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Die Geschichte von TikTok ist zunächst die eines beeindruckenden Markterfolgs: Zhang Yiming, ein junger Vertreter der chinesischen Tech-Szene, schaffte es innerhalb weniger Jahre an die Weltspitze der sozialen Medien. 2012 gründete der Software-Ingenieur aus Peking sein Unternehmen ByteDance, das 2016 eine neue App auf den chinesischen Markt brachte: Douyin, eine Videoplattform mit revolutionärem Algorithmus. Ein Jahr später eroberte eine neue Version dieser App, TikTok, den Weltmarkt. 2024 zählt sie rund 1,7 Milliarden Nutzerinnen und Nutzer, darunter 170 Millionen in den USA. Keinem anderen sozialen Netzwerk ist bislang ein derart rasanter Aufstieg gelungen. Neben dem unternehmerischen Erfolg zeichnet sich auch eine politische Entwicklung ab: Staatspräsident Xi Jinping will sein Land anstelle der USA zur Supermacht des 21. Jahrhunderts machen. 2015 übernimmt die Kommunistische Partei Chinas die Kontrolle über die chinesischen Technologieunternehmen. Seitdem sind die Firmen verpflichtet, mit der Regierung zu kooperieren und gesammelte Daten dem Nachrichtendienst zu überlassen. ByteDance - Zhang Yimings Firma, aus der Douyin und TikTok hervorgingen - ist für die politische Führung von besonderer Bedeutung. Wie nutzt das chinesische Regime ByteDance, um seine Macht zu festigen? Welche Rolle spielt TikTok in der chinesischen Expansionspolitik? Und wie reagiert Washington auf den Vormarsch der chinesischen App in sein bisheriges Hoheitsgebiet? Diesen Fragen geht der erste Teil der Dokumentation nach.
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Der weltweite Erfolg von TikTok löste in den USA eine heftige Gegenreaktion aus und führte zu einem Ringen beider Länder um politischen Einfluss. Im Herbst 2019 hat die Videoplattform die Schwelle von einer Milliarde Downloads seit ihrer Gründung überschritten. Die US-Behörden leiteten daraufhin eine Überprüfung der chinesischen App auf Spionagerisiken und eine mögliche Gefährdung der nationalen Sicherheit ein. Tatsächlich hat sich TikTok seit seinen Anfängen stark verändert: Es ist heute ein echtes soziales Netzwerk und kann als Informations- und Desinformationsinstrument genutzt werden. Es ist kein Zufall, dass auf der Plattform kaum Videos über die systematische Unterdrückung der Uiguren in Nordwestchina oder über die Demokratiebewegung in Hongkong zu finden sind. In diesem Machtkampf stehen sich zwei digitale Systeme gegenüber. Das amerikanische Modell setzt vor allem auf den freien Markt, betont die Meinungs- und Redefreiheit und plädiert für möglichst wenig staatliche Einmischung. Das chinesische Modell hingegen nutzt die Technologie als Mittel zur politischen Kontrolle. Die Regierung ist hier die zentrale, richtungsweisende Instanz, die über die Regulierung des Technologiesektors verfügt. Diese beiden Systeme führen derzeit eine neue Form des Krieges, der sich zunehmend in der Öffentlichkeit abspielt, aber von der breiten Öffentlichkeit noch kaum wahrgenommen wird: den unerbittlichen Krieg um Daten.
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Die Digitalisierung gilt als Motor des Fortschritts. Doch während sich unsere Welt rasant vernetzt und unser Alltag zunehmend automatisiert, wächst eine neue Form der Ungleichheit. "Digital Aliens - Die neue Ungleichheit" zeigt, wie digitale Systeme Gesellschaften neu ordnen - und warum immer mehr Menschen dabei drohen, abgehängt und unsichtbar zu werden. Der Dokumentarfilm erzählt von einer Welt, in der Technologie als Heilsbringer gefeiert wird, Teilhabe jedoch immer stärker an Zugang, Kompetenzen und algorithmischen Entscheidungen geknüpft ist. Millionen Menschen scheitern an digitalen Schnittstellen, während automatisierte Prozesse Verwaltungen, Arbeitsmärkte und Sozialsysteme prägen - oft ohne Transparenz, ohne Widerspruchsmöglichkeiten, ohne menschliches Gegenüber. Algorithmen bewerten, sortieren aus und entscheiden. Sie reproduzieren bestehende Diskriminierungen, verstärken sie oder schaffen neue. Zwischen politischer Regulierung und technologischer Vision stellt der Dokumentarfilm die Frage nach Verantwortung. Wer trägt sie - und wer kann eingreifen? Expertinnen wie die Rechtswissenschaftlerin Sandra Wachter, die KI-Forscherin Abeba Birhane oder die Politologin Geraldine de Bastion analysieren die Machtverhältnisse der digitalisierten Welt. In Brüssel geht es um die Grenzen politischer Steuerung, im Silicon Valley gibt der Unternehmer Sebastian Thrun Einblick in neue Tech-Visionen. In Frankreich rekonstruiert der Film einen Algorithmus-Skandal in der Sozialbehörde, in Deutschland, Irland und Estland sucht er nach Gegenmodellen: Bildung, Solidarität und digitaler Selbstermächtigung.