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TV Programm für ARTE am 16.06.2026

Können Hunde sprechen? 05:05

Können Hunde sprechen?

Dokumentation

Die Dokumentation "Können Hunde sprechen?" geht der Frage nach, wie vielschichtig die Kommunikation zwischen Haustieren und ihren Besitzern sein kann. Im Mittelpunkt steht ein neuer Trend, bei dem Hunde mithilfe eines Soundboards mit ihren Menschen in Austausch treten und so "sprechen". Social-Media-Hype oder Revolution in der Beziehung zwischen Mensch und Tier? Um dies herauszufinden, haben Forschende der University of California in San Diego eine breit angelegte Studie gestartet. Sie sammeln und analysieren Daten von Hundebesitzern aus 47 Ländern, um zu verstehen, wie die Vierbeiner Emotionen, Bedürfnisse und Umweltwahrnehmungen ausdrücken. Die Ergebnisse könnten tiefgreifende Veränderungen über gängige Vorstellungen von Intelligenz und Kommunikationsfähigkeiten von Tieren mit sich bringen. Manche Hunde beherrschen nachweislich Hunderte von Wörtern und interpretieren menschliche Körpersprache präziser als Schimpansen. Noch faszinierender ist, dass ihre Gehirne offenbar ähnlich wie beim Menschen Sprache in neuronalen Netzwerken verarbeiten und so Wortbedeutungen bildhaft erfassen. Sollten Hunde in der Lage sein, nicht nur ihre Bedürfnisse, sondern sogar abstrakte Konzepte sprachlich zu vermitteln? Mensch und Hund sind seit Jahrtausenden ein unzertrennliches Team - hat sich dadurch auch die Kommunikationsfähigkeit der Fellnasen weiterentwickelt? Die Wissenschaft ist davon nicht uneingeschränkt überzeugt. Vergangene Bemühungen, Tieren das Sprechen beizubringen, waren stets sehr umstritten. Viele sehen darin nur antrainiertes Verhalten. Doch können die Sprachbuttons möglicherweise den Weg zu einer tieferen Beziehung zwischen Zwei- und Vierbeinern ebnen?

GEO Reportage 06:00

GEO Reportage: Dolomiten: Die Bergführer von San Martino

Reportage

Es ist die Geschichte des berühmtesten und ältesten Bergsteigervereins der Dolomiten: Aquile di San Martino ("Adler von San Martino"). Ihren Namen bekam die Truppe einst für ihre außergewöhnliche Tapferkeit, ihren Mut und ihren großen Respekt vor den Bergen. Die Zuschauer lernen zwei Bergführer der Truppe kennen: Rocco, den ältesten und erfahrensten aktiven "Adler", und den jungen Livio, der in seiner letzten Phase der Bergführerausbildung ist und in einer Expedition, zusammen mit Rocco, diese letzte Hürde nimmt, bevor er auch ein "Adler" wird. Während einer herausfordernden Expedition an einer Extremwand des Gebirgszuges Pale di San Martino muss Rocco seine Kunden (die bereits gute Kletterer sind) die Wand hinaufführen und beschützen. Gleichzeitig muss Livio diese Expedition als letzten Test absolvieren, bevor er sich den Adlern von San Martino anschließt. Werden sie es alle schaffen?

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Neapel: Sartù di riso

Essen und Trinken

(1): Sartù di riso, Neapels Antwort auf Risotto (2): Nostalgiegeschmack: Erminia, eine Neapolitanerin im Burgund (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:25

Stadt Land Kunst: Dédé Saint-Prix' Martinique / Kasachstan / Bayern

Magazin

(1): Dédé Saint-Prix, der Barde von Martinique (2): Kasachstan: Viel besungenes Nomadenleben (3): Bretagne: Jakobsmuscheln und Andouille von Sandrine (4): Bayern: Die Abtei der Überlebenden

Stadt Land Kunst 08:10

Stadt Land Kunst: Nìkos Kokàntzis' Thessaloniki / Québec / Rom

Magazin

(1): Thessaloniki: Nìkos Kokàntzis' verlorene Liebe (2): Québec: Eishockey - König des Sports (3): Guatemala: Nohelias Festtagsragout (4): Rom: Zeit, halte inne!

