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TV Programm für ARTE am 29.09.2026

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Baishanzu - Chinas unbekanntes Naturjuwel 16:20

Baishanzu - Chinas unbekanntes Naturjuwel

Landschaftsbild

Hohe Berge erheben sich majestätisch und fangen die feuchtwarme Luft ab, die vom Pazifik aufsteigt. Dichte Nebelschwaden ziehen über die steilen Hänge und speisen unzählige Fließgewässer, die die Landschaft prägen. Diese Wasserläufe machen den Nationalpark Baishanzu zu einem wahren Naturparadies. Das Schutzgebiet ist Lebensraum für eine Vielzahl endemischer und bedrohter Tiere. Dazu gehören verschiedene Molcharten, das Ohrenschuppentier - ein wichtiger Regulator von Ameisen- und Termitenpopulationen -, der Chinesische Riesensalamander, die Großkopfschildkröte sowie Makaken. Darüber hinaus dient das bergige Reservat zahlreichen Zugvögeln als Rastplatz, darunter Schwarzschnabelstörchen, Schneekranichen, Seidenreihern sowie dem seltenen Schwarzstirnlöffler. Auch Silberfasane mit ihrem herrlich gezeichneten Gefieder sind hier anzutreffen. Aufgrund der über 600 Pilzarten, von denen mehr als 300 essbar sind oder Heilzwecken dienen, wurde die Provinz Zhejiang zum "global wichtigen System des landwirtschaftlichen Kulturerbes" erklärt.

Danach

Traumrouten des Orients 17:05

Traumrouten des Orients: Grand Trunk Road

Land und Leute

Bis heute bilden Indien und Pakistan einen geheimnisvollen Subkontinent. In der Kolonialzeit bauten die Briten eine Straße durch das riesige Reich und nannten sie "Grand Trunk Road". Heute kommt der über 2.400 Kilometer langen historischen Route, die von Kolkata über Benares am Ganges entlang nach Delhi und über die pakistanische Grenze nach Lahore und Peshawar verläuft, eine besondere Bedeutung zu: Sie führt durch die verfeindeten Nachbarstaaten Indien und Pakistan, die kulturell immer zusammengehört haben. In Kolkata, dem Ausgangspunkt der Reiseetappe, wird gerade das religiöse Fest Durga Puja gefeiert, ein farbenprächtiges Ereignis. Von dort aus führt die Grand Trunk Road weiter durch den Bundesstaat Bihar bis in die Stadt Bodhgaya. Dort soll Buddha unter dem Bodhibaum Erleuchtung erlangt haben. In Varanasi streift die historische Straße den heiligsten Ort Indiens: Für jeden Hindu ist es wichtig, einmal im Ganges ein rituelles Bad genommen zu haben und wenn möglich auch in Varanasi ins Nirwana einzugehen. Über Delhi geht es weiter bis zur Grenze nach Pakistan, wo allabendlich die Flaggenparade als martialische Show stattfindet. Für kurze Zeit öffnet sich die Grenze, und im Stechschritt zeigen historisch gekleidete Soldaten unter dem Jubel der Zuschauer ihre Gefährlichkeit. In der pakistanischen Stadt Lahore spielen Mädchen Fußball, und Journalistin Xari Jali erzählt vom Werk Rudyard Kiplings, der die Grand Trunk Road in seinem Roman "Kim" verewigte. Mit Eindrücken aus dem afghanischen Viertel von Peshawar, wo Lapislazuli bearbeitet und gehandelt wird, endet die abenteuerliche Reise.

