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TV Programm für ARTE am 07.03.2026

(Fast) die ganze Wahrheit 04:40

(Fast) die ganze Wahrheit: Meryl Streep

Infotainment

Als Meryl Streep Mitte der 1970er Jahre am Casting für das Remake von "King Kong" teilnimmt, sagt der Produzent auf Italienisch, dass er sie zu hässlich findet. Der Sprache mächtig, weist sie ihn schlagfertig zurecht. Bis heute ist sie die Schauspielerin mit den meisten Oscar-Nominierungen. Die Animationsserie "(Fast) Die ganze Wahrheit", die mit augenzwinkerndem Humor aus dem Nähkästchen prominenter Persönlichkeiten plaudert, wartet mit einer fünften Staffel auf. Die vom Kreativteam der französischen Produktionsfirma Blogothèque geschaffene Serie setzt Spielzeug oder Alltagsutensilien in Stop-Motion-Animationen ein, die von einer frechen Off-Stimme kommentiert werden. In der fünften Staffel gesellen sich zur lustigen Porträtgalerie 39 weitere Promis, darunter Josephine Baker, Jeanne Moreau, Albert Camus, Napoleon, Alain Delon und Virginie Despentes.

Menuhin und Karajan spielen Mozart 05:25

Menuhin und Karajan spielen Mozart

Dokumentation

Der erneute Auftritt von Martha Argerich mit Chopins Klavierkonzert Nr.1 in Warschau, 45 Jahre nach dem Sieg, ist auf Arteconcert.com abrufbar.

Vermeer: Die Jahrhundertausstellung 06:10

Vermeer: Die Jahrhundertausstellung

Dokumentation

2023 veranstaltete das Amsterdamer Rijksmuseum, das Nationalmuseum der Niederlande, die bis dahin größte Sonderausstellung zum Werk von Jan Vermeer (1632-1675). Mit zahlreichen internationalen Leihgaben gehörte sie zu den größten Werkschauen, die dem bedeutenden Maler des 17. Jahrhunderts je gewidmet wurden. Sie versammelte bekannte Gemälde wie "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" (Mauritshuis, Den Haag), "Der Geograph" (Städel Museum, Frankfurt am Main), "Briefschreiberin und Dienstmagd" (National Gallery of Ireland, Dublin), "Frau mit Waage" (National Gallery of Art, Washington, D.C.) und die von Marcel Proust geliebte "Ansicht von Delft" (Mauritshuis, Den Haag). In Delft lebte und arbeitete Jan Vermeer, der vor allem für seine ruhigen, besinnlichen Interieurs, eine beispiellose Verwendung von hellem, farbigem Licht und seine illusionistischen Perspektiven bekannt wurde. Mit etwa 35 Gemälden hinterließ er ein relativ kleines Oeuvre. Da seine Bilder jedoch zu den wertvollsten Schätzen von Museumssammlungen zählen, werden sie selten auf Reisen geschickt. Die Amsterdamer Retrospektive war ein logistischer Kraftakt. Die Ausstellung bot Kuratoren und Forschern die einmalige Gelegenheit, die Gemälde des Malers miteinander zu vergleichen und dabei auch auf modernste materialtechnische Untersuchungen zurückzugreifen: So konnten sie Vermeers Werk weiter entschlüsseln und narrativ neu aufbereiten.

GEO Reportage 07:05

GEO Reportage: Panzer, Wölfe, Rothirsche: Bayerns wilder Übungsplatz

Reportage

Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr liegt in der Oberpfalz im Norden Bayerns. Er ist mit einer Fläche von 234 Quadratkilometer der größte Truppenübungsplatz der US-Armee außerhalb der USA. Bis auf wenige Stunden morgens und abends wird hier rund um die Uhr scharf geschossen. In diesem Gebiet sind Marcus Meißner und Maria Zetsche vom Wildbiologischen Institut Göttingen und Dresden e.V. mit einer Sondergenehmigung der US-Armee unterwegs. Der Diplomforstwirt und die Tierärztin koordinieren ein Projekt, das den Einfluss des Wolfs auf das Verhalten der Rothirsche untersuchen möchte. Marcus Meißner untersucht schon seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Bundesforst das Verhalten der Rothirsche auf dem Übungsplatz. Mit Hilfe von GPS-Sendern wurden Verhalten und Bewegungsmuster des Rotwildes ohne den Wolf erforscht. Jetzt soll das gleiche nochmal gemacht werden unter dem Einfluss der jetzt hier nachweislich lebenden Wölfe. Dazu müssen die scheuen Tiere wieder mühsam gefangen und mit einem Senderhalsband versehen werden. Gespannt sehen Marcus, Maria und ihre Kolleginnen dem Ergebnis entgegen.

