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TV Programm für ARTE am 06.04.2025

Fanny Ardant - Die Geburt einer Leidenschaft 05:15

Fanny Ardant - Die Geburt einer Leidenschaft

Künstlerinnenporträt

Fanny Ardant wurde im Laufe ihrer langen Karriere mit zwei Césars ausgezeichnet, führte bei zahlreichen Filmen Regie und feierte mit über 40 Theaterstücken triumphale Erfolge. Sie spielte in rund 100 Filmen, unter anderem unter der Regie von Alain Resnais, Michelangelo Antonioni, Costa-Gavras, Ettore Scola, Sydney Pollack, Agnès Varda und François Ozon. Und natürlich von François Truffaut, mit dem sie zwei Filme drehte: "Die Frau nebenan" und "Auf Liebe und Tod", die zugleich die letzten beiden Filme des Regisseurs sein sollten. William Karel war von 1981 bis 1983 bei den Dreharbeiten als Fotograf vor Ort und konnte miterleben, wie sich die beiden kennen und lieben lernten. Seither verbindet ihn mit Fanny Ardant eine enge Freundschaft. Ardant und Truffaut führten drei Jahre lang eine leidenschaftliche Beziehung, aus der die gemeinsame Tochter Joséphine stammt. Doch im Oktober 1984 erlag François Truffaut im Alter von nur 52 Jahren den Folgen eines Gehirntumors. Fanny Ardant sagte später darüber: "Ich geriet in eine Art Wachtraum. Die Begegnung mit François hat das Feuer in mir entfacht. Dieser Moment war der Höhepunkt meines Lebens." Dieses Feuer ermöglichte der lebenshungrigen jungen Frau, sich selbst zu finden und für die Filmwelt zu öffnen. 40 Jahre später fand William Karel in seinem persönlichen Archiv die Aufnahmen von den Dreharbeiten ihrer gemeinsamen Filme, zahlreiche Interviews sowie Bilder von einer Venedigreise mit Fanny Ardant nach Truffauts Tod. In "Fanny Ardant - Die Geburt einer Leidenschaft" macht er die Initialzündung erfahrbar, die Fanny Ardant zu der Frau und Künstlerin machte, die sie heute ist - ein Mensch, der Freiheit in der Kinoindustrie verkörpert. Die 75-Jährige versteht das Alter als Zeit einer wiedergefundenen Unbeschwertheit, als Spiegelbild ihrer rebellischen Kindheit. Ihre Schönheit, ihre Anziehungskraft und ihr Nonkonformismus machen ihre Schauspielkunst bis heute zu einem unvergleichlichen Leinwanderlebnis.

1979 - Aufstieg des Islamismus 06:10

1979 - Aufstieg des Islamismus: Der Mullah-Schock

Dokumentation

Die Ereignisse des Jahres 1979 haben die Geopolitik im Nahen Osten völlig verändert. Die Versuche, die Region zu modernisieren und zu säkularisieren, stießen auf den Widerstand vieler Bürger, die Schwierigkeiten hatten, die raschen gesellschaftlichen Veränderungen mit ihren traditionellen Werten in Einklang zu bringen. Der erste Teil mit dem Titel "Der Mullah-Schock" zeigt, wie das Jahr 1979 in Nahost mit einem Paukenschlag begann, als der Schah aus dem Iran floh und Ayatollah Chomeini in das Land zurückkehrte. Chomeinis Vision ging über den Iran hinaus und inspirierte islamistische Bewegungen und Unruhen im gesamten Nahen Osten. In Ägypten führte der Friedensvertrag von Präsident Anwar el Sadat mit Israel zu einer Entfremdung zwischen Islamisten und arabischen Nationalisten und bereitete den Boden für extremistische Gruppen wie den Ägyptischen Islamischen Dschihad. Und auch Saudi-Arabien geriet durch den Aufstieg der Islamisten zunehmend in eine politische Krise. Sunnitische und schiitische Extremisten planten den Umsturz. In Afghanistan versuchte zeitgleich die unbeliebte kommunistische Führung verzweifelt, den Kampf gegen die brutalen Islamisten noch zu gewinnen. Minutiös werden die Geschehnisse von Januar bis Juni 1979 im Nahen Osten anhand von seltenem Archivmaterial und Augenzeugenberichten nachgezeichnet. Die Folgen dessen, was in diesem Jahr passierte, hallen bis heute in der ganzen Welt nach.

1979 - Aufstieg des Islamismus 07:00

1979 - Aufstieg des Islamismus: Im Bann des Islamismus

Dokumentation

Teil zwei befasst sich mit der Zuspitzung der politischen Krisen im Nahen Osten in der zweiten Hälfte des Schicksalsjahres 1979. Im Iran wurden die linken Revolutionäre, die sich anfänglich mit Chomeini verbündet glaubten, zunehmend marginalisiert. Zu spät erkannten sie, dass der Ajatollah einen autoritären Gottesstaat errichten wollte, der mit ihren eigenen Vorstellungen eines freien Iran nicht zu vereinbaren war. Selbstbewusst agitierten Chomeinis Anhänger auch in den Nachbarländern, denn die Vision des Ajatollahs reichte über den Iran hinaus und inspirierte islamistische Bewegungen und Unruhen im gesamten Nahen Osten. Die Geiselnahme in der US-Botschaft in Teheran schockierte die Weltpolitik und wurde zu einem Symbol des Widerstands gegen den Westen. Gleichzeitig trug sie dazu bei, Millionen Muslime im Nahen Osten und darüber hinaus für die radikal-islamistische Position zu gewinnen. Auch im pro-westlichen Ägypten verzeichnete die Muslim-Bruderschaft einen regen Zulauf. In Saudi-Arabien besetzten radikale sunnitische Extremisten in einem der größten Terrorakte der Geschichte die Heilige Moschee in Mekka und nahmen Hunderte von Menschen als Geiseln. Nur mit Hilfe ausländischer Spezialeinheiten konnte die saudische Regierung die Krise beenden. Dies markierte den Beginn eines Umdenkens, das die saudische Führung von ihrem Modernisierungskurs abbrachte und islamistischen Forderungen breiten Raum verschaffte. Das Jahr 1979 endete mit einem weiteren dramatischen Ereignis: dem russischen Einmarsch in Afghanistan, der die geopolitischen Spannungen in der Region weiter anheizte und die globalen Machtverhältnisse nachhaltig beeinflusste. Mit seltenem Archivmaterial und Augenzeugenberichten wird ein Jahr nachgezeichnet, dessen Folgen bis heute weltweit nachhallen.

