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TV Programm für ARTE am 05.10.2026

Japans tätowierte Helden 05:10

Japans tätowierte Helden

Dokumentation

Die per Hand gestochene Horimono-Tätowierung zierte früher die Rücken von Männern in gefährlichen Berufen: Fischer, Feuerwehrmänner und Co. Sie gab ihnen Mut und Kraft. Doch mit Ende der Edo-Epoche und der Öffnung Japans wurde das Tätowieren zeitweise verboten. Niemand sollte das Land als rückständig erachten. Nur kriminelle Banden scherten sich nicht um Verbote und übernahmen die Kunstform. Der Saisuikei-Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Gedenken der Edo-Tätowierung zu erhalten. Eine Tätowierung als Lebensversprechen, mutig, tapfer und loyal zu sein - nicht als Drohgebärde oder Einschüchterung. Daher ist ihr oberstes Gebot: Die Tätowierungen bleiben unter der Kleidung verborgen - kein noch so heißer Sommertag rechtfertigt kurze Ärmel. Taisuke Miyamoto ist Gerüstbauer und gehört dem Saisuikei an. Nach vielen Jahren hat er dem Sohn eines Freundes erlaubt, seine Tätowierung zu kopieren. Er ist sich nun sicher, dass dieser die strengen Regeln befolgt. Für fast zwei Jahre muss Jyo Miyazaki wöchentlich die Prozedur bei Meister Huoryo über sich ergehen lassen. Das Stechen per Hand ist viel schmerzhafter als mit einer elektrischen Maschine. Gerade deshalb ist der junge Mann sich sicher, dass es ihn stärker und ehrlicher machen wird. Auch Taisuke Miyamoto und seine Kollegen haben Wünsche für die Zukunft. Die Ächtung des Horimono soll enden - diesen Wunsch nehmen sie mit auf eine Pilgerfahrt zum Berg Oyama. Nur ein Pfad führt zu dem kleinen Shinto-Schrein hinauf, der versteckt im Wald liegt. Einem der wenigen Orte, an dem die Gruppe trotz Tätowierungen willkommen ist.

360° Reportage 05:55

360° Reportage: Australien: Mission Schnabeltier

Reportage

Gilad Bino hat sein Leben dem Naturschutz und speziell den Schnabeltieren verschrieben. Denn diese Tiere verkörpern für ihn die Einzigartigkeit des australischen Kontinents, der gerade in den letzten Jahren immer wieder von Umweltkatastrophen heimgesucht wurde. Ganze Buschlandschaften brannten nieder, Flüsse trockneten aus oder traten über die Ufer und spülten hinweg, was sich nicht halten konnte. Ein Teil der Natur, wie bestimmte Pflanzenarten, konnte sich mit der Situation arrangieren. Andere, weniger resistente Tierarten verschwinden zusehends. Zu ihnen gehört das Schnabeltier - eine außergewöhnliche Kreatur, die es nur hier gibt. Schnabeltiere bewohnen hauptsächlich Flussläufe, an deren Ufern sie Höhlen bauen. An diesen geschützten Orten legen sie die Eier für ihre Jungen, die sie danach säugen. Zusammen mit dem Ameisenigel gehören sie damit zu den absoluten Ausnahmeerscheinungen in der Natur. Im Royal-Nationalpark, dem ältesten Nationalpark Australiens, gab es einst viele Schnabeltiere. Doch sie verschwanden fast unmerklich. Deshalb ist es jetzt Zeit, sie wieder anzusiedeln, findet Glad Bino. In einem über mehrere Jahre angelegten Forschungsprojekt fängt der Biologe mit seiner Kollegin Tanheal Bruch Tiere in anderen Teilen des Kontinents ein, um sie im Park neu anzusiedeln. Aktionen, die lange vorbereitet wurden und die vor allem nächtliche Einsätze für die Wissenschaftler bedeuten. Denn Schnabeltiere sind nachtaktiv. Mindestens zehn Tiere müssen Gilad und Tanheal fangen, wenn sie eine neue Population im Royal-Nationalpark aufbauen wollen.

