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TV Programm für ARTE am 01.04.2026

Die Hüter des Waldes 05:05

Die Hüter des Waldes: Brasilien: Aufforstung des Regenwaldes

Dokumentation

Der Amazonasregenwald wird oft als grüne Lunge des Planeten und weltweiter Hotspot der Biodiversität bezeichnet. Er ist der größte tropische Regenwald der Welt und kann das ganze Jahr über Sauerstoff produzieren und Kohlendioxid aufnehmen - anders als die Wälder in den borealen oder gemäßigten Klimazonen, die im Winter über mehrere Monate ruhen. Obwohl er diese wesentliche Rolle für das Erdklima spielt, wird er überall gerodet, um Holz zu gewinnen, vor allem aber, um riesigen Viehweiden, Sojafeldern oder Ölpalmenplantagen Platz zu machen. Benki Piyako wurde als Sohn eines indigenen Asháninka und einer weißen Mutter geboren. Kampf und Revolte haben in seiner Familie Tradition, und so ist er vor Ort wie auch in der Politik aktiv, um den Wald zu schützen und sogar wiederaufzuforsten zu können. Entschlossen nutzt er alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel, um Umweltschäden anzuprangern und die Natur zu schützen. Unter Einsatz seines Lebens filmte er mit einem Kamerateam illegale Holzeinschläge und Rodungen und veröffentlichte die Bilder im Internet. Seine Enthüllungen zwangen die Regierung einzugreifen und das Gebiet militärisch zu sichern. Daneben arbeitet Benki auch in einem von ihm gegründeten Bildungs- und Kulturzentrum. Es steht Indigenen wie Nicht-Indigenen zur Verfügung, um die zerstörten Waldbestände wieder neu aufzubauen. Bislang hat er zwei Millionen Bäume gepflanzt, weitere zehn Millionen sollen folgen.

GEO Reportage 06:00

GEO Reportage: Notruf Nordseeküste: Die Robben-Retter

Reportage

Jedes Jahr im Frühsommer werden auf den Sandbänken und an den Stränden der Nordsee Hunderte Seehundbabys geboren. Manchmal werden diese Welpen von der Mutter getrennt und können nicht mehr gesäugt werden. Dies passiert zum Beispiel, wenn Menschen oder Hunde den Robbenbabys zu nahe kommen oder sie sogar streicheln. Riecht ein Jungtier nach Mensch, wird es von der Mutter nicht mehr angenommen und zurückgelassen, dann heult es vor Hunger und Einsamkeit. Von Borkum bis Helgoland sammeln die Robben-Retter sie ein und bringen sie in die nächstgelegene Seehundstation. Dort werden die höchstens acht Kilogramm schweren Babys tierärztlich versorgt, wieder aufgepäppelt und in den nächsten Wochen aufgezogen. Sie lernen vor allem, selbstständig Fisch zu fressen und den Konkurrenzkampf mit Artgenossen zu bestehen, bevor sie an einsamen Strandabschnitten, dann mit strammen 25 Kilo Gewicht, wieder ausgewildert werden. Während die Seehunde im Sommer ihre Jungen zur Welt bringen und sich anschließend paaren, bereiten sich die deutlich größeren Kegelrobben auf ihre eigene Saison vor. Ab November kommen sie zur Helgoländer Düne, um ihre Jungen zu gebären - über 500 innerhalb weniger Tage. Die Neugeborenen erkennt man an ihrem flauschigen, schneeweißen Fell. Die Kegelrobbe ist das größte Raubtier Deutschlands: Bis zu 2,5 Meter lang und 300 Kilogramm schwer. Zur gleichen Zeit liefern sich die massigen Bullen heftige Paarungskämpfe - eine Gefahr auch für den Nachwuchs. Damit die Jungtiere nicht zwischen die Fronten geraten, sorgen Robben-Ranger und andere Helfer auf Deutschlands einziger Hochseeinsel für Ruhe und Abstand - und dafür, dass die Tiere ungestört aufwachsen können.