GEO Reportage 07:40

GEO Reportage: Die Ostsee, Sehnsuchtsort der Kraniche

Reportage

Es ist eine geografische Besonderheit auf dem Darß, die diesen Küstenabschnitt für Kraniche attraktiv macht: der Bodden. Das durch Landzungen und Inseln entstandene Lagunengewässer ist ein wahres Vogelparadies. Die großen Schreitvögel bewohnen normalerweise Sumpf- und Moorlandschaften im gesamten nördlichen und östlichen Europa sowie im Norden Asiens. Doch jedes Jahr im Herbst finden sich unzählige dieser Vögel hier an der Ostseeküste ein und sorgen für ein Spektakel, das Vogelliebhaber und Wissenschaftler gleichermaßen begeistert: die Kranichrast. Zehntausende Kraniche aus Deutschland, vor allem aber aus Skandinavien und dem Baltikum, machen zwischen September und November Rast entlang der Boddenkette - engmaschig überwacht von Ornithologen und fasziniert beobachtet von zahlreichen Vogelbegeisterten. Wie bedroht der Kranich durch Landwirtschaft, Klimawandel und natürliche Feinde ist, soll die aktuelle Zählung zeigen. Einzigartig sind jedoch nicht nur der Vogelzug hier oben im Norden oder die kilometerlangen, breiten Sandstrände. Auch altes Handwerk lebt hier weiter - wie die farbenfrohen Darßer Türen, handgefertigt und mit den typischen Motiven verziert. Auch der Kranich findet sich darauf wieder. In der Werkstatt der Brüder Roloff in Prerow werden neue Türen gebaut und alte saniert. Sie stammen oft aus dem 19. Jahrhundert: alte Kapitänstüren, durch deren Opulenz und Größe der Wohlstand der Bewohner zum Ausdruck kam. Die Charakteristik und das Flair der Ostseeküste zu erhalten, mit ihren Menschen, den Tieren, der Landschaft und Architektur - das ist der große Wunsch der Einheimischen.

360° Reportage 08:35

360° Reportage: Türkei: Die Kühe von Tahpur

Reportage

Selim lebt mit seiner Familie in Yesiltepe, einem Dorf im Nordosten der Türkei. Umgeben vom Kaçkar-Gebirge, leben sie von Viehzucht und Teeanbau - insbesondere Kühe und Rinder sind eine wichtige Einnahmequelle. Nach dem islamischen Opferfest Kurban Bayram und mit dem Schmelzen des Schnees in den Bergen zieht die Familie mit den Kühen auf die auf 3.100 Meter gelegene Hochebene Tahpur. Die Vorbereitungen dauern eine Woche, denn drei Monate lang wird die Familie in den Bergen leben, das Vieh hüten und Käse herstellen, bevor es im Herbst wieder ins Tal geht. Am Tag des Aufstiegs herrscht reges Treiben: Der erste Lkw wird mit den älteren Kühen beladen, im zweiten Wagen folgen die Muttertiere mit ihren Kälbern. Im dritten Lkw befinden sich Hausrat, Vorräte, Hühner und alles, was die Familie zum Leben benötigt. Vor ihnen liegen 110 Kilometer und fast 2.000 Höhenmeter. Das anspruchsvolle Gelände und der Zeitdruck stellen die Familie vor große Herausforderungen. Doch die Freiheit und Weite der Berge entschädigen Selim und seine Familie für die Strapazen.

