05:00
Staatsanwältin Frieda bittet Samira, sich mit der kleinen Ellie zu treffen, um die sie sich direkt nach den Bombenexplosionen gekümmert habe. Samira hat jedoch keine Erinnerung mehr an die Minuten nach dem Anschlag. Nach dem bewegenden Treffen mit Ellie willigt Samira aber ein, sich die Aufnahmen der Überwachungskameras anzuschauen und sich ihrem Schmerz zu stellen. Dies führt sie zurück in ihre eigene Kindheit und zu einem unbewältigten Trauma. Schließlich findet sie die Kraft, endlich reinen Tisch mit ihrem Vater und mit ihrem Freund Tom zu machen. Als Peter zu Besuch bei seinen Kollegen ist, erfährt er, dass seine Leidensgenossin Astrid noch am selben Tag nach Rotterdam verlegt werden soll. Er wird sich seiner Gefühle für sie bewusst. Gibt es für die beiden nach all dem erlittenen Schmerz ein Happy End?
06:05
Afrikanische Wildhunde gehören nicht zu den Big Five der Safaris. Dabei hätten die Tiere viele Merkmale, um naturbegeisterte Touristen zu faszinieren. Ihr Problem ist die Nähe zu Viehzüchtern. Sie geraten in Fallen, werden von Wilderern erlegt und von Seuchen dezimiert, die durch Haushunde übertragen werden. Heute sind sie vom Aussterben bedroht. In Simbabwe versucht eine NGO, die Spezies durch Umsiedelungen in Schutzgebiete zu retten. Aber werden diese spektakulären Aktionen ausreichen? Die Dingos kamen vor 10.000 Jahren mit den ersten Menschen in einem Einbaum nach Australien und waren die ersten höheren Säugetiere, die auf diesem Kontinent eingeführt wurden. Obwohl einige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sie nicht als Teil der einheimischen Fauna Australiens betrachten, haben sie sich in den letzten 10.000 Jahren einen wichtigen Platz im Ökosystem erobert. Dort, wo es keine Dingos gibt, haben sogar die Dünen eine andere Form. Man sagt ihnen inzwischen die Rolle eines unverzichtbaren Regulators für die neuen invasiven Arten nach, die überall in Australien Probleme verursachen. In Südafrika ist der Schabrackenschakal bei Viehzüchtern ein ungeliebter Zeitgenosse. Das Raubtier genießt keinerlei Schutzstatus und wird rücksichtslos getötet, um die Herden zu schützen. Um zu überleben, ziehen sich einige tief in Naturschutzgebiete zurück oder flüchten an die Strände, wo sie ihr Verhalten ändern, um sich an neue Beutetiere anzupassen. In der südafrikanischen Karoo versucht ein Viehzüchter, beides miteinander in Einklang zu bringen: seinen Beruf und den Schakal, den er über alles liebt.
06:55
Fernsehmoderatorin, Rennfahrerin, Gründerin eines Motorradclubs für Frauen - jahrelang galt Nurul Alis Binti Aidil Akhbar alias Kiki als Vorbild und Musterbeispiel weiblicher Selbstbestimmung in Malaysia. Nach der Geburt ihres vierten Kindes wandte sie sich dem konservativen Islam zu, entschied sich für den Hidschab und gab einen Teil ihrer Selbstbestimmung auf. Heute braucht Kiki für viele Dinge, die früher selbstverständlich waren, die Erlaubnis ihres Ehemannes und des Scheichs, ihres geistigen und religiösen Führers. Dass sie ihre Freiheit opferte, sieht Kiki anders. Denn noch immer rast sie in schwerer Motorradkluft auf ihrer Ducati durch das Land. "GEO Reportage" hat sie besucht und ein Land im Wandel erlebt. Und Frauen, die versuchen, ihren westlich geprägten Lebensstil mit der islamischen Religion zu vereinen. Kiki hat einen vollen Terminplan: Die Moderatorin und Mutter von vier Kindern muss Familie und Berufsleben unter einen Hut bringen. Nebenbei fährt sie mit Leidenschaft Autorennen. Und sie ist Präsidentin von Desmodonna Malaysia, des ersten Ducati-Motorradclubs Südostasiens, nur für Frauen. Als solche organisiert sie regelmäßig Touren durch das Land, um die über die gesamte Halbinsel verstreuten Mitglieder zu besuchen. Doch obwohl sich Kiki weiter ihre Freiheiten nimmt, ist sie doch im Zweifel, wie lange sie ihr neues Leben mit den bisherigen weltoffenen Aktivitäten vereinbaren kann. Demnächst steht wieder eine Motorradtour von der Hauptstadt Kuala Lumpur an die Ostküste an. Kiki ist unsicher, ob sie diese Reise wirklich antreten soll.
