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TV Programm für ARTE am 11.08.2026

Zu Tisch 04:10

Zu Tisch: London, Großbritannien

Essen und Trinken

Das, was die karibische Community in London zusammenhält wie ein Klebstoff, ist ihr Essen. Ob aus Jamaika, Trinidad oder Kuba, jeder verleiht mit seinen speziellen Gewürzmischungen und Marinaden Gerichten wie Jerk Chicken, Cou Cou und Callaloo, Ropa Vieja oder Ziegencurry das karibische Flair. Der Spaß beginnt für die Freunde Elaine Spence und Ray Mahabir schon beim Einkaufen auf dem Brixton Market, um später beim Sonntagsbrunch alles hervorzuzaubern, was nach Heimat schmeckt. Um ihre Wurzeln in Londons Boden zu bringen, will Elaine jetzt karibisches Gemüse anbauen. Jeder zeigt sich am Herd von seiner besten Seite. Auch Elaines Tochter Sam und ihre Nachbarin Marta aus Kuba. Am Ende geht es beim Barbecue nicht darum, wer besser kocht, sondern darum, das karibische Lebensgefühl nach London zu holen.

28 Minuten 05:05

28 Minuten: Feurat Alani / Warum gewinnen die USA keine Kriege mehr?

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.

360° Reportage 05:55

360° Reportage: Werft unter Palmen: Indonesiens Pinisis

Reportage

Syarifuddin hat es wieder einmal geschafft - eines seiner Schiffe ist fertig gebaut und soll die kleine Werft am Strand von Sulawesi verlassen. Monatelang hat der Bootsbauer mit seinen Angestellten an dem Auftrag für einen einheimischen Reeder gearbeitet, ohne schriftlichen Bauplan, ohne moderne Maschinen. Die Bootsbauer geben ihr Wissen nämlich seit jeher mündlich weiter, von einer Generation zur nächsten. So wie es Syarifuddin heute mit seinem Sohn tut. Schon zur niederländischen Kolonialzeit spielten diese Frachtensegler, Pinisi genannt, eine wichtige Rolle. Die Bugi-Schoner, wie sie damals auch genannt wurden, sammelten die kostenbaren Waren wie etwa Gewürze ein, die dann mit größeren Handelsschiffen nach Europa gebracht wurden. Auch heute versorgen die traditionellen Lastenschiffe den indonesischen Inselstaat mit Waren des täglichen Bedarfs. Viele sind inzwischen mit einem Motor ausgestattet, was die Handhabung und Lenkung zwar einfacher macht, aber auch droht, die althergebrachte Segelkunst in Vergessenheit geraten zu lassen. Immer weniger junge Leute beherrschen diese Technik, und lange schien es, als würde der Beruf des Segelmatrosen dem Untergang geweiht sein. Doch seit einiger Zeit setzt ein Umdenken ein. Sogar junge Frauen interessieren sich neuerdings für eine Tätigkeit an Deck der Segler. Syarifuddin bereitet nun den Stapellauf seines neuesten Schiffes vor. Auch dabei sind wieder Gespür und Erfahrung gefragt. Denn bis zur Wasserung können Wochen vergehen, der Stapellauf ist sowohl vom Wetter als auch den Gezeiten abhängig. Das Schiff wird nämlich per mühsamer Handarbeit auf Rollen Stück für Stück ins Wasser gezogen. So wie es schon Syarifuddins Vorfahren taten.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Chicago: Hot Dog

Essen und Trinken

(1): Hot Dog mit Glücksrezept: Chicago-Style (2): Nostalgiegeschmack: Sofi - von Chicago nach Bordeaux (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Spanien / Brasilien / Toulouse

Magazin

(1): Spanien: Die versunkenen Dörfer von Julio Llamazares (2): Brasilien: Die rebellischen Sounds des Funk Carioca (3): Papua-Neuguinea: Dorotheas Sago-Stäbchen (4): Toulouse: Die blutrote rosa Stadt

