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TV Programm für ARTE am 05.02.2026

(Fast) die ganze Wahrheit 04:35

(Fast) die ganze Wahrheit: Pikachu

Infotainment

1999 wurde Pikachu vom "Time Magazine" nach Ricky Martin zur zweitwichtigsten Persönlichkeit des Jahres gekürt - im zarten Alter von drei Jahren. Den Sänger hat er seither übrigens bei Weitem in den Schatten gestellt. Die Animationsserie "(Fast) Die ganze Wahrheit", die mit augenzwinkerndem Humor aus dem Nähkästchen prominenter Persönlichkeiten plaudert, wartet mit einer fünften Staffel auf. Die vom Kreativteam der französischen Produktionsfirma Blogothèque geschaffene Serie setzt Spielzeug oder Alltagsutensilien in Stop-Motion-Animationen ein, die von einer frechen Off-Stimme kommentiert werden. In der fünften Staffel gesellen sich zur lustigen Porträtgalerie 39 weitere Promis, u. a. Josephine Baker, Jeanne Moreau, Albert Camus, Napoleon, Alain Delon und Virginie Despentes.

Öl. Macht. Geschichte 05:05

Öl. Macht. Geschichte: Gier und Verderben

Geschichte

Die Ölkrise 1973 war rückblickend eine vertane Chance. Die Forschung stand in den Startlöchern, um Technologien für den Einsatz erneuerbarer Energien zu entwickeln. Stattdessen hat bis heute kein politischer oder wirtschaftlicher Konflikt und kein Krieg die Abhängigkeit vom Öl verändert. Im Gegenteil, der petromoderne Way of Life hat unser Leben voll im Griff: Egal ob Reinigungsmittel, Pharmaka, Kreditkarte oder Smartphone - alles basiert auf dem Rohstoff. Eine Abkehr vom Öl scheint unvorstellbar. Öl ist noch immer in großen Mengen verfügbar und billig. Vorbei die Annahme, die USA würden ewig auf den Nahen Osten angewiesen sein. Die hochumstrittene Fracking-Technologie ließ die USA zum weltgrößten Ölproduzenten aufsteigen. Auch Russland möchte weiterhin aus seinen Bodenschätzen den größtmöglichen Profit schlagen. Die Karten im Öl-Poker werden gerade wieder neu gemischt. Doch die wichtigste Frage der Zukunft ist die gleiche, die man sich schon 1973 gestellt hat: Schafft die Menschheit es, sich aus der Abhängigkeit des schwarzen Goldes zu befreien? Anekdotenreich und vielschichtig zeichnet Andreas Sawall den Aufstieg des klebrigen Rohstoffs zum globalen Schmierstoff nach - mittels Archivaufnahmen und zahlreicher Interviews wie mit Harald Lesch oder Daniel Ammann, dem Autor des Buches "King of Oil".

GEO Reportage 06:00

GEO Reportage: Haute Couture: Federn, Falten, Seidenblumen

Reportage

Paris ist die Wiege der Haute Couture, der gehobenen Schneiderkunst. Hier entstehen edle Roben und extravagante Designs, gefertigt ausschließlich in Handarbeit von den Kunsthandwerkern der Modezaren. Ihre Fähigkeiten sind ein urfranzösisches Kulturgut, ihre Namen und Auftraggeber oft streng geheim - und jeder Auftrag ist etwas Einzigartiges. "Diskretion ist Teil unseres Kunsthandwerkerdaseins. In der Haute Couture werden nie die Namen der Kunsthandwerker genannt. Wir dürfen noch nicht einmal verraten, für wen wir arbeiten. Man behält uns für sich, in streng vertraulichen Ateliers, gut versteckt. Das gilt für uns als Personen, aber auch für unser Handwerk, das ein französisches Kulturgut ist", sagt Séverina Lartigue. Die Blumenkünstlerin arbeitet für die Giganten der Modebranche, Jean Paul Gaultier zum Beispiel stellte sie jahrelang vor immer neue künstlerische Herausforderungen. Und auch Eric Charles-Donatien ist einer dieser Kunsthandwerker. Er ist "Plumassier", Federschmuckmacher, sein Gewerk ist aus der Haute Couture nicht wegzudenken. Erics Weg säumen ebenfalls die großen Namen der Branche. Aktuell fertigt er für den Designer Christophe Josse einen Blousonärmel - ganz aus filigranen Federn. Ob Blumenkünstlerin, Plumassier oder auch Faltenmacher wie Karen Grigorian: Sie alle vereint die bedingungslose Leidenschaft für das, was sie tun. Berühmte Lehrmeister und Tausende einsame Atelierstunden haben sie zu Künstlern gemacht, die Kreationen auf allerhöchstem Niveau zaubern.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Médoc: Austern