Küchen der Welt 06:55

Küchen der Welt: Österreich: Tafelspitz

Essen und Trinken

(1): Der Tafelspitz - ein Wiener Klassiker (2): Ein biss'chen Heimat: Johanna, eine Österreicherin in Toulouse (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:25

Stadt Land Kunst: Hunter S. Thompsons San Francisco / Ardèche / Puerto Rico

Magazin

(1): Hunter S. Thompsons alternatives San Francisco (2): Ardèche: Die neue Landlust (3): Philippinen: Ernings Suppe mit Schweinebrühe (4): Puerto Rico: Bittere Pillen

Stadt Land Kunst 08:10

Stadt Land Kunst: Kosovo / Kolumbien / Spanien

Magazin

(1): Kosovo: Ismail Kadares zweite Heimat (2): Kolumbien: Ein Hoch auf das Maultier (3): Frankreich: Samias Tajine mit Fischrogen (4): Spanien: Ein verheerender Dammbruch

Kontinente in Bewegung 09:00

Kontinente in Bewegung: Nordamerika

Dokumentation

Vor etwa 150 Millionen Jahren ist der Urkontinent Pangäa durch Plattenbewegungen auseinandergebrochen und der Atlantische Ozean entstanden. Der nordamerikanische Kontinent, der zuvor mit Europa und Afrika eine zusammenhängende Landmasse bildete, wurde abgetrennt. Durch die tektonischen Bewegungen und den großflächigen Ausbruch von Magma veränderte sich das Klima des neuen Kontinents, mit tiefgreifenden Auswirkungen für Flora und Fauna. Viele Spezies starben unter den neuen klimatischen Bedingungen aus, neue Arten entwickelten sich: Die Dinosaurier waren geboren. Die bewegte tektonische Geschichte Nordamerikas hat spektakuläre Landschaftsformationen hervorgebracht. Der Kontinent ist gezeichnet von Flüssen, weiten Ebenen und Eisflächen, von bunt schillernden Wüsten, fruchtbaren Tälern und geheimnisvollen Bergen. Der hohe Norden, die Wüsten Utahs, die Felsengebirge und das kalifornische Tal des Todes sind nur einige Beispiele der immensen Naturschätze. Genauso beeindruckend sind die aus einem Meer entstandenen Great Plains, ein riesiger Berg im Landesinneren und das als Rocky Mountains bekannte Felsmassiv. Noch heute erfindet Nordamerika sich immer wieder neu. Das Gebiet ist nach wie vor hochaktiv, wie der schlafende Supervulkan Yellowstone und die stetig weiter aufreißende San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien beweisen. Die Entwicklung des Kontinents ist also noch lange nicht abgeschlossen.

Kontinente in Bewegung 09:45

Kontinente in Bewegung: Zentralamerika

Dokumentation

Die Entstehung Zentralamerikas ist in der Erdgeschichte einzigartig: Während die meisten Kontinente vor mehreren Milliarden Jahren entstanden sind, sind die Landmassen, die heute Zentralamerika bilden, erst 150 Millionen Jahre alt. Zwischen Nord- und Südamerika haben die gewaltigen Kräfte auf der Erdkruste einen winzigen Platz für die überwiegend ozeanische Karibische Platte geschaffen, die größtenteils unterhalb des Meeres verläuft. Vor etwa drei Millionen Jahren hat die Annäherung und schließlich der Zusammenstoß des nord- und des südamerikanischen Kontinents zur Entstehung einer Landbrücke, des Isthmus von Panama, geführt - eine Entwicklung mit weitreichenden Folgend für Flora und Fauna des gesamten karibischen Raums. Noch heute ist die Region ständigen tektonischen Veränderungen unterworfen. Die vier umgebenden Landmassen - die Nord- und die Südamerikanische, die Atlantische und die Pazifische Platte - setzen das karibische "Paradies auf Erden" nach wie vor unter enorme Spannung. Die Folge sind zahlreiche Erdbeben und Vulkanausbrüche in Zentralamerika; besonders die nördliche Karibik ist eine der anfälligsten Regionen der Erde für Tsunamis. Um diese möglichst frühzeitig vorhersehen zu können und Schaden von der Bevölkerung abzuwenden, beobachten Forscher unablässig die kleinsten seismologischen Auffälligkeiten.

