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TV Programm für ARTE am 18.08.2026

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Die Macht des russischen Geheimdiensts 20:15

Die Macht des russischen Geheimdiensts

Dokumentation

Pyotr Werzilow, Mitglied des Performance-Kollektivs Pussy Riot, erregt 2018 weltweit Aufmerksamkeit, als er gemeinsam mit Nika Nikulshina und anderen beim Finale der Weltmeisterschaft als politischer Flitzer auf das Spielfeld rennt. Wochen später wird Werzilow unter mysteriösen Umständen vergiftet und überlebt nur knapp. Für seine damalige Freundin Nika Nikulshina hat der Vorfall ein traumatisches Nachspiel. Kevin Lik wird als 17-jähriger Teenager in Sotschi verhaftet. Der Vorwurf lautet Spionage. Kevin hatte aus seinem Kinderzimmer heraus Fotos gemacht, die einen Militärparkplatz zeigen. Alexey Shmatko ist ein erfolgreicher Unternehmer in der russischen Stadt Penza - bis er Opfer von "Corporate Raiding" wird. Zusammen mit korrupten Beamten versucht der Geheimdienst FSB, von Shmatkos Firmengewinn zu profitieren. Als der Unternehmer die Kooperation verweigert, wird er wegen angeblicher Steuervergehen festgenommen. Andrei Soldatow gehört zu den wichtigsten russischen Investigativjournalisten unserer Zeit, kennt die inneren Strukturen des russischen Geheimdienstapparats wie kaum kein anderer. Er und andere Experten wie der Menschenrechtsanwalt Iwan Pawlow liefern Hintergründe zu Historie und Handeln des FSB und dessen Bedeutung für Wladimir Putin - der 15 Jahre für den KGB arbeitete. Der Film erzählt, mit welchen Methoden der FSB heute arbeitet und wie weit er die Gesellschaft kontrolliert.

Danach

Russland im Krieg 21:50

Russland im Krieg: Ein Land zwischen Propaganda und Widerstand

Dokumentation

"Russland im Krieg" ist ein außergewöhnlich intimer Dokumentarfilm über Menschen, die in einem Land leben, das seit dem Überfall auf die Ukraine im Ausnahmezustand ist. Vier Jahre lang begleitete das Filmteam Journalistinnen, Aktivistinnen, Freiwillige und Angehörige politischer Gefangener - Menschen, die Zeuginnen und Zeugen einer Gesellschaft sind, die sich unter Druck spaltet. Die Moskauer Fotojournalistin Julia riskiert trotz Zensur ihr Leben, um weiter über den Krieg in der Ukraine zu berichten. Maria, deren Mann an der Front ist, organisiert stille Proteste und gerät so ins Visier der Behörden. Alena glaubt an den russischen Sieg und sammelt Spenden für Soldaten an der Front. Der Künstler Nikolai und seine Frau dokumentieren Folter, Haft und den Zusammenbruch jeder Hoffnung. Der Film zeigt die Spannungen zwischen Glauben und Zweifel, Angst und Widerstand - und die fatalen Folgen eines Kriegs, der in jeden Winkel des privaten Lebens dringt. Gedreht über vier Jahre, ist "Russland im Krieg" ein eindringliches Zeugnis über Mut, Selbsttäuschung und das Ringen um Menschlichkeit in einem Land, dessen System brüchig geworden ist.

Belarus - Frauen im Widerstand 23:20

Belarus - Frauen im Widerstand

Dokumentation

Die belarussischen Wahlen 2020 waren bereits vor ihrem Beginn eine Farce: Systematisch ließ Diktator Alexander Lukaschenko Oppositionelle verhaften, um seine Macht zu sichern. Doch die Repressionen entfachten eine Protestbewegung, die niemand erwartet hatte. Im Zentrum standen Frauen - allen voran Swetlana Zichanouskaja, die sich trotz aller Widrigkeiten als Präsidentschaftskandidatin aufstellen ließ. Ihre ebenso mutigen wie besonnenen Aktionen legten den Grundstein für ein Aufbegehren in der gesamten Bevölkerung: Hunderttausende Belarussen demonstrierten friedlich für Freiheit, Demokratie und ein Ende der Diktatur. Die Bilder gingen um die Welt - doch für die belarussische Filmemacherin Volia Chajkouskaya, die im estnischen Exil lebt, waren diese Ereignisse mehr als bloße Schlagzeilen. Aus der Distanz beobachtete sie zunächst, wie sich das Land veränderte. Doch schnell wurde aus ihrem Dokumentarfilmprojekt eine persönliche Mission. Chajkouskaya begleitete drei Frauen, deren Schicksale symptomatisch für den Widerstand stehen: Nadeschda, Masha und Swetlana, deren Ehemänner in politischer Gefangenschaft saßen. Über fünf Jahre spannt der Film einen Bogen zwischen zwei Perspektiven: der kollektiven Erfahrung eines Volkes, das sich gegen Unterdrückung auflehnt, und der persönlichen Reise der Regisseurin, die von der neutralen Beobachterin zur engagierten Chronistin wird. Chajkouskaya filmt nicht mehr nur die Proteste - sie wird Teil von ihnen. Doch selbst wenn das Ende offenbleibt - die Stimmen, denen Chajkouskaya Gehör verschafft, sind nicht mehr zum Schweigen zu bringen.