Jetzt 20:15 22:30
Zeit auswählen
Datum auswählen
Mo Di Mi Do Fr Sa So 27 28 29 30 31 01 02 03 04 05 06 07 08 09

TV Programm für ARTE am 27.07.2026

Jetzt

Phänomenale Natur 17:05

Phänomenale Natur: Grand Canyon, bedrohtes Naturerbe

Dokumentation

Über Jahrmillionen hat sich der Colorado River tief ins Gestein des amerikanischen Westens gegraben und dabei den Grand Canyon geformt. Über eine Strecke von 445 Kilometern erstreckt sich dieses einzigartige Naturwunder. 1919 als Nationalpark unter Schutz gestellt, beherbergt er trotz unwirtlicher Lebensbedingungen eine beeindruckende Artenvielfalt. Die Steilhänge des Canyons bieten Lebensraum für den erfolgreich wieder angesiedelten Kalifornienkondor, der Ende der 1980er Jahre kurz vor dem Aussterben stand. Am trockenen Südrand liegt das Revier von Felsenzieseln, Eulen, Dickhornschafen und Pumas. Der kühlere, bewaldete Nordrand mit einem der letzten Gelb-Kiefernwälder ist Heimat für Bisonherden, Wapitis, Maultierhirsche und Waschbären, und an den Flussufern der inneren Schlucht tummeln sich Biber und zahlreiche Vogelarten. Gleichzeitig steht der Grand Canyon vor ernstzunehmenden Bedrohungen: Fünf Millionen Besucherinnen und Besucher jährlich, der Bau eines Staudamms, Uranabbau und der Klimawandel bedrohen sein fragiles Gleichgewicht. Der Schutz dieses geologischen Naturdenkmals mit seinen diversen Ökosystemen erfordert konkrete Aktionen. Darauf drängen insbesondere die elf indigenen Stämme des Gebiets. Über das indianische Kulturerbe hinaus steht der Grand Canyon vor allem für die Artenvielfalt und gleichzeitig das fragile Gleichgewicht unserer Umwelt, die für die künftigen Generationen erhalten werden muss.

Danach

Europa, von wegen wild! 17:50

Europa, von wegen wild!: Die schottischen Highlands

Dokumentation

Seit Jahrtausenden prägt der Mensch die Landschaften Europas. Die vierteilige Dokumentationsreihe "Europa, von wegen wild!" geht der Entwicklung von vier Regionen nach, in denen Mensch und Natur in fragilem Gleichgewicht leben. Historiker, Archäologen und Biologen erforschen den Einfluss der Menschen auf die scheinbar unberührte Natur. Die Highlands in Schottland wurden durch Schnee und Stürme geformt und erstrecken sich über 25.000 Quadratkilometer. Sie sind bedeckt von Heide- und Graslandschaften sowie dichten Nadelwäldern. Sinnbildlich stehen sie für das wilde Schottland und werden doch seit über 8.000 Jahren von Menschen geprägt. Ein Beispiel dafür sind die typischen Heidelandschaften, die erst im Laufe der Zeit und aufgrund von menschlichen Eingriffen in die Natur entstanden sind. Die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts machen allerdings auch vor den Highlands nicht halt. Die Landschaft verändert sich, sie wird vielfältiger und widerstandsfähiger. Es liegt an den Bewohnerinnen und Bewohnern, wie die Zukunft der Region aussehen soll ...

