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TV Programm für ARTE am 19.01.2026

Jetzt

Sundarbans, im Reich der Königstiger 16:55

Sundarbans, im Reich der Königstiger

Tiere

In den Sundarbans befinden sich die größten Mangrovenwälder der Erde. In diesen abgelegenen Sumpfgebieten versorgen sich Honigsammler und Fischer aus den umliegenden Dörfern seit Urzeiten mit überlebenswichtigen Ressourcen. Unter Lebensgefahr - denn in den Sundarbans lebt auch der Bengal-Tiger, eine der größten Raubkatze der Welt. Immer wieder kommt es zu tödlichen Zusammentreffen zwischen Raubtier und Mensch. Sonamoni, Kushalya und Buli sind drei Frauen, deren Männer nicht aus den Sundarbans zurückgekehrt sind. Die "Tigerwitwen" wurden aus ihrer Gemeinschaft verstoßen, weil die abergläubischen Dorfbewohner fürchteten, sie würden Unglück bringen. Sonamoni, die älteste von ihnen, hatte lange unter der Ächtung zu leiden, bis sie einen zweiten Ehemann fand. Doch auch er ließ sein Leben in den Klauen des Tigers. Zum Glück für einige der jüngeren Witwen verliert sich der Aberglaube allmählich. Buli, die mit 27 Jahren ihren Mann verlor, erhielt Unterstützung von Nachbarn und Verwandten. Die junge Kushalya, die nach dem Tod ihres Mannes völlig mittellos war, musste notgedrungen selbst in den Mangroven fischen gehen und sich der Gefahr eines Tigerangriffs aussetzen. Der Zoologe Aziz begibt sich regelmäßig in die Mangrovenwälder und bemüht sich darum, Tierschutz und Sicherheit der Bewohner miteinander zu vereinbaren. Um den vom Aussterben bedrohten Bengal-Tiger zu schützen, führt er Zählungen durch und setzt sich für den Erhalt eines der letzten natürlichen Lebensräume der Großkatze ein.

Danach

Die Leoparden-Dynastie 17:50

Die Leoparden-Dynastie: Aufstieg eines Prinzen

Tiere

Im Waldgebiet Jhalana, am Rande von Jaipur, lebt das königliche Erbe der Rajputen weiter. Seit nunmehr sechs Jahren herrscht der mächtige Leopardenkönig Bahadur über das Gebiet. Als die Gefährtin des Königs verschwindet, bleibt Bahadurs zweijähriger Sohn allein im Wald zurück. Der bislang von seiner Mutter umsorgte Prinz Rana muss nun ums Überleben kämpfen und bedient sich dazu heimlich an der Beute seines Vaters. Mit der Zeit wächst er zu einem stattlichen jungen Leoparden heran. Eigentlich hätte Rana sich anderswo sein eigenes Revier sichern müssen, aber er bleibt, um das Königreich seines Vaters einzufordern. Indessen wittert Flora, eine ehrgeizige junge Leopardin, ihre Chance auf den Thron. Sie verführt zunächst den alternden Bahadur, fasst jedoch bald Rana als neuen Gefährten ins Auge. Die Verbindung zwischen Rana und Flora ist einzigartig. Monatelang verteidigen sie Seite an Seite ihr Revier und bekommen auch bald drei Junge. Rana wird immer stärker und tötet schließlich eine stattliche Nilgauantilope, doppelt so groß wie er selbst - ein bedrohliches Signal für den noch herrschenden Bahadur. Der König weiß um die zunehmenden Unruhen in seinem Reich, wird sich aber nicht ohne Weiteres geschlagen geben. Er tötet zwei der Jungen von Rana und Flora. Es kommt zum Kampf, bei dem Flora verletzt mit ihrem verbliebenen Jungen in den Wald flieht. Nun ist es an der Zeit für Rana, seinem Vater die Stirn zu bieten. Er weiß, dass er dem König die Macht nur in einem blutigen Kampf entreißen kann. Bald wird das Leben im Königreich für niemanden mehr so sein, wie es bisher war ...

