09:40
Rund um die windgepeitschten Inseln am Rande des Südpolarmeers in den Französischen Süd- und Antarktisgebieten findet sich eine einzigartige Tierwelt: See-Elefanten, Seebären und Schwertwale jagen und paaren sich in diesen eiskalten Gefilden. Doch hinter der rauen Schönheit dieser Landschaften versteckt sich ein Rätsel, das die Wissenschaft seit Jahren umtreibt. Warum sind die hier vorkommenden Tiere derartigen Populationsschwankungen ausgesetzt? Was steckt hinter den seltsamen Verletzungen der Schwertwale vor dem Crozet-Archipel? Und was verraten diese mysteriösen Veränderungen über einen Ozean, der für das Klima des blauen Planeten entscheidend ist? Die packende Dokumentation folgt den Forscherteams auf ihrer Spurensuche in die unergründlichen Tiefen des Südpolarmeers. Sie statten die Tiere mit hochmodernen Sendern aus, um spektakuläre Tauchgänge, Tausende Kilometer lange Wanderungen und nie zuvor gesehene Verhaltensweisen zu dokumentieren. Ihre Entdeckungen werfen ein neues Licht auf ein Ökosystem, das für das Gleichgewicht der Erde entscheidend ist - und noch immer voller Geheimnisse steckt. Abseits steriler Labore betreiben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler echte Feldforschung: Unter extremen Bedingungen sammeln sie wertvolle Beobachtungen und Daten, die dazu beitragen können, eines Tages die Rätsel um dieses unbekannte und doch so schützenswerte Ökosystem zu lüften.
10:25
Der Nordatlantische Glattwal ist sehr gut erforscht, 336 Tiere wurden identifiziert, katalogisiert und verfolgt, aber es gibt immer noch viele Geheimnisse um ihn, seine Routen, seine Fähigkeiten, sich neuen Gegebenheiten anzupassen. Jetzt treibt der Klimawandel die Wale auf der Suche nach Nahrung weiter nordwärts. Dabei laufen sie immer häufiger Gefahr, in Kollision mit den großen Schiffen oder in die Fangleinen der Fischer zu geraten. Angesichts all der Verletzungen durch Schiffe und Fanggeräte ist die Geburtenrate dramatisch zurückgegangen. Über ein Jahr lang und über viele Tausend Kilometer hat das Filmteam die majestätischen Säugetiere beobachtet. Und die Menschen, die sie retten wollen: Forscher, Fotografen, Tierschützer. Das Ergebnis sind Bilder von erschreckender Zerstörung und atemberaubender Schönheit. Ein Film, der mahnt und Hoffnung gibt.
11:25
In Kalabrien terrorisieren freilaufende Rinderherden ganze Gemeinden. Sie sind bekannt als die "heiligen Kühe" der 'Ndrangheta. Sie gelten als unantastbar, denn sie symbolisieren bis heute die Macht der Mafia. Die Gefahr ist real, und der Staat reagiert träge. Nur einige wirklich Mutige setzen sich zur Wehr, um ihre Heimat zu schützen.
11:55
Ob grün, schwarz oder violett, fleischig, oval, runzlig oder glatt - Oliven bestechen durch ihre Vielfalt an Farben, Formen und Geschmacksrichtungen. Ein Blick in Geschichte und Mythologie legt nahe, dass die Vorliebe für die Frucht sehr alt ist - im antiken Griechenland soll sie einen derart hohen Stellenwert gehabt haben, dass die Zerstörung eines Olivenbaums wohl mit der Todesstrafe geahndet wurde. Und: Warum scheiden sich die Geister, wenn es darum geht, Oliven zu mögen oder nicht? Köchin Lucie Fischer-Chapalain zeigt, wie man in der Mikrowelle ein lockerleichtes "Oliven-Moos" zaubert. Außerdem kreiert sie ein pikantes Oliven-Chutney - vielseitiger Begleiter zu Käse, Fleisch und Gemüse.