Stadt Land Kunst Spezial 09:30

Stadt Land Kunst Spezial: Bangladesch

Magazin

(1): Das farbenfrohe Bangladesch von Zainul Abedin (2): Bangladesch: Die Bauls, Bengalens Barden (3): In Bangladesch: Der Kampf der 22

Stadt Land Kunst Spezial 10:05

Stadt Land Kunst Spezial: Dänemark

Magazin

(1): Karen Blixens dänisches Festmahl (2): Dänemark, die schönen Tage der Skagen-Maler (3): Dänemark: Ein Vergnügen der besonderen Art

Zu Tisch 10:45

Zu Tisch: Asturien, Spanien

Essen und Trinken

Im grünen Norden Spaniens pflegt Sila Fernández auf dem Familienhof Casa Bartuelo eine jahrhundertealte Tradition: den Anbau der Faba-Bohne. Sie ist das Herzstück der asturischen Küche und Grundlage von Eintöpfen. Bodenbeschaffenheit, Klima und Anbaumethode geben ihr einen unverwechselbaren Charakter und machen sie zu einem Superfood. Gemeinsam mit ihrer Familie experimentiert Sila Fernández mit neuen Rezepten. Es entstehen dabei Gerichte, die das Land in seiner ganzen Vielfalt widerspiegeln: bodenständig, kreativ und voller Geschmack. Von der Ernte bis zum Apfel-Bohnenkuchen erzählt der Beitrag von Frauen, die Altes bewahren und Neues wagen - und von einer Bohne, die Asturien zusammenhält.

Die türkische Schwarzmeerküste 11:20

Die türkische Schwarzmeerküste: Der milde Westen

Landschaftsbild

Der westliche Teil der türkischen Schwarzmeerküste lädt dazu ein, in die liebliche Seite dieser Region einzutauchen. In der Provinz Bartin, versteckt in einer zauberhaften Bucht, liegt Amasra, ein historischer Ort, um den sich alte Legenden ranken. Weiter südlich befindet sich der Valla Canyon, einer der tiefsten Canyons der Welt, umgeben von den geschützten Wäldern des Küre-Gebirges. In Devrek wird die Kunst der Gehstöcke bewahrt: Tansel, ein lebender Künstler der Unesco, führt diese Tradition fort und fertigt jeden Gehstock in mühsamer Handarbeit. Der Pilzexperte Ömer lädt zu Lehrwanderungen ein und vermittelt den respektvollen Umgang mit den Schätzen der Natur. Die Stadt Safranbolu, bekannt für ihre osmanische Architektur und als Unesco-Weltkulturerbe, fasziniert mit ihren verwinkelten Gassen und dem Anbau des begehrten Safrans. Diese Orte zeigen eine Küste, an der Vergangenheit und Gegenwart harmonisch verschmelzen, und Mensch und Natur in einem seltenen Gleichgewicht stehen.

Die türkische Schwarzmeerküste 12:05

Die türkische Schwarzmeerküste: Der raue Norden

Landschaftsbild

Der raue Norden der türkischen Schwarzmeerküste. Ein Land der großen Weiten, die Freiheit auch für das Vieh bedeuten. Atemberaubende Landschaften, die sich hier zu einer einzigartigen Kulisse vereinen. Es ist eine Region junger Idealisten, die im Einklang mit Natur und Tier leben. Der Orchideenzüchter Ferdi, der in einem Taldorf der Ilgaz-Berge lebt, und seltene Erdorchideen züchtet, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Auch die Familie Koparan mit ihren Wasserbüffeln prägen das Bild. In der modernen Molkerei von Sohn Mustafa entstehen hochwertige, biologische Büffelmilchprodukte, die weit über die Region hinaus geschätzt werden. Mit ihrer Arbeit trägt die Familie dazu bei, die Tradition der Büffelhaltung lebendig zu halten und gleichzeitig innovative Wege in der Produktion zu gehen. In Arakli, einem kleinen Küstendorf, bewahrt Hüseyin die Kunst des Holzbootbaus. Seit Jahrhunderten wird hier Kastanienholz zu robusten Kuttern verarbeitet, die der rauen See trotzen. Hüseyin, der älteste und erfahrenste Bootsbauer, arbeitet eng mit dem Hafenkapitän Murat zusammen, um die Boote in die richtige Form zu bringen. Sie sind stolz darauf, gemeinsam diese Tradition der Schwarzmeerküste fortzusetzen. Die Geschichte des Bergbaus in Zonguldak erzählt von den Schätzen, die tief unter der Erde lagern, während die Höhle von Gölköy mit ihren uralten Formationen in eine geheimnisvolle Welt entführt. Auch der Horma-Canyon, mit seinen imposanten Felsen und atemberaubenden Wanderwegen, bietet einen spektakulären Einblick in die raue Schönheit der Region.