Die Löwinnen-Dynastie 18:35

Die Löwinnen-Dynastie: Schicksalsjahre

Tiere

In der afrikanischen Savanne haben die Löwen das Sagen und gehen im Rudel auf die Jagd nach großer Beute. Im indischen Bundesstaat Gujarat hingegen sieht der Überlebenskampf dieser majestätischen Raubtiere ganz anders aus. Asiatische Löwen müssen sich in einer Welt behaupten, in der der Mensch an der Spitze der Nahrungskette steht. Im Gegensatz zu ihren afrikanischen Verwandten ist ihr Lebensraum durch dichte Wälder, bewirtschaftete Felder und bewohnte Dörfer stark eingeschränkt. Inmitten dieser Herausforderungen begleitet die Dokumentation eine Löwenmutter, die ihr erstes Junges großzieht. Ständig muss die Löwin Mut und Anpassungsfähigkeit unter Beweis stellen, denn Gefahr lauert überall. So muss sie ihr Junges vor umherstreifenden Leoparden und paarungswilligen Löwen verstecken. Männchen sind unerwünschte Gäste in den Rudeln - hier geben die Weibchen den Ton an. Entschlossen, ihren Sohn zum neuen König heranzuziehen, stellt sie ihn unter den Schutz schwesterlicher Solidarität. Doch der Weg bis zum Erwachsenwerden ist steinig. Das Jungtier muss lernen, sich an Beute anzuschleichen, die geschmeidigen Bewegungen seiner Mutter zu imitieren und gefährlichen Feinden aus dem Weg zu gehen. Die wichtigste Lektion ist jedoch die der Unabhängigkeit. Eines Tages muss die Löwin ihren Sohn sich selbst überlassen, damit er im Gir-Wald ein eigenes Revier erobern kann. Die Dokumentation erzählt eine Geschichte von Überlebenskampf, Anpassungsfähigkeit - und vom Vermächtnis der letzten Asiatischen Löwen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Das Ende der PKK

Reportage

Im Februar 2025 rief Abdullah Öcalan, der in der Türkei inhaftierte Führer der PKK, die bewaffneten Einheiten seiner "kurdischen Arbeiterpartei" auf, die Waffen niederzulegen. Könnte dies den jahrzehntelangen Konflikt mit dem türkischen Staat beenden? Im Nordosten Syriens, in Rojava, lebt Biyan M., bekannt unter dem Kampfnamen "Kurdistan Kojer". Die autonome kurdische Region setzt auf demokratische Prinzipien und Gleichberechtigung, Frauen spielen eine zentrale Rolle. Biyan stammt aus einem Dorf nahe der irakischen Grenze. Als 2011 der Aufstand gegen Syriens Machthaber Assad begann, schloss sie sich mit ihrem Bruder lokalen Kampfeinheiten an. Heute führt sie die Frauenmiliz YPJ, ihr Bruder kommandiert die Volksverteidigungseinheiten YPG. Öcalans Appell versteht sie, doch sagt: "Wir geben die Waffen nicht ab, solange unser Ziel einer stabilen Demokratie nicht erreicht ist." Etwa 200 Kilometer nördlich, in der mehrheitlich kurdischen Stadt Diyarbakir, engagieren sich die "Friedensmütter" für Dialog. Sie suchen den Kontakt zu Familien vermisster PKK-Kämpfer und setzen auf Amnestien. Auch Hava Kiran, 67, hofft, dass ihr seit elf Jahren vermisster Sohn noch lebt und wünscht sich, dass der Friedensprozess seine Rückkehr ermöglicht. Öcalans Aufruf hat sie zunächst erzürnt, heute verbindet sie damit Hoffnung: "Wir haben mit dem Blut unserer Kinder einen hohen Preis gezahlt. Das soll anderen Müttern erspart bleiben." Ob die derzeitige Friedensinitiative den Weg zu einem dauerhaften friedlichen Zusammenleben in der Region ebnet, bleibt offen.

Die untreue Frau 20:15

Die untreue Frau

Kriminalfilm

Charles, ein Versicherungsunternehmer, und seine Frau Hélène sind Teil des Großbürgertums; mit ihrem Sohn leben sie außerhalb von Paris, in der Nähe von Versailles. Ihre Ehe verläuft gut, doch Charles ist misstrauisch geworden und fürchtet, von Hélène betrogen zu werden. Eines Tages entdeckt er per Zufall, dass sie ihn über ihre Verabredungen in der Stadt belogen hat. An Charles nagen Zweifel, weshalb er einen Privatdetektiv beauftragt. Dieser bringt die Wahrheit ans Licht: Hélène trifft sich dreimal wöchentlich mit dem Schriftsteller Victor Pegala. Charles sucht Victor auf und versichert ihm glaubwürdig, dass er ihm nicht feindlich gesinnt ist. Er bittet Victor, ihn durchs Haus zu führen, und entdeckt dabei einen Gegenstand, den er Hélène vor einigen Jahren geschenkt hat. Im Affekt erschlägt er Victor und löscht dann sorgfältig die Spuren. Die Leiche des Schriftstellers wirft er in einen Teich. In den folgenden Tagen wundert sich Hélène über die mysteriöse Abwesenheit ihres Liebhabers, bis die Polizei sie besucht. Die Schlinge zieht sich um Charles zusammen ...