07:50
Das Land der Emberá Chamí erstreckt sich in den kolumbianischen Anden, wo edler Kaffee wächst. Das Geschäft mit der Hochlandbohne ist noch fest in der Hand von Weißen und den Nachfahren von Europäern und Ureinwohnern. Seitdem es nicht mehr so rentabel ist, ziehen immer mehr Indigene als billige Arbeitskräfte auf die Plantagen. Die Kaffeefelder stellen auch für Emberá-Transfrauen eine Nische dar. Hier finden sie nicht nur einen Lebensunterhalt, sondern auch Schutz. Denn bis heute sind sie Repressalien und Unterdrückung ausgesetzt - nicht nur innerhalb der breiten Bevölkerung, sondern auch in ihren indigenen Gemeinden: In der Vorstellung vieler Emberá gilt Transsexualität als ein von Weißen eingeschlepptes Übel, das hart bekämpft werden muss. Auch Bella Wasorna hat in dieser Enklave ein neues Leben begonnen. Auf den Namen Jesús Stiven wurde sie vor 19 Jahren getauft, einen Namen, gegen den sie unermüdlich kämpft, da er für sie das sichtbarste Zeichen ihrer gesetzlichen - für sie falschen - Identität ist. Nun ist ihr Ziel, eine gesetzliche Änderung ihres Namens zu erreichen, in greifbare Nähe gerückt. Doch die angestrebte Namensänderung wird teuer, Bella wird umso härter auf der Plantage schuften müssen. Zeitgleich wird dort ein großer Auftritt vorbereitet, bei dem die Transfrauen im Zentrum der Provinzhauptstadt tanzen wollen, um auf sich und ihr Schicksal aufmerksam zu machen. Werden am Ende alle die Nerven behalten, um einen derart großen Schritt zu wagen?
08:45
(1): Chart Korbjitti: Die Schule des buddhistischen Lebens in Thailand (2): Bangkok, das verborgene Venedig des Ostens (3): Rhans in Bananenblättern gegarter Fisch (4): Der königliche Sterngucker
09:30
(1): Patagonien: Als Bruce Chatwin zum Schriftsteller wurde (2): Argentinien: Die legendäre Ruta Nacional 40 (3): Das Kalbsragout von Andrès (4): Die Heimat von Bambi?
10:15
Über 300 Jahre niederländische Kolonialgeschichte in Indonesien hinterlassen bis heute Spuren im Land der Windmühlen und Grachten - nicht zuletzt geschmacklich. Für die rund zwei Millionen Menschen mit indonesischen Wurzeln in den Niederlanden ist das Essen ein wichtiger Teil ihrer Identität. Auch Yulia Pattopang und das befreundete Geschwisterpaar Milou und Paco Teepe knüpfen auf kulinarische Weise eine Verbindung zu ihrer Heimat und ihren Vorfahren. Yulia kocht würziges Rendang und die Rindfleischsuppe Soto Betawi, um ihren Töchtern die Rezepte ihrer Kindheit nahezubringen. Milou und Paco sind in den Niederlanden aufgewachsen und backen zum ersten Mal den 14-schichtigen Gewürzkuchen Spekkoek aus dem Rezeptbuch ihrer indonesischen Großmutter.