Italien und der Schwarze Tod 08:55

Italien und der Schwarze Tod

Dokumentation

Siena im 14. Jahrhundert: eine aufblühende Metropole, die an wichtigen Handelsstraßen nach Mitteleuropa sowie am Pilgerweg nach Rom liegt. Die Stadt wird von einer bürgerlichen Regierung beherrscht. Ihre Bürger können voller Hoffnung in die Zukunft blicken - bis plötzlich die Pest ausbricht, der 30 bis 60 Prozent der Bevölkerung zum Opfer fallen, Schätzungen variieren. Diese Menschheitsseuche zeitigt große Verwerfungen in der Gesellschaft, denn der Schwarze Tod lässt viele Menschen verzweifeln. Städte werden entvölkert, jeder beargwöhnt jeden, ob von ihm eine tödliche Gefahr ausgeht. Kinder meiden ihre Eltern. Ganze Dörfer werden aufgegeben, und weite Landstriche werden - mangels Menschen, die sie bebauen - wieder zu wilder Natur. Der Meister gibt sein Wissen nicht mehr an den Lehrling weiter, der Erfahrungsschatz von Jahrhunderten geht verloren. Die soziale Ordnung bricht zusammen. Weniges bleibt, wie es war, nachdem Yersinia Pestis seinen Totentanz in Europa beendet hat. Mit der Chronik des Schuhmachers Agnolo di Tura liegt das Zeugnis eines Sienesen vor, der die Geschehnisse beim Ausbruch und Verlauf der Pest beobachten konnte und sie eindrücklich in seinem Tagebuch festgehalten hat. Schon Zeitgenossen di Turas fragten sich, woher diese Geißel Gottes wohl kam. Lange war der Ursprung unbekannt. Doch nun wurde in Skelettresten aus längst vergessenen Gräbern in Kirgisistan die DNA der frühesten nachgewiesenen Pesterreger gefunden - des Erregers, der jahrhundertelang Europa in Angst und Schrecken versetzte.

Zurück zu den Wurzeln - Alte Nutztierrassen in Italien 10:25

Zurück zu den Wurzeln - Alte Nutztierrassen in Italien

Dokumentation

Rémi Dupouy züchtet eine besondere, ursprüngliche Rasse von Herdenschutzhunden. Außerdem widmet er sich der Erhaltung alter Nutztierrassen. Zu seinen weiteren Schützlingen zählen Schafe aus der französischen Region Landes sowie Pyrenäenziegen und Bresse-Gauloise-Hühner. Der junge Landwirt hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie gesund zu halten und zu züchten, damit diese Tiere, die perfekt an die Lebensräume im Südwesten Frankreichs angepasst sind, nicht aussterben. Rémi ist überzeugt, dass die Tierhaltung der Zukunft auf der Nutzung alter Freilandrassen beruht. Er macht sich auf eine Reise durch Süditalien, wo bis heute bestimmte traditionelle Rassen von Ziegen, Schweinen, Hofhunden und Kühen in Einklang mit der Natur gezüchtet werden. Sein Weg führt ihn von Kalabrien bis in die Abruzzen. In der Abgeschiedenheit der kalabrischen Bergwelt lernt Rémi bei der Züchterin Carolina die Aspromonte-Ziege kennen, eine alte Rasse, die praktisch frei weidet und dazu beiträgt, offene Landschaften zu erhalten, die für die Artenvielfalt unverzichtbar sind. Unterwegs macht Rémi Halt bei Filippo, einem Züchter, dem es gelungen ist, eine Hunderasse vor dem Aussterben zu bewahren: den Pastore Calabrese. Der Herdenschutzhund ist perfekt an das zerklüftete Gelände angepasst und spielt eine entscheidende Rolle im Zusammenleben mit Raubtieren wie dem Wolf. In den Abruzzen begleitet Rémi Federico und seine Podolica-Kühe beim Almabtrieb. Die Wanderweidewirtschaft stärkt das Band zwischen den Menschen und ihrer Heimat und ermöglicht es den Tieren, im Freien zu leben, fernab von den Zwängen der Massentierhaltung. Im Nationalpark Circeo bewundert Rémi Büffel, die es sich im Wasser der Sümpfe gut gehen lassen. Stefano und Adamo, zwei engagierte Züchter, stellen aus ihrer Milch Mozzarella her und haben dabei stets das Tierwohl im Blick. Mit atemberaubenden Landschaften und authentischen Begegnungen verleiht der Film unserer Beziehung zu Natur und Tieren neuen Sinn und lässt uns über die Landwirtschaft von morgen nachdenken.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Südkorea: Bibimbap