Traumrouten des Orients 17:50

Traumrouten des Orients: Pamir-Highway

Land und Leute

Die abenteuerliche Route durch das Pamir-Gebirge auf das Dach der Welt steckt voller Geheimnisse und Überraschungen. Die Reise beginnt in Duschanbe, der Hauptstadt Tadschikistans. Von dort führt die Fahrt den Fluss Pandsch entlang, durch den Wachan-Korridor und weiter bis in die kirgisische Hauptstadt Bischkek. Der Reiseweg wurde 1932 als Geschenk des Sowjetstaates an die entlegene Region fertiggestellt. Die Nähe zu Afghanistan und China gibt dem Pamir-Highway die Aura einer Abenteuerroute. In den Dörfern am Wegrand ähneln sich die Eindrücke: kleine Gehöfte mit Garten und wenigen Haustieren. Zu sehen sind nur Frauen und Kinder. Die Männer seien fort, heißt es überall, im Ausland zum Arbeiten. Die Berge sind höher als 7.000 Meter und nach Marx, Engels oder dem Kommunismus benannt - so ehrte die Sowjetunion ihre höchsten Gipfel. Will man das Leben der Familien im Pamir kennenlernen, sollte man in "Homestays" übernachten. Pässe, die in über 4.000 Meter Höhe liegen, sorgen für wechselnde Eindrücke und verzaubernde Stimmungen. Auf fast 5.000 Metern leben Nomaden auf ihren Sommerweiden, wo sie aus der Milch von Yaks und Ziegen Käse herstellen. In Kirgistan ändert sich die Kultur. Steppenland mit Pferdeherden bestimmt dort das Bild. Am Yssykköl-See erleben die Besucher einen erstaunlichen Kulturpark: Der Pavillon über den Schriftsteller Tschingis Aitmatov zieht Menschen aus dem ganzen Land an. Der Park würdigt auch die Weltreligionen: Christliche, jüdische, islamische oder buddhistische Zeichen stehen dort für religiöse Toleranz.

Traumrouten des Orients 18:35

Traumrouten des Orients: Von Isfahan nach Samarkand

Land und Leute

In der Wüstenstadt Jasd gibt es noch die Türme des Schweigens, auf denen ehemals Feuerbestattungen durchgeführt wurden, und Tempel mit der ewigen Flamme Zarathustras. Früh am Morgen treffen sich heutzutage dort die Männer zum Souchane, einem traditionellen Muskeltraining, gepaart mit islamischen Gebetsformen. Weiter geht es nach Kerman. Das Neujahrsfest Nouruz steht bevor und jede Familie erwirbt Sofreh-e-Haft-Sin, sieben Symbole, darunter Knoblauch, Apfel, Weizenpudding und Essig, die zum Jahreswechsel in keinem Haushalt fehlen dürfen. Dann wird der Reiseweg abenteuerlich: Schneeberge, hohe Pässe, Salzwüsten und schließlich die Kaluten - einzigartige Formationen in der Wüste, die von Wind und Erosion gestaltet wurden. In der kaum besiedelten Wüste Lut zeigt sich das Leben eines Kamelzüchters und das der Frauen auf dem Land. Nach einem Besuch in Mesched, der heiligsten Stadt im Iran, geht es weiter in die Berge Usbekistans zum Neujahrsfest. Ein Sufimeister und Kräuterarzt weiht in die Geheimnisse seines Berufes und die religiösen Praktiken ein. Buchara und Samarkand, die Endpunkte der Reise, sind heute wieder wunderschöne Zentren des Orients und erinnern an die Blütezeiten der Seidenstraße.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus: Warum die Schweiz eine strikte Neutralität ablehnt

Infomagazin

In der Schweiz wurde bei einer Volksabstimmung von über 70 % der Votierenden die von den Rechtskonservativen vorgeschlagene Aufnahme einer strikten Neutralität in die Verfassung abgelehnt. Bei einer Annahme hätte das Land gegen Russland keine Sanktionen mehr wegen des Überfalls auf die Ukraine verhängen können. Der Kreml nahm aktiv an der Debatte teil - vergeblich.

