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Bereits Ende des 19. Jahrhunderts, noch vor der Gründung Europas, verband der Orient-Express den Okzident und den Orient. Seine Passagiere legten in drei Tagen rund 3.000 Kilometer zurück: von Paris über Wien und Budapest bis nach Varna, später auch von den Alpen über Venedig bis zur Donau und auf den Balkan. Er galt als Zug der Könige, Diplomaten, Schriftsteller und anderer legendärer Passagiere wie Mata Hari, Josephine Baker, Marlene Dietrich und Agatha Christie, die sich zu ihrem Roman "Mord im Orient-Express" inspirieren ließ. Mit seinen Schlaf- und Speisewägen bot er einen für damalige Verhältnisse völlig neuartigen Luxus. Von der Einweihungsfahrt 1883 bis zum Ende der historischen Fernverbindung Paris-Istanbul war der Orient-Express ein prunkvoller und ruhmreicher Zug. Doch er erlebte auch Verfall, Revolutionen und Kriege. Als eine der wenigen internationalen Zugverbindungen, die den Eisernen Vorhang durchquerten, wurde er während des Kalten Kriegs zum Transportmittel für Arbeiter und Immigranten Der Dokumentarfilm "Der Orient-Express - Vintage auf Schienen" blickt auf beinahe ein Jahrhundert Eisenbahn-Abenteuer zurück und stützt sich dabei auf Erkenntnisse und Berichte von Historikern, Eisenbahn-Restauratoren und -Sammlern. Der Historiker für industrielles Kulturerbe Arthur Mettetal zeigt nicht nur die Hinterlassenschaften des Luxuszuges in Europa, sondern auch Restaurationswerkstätten und 13 ungewöhnliche Waggons, die an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland abgestellt und aufgegeben wurden. ARTE schickt die Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine grenzüberschreitende Reise zwischen Mythos und Realität.
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Beim Kissinger Sommer 2025 standen ausschließlich Werke tschechischer und französischer Komponisten auf dem Programm. Der große Erfolg der ersten Serie seiner Slawischen Tänze von 1878 veranlasste Antonín Dvorák knapp zehn Jahre später eine zweite Sammlung zu veröffentlichen. In dieser erweiterte er das tschechische Idiom um Tanzformen aus der Slowakei, der Ukraine und aus Polen. Maurice Ravel hingegen überführte den Wiener Walzer in seinem im Umfeld des Ersten Weltkriegs entstandenen Werk "La Valse" in nahezu apokalyptische Rauschzustände. Die charismatische Solistin Alisa Weilerstein interpretiert meisterlich Camille Saint-Saëns' Erstes Cellokonzert - eines der wunderbarsten Werke dieser Gattung. Das begeisterte Publikum erklatschte sich als Zugabe Johann Sebastian Bachs "Sarabande" aus seiner Cellosuite Nr. 4 in Es-Dur. Auf dem Programm: Maurice Ravel - "La Valse" Camille Saint-Saëns - Violoncellokonzert Nr. 1 a-Moll Antonín Dvorák - Slawische Tänze op. 72