Die türkische Schwarzmeerküste 12:50

Die türkische Schwarzmeerküste: Die fruchtbare Mitte

Landschaftsbild

In der fruchtbaren Mitte der türkischen Schwarzmeerküste liegen die Provinzen Giresun, Ordu, Trabzon und Samsun an den Nordhängen des Pontischen Gebirges. Diese Region ist ein Schmelztiegel aus kultureller Tradition, natürlicher Vielfalt und nachhaltiger Lebensweise. Hier leben die Menschen im Einklang mit der Natur: Fischerei, Tabak- und Haselnussernte prägen das Leben und den Rhythmus der Bewohner. Das Kizilirmak-Delta an der Küste ist ein Naturschutzgebiet, in dem Wildtiere ungestört leben und Zugvögel auf ihrer Reise von Europa und Asien nach Afrika einen Rastplatz finden. An diesem Zufluchtsort dokumentiert Prof. Dr. Sancar Baris zusammen mit einer Gruppe von Studierenden Lebensweisen und Zugrouten der Wasservögel. Der längste Fluss der Türkei, der Kizilirmak bewässert die Felder rund um die Stadt Bafra und bietet den Nährboden für den Tabak, aus dem die starken, geschmacksintensiven Samsun-Zigaretten gerollt werden. Yilmaz ist einer der vielen Haselnussbauern in Görele, Giresun, wo sie die Haselnüsse auch liebevoll die "fettigen, pummeligen aus Giresun" nennen. Sowohl bei der Haselnussernte als auch beim Pflücken der Tabakblätter packt das ganze Dorf mit an. In der Hafenstadt Arakli lernen wir Emine kennen. Sie ist eine der wenigen Fischerinnen an der türkischen Schwarzmeerküste. Wie das Meer sie und ihren Mann wieder zusammengeführt hat, steht symbolisch für die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Meer. Die Geschichten der Menschen und die Vielfalt der Natur machen diese Region zu einer Schatzkammer des türkischen Nordens.

Die türkische Schwarzmeerküste 13:35

Die türkische Schwarzmeerküste: Der wilde Osten

Landschaftsbild

Der Osten der türkischen Schwarzmeerküste ist ein Landstrich, der die Kräfte der Natur und die Traditionen seiner Bewohner vereint. An malerischen Hängen, steilen Felswänden und entlang tosender Wasserfälle erleben wir die besondere Beziehung zwischen Menschen und Tieren. Zwischen den fast 4.000 Meter hohen Kaçkar-Bergen und dem verträumten Küstenstädtchen Arhavi lernen wir den Imker Bülent und seine Frau Nazli kennen. Zwischen steilen Wasserfällen und dichten Laubwäldern produzieren 80 Millionen Bienen kostbaren Honig, der dank der unberührten Natur besonders hochwertig ist. In den Bergen bei Maçka thront auch das historische Kloster Sumela, das sich wie ein Adlerhorst in eine Felswand schmiegt und Zeugnis einer jahrhundertealten christlichen Tradition ist. An den regenreichen Hängen von Rize führt die Reise zu den berühmten Teeplantagen. Hier wächst das Nationalgetränk der Türken: Çay, den die Einheimischen mit Stolz und in großen Mengen genießen. In Artvin pflegt Falkner Kazim die alte Kunst der Greifvogeljagd. Mit seinem Wanderfalken bewahrt er eine tief verwurzelte Tradition, die die enge Beziehung zwischen den Menschen hier und der ungezähmten Natur widerspiegelt. Bekannt ist die Region auch für ihre Stierkämpfe auf der Ayder-Alm, wo die Tiere unter der strengen Aufsicht ihrer stolzen Besitzer um die Rangordnung kämpfen. So auch Zigzava, der 17-jährige Champion. Wird er sich dieses Jahr an der Spitze behaupten können?

