesprochen ist. Er gehört in dieser Zeit zu den vom Militär meistgehassten Männern im Parlament. Mit Charisma und Geschick hatte er es geschafft, nach Francos Tod von König Juan Carlos zum Ministerpräsidenten ernannt zu werden. Bei seinem Amtsantritt hatte er auf die franquistischen Gesetze geschworen, um sie dann durch eine moderne Verfassung zu ersetzen ... Inspiriert von dem gleichnamigen Buch "Anatomía de un instante" von Javier Cercas erinnert diese historische Serie von 2025 daran, wie fragil eine Demokratie sein kann. Regie führte Alberto Rodríguez, der 2014 mit "La isla mínima - Mörderland" einen der erfolgreichsten Filme Spaniens realisierte. Ministerpräsident Suárez wird von Álvaro Morte gespielt, bekannt unter anderem durch seine Rolle als Professor in "Haus des Geldes".

Anatomie eines Augenblicks 23:40

Anatomie eines Augenblicks: Ein Kommunist

Drama

Beim Putschversuch 1981 im spanischen Parlament ist die Reaktion des Kommunistenführers Santiago Carrillo eine ruhige: Er bleibt im Plenarsaal aufrecht sitzen, als könne er das Schlimmste ohnehin nicht verhindern. Denn der Hass des Militärs gegen ihn sitzt tief. Die Generäle machen ihn für die Erschießung ihrer Kameraden im Bürgerkrieg verantwortlich. Nach 38 Jahren im französischen Exil war Carrillo nach Francos Tod heimlich nach Spanien zurückgekehrt. Eine gefährliche Angelegenheit, er hätte jeden Moment verhaftet oder erschossen werden können. Doch er hat ein Ziel: Die Legalisierung der kommunistischen Partei. Als er schließlich eine illegale Pressekonferenz gibt, wird er wenig später von der spanischen Polizei verhaftet. Aber Ministerpräsident Suárez findet einen Weg, ihn aus der Haft zu entlassen, und trifft sich zu geheimen Verhandlungen mit ihm. Um sich demokratisch zu legitimieren, will Suárez die kommunistische Partei erlauben - aber nur unter der Bedingung, dass Carrillo die Monarchie anerkennt. Etwas, das den Kommunistenführer für viele seiner Leute zum Verräter macht ... Inspiriert von dem gleichnamigen Buch "Anatomía de un instante" von Javier Cercas erinnert diese historische Serie von 2025 daran, wie fragil eine Demokratie sein kann. Regie führte Alberto Rodríguez, der 2014 mit "La isla mínima - Mörderland" einen der erfolgreichsten Filme Spaniens realisierte. Eduard Fernández, der Carrillo spielt, ist vierfacher Goya-Preisträger und hat in fast hundert Filmen und Serien mitgewirkt.