12:25
(1): Arles: Sylvain Prudhomme in der Stadt der Legenden (2): Toskana: Mit Seide zum Wohlstand (3): Taiwan: Wubis Süßkartoffel-Djinabo (4): Mexiko: Der Kuchenkrieg
13:10
(1): Gabrielle Filteau-Chiba in der Wildnis von Québec (2): Kanada: Unterwegs mit dem Eiskanu (3): Kanada: Timothys Poutine (4): Kanada: Unterwegs mit dem Toboggan
14:00
Die alleinerziehende Marion staunt nicht schlecht, als sie die 78-jährige Nachbarin Huguette im Auto ihres verstorbenen Mannes vor dem Haus kampieren sieht. Wie konnte es so weit kommen? Schnell wird klar, dass die Wohnung der Rentnerin aufgrund ihrer hohen Mietschulden zwangsgeräumt wurde und sie niemanden hat, bei dem sie unterkommen könnte. Noch dazu würde die stolze und eigensinnige ältere Dame sich eher allein auf der Straße durchschlagen, als von sich aus um Hilfe zu bitten. Doch als Marion erfährt, dass Huguette früher Lehrerin war, handeln die beiden Frauen einen Deal aus. Denn die Nachtschwester braucht dringend Unterstützung mit ihrem rebellischen Sohn Rémi. Der hat monatelang hinter ihrem Rücken die Schule geschwänzt und soll nun auf einen berufsvorbereitenden Zweig wechseln. Für Marion ein Alptraum! Sie ist überzeugt, dass Rémi nur mit einem höheren Abschluss später eine Chance in der Berufswelt hat. Also soll Huguette nun vorübergehend bei Marion einziehen und Rémi helfen, seine Noten in den nächsten Wochen so zu verbessern, dass er in die gymnasiale Oberstufe versetzt wird. Theoretisch ein Übereinkommen, von dem alle profitieren. Aber eben nur theoretisch. Denn Rémi ist mit der neuen 24-Stunden-Überwachung durch Huguette überhaupt nicht einverstanden. Außerdem interessiert ihn das Gymnasium gar nicht, da er viel lieber eine Ausbildung zum Informatiker machen möchte. Aber davon will seine Mutter nichts wissen. Während Huguette also alles tut, um Rémi zum Lernen zu bewegen, muss sie bezüglich ihres eigenen Problems feststellen, dass sie in ihrem Alter kein Vermieter mehr haben will und die Wartezeit für eine Sozialwohnung länger ist als ihre Lebenserwartung. Was soll sie tun? Die Uhr tickt, und zwischen ihr und Rémi stehen alle Zeichen auf Konfrontation. Oder schaffen es die drei Generationen doch noch, einander zuzuhören und voneinander zu lernen?
15:35
Die zweiteilige Dokumentation "Wildes Griechenland" spannt einen großen visuellen Bogen: von Schneestürmen in den Hochgebirgen des Nordens bis zu den einsamen Inseln im Mittelmeer - Kontraste eines rauen, ungezähmten Naturraums, den es in Europa sonst nirgendwo gibt. Griechenland ist einzigartig. Nirgendwo sonst liegen unterschiedliche Temperaturzonen, eiszeitliche Seen, dicht bewaldete Urwälder und trocken kahle, fast wüstenähnliche Regionen so nahe beisammen wie hier. Nirgendwo existiert eine vielfältigere und kontrastreichere Natur - und Tiere, die in Europa sonst kaum noch in freier Wildbahn vorkommen und die besondere Strategien und Verhaltensmuster für ihr Überleben entwickelt haben. Es ist kein Zufall, dass sich hier, zwischen den schneebedeckten Gipfeln des Olymps und den blauen Buchten der Ägäis, die erste Hochkultur Europas entwickelt hat. Die zweiteilige Dokumentation zeigt die meist noch unerforschte Tier- und Pflanzenwelt der Gebirgsmassive des Festlandes und der vielfältigen griechischen Inseln. In diesem Teil wird die maritime Seite Griechenlands thematisiert. Diese Region meint man zu kennen. Aber der Eindruck täuscht: Weite Abschnitte der insgesamt rund 15.000 Kilometer langen griechischen Küste sind völlig unberührt. Von den mehr als 3.000 Inseln sind kaum vier Prozent ganzjährig bewohnt. Da bleibt viel Platz für unberührte Natur. Diese einsamen Orte am und unter dem Meeresspiegel sind Rückzugsgebiete für eine faszinierende Flora und Fauna, die kein Urlauber je zu sehen bekommt. Doch auch nur wenig entfernt von belebten Badestränden tut sich oft ein fremder Kosmos auf: seltsame Symbiosen, überraschendes Verhalten und seltene Tiere. Das Unbekannte entdecken und das Geheimnisvolle aufspüren - mit diesem Anspruch sind die beiden Filmemacher Johannes Berger und Stephan Krasser mehrere Jahre lang mit ihrer Kamera kreuz und quer durch das Land gereist, auf unbewohnten Inseln gestrandet und unter Wasser seltsamen Lebewesen begegnet.
