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TV Programm für ARTE am 12.04.2026

Märkte der Welt - Kambodscha: Der Insektenmarkt 05:05

Märkte der Welt - Kambodscha: Der Insektenmarkt

Land und Leute

"Märkte der Welt" ist eine zehnteilige Entdeckungsreise zu den erstaunlichsten Märkten rund um den Globus. Ob farbenfrohe Tuchmärkte in Benin, Fischstände in Südkorea, Kamelherden in Mauretanien oder heilige Blumen in Indien - jeder Markt erzählt von der authentischen Kultur dieser Gemeinschaften, die im Rhythmus des Handels leben. Die Orte werden aus der Perspektive der Verkäufer, Lieferanten und Kunden erlebbar. Die Geschichte sowie die wirtschaftliche und soziale Bedeutung jedes Marktes werden durch Ortskundige erklärt.

42 - Die Antwort auf fast alles 05:35

42 - Die Antwort auf fast alles: Verschwinden die Haie aus den Meeren?

Infomagazin

Seit mehr als 400 Millionen Jahren schwimmen Haie schon durch unsere Ozeane. Ihr Körper ist perfekt stromlinienförmig, ihre Zähne wachsen nach, sie sind eine Erfolgsgeschichte der Evolution. Aber in den letzten 50 Jahren hat sich die Population der Haie dramatisch verkleinert. Studien gehen davon aus, dass die Zahl aller Hochseehaie und Rochen seitdem um gut 70 Prozent gesunken ist. Twan Stoffers, Fischökologe von der Uni Wageningen, hat an einer globalen Zählung von Riffhaien in der Karibik mitgewirkt und sagt: "An 20 Prozent der Riffe haben wir gar keine Haie mehr gesehen." Der Hauptgrund dafür: der Fischfang. In den letzten 70 Jahren hat sich die Menge weltweit gefangener Fische mehr als vervierfacht - von 20 auf über 90 Millionen Tonnen pro Jahr. Haie werden einerseits gezielt gefangen, andererseits werden sie gerade in der Langleinenfischerei als Beifang aus dem Wasser geholt. Allein Spanien fängt jedes Jahr 78.000 Tonnen Hai. Haifleisch wird auf der ganzen Welt gegessen. Dazu kommen die Auswirkungen der globalen Klimakrise und Umweltzerstörung. Matthias Glaubrecht, Evolutionsbiologe von der Uni Hamburg, meint, was den Haien zustößt, ist ein sichtbares Zeichen für eine weltweite Katastrophe: Wir stehen am Beginn des sechsten großen Massenaussterbens der Arten. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) geht davon aus, dass während so eines Ereignisses die Tierarten hundert- bis tausendfach schneller aussterben, als sie es durch natürliche Prozesse tun würden. Ist der Hai dem Untergang geweiht oder können wir ihn noch retten?

Gute Nachrichten vom Planeten 06:05

Gute Nachrichten vom Planeten: Wie kann jeder Tiere und Pflanzen schützen?

Natur und Umwelt

Das weltweite Artensterben gilt als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Geht es um den Schutz von Tieren und Pflanzen, kann jede und jeder einen Teil beitragen - das hilft nicht nur der Artenvielfalt, sondern auch den Menschen. Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Crystal River in Florida, USA, haben für die Rettung des verdreckten Meeresgebiets, das ihre Stadt umgibt, gekämpft. Sie ließen Algen absaugen und pflanzten Seegras per Hand - mit Erfolg! Inzwischen gibt es in Crystal River wieder kristallklares Wasser und Seegras. Und sogar die Seekühe, die Manatis, sind zurückgekehrt. In Bayern zeichnet die Plakette "Vogelfreundlicher Garten" naturnahe private Gärten aus. Das Ziel der Initiatoren: Sie wollen möglichst viele Gartenbesitzer für das Thema Artenvielfalt sensibilisieren. Denn jeder kann durch die Umgestaltung des eigenen Gartens etwas beitragen. Bisher wurden bereits über 5.000 Plaketten vergeben. Selbst im heimischen Gemüsegarten muss man kein Gift verwenden. Wenn Insekten willkommen sind, dann sorgen sie gegenseitig dafür, dass keine Art überhandnimmt - und die Menschen können trotzdem Gemüse ernten. In der Normandie kauft ein Unternehmer ein Stück Land mit Weiden und Forst und überlässt es möglichst der Natur. Das Ergebnis: Schon bald kehren sogar seltene Arten zurück. Und in Ecuador verliebte sich einst ein Pater aus Italien in die Nebelwälder Ecuadors. Mit Hilfe von Spendengeldern kaufte er immer mehr Land auf, um diesen besonderen Lebensraum zu erhalten. Über die Jahre hat er ein über 1.000 Hektar großes Schutzgebiet für die Nebelwälder und seine Bewohner geschaffen. Alle diese Geschichten zeigen: Auch das Engagement Einzelner lohnt sich.

