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Gérard, Françoise und Amadéo suchen fieberhaft nach dem "wahren Proletariat", um ihrer maoistischen Gruppe Legitimität zu verleihen. Mit Claudine tritt eine Figur auf den Plan, die alle Zuschreibungen sprengt: Arbeiterin, Prostituierte, Studentin, Projektionsfläche. In ihrer Unbedarftheit erschüttert sie die theoretischen Gewissheiten gründlich und schließt sich der Gruppe an. Während Rektor Merloux Vincennes als "Universität des Volkes" für einen kommunistischen Imagefilm inszenieren will, protokolliert die Polizei längst mit. Gérard und Françoise kapern die Werbefilmvorführung, um die Arbeit der Putzkräfte, Migranten und Frauen hinter dem Bild der Universität des Volkes offenzulegen. Zugleich treten erste Konflikte um Geschlechterverhältnisse offen zutage. Die Frauen wollen sich als eigene Gruppe formieren.
23:40
An der Reformuniversität Vincennes fordern Studentinnen verschiedener linker und feministischer Gruppen einen eigenen Raum, um sich jenseits männlicher Dominanz zu organisieren. Als ihre Forderung von Präsident Merloux herablassend abgewiesen wird und auch linke Männer wie Gérard den Feminismus als Nebenwiderspruch behandeln, ziehen die Frauen kurzerhand in den Wald. Dort errichten sie ein autonomes Lager mit Küche, Bibliothek, Kursen und Versammlungen. Während die Situation an der Universität zunehmend chaotisch wird, verfolgt Claudine die Ereignisse aufmerksam. Angesichts der feministischen Debatten, ihres eigenen Doppellebens und der alltäglichen Improvisation in Vincennes begreift sie, dass ein Studium für sie mehr sein könnte als die Befriedigung ihrer Neugier. Als sie erfährt, dass sie möglicherweise Anspruch auf Studienbeihilfe hat, eröffnet sich erstmals eine reale Perspektive auf ein anderes Leben. Am Ende erhalten die Frauen tatsächlich einen eigenen Raum, und Françoise gründet einen autonomen maoistischen Bund.