16:20
Im Laufe der Evolution ist es den Greifvögeln gelungen, sechs der sieben Kontinente zu erobern. Wegen ihrer Jagdkünste werden sie bewundert und gefürchtet. Die Gruppe der Greifvögel ist mit rund 300 Arten äußerst vielfältig und hat einige kuriose Mitglieder. Die Dokumentation beginnt mit einem der mächtigsten Vertreter der Greifvögel, dem afrikanischen Kronenadler. Seine Krallen sind so lang wie die eines Grizzlybären und können stärker zupacken als das Gebiss eines Rottweilers. Seine bevorzugte Beute sind Grünmeerkatzen und Antilopen, die bis zu 30 Kilogramm schwer sein können. Das in Südostasien lebende Finkenfälkchen wird dagegen nur 14 bis 17 Zentimeter groß. Im schnellen Flug erbeutet der Vogel geschickt Schmetterlinge und andere Insekten. Trotz der enormen Unterschiede in Größe, Ernährung, Lebensraum und Lebensweise haben alle Greifvögel drei Merkmale gemeinsam: einen gebogenen Schnabel, eine Vorliebe für Fleisch sowie Krallen, die perfekt an das Jagdverhalten der jeweiligen Art angepasst sind. Die kurzen Krallen der Eule zerquetschen Nagetiere, die langen Fänge des Falken ermöglichen es, die Beute in der Luft zu greifen, und die gebogenen Krallen des Fischadlers sind im wahrsten Sinne des Wortes Angelhaken. Mit diesen Fähigkeiten können Greifvögel fast jeden Lebensraum erobern. In South Dakota nutzt eine Prärieeule den Dung von Bisons, um Insekten für ihre Jungen anzulocken. Und auf ihrem Flug in den Süden legen hunderttausende Amurfalken in Nagaland im Nordosten Indiens einen Zwischenstopp ein, um sich für einen der größten Vogelzüge zu stärken. Doch auf die geborenen Jäger lauern auch Gefahren. Ein Jahr lang begleitet der Film die Tiere und zeigt, wie sie Herausforderungen erfolgreich meistern.
17:05
In der Arktis steht der Winter vor der Tür. Die Temperaturen sinken auf bis zu minus 60 Grad Celsius. Dieser unwirtliche Ort ist das Zuhause einer jungen Schnee-Eule. Auf ihren Beutezügen legt sie viele Kilometer zurück; ihre ständige Suche nach Nahrung führt sie manchmal sogar in bewohnte Gebiete. Doch nicht nur die Schnee-Eule hat sich perfekt an extreme Lebensbedingungen angepasst. Die Federn des Wespenbussards, der in den Bergen Taiwans Hornissennester plündert, sind mit einer speziellen Beschichtung versehen, die ihn vor Stichen schützt. Der Sekretär wiederum, der im afrikanischen Grasland lebt, scheint auf Stelzen zu laufen. Mit seinen langen, kräftigen Beinen kann er Beutetiere packen, die fünfmal so schwer sind wie er selbst. Greifvögel entwickeln oft unerwartete Fähigkeiten und sind erfinderisch, wenn es darum geht, neue Nischen zu erobern. Waldkäuze prägen sich ihre Umgebung genau ein, um auch bei völliger Dunkelheit ihre bevorzugten Jagdplätze zu finden. Andere Arten setzen auf soziales Miteinander: Während die meisten Greifvögel Einzeljäger sind, schließen sich auf den Falklandinseln junge Falklandkarakaras zu Banden zusammen. Die Höhlenweihe kommt in fast allen Lebensräumen Afrikas südlich der Sahara zurecht. Mit ihren äußerst beweglichen Beinen kann sie die Nisthöhlen anderer Vögel inspizieren und die Küken herausholen. In Texas warten verschiedene Greifvögel jeden Abend geduldig darauf, dass rund 20 Millionen Fledermäuse die Höhle Bracken Cave verlassen, um ihre Beute zu machen, und der Riesenseeadler zieht im Winter an die entlegenen Küsten Nordjapans, um vom Beifang der Fischerboote zu profitieren. Greifvögel scheinen immer eine Lösung für extreme Herausforderungen zu finden. Doch wie sieht ihre Zukunft aus?