Die Pionierinnen des Fahrrads 07:50

Die Pionierinnen des Fahrrads

Dokumentation

Kaum eine andere Erfindung hat so viel zur Emanzipation der Frauen beigetragen wie das Fahrrad - so sah es 1896 die Frauenrechtlerin Susan B. Anthony. Am Ende des 19. Jahrhunderts sorgte es für einen Wandel in der Lebensweise der Menschen. Unter den Pionierinnen des Fahrrads waren Hélène Dutrieu, Amelie Rother, Annie Londonderry und Alfonsina Strada. Diese kühnen Frauen aus Belgien, Deutschland, den USA und Italien wagten sich auf den Sattel - zu einer Zeit, in der jeder Grund recht war, ihnen das als unschicklich geltende Radfahren zu verbieten. Doch sie wollten sich den geltenden Normen nicht unterordnen. Das Fahrrad bot den Frauen neue Freiheiten: allein unterwegs zu sein, sich von der Kleiderordnung und sozialen Bürden lossagen zu können. Auch als Mittel des Widerstands spielte das Fahrrad eine Rolle, wie sich in der Résistance zeigte. Die Französin Jeanne Bohec und die Belgierin Irma Caldow erzählen von der zentralen Bedeutung des Fahrrads während des Zweiten Weltkrieges: Weibliche Fahrradkuriere erfüllten auch im Widerstand gegen die deutschen Besatzer wichtige Aufgaben. Nach dem Krieg ging der Kampf für die Gleichberechtigung auch im Sport weiter, mit erfolgreichen Rennfahrerinnen wie der Belgierin Yvonne Reynders und der Französin Jeannie Longo. Endlich erhalten die Pionierinnen des Fahrrads ihren gerechten Platz in der Geschichte, untrennbar verbunden mit der Frauenbewegung in Europa.

ARTE Junior Das Magazin 08:45

ARTE Junior Das Magazin

Kindermagazin

42 - Die Antwort auf fast alles 09:00

42 - Die Antwort auf fast alles: Wie lösen wir das Atommüllrätsel?

Infomagazin

Atomenergie. Sauber und billig - dachte man. Aber es gibt da ein Problem: den Atommüll. Bis er nicht mehr strahlt, muss der radioaktive Abfall in ein Endlager - und zwar für eine Million Jahre, eine unfassbar lange Zeit! Wer wird dann auf unserer Erde leben? Wie können wir uns diese Menschheit von übermorgen vorstellen? Ihre Kultur, ihre Kommunikation, ihre Schrift, ihre Technik? Sind wir dann och Menschen im heutigen Sinn? Vieles ist denkbar in einer Million Jahre. Doch nicht nur wir - auch unser Planet wird sich massiv verändern. Der Klimawandel lässt die Meere ansteigen, es kann zu Vulkanausbrüchen, Kometeneinschlägen oder sogar einer neuen Eiszeit kommen. Und nun stelle man sich vor, man müsste den Menschen in dieser Zukunftswelt etwas mitteilen: Achtung, Endlager! Radioaktive Gefahr! Hier nicht graben! Auch keine Felder anlegen, Häuser bauen oder einen Hyperloop. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass unser heutiges Zeichen für Radioaktivität in 100.000 Jahren noch verstanden wird. Grenzen des Verstehens lösen sich über lange Zeiträume auf - und Zeichen sind immer nur die Zeichen ihrer Zeit, eingebunden in Kontexte und Kulturen. Welche universellen Symbole brauchen wir also, um künftige Generationen vor unserem radioaktiven Erbe im Untergrund zu warnen? Wie gelingt es uns, die richtige Botschaft zu senden, damit sie das Atommüll-Rätsel lösen können? Und wie schaffen wir es, die Zeichen möglichst lange zu konservieren?

Afrikas neue Museen 09:25

Afrikas neue Museen: Raubkunst in Benin City

Doku-Reihe

Afrika mischt die internationale Kunstszene auf. Viele Länder Afrikas erleben einen kulturellen Aufschwung, beflügelt durch die Rückgabe wichtiger Kunstwerke, die einst von den Kolonialmächten geraubt wurden. "Afrikas neue Museen - Raubkunst in Benin City" widmet sich den berühmten Benin-Bronzen und ihrer Rückkehr nach Benin City in Nigeria. Parallel dazu wird gezeigt, wie solche Bronzeplastiken bis in die heutige Zeit noch immer im traditionellen Wachsausschmelzverfahren hergestellt werden. Geraubt wurde der Kunstschatz während der britischen Invasion im Jahre 1897. Mehrere Tausend Elfenbein-, Holz- und Bronzeartefakte aus über 400 Jahren wurden von Soldaten aus dem königlichen Palast entwendet. Anschließend wurden sie, teils über deutsche Zwischenhändler, an Museen und Sammlungen im globalen Norden verschachert. Das Volk der Edo und ihr König, der Oba von Benin, verloren durch den Kunstraub einen wichtigen Teil ihrer kulturellen Identität. Seit Jahrzehnten fordern das Land Nigeria und die königliche Familie die Rückgabe der weltbekannten Kunstwerke und nach über 120 Jahren sollen sie nun nach Nigeria zurückkehren. Die Dokumentation erzählt von der Dynamik, der Hoffnung und den Konflikten, die die bevorstehende Rückkehr der berühmten Kunstwerke auslösen. Wie auch immer diese Entwicklung ausgeht: Die Rückkehr der Benin-Bronzen wird das Volk der Edo und das Land Nigeria in eine neue Zeit führen.