Europa, von wegen wild! 18:35

Europa, von wegen wild!: Die spanische Dehesa

Dokumentation

Seit Jahrtausenden prägt der Mensch die Landschaften Europas. Die vierteilige Dokumentationsreihe "Europa, von wegen wild!" geht der Entwicklung von vier Regionen nach, in denen Mensch und Natur in fragilem Gleichgewicht leben. Historiker, Archäologen und Biologen erforschen den Einfluss der Menschen auf die scheinbar unberührte Natur. Die Dehesa im spanischen Südwesten lässt die Herzen von Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern weltweit höherschlagen. Wegen ihrer Ähnlichkeit zu afrikanischen Landschaften trägt sie den Spitznamen "europäische Savanne". In keiner anderen Region des alten Kontinents finden sich mehr gefährdete Arten oder eine größere Dichte an Greifvögeln. Bäume, Nahrung, Wasser, Schatten - die idealen Bedingungen in der Dehesa sorgten für die Herausbildung dieser außergewöhnlichen Artenvielfalt. Und ausgerechnet hier gelang es den Menschen, das weitläufigste Agroforstsystem Europas zu schaffen. Es umfasst drei Landschaftsarten: Wiesen mit vereinzelten Eichenhainen, Weideflächen für die Viehzucht und bewirtschaftete Gebiete, in denen Gras gesät wird, damit die Tiere trotz des ungünstigen mediterranen Klimas und der nährstoffarmen Böden genügend Futter finden. Wie wirkt sich das auf die Vielfalt aus?

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Volle Pools und trockene Felder

Reportage

Endlich ist er da - der Moment, auf den die Familie Kelm so lange gewartet hat: ein Pool im eigenen Garten, gefüllt mit klarem Wasser, das in der Sonne schimmert. Kein Urlaub in diesem Jahr, dafür ein Stück Paradies zu Hause. Der Pool als Symbol für Lebensqualität, Erholung, Familienzeit. Ermöglicht hat diesen Traum Andrea Münnich, eine der wenigen Poolbauerinnen Deutschlands. In Buttstädt, Thüringen, führt sie ein Familienunternehmen, das seit den 1990er Jahren Pools baut. Ihr Geschäft boomt - trotz Wassermangels in der Region. Münnich setzt auf nachhaltige Lösungen: Filteranlagen, die Wasser wiederverwenden, Abdeckungen gegen Verdunstung. In diesem Jahr steht ein besonderer Poolbau an: ein riesiges Schwimmbecken für ein Luxushotel. Wie gelingt das umweltverträglich und wassersparend? Obwohl es in diesem Sommer relativ viel geregnet hat, beobachten die Mitarbeiter vom Wasserzweckverband Saalfeld-Rudolstadt die Wassersituation mit Sorge. Kaum Schnee und ein trockenes Frühjahr - für die ohnehin wassersensible Region führte das dazu, dass auch in diesem Sommer Tankwagen fahren mussten. Der Zweckverband hat seit Jahren mit sinkenden Grundwasserspiegeln und versiegenden Quellen zu tun und steht vor großen Herausforderungen, um weiterhin alle mit Wasser versorgen zu können. Landwirt Frank Sallach muss sich an die klimatischen Veränderungen anpassen, wenn sein Betrieb überleben soll: Es ist die erste Saison mit einem riesigen Regenwasserbehälter. Der ist in diesem Jahr gut gefüllt, und seine Ernte scheint vielversprechend zu werden.

Duell in der Sonne 20:15

Duell in der Sonne

Western

Die Waise Pearl ist die Tochter eines weißen Vaters und einer indigenen Mutter. Nach dem Tod ihrer Eltern wird sie bei der Familie von Senator McCanles in Texas aufgenommen, die eine gute Bekannte ihres Vaters ist. Als sich die beiden sehr unterschiedlichen Söhne des Senators gleichzeitig in Pearl verlieben, ist das der Auslöser für eine Familientragödie epischen Ausmaßes. "Duell in der Sonne" von 1946 ist ein leidenschaftlicher Western von King Vidor und William Dieterle, der mit imposanten Landschaftsbildern, rauchenden Colts und großen Gefühlen alle Register des Genres zieht. Pearl Chavez ist die Tochter einer indigenen Mutter und eines weißen Vaters. Nachdem ihr Vater ihre Mutter ermordet hatte und für diese Tat erhängt wurde, steht Pearl plötzlich allein da. Zu jung, um allein zu leben, wird sie zur angesehenen Familie von Senator McCanles gebracht. Pearls Ankunft entzweit die Familie: Laura McCanles ist der Jugendlichen wohlgesonnen, weil sie vor langer Zeit mit Pearls Vater befreundet war. Der Senator währenddessen lehnt sie aufgrund ihrer indigenen Herkunft ab. Die Familie hat zwei erwachsene Söhne: den Frauenhelden Lewt und den ehrbaren Jesse. Beide verlieben sich in Pearl, doch Lewt ist mit seiner draufgängerischen Art und seiner Unverschämtheit erfolgreicher. Pearl wird seine Geliebte. Doch als sie feststellen muss, dass sie für ihn nur ein bedeutungsloses Abenteuer ist, willigt sie ein, Sam Pierce, den Futtermeister der Ranch, zu heiraten. Das kann Lewt wiederum nicht ertragen. Er erschießt Pierce und flüchtet mit Hilfe seines Vaters. Gleichzeitig stellt sich Sohn Jesse offen gegen den Senator, weil der den Bau der Eisenbahn sabotiert und Lewt dabei sogar zu einem Sprengstoffattentat angestiftet hat. Die Fronten in der Familie prallen aufeinander und zermalmen alles, was ihnen im Weg steht ...