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 06:50

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Hafer

Essen und Trinken

Hafer gilt als gesund und glutenfrei. Was heute selbstverständlich auf dem Frühstückstisch steht, hat die Menschheit über Jahrtausende kultiviert. Mit dem Getreideanbau wurden Menschen sesshaft, Machtverhältnisse veränderten sich. Experten erklären, was Getreide mit der Entstehung des Patriarchats zu tun hat und das Getreide bis heute eine zentrale Bedeutung in globalen Konflikten spielt. Die Sendung erzählt, wie der Getreideanbau den Weg für unsere Hauskatzen ebnete. Lucie zeigt, wie einfach sich Hafermilch zu Hause selbst herstellen lässt. Doch kann sie es auch mit Kuhmilch aufnehmen? Ein Experte gibt Klarheit. Wie vielseitig Hafer ist, zeigt Lucie mit gesunden Overnight Oats, selbstgemachtem Granola, knusprigem Knäckebrot und energiereichen Snackbällchen für zwischendurch.

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Michigan / Département Mayenne / Madagaskar

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Michigan: Die Erweckung von Hemingway / Département Mayenne: Das heilige Land der naiven Kunst / Sri Lanka: Kokos-Chili-Sambol von Kumari / Madagaskar: Piraten und Legenden

Stadt Land Kunst Spezial 08:05

Stadt Land Kunst Spezial: Deutschland

Magazin

Spezial Deutschland mit folgenden Themen: Hiddensee, Insel außerhalb der Zeit / Die Halligen: eine faszinierende Welt für sich / Hamburg: Alex' Rundstück warm / Hamburg: Chinesen unerwünscht

Tax me (if you can!) 08:55

Tax me (if you can!): Die Steuertricks der Superreichen

Dokumentation

Die Superreichen stehen im Visier von Politik und Öffentlichkeit. In Kanada, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Deutschland wird über Reichensteuern diskutiert. Dabei stellt sich überall dasselbe heraus: Die Vermögendsten zahlen nicht ihren gerechten Anteil. Sie senken seit rund 40 Jahren Schritt für Schritt ihre Steuern und machen sich alle Lücken im System zunutze. Überdies etablierten sie ein Narrativ, demzufolge eine Reichensteuer eine Gefahr für die Wirtschaft darstelle - eine Theorie, die in den USA unter Präsident Ronald Reagan entstand und seitdem von Politikern, Politikerinnen und Medienhäusern im Besitz von Milliardären verbreitet wird. Das Ergebnis: Innerhalb von 20 Jahren versechsfachte sich das Vermögen der Superreichen, während ihr Steuersatz gleichzeitig in den Keller ging. Damit stellt sich heute zwangsläufig die Frage: Wer kontrolliert die Einhaltung der Spielregeln?

Tax me (if you can!) 09:40

Tax me (if you can!): Millionäre kämpfen für Gerechtigkeit

Dokumentation

Wer kämpft für mehr Steuergerechtigkeit? Der Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Zucman ist der Held einer Bewegung, die in den USA ihren Anfang nahm. Einige Millionäre schlossen sich ihm an, um Staaten und Institutionen von der Notwendigkeit einer Reform für die Besteuerung der Superreichen zu überzeugen. Davon erzählt der zweite Teil der Dokumentation "Tax me (if you can!)". [Lang] Die Superreichen stehen im Visier von Politik und Öffentlichkeit. In Kanada, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Deutschland wird über Reichensteuern diskutiert. Der zweite Teil der Dokumentation "Tax me (if you can!)" blickt auf eine neue Steuergerechtigkeitsbewegung. Sie besteht einerseits aus Wirtschaftswissenschaftlern um den Franzosen Gabriel Zucman, der ein neues Steuerkonzept für Superreiche entwickelte. Andererseits gehören ihr auch politisch engagierte Millionäre, wie die US-Amerikanerin Abigail Disney, die Österreicherin Marlene Engelhorn und der Franzose Guillaume Rambourg, an. Ihr Anliegen: Sie fordern höhere Steuern, um einen gerechten Beitrag zum Gemeinwesen zu leisten. Vom G20-Gipfeltreffen über die Europäische Kommission und die französische Nationalversammlung bis zum US-Senat mischen sich diese "Steuerrebellen" in die öffentlichen Debatten ein. Ihr Slogan ist so einfach wie unmissverständlich: "Tax us now!".