Neuseeland - Wald der Riesen 06:50

Neuseeland - Wald der Riesen

Landschaftsbild

In Neuseeland gibt es alte Wälder, natürliche Überreste der riesigen Waldfläche, die einst den Archipel überzog. In diesen Fragmenten des Primärwaldes faszinieren die alten Bäume, von denen einige so alt sind wie die Kathedralen in Europa: Totara, Matai, Rimu, Kauri oder Rata - sie alle waren Zeitzeugen vieler Veränderungen. 90 Prozent der Baumarten gibt es nur hier und nirgendwo sonst auf der Erde. Mit der menschlichen Besiedelung vor gerade einmal 700 Jahren wurden Fläche und Stabilität der Wälder drastisch reduziert. Nur wenige, heute geschützte Wälder sind übrig geblieben - Bollwerke gegen Abholzung und Artensterben. Die Baumriesen wachen aus 50 Metern Höhe über ein einzigartiges Ökosystem. Auf ihren Ästen wurzeln Epiphyten, und in ihren hohlen Stämmen erholen sich Kolonien von Langnasenfledermäusen. Aber können die Urbäume auch diesmal den von Menschen verursachten Bedrohungen entkommen? Invasive Arten, Waldfragmentierung und Parasitosen - von Klimaerwärmung ganz zu schweigen - lassen das Zukunftsbild düster erscheinen. Aus Liebe zu "ihren" Bäumen kämpfen Wissenschaftler, Waldhüter und lokale Gebietskörperschaften um deren Erhalt und erklären ihre Pläne, um die Urwälder zu schützen und mit neuem Leben zu erfüllen.

Sonnenstürme - Die rätselhafte Gefahr 07:45

Sonnenstürme - Die rätselhafte Gefahr

Dokumentation

Die Sonne ist unsere Quelle von Licht und Leben - sie sendet uns Energie und Wärme. Wissenschaftlern aber bereitet sie auch große Sorgen. In unregelmäßigen Abständen schießt sie riesige Plasmastürme von sich, gigantische Partikelmassen, die ohne Vorwarnung durch den Weltraum rasen. Der letzte große Sonnensturm ereignete sich 2017, die Erde wurde knapp verfehlt. Ganz anders 2003, als im schwedischen Malmö durch Überspannungen in Transformatoren die Lichter ausgingen und zum Beispiel Japan den Kontakt zu zwei Satelliten verlor. 1989 sorgten Sonnenstürme für einen sechsstündigen Blackout in Kanada samt Ausfall der Fernwärmeversorgung mitten im Winter. Sonnenstürme sind bislang nicht längerfristig vorhersagbar. Die US-Weltraumbehörde Nasa hat deshalb eine Raumsonde gebaut, die so nahe an die Sonne heranfliegt wie nie zuvor. Sie soll die äußere Atmosphäre, die Korona, erforschen und sieben Jahre lang wissenschaftliche Daten sammeln. Experten aus verschiedenen Ländern sind an der Mission "Parker Solar Probe" beteiligt, wie der deutsche Astrophysiker Volker Bothmer. Parallel hat auch die Europäische Weltraumorganisation Esa eine Sonde zur Sonne geschickt, die "Solar Orbiter". Das zeigt, wie ernst den Wissenschaftlern das gemeinsame Ziel ist: die Sonne und die Entstehung ihrer Stürme besser zu verstehen. Schon die ersten Messungen und Aufnahmen machen deutlich: Das Bild, das die Forscher bislang von den Vorgängen auf der Sonne hatten, ist anscheinend viel zu schlicht - die Wissenschaftsdokumentation bei ARTE über ein rätselhaftes Phänomen.

42 - Die Antwort auf fast alles 08:40

42 - Die Antwort auf fast alles: Stecken wir in einer Spermakrise?

Infomagazin

Jahrzehntelang gab es für die Weltbevölkerung nur eine Tendenz: Sie wurde immer größer. Doch wenn man sich jüngere Studien zur Spermienkonzentration anschaut, gibt es durchaus Grund zur Sorge: Besonders in den westlichen Industrienationen wurde ein deutlicher Abwärtstrend der Spermakonzentration nachgewiesen. Einer viel beachteten internationalen Überblicksstudie nach tummelten sich hier zuletzt nur noch halb so viele Spermien wie in den 1970er Jahren. Die Ursachen dafür zu ergründen, stellt die Forschung weltweit jedoch vor große Herausforderungen: Ist es unser ungesunder Lebensstil? Stress kann sich ebenfalls negativ auf die Spermienproduktion auswirken. In den USA hat die Umwelt- und Reproduktionswissenschaftlerin Shanna Swan zudem zahlreiche Hinweise dafür gesammelt, dass Umweltgifte und hormonaktive Weichmacher der Spermienproduktion schaden und dass Männer, deren Mütter in der Schwangerschaft hohen Konzentrationen von Phthalaten ausgesetzt waren, später weniger fruchtbar sind. Doch diese Stoffe zu meiden ist fast unmöglich, sie umgeben uns den ganzen Tag. Müssen wir uns also darauf einstellen, dass in Zukunft immer mehr Männer unfruchtbar sind? Dass eine solche Diagnose am Selbstbild vieler Männer nicht spurlos vorbeigeht, bestätigen Psychologen heute: Der Mann als Erzeuger ist im allgemeinen Bild von Männlichkeit fest verankert. Und wenn das Selbstbild ins Wanken gerät, bedeutet das Stress und Stress kann den Spermien Schaden. Ein Teufelskreis? Oder könnte die Spermienkrise eine Chance sein, unseren Lebensstil und unsere Männlichkeitsbilder einmal mehr zu überdenken?