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Roger Michells Notting Hill / Alentejo / Paris

Magazin

(1): Liebe auf den ersten Blick in Notting Hill (2): Alentejo: Weine mit Geschichte (3): Schweiz: Nicolas' Arvenholzsuppe (4): Paris: Von der Heilanstalt ins Moulin Rouge

Count-Down in ein neues Zeitalter: Hiroshima 08:55

Count-Down in ein neues Zeitalter: Hiroshima

Dokumentarfilm

45 Sekunden nach Abwurf explodierte 1945 eine über Hiroshima abgeworfene Atombombe. Eine einzige Nuklearbombe war für die Auslöschung einer Stadt und den Tod von mehr als 100.000 Menschen verantwortlich. Sie wurde damit zur verheerendsten Waffe in der Geschichte und hat die Welt für immer verändert. Der Dokumentarfilm rekonstruiert die wichtigsten Ereignisse vor, während und nach dem Abwurf der Atombombe. Er zeigt das Geschehen in den Hauptquartieren der Alliierten und der japanischen Streitkräfte, die Gespräche in den Flugzeugen und die verwüsteten Straßen Hiroshimas. Zugleich stellt der Film die maßgeblichen Akteure vor und erläutert die Situation an den strategischen Punkten vor Ort. Reichhaltiges Archivmaterial, spektakuläre Bilder, vielfältige Quellen und berührende Gespräche mit Augenzeugen machen ihn zu einem wertvollen Zeitdokument. Überlebende, die sich nie zuvor darüber geäußert haben, sprechen über die Folgen der Bombardierung in der zerstörten Stadt: Waisenkinder wurden an Prostitutionsnetzwerke verkauft, Yakuza-Banden plünderten die Straßen und die letzten Stadtbewohner kämpften teils mit Gewalt ums Überleben. Unveröffentlichte Dokumente aus Regierungskreisen und neu entdecktes Archivmaterial der japanischen Rundfunkgesellschaft NHK bringen neue Erkenntnisse über die Geschichte der diplomatischen Beziehungen zwischen den Konfliktparteien vor der Explosion. Neue Einblicke gibt es auch in die verheerenden Schäden, die der Atomwaffenabwurf anrichtete. Der Film konzentriert sich besonders auf die japanische Sicht der Ereignisse.

Die Transamazônica zwischen Himmel und Erde 10:30

Die Transamazônica zwischen Himmel und Erde

Dokumentation

Die brasilianische Fernstraße BR-230, genannt Transamazônica, führt auf mehr als 4.300 Kilometern quer durch das Land, von der Atlantikküste bis tief in den Amazonasregenwald. In den 1970er Jahren ließ die Militärdiktatur unter General Emílio Garrastazu Médici die Straße bauen, um das Amazonasgebiet zu besiedeln und dessen Bodenschätze zu gewinnen. Die damalige Propaganda mit dem Slogan "Ein Land ohne Menschen für Menschen ohne Land" zog Familien aus ganz Brasilien an, die auf ein besseres Auskommen hofften. Die Verheißungen der Regierung blieben jedoch unerfüllt; viele Siedler ließen sogar ihr Leben. Der in Brasilien lebende deutsch-französische Filmemacher Sylvestre Campe schwingt sich mit einem Paramotor in die Lüfte und erkundet das Gebiet rings um die Transamazônica von oben. Seine Expedition beginnt in Cabedelo an der Atlantikküste und führt gen Westen bis in die Kleinstadt Lábrea mitten im Dschungel. Campe zeigt den Amazonasregenwald aus der Vogelperspektive und teilt seine Gedanken zu den Bildern, die sich ihm bieten: Goldminen unter offenem Himmel, unzählige Lastwagen, die verheerende Abholzung, aber auch die Schönheit des Urwaldes und der Flüsse im Amazonasgebiet. Mit seinem Flugapparat wagt sich Campe auch in gefährliche und abgelegene Gebiete. Wo er landet, trifft er auf interessierte Menschen, die ihn zu sich einladen und ihn an ihrem Alltag teilhaben lassen: arme Bauern in der halbwüstenartigen Landschaft des Sertão, ein Goldsucher, der von einem Leben als Influencer träumt, ein Paar, das in seiner Jugend den Bau der Straße miterlebte, und eine junge indigene Aktivistin. Diese Begegnungen zeichnen ein facettenreiches und realitätsnahes Bild des "brasilianischen Wilden Westens" mit seiner multikulturellen Bevölkerung, die noch immer auf ein besseres Leben im Einklang mit der Natur hofft.

Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See 11:25

Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See: Marokko, Agadir

Abenteuer und Action

Vor zehn Tagen ist der Katamaran "Nomade des Mers" von seinem Heimathafen in der Bretagne aus in See gestochen. An den Seegang im Golf von Biskaya werden sich Corentin und seine Crew noch lange erinnern. Jetzt nähern sie sich ihrem Ziel: Am anderen Ende der turbulenten Fahrt, eingetaucht in die marokkanische Sonne, wartet Agadir. Es ist die erste Station dieser Weltreise auf der Suche nach Lowtech-Lösungen und ihren Erfindern. Marokko gehört zu den führenden Ländern bei der Meerwasserentsalzung. Bis 2030 soll der gesamte Trinkwasserbedarf in der Region Agadir auf diese Weise gedeckt werden. Corentin freut sich darauf, Medhi kennenzulernen. Der junge Erfinder hat eine Möglichkeit gefunden, um Süßwasser aus einer schier unerschöpflichen Quelle zu gewinnen: dem Ozean. Gemeinsam bauen sie einen Prototyp aus Ton und probieren ihn an Bord des Katamarans aus. Somit soll unterwegs Salzwasser in Trinkwasser umgewandelt werden können. Die Erfindung soll wie alle Lowtech-Lösungen einfach zu bauen, nicht teuer und für jeden zugänglich sein.

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Provence: Pieds Paquets

Essen und Trinken

(1): Pieds Paquets - Marseilles kulinarische Wurzeln (2): Nostalgiegeschmack: Emi, von der Provence nach Georgien (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Südafrika / Mexiko-Stadt / Deutschland

Magazin

(1): Die Unsichtbaren von Südafrika im Objektiv von Zanele Muholi (2): Die schwimmenden Gärten von Mexiko-Stadt (3): Bretagne: Alexandres Buchweizen-Kalmare (4): Deutschland: Die Waffen der Frauen

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Jacquemus' Provence / Papua-Neuguinea / Italien

Magazin

(1): Jacquemus' modische Provence (2): Papua-Neuguinea: Bunte Bilums (3): Irland: Kates veganes Irish Stew (4): Italien: Ein produktiver Hausarrest

Mord im Mittsommer 14:00

Mord im Mittsommer: Scheinwelten

Krimireihe

Ein Fischer findet eine weibliche Leiche bei Sandhamn. Kommissar Alexander und seine Kollegin Miriam nehmen die Ermittlungen auf. Am Fundort der Leiche angekommen, reagiert Alexander ungewöhnlich emotional darauf, wie seine Kollegen von der Spurensicherung die Leiche untersuchen. Und auch später im Büro kann er sich nicht beruhigen. Handelt es sich bei der Leiche vielleicht um Alexanders verschwundene Ehefrau? Unterdessen hat Staatsanwältin Nora die Brandska-Villa an Kristina vermietet, eine Freundin der Familie. Kristina wird den ganzen Sommer in Sandhamn verbringen, und auch ihre neue große Liebe Anders, den sie auf einer Dating-Seite kennengelernt hat, wird sie dort besuchen kommen. Doch auf der Insel verhält sich Anders sehr merkwürdig. Was verheimlicht er?