Essen und Trinken

(1): Meeresfrüchte aus dem Médoc: Levade-Austern (2): Ein Biss'chen Heimat: Claire, von Bordeaux nach Schweden (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:25

Stadt Land Kunst: Yves Kleins Nizza / Norwegen / Äthiopien

Magazin

(1): Yves Klein und das Blau von Nizza (2): Norwegen: Im Land der Lachse (3): Ruanda: Jeanines Rindsragout mit Maniokblättern (4): Äthiopien: In der verbotenen Stadt Harar

Stadt Land Kunst 08:10

Stadt Land Kunst: Bosnien / England / USA

Magazin

(1): Bosnien: Joe Sacco, der zeichnende Journalist (2): Englands zielsichere Leidenschaft (3): Frankreich: Foulematous Erdnusshähnchen (4): USA: Marie Pantalon hat die Hosen an

Abenteuer Antarktis - Ein Jahr im ewigen Eis 08:55

Abenteuer Antarktis - Ein Jahr im ewigen Eis: Ein Jahr im ewigen Eis

Dokumentation

King George Island ist das Tor zur Antarktis. An der Südwestspitze der Insel befinden sich in überwältigender Landschaft aus Fels und Eis die Forschungsstationen von fünf Nationen: Chile, Russland, Uruguay, Südkorea und China - verschiedene Kulturen treffen in einem der lebensfeindlichsten Gebiete unserer Erde aufeinander. Im Sommer sind auf King George Island mehr als 500 Menschen stationiert. Um die täglichen Herausforderungen auf dem eisigen Terrain zu meistern, brauchen die Forschenden Entdeckerdrang und eisernen Willen. Eine Gruppe junger deutscher Wissenschaftler um den Polarornithologen Hans-Ulrich Peter erforscht die Veränderungen von Pinguin- und Raubmöwenbeständen. Dabei müssen sie sich vor den tückischen Attacken der Raubmöwen in Acht nehmen. Ein paar Hundert Meter weiter befindet sich eine chilenische Luftwaffenbasis. Der Kommandant Sergio Cubillos und seine Truppe betreiben nicht nur den Flughafen und garantieren so den Kontakt zur Außenwelt; sie kümmern sich auch um die Villa Las Estrellas, eine chilenische Siedlung auf der Insel. Cubillos' Vorgänger war an den gewaltigen logistischen Aufgaben und der Verantwortung für das Überleben der Menschen fast gescheitert. Die russische Forschungsstation Bellingshausen ist die älteste Station auf King George Island. In der südlichsten russisch-orthodoxen Kirche der Welt lässt Pope Palladiy keine Möglichkeit aus, den Menschen Beistand zu leisten. Im Winter herrscht in der Antarktis am Tag Dunkelheit. Bei Polarstürmen und bis zu 50 Grad Celsius unter null verlassen selbst die Pinguine die Insel.

