16:10
In einem riesigen Gebiet mit Savannen, Sümpfen und Grasland im Westen Sambias befindet sich das Revier eines Gepardenweibchens, das in diesem geschützten Reservat lebt und jagt. Seit acht Jahren beobachtet eine Gruppe von Wissenschaftlern die Wildkatze. Nur fünf der 17 Jungen, die sie bisher zur Welt gebracht hat, haben das Erwachsenenalter erreicht. Nun ist sie neun - für Geparde ein sehr hohes Alter. Wird es ihr gelingen, ihre beiden neuen Babys großzuziehen?
16:55
In den sambischen Liuwa-Ebenen begleitet diese Folge eine Gruppe Tüpfelhyänen, die sich behaupten muss: Es herrscht große Dürre, und das dominante Weibchen des Clans ist gestorben. Eigentlich hätte nun ihre Tochter die Führungsposition geerbt. Diese ist jedoch noch sehr jung, und eine ältere Hyäne macht ihr den Rang streitig. Zwei Jahre lang verfolgt die Dokumentation die Auseinandersetzung der Rivalinnen. Um die Macht zu erlangen und zu behaupten, brauchen die beiden weiblichen Tüpfelhyänen Verbündete. Doch wird die Gefolgschaft der Konkurrentin die Treue halten, wenn sich die jüngere Hyäne dem Erwachsenenalter nähert? Dank der Unterstützung einheimischer Wissenschaftler konnte das Team den Clan in seinem gesamten Territorium beobachten und spannende Bilder dieser starken und klugen Tiere einfangen.
17:40
Für Dr. Stander begann diese Geschichte vor 40 Jahren mit einer zufälligen Begegnung: An der verwunschenen Skelettküste Namibias begegnete er einer einzelnen Wüstenlöwin. Dieses Erlebnis entfachte seine Leidenschaft für diese majestätischen Tiere. Doch schon bald verschwanden die Wüstenlöwen aus der Küstenregion. Dr. Standers Entschluss, diese geheimnisvollen Tiere zu erforschen, sollte sich Jahre später auszahlen: Er entdeckt ein einzelnes weibliches Jungtier, das später zur legendären "Königin" der Wüstenlöwen wird. Dann geschieht eine Tragödie: Die Enkelinnen der Königin - Alpha, Bravo und Charlie - verlieren ihre Mutter und werden in eine Welt voller Gefahren geworfen. Trotz aller Widrigkeiten entdecken die Waisen eine versteckte Oase voller Leben, in der sie sich Fähigkeiten als Vogeljägerinnen aneignen. Die neue Nahrungsquelle sichert ihr Überleben. Doch mit Vögeln allein können die heranwachsenden Jungen ihren Hunger nicht lange stillen. Die Schwestern trennen sich. Alpha und Bravo ziehen immer weiter nach Westen und gelangen schließlich an die mystischen Ufer der Skelettküste. Mutig erschließen sie sich entlang der zerklüfteten Küste eine neue Heimat und erobern sich eine Lebensweise zurück, die für ihre Artgenossen seit Generationen verloren war. Charlie bewährt sich weiter im Landesinneren. Von ihrer Tante lernt sie die Kunst der Giraffenjagd. Dr. Philip Stander erfüllt sich bald einen Lebenstraum: Er kann die einzigartige und komplexe Beziehung zwischen Land- und Meeresbeutegreifern dokumentieren. Eine wissenschaftliche Sensation, bisher unerforscht und noch nie gefilmt.
18:30
Im Serengeti-Nationalpark lassen sich die größten Herdenwanderungen der Welt beobachten: Auf der Suche nach saisonalen Futter- und Wasserquellen begeben sich jährlich Millionen Gnus und Zigtausende anderer Huftiere auf einen tausend Kilometer langen Treck durch die Savanne, von Tansania im Süden nach Kenia im Norden und wieder zurück. Ein atemberaubendes Naturschauspiel in einer unvergleichlichen Landschaft: ebenes Grasland, soweit das Auge reicht, hier und da unterbrochen von Flüssen, Hügeln und Waldstücken. Wo die Herden ziehen, sind auch hungrige Raubtiere nicht weit. Von den 300.000 Zebras auf Wanderung widmet sich die Dokumentation besonders einem einzelnen Tier: einer trächtigen Stute. Ihr Fohlen kommt gleichzeitig mit Tausenden Gnukälbern zur Welt. In der flachen, weiten Savanne lauern Raubtiere auf leichte Beute. Zebras sind intelligent und wissen, dass sie mit den riesigen Gnuherden ziehen müssen, um ihre Jungtiere zu schützen. Die Zebrastute folgt den Gnus, behält aber Gefahren stets im Auge. Nach mehr als 150 Kilometern muss das Zebrafohlen seinen ersten Fluss durchqueren. Hier lauern hungrige Krokodile im Hinterhalt, aber die Herde hat keine andere Wahl. Denn am anderen Ufer regnet es, und üppige Graslandschaften warten auf sie. Hinter der rutschigen Uferböschung, die erklommen werden muss, liegt die Grumeti-Ebene. Aber die Tiere müssen noch einen weiteren Fluss überwinden, den legendären Mara in Kenia, nach dem das Naturschutzgebiet Masai Mara benannt ist.