Mord im Mittsommer 15:30

Mord im Mittsommer: Vicky

Krimireihe

Der berühmte Professor für Kinderpsychologie Carl-Johan Berger wird während einer Feier auf seinem Anwesen erstochen. Vicky, die seit Jahren verschollene Frau von Kommissar Alexander Forsman, wird am Tatort mit einem Messer in der Hand angetroffen und festgenommen. Alexander ist fassungslos darüber, dass seine Frau den Mord an Berger begangen haben soll. Er fragt sich, wo sie all die Jahre war und was sie mit Berger zu tun hatte. Vicky hüllt sich in Schweigen. Alexander versucht mit allen Mitteln, sie zum Reden zu bringen, aber ohne Erfolg. Daraufhin wird er von seinem Chef von dem Fall abgezogen. Seine Kollegin Miriam Biana muss nun die Ermittlungen allein führen und stößt dabei auf ein dunkles Geheimnis in der Familie Berger.

Französisch-Guayana 17:05

Französisch-Guayana: Europas Paradiesvogel

Land und Leute

Französisch-Guayana - ein entlegenes EU-Überseegebiet an der Nordküste Südamerikas. Die Natur ist hier nicht Kulisse, sondern Hauptdarstellerin: 90 Prozent des Landes sind von Regenwald bedeckt. Schutzgebiete wie der Parc Amazonien de Guyane bewahren das fragile Gleichgewicht des Amazonas. Doch das Paradies ist bedroht: Illegale, umweltschädliche Goldwäscherei setzt der Natur zu. Frankreich hat seine Eliteeinheit geschickt - die Fremdenlegion. Unter Capitaine Clément kämpfen nun Legionäre gegen die im Dschungel verborgenen Minen. Mehr als 80.000 Tier- und Pflanzenarten gilt es zu schützen. Wildtierärztin Solène Lefort kuriert Jaguare, Tapire, Papageien - und versorgt ein Brüllaffenbaby, dessen Mutter Jägern zum Opfer fiel. Mitten im Dschungel liegt Saül, nur per Flugzeug erreichbar. Die Schule des Dorfes besteht aus einer einzigen Klasse: Lehrerin Mirabelle Nurgent unterrichtet Kinder im Alter von fünf bis siebzehn Jahren gemeinsam. Doch Französisch-Guayana ist alles andere als hinterwäldlerisch. Der Karneval in der Hauptstadt Cayenne ist berühmt-berüchtigt. Den regieren die Touloulous - maskierte Frauen in fantasievollen Kostümen. Ihre Identität bleibt geheim, sie fordern die Männer zum Tanz auf, und diese dürfen nicht ablehnen. Sinn der Tradition ist es, gesellschaftliche Rollen und Hierarchien zu hinterfragen. Es ist ein frivoles Spiel mit Macht, Identität und Geschlechterrollen, festlich, respektvoll und tief verwurzelt in der kreolischen Kultur. Und in Kourou startet Europa Richtung Zukunft - vom Raumfahrtzentrum im Regenwald.