10:50
Die Geschichte um Kosha beginnt mit einem traurigen Tag im Jahr 2017, als Lisa Hywood in Simbabwe ein etwa drei Monate altes Schuppentier, auch Pangolin genannt, übergeben wird. Seine Mutter wurde vermutlich getötet - wegen ihrer Schuppen, die aus Keratin bestehen. In Asien wird Pangolin-Schuppen eine heilende Wirkung nachgesagt. Allein deswegen gehören Schuppentiere heute zu den am meisten geschmuggelten Wildtieren der Welt. Lisa und ihr Team von der Tikki Hywood Foundation kennen die Situation: Die Behörden übergeben der Tierschutzorganisation oft Pangoline, die aus den Händen von Wilderern befreit wurden. Doch vom ersten Tag an ist bei Kosha alles anders: Das junge Weibchen will nicht aus der Flasche trinken. Die Biologin Ellen Connelly macht sich Sorgen, denn durch den Flüssigkeitsverlust droht das Pangolin-Baby zu sterben. Lisa und Ellen übergeben Kosha dem Pangolin-Pfleger Luke Kamuhuni. Er tut, was nach Stand der damaligen Wissenschaft als vollkommen sinnlos erscheint: Mit dem Schuppentier-Baby macht er sich auf den Weg zu einem Ameisenhügel und sofort schleckt das kleine Wesen die Ameisen mit seiner klebrigen Zunge auf. Kosha ist gerettet und die Menschen staunen über sie - nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal ... Die Dokumentation zeigt, wie Pangolin Kosha heranwächst und zu einem Modellfall für die Auswilderung von Schuppentieren in Simbabwe wird: Sie lernt, selbstständig im Gonarezhou-Nationalpark zu leben, mit Feinden und Artgenossen klarzukommen und selbst Mutter zu sein.
11:35
Vor allem Paviane und ein Löwenrudel konkurrieren um die ideale Festung, einen einsamen Inselberg inmitten der Savanne. Von allen Seiten greifen Rivalen an. Doch auch am nahe gelegenen See wird es eng, wenn Tausende Flamingos nach Nahrung suchen und Jäger wie Hyänen und Geparde lauern. Eine kluge Strategie ist gefragt, wenn die Beute Flügel hat. Als am Himmel Rauchwolken aufziehen, gerät das Leben aller Tiere in Gefahr. Elefanten, Büffel und Geparde fliehen vor dem Feuer, während die Paviane und Löwen in ihrer Felsenfestung Zuflucht suchen und mit dem dichten Rauch zu kämpfen haben. Die Doku-Fiktion "Serengeti - Wilde Geschichten aus der Savanne" eröffnet ungewöhnliche Einblicke in den Überlebenskampf bekannter und unbekannter Raubtiere in einem der letzten legendären Naturreservate der Erde. Die Doku-Fiktion basiert auf realen Ereignissen und vermittelt das Gefühl, hautnah dabei zu sein, wenn die Tiere herausfordernde Trocken- und Regenzeiten, Hitze und Dürre überstehen müssen. Große und kleine Dramen spielen sich im Wechsel der Jahreszeiten in der weltberühmten Savanne Ostafrikas ab. Über zwei Jahre sammelten die Kamerateams Geschichten rund um Tierfamilien in einem privaten Reservat der Serengeti und verdichteten sie zu einer dramatischen Handlung.