Kontinente in Bewegung 10:30

Kontinente in Bewegung: Südamerika

Dokumentation

Der südamerikanische Kontinent ist Symbol großer Kontraste und Superlative: Heimat der längsten Bergkette der Welt, des größten Regenwaldgebiets, des wasserreichsten Flusses, der trockensten Wüste und der beeindruckendsten Artenvielfalt. Mehrere Milliarden Jahre befand sich dieser Erdteil im Südpazifik, bevor er sich endgültig vom südlichen Großkontinent Gondwana abtrennte - nach mehreren Millionen Jahren des Zusammenlebens trennt der Atlantik fortan die zukünftigen Kontinente Afrika und Südamerika. Der südamerikanische Kontinent driftet langsam gen Westen, kollidiert dabei mit der Pazifischen Platte: die Geburtsstunde der Anden. Die mehrere Tausend Kilometer lange Bergkette stellt ein Paradies für Geologen dar und gibt Aufschluss über Plattenbewegungen vor Millionen von Jahren. Auch heute ist der südamerikanische Kontinent unablässig in Bewegung. Er driftet weiterhin westwärts, Kollisionen mit der Pazifischen Platte entladen sich in Erdbeben. Zahlreiche aktive Vulkane rund um den Pazifik, der sogenannte Pazifische Feuerring, zeugen von Subduktionszonen rund um den Pazifik. In einigen Millionen Jahren, so mutmaßen Forscher, könnte die Pazifische Platte völlig subduziert und der Pazifische Ozean verschlossen sein. Diese Hypothese ist zwar umstritten, zeigt aber einmal mehr, dass die Geschichte Südamerikas noch lange nicht abgeschlossen ist. Vielmehr beginnt gerade erst ein neues Kapitel der Erdgeschichte.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Brasilien: Brigadeiros

Essen und Trinken

(1): Schokoladiges Dessert aus Brasilien: der Brigadeiro (2): Ein biss'chen Heimat: Maria, eine Brasilianerin in Paris (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Jacques Chardonnes Madeira / Guyana / Lyon

Magazin

(1): Madeira - Zufluchtsort für Jacques Chardonne (2): Guyana: Brasilien liegt so nah (3): Österreich: Carmens Kasnocken (4): Lyon: Protest in der Kirche

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Tasmanien / Paris / Ägypten

Magazin

(1): Tasmanien: Richard Flanagan stellt Frage 7 (2): Paris: Die Metro verändert die Metropole (3): Ibiza: Marias frittiertes Schweinefleisch (4): Ägypten: Streik im Land der Pharaonen

Die schönen Wilden 14:00

Die schönen Wilden

Komödie

Die hochzeitsflüchtige Französin Nelly folgt dem New Yorker Industriellen und Aussteiger Martin auf eine einsame Karibikinsel, wo sich zwischen beiden ein abenteuerlicher Liebeskrieg entspinnt. Als die emotionsgeladene Robinsonade durch einen innigen Kuss endlich befriedet scheint, taucht plötzlich Nellys angehender Ehemann Vittorio auf, der ihr einstiges Versprechen mit Gewalt einfordern will. Auch Martin ist durch einen Vertrag gezwungen, wieder seinem alten Beruf als Parfümeur nachzugehen. Das Paradies liegt in Trümmern ... Ein Film, der die Weltfluchtromantik intelligent parodiert und von der ersten Minute an kurzweilig unterhält. Martin lebt wie Robinson Crusoe auf einer kleinen Karibikinsel, wo er fernab der Zivilisation Gemüse anbaut. Nur ab und an fährt er in die nächste Hafenstadt, um seine Erzeugnisse zu verkaufen und sich ein wenig zu amüsieren. Bei einem solchen Ausflug macht er Bekanntschaft mit Nelly, einer hübschen Französin. Diese hat sich in das ihm benachbarte Hotelzimmer abgeseilt, um den Fängen ihres angehenden Ehemannes Vittorio zu entkommen. Als der wutentbrannte Bräutigam auftaucht und mit Gewalt Nellys Versprechen einzufordern versucht, kann Martin nicht umhin, ihr zu helfen. Doch Nelly gelingt es tatsächlich, in noch weitaus größere Schwierigkeiten zu geraten, indem sie ihren alten Freund und Nachtclubbesitzer Alex um ein wertvolles Gemälde bringt, das die mittellose Hochzeitsflüchtige in Reisegeld einzulösen gedenkt. Als Martin es trotzdem schafft, Nelly in ein Flugzeug nach Paris zu verfrachten, ist die Erleichterung groß. Aber da irrt er sich, denn Nelly ist ihm unbemerkt auf seine beschauliche Insel gefolgt. Der Aussteiger Martin sieht jedoch nicht ein, sein hart erarbeitetes Paradies mit der aufdringlichen Französin zu teilen, woraufhin sich zwischen beiden ein abenteuerlicher Liebeskrieg entspinnt. Nelly wiederum entdeckt, dass auch Martin auf der Flucht ist, und erhofft sich einen gemeinsamen Neustart in unbekannter Ferne. Jean-Paul Rappeneau inszenierte eine rasante, außergewöhnliche Filmkomödie über die Sehnsucht nach einer heilen Welt, die weniger auf eine spektakuläre Inszenierung als auf das hervorragende Spiel ihrer beiden Hauptdarsteller setzt. Der Film wurde an Originalschauplätzen in Venezuela, auf den Bahamas, in New York und Frankreich gedreht.

