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TV Programm für ARTE am 12.05.2026

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Re: 19:40

Re:: Prags vietnamesische Community startet durch

Reportage

Die vietnamesische Community in Tschechien ist die viertgrößte Minderheit des Landes. Sie blieb mehrere Jahrzehnte weitgehend unter sich. Die zweite Generation der vietnamesisch-stämmigen Vertragsarbeiter öffnet sich und ihre Kultur zunehmend. Am Marktgelände Sapa, dem Geschäfts- und Kulturzentrum der vietnamesischen Community am Rande von Prag, wird das sichtbar. Auf 35 Hektar finden sich dort vietnamesische Restaurants, Supermärkte und ein Kindergarten. Gemeinsam mit anderen Tschecho-Vietnamesen ihrer Generation veranstalten der 27-jährige Duc Anh Le und der 35-jährige Manh Tung Nguyen Führungen über das Marktgelände, um den Tschechen ihre Lebensweise und Kultur näherzubringen. Dabei kennen viele der Jüngeren die vietnamesischen Traditionen und auch die Sprache selbst nicht mehr so genau. Oft bestehen deshalb Sprachbarrieren zwischen Eltern und Kindern. Duc etwa hat erst zu seinen vietnamesischen Wurzeln gefunden, als seine Eltern ihn nach Sapa mitnahmen. Auch Tung war früh mit seiner Identität als Tschecho-Vietnamese konfrontiert: In seiner Kindheit war er rassistischen Anfeindungen ausgesetzt. Heute führt er mehrere Firmen in Sapa, während Duc für ein großes Finanzunternehmen arbeitet. Ihren Aufstieg haben sich beide hart erarbeitet, und engagieren sich noch zusätzlich für ihre Gemeinschaft. Sie sind Mitbegründer des Kultur-Vereins Viet Up, der im Herbst das "Bananen-Fest" im Zentrum von Prag veranstaltet, um Tschechen die vietnamesische Kultur zu zeigen.

Danach

Die Geschichte Chinas 20:15

Die Geschichte Chinas: Fall einer Dynastie

Geschichte

Mehr als 2.000 Jahre lang wähnte sich China im Zentrum der Welt, ohne ernstzunehmende Gegner und hermetisch abgeriegelt von Fremden, die allesamt als unbedeutende Barbaren galten. Doch im 19. Jahrhundert sah sich das Reich der Mitte mit der geballten Macht Europas konfrontiert. Ein brutaler Schock, der das Land fast vernichtet hätte. Aber China gab sich nicht geschlagen, sondern interessierte sich zunehmend für neue Ideen aus aller Welt - aus Russland, Deutschland, Japan und den USA - und machte sie sich zunutze. Von den luxuriösen Kaiserpalästen bis zu den überfüllten Straßen Pekings, von durch Krieg und Hungersnot verwüsteten Landstrichen bis zu den Kreisen der im Exil lebenden chinesischen Intellektuellen erfanden außergewöhnliche Frauen und Männer das Land neu. Wie wurde China in anderthalb Jahrhunderten wieder zu dem, was es zwei Jahrtausende lang war: eine führende Weltmacht? Die dreiteilige Dokumentation sucht nach Antworten. Die erste Folge beginnt in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als China angegriffen wird und begreift, dass es sich verändern muss, um nicht unterzugehen. Rebellenführer, Mandarine und mächtige Frauen kämpfen im Namen von Idealen, die uns heute widersprüchlich erscheinen, und verbinden dabei Anschauungen aus der chinesischen Tradition mit Elementen des Christentums, des Nationalismus und des Feminismus. In diesem halben Jahrhundert steht das Land am Rande des Abgrunds und sucht nach einem Weg zu überleben. Ohne seine Identität preiszugeben, passt es sich der neuen Lage an.

Die Geschichte Chinas 21:10

Die Geschichte Chinas: Zerrissenes Land

Geschichte

Diese Folge der Dokumentationsreihe thematisiert einen entscheidenden Moment in der chinesischen Geschichte: Von den westlichen Staaten umworben und von Japan bedroht, muss China sich zwischen liberaler Demokratie, Konfuzianismus und Kommunismus entscheiden. Der Konflikt zwischen zwei unerbittlichen Rivalen gefährdet das Erbe von Sun Yat-sen: Ein Kampf auf Leben und Tod entscheidet über die Zukunft Chinas zwischen Mao Zedongs aufsteigendem Kommunismus und der nationalistischen Bewegung unter Chiang Kai-shek.