Die heilende Kraft der Räume 09:05

Die heilende Kraft der Räume: Die Maggie's Centres

Architektur

Eine Krebserkrankung ist immer ein Schock. Die Betroffenen müssen nicht nur mit den Strapazen der Behandlung fertig werden, sondern auch mit den psychischen Belastungen, die eine potenziell lebensbedrohliche Krankheit mit sich bringt. Für die daraus entstehenden Bedürfnisse bieten Krankenhäuser keinen Raum. Im Gegenteil. Oft sind sie anonyme, maschinenbasierte Medizinfabriken, getrimmt auf reibungslose Abläufe und Effizienz. Strenge Regularien und straffe Budgets zwingen sie dazu. Eine freundliche, schützende Umgebung kann dagegen helfen, Stress und Ängste abzubauen, das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten zu fördern. Dass das den Heilungsprozess maßgeblich unterstützen kann, ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen. Und deshalb gibt es die Maggie's Centres. Sie sind so gestaltet sind, dass sich jeder Besucher willkommen und geschützt fühlen kann. Jenseits der strikten klinischen Hygieneauflagen bieten sie eine Umgebung, die an zu Hause erinnert. Wie machen sie das? Obwohl baulich kein Zentrum dem anderen gleicht, folgen sie alle dem umfassenden Maggie's-Kriterienkatalog mit seinem strikten Raumprogramm, das sowohl große, offene Begegnungszonen als auch kleine, intime, eher geschlossene Räume für vertrauliche Gespräche vorsieht. Jedes Centre hat helle, lichtdurchflutete Räume mit großen Fenstern und Ausblicken in die Natur, hochwertige Designermöbel und eine Küche, wo man sich bei einer Tasse Tee mit anderen Betroffenen austauschen kann. Folge 2 stellt die Zentren in Dundee (Frank Gehry), Aberdeen (Snöhetta), Glasgow (OMA) und Leeds (Heatherwick Studio) vor.

Twist 09:35

Twist: Think Big - Kunst in XXL

Magazin

Bjarke Ingels ist Gründer des renommierten Architekturbüros BIG. Der Name ist Programm. Der Visionär ist bekannt für ikonische Bauten und hat gerade den Wettbewerb für die neue Oper in Hamburg gewonnen. Ingels plant groß: ganze Städte der Zukunft wie in Bhutan und sogar Häuser für den Mond! Dort könnten bald 3-D-gedruckte Behausungen aus Mondstaub entstehen. Ein riesiges Rhinozeros füllt einen Kirchenraum in Magdeburg. Ein kolossales Kunstwerk des Israelis Itamar Gov. Auch der Niederländer Florentijn Hofman kreiert gigantische Tierskulpturen. Er schickt überdimensionale aufblasbare Badeenten um die Welt. Auf den ersten Blick verspielt, aber immer mit Message. In der Altstadt von Bari wächst eine monumentale Basilika in den Himmel - nicht aus Stein oder Beton, sondern aus filigranem Drahtgewebe. Der italienische Bildhauer und Bühnenbildner Edoardo Tresoldi lässt über den Ruinen verloren gegangene Architektur wiederauferstehen - als maßstabsgetreue Drahtinstallationen. Rund eine Million getrockneter Blumen - daraus erschafft die Britin Rebecca Louise Law ein raumgreifendes florales Werk im norddeutschen Schloss Gottorf. Groß ist auch die Zahl der Helfenden, die die Künstlerin vor Ort eingebunden hat, in eigens gegründeten Blomentüddel-Clubs.

Leben an der Nordsee 10:10

Leben an der Nordsee: Deutschlands wilde Küste

Land und Leute

Weiße Sandstrände, wilde Stürme, das weite Wattenmeer - die deutsche Nordsee und ihre Küste sind aufregend und beruhigend zugleich wie kaum eine andere Region Deutschlands. Die deutsche Nordseeküste am Unesco Weltnaturerbe Wattenmeer mit ihren Inseln und Halligen gilt als Sehnsuchtsort. Hier leben die Menschen von und mit dem Meer, ihrer Nordsee - wo die Krabbenkutter dazugehören wie der salzige Wind. Einer von ihnen ist Stephan Hellberg. Er fischt seit rund 33 Jahren Krabben. Früher sind sie im kleinen Kutterhafen Dornum in Kolonnen rausgefahren, heute stechen nur noch zwei Schiffe in See. Jeden Tag das gleiche Spiel. Bei Wind und Wetter, immer noch mit der gleichen Leidenschaft, fängt er das "rote Gold" der Nordsee. Die Küste hier ist auch Heimat der Kegelrobben und Seehunde. Zwischen Anfang Juni und Mitte Juli kommen die Seehundbabys auf einer Sandbank zur Welt. Leider kommt der Mensch ihnen immer wieder zu nahe. Aus Stress verstoßen die Mütter dann ihre Jungen. Mit viel Glück bringt dann jemand "die kleinen Heuler" in die Seehundstation nach Norddeich, wo Ramona Fetting sie wieder aufpäppelt. Auf der Halbinsel Eiderstedt, in St. Peter-Ording, liegt einer der längsten Strände Deutschlands - ein Paradies für Kinder, Surfer und Sonnenanbeter. Die Reise endet auf Sylt, der größten deutschen Nordseeinsel, bei Christoffer Bohlig, der auf der einzigen Austernfarm des Landes arbeitet. Die Zuchtfläche zwischen List und Kampen ist etwa 30 Hektar groß. Hier nimmt sich eine spezielle Sorte vier Jahre Zeit, um zum Edelhappen zu gedeihen: die Sylter Royal.