Twist 09:50

Twist

Magazin

Elba - Italiens Trauminsel im Mittelmeer 10:25

Elba - Italiens Trauminsel im Mittelmeer

Land und Leute

Der Legende nach ließ Venus, die Göttin der Schönheit und Liebe, bei einem Ritt über die Wolken ihre mit sechs Edelsteinen besetzte Halskette ins Wasser fallen. Aus ihnen entstanden die sechs Inseln des Toskanischen Archipels. Der größte und für viele auch schönste Edelstein unter ihnen ist Elba. Die Reisedokumentation begleitet Menschen auf Elba, die ihre Heimat lieben und sich für den Erhalt der Natur und der alten Traditionen dort einsetzen. Wir sind unterwegs mit einem Fotografen, der besondere Menschen auf Elba und deren Arbeit porträtiert und fahren mit auf dem Katamaran einer Meeresforscherin, die für die Delfine rund um Elba kämpft. Das Kamerateam blickt über die Schulter eines Restaurantbesitzers, der alten Rezepten neues Leben einhaucht, ist bei einem historischen Volksfest dabei und begleitet Freitaucher bei ihrer Wanderung durchs Meer.

Sardinien - Der kleine Kontinent im Mittelmeer 11:10

Sardinien - Der kleine Kontinent im Mittelmeer

Land und Leute

Sardinien lockt Jahr für Jahr über sechs Millionen Urlauber auf die Insel, der Tourismus ist längst einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Doch die Insellage ist Fluch und Segen zugleich: attraktiv für den Tourismus, hemmt sie die wirtschaftliche Entwicklung Sardiniens. Auf der Suche nach Zukunftsperspektiven verlassen vor allem junge Menschen ihre Heimat, um auf dem italienischen Festland oder im Ausland zu arbeiten. Sardiniens Gesellschaft wird immer älter. Wie alt, das ist ein Alleinstellungsmerkmal in ganz Europa. Denn viele Sarden, die an der Ostküste leben, werden über 100 Jahre alt. Ein Phänomen, das auch die jüngere Generation fasziniert. Laura Mele arbeitet als Zahnärztin in der Nähe von Cagliari. In ihrer Freizeit porträtiert die 38-Jährige hochbetagte Menschen in ihrer Heimat. "Was mir gefällt, ist ihre Art zu leben. Sie haben noch andere Werte als wir." Für Laura befindet sich Sardinien im Wandel. Auf ihren Bildern will sie die Lebensart der alten Sarden festhalten, bevor sie verschwindet. Das Kamerateam trifft Menschen, die stolz sind auf ihre gelebten Traditionen und zugleich nach Perspektiven für eine Zukunft suchen. Dieses Spannungsfeld prägt das Inselleben.

Inseln Italiens 11:55

Inseln Italiens: Pantelleria

Landschaftsbild

Pantelleria ist ein schlafender Vulkan, wobei der letzte Ausbruch schon weit zurückliegt. Aber es dampft, brodelt und blubbert immer noch überall auf der Insel. Die Insel ist Italiens nächstgelegenes Stück Erde zu Afrika. Die hier siedelnden Araber nannten die Insel einst die "Tochter des Windes". Die Bezeichnung kommt nicht von ungefähr, fegen doch der kalte Mistral und der heiße Scirocco abwechselnd über Pantelleria hinweg. Die Gärten, nicht selten in Terrassen angelegt, schützen die knapp 8.000 Bewohner mit Mauern aus Lavagestein. Viele davon hat Pietro Di Malta gebaut. Sein Vorname ist Familientradition und ganz bewusst gewählt: "pietra" bedeutet Stein. Das eine ist sein angeborenes Talent, wie er es beschreibt, das Apnoetauchen und die Harpunenjagd sind seine Leidenschaften. Er ist vor den Klippen der Insel regelmäßig auf der Jagd nach den typischen Mittelmeerfischen. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Pantelleria ist der Specchio di Venere, der "Spiegel der Venus". Dieser nach Schwefel riechende, türkisfarbene Binnensee ist vor 16.000 Jahren entstanden, als ein großer Bereich eines Vulkans in sich zusammenstürzte. An vielen Stellen quillt Schwefelwasser mit einer Temperatur von bis zu 50 Grad Celsius aus dem Grund heraus. Beliebt ist der See vor allem für Schlammbäder. Pantellerias Küsten bieten steile Klippen und vom Wind gepeitschte Natur. Nichts, was die meisten Touristen anzieht. Die, die auf die Insel kommen, wollen Geschichte und Natur pur.