17:50
Gletscher, Berge, Weite und Meer prägen den Süden Argentiniens und Chiles. Die berühmten Nationalparks Los Glaciares - mit dem eindrucksvollen Perito-Moreno-Gletscher - und Torres del Paine befinden sich in dieser Region. Am Beagle-Kanal, mit der Andenkette im Rücken, liegt Ushuaia - die vermeintlich südlichste Stadt der Welt. Die Südkordilleren, niedriger als die Zentralanden, sind von Inlandeis umgeben und mit feuchten Wäldern aus Zypressen, Föhren und Südbuchen bedeckt. Patagonien, im Westen von den Anden und im Osten vom Atlantik begrenzt, reicht bis nahe an den Südpol. Es ist das Land der Stille und der Einsamkeit - eine Natur von majestätischer Schönheit: Blau leuchtende Seen, grüne Wälder, schneebedeckte Gipfel. Gletschermassen drängen in die Täler. Hier beginnt eine endlose goldgelbe Steppe - Hunderte von Kilometern nur Horizont. Die Dokumentation porträtiert Menschen, die mit der Region verbunden sind: Pferdeflüsterer Santiago Richards sucht Wildpferde, Geologe Mauricio Gonzales erkundet die Eiszeitspuren, Fliegenfischer Christian Lavia wirft seine Rute am Lago Escondido aus. Kris Robles führt Besucher durch den Nationalpark Torres del Paine, wo Granitpfeiler mehr als 2.000 Meter in den Himmel ragen. Und in Bariloche betreibt Familie Gilbert die älteste Brauerei der Stadt - mit frischem Wasser aus den Andengletschern.
18:35
Die venezolanischen Anden sind der nördlichste Ausläufer eines gewaltigen Gebirgssystems, das sich über den gesamten Westen Südamerikas zieht. Hier, rund um die Stadt Mérida, prägen schneebedeckte Gipfel und tief eingeschnittene Täler die Landschaft - ein beeindruckendes Hochland, das auch als "Dach Venezuelas" bekannt ist. Im Nationalpark Sierra Nevada ragen die höchsten Berge des Landes auf: der Pico Bolívar und der Pico Humboldt, beide fast 5 000 Meter hoch. Der Bergsteiger Alfredo Autiero erklimmt den höchsten Gipfel Venezuelas, den Pico Bolívar. Besonders aufregend für den erfahrenen und vielfach ausgezeichneten Kletterer: Zum ersten Mal begleitet ihn sein Sohn auf die anspruchsvolle Tour. In der auf 2 700 Meter Höhe gelegenen Gemeinde Los Nevados hat sich Daniel Souto einen Traum erfüllt: Mit seiner mobilen Werkstatt reist der Schmied in entlegene Regionen der Anden, um das traditionelle Handwerk weiterzugeben. Im Bundesstaat Táchira - direkt an der Grenze zu Kolumbien - liegt im sogenannten Kakaogürtel die Plantage von Juan Camilo Restrepo. Der 24-jährige Venezolaner hat mit viel Eigeninitiative ein kleines Kakaounternehmen aufgebaut. Familie und Freunde unterstützen ihn - auf dem Feld und an den Maschinen. In einem von wirtschaftlichen und politischen Krisen gezeichneten Land will Camilo eine Alternative bieten: nicht zu fliehen, sondern das Land von innen heraus zu stärken. Die Dokumentation gibt einen eindrucksvollen Einblick in ein unvergleichliches Naturparadies - und in das Leben der Menschen in den venezolanischen Anden.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:40
Viele Skigebiete in den Alpenregionen leiden unter Schneemangel und zu warmen Wintern. Das erschwert immer häufiger den Saisonstart. Der noble Schweizer Skiort St. Moritz testet daher zum ersten Mal das so genannte Snowfarming. Dafür wird Schnee aus der Vorsaison recycelt und über den Sommer gelagert. Bereits im Januar 2023 hat Projektleiter Beat Lüscher mit Schneekanonen einen Hügel aus Kunstschnee produzieren lassen. Wenn 80 Prozent erhalten bleiben, könnten Sportler damit fast einen Monat früher auf die Langlaufloipe, hofft Lüscher. St. Moritz besitzt darüber hinaus die älteste und einzige Natureisbahn der Welt. Der Snowfarming-Schnee könnte helfen, wenn sie im Winter von den Eismeistern per Hand aufgebaut wird. Aber ist der recycelte Schnee dafür überhaupt brauchbar?