Leben an der Nordsee 11:00

Leben an der Nordsee: Dänemark und Schweden

Land und Leute

An Dänemarks Nordseeküste gibt es spektakuläre Dünenlandschaften, verwunschene Küstenwälder und endlose Sandstrände. Selbst in den kurzen Sommermonaten weht hier ein frischer Wind. Die Küste ist wegen ihrer Wellen bei Surfern aus ganz Europa beliebt. An Dänemarks Nordspitze, bei Skagen, treffen zwei Meere aufeinander: die Nordsee und das Kattegat. Über Jahrhunderte verhinderten der lockere Sand und die Dünen, dass richtige Häfen gebaut werden konnten. Fischer nutzen bis heute den Strand als Liegeplatz. Sten Christensen hat hierbei den wohl wichtigsten Job. Als "Windenmann" bedient er die Seilwinde, mit der die Boote vom Strand aufs Wasser und vom Wasser auf den Strand gezogen werden. Bei Skagen ziehen seit rund zehn Jahren wieder große Thunfischschwärme vorbei. Seit 2017 organisiert Meeresbiologe Kim Aarestrup einmal im Jahr das große "Thunfisch-Rennen". Rund 70 Hobbyangler stechen in See, um im Auftrag der Wissenschaft Thunfische zu fangen. Die Tiere bekommen Sender, die den Wissenschaftlern ein Jahr lang wichtige Daten schicken. Nur etwa sechzig Kilometer Luftlinie entfernt liegt Schweden. Hier ist das Meer überall, wenn der Skagerrak sich in etwa 3.000 Schären auflöst. Diese kleinen Inseln entstanden als Folge der Eiszeit, als die Eismassen sich zurückzogen und die darunter liegenden Gesteinsmassen durch den Druck erodierten. Im malerischen Fjällbacka beginnt Ende September die Hummersaison. Fischer Ingemar Granqvist darf zur legendären Hummerpremiere 40 Fangkörbe im Wasser auslegen - das Fest zur Eröffnung der Saison ist in dem kleinen Ort fast so wichtig wie Weihnachten.

Leben an der Nordsee 11:55

Leben an der Nordsee: Norwegens Küsten und Fjorde

Land und Leute

In den Schären von Kristiansand entlang der Nordseeküste im Süden des Landes gibt es unzählige idyllische Fischerdörfer, einsame Buchten und ertragreiche Angelplätze. Norwegen ist Europas größter Exporteur für Fisch und die Gegend rund um Kristiansand gilt als eine der fischreichsten Norwegens. Meeresbiologen fangen hier Kabeljau im flachen Wasser der Schären, um zu untersuchen, wie sich die Population der Fische durch Umwelteinflüsse verändert. Nicht weit von der Küste entfernt, in den von Seen durchzogenen Wäldern, lebt das Nationaltier Norwegens - der Elch. Rund 300.000 gibt es, doch die scheuen Einzelgänger sind schwer zu finden. Eine von ihnen ist Elchkuh Anna. Sie lebt in den Wäldern von Kristoffer Kallhoud - er hat über mehrere Monate hinweg das Vertrauen des vorsichtigen Tieres und seines Babys gewinnen können. Im seichten Gewässer vor der trubeligen Hafenstadt Bergen sind zwischen den kleinen Inseln Algenfischer unterwegs. 450 verschiedene Sorten gibt es in Norwegens Nordsee. Alle sind essbar, aber nicht alle schmecken - wie Algenfischer Runar Trellevik festgestellt hat. Die Leckeren liefert er an Gourmet-Restaurants. Zusätzlich produziert er Gewürze, Hautcremes und Schokolade aus den Meerespflanzen. Die Reise entlang Norwegens Nordseeküste endet in Ålesund. Mit ihren Jugendstil-Häusern gilt sie als eine der schönsten Städte Norwegens. Jedes Jahr baut die Jugend der Stadt in wochenlanger Schwerstarbeit einen riesigen Holzturm und in der Mittsommernacht, wenn die Sonne nicht untergeht, brennt er bei einem Volksfest über Stunden nieder.

Titanic - Die Nacht der Katastrophe 12:50

Titanic - Die Nacht der Katastrophe: Unsinkbar?

Dokumentation

Die Titanic befindet sich auf ihrer Jungfernfahrt nach New York. Viele Reisende wandern in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Amerika aus, andere sind geschäftlich unterwegs oder genießen schlicht die Überfahrt auf dem Luxusdampfer. Sie alle sind überzeugt, auf dem sichersten Schiff aller Zeiten zu reisen. Gegen 23 Uhr haben sich die meisten Passagiere in ihre Kabinen zurückgezogen. Nur die Crew arbeitet durch, damit die Titanic ihren Zeitplan einhalten kann. Um 23.07 Uhr empfängt die Funkstation eine Eisberg-Warnung - doch die Nachricht wird nicht als dringend eingestuft ... 22 Minuten später meldet Frederick Fleet aus dem Ausguck: "Eisberg direkt voraus!" Das Ruder wird sofort herumgerissen. Es scheint, als sei die Titanic der Gefahr knapp entronnen, doch in einem der Kesselräume bemerkt der Heizer Frederick Barrett, dass Wasser durch ein Loch im Rumpf strömt. Er und seine Kollegen können entkommen, bevor sich die Schotten hinter ihnen schließen. Noch wiegen sich Besatzung und Passagiere in Sicherheit, denn das größte Passagierschiff der Welt gilt als unsinkbar. Doch dann werden innerhalb einer halben Stunde vier der insgesamt 16 angeblich wasserdichten Abteilungen des Schiffs geflutet. Noch eine fünfte, und die Titanic ist verloren ... Ausgerechnet Thomas Andrews, der Chefkonstrukteur des Unglücksdampfers, entdeckt zu seinem unbeschreiblichen Entsetzen, dass die Katastrophe eingetreten ist. Nur knapp zwei Stunden später versinkt die Titanic in den eisigen Fluten des Atlantiks.