Der Waldrapp 10:25

Der Waldrapp: Zugvogel im Aufwind

Tiere

Im Schatten einer malerischen Burg im Süden Deutschlands leben skurrile Vögel, die wie Fabeltiere anmuten: Waldrappe. In einem künstlichen Nistplatz brütet in Burghausen die erste Kolonie der Ibisvögel in Mitteleuropa. Bis ins Mittelalter waren die gänsegroßen Tiere mit dem dunklen Gefieder weit verbreitet. Doch sie wurden gejagt und vor etwa 400 Jahren ausgerottet. Zwar überlebten einige wenige Tiere in Marokko und Syrien, doch erst in Zoos konnten sie in größerer Zahl erfolgreich gezüchtet werden. Naturschützer kamen auf die Idee, Waldrappe auszuwildern. Sie starteten ein aufwendiges Projekt. Denn die Nachkommen von Zoovögeln mussten von Menschen lernen, wohin sie ins Winterquartier fliegen müssen. Mit Ultraleichtfliegern wurde ihnen der Weg von Burghausen nach Italien gezeigt. Von allein kehrten die Vögel zurück und brüten seit 2011 erfolgreich an der Burgmauer der Kleinstadt. Corinna Esterer und Oliver Habel vom Waldrappteam beobachten in Burghausen die Brutkolonie. Denn noch ist die Zahl der Vögel klein und jedes Küken besonders wertvoll. Auf die jungen Waldrappe lauern viele Gefahren: Müll im Nest, Attacken von Feinden und Stromschlag. Von März bis November greifen die Vogelfreunde ein, wenn es nötig ist. Erstmals beobachtet eine Kamera am Nest hautnah die gesamte Brutzeit. Und nie zuvor gelang es, einem Waldrapp eine Kamera auf den Rücken zu schnallen und seinen Flug aus der Vogelperspektive zu erleben. Ein Jahr lang folgt der Film den Tieren von Deutschland bis nach Italien. Werden es die frei geborenen Waldrappe schaffen, wild zu leben wie einst ihre Ahnen?

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Jordanien: Musakhan

Essen und Trinken

(1): Brathähnchen aus Palästina und Jordanien: Musakhan (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Ian Flemings Riviera / Belgien / Île de Groix

Magazin

(1): Ian Fleming und die portugiesische Riviera (2): Belgien: Die längste Straßenbahn der Welt (3): Jamaika: JJs mariniertes Hähnchenfleisch (4): Île de Groix: Ein Seefahrer auf dem Weg nach "Terra Australis"

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Glasgow / Gent / Deutschland

Magazin

(1): Glasgow: Alasdair Grays "Arme Dinger" (2): Rotes Gent (3): Albanien: Idas Brathähnchen mit Brot (4): Deutschland: Steuerliche Haarspalterei

Dorfkrimi - Die tote Braut 14:00

Dorfkrimi - Die tote Braut

Krimireihe

Als der Bauer Charly Pieber sein Maisfeld ernten möchte, entdeckt er etwas Schreckliches: Zwischen den grünen Pflanzen liegt im Licht der frühen Morgensonne eine tote Braut. Es stellt sich schnell heraus, dass die Frau Anna Jusic heißt und gestern noch ihre Hochzeit gefeiert hat. Doch wie konnte der neue Lebensabschnitt der jungen Kroatin so dramatisch enden? Der Mordfall wird dem Polizeiinspektor Sifkovits, von allen "Schiffi" genannt, anvertraut - denn er ist in der kleinen österreichischen Gemeinde Stinatz aufgewachsen und kennt die Menschen dort bestens. Doch der Fall entpuppt sich schnell als viel komplexer als erwartet: Während Schiffi versucht, sich durch Intrigen und persönliche Verstrickungen hindurchzuarbeiten, erhält er unerwartet Unterstützung von einem ganz besonderen Trio: Die kluge Hilda Resetarits, die scharfsinnige Resl Grandits und Schiffis Mutter Baba wissen alles über jeden. Eine Personensuche in den sozialen Medien könnte nicht schneller sein, denn wenn die drei älteren Damen ihre Runden durch die kleine Gemeinde drehen, reden sie nicht nur über den neuesten Klatsch und Tratsch, sondern haben ihre Augen auf allem und jedem. Doch je mehr Schiffi über die mysteriöse Vergangenheit der Braut und die dunklen Geheimnisse der Dorfbewohner herausfindet, desto undurchsichtiger wird der Fall. Auf der Suche nach Antworten oder Hinweisen, die ihm vielleicht entgangen sind, wendet er sich an seine Mutter und deren zwei Freundinnen, die ihm mit ihrem Insider-Wissen zur Seite stehen. Auch alte Freunde aus seiner Kindheit unterstützen den etwas tollpatschigen, aber entschlossenen Polizeiinspektor. Doch als Schiffi schließlich glaubt, dem Mörder auf die Spur gekommen zu sein, hofft er tief in seinem Inneren, dass er sich diesmal vielleicht irrt ...

