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TV Programm für ARTE am 18.10.2026

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ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur

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360° Reportage 19:40

360° Reportage: Im Einsatz für Nepals bedrohte Krokodile

Reportage

Die Bemühungen der einheimischen Bevölkerung, die Überlebenschancen der Gaviale zu erhöhen, sind immens. Vor allem im Frühjahr, wenn eine neue Generation der selten gewordenen Krokodilspezies das Licht der Welt erblicken soll. Im Norden Nepals ragen die Gipfel des Himalayas in die Höhe und ziehen Wanderer und Bergsteiger aus der ganzen Welt an. Weniger bekannt ist Nepals Landschaft im Süden, wo die Berge auslaufen und im Tiefland ein warmes, subtropisches Klima herrscht. Die weite Flusslandschaft des Chitwan-Nationalparks ist ein Paradies für Wildtiere. In den 1970er Jahren wurde die Region um den Fluss Rapti vor allem zum Schutz der dort lebenden Nashörner und Elefanten zum Reservat erklärt. In der Graslandschaft am Flussufer und in den angrenzenden Wäldern ist die Biodiversität hoch. Hier leben über 500 Vogelarten und eine Vielzahl von Säugetieren, Reptilien und Fischen. Zu den seltensten und ungewöhnlichsten Bewohnern gehören die Gaviale. Ende März haben die Muttertiere ihre Eier auf Sandbänken am Fluss vergraben, in jedem Nest bis zu 60 Stück. Wildhüter wie Prakash Basnet kümmern sich darum, dass während der Brutzeit die Eier nicht beschädigt werden. Am Ende der Brutzeit im Mai gräbt das Muttertier seine Eier wieder aus, bis dahin wartet es in der Nähe der Brutstätte. Der Schlupf der Krokodil-Babys könnte jederzeit losgehen. Bei der Kontrolle der Nester bekommt Prakash tatkräftige Unterstützung. Phoebe Griffith aus England ist eine renommierte Reptilienforscherin. Sie hat viele Jahre ihrer Kindheit in Nepal verbracht und für ihre Doktorarbeit über Verbreitung und Bewegungsmuster von Gavialen in Chitwan geforscht. Gemeinsam wollen die engagierten Natur- und Reptilienschützer alles dafür tun, die seltenen und einzigartigen Gaviale vor dem Aussterben zu bewahren.

Interstellar 20:15

Interstellar

Science-Fiction-Film

In einer nahen Zukunft drohen Dürren und Ernteausfälle die Menschheit auszulöschen. Der ehemalige NASA-Pilot Cooper lässt seine Kinder zurück, um mit einem Forschungsteam durch ein Wurmloch nach einer neuen Heimat zu suchen. - Christopher Nolans Science-Fiction-Epos (2014) verbindet ein kosmisches Abenteuer mit einer emotionalen Geschichte über Zeit, Familie und Verlust. Die Erde wird von Ernteausfällen und einer Nahrungskrise heimgesucht. Der ehemalige NASA-Pilot Cooper lebt mit seinen Kindern Murph und Tom auf einer Farm, bis ihn rätselhafte Hinweise zu einer Forschungsstation führen. Dort erfährt er, dass die Menschheit womöglich nur noch eine Chance hat: Durch ein Wurmloch nahe dem Saturn wurden mehrere potenziell bewohnbare Planeten entdeckt. Cooper schließt sich einer Expedition unter der Leitung der Wissenschaftlerin Amelia Brand an und verlässt dafür seine Familie - ohne zu wissen, ob er jemals zurückkehren wird. Auf ihrer Reise geraten die Astronauten in Welten, in denen Gravitation und Zeit völlig anderen Gesetzen folgen ... Christopher Nolan verbindet in "Interstellar" spektakuläre Science-Fiction mit einem Familiendrama über Verantwortung, Verlust und die Grenzen menschlicher Erkenntnis. Matthew McConaughey, Anne Hathaway und Jessica Chastain führen durch eine Geschichte, in der die Rettung der Menschheit untrennbar mit der Bindung zwischen Vater und Tochter zusammenhängt. Für die wissenschaftlichen Grundlagen von "Interstellar" arbeitete Christopher Nolan eng mit dem theoretischen Physiker und späteren Nobelpreisträger Kip Thorne zusammen. Besonders die Darstellung des schwarzen Lochs Gargantua entstand auf Grundlage physikalischer Berechnungen und lieferte sogar Material für wissenschaftliche Veröffentlichungen. Hans Zimmers markante Orgelmusik prägt den Film ebenso wie seine visuellen Effekte, für die "Interstellar" 2015 den Oscar erhielt.