Titanic - Die Nacht der Katastrophe 13:50

Titanic - Die Nacht der Katastrophe: SOS

Dokumentation

Der Kapitän der Titanic befiehlt den Funkern, einen Notruf abzusetzen. In den Kesselräumen wird unterdessen verzweifelt versucht, das eindringende Wasser abzupumpen, um Zeit zu gewinnen. Da die Rettungsboote nur für die Hälfte der Menschen an Bord ausreichen, bleibt die Hoffnung, dass ein anderes Schiff zur Hilfe kommt. Die Passagiere der Ersten Klasse erhalten Schwimmwesten und werden aufgefordert, an Deck zu gehen. Noch wissen sie nicht, dass das Schiff dem Untergang geweiht ist. Auf dem nächstgelegenen Schiff, der "SS Californian", ist der Funker nicht mehr im Dienst. Ein anderes Schiff, der Dampfer "RMS Carpathia", nimmt jedoch Kurs auf die Titanic. Eine Passagierin der Ersten Klasse, Lucy Duff-Gordon, erinnert sich, dass man sie aufforderte, ohne ihren Ehemann in ein Rettungsboot zu steigen. Der verantwortliche Offizier auf der Backbordseite, Charles Lightoller, hält strikt an der Regel fest, nur Frauen und Kinder in die Boote zu lassen. Viele Familien entscheiden sich, zusammen an Deck zu bleiben, und einige Rettungsboote werden halb leer zu Wasser gelassen. Als klar wird, dass die "Carpathia" das sinkende Schiff nicht rechtzeitig erreichen kann, werden vermehrt Morselampen und Notraketen eingesetzt, um die "SS Californian" auf die Katastrophe aufmerksam zu machen - doch deren Funker schläft weiterhin. Nun erkennen auch die Passagiere der Zweiten und Dritten Klasse die Ausweglosigkeit ihrer Lage und drängen an Deck. Die "SS Californian" antwortet immer noch nicht. Alle, die nicht rasch einen Platz in einem Rettungsboot finden, drohen mit der Titanic unterzugehen.

Titanic - Die Nacht der Katastrophe 14:45

Titanic - Die Nacht der Katastrophe: Kampf ums Überleben

Dokumentation

Um 1.12 Uhr nachts befinden sich noch mehr als 2.000 Menschen an Bord der Titanic. Da die Rettungsboote nicht für alle ausreichen und keine Hilfe in Sicht ist, eskaliert die Situation. Um die Ordnung in dieser ausweglosen Lage notdürftig aufrechtzuerhalten, werden Schusswaffen an ranghohe Offiziere verteilt. Besonders hart trifft es die 709 Passagiere der Dritten Klasse: Ohne Lautsprecherdurchsagen oder Stewards, die ihnen den Weg weisen, sind sie auf sich allein gestellt. Ein Gewirr aus Gängen und Treppen erschwert ihnen den Zugang zum Deck. Selbst diejenigen, die es schließlich dorthin schaffen, stoßen auf ein verriegeltes Gitter, das ihnen den Weg zu den letzten Rettungsbooten versperrt. Die wenigen Boote, die noch verfügbar sind, füllen sich rasch. Auf der Backbordseite hält Offizier Lightoller strikt an der Anweisung fest, nur Frauen und Kinder einsteigen zu lassen. Eine Passagierin der Zweiten Klasse, Charlotte Collyer, steht vor einer schmerzhaften Entscheidung: Soll sie mit ihrer kleinen Tochter in ein Rettungsboot steigen oder bei ihrem Mann an Bord des sinkenden Schiffes bleiben? Bruce Ismay, Direktor der "White Star Line", der bis dahin bei der Evakuierung geholfen hat, sichert sich in letzter Minute einen Platz in einem der letzten Boote. Als es den verzweifelten Passagieren der Dritten Klasse schließlich gelingt, das Gitter aufzubrechen, kommt es zu einem chaotischen Ansturm auf die Rettungsboote. Eugene Daly berichtet, wie er aus einem Boot gerissen wird, in das er gesprungen war. Kurz darauf muss er mitansehen, wie zwei Männer erschossen werden, als sie versuchen, sich ebenfalls in ein Boot zu retten. Ein überforderter Offizier nimmt sich inmitten des Chaos das Leben. Weil noch immer über 1.500 Menschen an Bord sind, befiehlt der Kapitän den sich bereits entfernenden, nur halb besetzten Rettungsbooten, zurückzukehren. Doch die Insassen fürchten, von den verzweifelten Schiffbrüchigen in die Tiefe gerissen zu werden. Sie ignorieren den Befehl und rudern weiter - weg von der sinkenden Titanic.