Leben mit Vulkanen 15:40

Leben mit Vulkanen: Kawah Ijen: Inmitten der Schwefelhölle

Natur und Umwelt

Indonesien gehört mit seinen etwa 130 aktiven Vulkanen zu den vulkanreichsten Regionen der Erde. Der besonders faszinierende Vulkan Ijen im Osten der Insel Java, bildet den Gegensatz zum satten Grün der Wälder in der Gegend: Karges Gestein und giftige Schwefeldämpfe umgeben Arnaud, als er den Felsriesen erklimmt. Inmitten des Vulkans befindet sich der jadegrün leuchtende Kratersee Kawah Ijen, einer der säurehaltigsten Seen der Welt. Weder Tiere noch Mikroorganismen können in diesem sauren Milieu leben. Der Vulkan stößt ständig Gaswolken aus, die bei Arnaud zu einem Brennen im Rachen und einem Hustenreiz führen. Das stört die Bergarbeiter schon längst nicht mehr: Täglich steigen die "starken Männer Javas" in den Krater, um dort Schwefel abzubauen - ohne Schutzkleidung. Sarno, den Arnaud bei seiner strapaziösen Arbeit inmitten der dampfenden Hölle begleitet, macht diesem Namen seit mehr als 25 Jahren alle Ehre. Mit einer Art Brecheisen haut er das Schwefelerz aus dem Gestein und schleppt das gelbe Gold die steilen Kraterwände hoch - pro Tag bis zu 150 Kilogramm. Die Arbeit ist nicht nur hart, sondern auch riskant: Auf dem Grund des Kratersees können sich riesige hochgiftige Gasblasen bilden, die aufsteigen und an der Oberfläche explodieren - eine tödliche Gefahr. Auch die umliegende Bevölkerung ist von diesem "Säurefass" bedroht: Das saure Seewasser gelangt in die Flüsse und stellt eine große Gefahr für die Bevölkerung, die landwirtschaftlichen Kulturen und die Böden dar. Rund 10.000 Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und kämpfen mit gravierenden Gesundheitsproblemen. Als die Sonne untergeht, bietet sich Arnaud ein besonderer Anblick: Aus dem Krater des Ijen züngeln meterhohe blaue Flammen in die Lüfte. Das spektakuläre Naturschauspiel verbildlicht die Aktivität dieses Vulkans, die für die Menschen Lebensgrundlage und Gesundheitsrisiko zugleich bedeutet.

Zugvögel - Ein Jahr vergeht im Flug 16:10

Zugvögel - Ein Jahr vergeht im Flug

Tiere

Rotfußfalke, Brandgans und Kampfläufer sind die Hauptdarsteller dieser aufwendig gedrehten Dokumentation. Ausgangspunkt des Films sind die individuellen Zugrouten einzelner Vögel, die von Ornithologen mit GPS-Sendern ausgestattet wurden. Nie zuvor konnten diese Routen im Fernsehen mit Genauigkeit dargestellt werden. Neben eindrucksvollen Naturaufnahmen bietet die Dokumentation auch überraschende Einblicke in ein komplexes Naturphänomen: Denn das Wunder des Vogelzugs beschränkt sich keineswegs auf Frühling und Herbst. Und die Bewegungen der Vögel sind weit vielschichtiger als die bloße Pendelbewegung zwischen Nord und Süd. Der Vogelzug hat unzählige Varianten. Die Dokumentation beleuchtet das faszinierende Phänomen von einer neuen Seite. "Zugvögel - Ein Jahr vergeht im Flug" porträtiert Vogelarten, die im Lauf des Jahres einen wichtigen Knotenpunkt des internationalen Vogelflugverkehrs besuchen - oder ihn klimabedingt überhaupt nicht mehr verlassen: den Neusiedler See.