Essen und Trinken

(1): Bibimbap, Koreas feurig-frische Kult-Bowl (2): Nostalgiegeschmack: Myong-Sook, eine Koreanerin in Hamburg (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Charlotte Perriands Alpen / Patagonien / Schottland

Magazin

(1): Charlotte Perriands Hommage an die Alpen (2): Patagonien: Das Feuerland der Yagán (3): Philippinen: Landos gefüllte Frösche (4): Der schottische Ölkönig

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Glauber Rochas Sertão / Vogesen / China

Magazin

(1): Glauber Rocha: Der aufrührerische Filmemacher des Sertão (2): Vogesen: Würzig, würziger, Munsterkäse (3): Neuseeland: Delilahs Pavlova (4): China: Kulturelle Nostalgie

Ritter der Nacht 14:00

Ritter der Nacht

Abenteuerfilm

Frankreich, 1701: Ludwig XIV. liebt es, Ehen zu stiften. So soll eine seiner Nichten an Herzog Philippe verheiratet werden. Doch dieser ist schon mit Isabelle verheiratet - heimlich, weil ihr Vater mit dem Geschlecht Philippes verfeindet ist. - Ganz auf Jean Marais in der Titelrolle zugeschnitten, fasziniert der César- und Bambi-Preisträger als Abenteurer und charmanter Edelmann. Anfang des 18. Jahrhunderts will Prinz Philippe de Gonzague seinen Cousin Philippe de Nevers und dessen einjährige Tochter töten lassen. Auf diese Weise möchte er an das Geld und die attraktive Frau des Cousins - Isabelle de Caylus - herankommen und als dessen gesetzlicher Erbe zum mächtigsten Edelmann des Landes nach dem König aufsteigen. Trotz einiger Hindernisse gelingt der schändliche Plan und Prinz Philippe nimmt Isabelle zur Frau. Jedoch konnte der getötete Cousin seine kleine Tochter Aurore noch rechtzeitig in die Obhut des Edelmanns Henri de Lagardère und dessen Dieners Passepoil geben. Auf der Flucht vor den mörderischen Häschern landen die drei in Spanien, wo Aurore unter der liebevollen Fürsorge der beiden Männer aufwächst. Erst als Aurore zu einer jungen Frau herangewachsen ist, kehren die Flüchtigen wieder nach Paris zurück. Denn Gonzague hat einen Familienrat einberufen, der Aurore durch gekaufte Zeugen für tot erklären lassen soll. Unter Mithilfe Lagardères wird ein Plan auf die Beine gestellt, der Philippe de Gonzague schlecht bekommen soll. Denn seine mörderische Tat ist noch ungesühnt ...

Laurel & Hardy - Fliegende Teufelsbrüder 15:45

Laurel & Hardy - Fliegende Teufelsbrüder

Komödie

Beim Urlaub in Paris mit seinem Freund Stan verliebt sich Ollie Hals über Kopf in die hübsche Georgette. Als diese ihm jedoch die kalte Schulter zeigt, will Ollie sich mit einem Sprung in die Seine das Leben nehmen. Aufgehalten von einem Offizier, heuern Ollie und Stan bei der Fremdenlegion an, um diese unglückliche Liebe zu vergessen ... - Klassiker (1939) mit Laurel & Hardy. Am Ende ihres Paris-Urlaubs verrät Ollie seinem Freund Stan, dass er Frankreich nicht verlassen könne, da er sich unsterblich in Georgette verliebt habe, die schöne Tochter des Wirts. Doch Ollies Versuch, um die Hand der jungen Frau anzuhalten, geht nach hinten los. Georgette weist Ollie hart ab, woraufhin dieser beschließt, in die Seine zu springen und seinem Leben ein Ende zu setzen. Im Angesicht des Todes äußert Ollie noch seinen letzten Wunsch, als Pferd wiedergeboren zu werden. Doch gerade als er zur Tat schreiten will, überzeugt ein vorbeieilender Offizier den Lebensmüden von der Sinnlosigkeit seines Vorhabens und schlägt den beiden Männern vor, sich der Fremdenlegion anzuschließen. Nicht ahnend, dass es sich bei dem Offizier um Georgettes Verlobten handelt, verwirft Ollie seinen Plan und die beiden Freunde willigen schließlich ein. Als Soldaten erweisen sie sich dann aber als derart unfähig, dass die Lage immer weiter eskaliert ... Der Film greift mit urkomischem Witz die bittere Realität der 1930er Jahre auf und macht den militärischen Drill der Zeit zur Zielscheibe des Humors.