20:15
In einem Waldgebiet an der Saarschleife wird die Leiche einer Prostituierten namens Nele gefunden. Alles deutet auf Mord hin. Der Fall wird der Saarbrücker Kriminalkommissarin Judith Mohn übertragen. Gemeinsam mit ihrem Team beginnt sie, im Milieu entlang der Fernfahrerroute Deutschland-Frankreich zu ermitteln. Dann nimmt der Fall eine neue Wendung: Judith findet Hinweise, dass der Mord mit einem anderen, nie aufgeklärten Fall zusammenhängen könnte. Vor neun Jahren verschwand die damals 16-jährige Maria spurlos beim Trampen. Ihre Habseligkeiten wurden am gleichen Ort gefunden wie die von Nele, die Maria zudem ähnelte. Judith beschließt, den ehemaligen Kommissar Markus Zerner in die Ermittlungen einzubeziehen, der damals im Fall Maria ermittelt hat. Ins Visier der Ermittlungen gerät Erich Kupka, ein Fernfahrer - nicht zuletzt, da seine eigene Frau Heike Angst hat, er könne etwas "damit" zu tun haben. Der Verdacht gegen ihn relativiert sich jedoch, als Judith und ihr Kollege Freddy bei der Befragung eines weiteren Tatverdächtigen, der einen Brief an die Polizei geschrieben hat, in Lebensgefahr geraten und der Mann den Mord gesteht. Doch dann stellt er sich als psychisch gestört heraus. Fieberhaft ermittelt das Team weiter, mit Unterstützung von Markus Zerner. Nun rückt auch der ehemalige Freund von Maria, Paul Satzmann, wieder in den Fokus. Doch als Judith und ihr Team den Täter schließlich zu fassen bekommen, erfahren sie eine Geschichte, die ihnen durch Mark und Bein geht - denn nichts ist so, wie es schien.
21:45
Kathrin Brandmann macht in einem See nahe ihrer Wohnsiedlung einen grausamen Fund: die Leiche ihres Sohns Marlon. Er weist blaue Flecken auf, was die Frage aufwirft, ob er wirklich ertrunken ist. Ein besonders schwieriger Fall für Hauptkommissarin Judith Mohn und ihren Kollegen Freddy Breyer, stammt das Opfer doch aus derselben Siedlung, in der auch Judith aufwuchs. Als Polizistin wird sie von ihren ehemaligen Nachbarn gemieden, keine gute Ausgangslage für die Ermittlungen. Und auch Judiths Begegnung mit der eigenen Mutter verläuft eher frostig. Trotz der Widrigkeiten findet sich bald die erste heiße Spur. Ein Kleinkrimineller namens Sharif hatte wohl noch eine Rechnung mit dem Jungen offen. Und auch die von Spannungen geprägte Familie des Opfers rückt in den Fokus der Ermittler. Die Mutter hütet ein Geheimnis und der Vater schweigt, gibt aber zu, den Sohn ab und zu geschlagen zu haben. Als Judith Einblick in Marlons verschlossene Clique gewinnt, wird klar, dass der Mord an dem Jugendlichen nicht das einzige Verbrechen ist, das es aufzudecken gilt. Lukas, Marlons Freund, gehört nicht zur Clique und wird oft von deren Mitgliedern schikaniert. Nachdem Sharif und ein Kumpel wegen Hehlerei festgenommen wurden, stellt sich heraus, dass die Clique eine Wette abgeschlossen hatte und dass diese etwas mit Marlons Tod zu tun hat. Dieser dritte Krimi um die saarländische Ermittlerin Judith Mohn und ihr Team wurde teilweise im benachbarten Lothringen gedreht.