Köstliches Südtirol 15:50

Köstliches Südtirol: Vom Norden bis ins Herz des Eisacktals

Essen und Trinken

Folge zwei erkundet den Norden Südtirols. Seit der Römerzeit führt vom Brenner aus eine Verbindungsader durch die Region: das Eisacktal. Noch heute zählt es zu den wichtigsten Handelswegen der Alpen und verbindet auch die Esskulturen des Nordens und des Südens. Auf 2.369 Meter Höhe liegt die Tribulaunhütte. Sie fiel mit Südtirol nach dem Ersten Weltkrieg von Österreich an Italien. Daniela Eisendles Eltern übernahmen in den 1970er Jahren die Bewirtschaftung der Hütte. Heute sorgen Daniela und ihr Mann Fabrizio für das leibliche Wohl der Gäste. Der Renner bei den hungrigen Besuchern sind die Schlutzkrapfen: Teigtaschen aus Pustertaler Roggenmehl. Die Dreitausender der Texelgruppe sind ein Paradies für Naturliebhaber - und Fliegenfischer. Mehrmals in der Woche geht Lukas Fahrner in den Gebirgsbächen zum Fliegenfischen. Hier kommt er zur Ruhe und fängt den Fisch fürs Abendessen: frische Regenbogenforellen mit Bratkartoffeln und Pfifferlingen. Auf einem knappen Hektar pflegt Harald Gasser bei Barbian einen Mikrokosmos aus mehr als tausend Gemüsesorten und Kräutern. Seine Anbaumethoden sind ungewöhnlich, aber die Ergebnisse so hervorragend, dass Harald zum Lieblingslieferanten der Top-Gastronomen Südtirols geworden ist. Am Ufer des Flusses Eisack thront die imposante Trostburg. Hier lebt Terese Gröber, die seit ihrer Kindheit auf dem Hof gearbeitet und in der Burg gedient hat. Den beliebten Nachtisch ihrer Kindheit kocht sie immer noch gern: Schwarzplentene Riebler. Der Kaiserschmarrn aus Buchweizen wird mit einer Frucht vom eigenen Hof abgerundet.