Der Eiffelturm, Geschichte einer Ikone 12:40

Der Eiffelturm, Geschichte einer Ikone

Dokumentation

Der Eiffelturm ist ein Wahrzeichen Frankreichs und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Welt. Doch beinahe wäre er gar nicht erbaut worden. Der Entwurf von Gustave Eiffel konkurrierte mit dem Plan des Architekten Jules Bourdais, der einen "Sonnenturm" aus Granit mit einer Leuchtturmspitze vorsah. Der Herausforderer Eiffel und der favorisierte Bourdais kämpften mit harten Bandagen: Sie trugen PR-Kämpfe aus, verunglimpften das Projekt des Rivalen und spannen politische Intrigen. Das Duell spiegelt nicht nur den Geltungsdrang zweier Persönlichkeiten, sondern auch einen Epochenwandel wider: Bourdais gegen Eiffel, das war Stein gegen Eisen, Architektur gegen Ingenieurskunst, schöne Künste und Kulturerbe gegen Fortschritt und Industrie. Der Zeitgeist verlangte nach technischen Errungenschaften. Der Wettlauf um den höchsten Turm der Welt, um den ersten "tausend Fuß", also 300 Meter hohen Turm, war keineswegs eine französische Angelegenheit, sondern eine internationale Affäre, an der England und die USA beteiligt waren und die sich nach der Fertigstellung des Turms sogar noch ausweitete. Die Dokumentation blickt zurück auf den "Krieg der Türme", erzählt zugleich von einer Zeitenwende und lässt den Werdegang des Ingenieurs Gustave Eiffel Revue passieren.

Urlaubsschein nach Paris 14:15

Urlaubsschein nach Paris

TV-Romanze

Um die Moral einer US-Kompanie zu stärken, die seit Monaten in geheimer Mission in der Arktis festsitzt, wird unter den Soldaten ein Traumurlaub verlost: Der charismatische Frauenheld Paul Hodges gewinnt drei Wochen Paris mit Filmstar Sandra Roca - allerdings streng bewacht von der Psychologin Vicki Loren, die verhindern soll, dass es zu einem Skandal kommt. Es beginnt ein turbulentes Abenteuer durch das Paris der 1950er Jahre, geprägt von Eifersüchteleien und slapstickhaften Verwechslungen. Blake Edwards' temporeiche Komödie vereint glamouröses Flair mit absurdem Humor, getragen von Janet Leigh und Tony Curtis, die zur Entstehungszeit des Films im echten Leben verheiratet waren. Auf einer abgelegenen Militärbasis in der Arktis herrscht eiskalte Monotonie - seit sieben Monaten sind die US-Soldaten von der Außenwelt abgeschnitten. Um die Moral der Truppe zu heben, veranstaltet das Militär eine ungewöhnliche Verlosung: Einer der Soldaten darf drei Wochen lang seinen ultimativen Traumurlaub erleben. Der charismatische Frauenheld Paul Hodges ergaunert sich geschickt Lose von seinen Kameraden und trickst schließlich den tatsächlichen Gewinner aus, so dass er den Urlaub für sich gewinnt. Als Preis wünscht er sich, gemeinsam mit der verführerischen Filmdiva Sandra Roca in die Stadt der Liebe zu reisen - das strahlende Paris der 1950er Jahre. Doch es gibt eine Bedingung: Paul wird von der pflichtbewussten Psychologin Vicki Loren begleitet, deren Aufgabe es ist, jegliche Eskapaden zu zügeln und ein mögliches PR-Desaster für das Militär zu verhindern. Kaum in Paris angekommen, entfaltet sich ein turbulentes Abenteuer. Paul versucht immer wieder, ungestörte Momente mit Sandra zu genießen - doch Vicki kommt ihm ständig in die Quere und halst ihm gar zwei Wachen auf, die ihn ständig begleiten sollen. Mitten in diesem Chaos beginnen Vickis professionelle Grenzen zu bröckeln, als sie merkt, dass sie selbst Gefühle für Paul entwickelt ... Regisseur Blake Edwards verpackte die farbenfrohe Komödie in prägnante Dialoge, feine Satire und skurrilen Situationswitz - ein Hochglanz-Spaß, der gekonnt die Sehnsüchte und Widersprüche der 50er Jahre in Szene setzt.

Marilyn - Made in Hollywood 15:45

Marilyn - Made in Hollywood

Künstlerinnenporträt

Wasserstoffblondes Haar, kurvige Figur, roter Lippenstift: Marilyn Monroe. Mit Filmen wie "Blondinen bevorzugt" (1953), "Wie angelt man sich einen Millionär?" (1953) und "Das verflixte 7. Jahr" (1955) wurde sie weltberühmt. Mit "Manche mögen's heiß" (1959) erreichte sie den Höhepunkt ihres Ruhms. Vom Waisenmädchen über ihre Karriere als Model, Pin-up-Girl und ersten Filmrollen bis hin zum Weltstar. Marilyn Monroes kurze Lebensgeschichte scheint wie ein Cinderella-Märchen ohne Happy End. Es ranken sich viele Mythen und Verschwörungstheorien um die Schauspielerin und ihr Leben. Wie wurde Norma Jean Baker zur weltbekannten Figur der Marilyn Monroe? War sie damit glücklich? Die Schauspielerin berichtet, wie aus der Eingebung eines jungen Mädchens, das früh erkannte, dass ihr Körper ihr Kapital war, ihrem Ehrgeiz, den Zwängen einer Epoche und aus den Wünschen der Filmproduzenten ein Sexsymbol geboren wurde. Marilyn fügt sich den Erwartungen der Regisseure und verkörpert anmutig die stereotype Blondine. Wie heutige Superstars aus der Retorte war Marilyn Monroe bereits eine von den Studiobossen erfundene Kunstfigur samt Schönheitsoperationen an Nase und Kinn. Die private Marilyn Monroe hatte mit dem Image des blonden Vamps und Dummchens wenig gemein. Die neue Biografie ist chronologisch erzählt und zeigt auch Bilder aus unserer Gegenwart, die verdeutlichen, welche Bedeutung der Mythos Monroe in unserer Vorstellungswelt bis heute besitzt. Dabei zeichnet die Dokumentation Marilyn Monroes Lebensweg nach und erzählt hintergründig vom Schönheitsdiktat und der Brutalität des Systems Hollywood, das bis ins 21. Jahrhundert fortbesteht. Allen Mordtheorien zum Trotz ist es am wahrscheinlichsten, dass Marilyn Monroe am Ende von ihrem eigenen Image erdrückt wurde und Selbstmord beging. Sie starb in der Nacht vom 4. auf den 5. August 1962 in Los Angeles.