23:15
Das Southside Festival findet jährlich in Neuhausen ob Eck statt und zählt zu den größten Rock- und Alternative-Festivals Deutschlands. Parallel zum Hurricane Festival ausgerichtet, bringt es jedes Jahr internationale Acts und Zehntausende Fans zusammen. Der Fokus liegt traditionell auf einem breiten Line-up zwischen Punk, Rock, Alternative und Indie - ausgelegt auf große Bühnen, kurze Wege und maximale Festivaldichte. Rise Against lieferten bei der Ausgabe 2025 genau die Art von Auftritt, die auf einer großen Festivalbühne funktioniert: fokussiert, schnell und ohne unnötigen Leerlauf. Am Samstagabend legte die Band ein Set hin, das vom ersten Song an auf Tempo und Druck setzte: Kaum Pausen, keine Umwege, volle Konzentration auf die Musik und das Publikum davor. Die Setlist baute auf bekannte, energiegeladene Songs wie "Re-Education (Through Labor)", "Give It All", "Help Is on the Way", "The Good Left Undone" und "Prayer of the Refugee". Die Wirkung stellte sich sofort ein: Vor der Bühne kam Bewegung auf, Moshpits entstanden früh, die Crowd war von Anfang an dabei.
00:40
Saul Ausländer gehört im NS-Konzentrationslager zum Sonderkommando, einer Spezialeinheit jüdischer Häftlinge, die gezwungen werden, an der eigenen Vernichtung mitzuwirken. Bei der Arbeit entdeckt er die Leiche eines Jungen, von dem er spürt, er könne sein Sohn sein. Während das Sonderkommando eine Rebellion plant, schwört sich Saul, eine unmögliche Aufgabe zu erfüllen: den Körper des Kindes vor den Flammen zu retten und einen Rabbiner zu finden, der das Kaddisch-Gebet rezitiert und dem Jungen eine angemessene Beerdigung zuteilwerden lässt ... Auschwitz-Birkenau, das Hauptvernichtungslager der Nazis, operiert wie eine Fabrik. Im Herbst 1944 ist Saul Ausländer dort Mitglied des Sonderkommandos. Seine Aufgabe ist es, die Menschen in die Räume zu begleiten, sie sich ausziehen zu lassen, sie in die Todeskammern zu schicken - und dann Haare, Schmuck und Goldzähne herauszuholen. Es muss schnell gehen, da andere Konvois mit Deportierten schon warten. Als Entlohnung für diese Tätigkeit gewährt die Lagerleitung einen viermonatigen Aufschub der eigenen Vernichtung. Eines Tages beobachtet Saul, wie ein Junge das Gas überlebt, von einem deutschen Arzt eigenhändig getötet und zur Obduktion geschickt wird. Intuitiv fühlt er, dass dieses Kind sein Sohn sein könnte, und entscheidet, dass er ihm um jeden Preis ein rituelles Begräbnis nach der jüdischen Tradition verschaffen will. Dafür braucht er einen Rabbiner, der das Kaddisch-Gebet rezitieren kann. Saul ist von diesem Gedanken besessen und bereit, alles und jeden in Gefahr zu bringen, um seine Mission zu erfüllen. Durch den hartnäckigen Eigensinn, mit dem er seinen Plan verfolgt, gefährdet er mehr als einmal den Plan zu einem Aufstand, den seine Kameraden vom Sonderkommando entwickeln. Er riskiert viele Leben für das tote Kind. "Son of Saul" handelt von der verzweifelten Suche nach Menschlichkeit an einem Ort unmenschlicher Barbarei.
