19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:40
Tausende Tote und Verletzte - so dokumentieren Menschenrechtsverbände die Folgen der Proteste im Iran. Zum Jahreswechsel 2026 geht das Regime mit massiver Gewalt gegen Protestierende vor. Trotz Repression eint viele Menschen im Land weiter der Wunsch zum Aufbruch. Die Reportage zeigt, wie tief die Ereignisse auch die iranische Diaspora in Europa treffen und begleitet Iranerinnen und Iraner, die durch Regimegewalt Angehörige verloren haben und die fern der Heimat an einer besseren Zukunft ihres Landes mitwirken wollen. Auf einer Demonstration in Köln trauert Mojgan Tahvildari öffentlich um ihren 27-jährigen Sohn Aria Alidust, der bei Protesten im Iran von mehreren Kugeln getötet wurde. Mojgans Tochter Parmis spricht zur versammelten Menschenmenge über die Träume ihres Bruders und ruft dazu auf, sich weiter laut Gehör zu verschaffen. In Berlin plakatiert die Schauspielerin Setareh Maleki mit ihrer Freundin Maryam Fotos von im Iran Getöteten, um ihnen ein Gesicht zu geben. Beide bewegt das Schicksal der vielen jungen Gewaltopfer, darunter der Teenager Milad Hasanzade, der seinen Eltern im Bewusstsein der Gefahren einen Abschiedsbrief hinterließ. Die Porträts der Getöteten im Berliner Straßenbild sollen die Menschen aufrütteln. In Paris versucht die Schriftstellerin Chahla Chafiq, Solidarität unter Exil-Iranern zu stärken, die teils über eine mögliche künftige Rolle des Schah-Sohns Reza Pahlavi streiten. Die Schriftstellerin, die in den 70er-Jahren selbst gegen den Schah protestierte, setzt sich heute für einen demokratischen Neuanfang ein und versucht, zwischen unterschiedlichen iranischen Diaspora-Kreisen zu vermitteln.
20:15
Nach dem Autounfall eines belgischen Drogendealers auf einer Landstraße an der Saar wird im Kofferraum seines Wagens die Leiche einer 16-Jährigen entdeckt. Judith Mohn kennt die Tote: Es ist Jette Mertens, die Tochter des befreundeten Ehepaars Nicole und Frank. Die Kommissarin hatte Jette noch am Abend des Verbrechens bei einer Drogenrazzia auf einer Party gesehen und sie allein nach Hause geschickt. Getrieben von Schuldgefühlen setzt die Ermittlerin alles daran, Jettes Mörder zu finden. Gleichzeitig plagen Judith auch im Privaten Sorgen: Eigentlich sollten sie und ihr Mann Hochzeitstag feiern, doch Niklas scheint spurlos verschwunden. Bald stellt sie fest, dass Jettes jüngere Schwester Sarah mehr über das Verbrechen an ihrer Schwester weiß, als sie sagt. Sarah chattet im Internet mit einem Unbekannten, der sich hinter dem Avatar "Leo" versteckt. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Freddy kommt Judith auf die Spur des geheimnisvollen Nerds Sven, der sich in der Nähe der Familie Mertens herumtreibt. Doch welche Verbindung besteht zwischen dem im Heim aufgewachsenen Computerfreak und der Familie Mertens? Mysteriös sind auch die Informationen, die die Kommissarin erhält, als sie immer tiefer in das Geflecht aus Lügen und Geheimnissen der Familie eindringt. Als Sarah plötzlich verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit ...
21:45
Barbara Falk wird in ihren eigenen vier Wänden zum Opfer eines Unbekannten. Während ihr Mann auf einer Klassenreise in Polen ist, dringt jemand in ihr Haus ein, überfällt, fesselt und missbraucht sie. Als die Polizei zu ermitteln beginnt, bleiben viele Fragen offen. Durch die verabreichten K.-o.-Tropfen bleiben der Frau kaum Erinnerungen an den Überfall. Wie ist der Vergewaltiger ins Haus gekommen, weshalb kannte er ihre Gewohnheiten und wusste, dass sie an diesem Abend allein ist? Die Polizei in Saarlouis beginnt, allen voran Hauptkommissar Zerner, an Barbara Falks Aussagen zu zweifeln - was von ihr nicht unbemerkt bleibt. Allein Zerners Kollegin Judith Mohn geht den Spuren weiter nach, selbst nachdem die Frau ihre Anzeige zurückgezogen hat. Nach einer Gegenüberstellung mit einem möglichen Täter im Polizeipräsidium erleidet Barbara Falk einen Zusammenbruch. Obwohl kein Wort gesprochen wurde, ist sie überzeugt, die Stimme des Täters vernommen zu haben. Mohn glaubt ihr, doch die Verzweiflung der Frau nimmt überhand, sie hält dem Druck nicht mehr stand. Fünf Jahre vergehen, bis eines Tages Mohn und ihr Team zu einer Leiche am Straßenrand gerufen werden. Unversehens bringt das einen Stein ins Rollen und führt dazu, den Fall Falk aus den Akten hervorzuholen ...