Lucia Moholy - Die Bauhaus-Fotografin 16:45

Lucia Moholy - Die Bauhaus-Fotografin

Dokumentation

Lucia Moholy (1894-1989) war als Bauhaus-Fotografin eine Pionierin der Neuen Sachlichkeit. Ihre Fotografien prägen bis heute das Bild von der legendären Kunstschule. Nicht nur die Gebäude und Objekte fing sie ein, sondern auch den Geist und die Atmosphäre des Bauhauses. Lucias Ehemann László Moholy-Nagy wurde 1923 ans Bauhaus berufen. Gemeinsam arbeiteten sie dort, und László wurde berühmt als Erfinder des Fotogramms, eines Fotos ohne Film. Lucias Anteil daran wurde erst spät bekannt. Als die gebürtige tschechische Jüdin 1933 nach der Machtergreifung der Nazis Deutschland verlassen musste, konnte sie ihren wichtigsten Besitz, ihre Glasnegative, nicht mitnehmen. Sie hielt sich in London mühsam über Wasser und arbeitete für den britischen Geheimdienst an der Mikroverfilmung wertvoller Dokumente. Mit ihrer Vision von Mikrofilm als frei zugängliche Information für alle, gilt sie heute als Pionierin des Internets. Nach dem Krieg machte Lucia sich auf die Suche nach ihren Glasnegativen. Bauhausdirektor Walter Gropius (1883-1969), inzwischen bekannter Architekt und Professor in Harvard, mit dem sie befreundet war, hatte ihr verschwiegen, dass er die Glasnegative besaß und mit den Fotos das Bauhaus weltberühmt machte - ohne jemals Lucias Namen zu nennen. Erst nach langen Verhandlungen schickte Gropius ihr einen Teil der Glasplatten. Der Film erzählt Lucia Moholys abenteuerliche Geschichte und wie sich Künstler und Künstlerinnen in den USA und Europa bis heute von ihr inspirieren lassen. Eine Lucia-Moholy-Retrospektive wird nach Prag ab Februar 2025 auch im Fotomuseum Winterthur gezeigt.

Concierto de Aranjuez in València 17:40

Concierto de Aranjuez in València: Rodrigos Meisterwerk

Konzert

Das Concierto de Aranjuez (1939) von Joaquín Rodrigo (1901-1999) zählt zu den populärsten Werken der neueren Musikgeschichte. 1940 wurde es in Barcelona uraufgeführt. Besonders der zweite Satz ist berühmt für seine wunderschöne, von der Gitarre getragenen Melodie und zum Sinnbild spanischer Kultur und Leidenschaft geworden. Mit unzähligen Adaptationen von Paco de Lucía über Chet Baker und Miles Davis bis zu Santana hat seine einmalige Melancholie immer wieder die Genregrenzen der Klassik überschritten. Rodrigo war tief in der spanischen Tradition verwurzelt und zählt heute neben Manuel de Falla zu den berühmtesten spanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er war zeitlebens der Stadt València eng verbunden - der Stadt, in der er aufwuchs, studierte und später heiratete. Der dokumentarische Teil führt uns in die königlichen Gärten von Aranjuez. Hier, etwa 50 Kilometer südlich von Madrid, ließ sich der blinde Rodrigo 1939 inspirieren. In Interviews mit dem Dirigenten Alexander Liebreich, der Solistin Ana Vidovic und Cecilia Rodrigo, der Tochter des Komponisten, erfahren wir, wie das Werk entstanden ist, wie es aufgenommen wurde und was die Musiker mit ihm verbinden. Aufgezeichnet wurde das Konzert im Palau de la Música de València mit der gefeierten kroatischen Gitarristin Ana Vidovic und dem Orquesta de València unter Leitung von Chefdirigent Alexander Liebreich. Werke von Martín y Soler und Isaac Albéniz ergänzen das Programm.

Karambolage 18:25

Karambolage: Das Begräbnis Victor Hugos

Magazin

(1): Die Geschichte (2): Das Rätsel

Zu Tisch 18:40

Zu Tisch: Galiläa, Israel

Essen und Trinken

Die Region Galiläa zählt zu den grünsten und fruchtbarsten Regionen Israels. Versteckt in den Hügeln liegt das ökologische Dorf Klil, das seit den 70er Jahren Lebenskünstler, Musiker und naturverbundene Menschen wie Selbstversorger Alik Pelman anzieht. Alik lebt von dem, was in seinem Garten wächst, darunter Weizen, Oliven und Ackerbohnen. Für ein gemeinsames Abendessen mit Nachbarn bereitet Alik Falafelbällchen und Tofu aus Ackerbohnen zu, den er mit Sesam paniert und goldbraun anbrät. Aliks Nachbarin Hagit Lidror sammelt jetzt im Frühjahr in den Hügeln rund um das Dorf wilde Kräuter wie Za'atar. Zu einer Gewürzmischung verarbeitet schmeckt das Kraut, vermengt mit Olivenöl, besonders gut auf Pitabrot. Hagit kocht meistens vegan und serviert Familie und Nachbarn süße Schokoladendatteln und einen Taboulé-Quinoa-Salat.