02:20
Erleichterung bei Simon und Dea: Die Polizei stellt die Ermittlungen gegen Simon wegen Körperverletzung an Sohn Theo ein. Doch das Jugendamt forscht weiter, ob es in der Familie zu Misshandlungen gekommen sein könnte, und ordnet an, dass die Kinder auch weiterhin in der Pflegefamilie bleiben. Dort beginnt die halbwüchsige Holly zaghaft, sich für Jonatan zu interessieren, den Adoptivsohn der Pflegeeltern. Ihr kleiner Bruder hingegen leidet nach wie vor sehr unter der Trennung von seinen Eltern. Deshalb ergreift er an seinem Geburtstag die Flucht und schafft es ganz allein bis nach Hause. Außer sich vor Freude, sich wiederzuhaben, feiern Dea, Simon und Theo ein spontanes Geburtstagsfest. Aber Simon denkt schon einen Schritt weiter: Könnte man sich dieses Familienglück nicht einfach dauerhaft zurückholen - und mit Theo fliehen? Lars, der zuständige Mitarbeiter beim Jugendamt, gerät durch Theos Alleingang in Zugzwang und schlägt den Eltern einen Deal vor: Der Junge darf eine Nacht bei ihnen verbringen, aber dafür sollen die Eltern Lars unterstützen, wenn er Theo am nächsten Tag wieder abholt. Regelkonform ist das nicht. Und Simon, dessen Nerven ohnehin schon blankliegen, schafft es nur mit Mühe, seine Aggressionen gegen Lars unter Kontrolle zu halten ...
03:10
Patagonien liegt am südlichen Ende Lateinamerikas und war schon immer ein Paradies für Pioniere, Schriftsteller und Reisende, die das Abenteuer suchen. An den Ausläufern der Anden haben ein paar ambitionierte Winzer damit begonnen, die karge Erde mit modernen Methoden in grüne Reblandschaften zu verwandeln. Trotz extremer Hitze und Kälte setzte sich eine kleine Gruppe abenteuerhungriger Europäer bereits vor etwas mehr als hundert Jahren in den Kopf, die lebensfeindlichen Landschaften zu bezwingen, um dort Wein anzubauen. Unweit der Stadt General Roca gedeihen die Pinot-noir-Trauben der Bodega Humberto Canale. Ihre Gründer, die sich vor mehr als hundert Jahren dort niederließen, waren Pioniere des Rebbaus in Patagonien. Etwas weiter entfernt liegt der südlichste Weinberg Argentiniens. Er gehört der Familie Rodríguez, die es als erste wagte, in diesen Breitengraden Wein anzubauen. Tag für Tag verschieben Patagoniens Winzer die Grenzen der Wüste etwas weiter. Mit neuen Technologien trotzen sie den extremen klimatischen Bedingungen einer isolierten Region, die von der Natur nicht für den Weinbau vorgesehen war.
03:35
Unbemannte Flugsysteme haben die Kriegsführung revolutioniert. Ob der gezielte Drohnenangriff auf den Hamas-Führer Jihia al-Sinwar in Gaza oder der Einsatz von FPV-Mikrodrohnen in der Ukraine, die russische Truppen stören - Drohnen sind heute an fast allen Fronten präsent. Sie bieten militärische Vorteile: präzise Angriffe aus der Distanz, geringe Kosten und reduzierte Risiken für eigene Soldaten. Gleichzeitig verändern sie die Dynamik moderner Konflikte. Doch die Technologie ist nicht nur Staaten vorbehalten. Paramilitärs, Milizen und Terrorgruppen nutzen günstige Hobby-Drohnen als Waffen, was zu einer zunehmenden Militarisierung des Luftraums führt. Armeen weltweit stehen vor der Herausforderung, sich an diese neue Realität anzupassen - sei es durch Abwehrsysteme oder eigene Drohnenstrategien. Die Ära der ferngesteuerten Kriegsführung hat begonnen, mit unabsehbaren Folgen für die globale Sicherheit.
03:53
In der Osteologie-Lektion von Dr. Sebastiaen Egbertsz herrscht dicke Luft. Die Chirurgenschüler haben ihrem neuen Kollegen die Kopfhaare und den Bart rasiert, um ihn zu integrieren. Diese "Mutprobe" findet der Lehrer so gar nicht lustig. Er droht mit einer Gefängnisstrafe ...
03:55
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
04:45
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Mozart