12:20
In der Savanne wütet ein verheerendes Feuer. Die Paviane suchen auf einem Inselberg Schutz und müssen schließlich doch vor dem Rauch fliehen. Ihr Anführer leitet sie mitten durch die Flammen, auf der Suche nach einem sicheren Ort. Die Löwen hingegen bleiben mit ihren Jungen im Schutz des Felsens und können sich mit ihnen in eine Höhle retten. Nach dem Feuer bleibt eine verkohlte Landschaft zurück. Die Tiere müssen Wege finden, sich mit genügend Wasser und Nahrung zu versorgen. Mit den ersten Regentropfen kehrt endlich das Leben zurück in die Savanne. Die Grasfresser finden wieder reichlich Futter, was Leoparden und Löwen gute Chancen auf Beute verspricht. Doch die Gnus, die in großen Herden ziehen, stellen auch für Löwen eine Herausforderung dar. Diese Folge zeigt eindrucksvoll, wie sich die Savannentiere an extreme Umweltbedingungen anpassen und überleben. Die Doku-Fiktion "Serengeti - Wilde Geschichten aus der Savanne" eröffnet ungewöhnliche Einblicke in den Überlebenskampf bekannter und unbekannter Raubtiere in einem der letzten legendären Naturreservate der Erde. Die Doku-Fiktion basiert auf realen Ereignissen und vermittelt das Gefühl, hautnah dabei zu sein, wenn die Tiere herausfordernde Trocken- und Regenzeiten, Hitze und Dürre überstehen müssen. Große und kleine Dramen spielen sich im Wechsel der Jahreszeiten in der weltberühmten Savanne Ostafrikas ab. Über zwei Jahre sammelten die Kamerateams Geschichten rund um Tierfamilien in einem privaten Reservat der Serengeti und verdichteten sie zu einer dramatischen Handlung.
13:00
Das Land erholt sich nach dem Feuer, der Fluss führt reichlich Wasser. Während die Löwenjungen schutzlos den Gefahren der Savanne ausgesetzt sind, muss auch das Nilpferdbaby im Fluss das Überleben lernen. Sein Vater, der große Bulle, bleibt nach einem Kampf mit einem Rivalen schwer verwundet zurück. Das Krokodil hat in den Kaptrielen Verbündete gefunden. Die Vögel verteidigen sein Gelege. Ein einsamer Gepard hat allein wenig Überlebenschancen und sucht Anschluss. Doch die Begegnung mit seinen Artgenossen kann für ihn tödlich enden. Wird die Löwin ihre Jungen lebend finden, nachdem sie von einer wütenden Elefantenherde in die Luft geschleudert wurden? Die Doku-Fiktion "Serengeti - Wilde Geschichten aus der Savanne" eröffnet ungewöhnliche Einblicke in den Überlebenskampf bekannter und unbekannter Raubtiere in einem der letzten legendären Naturreservate der Erde. Die Doku-Fiktion basiert auf realen Ereignissen und vermittelt das Gefühl, hautnah dabei zu sein, wenn die Tiere herausfordernde Trocken- und Regenzeiten, Hitze und Dürre überstehen müssen. Große und kleine Dramen spielen sich im Wechsel der Jahreszeiten in der weltberühmten Savanne Ostafrikas ab. Über zwei Jahre sammelten die Kamerateams Geschichten rund um Tierfamilien in einem privaten Reservat der Serengeti und verdichteten sie zu einer dramatischen Handlung.
13:45
Die Löwen machen sich breit auf dem Inselberg und beanspruchen das Terrain. Es ist Zeit für die Paviane, sich in Sicherheit zu bringen. Auch die Flussbewohner müssen um Lebensraum kämpfen und ihre Jungen schützen. Die Krokodiljungen sind genauso gefährdet wie das Nilpferdbaby, das von der Strömung abgetrieben wird. Gerade in diesem Moment durchqueren Tausende Gnus den Fluss. Für die Nilpferdmutter bilden sie eine undurchdringliche Wand. Noch immer kämpft der einsame Gepard um die Anerkennung einer Gruppe von Männchen. Er muss sich beweisen, damit sie ihn akzeptieren. Für Löwen und Geparden kommt mit der Wanderung der Gnus die Chance auf eine Mahlzeit. Doch es braucht Jagdgeschick, um Beute zu machen. Im Fluss lauern die Krokodile auf ihre Chance, während die Nilpferdbullen untereinander unerbittlich um die Vorherrschaft ringen. Die Doku-Fiktion "Serengeti - Wilde Geschichten aus der Savanne" eröffnet ungewöhnliche Einblicke in den Überlebenskampf bekannter und unbekannter Raubtiere in einem der letzten legendären Naturreservate der Erde. Die Doku-Fiktion basiert auf realen Ereignissen und vermittelt das Gefühl, hautnah dabei zu sein, wenn die Tiere herausfordernde Trocken- und Regenzeiten, Hitze und Dürre überstehen müssen. Große und kleine Dramen spielen sich im Wechsel der Jahreszeiten in der weltberühmten Savanne Ostafrikas ab. Über zwei Jahre sammelten die Kamerateams Geschichten rund um Tierfamilien in einem privaten Reservat der Serengeti und verdichteten sie zu einer dramatischen Handlung.