Wilder Oman 17:50

Wilder Oman: Leoparden und Meeresschildkröten

Tiere

Das Sultanat Oman ist eine der Schatzkammern Arabiens. Es ist ein Land von überraschender Vielfalt, voller ungeahnter Naturwunder und Heimat einiger der seltensten Tiere der Erde. Mehr als 80 Prozent des Landes bestehen aus unwirtlichen Ebenen und Wüsten, darunter die Rub' al Khali - die größte zusammenhängende Sandwüste der Welt. Die restlichen Gebiete stecken voller Überraschungen. Das Dhofar-Gebirge im Süden ist die letzte Hochburg des Arabischen Leoparden. Seine geografische Lage macht den Oman zu einem Hotspot für viele Tiere Arabiens, sowohl zu Lande als auch im Meer. Das Land ist ein weltweit wichtiger Nistplatz für Schildkröten wie die Grüne Meeresschildkröte und die Karettschildkröte. Ihre Eier und Schlüpflinge sind wiederum ein gefundenes Fressen für Rotfüchse. Auf den inneren Kiesebenen des Jiddat-Plateaus lebt die Arabische Oryxantilope. Eine Überlebenskünstlerin, die tagelang ohne Wasser auskommt. Nachdem die Art kurz vor dem Aussterben stand, leben heute wieder über 600 Tiere im Naturschutzgebiet Al Wusta. Der Oman ist ein Land der Extreme. Das karge Wüsteninnere steht in krassem Gegensatz zu den reichen Meereslandschaften des Golfs von Oman. Diese Gewässer gehören zu den produktivsten der Welt. Korallenriffe bieten eine Zuflucht für viele Meeresbewohner wie Tintenfische, Muränen, Papageienfische, Grundeln und viele mehr. Planktonvorkommen bilden die Grundlage für das Leben der Meeresfische, darunter der größte Fisch überhaupt - der Walhai. Zwischen glühenden Wüsten und tropischen Meeren sind die Landschaften Omans so vielfältig wie die einzigartigen Lebewesen, die sie beherbergen.

Wilder Oman 18:35

Wilder Oman: Wölfe und Buckelwale

Tiere

Kaum bekannt, doch voller Naturschätze: das Sultanat Oman. Das arabische Land beherbergt unvergleichliche Landschaften und einige der produktivsten Ökosysteme unseres Planeten. Hier leben seltene Tiere: Buckelwale, Arabische Wölfe, Karakale und das Arabische Chamäleon. Das Geheimnis des Artenreichtums liegt im Sommermonsun, dem sogenannten Kharif, der der südlichen Küste Regen bringt. Wadis, in die Berge gegrabene trockene Flussbetten, füllen sich mit Wasser, und die trockene Landschaft erwacht zum Leben. Der Kharif wird durch starke Böen angetrieben, die im nördlichen Indischen Ozean entstehen und eine der stärksten Strömungen der Erde antreiben. Dadurch können in der sonst so warmen Meereslandschaft Seetangwälder wachsen, die den perfekten Lebensraum für den Oman-Anemonenfisch bilden. Das kalte, nährstoffreiche Wasser, das an die Oberfläche getrieben wird, sorgt für reiches Planktonvorkommen. Es ist Nahrungsgrundlage für Millionen von Meerestieren, darunter auch der Arabische Buckelwal - von dem es weniger als 100 Individuen auf unserem Planeten gibt, die alle im Arabischen Meer zu finden sind. Der Reichtum, der so viele Lebewesen ins Arabische Meer lockt, steht im Gegensatz zur kargen Landschaft von Omans größter Insel - Masirah. Und doch ist dieses unwirtliche Eiland wichtig für das Überleben mehrerer bedrohter Arten wie dem Schmutzgeier. Und für die Unechte Karettschildkröte ist es die wichtigste Küstenlinie im Indischen Ozean. 90 Prozent der Population kehren hierher zurück, um ihre Eier abzulegen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Die Ärzte der Ägäis