Terence Hill: Pazifist und Cowboy 22:20

Terence Hill: Pazifist und Cowboy

Künstlerporträt

Die meisten Menschen kennen ihn als Schlitzohr, als wortgewandten Filmpartner von Bud Spencer: Terence Hill, der mit bürgerlichem Namen Mario Matteo Girotti heißt. Das Filmduo hat mit seinen Actionkomödien einen Mythos erschaffen, der bis heute Millionen von Menschen weltweit begeistert. Aber der Privatmensch Terence Hill steht in starkem Kontrast zu den Rollen, die er verkörpert - bescheiden, öffentlichkeitsscheu und geprägt von festen, christlichen Werten. Dennoch hat er ein rastloses Leben geführt, ganz wie seine Figuren: Oft war ungewiss, woher sie kommen und wohin sie gehen. Hill ist ein Kosmopolit und besitzt dazu passend den italienischen, den deutschen und den amerikanischen Pass. Er ist ein Mensch, der die Natur und Einsamkeit liebt und ein Pazifist, der Waffen und Gewalt sein Leben lang verabscheut hat. Sein filmisches Werk umfasst weit mehr als die 17 Filme mit Bud Spencer: Er stand in vielen weiteren Produktionen vor der Kamera. Das Porträt "Terence Hill: Pazifist und Cowboy" kehrt an die wichtigsten Stationen und Orte seines Lebens zurück, die den Menschen und Künstler geprägt haben. Rom, Lommatzsch, Gubbio, die Wüste von Tabernas in Spanien und Stockbridge in Massachusetts sind Schlüsselorte. Aus Erzählungen von Freunden, Kollegen und Wegbegleitern entsteht ein facettenreiches Mosaik, das sich zu einem erstaunlichen, überraschenden und beeindruckenden Bild des Menschen Terence Hill verdichtet.

Lost Country 23:15

Lost Country

Drama

Stefan lebt allein mit seiner Mutter. Sie arbeitet als Pressesprecherin der Regierung von Slobodan Milosevic. Es gibt eine unausgesprochene Regel: keine Fragen zur Arbeit seiner Mutter. Stefan versucht, diese Regel zu akzeptieren, doch unter seinen Freunden wächst der Unmut gegen die autoritäre Regierung. Die jungen Leute protestieren friedlich; sie wehren sich gegen Wahlfälschungen und beklagen ihre desolate soziale Lage. Erst als der Bruder von Stefans Freund verhaftet wird, kippt die Stimmung, und Stefan kann die Rolle seiner Mutter nicht mehr ignorieren. Seine Freunde wollen von ihm die Wahrheit wissen, aber Stefan ist machtlos, denn seine Mutter hält an ihrer Regel fest. Stefan muss seinen Platz zwischen zwei völlig verschiedenen Welten finden: seiner Mutter, die ihn zu seinen Großeltern fährt und ihn liebt, und der Sprecherin, die es gutheißt, wenn friedliche Demonstranten von der Polizei zusammengeschlagen werden. Obwohl die Handlung im Serbien der 1990er Jahre angesiedelt ist, hat der Film eine beklemmende Gegenwartsrelevanz. Fragen nach Nationalismus, Ausgrenzung und politischer Radikalisierung wirken angesichts der aktuellen Entwicklungen in Europa brennender denn je.