19:20
"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.
19:35
"Mit offenen Karten im Fokus": Täglich drei Minuten Aktuelles und Analysen
19:40
Während der 18. Geburtstag für viele ein Grund zum Feiern ist, beginnt für sogenannte Careleaver oft eine Phase großer Unsicherheit. In Heimen oder Pflegefamilien aufgewachsen, müssen sie plötzlich allein zurechtkommen, wenn die Jugendhilfe mit der Volljährigkeit endet. In Italien haben sich Careleaver vernetzt, um für mehr Rechte und gesellschaftliche Sichtbarkeit zu kämpfen.
20:15
Die Pariser Schriftstellerin Emmanuèle und ihre Schwester Pascale werden ins Krankenhaus gerufen: Ihr Vater André hatte einen schweren Schlaganfall. Mit Lähmungserscheinungen und lebensmüde bittet er Emmanuèle, für ihn Sterbehilfe zu organisieren. Die Schwestern hoffen zunächst auf einen Sinneswandel und verlegen den Lebemann und Kunstliebhaber in eine bessere Klinik, doch André bleibt entschlossen. Zum Ärger seiner beiden Töchter taucht auch Andrés Ex-Liebhaber Gérard unangekündigt am Krankenbett auf. In Rücksprache mit Andrés Anwalt beginnen Emmanuèle und Pascale widerwillig, Möglichkeiten eines assistierten Suizids zu prüfen. Da Sterbehilfe in Frankreich verboten ist, wenden sie sich an eine Schweizer Organisation. André ist begeistert, dass sein letzter Wunsch Form annimmt. Dann wiederum irritiert er - trotz festen Sterbewillens - Emmanuèle, Pascale und seine depressive, an Parkinson erkrankte Ex-Frau Claude mit plötzlicher Lebenslust. Am Tag des Abschieds schmuggeln die Schwestern ihn aus dem Krankenzimmer, müssen aber umdisponieren, als die Polizei auf einen anonymen Tipp hin einschreitet. Die Schwestern vermuten Gérard dahinter ...
22:05
Ob in Frankreich oder weit darüber hinaus: Sophie Marceau ist bekannt und beliebt. Mehrfach wurde sie gar zur beliebtesten Persönlichkeit Frankreichs gewählt. Ihre Nähe zum Publikum ist seit Jahrzehnten ungebrochen. Viele haben verfolgt, wie aus der Schülerin Vic aus "La Boum - Die Fete" eine Studentin in "Die Studentin" und später eine Mutter in "LOL" wurde. Ihre Rollen in unterschiedlichen Filmgenres machten sie zur Identifikationsfigur. Selbstbestimmung, Freiheitsdrang und Spontaneität prägen Marceaus Arbeit. Sie spielte und spielt in Autorenfilmen ebenso wie in Blockbustern und schaffte es als Bond-Gegenspielerin bis nach Hollywood. In gut 45 Jahren Karriere entzog sie sich allen Zuschreibungen - und blieb stets sie selbst. Schon Mitte der 1980er Jahre sprach sie öffentlich über das Verhalten von Kollegen und über sexuelle Übergriffe am Set. Marceau, die sich bereits mit 16 Jahren aus einem Exklusivvertrag freikaufte, ließ sich weder von Regisseuren noch von Produzenten bevormunden. Sie widerstand dem Druck, dem Schauspielerinnen im Filmgeschäft ausgesetzt sind, ohne dass dies ihrer Karriere schadete. Im Gegenteil: Gerade ihre Unabhängigkeit, ihre Risikobereitschaft und ihre Weigerung, den einfachen Weg zu gehen, prägten ihren Werdegang - als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin.
22:55
Spanien, Ende der 1990er Jahre: Erst 24-jährig wird Nevenka Fernández Finanzstadträtin im Rathaus von Ponferrada. Jung, ehrgeizig und neu in der Politik, findet sie bei ihrem Chef, dem einflussreichen Bürgermeister Ismael Álvarez, zunächst Unterstützung. Doch seine Aufmerksamkeit nimmt zunehmend übergriffige Züge an. Aus Nähe wird Kontrolle, aus beruflichem Druck eine Situation, der Nevenka kaum noch entkommen kann. Als sie sich schließlich gegen Ismael stellt und ihn wegen sexueller Belästigung anzeigt, beginnt ein Kampf, der weit über den Gerichtssaal hinausgeht. In einer Zeit lange vor #MeToo wird nicht nur das Verhalten des Bürgermeisters öffentlich diskutiert - vor allem Nevenka selbst gerät ins Visier. Ihr Umfeld wendet sich von ihr ab, die Medien urteilen und eine ganze Stadt ergreift Partei. Regisseurin Icíar Bollaín erzählt nach wahren Ereignissen von einer jungen Frau, die gegen einen mächtigen Politiker und die gesellschaftlichen Mechanismen, die er verkörpert, aufbegehrt. Ein eindringliches Drama über Machtmissbrauch, öffentliche Vorverurteilung und den hohen Preis, den es kosten kann, die eigene Stimme zu erheben.