Reportage

Die griechische Stavros-Niarchos-Stiftung hat vor zehn Jahren ein System von mobilen medizinischen Teams aufgebaut, die monatlich in Piräus auf die Fähre steigen, um kleine entlegene Inseln für jeweils eine knappe Woche medizinisch zu versorgen. Denn die Kosten für einen Arztbesuch auf dem Festland können sich viele Inselbewohner nicht leisten, und im Winter sind Überfahrten wegen schlechten Wetters oftmals ganz unmöglich. Der Augenarzt Christos Christoulakis ist von Anfang an bei diesen Einsätzen dabei: "Wir geben etwas. Aber wir bekommen auch sehr viel zurück". Zusammen mit Tasos Stamatiadis, dem technischen Leiter der Mission, ist er auf dem Weg nach Serifos. Auf der Fähre werden sie von zwei Lkws voll mit medizinischem Gerät begleitet, darunter ein tragbares Röntgengerät, ein digitales 3D-Mammographiegerät und ein Knochendichtescanner. Auf Serifos wird in wenigen Stunden ein Pop-Up Krankenhaus errichtet, mit dem die Insel vier Tage lang über die medizinische Infrastruktur einer kleinen Stadt verfügt - mit vielen verschiedenen Fachärzten und Krankenschwestern, die alle ehrenamtlich arbeiten. Auf der Insel wird das Medizinteam schon erwartet; viele der knapp 1.500 Einwohner kommen zu Untersuchungen vorbei, oft zu mehreren. Das "reisende Krankenhaus" hilft ihnen so, trotz der fehlenden Infrastruktur weiter auf Serifos zu leben. Manchen Patienten allerdings müssen die Ärzte zu einer Therapie auf dem Festland raten - so wie Susanna Diogou, die Lähmungserscheinungen in ihrem linken Fuß hat. Aber dafür müsste die Familie sich für längere Zeit trennen - ein Dilemma, das viele Menschen auf den Inseln fürchten.

Die Bibelfälscher 20:15

Die Bibelfälscher

Dokumentation

Der Fund von mehreren Fragmenten mit biblischen Texten sorgte für Aufsehen auf dem internationalen Antiquitätenmarkt. Sie galten als sensationelle Ergänzung der berühmten "Schriftrollen vom Toten Meer" - einer der bedeutendsten archäologischen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts. Seit 1947 waren in der Wüste von Judäa Tausende Fragmente geborgen worden, die zu den ältesten Zeugnissen des Alten Testaments gelten. Das Auftauchen neuer Handschriften knapp 60 Jahre später entfachte einen regelrechten Wettstreit unter Sammlern und Forschern. Und die Tragweite der Entdeckungen reichte weit über religiöse Fragen hinaus: Die Handschriften wurden auch zum geopolitischen Streitobjekt im israelisch-palästinensischen Konflikt. Doch schon kurz nach dem Verkauf der Manuskripte kamen Zweifel auf. Woher stammten die geheimnisvollen Fragmente tatsächlich? Ihre Schrift wich deutlich von den bekannten Manuskripten ab - waren sie Teil eines bislang unbekannten Bestands? Ein internationales Forscherteam nahm die Untersuchungen auf, und bald verdichtete sich der Verdacht, die Stücke könnten Fälschungen sein. Wer aber verfügte über das Wissen, die Materialien und die Raffinesse, um solch täuschend echte Nachbildungen zu schaffen - und zu welchem Zweck? Die in Israel, den USA, Frankreich, Deutschland und Norwegen gedrehte Dokumentation erzählt die erstaunliche Geschichte der Fundstücke und deckt auf, wem der grandiose Betrug letztlich in die Hände spielte.

