20:15
Nur wenige Orte auf der Welt sind so atemberaubend wie Yellowstone. Schon früh erkannte man das und so wurde er als erster Nationalpark der Welt unter Schutz gestellt. 150 Jahre später gibt es in den USA 63 Nationalparks. Acht der spektakulärsten Parks werden im Film porträtiert - vom Yosemite Valley zum Grand Canyon, von den Geysiren Yellowstones in die Wasserwildnis der Everglades, von den Smoky Mountains zu den Regenwäldern der Olympic-Halbinsel und von der Hitze der Sonora-Wüste in die Kälte Alaskas zu den Gates of the Arctic. Der Film zeichnet sich durch sein emotionales Storytelling und außergewöhnliche Tieraufnahmen aus, die nur durch extrem lange Drehzeiten einzufangen sind: der Kampf eines Bisonkalbs gegen einen Wolf, Alligatoren, die mit Stöckchen auf ihrer Schnauze Vögel beim Nestbau in die Falle locken, und ein Fisch, der Burgen baut, sind nur einige von vielen Beispielen. Die größten Naturwunder Nordamerikas in einem Porträt, das jeden berühren wird, der ein Herz für faszinierende Landschaften und einzigartige Tieraufnahmen hat. Superzeitlupen, bewegte Zeitraffer, hoch stabilisierte Flugaufnahmen, ferngesteuerte Kameras sowie Nachtsicht- und Unterwasserkameras schaffen ein visuelles Erlebnis auf höchstem Niveau.
21:45
Nach fünf Monaten im Gefängnis wird Enzo Tortora wegen seines angeschlagenen gesundheitlichen Zustands unter Hausarrest gestellt. Endlich darf er wieder zu seinen Töchtern und seiner Geliebten Francesca. Doch während Francesca versucht, in den gemeinsamen Alltag zurückzufinden, machen Tortora die Angriffe der Medien auf seine Person zu schaffen. Als ihn schließlich Polizisten während einer medizinischen Untersuchung abholen und für eine Vorladung der Staatsanwaltschaft zehn Stunden im Krankenwagen nach Neapel fahren lassen, eskaliert die Situation. Neue Camorra-Kronzeugen, darunter Gianni Melluso, behaupten, ihn zu kennen und ihn beim Drogenhandel gesehen zu haben. Tortora muss ohne Anwalt einem Belastungszeugen gegenübertreten und erleben, wie widersprüchliche Aussagen vonseiten der Justiz zu einem immer festeren Bild seiner vermeintlichen Schuld zusammengefügt werden. Enzo verliert völlig die Hoffnung, bis ihn eines Nachts überraschend ein Anruf von Marco Panella erreicht, der ihm als Vorsitzender einer radikalen Partei einen möglichen Ausweg anbieten möchte: Er soll als Kandidat für den "Partito Radicale" vorgeschlagen werden. Eine Position, die ihm politische Immunität verschaffen könnte ...
22:35
Neapel, 1985: Im Hochsicherheitssaal von Poggioreale beginnt der große Prozess gegen die Nuova Camorra Organizzata. Unter Hunderten Angeklagten sitzt auch Enzo Tortora, dem die Mitgliedschaft in der Camorra und Drogenhandel vorgeworfen werden. Seine Verteidiger, Anwalt Raffaele Della Valle und Professore Alberto Dall'Ora, hoffen, dass die Verhandlung endlich die Widersprüche der Belastungszeugen offenlegt. Tatsächlich geraten deren Aussagen zunehmend ins Wanken: Nadia Marzano erklärt, Tortora nicht persönlich zu kennen, und dass die angebliche Aufnahme von ihr und Enzo gar nicht existieren würde. Eine Wende im Prozess? Nein, denn das Gericht verweist auf Nadias labile Verfassung und nimmt ihre Aussage nicht zu den Akten. Giovanni Pandico und Gianni Melluso hingegen halten an ihren Anschuldigungen fest. Doch im Kreuzverhör kann Melluso zentrale Fragen zu den Geschehnissen kaum beantworten. Er kann weder die genauen Übergabeorte für die Drogen bestätigen, noch kann er sich an das Aussehen von Tortora erinnern. Als Pandico Tortora schließlich sogar mit dem Tod seiner Mutter in Verbindung bringt, nimmt der Prozess immer absurdere Züge an. Regisseur Marco Bellocchio konzentriert die fünfte Folge fast vollständig auf den Gerichtssaal und zeigt, wie aus widersprüchlichen Aussagen ein scheinbar geschlossenes Bild der Schuld entsteht - bis schließlich das Urteil über Tortora gesprochen wird.
23:30
Nach dem vernichtenden Urteil der Staatsanwälte, Enzo Tortora sei ein "zynischer Händler des Todes", dazu die Verurteilung zu zehn Jahren Haft und 50 Millionen Lire Geldstrafe, besteht wenig Hoffnung auf ein Berufungsverfahren. Doch der Fall wird an Richter Michele Morello übergeben, der den Prozess neu aufrollt. Er beginnt, die Beweise und Aussagen der ehemaligen Camorra-Mitglieder chronologisch zu sortieren - und stößt dabei auf Fehler, Auslassungen und eine auffällige Sonderbehandlung jener Mafiosi, auf deren Aussagen die Anklage beruht. Je genauer er den Fall untersucht, desto deutlicher treten die Widersprüche in den Aussagen von Giovanni Pandico, Gianni Melluso und den anderen Belastungszeugen hervor. Außerdem findet Morello heraus, dass Giovanni Pandico unter Schizophrenie leidet, einer gestörten Realitätswahrnehmung, und Mythomanie, zwanghaftem Lügen, was dessen Aussagen in ein neues Licht rückt. Am Tag des Prozesses steht Tortora erneut mit seinen Anwälten vor Gericht. Wie wird das Urteil lauten?