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TV Programm für ARTE am 15.09.2026

Jetzt

Tax me (if you can!) 20:15

Tax me (if you can!): Die Steuertricks der Superreichen

Dokumentation

Die Superreichen stehen im Visier von Politik und Öffentlichkeit. In Kanada, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Deutschland wird über Reichensteuern diskutiert. Dabei stellt sich überall dasselbe heraus: Die Vermögendsten zahlen nicht ihren gerechten Anteil. Sie senken seit rund 40 Jahren Schritt für Schritt ihre Steuern und machen sich alle Lücken im System zunutze. Überdies etablierten sie ein Narrativ, demzufolge eine Reichensteuer eine Gefahr für die Wirtschaft darstelle - eine Theorie, die in den USA unter Präsident Ronald Reagan entstand und seitdem von Politikern, Politikerinnen und Medienhäusern im Besitz von Milliardären verbreitet wird. Das Ergebnis: Innerhalb von 20 Jahren versechsfachte sich das Vermögen der Superreichen, während ihr Steuersatz gleichzeitig in den Keller ging. Damit stellt sich heute zwangsläufig die Frage: Wer kontrolliert die Einhaltung der Spielregeln?

Danach

Tax me (if you can!) 21:00

Tax me (if you can!): Millionäre kämpfen für Gerechtigkeit

Dokumentation

Wer kämpft für mehr Steuergerechtigkeit? Der Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Zucman ist der Held einer Bewegung, die in den USA ihren Anfang nahm. Einige Millionäre schlossen sich ihm an, um Staaten und Institutionen von der Notwendigkeit einer Reform für die Besteuerung der Superreichen zu überzeugen. Davon erzählt der zweite Teil der Dokumentation "Tax me (if you can!)". [Lang] Die Superreichen stehen im Visier von Politik und Öffentlichkeit. In Kanada, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Deutschland wird über Reichensteuern diskutiert. Der zweite Teil der Dokumentation "Tax me (if you can!)" blickt auf eine neue Steuergerechtigkeitsbewegung. Sie besteht einerseits aus Wirtschaftswissenschaftlern um den Franzosen Gabriel Zucman, der ein neues Steuerkonzept für Superreiche entwickelte. Andererseits gehören ihr auch politisch engagierte Millionäre, wie die US-Amerikanerin Abigail Disney, die Österreicherin Marlene Engelhorn und der Franzose Guillaume Rambourg, an. Ihr Anliegen: Sie fordern höhere Steuern, um einen gerechten Beitrag zum Gemeinwesen zu leisten. Vom G20-Gipfeltreffen über die Europäische Kommission und die französische Nationalversammlung bis zum US-Senat mischen sich diese "Steuerrebellen" in die öffentlichen Debatten ein. Ihr Slogan ist so einfach wie unmissverständlich: "Tax us now!".

Libanon, der Jahrhundertraub 21:50

Libanon, der Jahrhundertraub

Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilm erzählt von der Beschlagnahme eines Landes, das einst zu den fortschrittlichsten Nationen des Nahen Ostens gehörte: Seit den 1970er und 80er Jahren wird der Libanon von einer Kaste aus Finanzhaien und ehemaligen Milizionären beherrscht, die nach dem Bürgerkrieg ihre Feindschaft begruben und sich den Reichtum des Landes aufteilten. Ihr politisches Programm besteht daraus, die religiösen Gemeinschaften gegeneinander auszuspielen. Zum Vorteil gereicht ihnen auch die geopolitische Lage des winzigen Staates: Eingezwängt zwischen Israel und Syrien wird er immer wieder zum Spielball der Nahost-Interessen Frankreichs, der USA, Saudi-Arabiens und des Iran. Heute steht der Libanon vor dem Aus. Grundnahrungsmittel sind unbezahlbar geworden, drei Viertel der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, das Bankensystem liegt brach. Vielen Jüngeren bleibt nur noch der Weg ins Exil, um ihre Familien dann aus dem Ausland zu unterstützen. Wie kam es zu diesem Niedergang? Wie konnten die Banken über 30 Jahre lang die Warlords mit den Ersparnissen der libanesischen Mittelschicht mästen? Und warum sind sie noch an der Macht? Im Oktober 2019 sind eine Million Libanesen auf die Straße gegangen, um die Regierung zum Rücktritt zu zwingen. Junge Schiiten, Christen, Drusen und Sunniten marschieren Seite an Seite. Wochenlang erlebte das Land eine Welle der Zuversicht. Doch die alten Kriegsherren verschanzten sich in ihren Palästen, bis die Bewegung verpuffte. Die gestrigen Feinde halten zusammen, wenn es gilt, ihre Privilegien und ihre immenses, durch die Abzweigung von Entwicklungshilfe gescheffeltes Vermögen zu schützen.

Libanon: Anatomie eines Krieges 23:30

Libanon: Anatomie eines Krieges

Dokumentation

Die Militäroffensive, die Israel im September 2024 gegen die Hisbollah im Libanon startete, wurde mit dem Ziel der "Enthauptung" der schiitischen Miliz erklärt. Die Hisbollah hatte zuvor, nur einen Tag nach dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023, ihre Unterstützung der Hamas bekundet. Der Krieg begann mit dem Einsatz von Präzisionsraketen und sogenannten bunkerbrechenden Bomben, die ganze Wohnhäuser zerstören können. Im Südlibanon ging die israelische Militäroffensive am Boden weiter: Mit dem Ziel der Vernichtung von Waffenverstecken und Tunneln der Hisbollah zerstörten israelische Streitkräfte ganze Dörfer. Diese Strategie wurde bereits im vorherigen Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Jahr 2006 angewandt. Damals hatten die Israelis einen Teil des im Süden von Beirut gelegenen Vororts Dahieh zerstört, einer Hochburg der Hisbollah. Obwohl diese sogenannte Dahieh-Doktrin gegen das Kriegsrecht verstößt, wendete Israel sie wieder an. Über den militärischen Sieg hinaus beleuchtet der Dokumentarfilm die Folgen dieser "Strategie der verbrannten Erde", die das Risiko birgt, dass die nächste Generation wieder zu den Waffen greift. Während Israel auf sein Recht auf Selbstverteidigung besteht, wird die Frage nach der Missachtung humanitärer Standards durch die israelische Armee immer lauter. Anhand von Berichten betroffener Libanesen und Israelis beiderseits der Grenze sowie Einschätzungen von Kriegsrechtsexperten analysiert der Film die Strategie der israelischen Armee.