Titanic - Die Nacht der Katastrophe 15:45

Titanic - Die Nacht der Katastrophe: Die letzten Minuten

Dokumentation

Als das letzte Rettungsboot die Titanic verlässt, wird den Zurückgebliebenen klar: Es gibt keine Rettung mehr. Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus. Kapitän Smith wirkt wie erstarrt, während Thomas Andrews, der Konstrukteur des Schiffs, bis zuletzt versucht, Passagiere in Sicherheit zu bringen. Einige Crewmitglieder nehmen einen letzten Drink. Die Funker Harold Bride und Jack Phillips halten bis zum Schluss ihre Position. Erst als der Kapitän den Befehl zum Verlassen des Schiffs gibt, gehen sie an Deck. Dort versuchen sie, eines der faltbaren Rettungsbotte zu Wasser zu lassen. Doch eine Welle reißt die beiden weg, genau wie andere Hunderte Menschen. Das Heck der Titanic richtet sich immer steiler auf, während sich verzweifelte Passagiere daran klammern. First Class-Passagier Jack Thayer und Offizier Lightoller springen ins eiskalte Wasser. Dann bricht das Schiff entzwei, und um 2.20 Uhr ist die Titanic versunken. Für einen Moment herrscht Stille, dann ertönen verzweifelte Schreie. Thayer, Lightoller und Bride retten sich auf das kieloben treibende Faltboot B. In den Rettungsbooten hören die Insassen die Hilferufe, doch nur zwei Boote kehren um. Die meisten Überlebenden bleiben im eisigen Wasser zurück. Als die "Carpathia" eintrifft, sind 1.496 Menschen ertrunken - eine Tragödie, die Geschichte schreibt.

Étretat forever 16:45

Étretat forever: Biografie eines Sehnsuchtsorts

Tourismus

Der kleine Ort Étretat in der Normandie ist eine Ikone der französischen Küstenlandschaft, die Maler und Schriftsteller schon im 19. Jahrhundert faszinierte und die heute unter dem Übertourismus leidet. Die Natur hat hier ein Amphitheater gestaltet, mit schützenden Seitenwänden und Zier-Säulen aus Felsen und dem Kiesel-Strand als Bühne; die Logenplätze auf der Anhöhe sind von herrschaftlichen Villen besetzt, unten liegen die schlichteren Häuser des Fischerviertels. Nur etwa tausend Einwohner gibt es, aber ein Dutzendfaches an Tagestouristen - über eine Million Gäste jedes Jahr. Einige kraxeln auf die teils gesperrten Klippen, um Fotos aus der gleichen Perspektive zu schießen, wie einst Claude Monet das Felsentor malte. In den Erzählungen von Guy de Maupassant werden umtoste Klippen zur düsteren Seelenlandschaft, in Verfilmungen der Coups des Meisterdiebs Arsène-Lupin wird Étretat ein Ort der Geheimnisse und der Schatzsuche. Das Nebeneinander schöpferischer und bedrohlicher Naturkräfte, die Bündelung unterschiedlicher Sehnsüchte und untergründiger Ängste - all das ist hier gebündelt auf engem Raum. Die in weichem Gestein eingeschlossenen Silex-Feuersteine der Mauern, die zu Hütten umgebauten Schiffs-Rümpfe, orientalistische Formen an Mauern - der Architekt Raphaël Renard erklärt, was diesen Ort so besonders macht. Für seinen Sohn Ramsès und Clara, die eine Wassersportschule betreiben, wird der Feierabend erst wieder schön, wenn der große Touristenansturm vorüber ist und man, ohne umgerannt zu werden, über die Uferpromenade spazieren und den Blick aufs Meer genießen kann.

Sheku Kanneh-Mason 17:40

Sheku Kanneh-Mason: My Playlist

Musikerporträt

Ob man es nun Lieblingsmelodien oder "My Playlist" nennt, Johann Sebastian Bachs "Cellosuite Nr. 1" darf natürlich nicht fehlen - ebenso wie "Der Schwan" von Camille Saint-Saëns oder Edward Elgars "Cellokonzert". Das sind Hits, die alle Cellistinnen und Cellisten - vom ersten Unterricht während der Kindheit bis zur Weltkarriere immer wieder spielen. Dazu verblüfft Sheku Kanneh-Mason mit einer einzigartigen Musikauswahl. Neben walisische Volksweisen stellt er ganz selbstverständlich die Komponisten Franz Liszt, Felix Mendelssohn Bartholdy und Sergej Prokofjew. Und dann erlebt das Publikum auch noch seine Liebe zum Pop-Gesang von Singer-Songwriter bis Reggae, von Leonard Cohen bis Bob Marley. Dabei musiziert er selbst mit Gary Barlow - dem Kopf der legendären Boygroup Take That. Bei allen Genres ist immer sein einzigartiges Cello dabei - gebaut im Jahre 1700 von Matteo Goffriller in Venedig. Die Dokumentation verbindet atmosphärisch dichte Live-Auftritte mit ausgewählten Video- und Archivaufnahmen. In persönlichen Gesprächen gewährt Sheku Kanneh-Mason Einblicke in seine Gedankenwelt, Inspirationsquellen und den kreativen Arbeitsprozess. Ergänzt durch einen Streifzug durch seinen lebendigen und bunten Londoner Stadtteil Peckham, entsteht ein vielschichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Künstlers: Es verknüpft auf eindrucksvolle Weise Musik, Biografie und künstlerische Haltung.