ARTE Journal 19:10

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Sansibar - Legende und Lebenslust 19:30

Sansibar - Legende und Lebenslust

Dokumentation

Die Strände von Sansibar sind paradiesisch, aber hinter dem Mythos steckt mehr als weißer Sand und türkises Wasser. Die Einwohner haben keine einfachen Lebensumstände, das Land ist arm und die Infrastruktur oft mangelhaft. Aber man spürt den Optimismus der Menschen. In Jambiani haben sich Frauen mit einer Schwammzucht eine neue Lebensgrundlage geschaffen. In dem muslimisch geprägten Land kommt es oft vor, dass sich Männer Zweit- und Drittfrauen nehmen und die ersten Ehepartnerinnen mit Kindern und ohne Geld zurücklassen. Schwämme sind bei Touristen als Mitbringsel beliebt und erzielen Preise von bis zu 30 Euro. Einige der alleinerziehenden Mütter haben es so geschafft, ihr eigenes Haus zu bauen. Auch die Sängerin Siti Amina beschäftigt sich mit der Situation der Frauen. Sie selbst war Opfer von häuslicher Gewalt. Sie spielt mit ihrer Band den Musikstil Taarab, die traditionelle Musik Sansibars, versucht aber, ihn mit Elementen aus Jazz und Rock zu kombinieren. Mit der heiteren, modernen Version des Taarab auf ernste weibliche Themen aufmerksam zu machen, sieht Siti als ihre Mission. Auch die Farmerin Mwatima Chuma will Sansibar verändern. Sie betreibt die erste Farm, die Gemüse ohne jegliche chemische Unterstützung anbaut. Sie hat früher im Landwirtschaftsministerium gearbeitet und war mitverantwortlich, dass sich auf Sansibar Monokulturen und starker Einsatz von Pestiziden etabliert haben. Dafür bittet sie heute um Vergebung. Sie will den anderen Bauern ein Vorbild sein und zeigen, dass es auch ohne Chemie geht, wie der Film auf eindrucksvolle Weise dokumentiert.

Der Mann, der niemals aufgibt 20:15

Der Mann, der niemals aufgibt

Actionfilm

Der wortkarge Polizist Ben Shockley soll die Prostituierte Gus Mally von Las Vegas nach Phoenix bringen, damit sie in einem Gerichtsverfahren aussagen kann - eine unwichtige Zeugin und ein unwichtiger Prozess, wie man ihm versichert. Doch bald wird klar, dass absolut gar nichts an dem Fall unwichtig ist. Plötzlich werden die beiden sowohl von Mafiakillern als auch von der örtlichen Polizei verfolgt und es geht um Leben und Tod. Aber warum hat man es auf die Frau und den Polizisten abgesehen? Spannungsgeladener Actionthriller mit Clint Eastwood und Sondra Locke in den Hauptrollen. Der wortkarge Polizist Ben Shockley hat seine besten Tage hinter sich. Er versucht, jede Anstrengung zu vermeiden, und ist dementsprechend wenig begeistert, als er einen neuen Auftrag erhält: Er soll die Prostituierte Gus Mally von Las Vegas nach Phoenix bringen, damit sie in einem Prozess aussagen kann - absolute Routine für den gelangweilten Beamten. Doch als Shockley die Frau vom Revier abholen will, läuft alles anders als geplant. Die aufgewühlte Frau warnt ihn vor der Reise nach Phoenix und behauptet, dass man auf ihren Tod Wetten abgeschlossen habe. Shockley glaubt ihr kein Wort - und bereut es kurz darauf, als er von Unbekannten beschossen wird. Offenbar hat es tatsächlich jemand auf Mally und ihren polizeilichen Begleiter abgesehen, der vermeintliche Routineauftrag wird zur blutigen Odyssee. Die örtliche Polizei hat die Anordnung erhalten, die junge Frau unter allen Umständen zu töten. Aber wer steckt hinter dem grausamen Auftrag? Shockley und Mally merken, dass sie vollkommen auf sich allein gestellt sind - und kommen sich bei der gemeinsamen Flucht immer näher ... Das Roadmovie von Großmeister Clint Eastwood zieht ein paar Genre-Elemente durch den Kakao; gleichzeitig überzeugt es durch atemberaubend inszenierte Actionszenen.

