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TV Programm für ARTE am 27.04.2026

Jetzt

Wilde Liebe - Diversität in der Natur 17:05

Wilde Liebe - Diversität in der Natur

Dokumentation

Ein inniges Bartgeierpaar, sich besteigende Maikäfer, Affen, die Streitigkeiten und Spannungen mit Sex lösen - bis hierhin wenig überraschend, wenn es sich nicht um gleichgeschlechtliche Beziehungen handeln würde. Auch Tintenfische, die sich schminken, um zu gefallen, und Weihen, die mit einem besonders verführerischen Federkleid locken, gehören dazu; es sind zuweilen Männchen, die sich zur Paarungszeit als Weibchen ausgeben. Beim Anemonenfisch wird der Vater zur Mutter, beim Zackenbarsch ist es umgekehrt. Meeresnacktschnecken sind praktischerweise als Zwitter gleich beides. Rehe mit Geweih, Vögel mit beiden Geschlechtern - die Tierwelt hat die unglaublichsten Beispiele parat, um zu beweisen, dass in puncto Sex tatsächlich gilt: jedem Tierchen sein Pläsierchen. Mit einem frechen, tabulosen Kommentar zollt "Wilde Liebe - Diversität in der Natur" der komplexen Sexualität der Tierwelt Tribut. Denn Tiere sind immerhin auch nur Menschen.

Danach

Naturwunder Hochgebirge 17:50

Naturwunder Hochgebirge: Die Julischen Alpen

Natur und Umwelt

Ganz am östlichen Rand der Alpen ist ein Bergkamm vorgelagert, der im Vergleich zu seinem "großen Bruder" weniger Beachtung findet: die Julischen Alpen, benannt nach Julius Caesar. Den schroffen Gebirgsstock charakterisiert neben seiner hoch aufschießenden Berge vor allem auch: Wasser. Ein malerischer Gebirgssee liegt neben dem nächsten - ein Tal mit reißenden, smaragdgrünen Gebirgsflüssen schmiegt sich an das andere. Wasserfälle durchziehen die Gegend. Über allem ragt der Triglav mit 2.864 Metern, der höchste Berg Sloweniens. Die Region umfasst auch einen Teil der italienischen Provinz Friaul, die Österreich Mitte des 19. Jahrhunderts an Italien abgab. Hier gibt es im Vergleich zu benachbarten italienischen Alpenregionen wie den Dolomiten nach wie vor kaum Tourismus. Aber der Klimawandel setzt dieser mitteleuropäischen Region zu, vor allem durch immer heißeres Wetter und größere Regenfälle, für die das nahe gelegene, immer wärmere Mittelmeer verantwortlich ist. So veranschaulicht ein Klimaforscher, wie die Eishöhlen Sloweniens langsam schmelzen. Ein Schlittenhundeführer in Italien muss im Winter auf immer größere Höhen ausweichen, denn die eigentlich schneesichere Gegend bleibt in den kalten Monaten immer öfter grün. Eine Borkenkäferexpertin erklärt Gründe für die Epidemie, die den größten Forst Italiens bedroht. Und auch das Bergsteigen in hohen Lagen wie an der Triglav-Nordwand wird gefährlicher - durch den fehlenden Permafrost hat sich die Stabilität der Felswänden verringert.

Naturwunder Hochgebirge 18:35

Naturwunder Hochgebirge: Swanetien und Ratscha

Natur und Umwelt

Swanetien und Ratscha liegen im Großen Kaukasus, mit Gipfeln, die teilweise mehr als 5.000 Meter hoch in den Himmel ragen. Auf diesen atemberaubenden Höhen unmittelbar an der Grenze zu Russland hat der Massentourismus noch kaum Einzug gefunden - auch wenn vor allem Swanetien mit rund 150.000 Besuchern pro Jahr bei Individualreisenden zunehmend beliebt ist. Das oft noch unberührte Naturparadies zwischen reißenden Gebirgsflüssen und schneebedeckten Gipfeln verändert sich durch wärmeres Wetter. Große Trockenheit lässt die Landwirtschaft, in Georgien ohnehin ein Gewerbe in Not, weiter zurückgehen. Eine traumhafte und faszinierende Einöde kämpft mit den Folgen der Erderwärmung - auch durch Extremwettereignisse. Erdrutsche und Schlammlawinen suchen die Gegend heim, in der Frühwarnsysteme oder Schutz der Zivilbevölkerung noch unterentwickelt oder teilweise gar nicht existent ist. Auch der traditionelle Weinanbau leidet unter Dürre und Hitze, denn Bewässerungssysteme gibt es hier nicht. Tausende von Jahren konnte man hier auf verlässliche Niederschlagsmengen zählen, aber diese Zeiten scheinen vorbei. Die Dokumentation bewegt sich zwischen Tradition und Moderne in einem noch kaum entdeckten Gebiet am Rande Europas. Sie dringt vor zu den Geheimnissen der swanetischen Wehrtürme, dem althergebrachten Leben zwischen Wassermühlen und Goldwäsche im Enguri-Fluss - und trifft Umweltschützer, modern denkende Bauern sowie eine Augenzeugin des tödlichen Erdrutsches von 2023 im Kurort Shovi.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Mallorca und der Alkohol