23:15
Die Show knüpft an die Soul- und Rhythm 'n' Jazz-Fusion, für die Sade seit ihren Anfängen im Jahr 1983 steht. Sade war nicht nur in den 1980er Jahren weltweit erfolgreich, sondern auch in den folgenden Jahrzehnten. Die Gruppe verkaufte Millionen von Tonträgern und ihre Alben wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Dennoch trat Sängerin Sade Adu im Gegensatz zu vielen anderen Popstars nur selten in der Öffentlichkeit auf. Dieser Konzert-Mitschnitt vereint das Spiel mit warmem Licht und cineastische Schwarz-Weiß-Sequenzen. Neben Klassikern wie "Smooth Operator", "The Sweetest Taboo", "Your Love Is King", "Paradise" und "No Ordinary Love" präsentiert die Band auch Songs aus dem Album "Soldier of Love". Helen Folasade Adu, bekannt unter ihrem Künstlernamen Sade, ist die Stimme und das Gesicht der Band. Die Sängerin, Songwriterin und Musikerin galt schon früh als "Queen des zeitgenössischen Soul und Rhythm 'n' Jazz". Das am 8. Februar 2010 erschienene "Soldier of Love" ist das sechste Album der Gruppe und das erste nach einer zehnjährigen Schaffenspause. Es erreichte Platz vier der britischen Albumcharts. In den USA verkaufte es sich allein in der ersten Woche über 500.000 Mal und hielt sich drei Wochen an der Spitze der Billboard-200-Charts. "Bring Me Home: Live 2011" ist das zweite Live-Album und das fünfte Videoalbum der britischen Band. Es erschien am 22. Mai 2012 bei RCA Records.
01:15
"Konzertsaal-Kompositionen für die Clubbing-Generation", so bezeichnete die BBC die Musik des deutschen Trios Brandt Brauer Frick. Das Ensemble wurde 2008 mit dem Ansatz gegründet, das Repetitive und den Groove der elektronischen Tanzmusik mit der Klangwelt der zeitgenössischen klassischen Musik zu vereinen. Mit voreingespielten Instrumentalparts, die als Samples in ihren von Techno und Minimalismus inspirierten Stil weiterverarbeitet werden, kreieren sie komplexe Club-Avantgarde. Als Trio und zusammen mit ihrem zehnköpfigen Ensemble oder auch mit einem ganzen Orchester haben Brandt Brauer Frick inzwischen über 400 Konzerte in mehr als 40 Ländern in Clubs, klassischen Konzertsälen und auf Festivals gespielt - darunter Glastonbury, Coachella, Montreux, Lincoln Center, Centre Pompidou und die Kölner Philharmonie. Ihren ersten Auftritt absolvierten Brandt Brauer Frick im Berliner Nachtclub Berghain. Die Band hat bisher mehrere Studioalben veröffentlicht und dabei mit Künstlern wie Nina Kraviz, Gudrun Gut, Catherine Ringer, Jamie Lidell, Emika, Agnes Obel, Vic Mensa und Om'Mas Keith zusammengearbeitet. Brandt Brauer Fricks sechstes Studioalbum "Multi Faith Prayer Room" wurde im Mai 2023 veröffentlicht.