Das Ei 17:05

Das Ei: Aufbruch ins Leben

Tiere

Eier sind ein wahres Wunder der Natur. Wer war zuerst da? Das Huhn oder das Ei? Die Antwort ist klar: das Ei! Vor mehr als 300 Millionen Jahren hat es sich entwickelt. Eier gibt es in nahezu allen Größen, Farben und Formen. Vögel, Fische, Amphibien oder Insekten - jedes Tier hat die Eier dem eigenen Lebensraum angepasst. Denn jede Spezies verfolgt seine eigene Strategie des Überlebens, und entsprechend viele Varianten des Eis gibt es. Die Hülle des Eis bietet die perfekten Bedingungen, um das neue Leben in ihm zu ernähren und vor der Außenwelt zu schützen. 99 Prozent aller Tierarten legen Eier, wie etwa der Marienkäfer, der Hering, der Basstölpel oder die Sumpfschildkröte. Es gibt kaum ein Gebiet auf der Welt, in dem das Ei nicht für das Überleben seiner Art sorgt. Egal ob in der Nordsee, auf den schroffen Steilküsten der Färöer, in der Auenlandschaft des Nationalparks Donau-Auen in Österreich oder in der Trockensavanne Kalahari in Namibia. Im Gegensatz dazu bietet der Bauernhof den Hühnern einen geschützten Lebensraum. Doch auch hier ist das Ei begehrte Beute. Das Hühnerei ist mit Sicherheit das bekannteste Ei der Welt. Aber nur wenige wissen, mit welchem Kraftakt sich das Küken durch die Schale ins Leben kämpft. Die Dokumentation rückt das Ei ins Rampenlicht und zeigt, dass kein Ei dem anderen gleicht.

Dummes Huhn? Keineswegs! 17:50

Dummes Huhn? Keineswegs!

Dokumentation

Auf der Erde gibt es fast dreimal so viele Hühner wie Menschen - und doch zählt der wohl bekannteste Vogel der Welt zugleich zu den rätselhaftesten. Hühner verfügen über eine erstaunliche Intelligenz, außergewöhnliche Sinnesleistungen und ein Sozialleben, das die dramatischsten Realityshows in den Schatten stellt. Die Dokumentation zeigt Haushühner, die beeindruckende Fähigkeiten aufweisen: ein scharfes Sehvermögen bei der Futtersuche oder beim Erspähen von Fressfeinden ebenso wie einen ausgeprägten Kampfgeist, wenn es um die Rangordnung im Hühnerstall geht. Doch selbst auf dem Bauernhof lauern ihnen Gefahren. Räuber wie Nattern, Rotschwanzbussarde oder Wiesel sind stets auf der Suche nach leichter Beute. In Minnesota versucht Landwirt Reginaldo Haslett-Marroquin, seine Hühner trotz aller Bedrohungen unter möglichst natürlichen Bedingungen zu halten. Auf seiner Farm ahmt er die ursprünglichen Lebensräume der Tiere im Dschungel nach. In Key West, Florida, zeigen verwilderte Hühner, dass sie auch ohne den Schutz eines Bauernhofs überleben können: Dort bewegen sie sich frei auf den Straßen und gehören längst zum Stadtbild. Einige Hennen beweisen außerdem, dass sie alles andere als ein "Vogelhirn" besitzen. Sie lernen, Formen und Farben zu unterscheiden - eine Gedächtnisleistung, die ihnen sogar einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde eingebracht hat. Der Wissenschaftler Dr. Suresh Neethirajan von der Dalhousie University nutzt KI, um die "Sprache" der Hühner zu analysieren. In Deutschland untersuchen Forschende mit Spiegeltests, ob Hühner sich selbst erkennen können - was auf ein mögliches Ichbewusstsein hindeuten würde. Im Vereinigten Königreich widmet sich der Paläontologe Dr. Michael Benton einer der ältesten Fragen der Menschheit: "Was war zuerst da - das Huhn oder das Ei?" Und in Frankreich, wo der Hahn als inoffizielles Nationalsymbol gilt, arbeitet Bruno Lomenède daran, bedrohte Rassen wie das Crève-Coeur-Huhn vor dem Aussterben zu bewahren. Die Erhaltung ihrer genetischen Vielfalt könnte für die Zukunft der Hühnerpopulationen weltweit entscheidend sein. Die Schönheit und Vielfalt dieser Tiere zeigt sich schließlich auf einer "Feder-Modenschau". Heute gibt es zahlreiche Hühnerrassen, die vermutlich alle auf das ursprünglich in Süd- und Südostasien lebende Bankivahuhn zurückgehen. Dieses wurde vor einigen Tausend Jahren domestiziert. Seitdem leben die Hühner an der Seite des Menschen - oft missverstanden und unterschätzt.