Clint Eastwood - Der Letzte seiner Art 22:00

Clint Eastwood - Der Letzte seiner Art

Künstlerporträt

Clint Eastwood steht seit mehr als 60 Jahren vor der Kamera. Seine beispiellose Karriere beginnt für den Sohn eines Stahlarbeiters aus San Francisco 1959 als Cowboy in der Westernserie "Rawhide". Dann macht er als unbarmherziger Rächer in Sergio Leones Italowestern "Für eine Handvoll Dollar" (1964), "Für ein paar Dollar mehr" (1965) und "Zwei glorreiche Halunken" (1966) und als knallharter Polizist in "Dirty Harry" (1971) Furore. Nach unzähligen Action-Rollen, meist als wortkarger Macho, zeigt Eastwood in den 1990er Jahren als Darsteller und Regisseur eine einfühlsame, komplexere Seite. In der melancholischen Romanze "Die Brücken am Fluss" (1995) ist er der Liebhaber einer einsamen Farmersfrau, gespielt von Meryl Streep. Eastwood produziert den Film auch und führt Regie. Mit dem Westernepos "Erbarmungslos" (1992) und dem Box- und Sterbehilfedrama "Million Dollar Baby" (2004) kommt er in Hollywood mit mehr als 60 Jahren schließlich zu den höchsten Ehren. Seine vier Oscars gewinnt er als Produzent und Regisseur mit diesen beiden Werken. Fast jedes Jahr stellt er seither ein neues Regiewerk vor, darunter die Kriegsdramen "Letters From Iwo Jima" und "Flags of Our Fathers" (2006), den Polit-Film "Invictus - Unbezwungen" (2009), das Scharfschützendrama "American Sniper" (2014) oder "Sully" (2016) mit Tom Hanks als Pilot Chesley Sullenberger, dem 2009 eine spektakuläre Notwasserung gelang. 2021 kam "Cry Macho" in die Kinos, bei dem er Regie führte und die Hauptrolle spielte. Mit 94 Jahren hat Eastwood nichts an Leinwandpräsenz eingebüßt. In "Cry Macho" soll der Cowboy Mike Milo nach Mexiko fahren und den Sohn seines Chefs von dort in die USA bringen - gegen den Willen von dessen alkoholsüchtiger Mutter. In Hollywood genießt der Alt-Star Clint Eastwood längst Kultstatus; sein Spätwerk beeindruckt. Sein Gesicht erzählt eine bewegte Geschichte und trug schon in jungen Jahren zwei seiner Markenzeichen: charakteristische Falten und ein leicht verächtliches Lächeln im Mundwinkel. Ein Antlitz wie in Stein gemeißelt. Eastwood, so scheint es, gab es schon immer. Er ist Teil der amerikanischen Geschichte und eines Landes, zu dessen letzten Legenden er zählt. Der Dokumentarfilm erzählt Eastwoods einzigartige Karriere wie einen spannenden Roman, mit allen Hindernissen und Brüchen. Anhand von seltenem Archivmaterial und zahlreichen Filmausschnitten umreißt die Dokumentation Eastwoods gesamtes Schaffen.

Eastwood Symphonic: Vater und Sohn 23:20

Eastwood Symphonic: Vater und Sohn

Konzert/Musik

Als 13-Jähriger spielte Kyle Eastwood neben seinem Vater Clint in "Honkytonk Man" (1982), einem Film über einen schwer erkrankten Country-Sänger, der vom großen Erfolg in Nashville träumt - ein erster Vorgeschmack auf eine Karriere, die Musik und Film vereint? Tatsächlich wurde Kyle als talentierter Jazz-Kontrabassist mit mehreren Alben und erfolgreichen Tourneen ebenso bekannt wie als Komponist von Film-Soundtracks. Er schrieb oder arrangierte die Musik zu Kinoerfolgen seines Vaters, wie "Rookie - Der Anfänger" (1990), "Mystic River" (2003), "Million Dollar Baby" (2004), "Flags of Our Fathers" (2006), "Letters from Iwo Jima" (2006), "Der fremde Sohn" (2008), "Gran Torino" (2008), "Invictus" (2009) und "Jersey Boys" (2014). "Eastwood Symphonic" ist die Hommage eines Sohnes an seinen Vater, der selbst nicht nur Schauspieler und Regisseur, sondern auch Musiker ist. Ein musikalisches Roadmovie, das in Zusammenarbeit mit Gast Waltzing entstand und von Kyle Eastwood, seinem Quintett und dem Orchestre national de Lyon unter der Leitung von Stephen Bell beim Festival Lumière in Lyon auf die Bühne gebracht wurde. Wie Plansequenzen folgen die schönsten Themen bekannter Eastwood-Filme aus den Jahren 1964 bis 2008 aufeinander, womit zugleich Regisseuren und Komponisten, Arrangeuren und Dirigenten aus der Klassik- und Jazzszene Anerkennung gezollt wird. "Eastwood Symphonic: Vater und Sohn" zeigt zwischen den Stücken des Konzerts vom 19. Oktober 2022 in der Lyoner Oper jeweils Ausschnitte aus einem Interview mit Kyle und Clint Eastwood. So erzählt der Film die Geschichte einer Beziehung zwischen Vater und Sohn, zwischen Musik und Kino.

Javier Perianes spielt Scarlatti & Albéniz 00:50

Javier Perianes spielt Scarlatti & Albéniz

Konzert

Isaac Albéniz (1860-1909) bewunderte de Komponisten Domenico Scarlatti (1685-1757), dessen Sonaten er häufig in seine eigenen Klavierkonzerte aufnahm. Die Aufführung der Musik beider Komponisten im Real Alcázar schlägt eine symbolische Brücke zwischen den beiden großen spanischen Künstlern der Klaviermusik. Der spanische Pianist Javier Perianes begibt sich im Königspalast auf die Suche nach den Gemeinsamkeiten der beiden Komponisten. Harmonien, Rhythmen und bestimmte Stimmungen zeigen den Musikern, dass sie zwar zeitlich weit auseinander liegen, sich aber durch die Verbindung mit der andalusischen Folklore sehr nahe sind. Dies erklärt auch, warum der Alcázar von Sevilla der ideale Ort für die Aufführung der Stücke ist. Die musikalische Darbietung der verschiedenen Klavierwerke findet in dem majestätischen Gebäude statt. Die Schönheit des Alcázar wird zusätzlich durch Bilder der gepflegten Gärten, Innenhöfe und verschiedenen Säle gezeigt. Perianes' Karriere ist international. Er spielt in den renommiertesten Konzertsälen mit den besten Orchestern der Welt. Auf dem Programm: - Domenico Scarlatti: Sonaten K.128, K.141, K.185, K.193, K.447, K.466, K.448, K.491 - Isaac Albéniz: Iberia - Evocación, El Puerto, El Albaicín, Trian