Elon Musks Traum vom Mars: Der wahre Preis 10:30

Elon Musks Traum vom Mars: Der wahre Preis

Dokumentation

Angesichts der Krisen auf der Erde erscheint eine mögliche Besiedlung des Alls durchaus verlockend. Doch die Vision von einer Zukunft auf fernen Planeten verstellt den Blick auf eine andere Entwicklung: Schon heute dehnt die Raumfahrtindustrie ihren Einfluss im Erdorbit aus - mit Tausenden von Satelliten und im Namen einer globalen, jederzeit verfügbaren Vernetzung. Der beispiellose Ausbau der Raumfahrt bringt immer mehr Startplätze und Raketenstarts mit sich. Ganze Regionen werden dadurch verändert, Ökosysteme geschwächt und lokale Gemeinschaften unter Druck gesetzt. Von Texas über Schweden bis Chile wächst der Protest gegen diese neue Jagd nach Profit, gegen die von ihr verursachte Umweltbelastung und gegen das Paradox eines Systems, das im Namen eines möglichen "Planeten B" den einzigen bewohnbaren Planeten aufs Spiel setzt, den wir haben.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Taiwan: Guo Shao Yi Mian

Essen und Trinken

Taiwanesisches Frühstück: Guo Shao Yi Mian / Ein Biss'chen Heimat: Tzu Ti, eine Taiwanerin in Bordeaux / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Thomas Fersens Bretagne / Indien / Polen

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Thomas Fersen, ein Wahlbretone / Indien: Der heilige Duft von Sandelholz / Malaysia: Karens fermentierter Fisch / Polen: Der Scoop des Jahrhunderts

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Brasilien / Frankreich / Schottland

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Brasilien: Luiz Gonzaga, die fröhliche Stimme aus dem Nordosten / Frankreich: Die Gebirgspferde von Megève / Schottland: Wer tötete Miss Gilchrist?

Die innere Sicherheit 14:00

Die innere Sicherheit

Drama

Auf den ersten Blick eine ganz gewöhnliche Kleinfamilie: Clara, Hans und ihre 15-jährige Tochter Jeanne. In einem portugiesischen Badeort bewohnen sie ein kleines Appartement am Meer. Doch die Familie meidet jeden Kontakt zu anderen Menschen. Der Grund: Hans und Clara befinden sich als ehemalige Terroristen auf der Flucht. Seit 15 Jahren leben sie im Untergrund, wechseln ständig Identität und Wohnort. Ihr Leben erlaubt es nicht, dass sie Freundschaften schließen, denn die Polizei hat die Fahndung nach ihnen nie eingestellt. Auch Jeanne unterwirft sich mit eiserner Disziplin diesem Leben aus Lügen und Geheimniskrämerei. Während andere Mädchen ihres Alters Partys feiern, mit Jungen knutschen oder mit der Clique shoppen gehen, verbringt sie ihre Pubertät in sozialer Isolation. Bis sie sich in Portugal in den jungen Surftouristen Heinrich verliebt. Auf einmal spürt sie, wie sehr sie ihre eigenen Bedürfnisse den Zwängen der Eltern unterworfen hat. Sie beginnt, gegen die strikten Regeln aufzubegehren, trifft sich heimlich mit Heinrich und spielt mit dem Gedanken, ihre Eltern zu verlassen. Der Gedanke an diese Möglichkeit bringt das heranwachsende Mädchen in einen schweren Gewissens- und Loyalitätskonflikt, waren ihre Eltern doch 15 Jahre lang ihre einzigen Bezugspersonen. Für Hans und Clara wird der Boden in Europa derweil immer heißer, die Polizei hat ihre Spur aufgenommen. Fieberhaft bereiten sie ihre Flucht nach Südamerika vor. Ein letzter Banküberfall soll die Reise finanzieren. Doch die Situation gerät außer Kontrolle.