Abenteuer Spanien 16:55

Abenteuer Spanien: Der unbekannte Westen

Landschaftsbild

Reizvolle Städte, glitzernde Flüsse, malerische Stauseen, beeindruckende Sierras und endlose Weiden - die Extremadura erstreckt sich zwischen der portugiesischen Grenze und Madrid. Sie zählt zu den schönsten, aber auch am wenigsten bekannten Regionen Spaniens. Im Osten grenzt sie an Kastilien-La Mancha. Im Nationalpark Monfragüe sind die Ranger auf einer heiklen Mission: Sie retten die Nester der seltenen Schwarzstörche. Nahe dem Nationalpark liegt die historische Stadt Cáceres, deren Architektur die lange Geschichte von Muslimen und Christen widerspiegelt. Die Altstadt gehört zu den schönsten und vor allem am besten erhaltenen Kulturdenkmälern Spaniens und ist Unesco-Weltkulturerbe. Im Süden der Extremadura lebt José Luis Quiñones Plaza, der die Sternwarte e-EyE (Entre encinas y estrellas) betreibt. Der Ingenieur vermietet sie an interessierte Hobbyastronomen. Dank der geringen Luftverschmutzung können in dieser Region bei Nacht Millionen von funkelnden Sternen am Himmelszelt entdeckt werden. In Kastilien-La Mancha prägen Schafherden das Landschaftsbild und liefern die Milch für den typischen Käse der Region. Der Bauernhof Pago Valle de los Molinos ist bereits seit Generationen im Besitz der Familie Gómez, die jährlich etwa 50.000 Käselaibe herstellt. "Molinos" heißen im Spanischen die typischen Windmühlen, die überall in der sonst kargen Landschaft der Mancha zu finden sind. Hier lebt die Bevölkerung hauptsächlich von Viehzucht und Landwirtschaft. Auch das teuerste Gewürz der Welt wird hier angebaut: Safran. Gregoria Romo Peño hilft seit ihrer Jugend bei der jährlichen Ernte.

Magische Anden 17:50

Magische Anden: Bolivien

Land und Leute

Von den Regenwäldern des Amazonastieflands bis zu schneebedeckten Andengipfeln - Bolivien fasziniert durch die Vielfalt seiner Landschaften. Dabei sind die unwirtlichsten oft die interessantesten Orte. So etwa der über 10.000 Quadratkilometer große Salzsee von Uyuni - eine gleißend weiße Fläche bis zum Horizont. Lebensfeindlich sind auch die Bedingungen auf den Sechstausendern in der Umgebung von La Paz, Boliviens Regierungssitz und die höchstgelegene Metropole der Welt. Schneebedeckte Pässe und staubtrockene Canyons in Höhen von über 4.000 Metern führen an entlegene Orte, die die Magie der Anden spüren lassen. Ana-Lia Gonzales, eine 34-Jährige aus dem indigenen Volk der Aymara, hat sich vorgenommen, den Berg Huayna Potosí zu bezwingen. Hier oben in bis zu 6.088 Meter Höhe ist die Luft dünn, jeder Schritt für Ungeübte eine Tortur - doch das Panorama ist überwältigend. Auch weitere Bewohner geben Einblicke in ihre Welt: Da ist die Bergarbeiterin Vicenta Torre aus Oruro, die sich im Innern eines Berges den Weg zu einer Zinnader mit Dynamit freisprengt. Oder Amado Bautista, der davon träumt, mit einer seltenen Form von Salzkristallen im Salzsee von Uyuni ein Vermögen zu machen. Die Dokumentation zeigt Orte, die in keinem Touristenführer auftauchen. Pérez ist so ein Dorf, gelegen an der still gelegten Eisenbahnstrecke La Paz-Chile. Nur ein zum Schienenfahrzeug umgebauter Reisebus verkehrt noch auf den Gleisen. Lokführer Raúl ist gleichzeitig Briefträger. Zweimal pro Woche kommt er vorbei. Sonst ist es hier sehr still - und das ist vielleicht die größte Magie der Anden.

Magische Anden 18:35

Magische Anden: Argentinien und Chile, der Norden

Land und Leute

Der nördliche Teil der Anden in Argentinien und Chile beherbergt einige Höhepunkte dieser spektakulären Gebirgskette: In der argentinischen Provinz Mendoza liegt die Mehrzahl der höchsten Andengipfel - darunter auch der rund 6.960 Meter hohe Aconcagua, der höchste Berg der westlichen Hemisphäre. Auf den sanften Hügeln der argentinischen Provinz Mendoza recken sich Millionen von Weinreben gen Himmel. Schon vor Jahrhunderten legten die Inka hier Bewässerungssysteme an, die das Schmelzwasser der Berge ins Tal leiteten. Der Sportkletterer Martin Funes arbeitet sich an den Wänden der Andenriesen ab, während Chefkoch Lucas Bustos die traditionelle Küche der Region zur Haute Cuisine verfeinert. In der Atacamawüste, einem der trockensten Orte der Erde, liegt das ALMA-Observatorium - eingerahmt von den schneebedeckten Vulkanen Licancabur und Lascár. Hier ermöglichen Höhenlage und geringe Luftfeuchtigkeit ideale Bedingungen für astronomische Forschung. Ingenieur Pablo Carillo wartet die empfindlichen Antennenanlagen - eine körperlich fordernde Arbeit auf über 5.000 Metern Höhe. Der Andenkondor, einer der größten flugfähigen Vögel der Welt, ist in diesen Höhen zuhause. Nur noch etwa 6.000 Exemplare leben heute in freier Wildbahn. Umso bedeutender ist es, wenn ein verletzter Vogel wieder gesund in die Freiheit entlassen werden kann - ein bewegender Moment für Mensch und Tier gleichermaßen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Die heiligen Kühe der Mafia