Die Oberammergauer Passionsspiele 2022 01:50

Die Oberammergauer Passionsspiele 2022: Die unglaublichste Geschichte der Welt

Dokumentation

Manche Schwüre werden über Jahrhunderte gehalten. 1633 legten die Bürgerinnen und Bürger des bayerischen Bergdorfes Oberammergau im Angesicht der Pest vor Gott das Gelübde ab, ein Passionsspiel aufzuführen, wenn sie fortan nur vom Schwarzen Tod verschont blieben. Heute ist das Oberammergauer Passionsspiel wohl das berühmteste der Welt. Alle zehn Jahre spielen fast 2.000 Oberammergauer Bürgerinnen und Bürger im weltweit größten Laienspektakel die letzten Tage Christi für Hunderttausende von Zuschauerinnen und Zuschauern nach. In den Jahren vor der Aufführung befindet sich Oberammergau zunehmend im Ausnahmezustand - ein Dorf lebt für sein Spiel! Spielleiter, Chefdramaturg und Regisseur Christian Stückl, der bereits zum vierten Mal der "große Bestimmer" ist, ist vertraglich verpflichtet, alle Menschen aus Oberammergau, die sich als Darstellerinnen und Darsteller gemeldet haben, auch in der Aufführung unterzubringen: sei es als römischer Soldat achte Reihe hinten links oder in den Massenszenen im Volk von Jerusalem. Über 1.000 Menschen stehen teilweise gleichzeitig auf der Bühne. Seine Hauptrollen besetzt Stückl jung. Und Religion spielt keine Rolle. Auf einen der Hauptdarsteller wurde der Regisseur in einem Café aufmerksam, weil ihm dessen Stimme auffiel. Judas wird 2022 deshalb von einem Oberammergauer muslimischen Glaubens gespielt. "Wenn einer denkt aus Provokation - nein, sondern weil er einer meiner besten jungen Schauspieler ist!", so der Regisseur. Auftakt der Proben ist eine Reise nach Israel. An den überlieferten Orten entsteht die Basis für die Rollenarbeit dieser Langzeitbeobachtung. Über Monate entstehen Bühnen- und Kostümbild. Der Chor und das Orchester werden zusammengestellt. Schon seit einem Jahr lassen sich die Männer Haare und Bärte wachsen. Für die Premiere im Mai 2020 scheint alles bereit. Und dann: Corona. Stillstand. Tränen der Trauer und Enttäuschung. Doch der große Tag der Premiere kommt.

Kaiser Augustus 03:10

Kaiser Augustus: Vom Schlächter zum Friedenskaiser

Geschichte

Die letzten Jahrzehnte der Römischen Republik: Seit fast einem Jahrhundert ringen rivalisierende Adelscliquen erbittert um die Macht, die die Politik bestimmen. Skrupellos und grausam sichert sich der lange unterschätzte Newcomer Octavian die Alleinherrschaft. Als Neffe von Julius Caesar schließt er nach dessen Ermordung ein Bündnis mit Marcus Antonius - doch schon bald kämpfen auch diese beiden gegeneinander. Einen "Schlächter" haben Historiker Octavian genannt. Und doch ging er unter dem Ehrennamen Augustus, der Erhabene, als Friedenskaiser in die Geschichte ein. Mit ihm beginnt die Kaiserzeit. Hinter der Fassade einer wiederhergestellten Republik errichtete er ein autokratisches System. Die Pax Augusta brachte Recht, Wohlstand und eine kulturelle Blüte, die Rom und seine beherrschten Gebiete zuvor nicht kannten. Die von ihm unterworfenen Völker integrierte Augustus in das Imperium. An seiner Seite stand Livia, mit der Augustus in den Hochadel Roms einheiratete. Sie galt als Ideal einer römischen Ehefrau: sittsam, begehrenswert, aber züchtig. Diese machtbewusste und einflussreiche Politikerin war das weibliche Gesicht des Kaisertums. Zudem setzte sie sich gezielt für die Förderung von Frauen ein. Die Ehe der beiden blieb kinderlos. Kinder hatten beide nur aus früheren Ehen. Und so setzte ein blutiger, mit Intrigen, Verschwörungen, Hinrichtungen und Mord betriebener Familienkampf um die Nachfolge des Mannes ein, dem Rom so viel verdankte. Für Augustus war Macht kein Selbstzweck, wie es bei vielen Tyrannen der Fall war. Doch nur wenige haben sich an ihm ein Beispiel genommen.

Kids 04:05

Kids: Mobbing

Gesellschaft und Soziales

Wieso grenzen Kinder andere Kinder aus? Welche Faktoren tragen dazu bei, dass manche Kinder zu Mobbern werden, andere zu Opfern? Welche typischen Rollen und Dynamiken entfalten sich beim Mobbing? Ana (13) wird seit Jahren von ihren MitschülerInnen gemobbt - aufgrund ihrer Hautfarbe. Wie und warum übernehmen oder reproduzieren manche Kinder fremdenfeindliche Vorurteile? Wie spricht man mit Kindern über Rassismus? Und vor allem: Wie hilft man den betroffenen Kindern? Lucca (16) und seine Mitschülerin Columbe sind an ihrer Schule Botschafter im Kampf gegen Mobbing. Die beiden wissen aus ihrem eigenen Umfeld, dass Mobbing dazu führt, dass das Selbstwertgefühl von Kindern beeinträchtigt wird, dass Kinder verletzt werden, sowohl psychisch als auch körperlich. Diese Verletzungen sind am Ende traumatisierend. Cybermobbing kann besonders schlimm sein, weil es für die Opfer beinahe unmöglich ist, sich zu entziehen. Zum Expertenteam gehören: Psychologin Taniesha Burke, Kinder- und Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort, Catherine Blaya, Professorin für Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Cybermobbing und Grégoire Borst, Professor für Entwicklungspsychologie und kognitive Neurowissenschaften.