Die Bibelfälscher 21:00

Die Bibelfälscher

Dokumentation

In den frühen 2000er Jahren sorgten mehrere Fragmente mit biblischen Texten auf dem internationalen Antiquitätenmarkt für Furore. Sie wurden als mögliche Ergänzung zu den berühmten "Schriftrollen vom Toten Meer" gehandelt - jenen rund 2.000 Jahre alten Manuskripten, die seit ihrer Entdeckung 1947 in der Wüste von Judäa zu den bedeutendsten archäologischen Funden des 20. Jahrhunderts zählen. Doch der Fund löste nicht nur wissenschaftliche Begeisterung aus, sondern auch einen erbitterten Wettstreit unter Sammlern und Forschern. Ein norwegischer Manuskriptliebhaber und ein evangelikaler US-Milliardär investierten Millionen, um einige der vermeintlich heiligen Relikte zu erwerben. Kurz darauf eröffnete in Washington, nur wenige Schritte vom Kapitol entfernt, ein Bibelmuseum, das die Fragmente als Attraktion präsentierte. Die Bedeutung der Funde zog dabei weite Kreise: Sie wurden auch zum Zankapfel im israelisch-palästinensischen Konflikt. Ein internationales Forscherteam nahm die Untersuchungen auf, und schnell verdichteten sich die Hinweise auf eine mögliche Fälschung. Die Filmemacherin Fanny Belvisi und ihr Kollege Rémi Lainé gehen dieser Frage in einer aufwendig produzierten Dokumentation nach. Ihr Film rekonstruiert die spannende Geschichte der Fragmente und deckt auf, wer von dem spektakulären Betrug profitierte. Die Dokumentation, gedreht in Israel, den USA, Frankreich, Deutschland und Norwegen, vereint Interviews mit Sammlern, Milliardären, Geistlichen, Politikern und führenden Wissenschaftlern - und liefert so einen aufschlussreichen Beitrag zur modernen Bibelforschung.

Biblische Detektivgeschichten 21:45

Biblische Detektivgeschichten

Dokumentarfilm

Durch die einzigartige Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus verschiedenen Forschungsbereichen beleuchtet der Dokumentarfilm zentrale Fragen der biblischen Archäologie. Dabei werden erstmals die Ergebnisse von über hundert Jahren Textanalyse den Befunden von jahrzehntelangen Ausgrabungen im Heiligen Land gegenübergestellt. Dies soll dabei helfen, zu klären, ob das Judentum - die erste große monotheistische Religion - bereits zu Abrahams Zeiten als zusammenhängende Einheit erkennbar war. Sowohl archäologische Funde als auch biblische Belege beweisen eindeutig, dass die meisten Israeliten lange Zeit auch heidnische Götter anbeteten. Darüber hinaus glaubten viele von ihnen, Gott habe eine Frau, die ebenfalls verehrt wurde. Erst nach der Zerstörung Jerusalems entwickelten die Juden im babylonischen Exil die Vorstellung von einem einzigen universellen Gott. Und auch die fünf ersten Bücher der Bibel wurden erst während der Babylonischen Gefangenschaft im 6. Jahrhundert vor Christus geschrieben. Die tragische Erfahrung des Verlusts Jerusalems und des Exils bildeten den fruchtbaren Boden, auf dem sich die beiden jahrtausendealten Grundlagen des Judentums entwickeln konnten: der Monotheismus und die Bibel. Aus diesen Elementen gingen später nicht nur Christentum und Islam, sondern die gesamte moderne Kultur hervor.

Der Kampf um Jerusalem 23:35

Der Kampf um Jerusalem

Dokumentation

Die Hamas bezeichnete den Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 als "Operation Al-Aqsa-Flut" und bezog sich damit auf die berühmte Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem. Damit lenkten die Islamisten die weltweite Aufmerksamkeit auf die Heilige Stadt. Jerusalem steht seit jeher im Brennpunkt der israelisch-palästinensischen Konfrontation - die Stadt mit ihren rund eine Million Einwohnern erscheint gewissermaßen als Konzentrat all dessen, worum es bei dem Konflikt geht. In einem Punkt sind sich die Nahost-Experten einig: Ohne Lösung für Jerusalem wird auch der Konflikt kein Ende finden. Die nach dem 7. Oktober 2023 entstandene Dokumentation geht einer der brisantesten Auseinandersetzungen unserer Zeit auf den Grund. Sie erkundet unsichtbare Grenzen, beleuchtet den gescheiterten UN-Teilungsplan und erzählt vom ewigen Kampf um die heiligen Stätten auf dem Tempelberg. Der Regisseur ist Israel-Korrespondent von ARTE und zeigt eine Stadt, in der sich die Bevölkerungsgruppen im Alltag auch ohne Hass begegnen, die Modernität der "Start-up Nation" auf antike Kultur trifft und die Hoffnung noch nicht ganz erloschen ist.