Re: 19:40

Re:: Färöer Inseln - Im Visier der Großmächte

Reportage

"Mittlerweile sieht man hier häufig U-Boote der USA, aus Deutschland oder anderen Nato-Ländern vor unseren Küsten", sagt Helikopterpilot Hanus Olsen. Die Hubschrauber der staatlichen Fluggesellschaft transportieren Personen und Güter zwischen den zu Dänemark gehörenden Inseln. Die Färöer liegen zwischen der Arktis, Europa, Russland und den USA und gewinnen zunehmend an militärischer Bedeutung. Seitdem Donald Trump öffentlich Ansprüche auf Grönland erhoben hat, ist auch die färöische Politik in großer Sorge. "Wir hoffen, dass Trump die Färöer nicht will, und wir hoffen, dass nicht eines Tages Russland die Färöer besetzt", sagt die 20-jährige Björg. Sie ist die jüngste Abgeordnete, die das Land je hatte. Viele junge Färinger sind verunsichert. Sie befürchten, dass das kleine Land zwischen den Großmächten zerrieben wird. "Deshalb wäre ein Beitritt zur Europäischen Union ideal", meint Fischfabrikant Jens-Martin Knudsen. Denn die Färöer gehören zwar zu Dänemark, aber nicht zur EU. Knudsen sieht wirtschaftliche Vorteile in einer EU-Mitgliedschaft, denn der Fischfang macht 95 Prozent des Exports aus. Der alte Seebär Birgir Enni ist eine Legende auf den Färöern. Er möchte, dass die Färöer unabhängig von Dänemark werden und auch als eigenständiger Staat kein EU-Mitglied werden. Auch, weil er sich von niemandem vorschreiben lassen will, was er essen darf. Denn die Färinger fangen nach wie vor Wale, und das ist in der EU verboten.

Louis Vuitton, das Imperium der Luxusmacher 20:15

Louis Vuitton, das Imperium der Luxusmacher

Dokumentation

Vom nordfranzösischen Mittelständler zu einem der mächtigsten Männer der Luxusbranche: Bernard Arnault. In den 1970er Jahren übernimmt er das familieneigene Bauunternehmen und richtet es neu aus - statt Wohnraum verkauft er die Verheißung von Wohlstand. Als die Sozialisten 1981 in Frankreich an die Macht kommen, zieht es ihn in die USA. Dort lernt er die Regeln eines rücksichtslosen Kapitalismus: Tempo, Aggressivität und den Kult um Leistung. Nach seiner Rückkehr agiert er in Frankreich äußerst trickreich. Sein Meisterstück gelingt ihm mit dem Kauf der maroden Boussac-Gruppe. In dem bankrotten Textilhaus entdeckt er mit der Marke "Christian Dior" einen echten Schatz. Unterstützt durch Staat und Banken erwirbt er das Unternehmen, streicht Arbeitsplätze, verkauft unrentable Sparten und häuft so ein Vermögen an. Parallel formiert sich der Luxusgüterkonzern LVMH aus der Fusion von Louis Vuitton und Moët Hennessy. Arnault nutzt den Machtkampf zwischen den Geschäftsführern geschickt aus. Nach dem Börsencrash 1987 kauft er massiv LVMH-Aktien, schürt die Rivalität der Kontrahenten und sichert sich schließlich die Kontrolle. Gerüchte, Industriespionage und juristische Schlachten prägen diesen Kampf, aus dem Arnault als Sieger hervorgeht. Er begründet neue Marken, engagiert Star-Designer und macht exklusive Produkte wie Taschen, Accessoires und Parfüms für eine internationale Mittelschicht zugänglich, die nach Statussymbolen strebt. In kurzer Zeit baut er ein globales Imperium auf. 1996, mit 47 Jahren, zählt er zu den Milliardären - und prägt die Branche bis heute wie kein Zweiter.