Tasmanien - Insel am Ende der Welt 16:00

Tasmanien - Insel am Ende der Welt

Land und Leute

Tasmanien - die Insel südlich von Australien - ist ein Traumziel für Abenteuerlustige. Hier gibt es auf einer Fläche so groß wie Irland eine Mischung spektakulärer Landschaften: Hochalpine Gebirge wie in der Schweiz, liebliche Hügel wie in England, und kilometerlange, menschenleere Sandstrände. Europäische Einflüsse prägen das Leben in der bunten und weltoffenen Hauptstadt Hobart. Lieblingssatz der Tasmanier: "No worries" - wozu sich Sorgen machen. Auch Carleeta Thomas stellt sich mit großem Optimismus ihren Herausforderungen. Die junge Frau ist Nachkomme der Palawa, der Ureinwohner, die Tasmanien vor Ankunft der englischen Eroberer vor rund 200 Jahren besiedelten. Sie will die Tradition ihrer Vorfahren bewahren, aber gleichzeitig das Leben in der Großstadt auskosten - ein Balanceakt. Der Film begleitet Carleeta und ihre Nichte Kasey auf einer Wanderung zum Wukalina, dem heiligen Berg der Palawa, und begibt sich mit ihr auf eine Spurensuche nach ihren Wurzeln. Brett Brady ist einer der letzten Einwohner einer Geisterstadt mitten im Tasmanischen Regenwald. Strathgordon war vor 50 Jahren urbaner Mittelpunkt einer Megabaustelle. Bis zu 2000 Menschen errichteten die 140 Meter hohe Staumauer - eine der höchsten Talsperren Australiens. Heute ist die ehemalige Stadt zu weiten Teilen wieder vom Urwald überwuchert. Doch manchmal hört Brett, der als Mechaniker den Staudamm wartet, noch die Stimmen ehemaliger Einwohner. Kate Mooney zieht auf ihrer Farm auf Flinders Island die Babys überfahrener Wombats auf. Die kleinen Beuteltiere brauchen viermal am Tag die Flasche - eine Sisyphusarbeit. 300 hat sie schon großgezogen, und sich damit den Ehrentitel "Wombat-Lady" verdient.

Tasmanien - Australiens grüne Insel 16:45

Tasmanien - Australiens grüne Insel

Land und Leute

Tasmanien - Australiens grüne Insel - ist für Menschen, die Natur und Einsamkeit suchen, ein Traumziel. Auf einer Fläche so groß wie Irland leben etwas mehr als eine halbe Million Menschen, die meisten von ihnen in der quirligen Hauptstadt Hobart und in der Hafenstadt Launceston. Der Westen Tasmaniens ist fast unbewohnt. Hier wächst ein undurchdringlicher Regenwald - ein Naturparadies voller Farne und bis zu 100 Meter hohen Baumriesen. Die Dokumentation begleitet eine Reihe von Menschen, die sich dem Leben mit der - zum Teil ungezähmten - Natur stellen. Yoav Bar-Ness erforscht die Baumkronen von Urwaldriesen. Die zum Teil mehrere hundert Jahre alten Eukalyptusbäume bergen eine Vielzahl von noch unerforschten Insekten. Yoav hangelt sich an einem Kletterseil in die Baumkronen und sammelt auf einem Ast in 30 Metern Höhe Bodenproben. Sarah Woodruff lenkt einen schweren Viehtransporter über die kurvigen Straßen des Tasmanischen Hinterlands. Ihre Ladung: Bis zu 400 Schafe. Die junge Frau wurde vom Fleck weg für diesen schwierigen Job engagiert. Ihre Qualifikation: Sie verliert nie die Ruhe, wenn es darum geht, die störrischen Tiere von der Weide auf ihren Lkw zu treiben. Giftschlangen in Häusern und Gärten sind in Tasmanien ein verbreitetes Problem. Freiwillige fangen die Reptilien ein und setzen sie in der Natur wieder aus. Sally Wilson war eine von ihnen - bis sie selbst von einer Tigerotter gebissen wurde. Der Film begleitet Wilson dabei, wie sie ihre Angst überwindet - indem sie erneut versucht, eine Giftschlange zu fangen.

Hüter der Südseeinseln 17:30

Hüter der Südseeinseln: Fidschi

Land und Leute

Die indigenen Gemeinschaften der Südseeinseln setzen auf ihre kulturellen Wurzeln, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen. Auf Hawaii, den Salomonen, in Französisch-Polynesien und auf Fidschi entwickeln sie Lösungen, die Natur und Tradition verbinden - und so die empfindlichen Ökosysteme bewahren. Auf Fidschi sind Land und Meer seit jeher unveräußerliches Eigentum der Clans, der Mataqali. Doch die Herausforderung, wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz in Einklang zu bringen, ist größer denn je. In der Beqa-Lagune, einem weltberühmten Tauchgebiet mit artenreichen Korallenriffen und Haibeständen, werden bestimmte Meereszonen zu "Tabugebieten" erklärt. Diese traditionelle Praxis schützt die Unterwasserwelt und sichert ihre Regeneration. Doch nicht alle Inseln haben dieselben Chancen. Auf Serua wird die Bedrohung durch den steigenden Meeresspiegel immer greifbarer. Viele Bewohner denken über Abwanderung nach - eine Entscheidung, die ganze Gemeinschaften zerreißen könnte. Im Landesinneren setzen die Clans dagegen auf eine andere Strategie: Sie verzichten bewusst auf die wirtschaftliche Nutzung der Wälder, um diese als Lebensraum und Klimapuffer zu erhalten. Die Menschen auf Fidschi verbinden dabei altes Wissen mit neuen Ansätzen. Sie passen Traditionen an die heutigen Herausforderungen an, um Natur und Kultur zu bewahren - und damit auch ihre eigene Zukunft. Es ist ein Balanceakt zwischen Bewahrung und Wandel, der zeigt, wie indigene Gemeinschaften globalen Krisen begegnen.