Jessica Chastain - Starke Besetzung 22:55

Jessica Chastain - Starke Besetzung

Künstlerinnenporträt

Was macht Jessica Chastain zu einer der prägendsten Schauspielerinnen ihrer Generation? Die Dokumentation zeichnet ihren Weg anhand unveröffentlichter Archivaufnahmen und exklusiver Interviews nach - unter anderem mit Al Pacino, Liv Ullmann, Marthe Keller, Jeff Nichols und Hagai Levi. Sie zeigt, wie Chastain mit künstlerischer Entschlossenheit und kompromissloser Haltung ihre Karriere gestaltet. Chastain wählt ihre Rollen bewusst so, dass sie sich jeder Festlegung entzieht. Auf die anmutige Mutterfigur in "The Tree of Life" folgt mit "Mama" demonstrativ ein Gegenbild zum traditionellen Mutterideal; auf Independent-Filme lässt sie große Studio- und Genrestoffe folgen. Gerade in dieser Beweglichkeit liegt ihre künstlerische Handschrift. Ihre Rollen spiegeln dabei immer wieder zentrale gesellschaftliche Themen wider: Emanzipation, Machtstrukturen, Ungleichheit und das Recht auf Selbstbestimmung. Von "The Tree of Life" über "Zero Dark Thirty" und "Interstellar" bis zu "Scenes from a Marriage" zieht sich ein roter Faden durch ihr Schaffen: der Anspruch, weibliche Figuren jenseits von Klischees neu zu denken. Mit großer Präzision durchdringt sie ihre Figuren und arbeitet deren Tiefe und innere Widersprüche heraus. Die Dokumentation gewährt intime Einblicke in Chastains Schaffensprozess, in dem jede berufliche Entscheidung zugleich ein politisches Bekenntnis ist.

Der Krieg der Welten 23:50

Der Krieg der Welten: Klassiker der Science-Fiction

Literatur

Mit dem Roman "Der Krieg der Welten" revolutionierte der Schriftsteller, Wissenschaftler und Politiker H. G. Wells 1898 die Literatur und legte den Grundstein für die moderne Science-Fiction. An der Schwelle zum 20. Jahrhundert, das den Aufstieg von Industriegesellschaft, Wissenschaft und Technologie mit sich bringen sollte, schuf er ein neues Genre, um Kritik an den gesellschaftlichen Entwicklungen und am technischen Fortschritt zu üben. George Orwell sagte über Wells, kein moderner Schriftsteller habe seine Zeitgenossen so tiefgreifend beeinflusst, wie er. Der Roman schlug ein wie eine Bombe: Die Vorstellung vom feindseligen Marsmenschen verbreitete sich wie ein Lauffeuer. "Der Krieg der Welten" thematisiert dabei die Angst, von unbekannten Mächten vernichtet zu werden, gegen die man nichts ausrichten kann. Die Handlung spielt auf dem Höhepunkt des westlichen Imperialismus, als die europäischen Mächte dank ihrer militärischen Übermacht den Großteil der Welt unter sich aufgeteilt hatten. Wells nahm sich etwas für damalige Verhältnisse Ungeheuerliches heraus und vertauschte die Rollen: Nun war es an der westlichen Zivilisation, von gnadenlosen Monstern überfallen und wie eine minderwertige Spezies behandelt zu werden. Damit war der Autor seiner Zeit weit voraus. Wells' Werk wurde zahlreich adaptiert, je nach Zeitgeist und aktueller Bedrohung: bei Orson Welles war es der Aufstieg des Faschismus, bei Byron Askin der Kalte Krieg, bei Steven Spielberg der Terrorismus, bei Tim Burton der US-amerikanische Imperialismus und bei jüngeren Umsetzungen die ökologische Katastrophe.