Reportage

Der "Ballermann" auf Mallorca - ein Synonym für ausgelassene Feiern, laute Musik und exzessiven Alkoholkonsum. Seit Jahrzehnten zieht die Playa de Palma Jahr für Jahr zehntausende Touristen an, die das Strandleben mit Dosenbier, Sangria-Eimern und Schlagermusik genießen. Doch das Bild des berühmt-berüchtigten Partystrandes soll sich verändern: Im Sommer 2024 wurden strengere Alkoholgesetze eingeführt, die den freien Konsum am Strand und öffentliche Trinkgelage untersagen. Kioske und Supermärkte müssen bereits um 21.30 Uhr schließen, wenn sie Alkohol verkaufen. Das könnte das Ende des "Ballermann-Lifestyles" bedeuten - oder nicht? "Re: Mallorca und der Alkohol" beleuchtet diese Veränderungen und ihre Auswirkungen auf das Leben an der Playa de Palma. Wie reagieren Touristen, die ihren Urlaub traditionell mit Feiern und Alkohol in Verbindung bringen? Wie erleben Schlagerstars- und Sternchen den Partysommer 2024? Was sagen Gastronomen und Kioskbesitzer, deren Geschäft auf den Partybetrieb angewiesen ist? Und wie gehen Anwohner und Ordnungshüter mit den neuen Regelungen an der Playa um? Die Reportage begleitet unter anderem eine deutsche Polizistin, die im Rahmen einer deutsch-spanischen Polizei-Kooperation zusammen mit ihren spanischen Kollegen an der Strandpromenade patrouilliert. Auch eine legendäre Ballermann-Wirtin, Anwohner oder die Betreiber der Kioske und Bars kommen zu Wort. Zwischen Strandgelage, Schinkenstraße und Schlagernacht im Bierkönig zeichnet die Reportage ein vielseitiges und oft überraschendes Bild vom Ballermann im Spätsommer 2024 - zwischen Gesetz und Genuss. Sie lässt hautnah miterleben, wie Alkoholkonsum nicht nur die Urlaubsatmosphäre an der Playa de Palma prägt, sondern auch den Alltag der Menschen, die auf Mallorca arbeiten und leben.

Alamo 20:15

Alamo

Western

San Antonio, im Jahre 1836. Texas hat seine Unabhängigkeit von Mexiko erklärt, doch der mexikanische Diktator Santa Anna will die neue Republik mit einer Armee von 7.000 Mann wieder unter seine Herrschaft bringen. General Sam Houston stellt in aller Eile Truppen gegen ihn auf. Um Zeit zu gewinnen, sollen Colonel Travis und Colonel Bowie mit ihren Leuten die mexikanische Streitmacht in Alamo, einer notdürftig zur Verteidigung hergerichteten ehemaligen Missionsstation, möglichst lange aufhalten. Die beiden sind charakterlich sehr verschieden und geraten immer wieder aneinander. Mit ihnen stellen sich einige Dutzend Männer aus Tennessee unter Colonel David Crockett der anrückenden mexikanischen Armee entgegen. Als der Kampf entbrennt, trotzt das zusammengewürfelte Häuflein von nicht einmal 200 Mann tagelang einer erdrückenden Übermacht. "Alamo" ist neben einigen wenigen Filmen als Koregisseur (darunter "Die grünen Teufel") der einzige Film, den John Wayne selbst inszenierte. Die Produktion kostete zwölf Millionen Dollar, für damalige Verhältnisse eine enorme Summe. Wayne, auch Produzent des Films, musste sich hoch verschulden, um ihn fertigstellen zu können; finanziell brachte er ihm jedoch nicht den erhofften Erfolg. Das Echo war zwiespältig, viele Kritiker stießen sich an dem Pathos, mit dem der konservative "Duke" hier ein Stück amerikanischer Geschichte glorifizierte. Neben Wayne machen Stars wie Richard Widmark und Laurence Harvey "Alamo" jedoch zu einem eindrucksvollen Western-Ereignis.

Ellos eatnu - Der Fluss soll leben 22:50

Ellos eatnu - Der Fluss soll leben

Drama

Im Sommer 1979 zieht Ester nach Alta in Nordnorwegen, um dort an einer Grundschule zu unterrichten. Wie viele Saminnen und Samen zu dieser Zeit schämt sie sich für ihre Herkunft und verbirgt ihre ethnische Zugehörigkeit. Sie unternimmt große Anstrengungen, um sich anzupassen, und lacht sogar bei abfälligen, diskriminierenden Witzen mit. Als ihr Cousin Mihkkal sie zu einem Camp am Fluss Alta mitnimmt, wo Menschen gegen den Bau eines Staudamms demonstrieren, erfährt Ester, dass der Kampf um den Fluss auch eine Revolte gegen den brutalen Rassismus und die Diskriminierung ihres indigenen Volkes ist. Nach einer heftigen Konfrontation mit der Polizei beschließen Mihkkal und einige andere, nach Oslo zu fahren, um vor dem Parlament in den Hungerstreik zu treten. Nun hat Ester verstanden, was auf dem Spiel steht, und erkennt, dass es Zeit ist, Stellung zu beziehen ... "Ellos eatnu - Der Fluss soll leben" ist ein Spielfilm, der auf wahren Begebenheiten basiert. Diese wurden als "Alta-Konflikt" bekannt und inspirierten eine ganze Generation junger Norweger dazu, sich zu engagieren. Eine packende und bewegende Darstellung des bis heute andauernden Überlebenskampfes der in Norwegen marginalisierten indigenen Bevölkerung der Samen. Die Hauptrolle besetzte Regisseur Ole Giæver mit der samischen Musikerin und Aktivistin Ella Marie Hætta Isaksen.