14:30
Südstaaten der USA, 1940er Jahre: Als die jüdische Witwe Daisy eines Morgens den Vorwärts- mit dem Rückwärtsgang vertauscht und ihren Chrysler in den Vorgarten der Nachbarn setzt, entscheidet ihr Sohn Boolie, dass sie nicht mehr selbst Auto fahren soll. Er engagiert den ebenso betagten Hoke als Chauffeur. Die pensionierte Lehrerin schämt sich für ihren Unfall, versucht jedoch, sich davon nichts anmerken zu lassen. Verbissen und schlagfertig wehrt sie sich gegen die Bevormundung durch ihren Sohn und gegen Hoke, einen Schwarzen, von dem sie sich nicht fahren lassen will und den sie tagelang nur im Haus herumsitzen lässt. Doch Daisy braucht das Auto, und Hoke braucht einen Job. Langsam nähern sich die beiden an. Können sie vielleicht etwas voneinander lernen? Der Film thematisiert Sklaverei und Rassismus in den USA ebenso wie antisemitische Vorurteile und einen Bombenanschlag auf eine Synagoge. Die vielfach preisgekrönte Tragikomödie entblößt unverhohlen eine bittere Realität.
16:10
Ein kleines Dorf in Brandenburg. Hier lebt Anne - bereit, jedem über den Mund zu fahren, der ihr blöd kommt. Ihr Mann ist längst tot, mit dem Dorf hat sie sich überworfen, ihre Tochter hat sie vor Jahren davongejagt. Um ihr Herz meterhohe Schutzmauern. Wenn niemand da ist, kann ihr auch niemand etwas tun - nach diesem Motto hat sich Anne eingerichtet. Da steht die achtjährige Tilda vor der Tür, die ein neues Zuhause braucht, weil ihre Mutter im Gefängnis sitzt. Das ist Annes Tochter Julia. Widerwillig nimmt Anne ihre Enkelin bei sich auf, fest entschlossen, sie bei nächster Gelegenheit wieder loszuwerden. Doch Tilda, die Anne an Kampfgeist und Sturheit in nichts nachsteht, erobert sich hartnäckig ihren Platz in Annes Herz. Tilda bringt nicht nur den Konflikt mit Julia wieder ins Bewusstsein, sondern zwingt Anne auch aus ihrer Isolation gegenüber der Dorfgemeinschaft. So öffnet sie sich auch wieder Holger, dem Bürgermeister des Dorfes, der seit Jahren ein vorsichtiges Interesse an Anne zeigt. Als Julia einige Zeit später aus dem Gefängnis entlassen wird, will Anne ihre Enkelin um jeden Preis bei sich behalten. Aber auch Julia will ihre Tochter um jeden Preis zurück. Der Streit um Tilda zwingt Anne und Julia, sich der Vergangenheit zu stellen, die zwischen ihnen steht - und zu versuchen, die unausgesprochenen Schuldzuweisungen und Enttäuschungen endlich zu überwinden. Für Tilda. Und für sich selbst.