Rom gegen Karthago 14:20

Rom gegen Karthago: Der Punische Krieg

Geschichte

Bis heute gilt das Mittelmeer als Netz lebenswichtiger Handelswege, als Schmelztiegel von Kulturen und Ideen sowie als Arena politischer und militärischer Kämpfe. Vor gut 2.200 Jahren wurden im Zweiten Punischen Krieg die Weichen für die politischen, kulturellen und religiösen Kräfte gestellt, die Europa und den Mittelmeerraum bis heute prägen. Dabei bekämpften sich das aufstrebende Rom und die etablierte Seemacht des Mittelmeers, Karthago. Begonnen wurde dieser Krieg von Hannibal Barkas, einem karthagischen Feldherrn, der zu den größten der Geschichte zählt. Bekanntheit erlangte er durch die Überquerung der Alpen mitten im Winter mit einem Heer von 80.000 Mann und vielen Kriegselefanten. Hannibals Ziel besteht in der Wiederherstellung der Macht Karthagos. Aufgrund seines taktischen Geschicks, mitsamt unerwarteten Aktionen, schafft er es, die Römische Republik an den Rand des Untergangs zu treiben. Nach der bitteren Niederlage bei Cannae ist es der junge Scipio Aemilianus, der den Widerstand Roms gegen Karthago anführen wird. Hautnah beobachtet er Hannibals militärisches Genie in einer Reihe von Schlachten und lernt daraus, wie man ihn schlagen kann. Scipio verlagert den Krieg aus Italien nach Nordafrika, direkt vor die Tore Karthagos. Hannibal muss Italien verlassen und in die Heimat zurückkehren. Bei Zama treffen die beiden größten Feldherren ihrer Epoche aufeinander. Wer von beiden wird als Sieger hervorgehen - der erfahrene Stratege, der keine Schlacht gegen die Römer verloren hat, oder der Neuling?

Griechen gegen Perser 15:50

Griechen gegen Perser: Die Perserkriege

Geschichte

481 vor Christus: Der uneingeschränkte Herrscher der Perser, Xerxes, rüstet sich für einen Feldzug gegen rebellische Städte in Griechenland. Besonders auf Athen hat er es abgesehen, das seinem Vater Dareios bei Marathon eine demütigende Niederlage zugefügt hat. Xerxes beherrscht viele Länder von Kleinasien bis Indien. Sein Reich ist eines der größten der Geschichte, das erste Imperium des Nahen Ostens, mit schier unerschöpflichen Ressourcen. Seit Jahren plant er eine Invasion Griechenlands und hat keine Mühen und Kosten gescheut, um ein riesiges Heer aufzustellen. Ein Kampf von Goliath gegen David - so scheint es. Xerxes trifft auf eine Konföderation griechischer Stadtstaaten, angeführt von Themistokles aus Athen. Den Griechen stehen nur wenige Ressourcen im Vergleich zur gewaltigen Macht des Perserreichs zur Verfügung. Doch sie besitzen einen entscheidenden Vorteil: Athen ist seit zehn Jahren eine Demokratie. Dieses damals radikale politische System ermöglicht es freien Männern - etwa zehn Prozent der Bevölkerung -, ihre Regierung selbst zu wählen. Sie wählen Themistokles. Er entstammt zwar der Aristokratie, gehört aber nicht zum oligarchischen Machtzirkel, der die junge Demokratie Athens prägt. Doch er besitzt rhetorisches Geschick und politischen Scharfsinn. Als Stratege geht er neue Wege: Er versteht es, Gegner zu täuschen, und beherrscht das Intrigenspiel wie kaum ein anderer. Es gelingt ihm, die Athener davon zu überzeugen, im Kampf gegen die Perser auf Schiffe zu setzen. Die Seeschlacht bei Salamis wird alles entscheiden ...

ARTE Reportage 17:25

ARTE Reportage

Dokumentation

Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.

Mit offenen Karten 18:20

Mit offenen Karten: Elektroautos - Wer stoppt China?