Karambolage 18:25

Karambolage: Die Jakobiner / Die Hebamme

Magazin

(1) Die Geschichte In der französischen Politik taucht häufig das Wort "jacobin" auf, wörtlich Jakobiner. Claire Doutriaux erklärt, was es damit auf sich hat. (2) Die Sprechstunde Prune Antoine lebt in Deutschland. Sie erzählt von der besonderen Beziehung, die sie während ihrer Schwangerschaft zu ihrer Hebamme hatte. (3) Das Rätsel Und wie jede Woche das Rätsel!

Zu Tisch 18:40

Zu Tisch: Kastilien-León, Spanien

Essen und Trinken

Rosa González lebt etwas abseits vom religiösen Trubel, der in der Zeit vor Ostern in Zamora im Nordwesten Spaniens einkehrt. Die begeisterte Köchin kennt die Traditionen und Gerichte, die mit der Karwoche verbunden sind. Wenn sie den Fasteneintopf Potaje de Vigilia oder geschichteten Kabeljau zubereitet, probiert sie moderne Varianten der überlieferten Rezepte aus. Rosas Freundin Asun Codesal kocht genauso gern und gut, und ist während der Semana Santa ("Heilige Woche") im religiösen Dauereinsatz. Von Gründonnerstag auf Karfreitag, wenn Tausende Gläubige mit Masken und Spitzhüten bekleidet die Heiligenfiguren durch die Stadt begleiten, ist für Asun und ihre Familie an Schlaf kaum zu denken. Ostern ist eine Zeit des süßen Gebäcks, das privat und in den vielen Nonnenklostern zubereitet wird. Rosa und Asun versuchen sich an Aceitadas aus Eiern, Mehl, Zucker und dem namengebenden Olivenöl - Aceite de Oliva. Tierische Fette haben nichts im Karwochengebäck zu suchen, dafür aber ein kräftiger Schuss Anisessenz. Mit einem speziellen Brandeisen frittiert Rosa außerdem knusprige Florones Castellanos - kastilische Blumen. Dazu gibt sie goldgelben Honig aus ihrer eigenen Bienenzucht. Auf der kastilischen Hochebene - der Meseta - regnet es wenig. Die Region rund um die Stadt Zamora und den Fluss Duero ist bekannt für Wein und Hülsenfrüchte. Insbesondere Kichererbsen sind traditioneller Bestandteil vieler Gerichte. Da Kastilien keinen Meereszugang hat, ist in der fleischlosen Karwoche gepökelter Kabeljau der Fisch der Wahl.

ARTE Journal 19:10

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Die Slowakei - Europa für Entdecker 19:30

Die Slowakei - Europa für Entdecker

Land und Leute

Die Slowakei führt zu Unrecht ein Schattendasein neben ihren Nachbarländern. Verstecken muss sich das kleine Land nicht, denn es hat alles: unverbrauchte Natur, Burgenreichtum, ein einzigartiges Binnendelta und unzählige Heilquellen, in denen einst schon Kaiserin Sisi badete. Zuzana Vandlikova und David Chrenak wollen die "slowakische Route 66" erkunden. Sie beginnt im Süden und führt einmal quer durchs Land, bis zur Hohen Tatra im Norden. Die Nebenstraße ist seit einigen Jahren ein Geheimtipp. Jozef Svoren ist Produzent und Hüter eines slowakischen Schatzes. Er baut die Fujara, eine bis zu 1,70 Meter lange Hirtenflöte. Seit dem 14. Jahrhundert werden die Instrumente hauptsächlich aus Holunderholz gebaut. Früher verständigten sich damit die Hirten über weite Strecken hinweg. Einer begann, ein anderer stimmte ein - das legendäre Echospiel war geboren. Die berühmteste slowakische Burg ist die Arwaburg. 1921 nutzte der deutsche Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau die Felsenfestung als Filmkulisse für "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens". Die guten Geister von heute heißen Lenka Cervenova und Andrea Vyskrabkova. Zwei Restauratorinnen mit viel Verantwortung, denn die alten Burgherren haben unzählige Schätze hinterlassen. Im Süden der Slowakei bildet die Donau ein in Europa nahezu einmaliges Binnendelta. 3.800 Quadratkilometer groß, voll einzigartiger Flora und Fauna. Doch das Gebiet droht auszutrocknen. Katarina Holubova, Wissenschaftlerin und Umweltschützerin, kämpft schon seit Jahren für dessen Erhalt.

Allied - Vertraute Fremde 20:15

Allied - Vertraute Fremde

Drama

Casablanca, 1942: Der kanadische Geheimdienstoffizier Max trifft auf die französische Widerstandskämpferin Marianne. Als Ehepaar getarnt sollen sie den deutschen Botschafter ausschalten. Aus der Camouflage wird Liebe. Die zunächst glückliche Beziehung gerät jedoch ins Wanken, als Max einen deutschen Spion in den eigenen Reihen ausfindig machen soll. Spionagethriller (2016). 1942: Im Auftrag des britischen Geheimdienstes wird der frankokanadische Agent Max Vatan für eine riskante Operation nach Casablanca geschickt. Vor Ort soll er gemeinsam mit der französischen Résistance-Kämpferin Marianne Beauséjour als Ehepaar auftreten, um Zugang zum Umfeld des deutschen Botschafters zu bekommen. Damit das Attentat gelingt, planen Max und Marianne den Ablauf akribisch und perfektionieren ihre neue Identität. Die Nähe zwischen den beiden, die zunächst nur vorgetäuscht ist, wird bald Wirklichkeit: Sie verlieben sich und beschließen, das gefährliche Agentenleben hinter sich zu lassen und zusammen nach London zu ziehen. Dort scheint für einen Moment ein anderes Leben möglich: Hochzeit, ein gemeinsames Zuhause, ein Kind, Max am Schreibtisch statt mit der Pistole. Doch die Ruhe währt nicht lange. Aus den eigenen Reihen werden Informationen an die Deutschen gespielt. Max erhält den Auftrag, den Verräter aufzuspüren und zu eliminieren. Alle Hinweise führen zu Marianne, und Max gerät zwischen die Fronten: Kann es wirklich sein, dass Marianne ihre Gefühle für ihn nur gespielt hat?