Heinrich Böll: "Katharina Blum lebt!" 21:50

Heinrich Böll: "Katharina Blum lebt!": Das Erbe einer Erzählung

Literatur

Vor 50 Jahren schrieb Heinrich Böll die Erzählung "Die verlorene Ehre der Katharina Blum". Es ist die Geschichte einer Frau, die ins Kreuzfeuer der Presse gerät, von der Öffentlichkeit diffamiert wird und am Ende den federführenden Journalisten erschießt. Die Erzählung landet auf Anhieb auf Platz eins der Bestsellerliste - 2,7 Millionen Mal verkauft und in 30 Sprachen übersetzt. Bis heute ist sie ein Symbol für die Hetze der Boulevardmedien, die eine Frau zur Mörderin gemacht haben. Das Buch des Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll entstand kurz nach den Studentenunruhen, in den Gründungsjahren der RAF, als die Debatte um Terror und Sympathisanten die Medien beherrschte. Es wird hoch gelobt und ist heftig umstritten. Auch Böll wird vorgeworfen, mit seiner Erzählung Gewalt zu rechtfertigen. Andere sehen in dem Buch eine gelungene Abrechnung mit der Sensationspresse. Es ist eine Erzählung - so Reich-Ranicki damals in der "FAZ" -, die "der deutschen Gegenwart mitten ins Herz" zielt. Was machte die Erzählung damals so brisant und warum ist sie heute noch aktuell? Diesen Fragen geht die Dokumentation nach und legt den Fokus auf die Frau, die Hassattacken ausgesetzt ist. Was damals die Zeitung macht, geschieht heute im Internet. Die Dokumentation begibt sich zu denen, die einen persönlichen Bezug zum Buch oder zum Thema haben - sie interviewt Volker Schlöndorff und Margarethe von Trotta, die den Stoff ein Jahr nach Erscheinen des Buches verfilmt haben, spricht mit Günter Wallraff über die Praktiken der "Bild"-Zeitung, mit den Schriftstellerinnen Sharon Dodua Otoo, Anne Rabe und Oriane Jeancourt Galignani über das Buch und mit Katja Diehl und Rokhaya Diallo über den Hass im Netz, dem sie aufgrund ihrer aktivistischen und publizistischen Tätigkeit ausgesetzt sind.

Ein junger Mann aus gutem Hause 22:45

Ein junger Mann aus gutem Hause

Dokumentation

1944 in einem kleinen Dorf in den Pyrenäen geboren, wuchs Claude Loir ohne Vater auf, während seine gleichgültige Mutter ihn bei der Großmutter zurückließ. Als junger Homosexueller in der Provinz spürte er früh die gesellschaftlichen Grenzen und entdeckte zunächst das schwule Milieu in Toulouse. Nach zwei Jahren beim Militär und einem längeren Aufenthalt in der damaligen Hochburg der Homosexuellen, der Côte d'Azur, landete er schließlich in Paris. Er hielt sich mit diversen Jobs wie Antiquar, Chauffeur, Model und Statist an der Comédie Française über Wasser, bis er zufällig in die Pornobranche gelangte. Nach der Abschaffung der Zensur unter Giscard d'Estaing erlebte die französische Pornoindustrie einen Boom. Ein Freund vermittelte Loir erste Drehs, und bald arbeitete er mit Größen der Branche wie der Regisseurin Anne-Marie Tensi und der beliebten Darstellerin Brigitte Lahaie zusammen. Mit seinem aristokratischen Aussehen und seiner unangepassten Art wurde Claude Loir zum Aushängeschild des Porno Chic. Doch der Absturz folgte schnell: Das Aufkommen von AIDS und eine Unterschlagungsaffäre beendeten seine Karrieren so abrupt, wie sie begonnen hatte. Sein Leben stand für absolute Freiheit - und die Frage, welchen Preis man für ein Leben ohne Grenzen zahlt. Der Dokumentarfilm zeichnet den Weg Claude Loirs von der Provinz in die Pariser Gegenkultur nach, in der er zum Symbol einer Ära wurde, die zwischen Befreiung und Exzess schwankte, und in der er dennoch seine Menschlichkeit bewahrte.