Infomagazin

Die seit Jahrzehnten globalisierte Automobilindustrie erlebt seit dem Aufkommen des Elektroautos eine wahre Revolution. In Zeiten des ökologischen Wandels scheinen umweltfreundlichere und sparsamere Fahrzeuge unumgänglich. Zahlreiche Länder haben für die kommenden Jahre verbindliche Absatzquoten für Elektroautos eingeführt, die einen lukrativen Markt versprechen. Europäische, amerikanische, japanische und koreanische Autohersteller stellen nach und nach um. Doch ein Land scheint allen voraus zu sein: China. Sei es bei der Produktion oder beim Zugang zu Rohstoffen - die Volksrepublik positioniert sich als Branchenführer und könnte schon bald den Weltmarkt mit Elektroautos überschwemmen, deren Preise weit unter denen der Konkurrenz liegen. Das Elektroauto ist nicht zuletzt ein strategischer Faktor für Umwelt, Wirtschaft - und Geopolitik.

Das Leben der Amish 18:35

Das Leben der Amish

Dokumentation

Zeitreise in die Gegenwart: Ursprünglich aus Süddeutschland und der Schweiz stammend, hat die Amish-Gemeinschaft ihre Kultur und Sprache in die Neue Welt getragen: Sie sprechen Pennsylvaniadeutsch - eine Mischung aus Englisch und deutschen Dialekten - und leben wie vor 300 Jahren. Tief verwurzelt in ihrem Glauben, folgen die Amish strengen Richtlinien und lehnen moderne Technologien und Lebensformen ab. Für Außenstehende können diese Regeln manchmal rätselhaft erscheinen. Mit Pferdekutschen durchstreifen sie ihre ländlichen Gemeinden, doch wenn es zu weit ist, darf ein Shuttleservice genutzt werden, an dem einige Amerikaner viel verdienen. Das Telefon wird nicht benutzt, außer wenn es sich um geschäftliche Belange handelt und sich das Gerät außerhalb des Hauses befindet. Trotz ihrer einfachen Lebensweise haben die Amish keine Nachwuchsprobleme. Kinderreiche Familien sind an der Tagesordnung. Auch die Geschäfte laufen gut, denn die landwirtschaftlichen Produkte aus ökologischem Anbau sind genauso gefragt wie das handwerkliche Geschick der Amish. Die Amish haben ihre eigenen Privatschulen, besuchen diese aber meistens nur bis zum 14. Lebensjahr. Der Lehrplan gibt neben Lesen, Schreiben, Rechnen, Geografie und Deutsch vor allem Bibelunterricht vor. Bereits während der Schulzeit arbeiten die Kinder zu Hause mit. Doch bevor sie sich als junge Erwachsene taufen lassen, um dann endgültig zur Amish-Gemeinschaft dazuzugehören, haben sie die Möglichkeit zum sogenannten Rumspringa: In dieser Zeit dürfen sie alles ausprobieren, was auch andere Jugendliche gewöhnlich tun - danach müssen sie sich für einen Lebensstil entscheiden. Wer jedoch nach der Taufe ein moderneres Dasein wählt, wird exkommuniziert. Die Dokumentation gibt einen faszinierenden Einblick in eine traditionelle Welt.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

360° Reportage 19:40

360° Reportage: Kirgistan: Hoffnung für die Schneeleoparden

Reportage

Im Tien-Shan-Gebirge, einer in Teilen noch wilden und unberührten Region im Herzen Zentralasiens, haben es Wilderer vor allem auf das schöne Fell der Großkatzen abgesehen. Die kirgisische Naturschutzgruppe Bars ist daher ständig im Einsatz. Die Männer gehen jedem Hinweis auf Wilderei nach, überprüfen Waffenscheine und suchen im Gebirge nach aufgestellten Fallen. Befreite Tiere und auch solche, die keine Überlebenschance in der Natur haben, finden im Rehabilitationszentrum für Wildtiere Zuflucht. Zurzeit befinden sich hier zwei weibliche Schneeleoparden. In freier Wildbahn leben Leoparden meist kaum länger als zwölf Jahre. In der Auffangstation kann sich ihre Lebenszeit bei richtiger Pflege und Ernährung auf 25 Jahre verlängern. Im Fokus der Tierschützer aus Kirgistan und Deutschland stehen aber vor allem die freilebenden Schneeleoparden - auch wenn es von ihnen immer weniger gibt.