18:35
Cremona in Norditalien ist das Mekka des Geigenbaus. Wo einst Meister wie Stradivari und Guarneri unübertroffene Instrumente schufen, wird das jahrhundertealte Handwerk noch heute zelebriert. Doch in den zahlreichen Werkstätten geben nach wie vor meist Männer den Ton an. Die Französin Bénédicte hat sich von diesem Vorurteil nicht aufhalten lassen. Einst kam die studierte Musikwissenschaftlerin nach Cremona, um sich ihren Traum zu erfüllen. Heute führt sie erfolgreich ihr eigenes Atelier. Wie eine Handvoll anderer Meisterinnen - darunter ihre Freundin Elisabetta, die den Geheimnissen historischer Instrumente nachspürt - kämpft Bénédicte mit weiblicher Intuition und absoluter Perfektion um Anerkennung in einer hochgradig traditionellen Branche. Nun steht sie vor einer besonderen Bewährungsprobe: Der französische Geiger Quentin träumt von einem maßgefertigten Konzertinstrument aus Cremona und vertraut auf Bénédictes Kunstfertigkeit. Für die Geigenbauerin beginnt eine intensive Reise. Sie startet hoch oben im Val di Fiemme, wo 200-jährige Fichten das begehrte Tonholz liefern. In ihrer Werkstatt formt sie das Holz anschließend in monatelanger, einsamer Präzisionsarbeit. Es ist ein täglicher Balanceakt zwischen handwerklichem Geschick und künstlerischer Hingabe. Jeder Handgriff beeinflusst den Charakter der Geige. Nach Wochen der Stille und Vorfreude wird Quentin das Instrument zum ersten Mal anspielen. Wird der Klang der neugeborenen Geige die hohen Erwartungen des Musikers erfüllen?
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:40
Tägliche Drohnenangriffe, Internetblockaden und verschärfte Visabestimmungen. Der russisch-ukrainische Krieg kommt diesen Sommer mit voller Härte zu seinem Verursacher zurück. Auch die Hauptstadt bleibt nicht mehr verschont. Ein anonymer ehemaliger Aktivist berichtet, wie sich Moskau in den letzten Monaten verändert hat. Es passt zu der zunehmend repressiven Politik, dass im ganzen Land neue Stalin-Denkmäler eingeweiht werden. Wie sehr die sowjetischen Muster in Russland zurückkehren, davon erzählt die "Memorial"-Mitgründerin Irina Scherbakova. Und auch wenn es scheint, dass der Widerstand in Russland mit aller Härte unterdrückt wird, beweisen zwei Schwestern, dass Widerstand in Sibirien noch möglich ist. Mit naiv anmutender, aber tiefgreifender Kritik an der patriarchalen Politik Moskaus halten die beiden Künstlerinnen der Gesellschaft den Spiegel vor - und begeben sie sich immer wieder in Gefahr, verhaftet zu werden. Einige Frauen in Russland, die täglich von viel Gewalt umgeben sind, suchen derweil Ablenkung bei einem erstaunlichen Social Media-Phänomen. Auf der Suche nach einem anderen Typ Mann haben sie eine Gruppe junger, muskulöser Männer in Deutschland entdeckt. Die Techno-Influencer tanzen jetzt im Internet für ihre neue Zielgruppe: russische Frauen.
20:15
70 Prozent der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt. Während Mond und Mars nahezu vollständig kartiert sind, ist der Meeresgrund bislang zu weniger als einem Promille erforscht. Die Tiefsee - der größte Lebensraum unseres Planeten - bleibt weitgehend unbekannt. Warum ist das so? "Faszination Tiefsee" folgt der Dramaturgie einer vertikalen Reise: Ebene für Ebene führt die Kamera hinab - von der lichtdurchfluteten Oberfläche bis in die tiefsten Regionen der Ozeane. Unter extremen Bedingungen - Kälte, Dunkelheit und enormem Druck - existieren hochspezialisierte Lebensformen. Der Film zeigt Tiefseebewohner, deren Lebenszyklen menschliche Zeitmaßstäbe oft sprengen. Gleichzeitig erweist sich die Tiefsee als Labor der Evolution und als Schlüsselraum für zukünftige Innovationen. Forschende untersuchen Organismen, deren biochemische Anpassungen neue Impulse für Medizin und Technologie liefern könnten. Die Tiefsee ist jedoch längst bedroht: Industrielle Fischerei, Tiefseebergbau und Rohstoffinteressen gefährden empfindliche Ökosysteme, deren Regeneration Jahrhunderte dauern kann. Zugleich ist die Tiefsee die größte Kohlenstoffsenke der Erde und von zentraler Bedeutung für das globale Klima. Der Film verknüpft Wissenschaft, Kulturgeschichte und Psychologie zu einer vielschichtigen Erzählung über das Verhältnis des Menschen zum Unbekannten - und zeigt, warum wir nur schützen können, was wir verstehen.