02:20
Simon stellt ein Video ins Netz, das zeigt, wie Jugendamtsmitarbeiter Lars seinen Sohn Theo gewaltsam von der Familie trennt. Alsbald haben es Tausende gesehen und kommentiert. Die 14-jährige Holly befürchtet deshalb, dass sie und ihr Bruder Theo in ihrer neuen Schule gemobbt werden könnten - und das, wo sie doch gerade erst Anschluss an eine Gruppe gleichaltriger Mädchen gefunden hat. Auch Hollys und Theos Mutter Dea leidet unter der Zurschaustellung ihrer familiären Situation: Im Kindergarten geben ihr die Eltern der Kinder zu verstehen, dass sie einer Frau, der die eigenen Kinder entzogen wurden, ihre nicht mehr anvertrauen wollen. Die Situation wird bald unhaltbar und Dea erwägt zu kündigen. Auch auf Lars lastet nun ein enormer Druck: Seine Arbeit zieht das Interesse der Presse auf sich, und seine Vorgesetzte geht auf Distanz zu ihm. Um neue Beweismittel zu erschließen, möchte er sich auf dem kurzen Dienstweg Deas Krankenakte holen, doch das gestaltet sich komplizierter als gedacht. Und dann erfährt er Überraschendes über den Schulaufsatz, der alles ausgelöst hat ...
03:05
Die Themen rund um den Ukrainekrieg sind vielschichtig: Von Frontverlauf und diplomatischen Verhandlungen über den Kampf um das Narrativ, bis hin zum Einsatz von Drohnen. Dabei gerät oft das Wesentliche aus dem Blick: die Menschen in der Ukraine selbst. Seit fast vier Jahren müssen sie mit den Folgen des Angriffskrieges, der von Wladimir Putin ausgerufen wurde, leben. Das gilt sowohl für die Soldaten, von denen bereits mehr als 100.000 ihr Leben verloren haben, als auch für die Zivilbevölkerung, die unter Bombardements und Entbehrungen leidet. In klarer Verletzung des Völkerrechts richten sich die russischen Angriffe systematisch auf die lebenswichtige Infrastruktur, darunter Strom, Heizung und Krankenhäuser. Ziel ist es die Bevölkerung mürbe zu machen. Mehr als 9,5 Millionen Menschen mussten infolge des Krieges ihre Heimat verlassen - darunter vor allem Frauen und Kinder. Doch trotz all des Leids zeigen die Ukrainerinnen und Ukrainer eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit.
03:21
Mona Lisa hat einen Kontrolltermin beim Augenarzt. Er ist ihr größter Fan und Mona Lisa genießt die Aufmerksamkeit. Sie ignoriert ihre Sehschwäche und nutzt stattdessen die Gelegenheit, um ihren Gesprächspartner mit Anekdoten aus dem komplizierten Star-Lifestyle zu versorgen.
03:25
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
04:15
In der zweiten Staffel der ARTE-Reihe "Häuser der Kunst" werden wieder Orte präsentiert, an denen große Künstlerinnen und Künstler gelebt und Meisterwerke geschaffen haben. Das Münter-Haus in Murnau am Staffelsee ist so ein Pilgerort für Kunstliebhaber aus aller Welt. Nachdem das Malerpaar Gabriele Münter und Wassily Kandinsky das Haus 1909 erwarb, wurde es zum Künstlertreffpunkt und zur Keimzelle der Kunstbewegung "Der Blaue Reiter". "Ich habe mich lange gegen den Begriff,Wiege des Expressionismus' gesträubt", erklärt Sandra Uhrig, die Direktorin des Schlossmuseums Murnau, im Film "doch hier kam wirklich etwas ins Wiegen". Inspiriert von der beeindruckenden Landschaft schufen Münter und Kandinsky in Murnau Bilder, die bis heute Menschen in ihren Bann ziehen. Doch der Beginn des Ersten Weltkriegs markierte eine tiefe Zäsur: Kandinsky kehrte nach Russland zurück, Münter zog nach Skandinavien, es kam zur dramatischen Trennung. Erst in den 1930er Jahren kehrte Münter in ihr Haus zurück und versteckte zur Zeit des Nationalsozialismus in ihrem Keller rund tausend Bilder von Kandinsky und anderen Künstler, die als "entartet" galten. Erst 1957 lüftete sie anlässlich ihres achtzigsten Geburtstages das Geheimnis des "Millionenkellers" und übergab die Werke dem Münchner Lenbachhaus. Es ist ein Schatz, ohne den die Geschichte des "Blauen Reiters" nicht erzählt werden könnte. Der Film zeigt in einfühlsamen Bildern die bewegende Geschichte von Gabriele Münter und ihrem Haus in Murnau und erzählt von einer "Sternstunde der Kunstgeschichte".