Pompeji 20:15

Pompeji: Eine Luxusvilla voller Rätsel

Dokumentation

Pompeji, 79 nach Christus: Als der Vesuv ausbricht, wird die antike Handelsstadt unter Asche und Bimsstein begraben. Bis heute, fast 2.000 Jahre nach der Katastrophe, gelingen Archäologen sensationelle Funde, die Einblicke geben in die Schrecken der letzten Stunden und den Alltag der Bewohner Pompejis. Nach der Erforschung florierender Gewerbebetriebe - einer Bäckerei und einer Wäscherei - richtet sich der Fokus der Grabungen auf ein prächtiges Anwesen in unmittelbarer Nähe. Abseits der einst belebten Straßen legen die Forscher eine luxuriöse Villa frei, die vermutlich einem einflussreichen Lokalpolitiker gehörte. Die Funde erlauben Einblicke in das verschwenderische Leben der pompejanischen Elite, das in scharfem Kontrast zu den Lebensbedingungen der versklavten Arbeiter in der nahe gelegenen Bäckerei steht. Zu den spektakulären Entdeckungen zählen außergewöhnliche Fresken in einem Bankettsaal sowie beeindruckende Mosaikfußböden - Relikte, die ebenso wie die gut erhaltene Feinkeramik die prunkvollen Gelage der Hausherren lebendig werden lassen. Die bewegendsten Entdeckungen gelingen in einem kleinen Nebenraum: der Leichnam einer Frau, die in einem Beutel kostbare Perlenohrringe und Goldmünzen bei sich trug. Als die Grabung fortschreitet, stößt das Team auf ein zweites Opfer: einen Mann, der unter einem eingestürzten Mauerstück begraben wurde. Wer waren diese Menschen? Warum blieben sie zurück, während so viele andere flohen?

Pompeji, Geschichte einer Katastrophe 21:10

Pompeji, Geschichte einer Katastrophe: Im Schatten des Vesuv

Dokumentation

Seit mehr als einem Jahr läuft in Pompeji eines der ehrgeizigsten Grabungsprojekte unserer Zeit: Ein italienisches Archäologenteam entdeckte einen bisher unerforschten Häuserblock und förderte unter anderem eine Bäckerei, ein Wohnhaus und ein Wandgemälde, das eine Art Pizza zeigt, zutage. Die Ausgrabung beginnt mit der Entdeckung eines riesigen Steinofens. Viel zu groß, um zu einem Privathaus gehört zu haben, finden die Forscher heraus, dass er Teil einer Bäckerei war, in der Brot an die Bewohner von Pompeji verkauft wurde. Nicolas Monteix, Experte für das Backgewerbe in der Antike, besichtigt eine der 40 Bäckereien, die bisher in Pompeji gefunden wurden, und erzählt davon, wie das Leben der Sklaven vermutlich ausgesehen hat, die dort Tag für Tag bei gleißenden Temperaturen schufteten und permanent dem Mehlstaub ausgesetzt waren. In einem Nebenraum der Bäckerei entdecken die Archäologen drei Skelette. Ihr Zustand deutet darauf hin, dass die Menschen von der einstürzenden Decke erschlagen wurden. In den ersten 18 Stunden des Vulkanausbruchs fiel ein dichter Niederschlag aus Pyroklasten und Asche auf Pompeji. Unter dem Gewicht der Gesteinsfragmente brachen überall in der Stadt Gebäude ein. Neben der Bäckerei entdecken die Archäologen das Wohnhaus. In jedem Raum türmen sich unberührte Lapilli bis zu drei Meter hoch. Das bedeutet, dass seit dem Vulkanausbruch niemand dieses Haus betreten hat. Im Atrium finden die Forscher unbenutzte Dachziegel, Steine und Werkzeug. Daraus schließen sie, dass das Gebäude zum Zeitpunkt der Eruption renoviert wurde. Tatsächlich hatte 17 Jahre zuvor, im Jahr 62 nach Christus, ein Erdbeben viele Häuser in Pompeji zerstört, die längst noch nicht alle wieder aufgebaut waren.