Louis Vuitton, das Imperium der Luxusmacher 21:15

Louis Vuitton, das Imperium der Luxusmacher

Dokumentation

Die zweite Folge der Dokumentation zeigt, wie LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton von der weltweiten Nummer eins im Luxussegment zum scheinbar allmächtigen Player in Politik, Finanzwesen und Medienwelt aufstieg. Der Beginn des 21. Jahrhunderts ist eine Zeit der ungezügelten Finanzmärkte, des Freihandels, des explodierenden Reichtums. Eine Welt ohne Grenzen - wie geschaffen für Bernard Arnault. Sein Konzern setzt auf aggressive Expansion und zieht selbst aus vermeintlichen Niederlagen immense Gewinne. Sogar die Finanzkrise von 2008 wirkt als Beschleuniger. Zwischen 2010 und 2025 vervierfacht sich der Umsatz von LVMH und erreicht über 80 Milliarden Euro. Daneben erweitert das Konglomerat seine Einflusszonen. 2007 kauft Arnault, der bereits das Wirtschaftsblatt "La Tribune" besitzt, die Tageszeitung "Les Échos" zu einem überhöhten Preis - trotz des Widerstands der Redaktion. Mit zunehmender Nähe zum damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy verschwimmen bei Arnault die Grenzen zwischen privatem und geschäftlichem Interesse. Unter Präsident Hollande kommt es im Zusammenhang mit der geplanten Reichensteuer zu Diskussionen über "Steuerpatriotismus". Die Folge enthüllt auch die Schattenseiten dieser Maschinerie: Ein System, in dem nur Rentabilität zählt, setzt seine Stardesigner unter immensen Druck. Heute ist Bernard Arnault auf dem Gipfel der Macht angekommen. Als einflussreicher Partner von Kulturinstitutionen und Großveranstaltungen wie den Olympischen Spielen 2024 in Paris spinnt sein Konzern die Fäden. Und auch die Nachfolge ist gesichert: LVMH ist eine Familienholding und Arnaults Kinder sitzen im Verwaltungsrat.

Elon Musks Traum vom Mars: Der wahre Preis 22:20

Elon Musks Traum vom Mars: Der wahre Preis

Dokumentation

Angesichts der Krisen auf der Erde erscheint eine mögliche Besiedlung des Alls durchaus verlockend. Doch die Vision von einer Zukunft auf fernen Planeten verstellt den Blick auf eine andere Entwicklung: Schon heute dehnt die Raumfahrtindustrie ihren Einfluss im Erdorbit aus - mit Tausenden von Satelliten und im Namen einer globalen, jederzeit verfügbaren Vernetzung. Der beispiellose Ausbau der Raumfahrt bringt immer mehr Startplätze und Raketenstarts mit sich. Ganze Regionen werden dadurch verändert, Ökosysteme geschwächt und lokale Gemeinschaften unter Druck gesetzt. Von Texas über Schweden bis Chile wächst der Protest gegen diese neue Jagd nach Profit, gegen die von ihr verursachte Umweltbelastung und gegen das Paradox eines Systems, das im Namen eines möglichen "Planeten B" den einzigen bewohnbaren Planeten aufs Spiel setzt, den wir haben.

Der Billionen-Prozess: Wer bezahlt die Klimakatastrophe? 23:15

Der Billionen-Prozess: Wer bezahlt die Klimakatastrophe?

Dokumentation

Was als kühne Idee in einem Seminarraum der University of the South Pacific im Jahr 2019 begann, entwickelte sich zu einer globalen Rechtsrevolution. Angesichts zerstörerischer Zyklone und steigender Meeresspiegel fassten Jurastudierende auf Vanuatu einen Entschluss: Sie wollen nicht länger auf unverbindliche politische Versprechen warten. Ihr Ziel ist der Internationale Gerichtshof in Den Haag. Die Staaten, die hauptsächlich für den Klimawandel verantwortlich sind, sollen für die Schäden haftbar gemacht werden. Es geht um Entschädigungszahlungen in Billionenhöhe. Der Dokumentarfilm "Der Billionen-Prozess" erzählt die außergewöhnliche Geschichte dieses sechsjährigen Marathons. Mit unerschütterlicher Entschlossenheit mobilisierten die Studierenden eine weltweite Jugendbewegung. Ihr Ziel ist ein Rechtsgutachten, das die Pflichten der Staaten zum Klimaschutz völkerrechtlich klärt. Was als studentische Initiative begann, wuchs zu einem Zusammenschluss von mehr als 100 Nationen heran, die schließlich vor das höchste Gericht der Welt zogen. Die Dokumentation zeigt den Kontrast zwischen den bedrohten Küstendörfern des Pazifiks und den prunkvollen Hallen des Friedenspalastes. Hier, Tausende Kilometer von zu Hause entfernt, treten die jungen Menschen schließlich vor das Weltgericht. Es ist ein historischer Wendepunkt: Zum ersten Mal wird die Klimakrise nicht als abstrakte Umweltfrage, sondern als Frage der Menschenrechte und der rechtlichen Haftung verhandelt. Die Industriestaaten wehren sich mit Händen und Füßen gegen mögliche finanzielle Ansprüche. Wer wird vor Gericht Recht bekommen?