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Hildegard Knef war vieles: Schauspielerin, Sängerin, Autorin, sozialliberales Vorbild, Schwulenikone. Zum 100. Geburtstag der Ausnahmekünstlerin blickt der Film zurück auf ihr bewegtes Leben zwischen Berlin, New York und Hollywood - ein Leben, das Spiegel ist für das Nachkriegs- und das geteilte Deutschland, für die Lebendigkeit, Widersprüchlichkeit und Sensationsgier unserer Gesellschaft und die sie anfeuernden Medien. Gezeigt werden zahlreiche Originalinterviews mit Hildegard Knef, Ausschnitte aus Spielfilmen wie "Die Mörder sind unter uns" und "Die Sünderin", Konzertmitschnitte, die ihre bis heute beeindruckende Bühnenpräsenz belegen, sowie Fernsehberichte aus Berlin, New York und anderen Stationen ihrer Karriere. Neben Hildegard Knef selbst kommen Freunde, Verwandte, Kollegen, Zeitzeugen und Journalisten zu Wort: Knefs Tochter Christina Palastanga-Gardiner, ihr letzter Ehemann Paul von Schell, der "taz"-Journalist Jan Feddersen, Knefs langjähriger Visagist René Koch, die Musikerin Mieze Katz - die ein Duett mit Knef eingesungen hat - und Tim Fischer, der mit ihren Liedern auf Tournee geht. Außerdem: der Filmwissenschaftler Markus Neumann sowie ihr letzter Manager und Nachlassverwalter Thomas Jost. Die Dokumentation porträtiert keine makellose Ikone, sondern eine ambivalente, vielschichtige Frau, die sich zeitlebens dem Erwartungsdruck widersetzte - und doch zur Projektionsfläche wurde.
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Die Pariser Freunde Jean, Charles, Raymond, Jacques und Mario halten zusammen wie Pech und Schwefel. Fast täglich treffen sie sich an der Bar und frönen den kleinen, zumeist promillehaltigen Freuden des Alltags. Für größere Wünsche fehlt es den Männern jedoch an den nötigen finanziellen Mitteln. Das ändert sich schlagartig, als sie mit einem Gemeinschaftslos den Jackpot der Lotterie knacken und satte 100.000 Francs gewinnen. Zunächst verfolgt jeder seine eigenen Träume, dann wird den fünf Freunden klar: Sie wollen zusammenbleiben. Gemeinsam kaufen sie ein heruntergekommenes, romantisch am Flussufer gelegenes Schlösschen, das sie mit viel Schweiß in ein Tanzlokal verwandeln wollen. Langsam nehmen die Pläne Form an und die Eröffnung des "Chez Nous" steht kurz bevor. Doch dann zieht ein Sturm auf und mit dem Unwetter brechen Katastrophen über die fünf herein: Mario ist Grieche und soll ausgewiesen werden, Jacques hat einen tödlichen Unfall, und das Herz von Jean und Charles schlägt für die gleiche Frau. Eigentlich sollte das Lokal ein Ort der ausgelassenen Freude, der Musik und der Liebe werden, nun ist es ein düsterer Ort der Stille, der Tränen und Zwietracht. Das zünftige Band der Freundschaft droht endgültig zu zerreißen ... Julien Duvivier hat rund 70 Filme gedreht und gilt als pessimistischer Poet seiner Epoche. Mit "Zünftige Bande" brachte er einmal mehr ein Schlüsselwerk des Poetischen Realismus auf die Leinwand, das durch die authentische Darstellung des Arbeitermilieus, die Psychologie der Charaktere und die herausragenden Leistungen der Darsteller besticht.