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TV Programm für ARTE am 19.04.2026

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Gregory Peck - Filmstar und Gentleman 22:55

Gregory Peck - Filmstar und Gentleman

Künstlerporträt

Gregory Peck gehörte zu den herausragenden Schauspielern seiner Generation, die den Film dauerhaft geprägt haben. 1953 eroberte er in "Ein Herz und eine Krone" das Herz der Filmfigur Audrey Hepburns - und mit ihr das Publikum. Er spielte den rachsüchtigen Kapitän Ahab in "Moby Dick" (1956) und verkörperte in "Wer die Nachtigall stört" (1962) den Anwalt Atticus Finch, der gegen Rassismus kämpfte. Für sein Talent, seinen Stil und sein politisches Engagement wurde er gleichermaßen geschätzt. Wie bei so vielen Schauspielern und Schauspielerinnen führt sein Weg in den Olymp der Hollywoodstars über Umwege. An der Universität in San Diego entdeckt er seine Leidenschaft für das Theater und hängt sein Studium an den Nagel. Er verlässt den Westen und reist mit neuem Namen und Lust auf Abenteuer nach New York, wo er sich völlig mittellos durchschlägt, bis ihm der Durchbruch am Broadway gelingt. Damals schwört er noch, der Bühne treu zu bleiben und nie zum Film zu gehen. Doch schon wenige Monate später dreht er unter der Regie von Jacques Tourneur zum ersten Mal in Hollywood. Schon bald arbeitet er auch mit Alfred Hitchcock und Elia Kazan. Dabei kommen ihm seine attraktive Erscheinung, seine Intelligenz und sein subtiler Humor zugute. Schnell wird er zu einem der begehrtesten Schauspieler. Bei der Wahl seiner Rollen lässt Peck sich in seiner langen Karriere nicht selten von seinem Humanismus und Pazifismus leiten. In der Dokumentation, die mit vielen Filmausschnitten an die beeindruckende, lange Karriere Pecks erinnert, geht es auch um den Privatmann Gregory Peck: sein politisches Engagement, seine beiden Ehen, seine Freundschaften und die - wie er es sagte - "Tragödie seines Lebens".

Danach

Ivry Gitlis - Von der Kunst (k)ein Geiger zu sein 23:50

Ivry Gitlis - Von der Kunst (k)ein Geiger zu sein

undefiniert

Geboren in Haifa und ausgebildet in Paris und London, verkörperte Ivry Gitlis (1922-2020) die große klassische Tradition und sprengte gleichzeitig unermüdlich deren Grenzen. Der Geiger trat mit fast allen großen Orchestern der Welt auf und arbeitete mit Künstlern verschiedener Genres und Generationen zusammen. Fest in der Tradition verwurzelt und zugleich zutiefst modern, lehnte er Konventionen zugunsten von Instinkt, Risiko und absoluter künstlerischer Freiheit ab. Hinter seiner grenzenlosen Energie und seiner schelmischen Freude verbirgt sich jedoch eine innere Zerrissenheit, die mit einem sagenumwobenen Konzert zusammenhängt, das das Ende seiner klassischen Karriere markierte und ihn mit einer quälenden Frage zurückließ: "Wofür werde ich bestraft?" Über einen Zeitraum von fünf Jahren, noch zu Ivry Gitlis Lebzeiten, bekommt der junge Filmemacher Gaï Tordjman, der ihn als Nachbar kennenlernt, einen einzigartigen Zugang zu seiner Welt und sammelt dabei mehr als 120 Stunden Filmmaterial: intime Gespräche, seltenes Archivmaterial, persönliche Voicemail-Nachrichten und Aussagen von Freunden, Kollegen und Bewunderern. Changierend zwischen den Materialien aus der Vergangenheit und der Reflektion in der Gegenwart fächert sich die Vielschichtigkeit von Ivrys Persönlichkeit eindrucksvoll auf. Für den jungen Filmemacher Tordjman wird die Begegnung mit Gitlis zu einem entscheidenden Wendepunkt. Durch diese einzigartige Freundschaft und den Entstehungsprozess des Films wächst er zu dem Regisseur heran, der er sein will, und erfüllt sein Versprechen, Ivrys Vermächtnis zu ehren. Die Dokumentation porträtiert nicht nur einen freigeistigen Musiker, sondern ist zugleich eine Coming-of-Age-Geschichte, die sich universellen Themen wie Freundschaft, dem Preis der Freiheit und dem Streben nach künstlerischer Unsterblichkeit widmet . Entstanden ist eine lebendige filmische Hommage an die Musik, die Erinnerung und die Kunst, (k)ein Geiger zu sein.