In der Klemme? 18:30

In der Klemme?: Hitzestress in den Calanques von Marseille

Dokumentation

Die Calanques sind eine karge, felsige Region an der französischen Mittelmeerküste. Über die Jahrtausende haben sich Pflanzen und Tiere an die harten Lebensbedingungen angepasst, die der heftige Mistral und die Trockenheit mit sich bringen. Doch wehe, der Wind legt sich. Dann kommt es binnen weniger Wochen zu einer außergewöhnlichen Hitzewelle. An Land beschleunigt die Hitze die biologischen Kreisläufe, bringt die seit Urzeiten bestehende Synchronisierung von Pflanzen und Insekten durcheinander, gefährdet endemische Amphibien- und Pflanzenarten und begünstigt im Gegenzug Arten aus trockeneren Klimazonen. In der Garrigue wird das Ringen um Wasser überlebenswichtig: Manche Pflanzen opfern ihre Blätter, andere profitieren von Hitze und Feuer. Invasive Arten gewinnen zusehends an Boden. Auch das Mittelmeer erwärmt sich. Die vom Wind verursachte Durchmischung der Wasserschichten bleibt aus, Nährstoffe aus der Tiefe gelangen nicht mehr nach oben, das Plankton vermehrt sich nicht mehr. Die Folgen für bestimmte Organismen sind dramatisch: Es kommt zu einem Massensterben von Korallen, die Nahrungsquellen werden ausgedünnt, und die Seevögel müssen immer weiter hinausfliegen, um Nahrung für ihre Küken zu finden. Doch einige Arten trotzen dem Temperaturchaos durch eine unerwartete Anpassungsfähigkeit. Die Dokumentation erzählt vom Überlebenskampf dieser Lebewesen, die während der Hitzewelle in der Klemme sitzen. Sie zeigt aber auch, wie sich zwischen stillem Niedergang und ungeahntem Widerstand ein neues Gleichgewicht des Lebens herausbildet.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Re: 19:40

Re:: Nationalparks, Brandherde und Naturparadiese?

Reportage

Forciert durch den Klimawandel geraten Nationalparks in Europa unter Druck. Längere Trockenperioden, steigende Temperaturen und immer heftigere Waldbrände verschärfen einen grundlegenden Konflikt: Schützen Nationalparks die Natur - oder gefährden sie auch die Menschen, die in und mit ihr leben? Die Reportage führt in das deutsch-tschechische Grenzgebiet. Dort spitzt sich der Konflikt in den benachbarten Nationalparks Sächsische und Böhmische Schweiz zu. Im tschechischen Grenzort Mezná trifft "Re:" das Ehepaar Hrdlicka, dessen Haus 2022 durch einen großen Waldbrand zerstört wurde. Verlust, Angst und Wut prägen ihren Blick auf den Nationalpark. Für sie ist klar: Zu wenig Brandvorsorge und große Mengen abgestorbenen Holzes haben das Feuer begünstigt. Dem gegenüber steht der Auftrag der Nationalparks, die Natur weitgehend sich selbst zu überlassen - bei gleichzeitiger Verantwortung für die Sicherheit der Menschen. Die Waldbrandexperten der Nationalparks, Louis Georgi und Jaroslav Hocko, arbeiten grenzüberschreitend zusammen. Sie entwickeln Strategien zur Früherkennung und Bekämpfung von Bränden, koordinieren Einsatzwege und setzen zunehmend auf Drohnen. Zwischen diesen Positionen stehen Ranger wie Frank Strohbach, die Tiere und Pflanzen schützen, Besucher sensibilisieren und Brandrisiken minimieren. Kritiker wie der Kartograph Rolf Böhm fordern hingegen mehr Eingriffe. Doch wie belastbar sind diese Strategien? Als im Frühjahr 2026 erneut ein Brand im Nationalpark Böhmische Schweiz ausbricht, steht Brandschützer Jaroslav Hocko mit seinem Team vor der nächsten Bewährungsprobe.