Pompeji, Geschichte einer Katastrophe 22:10

Pompeji, Geschichte einer Katastrophe: Flucht und Neuanfang

Dokumentation

In Pompeji fördern die neuen Ausgrabungen weitere aufschlussreiche Funde zutage. Gleichzeitig ergeben Untersuchungen, dass viele Pompejaner den Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus wahrscheinlich überlebten. Bisher schätzten Experten die damalige Einwohnerzahl auf 10.000 bis 12.000 Menschen, aber der Forscher Steven Tuck enthüllt eine Grabinschrift im Süden der Stadt, die eher eine Bewohnerschaft von 30.000 Menschen nahelegt. Im Laufe der 300-jährigen Grabungsgeschichte wurden jedoch bisher nur gut 1.200 Tote gefunden - was bedeutet, dass der Verbleib von mehr als 90 Prozent der Pompejaner bis heute ungeklärt ist. Bei Ausgrabungen im Wohnteil des Gebäudes entdeckt das Team eine kunstvolle Regenrinne, die früher das Dach über dem zentralen offenen Bereich - dem Atrium - zierte und Regenwasser in ein großes flaches Becken leitete, das sogenannte Impluvium. Mit der zusätzlichen Freilegung wertvoller weißer Marmormöbel und Dekorelemente wird immer deutlicher, dass der Eigentümer ein wohlhabender Pompejaner war. Ein weiterer Fund gibt dem Team Rätsel auf: Ein ausgeklügeltes Netz aus 2.000 Jahre alten Rohren und Leitungen verbindet die Bäckerei und das Haus des reichen Bürgers mit dem benachbarten Gebäude. Der Archäologe Miko Flohr untersucht die Ausgrabungsstätte, um zu prüfen, ob es sich um eine römische Wäscherei handeln könnte, eine sogenannte Fullonica. Nur hochrangige Römer benutzten diese Walkereien zur Reinigung ihrer Kleidung; wer in Pompeji eine betrieb, hatte direkten Zugang zu den oberen Schichten der pompejanischen Gesellschaft.

Pompeji, Geschichte einer Katastrophe 23:05

Pompeji, Geschichte einer Katastrophe: Die letzten Stunden

Dokumentation

In dieser letzten Folge bewerten die Archäologen die vollendete Ausgrabung einer Luxusvilla, einer Bäckerei und einer Wäscherei. Dabei entdecken sie auch Hinweise zu den Tätigkeiten der Pompejaner in den letzten Stunden vor dem Untergang ihrer Stadt. Den Ausgangspunkt bildet der Vesuv. Neunzehn Stunden nach dem Beginn des Vulkanausbruchs liegt Pompeji größtenteils unter einer Schicht aus pyroklastischem Material und Asche begraben. Allerorts sind Dächer unter dem Gewicht des Vulkangesteins eingebrochen und haben Menschen unter ihren Trümmern begraben. Doch es gibt auch Überlebende. Ist nach dem Abebben der ersten Eruption für sie das Schlimmste überstanden? Laut dem Vulkanologen Chris Jackson dürfte die letzte, tödlichste Phase des Vulkanausbruchs erst nach dem Gesteinshagel eingetreten sein: Pyroklastische Ströme, giftige Gase und sengende Hitze vernichteten alles noch in der Stadt befindliche Leben. An der Ausgrabungsstätte hat die Freilegung einer großen Villa neben der Bäckerei und der Wäscherei begonnen. Unter einer Treppe entdeckt das Team Kohlezeichnungen von kämpfenden Gladiatoren. Da Kohle schnell verblasst, glauben die Archäologen, dass jemand diese Bilder kurz vor der Eruption gezeichnet hat. Wer war der Künstler, und warum zeichnete er Gladiatoren? Abschließend reflektiert Teamchef Gennaro Iovino über die Verbindungen der modernen Neapolitaner zu den Pompejanern der Antike - und über den Vesuv, diesem noch heute in der ganzen Region sichtbaren Mahnmal zum Gedenken an die vergangene, aber auch zur Warnung vor einer möglichen neuen Katastrophe.