Reportage

Im Süden Italiens, in Kalabrien, schmücken sanfte Hügel die Landschaft. Doch die Idylle trügt. Auf den Straßen und Feldern rund um die Gemeinde Cittanova ziehen Hunderte freilaufende Rinder umher. Sie sind ein Relikt aus den Zeiten der großen Mafia-Kriege, Hinterlassenschaften der 'Ndrangheta-Clans. Die Herden der "heiligen Kühe" verursachen schwere Verkehrsunfälle, zerstören Zäune und vernichten die Ernten der Bauern. Und oft werden sie gezielt als Druckmittel zur Einschüchterung eingesetzt. Nur wenige Menschen wagen es, sich dagegen zu wehren. Giuseppe "Peppe" Morabito, Gemeinderat von Cittanova, kämpft schon seit Jahren gegen die Präsenz der Tiere und das Schweigen der Behörden. Nachdem seine Tochter einen schweren Autounfall mit einem Stier hatte, gründete er die Bürgerinitiative "No Bull". Unermüdlich ist er in dem unwegsamen Gebiet unterwegs, um die Bewegung der Herden und die Schäden, die sie verursachen, zu dokumentieren. Sein Ziel: Er will den Staat, der nicht besonders präsent ist, zum Handeln bewegen. Doch Widerstand ist gefährlich, denn die Kühe sind ein Machtsymbol. Das erlebt auch Bruno Bonfà, der als Landwirt Bergamotten anbaut. Die Rinderherden verwüsten immer wieder seine Plantage. Bruno hält das für den gezielten Versuch, ihn von seinem Land zu vertreiben. Denn sein Vater wurde vor Jahren von der Mafia ermordet, und Bruno fragte öffentlich nach den Namen der Mörder. Aufgeben kommt für ihn trotz der immer neuen Attacken nicht in Frage. Genau wie Giuseppe Morabito will er dazu beitragen, dass seine Heimat sich endlich aus dem Griff der organisierten Kriminalität befreit.

Yellowstone - Das Geheimnis der Wölfe 20:15

Yellowstone - Das Geheimnis der Wölfe

Dokumentation

Seit Jahrhunderten jagen und töten Menschen Wölfe. Die Tiere galten als gnadenlose Killer, und in vielen Teilen der Welt wurden sie ausgerottet. Yellowstone, der erste Nationalpark der Welt, war keine Ausnahme. Menschen schufen sich dort das idealisierte Bild eines Naturparadieses. Für Wölfe war darin kein Platz, und 1926 wurden die letzten Wölfe getötet. Statt die perfekte Wildnis zu schaffen, löste der Mensch in Yellowstone jedoch eine Kettenreaktion mit ungeahnten Folgen aus, die das gesamte Ökosystem des Nationalparks aus dem Gleichgewicht brachte. Ohne Wölfe vermehrte sich die Population der Wapiti-Rothirsche explosionsartig. Der Nationalpark versuchte, den Anstieg des Bestands durch gezielte Jagd in den 1960er Jahren zu dezimieren. Der Erfolg war nur von kurzer Dauer. Ohne die Wölfe vermehrten sich die Wapitis erneut sehr schnell. Auch die Öffentlichkeit wandte sich gegen die Tötung der Wapitis. 70 Jahre nachdem die letzten Wölfe durch den Yellowstone-Nationalpark streiften, wurden dort ab 1995 wieder Wölfe angesiedelt - ein weltweit einmaliges Experiment. Für den Yellowstone-Nationalpark erwies es sich als Segen. Die Tiere erfüllten die Erwartungen, die man in sie gesetzt hatte - und veränderten das Ökosystem grundlegend, mit überraschenden Folgen für Tier- und Pflanzenwelt.