Kontinente in Bewegung 16:20

Kontinente in Bewegung: Von den Anfängen Afrikas

Dokumentation

Afrika wird oft als ein junger Kontinent wahrgenommen, da er erst seit dem 19. Jahrhundert als weitgehend erforscht gilt. Allerdings gehört er in Wirklichkeit zu den ältesten Kontinenten, der sich schon sehr früh in der Erdgeschichte zusammengesetzt und tektonischen Spannungen lange Zeit weitgehend standgehalten hat. Der Kontinent besteht aus bis zu drei Milliarden Jahre alten Plattenformen und war vor zwei Millionen Jahren die Wiege der Menschheit. Nach einer durch einen kosmischen Einschlag verursachten Naturkatastrophe übten die Landmassen rund um Afrika im Laufe mehrerer Millionen Jahre immer mehr Druck auf den Kontinent aus. Schließlich war die Spannung zu stark, die Erdkruste riss und der Superkontinent, in dessen Herzen Afrika sich befand, zerbrach. Die tektonische Geschichte Afrikas hat beeindruckende Landschaftsformationen hervorgebracht und bietet mit ihren vielfältigen Gesteinsformen ein einzigartiges Territorium für Forscher. In dieser Episode beginnt die geologische Zeitreise im Süden des Kontinents und verfolgt die Entwicklung Afrikas von den Ursprüngen bis zum Auseinanderbrechen des Superkontinents Gondwana in die Kontinente Afrika, Australien, Südamerika und die Antarktis.

Kontinente in Bewegung 17:05

Kontinente in Bewegung: Afrika heute

Dokumentation

Erdgeschichtlich gesehen ist Afrika erst seit kurzem ein eigenständiger Kontinent. Während er in seiner Frühzeit relativ stabil war, ist der afrikanische Kontinent seit einigen Millionen Jahren ständig in Bewegung und nähert sich unaufhaltsam der eurasischen Landmasse - die Kollision hat bereits begonnen. Einst trennte das Tethysmeer Afrika und Eurasien, doch dieser Ozean verschwand, und der unausweichliche Zusammenprall von Europa und Asien war von Gibraltar bis Anatolien zu spüren. Zwei Zentimeter pro Jahr schiebt sich der afrikanische Kontinent heute unaufhaltsam gen Norden. Innerhalb des Kontinents führt der Große Afrikanische Grabenbruch dazu, dass die Arabische Halbinsel abreißt. Einen Zentimeter pro Jahr entfernen sich die Platten voneinander. Der von Palästina bis Mosambik verlaufende Spalt wird Afrika in zwei Teile teilen und den gesamten Osten des Erdteils abtrennen - eine Entwicklung mit weltweiten Konsequenzen. Nachdem die vorhergehende Folge der Dokumentationsreihe sich den Anfängen Afrikas auf der Südhälfte des Kontinents gewidmet hat, steht in dieser Folge der Norden des Kontinents im Fokus. Dort wird sich die Zukunft Afrikas und der umliegenden Landmassen entscheiden.

Aal und Co - Süßwasserwelten der Niederlande 17:50

Aal und Co - Süßwasserwelten der Niederlande

Dokumentation

Die Niederlande und das Wasser - ein Land und eine Naturgewalt, die untrennbar miteinander verwoben sind. In ihrer faszinierenden Landschaft sind Deiche, Kanäle, Teiche, Becken, Seen und Flüsse allgegenwärtig. Rund 16 Prozent ihrer Oberfläche bestehen aus Süßwasser, ein Drittel des Landes liegt unter dem Meeresspiegel. Wasser und Wolkenlandschaften sind Teil der niederländischen Identität. Tatsächlich fühlen sich die Menschen seit Urzeiten zum Wasser hingezogen. Aber die ursprünglichen Systeme mit ihren breiten Flussdeltas wurden begradigt, kontrolliert und wirtschaftlichen Interessen untergeordnet. Die Süßwasserbiotope interessierten dabei kaum jemanden. Noch vor 30 Jahren hätte niemand dort drehen können, denn in den verschmutzten Gewässern gab es so gut wie kein Leben mehr. Aber die Zeiten dieser umfangreichen Umweltverschmutzung sind vorbei und die Nachhaltigkeitspolitik macht sich bezahlt: Zahlreiche Lebewesen haben sich ihren einstigen Lebensraum zurückerobert und tummeln sich im frischen, sauberen Nass. Wie das Wasser selbst ist auch sein Ökosystem in ständiger Bewegung. In dem von Wetter und Wolken begünstigten Kreislauf spielt das Quellwasser, das sich in Ströme und Flüsse ergießt, eine ebenso wichtige Rolle wie das scheinbar stagnierende Becken. Jedes Gewässer hat seine Geschichte und seine Protagonisten - nur der Aal ist überall zu Hause. Die Dokumentation entführt das Publikum in die verborgene, faszinierende und atemberaubend schöne Welt unter der Wasseroberfläche.