Hüter der Südseeinseln 18:25

Hüter der Südseeinseln: Salomonen

Land und Leute

Die indigenen Gemeinschaften der Südseeinseln setzen auf ihre kulturellen Wurzeln, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen. Auf Hawaii, den Salomonen, in Französisch-Polynesien und auf Fidschi entwickeln sie Lösungen, die Natur und Tradition verbinden - und so die empfindlichen Ökosysteme bewahren. Die Salomonen, eines der ärmsten Länder des Pazifiks, sind wirtschaftlich stark von ihren natürlichen Ressourcen abhängig. Doch deren Nutzung verändert zunehmend die Landschaft und gefährdet fragile Ökosysteme. Um diesem Konflikt zu begegnen, setzen die Inselbewohner auf lokale Initiativen und traditionelles Wissen. Zahlreiche Bürgerinitiativen engagieren sich gegen unkontrollierten Holzeinschlag oder setzen sich dafür ein, als heilig angesehene Inseln - etwa als Orte von Ahnengeistern - unter Schutz zu stellen. Andere Projekte widmen sich der Wiederverwertung von Plastikmüll aus Importwaren oder prangern die traditionelle Brandrodung an, um Böden und Wälder zu erhalten. Gleichzeitig erlebt das traditionelle Tomoko-Kanu, das Symbol schlechthin für ein Leben im Einklang mit der Natur, eine Renaissance. Die Menschen auf den Salomonen wissen: Ihr größtes Kapital ist eine intakte Umwelt. Um neue Einkommensquellen zu erschließen, setzen sie auf nachhaltige Ansätze - und verbinden dabei altes Wissen mit modernen Strategien. So wird Naturschutz zur Grundlage für eine stabile Zukunft.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur

Re: 19:40

Re:: Asbest-Alarm in Österreich

Reportage

Die Verarbeitung von Asbest ist wegen gesundheitlicher Risiken in der EU und vielen weiteren Ländern verboten. Doch im österreichischen Burgenland kommt 2026 heraus: In mehreren Steinbrüchen wurde Serpentinit abgebaut, das Asbest enthalten kann. Das Gestein wurde über Jahre als Schotter, Streusplitt oder Straßenbelag verwendet - und damit großflächig verteilt. Nach der Schließung von vier Steinbrüchen beginnt die Suche. Stefan Stadler von Greenpeace und sein Investigativ-Team nehmen Proben und finden Asbest auf Straßen und Parkplätzen. Die Spur führt bis ins ungarische Szombathely. Dort sind Wohngebiete betroffen, in denen Familien mit kleinen Kindern leben. Straßen müssen wegen des giftigen Staubs bewässert und belastete Flächen saniert werden. Wie groß die gesundheitliche Gefahr ist, darüber gehen die Einschätzungen auseinander. Die Behörden im Burgenland sehen aufgrund eigener Luftmessungen keine unmittelbare Gefährdung. Greenpeace fordert dagegen weitere Untersuchungen. Das Problem: Außer an Arbeitsplätzen gibt es keinen gesetzlichen Grenzwert für Asbest in der Außenluft. Nicole und Dietmar Cseh sind persönlich betroffen. Ihr Haus liegt nur wenige Kilometer von einem geschlossenen Steinbruch entfernt. Experten haben im Streusplitt vor ihrem Haus Asbest nachgewiesen. Das Paar sieht sich demselben Gift ausgesetzt, an dem Nicole Csehs Vater gerade verstorben ist. Als Elektriker hatte er jahrzehntelang mit Asbest auf Baustellen zu tun, als das Material noch ganz legal verbaut wurde.