Gier - Der Fall der Credit Suisse 20:15

Gier - Der Fall der Credit Suisse

Dokumentarfilm

Am 19. März 2023 geschieht das Unvorstellbare: Nach einem historischen Banken-Run bricht die Credit Suisse, bis dahin ein Symbol für Stabilität und Sicherheit, in sich zusammen. Die als weltweit systemrelevant eingestufte Schweizer Großbank, die sich in der Werbung mit beliebten Sport-, Film- und Musikstars schmückte, hatte im Hintergrund mit Menschenhändlern, Diktatoren und dem organisierten Verbrechen zusammengearbeitet. Sie hatte Anteil an blutigen Bürgerkriegen und hätte um ein Haar die größte Weltwirtschaftskrise der jüngeren Geschichte ausgelöst. "Gier - Der Fall der Credit Suisse" erzählt exklusiv, wie die Personen an der Spitze der Bank über Jahrzehnte eine primär auf Eigenprofit orientierte Firmenkultur gelebt haben, gierig und riskant - bis die Blase platzte und die Credit Suisse von ihrer ärgsten Konkurrentin, der Union Bank of Switzerland (UBS), in einer beispiellosen Nacht-und-Nebel-Aktion übernommen wurde. Von Whistleblowern erfahren die Filmemacher: Diese "feindliche" Übernahme durch die UBS war bereits von langer Hand geplant.

Monaco - Zwergstaat mit großer Geschichte 21:45

Monaco - Zwergstaat mit großer Geschichte: Prinzen und Croupiers

Dokumentation

Das Fürstentum Monaco, ein Zwergstaat, übt auf viele Menschen eine geradezu magische Anziehungskraft aus, wirft aber auch jede Menge Fragen auf. Die erste Folge erzählt von den bewegten Anfängen Monacos. Im 13. Jahrhundert eroberte die aus Genua verbannte Adelsfamilie Grimaldi den strategisch wichtigen Felsen mit einer List und schuf so den Gründungsmythos des Fürstentums. Die Grimaldis hielten sich an der Macht, indem sie den Schutz mächtiger Verbündeter suchten: Sardiniens, Savoyens, der Provence, Spaniens und schließlich Frankreichs. Charles III. verstand als erster Grimaldi, dass das Fürstentum über eine strategische Situation verfügte. Er wollte Monaco zum Urlaubsziel des Glücksspiels und des boomenden Badetourismus machen. Über die Société des Bains de Mer (SBM) veranlasste er den Bau eines Kasinos, eines Opernhauses und prunkvoller Hotels. Nach und nach avancierte Monaco zum Luxus-Reiseziel der europäischen Elite. Unterdessen kam es zu sozialen Spannungen: Ganz Monaco war in der Hand der SBM, die alle Versorgungseinrichtungen verwaltete und französische wie italienische Zuwanderer zu Hungerlöhnen beschäftigte. Monacos Bewohner, fernab von Macht und Kasino lebend, gingen 1910 schließlich auf die Barrikaden. Dem Fürsten trotzten sie das Versprechen einer Verfassung ab. Der Erste Weltkrieg führte schließlich zu einem Einbruch der Besucherzahlen in Monte Carlo. Hatte Monaco seine Glanzzeiten bereits hinter sich?