Brad Pitt - Die Revanche eines Sexsymbols 22:10

Brad Pitt - Die Revanche eines Sexsymbols

Künstlerporträt

Vom "People"-Magazin wurde er mehrfach zum "Sexiest Man Alive" gekürt. Aber sein Aussehen ist nicht alles: In seiner fast 40-jährigen Karriere hat Brad Pitt eine Vielzahl herausragender Filme gedreht. Mit "Sieben" (1995), "Fight Club" (1999), "Ocean's Eleven" (2001) und "Inglourious Basterds" (2009) sowie zwei Oscars schrieb Pitt Filmgeschichte in Hollywood. Weitere bekannte Rollen hatte er in "Troja" (2004) und "Once Upon a Time in Hollywood" (2019). Unlängst spielte er in dem Thriller "Bullet Train" (2022) an der Seite von Sandra Bullock und in "Babylon - Rausch der Ekstase" (2022), der in den 1920er Jahren spielt, dem goldenen Zeitalter Hollywoods, als der Tonfilm den Stummfilm ablöste und eine neue Branche entstehen ließ. Als ältestes von drei Kindern streng religiöser Eltern wuchs Pitt im Mittleren Westen der USA auf. Sein Studium an der Universität von Missouri warf er 1985 hin, um Schauspieler zu werden. Der Durchbruch auf der Leinwand gelang ihm mit einer eher kleinen Rolle als blonder Verführer von Geena Davis in dem Roadmovie "Thelma & Louise" (1991). Lange versuchte der Oscarpreisträger vergeblich, sein Image als Sexsymbol abzustreifen und auch in andere Rollen zu schlüpfen. Die Biografie zeichnet den ungewöhnlichen Werdegang von Brad Pitt nach und beleuchtet die mitunter mutigen Entscheidungen, mit denen er als Schauspieler, aber auch - in der Öffentlichkeit weniger bekannt - als Produzent das unabhängige amerikanische Filmschaffen bereichert und erneuert hat. Wie Robert Redford vor ihm, nutzte Pitt seinen Superstarstatus und förderte ein anspruchsvolles, kreatives Kino fernab der ausgetretenen Pfade Hollywoods. Zudem spendet er Millionen an Hilfsorganisationen und setzt sich für Naturschutz ein. Bei den Dreharbeiten zur Actionkomödie "Mr. & Mrs. Smith" (2005) lernte Pitt Angelina Jolie kennen. In dem Film spielten sie verheiratete Undercover-Killer. Nach langjähriger Beziehung heirateten die Schauspieler 2014. "Brangelina" war das wohl bekannteste Paar Hollywoods. Zwei Jahre später reichte Jolie die Scheidung von Pitt ein, die 2019 amtlich wurde. Sie forderte das alleinige Sorgerecht für die drei leiblichen und drei adoptierten Kinder. Nach der Trennung zeigte Pitt der Presse ein anderes Gesicht und sprach offen über seine Alkoholsucht, Depressionen und Einsamkeit.

Hans Zimmer - Der Komponist Hollywoods 23:05

Hans Zimmer - Der Komponist Hollywoods

Musikerporträt

Hans Zimmer ist einer der bekanntesten, gefragtesten und revolutionärsten Filmkomponisten der heutigen Zeit. In seiner glanzvollen 40-jährigen Karriere hat Hans Zimmer die Filmmusik neu definiert: Er hat das Publikum begeistert, neue Techniken entwickelt und neue Generationen mit der unvergleichlichen Dramatik der Orchestermusik vertraut gemacht. Diese Dokumentation zeichnet nun mit einem noch nie dagewesenen Zugang Hans Zimmers erstaunliches Leben und seine Karriere nach, vom Frankfurter Bub im Nachkriegsdeutschland, der von verschiedenen Schulen geflogen ist, hin zu einem oscarprämierten Hollywoodkönig. Oft imitiert, aber nie übertroffen, hat Zimmers unverwechselbarer Sound die Filmindustrie über 20 Jahre lang dominiert - und sein Name auf einem Filmplakat ist heute genauso wertvoll wie der eines Starregisseurs oder eines Schauspielers mit Weltruhm. Er hat der Filmmusik und ihrer Bedeutung für das Filmschaffen in Hollywood zu neuem Ansehen verholfen und die klassische Musik einer ganz neuen Generation nahegebracht. Die Dokumentation enthüllt die musikalischen Geheimnisse seines Handwerks; wie er es schafft, sein Publikum zu erschrecken, zu bewegen oder dessen Stimmung zu heben. Hans Zimmer hat mit einer ganzen Reihe von Topregisseuren und -produzenten zusammengearbeitet. Der Film enthält Interviews mit Persönlichkeiten wie Ron Howard, Denis Villeneuve, Christopher Nolan, Jeffrey Katzenberg, Barry Levinson, James L. Brooks, Steve McQueen oder Stephen Frears.