The Danish Woman 21:45

The Danish Woman: Die Neue

Drama

Die Dänin Ditte Jensen hat sich in einem unauffälligen Wohnblock im isländischen Reykjavík zur Ruhe gesetzt, um mit ihrer Vergangenheit als Geheimdienstagentin und Elitesoldatin abzuschließen. Doch mit ihrer energischen bis penetranten Art macht sie sich nicht nur Freunde. Und noch etwas ist typisch für Ditte: Probleme muss sie einfach regeln, wo immer sie auftauchen - ungebeten und mit unkonventionellen Mitteln. Mit einer Katze, deren Hinterlassenschaften ihren Gemüsegarten verschmutzen, macht sie kurzen Prozess. Der alleinerziehenden Gulla legt sie einen Masterplan vor, wie ihre drei Kinder in einem gesunden Umfeld mit geregelten Bildschirmzeiten aufwachsen sollen. Als sie die 15-jährige Björk beim Sex im Waschkeller überrascht, nutzt sie die Gelegenheit, um ihr ein paar Tipps in Sachen Lustgewinn und Verhütung zu geben. Auch Nachbar Thorir, der mit seinen ausufernden Partys nachts den ganzen Wohnblock wachhält, bekommt Dittes kompromisslose Art zu spüren.

The Danish Woman 22:35

The Danish Woman: Notfalls mit Gewalt

Drama

Ex-Geheimagentin Ditte hat sich ein neues Ziel gesetzt: die Bildschirmsucht von Gullas Kindern in den Griff zu bekommen. Als Gulla zögert, greift Ditte mit konspirativen Mitteln durch. Die Konsequenzen haben es allerdings in sich ... Auch die Umwelt liegt Ditte am Herzen. Nachbar Magnus mit seinem Geländewagen bekommt ebenso sein Fett weg wie der Gärtner, der eigentlich nur im Auftrag der Hausgemeinschaft den Rasen mäht. Wie zuvor sind ihr die Fähigkeiten, die sie sich als Geheimagentin und Elitesoldatin in Krisengebieten angeeignet hat, eine große Hilfe. Als plötzlich Björk verzweifelt vor ihrer Tür steht, hat Ditte eine weitere Mission: zu verhindern, dass die 15-Jährige mit Nacktfotos erpresst wird. Doch kaum hat sie dieses Problem gelöst, muss sie sich ihre ehemaligen Kollegen vom dänischen Geheimdienst vom Leib halten, die partout mit ihr in Kontakt treten wollen ...

The Danish Woman 23:30

The Danish Woman: Die Schlange

Drama

Ditte engagiert sich vehement für ein umweltbewussteres Verhalten der Hausgemeinschaft. Als ein Gärtner den Rasen vor dem Wohnblock mit einem benzinbetriebenen Rasenmäher bearbeitet, konfrontiert Ditte ihn - ohne Erfolg. Und auch bei den Nachbarn stößt sie kaum auf Resonanz. Unterdessen entdeckt Ditte, dass Ástrídur von ihrem Mann misshandelt wird. Sie verspricht, der verzweifelten Nachbarin zu helfen und "die Schlange zu vertreiben" - sie brauche nur etwas Zeit. Als bei der hochschwangeren Salima plötzlich die Wehen einsetzen, hilft Ditte gemeinsam mit Björk, Maríanna und Maja, das Kind im Treppenhaus zur Welt zu bringen. Im Krankenhaus erleben Salima und ihr Mann Juan nur einen kurzen Moment des Glücks, dann erscheinen zwei Beamte der Einwanderungsbehörde: Das Paar soll abgeschoben werden. Salima hat ihren Pass gefälscht - ohne Juans Wissen. Währenddessen lässt der dänische Geheimdienst nicht locker. Ditte erhält erneut unerwünschten Besuch in ihrer Wohnung, diesmal von ihrem ehemaligen Kollegen Jens. Er hat einen letzten Auftrag für sie: Ditte soll der isländischen Ministerpräsidentin eine Wanze unterjubeln. Sie zögert - und will darüber nachdenken.