Monaco - Zwergstaat mit großer Geschichte 22:30

Monaco - Zwergstaat mit großer Geschichte: Dandys und Strohmänner

Dokumentation

Nach dem Ersten Weltkrieg lag Monaco am Boden: Das Kasino warf keine Gewinne mehr ab, die Société des Bains de Mer (SBM) versank in Schulden und dem Fürstentum drohte ohne legitimen Thronfolger der Untergang. Um zu verhindern, dass ein deutscher Prinz den Thron besteigt, drängte Frankreich Prinz Louis II. dazu, seine uneheliche Tochter Charlotte zu adoptieren. Sie wurde mit dem Grafen Pierre de Polignac verheiratet und gebar den späteren Prinzen Rainier III. - die Dynastie war gerettet. In den 1920er Jahren erlebte Monte Carlo eine Renaissance und avancierte zum weltweiten Zentrum für Sport, Unterhaltung und Kultur, das von bekannten Künstlern frequentiert wurde. Doch der quasi in Privatbesitz befindliche Zwergstaat weckte auch Begehrlichkeiten. So versuchte der zwielichtige Waffenhändler Basil Zaharoff, Monaco zu kaufen, um seiner jungen Frau ein Leben als Fürstin zu ermöglichen - ohne Erfolg. Prinz Louis II. glänzte durch Abwesenheit und überließ der SBM die wirtschaftliche und Frankreich die politische Führungsrolle. Im Schatten des Kasinos schwelte die soziale Unzufriedenheit. 1937 kam es zum Generalstreik, woraufhin Frankreich den autoritären Präfekten Émile Roblot einsetzte. Dann kam der Zweite Weltkrieg. Louis II. war ein Bewunderer von Marschall Pétain. Monaco kollaborierte mit den Achsenmächten und wurde aufgrund seines steuerlichen Status' zum Schwarzmarktparadies mit Holdings, Schmuggel und NS-Bankgeschäften. Nach dem Sieg der Alliierten erwogen zunächst die Kommunisten und später auch die Franzosen eine Annexion Monacos. Doch dazu kam es nicht. Erbprinz Rainier, der bereits 1944 Roblots Rücktritt erwirkt und sich den Forces Françaises Libres angeschlossen hatte, wurde nach dem Tod seines Großvaters im Jahr 1949 Fürst des ruinierten Staates.

Monaco - Zwergstaat mit großer Geschichte 23:20

Monaco - Zwergstaat mit großer Geschichte: Stars und Immobilienmakler

Dokumentation

In den 1960er Jahren führte der US-amerikanische Einfluss nach der Hochzeit von Fürst Rainier mit Grace Kelly und wegen angeblicher Kontakte zur CIA zu einer diplomatischen Krise mit Frankreich. Staatspräsident Chares de Gaulle verhängte eine Blockade und zwang Monaco, fortan Mehrwertsteuer zu erheben und im Fürstentum ansässige französische Staatsbürger zu besteuern. Doch letztlich ging Monaco als Sieger aus dem Konflikt hervor. Um das Image des Fürstenpalastes aufzupolieren, wurde Grace Kelly zur glamourösen Botschafterin gegenüber der weltweiten vornehmen Gesellschaft. Investoren strömten herbei, darunter auch der schwerreiche Aristoteles Onassis. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern verfolgte Rainier für sein kleines Land ehrgeizige Pläne. Mit Hongkong als Vorbild brachte der Fürst riesige Bau- und Landgewinnungsprojekte auf den Weg. Die Stadt wurde zum Spielball der Bauträger und Monaco zu einem Labor des Kapitalismus, wo die Reichsten der Reichen zu allem bereit waren, um sich ein Stück Beton zu sichern. Doch der neue Wohlstand hatte auch seine Kehrseiten: prekäre Arbeitsverhältnisse, Immobilienspekulation, ungezügeltes Zubetonieren von Freiflächen und eine allgegenwärtige Überwachung. Die prominent in den Medien präsente Fürstenfamilie stand und steht ebenso für Prunk wie für diese inneren Spannungen. Nach Rainier setzte Albert die Expansion des Zwergstaats fort. Obwohl das Land die Unabhängigkeit von Frankreich erreicht hat, ist Wachsamkeit geboten: Wegen diverser Finanzaffären und der mangelnden Bekämpfung von Geldwäsche wurde Monaco 2025 auf die Liste der Hochrisikoländer gesetzt.