Eine Kindheit in Lesotho 00:10

Eine Kindheit in Lesotho

Dokumentarfilm

Mit "Eine Kindheit in Lesotho" schafft Lemohang Jeremiah Mosese einen Dokumentarfilm über seine Rückkehr in eine namenlose Heimatstadt. Es ist keine Spurensuche, sondern ein Dialog mit dem eigenen Ich - erzählt in bruchstückhaften Erinnerungen und Bildern von traumwandlerischer Schönheit. Durch Figuren wie den Marionettenspieler, der die Zeit anhält, den Marktverkäufer als Hüter vergessener Träume oder den alten Bauern, der "Schatten sät, um Licht zu ernten", holt Mosese Verdrängtes ans Licht: eine Kindheit zwischen Armut und Widerstand, zwischen den staubigen Spielplätzen seiner Heimat und den kalten Asphaltstraßen des Exils, die seine Identität prägten. Im Zentrum steht die Mutter - eine Figur der Beharrlichkeit, die ihm mit Geschichten von Heiligen Halt gab. "Sie ließ meine Kindheit für mich lebendig werden, damit ich mich nicht verliere", zitiert der Film ihre prägende Rolle. Doch "Eine Kindheit in Lesotho" ist mehr als die Aufarbeitung eines Exilschicksals. Es ist eine Klage um eine Stadt und ihr Volk, gefangen zwischen der Last der Erinnerung und der Unausweichlichkeit von Verlust. Gleichzeitig feiert Mosese das Kino als Ort, an dem Vergängliches Beständigkeit gewinnt. Ein Werk von melancholischer Schönheit, das persönliche Geschichte in kollektive Poesie verwandelt.

Die Wahrheit 01:40

Die Wahrheit

Drama

Der freiheitsliebenden Dominique gelingt es, dem engen und reaktionären Familienleben in der Provinz den Rücken zu kehren und endlich ihren Traum von Paris wahr zu machen. Sie genießt das legere Stadtleben und verschiedene Affären - auch mit dem Musikstudenten Gilbert Tellier. Obwohl Dominique weitere Romanzen eingeht, will der junge Dirigent sie heiraten. Schließlich erkennt auch sie ihre Liebe für ihn, kann aber von ihren Affären nicht lassen, sodass Gilbert sie verlässt. Dominique versucht ihr Leben allein zu meistern, doch Geldprobleme treiben sie in die Prostitution. Als sie erfährt, dass Gilbert nun mit ihrer Schwester Annie verlobt ist, taucht sie wieder bei ihm auf und die beiden verbringen die Nacht miteinander. Gekränkt von Gilberts kalter Zurückweisung am nächsten Morgen, schießt Dominique ein paar Tage später auf ihn und versucht, sich selbst ebenfalls zu töten. Sie wird jedoch gerettet und muss sich vor Gericht verantworten. Die entscheidende Frage, die das Gericht beantworten muss: War es Mord oder Totschlag, Vorsatz oder Affekt? Der wortgewandte Staatsanwalt wird nicht müde, den Lebenswandel der Angeklagten zur Untermauerung seiner Anklage zu bemühen. Die Zeugen aus dem Umfeld von Dominique und Gilbert skizzieren ein nuancierteres Bild der Beziehung der beiden. Im verbalen Schlagabtausch der gegnerischen Parteien prallen unterschiedliche Moralvorstellungen und Lebensentwürfe aufeinander. Ohne Hoffnung auf ein mildes Urteil trifft Dominique eine verhängnisvolle Entscheidung.

Mit offenen Karten - Im Fokus 03:40

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Mit offenen Augen 03:50

Mit offenen Augen

Infomagazin

Fotos können unser Weltbild beeinflussen. Und jedes Foto hat eine Entstehungsgeschichte. Das Magazin "Mit offenen Augen" ordnet Bilder ein und erklärt Hintergründe. Moderatorin Sonia Devillers liefert faszinierende Aufschlüsse, die über den ersten Blick hinausgehen.

28 Minuten 04:00

28 Minuten

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.

Alte Schachteln aus Belgien 04:50

Alte Schachteln aus Belgien: Lärm und Geruch

Comedyserie

Ein Arzt sitzt allein in seiner Praxis und hat zu wenige Patienten. Es sind schwere Zeiten, die er durchmacht. Doch dann kommt doch noch ein Mann um die 45 in sein Sprechzimmer; ein komischer Kauz, er wirkt etwas verhuscht. Er schildert sein Problem: "Wenn ich furze, ist nie was zu hören, und es riecht auch nicht." Der Arzt staunt nicht schlecht. Damit ist noch nie jemand bei ihm gewesen ...