Die Geschichte Chinas 22:05

Die Geschichte Chinas: Made in China

Geschichte

In dieser Folge geht es um die Ideale und den Terror der Kulturrevolution, die Millionen Opfer fordert. Auch im Westen begeisterte Maos "kleines rotes Buch" zunächst viele. Später etabliert sich China zunehmend als wirtschaftliche Großmacht. Mit dem Beitritt zur Welthandelsorganisation entstehen hohe Erwartungen. Maoistinnen und Maoisten aus Afrika, Amerika und Europa sowie Politikerinnen und Politiker, Staatsmänner und Geschäftsleute berichten aus ihrer Sicht über dieses Kapitel der chinesischen Geschichte. Es ist der Weg eines Landes zwischen kapitalistischer Marktwirtschaft und chinesischem Sozialismus - bei anhaltenden, flächendeckenden Menschenrechtsverletzungen.

Stille Invasion: Chinas Balkan-Strategie 23:00

Stille Invasion: Chinas Balkan-Strategie

Dokumentation

China verfolgt auf dem Balkan eine besondere Geostrategie. Anhand von Investitionen und Infrastrukturprojekten in Serbien und Montenegro analysiert die Dokumentation, wie China diese Länder an sich bindet. Eine Abhängigkeit zu einem hohen Preis - für sein Engagement erwartet China im Gegenzug politische Solidarität. Wenn es etwa bei den UN um Menschenrechtsfragen geht, steht Serbien stets auf Chinas Seite. "Stille Invasion" zeigt, wie geheime Verträge chinesischer Staatsunternehmen mit den Westbalkan-Ländern die lokale Zivilgesellschaft von der Teilhabe ausschließen. Doch die Bürger werden aktiv: Beim Bau der größten Reifenfabrik Europas durch den chinesischen Linglong-Konzern sind es journalistische Recherchen, die die Ausbeutung von Arbeitern aufdecken. Bei der Übernahme der Kupfermine in Bor durch den chinesischen Zijin-Konzern machen Journalisten und Experten die entstandene Luftverschmutzung öffentlich. Kritiker der zuständigen staatlichen Behörde werden daraufhin von der Regierung zum Schweigen gebracht. Als in Belgrad - trotz einer der niedrigsten Kriminalitätsraten Europas - flächendeckend Überwachungskameras von Huawei installiert werden, machen Belgrader Aktivisten auf den stillen Pakt zwischen ihrer Regierung und China aufmerksam. Die Dokumentation untersucht, wie rücksichtslos durchgeführte Großprojekte die Umwelt gnadenlos zerstören und wie Chinas "Stille Invasion" den autoritären Charakter der Westbalkanstaaten festigt, indem sie bewusst die Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit verletzt.

Tracks East 23:55

Tracks East: Einsamkeit - Die stille Krise

Reportagereihe

Noch nie waren junge Menschen so vernetzt und trotzdem fühlen sie sich so allein. Studien zeigen: Besonders die Generation Z leidet unter Einsamkeit. Politische Krisen, wirtschaftliche Unsicherheit und digitale Lebenswelten verändern Beziehungen und Gemeinschaft. Ist Einsamkeit ein individuelles Problem - oder ein Symptom unserer Gesellschaft? In Peking begleitet Tracks East die junge Sozialpädagogin Qingye, die sich einer ungewöhnlichen Herausforderung stellt: 100 Begegnungen mit sogenannten Dazi - Freizeitpartnern für einzelne Aktivitäten. Auf Deutsch heißt Dazi in Partner oder Begleiter. Wer im hektischen Alltag in China keine Zeit findet, Freundschaften zu pflegen, kann so auf ganz pragmatische Weise Kontakte knüpfen. Ohne Verpflichtungen, ohne Druck. In Ost- und Südosteuropa sind mehr junge Menschen von Einsamkeit betroffen als im Westen. Warum macht sich dieses Gefühl breit? Darüber sprechen der Musikproduzent Robert und die Künstlerin Beatrice. Unter dem Namen Trinkova entwirft sie Kleidung und Accessoires mit bitter-ironischen Botschaften wie "Alles ist wunderbar und niemand ist glücklich". Die Warschauer Partyreihe Niedzielni (Sonntag) möchte ein Gegenmittel gegen die Vereinsamung sein. Die Idee ist simpel: Tanzen am Sonntagmorgen, Sonnenlicht statt Clubmuff, Kaffee statt Exzess. Kein Dresscode, kein Eintritt. Die Macher Damian und Miki wollen einen barrierearmen Raum schaffen, in dem sich leicht neue Kontakte knüpfen lassen.