Police Python 357 20:15

Police Python 357

Kriminalfilm

Kommissar Marc Ferrot gehört zu den erfahrensten Männern der Polizei von Orléans. Eines Tages lernt der Cop Sylvia Leopardi kennen. Von der ersten Begegnung an ist Ferrot seltsam fasziniert von der jungen Frau. Zwischen den beiden entwickelt sich eine leidenschaftliche Affäre. Doch Sylvia hat noch einen zweiten Liebhaber - Ferrots Vorgesetzten Ganay, der sie einst vor dem Gefängnis bewahrt hat. Sylvia und Ganay halten ihre Beziehung streng geheim. Außer Ganays an den Rollstuhl gefesselter Frau Thérèse weiß niemand von der Verbindung. Als Sylvia sich von Ganay trennen will, kommt es zu einem heftigen Streit. Wenig später trifft Ferrot in der Wohnung ein und entdeckt Sylvias Leiche. Als man ihn mit dem Fall betraut, steckt er in der Klemme. Er muss vermeiden, dass Zeugen in ihm Sylvias Liebhaber erkennen und zugleich alles daransetzen, den wahren Täter aufzuspüren ...

Legendäre Liebespaare des Kinos 22:15

Legendäre Liebespaare des Kinos: Elizabeth Taylor und Richard Burton

Film/Kino/TV

Sie: ein ehemaliger Kinderstar, aufgestiegen zur Hollywood-Ikone, die sowohl mit ihren schauspielerischen Leistungen als auch mit ihrem bewegten Privatleben die Schlagzeilen beherrschte. Er: das zwölfte von dreizehn Kindern eines walisischen Bergarbeiters, das von seinem Theaterlehrer gefördert und zu einem der größten Shakespeare-Darsteller seiner Zeit wurde. 1961, bei den Dreharbeiten zu "Cleopatra", verliebten sich die 29-jährige Elizabeth Taylor und der sieben Jahre ältere Richard Burton Hals über Kopf - eine brennende Leidenschaft, die viele Höhen und Tiefen erleben würde. 1964 gaben sich Liz Taylor und Richard Burton zum ersten Mal das Ja-Wort. Und auch die gemeinsame Arbeit wurde fortgesetzt; das berühmte Paar drehte zusammen ein gutes Dutzend an Filmen. Hinter den Kulissen des prominenten Paars flogen regelmäßig die Fetzen, befeuert von Alkohol und Eifersucht. Der gnadenlose Geschlechterkampf, den sich Taylor und Burton vor der Kamera im Psychodrama "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" (1966) lieferten, war wie ein auf die Leinwand übertragenes Abbild ihrer Konflikte. Nach einer ersten Scheidung 1974 und einer erneuten Heirat 1975, die Ehe hielt dieses Mal nur kurz, spielten sie erst 1983 wieder zusammen: am Broadway für die Wiederaufführung von Noël Cowards Theaterstück "Private Lives". Richard Burton starb im Jahr darauf - ohne die Frau wiedergesehen zu haben, mit der ihn eine ebenso glamouröse wie tragische Liebe verband.

Volveréis - Ein fast klassischer Liebesfilm 23:10

Volveréis - Ein fast klassischer Liebesfilm

Komödie

Nach 14 gemeinsamen Jahren haben die Regisseurin Ale und der Schauspieler Alex die Entscheidung getroffen: Sie wollen sich trennen. Kein Drama, keine Schlammschlacht - stattdessen soll eine große Party das Ende ihrer Beziehung feiern. Die Idee stammt von Ales Vater, der schon lange behauptet, dass nicht Hochzeiten, sondern Trennungen ein Fest verdient hätten. Also beginnen Ale und Alex, Familie und Freunde zu informieren. Doch statt Glückwünschen ernten sie vor allem ungläubige Blicke. Kaum jemand scheint ihnen abzunehmen, dass ihre Beziehung tatsächlich vorbei ist. Während die beiden den richtigen Ort suchen, Einladungen verteilen und ihre gemeinsame Geschichte immer wieder erklären müssen, wird die geplante Trennung zunehmend zum Gegenstand ihres Alltags. Gleichzeitig arbeitet Ale an einem Film, dessen Bilder auf eigentümliche Weise mit ihrem eigenen Leben zu verschmelzen scheinen. Zwischen Kino und Wirklichkeit, Erinnerungen und Zukunftsplänen geraten vermeintliche Gewissheiten ins Wanken.