21:40
Mehrere Dutzend Forschende des französischen Meeresforschungsinstituts Ifremer ergründen auf der Mission "Bicose 3" in bis zu 3.500 Metern Tiefe die unzugänglichsten Orte der Tiefsee. 45 Tage lang untersuchen sie an Bord des Expeditionsschiffes "Pourquoi Pas ?" sowie mit dem Tiefsee-U-Boot "Nautile" unberührte Ökosysteme und gewinnen zahlreiche Erkenntnisse. Es ist ein Projekt, das sich durch seine Einzigartigkeit, den Einsatz moderner Technologie und internationale Zusammenarbeit auszeichnet. Bis heute ist nur wenig über die Tiefsee bekannt. Doch eines ist sicher: In der Nähe der aktiven hydrothermalen Quellen entlang des Mittelatlantischen Rückens wimmelt es von Leben - in völliger Finsternis, unter extremen Druck- und Temperaturbedingungen. Es wird geschätzt, dass sich rund 80 Prozent der marinen Biomasse in der Tiefsee befindet und ein Großteil davon noch unerforscht ist. Es geht also um viel. Doch diese unberührte Natur ist in Gefahr: Im Gebiet um erloschene hydrothermale Quellen liegen Millionen Tonnen von seltenen Erden und Mineralien, die Begehrlichkeiten in der Industrie geweckt haben. Angesichts dieser Bedrohung liefern sich die Forschenden einen Wettlauf gegen die Zeit. Ozeanografische Expeditionen nehmen zu, um diese besonderen Lebensräume zu verstehen und zu schützen.
22:35
Mit einem 15 Meter langen Segelschiff nimmt ein Expeditionsteam Kurs auf A23a, einen der größten und ältesten Eisberge der Erde. Seine Mission ähnelt der von Astronauten, die zur Erforschung eines fremden Planeten aufbrechen. Der 70 Kilometer lange und 60 Kilometer breite Eisgigant wurde in den Gewässern östlich von Kap Hoorn verortet, die zu den gefährlichsten der Welt gehören. A23a entstand 1986 in der Antarktis durch einen Schelfeisbruch. Seitdem driftet der 300 Meter dicke und knapp eine Billion Tonnen schwere Eisblock, dessen Fläche ungefähr der von Mallorca entspricht, durch freies Gewässer. Sichtbar ist nur eine 30 Meter hohe Steilwand, die restlichen 90 Prozent befinden sich unter Wasser. Doch A23a ist mehr als nur ein Eisberg: Seine Geschichte ist lang und komplex, geprägt von Stillständen und Kehrtwendungen. Strömungen und Stürmen ausgeliefert, wechselte er etliche Male den Kurs, und das mineralhaltige Wasser, das ihn umgibt, wurde zum Lebensraum für viele Tierarten. All das macht ihn zum perfekten Hauptdarsteller eines Abenteuerfilms. Nach 39 Jahren steuert dieser Eisriese 2025 eine Insel an, die zahlreichen Vogel- und Meeressäugetierarten Lebensraum bietet. Deren Fortbestehen hängt jetzt von A23a ab. Genau zu diesem Zeitpunkt erreicht das Expeditionsteam den Eisberg.
23:25
Mit "Die Reise der Pinguine" feierte Luc Jacquet 2005 einen weltweiten Triumph und gewann den Oscar für den besten Dokumentarfilm. In "Rückkehr zum Land der Pinguine" reist er erneut in die Antarktis und erschafft mit spektakulären Schwarz-Weiß-Bildern ein eindrucksvolles Porträt ihrer Natur. Das filmische Reisetagebuch zeigt eisige Küsten, endlose weiße Landschaften und eine erstaunlich vielfältige Tierwelt. Gemeinsam mit Kameramann Christophe Graillot reist Luc Jacquet von Patagonien über die Magellanstraße und Feuerland bis zum antarktischen Eisschild. Die Wiederbegegnung mit den Kaiserpinguinen macht die Reise zu einer bewegenden Rückkehr an seinen Sehnsuchtsort.