Asche und Wiedergeburt, in Spaniens Wäldern 18:35

Asche und Wiedergeburt, in Spaniens Wäldern

Dokumentation

Seit Jahrzehnten werden Waldbrände weltweit heftiger und zerstörerischer. In den Sommermonaten füllen Nachrichten von katastrophalen Brandverläufen im Süden Europas die Schlagzeilen. Und doch haben Feuer und Landschaft hier eine lange gemeinsame Geschichte. Waldbrände gehören zum natürlichen Rhythmus der Erneuerung. Aus Asche folgt Wiedergeburt. Tier- und Pflanzenarten in natürlich gewachsenen Wäldern haben im Laufe der Evolution erstaunliche Anpassungs- und Überlebenstricks entwickelt. Einige Arten sind feuerresistent, andere sind sogar auf Brände angewiesen, um sich fortzupflanzen. Die andalusischen Korkeichenwälder etwa trotzen seit Jahrtausenden den immer wiederkehrenden Waldbränden. Ihre mehrere Zentimeter dicke Korkborke schützt die Bäume und die darunter liegenden Knospen vor den Flammen. Das artenreiche spanische Buschland existiert nur, weil es hier regelmäßig brennt. Einige hier lebende Arten wie das andalusische Taublatt brauchen die Brände sogar, um zu überleben. Nach jedem Feuer werden die Karten im Waldsystem neu gemischt. Zu den Gewinnern gehören anpassungsfähige Tierarten wie Manguste, Ginsterkatze und viele Gliedertiere. Ein alter, natürlich gewachsener Wald ist bei einem Brand die beste Lebensversicherung für seine Bewohner. Vom Menschen gepflanzte Monokulturen aus Kiefern und Eukalyptus dagegen brennen in den Sommermonaten oft großflächig und vernichtend nieder. Doch auch sie haben danach die Chance auf einen Neuanfang, um gegen künftige Brände besser gewappnet zu sein. Das erfordert ein Umdenken bei der Bepflanzung im Sinne einer nachhaltigen Waldnutzung.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Der Ausverkauf der Skigebiete

Reportage

Im Schweizer Andermatt hat der US-Konzern Vail Resorts das Skigebiet mehrheitlich übernommen. Bergbahnchef Ignaz Zopp übt nun den Spagat: Er führt den Betrieb für den börsennotierten Konzern und versucht dabei die Identität des Skiortes zu bewahren. Katia Österlund, Mitarbeiterin im Sportgeschäft und Skilehrerin, erlebt, wie Mieten sowie Immobilienpreise auf Großstadtniveau steigen. Ihr Dorf verwandelt sich in ein Luxus-Resort mit schicken Hotels, aber kaum noch bezahlbarem Wohnraum für Einheimische und Saisonkräfte. Ganz anders die "Weiße Arena" bei Flims/Laax: Hier haben Bürgerinnen und Bürger dafür gestimmt, das Skigebiet selbst zu kaufen, um es vor dem Zugriff großer Investoren zu schützen. Urs Welti, Skibauer mit eigener Werkstatt, begrüßt den Schritt. Denn er möchte nicht, dass ausländische Konzerne den wichtigsten Wirtschaftsmotor vor Ort dominieren. Im Familien-Skigebiet Schetteregg in Vorarlberg musste Geschäftsführer Hannes Waldner nach mehreren schneearmen Wintern Insolvenz anmelden. Doch nun will ein Investor den Neustart wagen: Der ortsansässige Unternehmer plant gemeinsam mit Hannes Waldner ein Ganzjahres-Angebot rund um das kleine Skigebiet. Ob es den beiden gelingt, alle Grundbesitzer ins Boot zu holen und für den Sommertourismus zu gewinnen, entscheidet über die touristische Zukunft dieser traditionsreichen Region im Bregenzerwald.

Ein Kuss von Béatrice 20:15

Ein Kuss von Béatrice

Drama

Claire ist Hebamme aus Leidenschaft und geht in ihrer Arbeit auf einer Entbindungsstation vollkommen auf. Ihr sonstiges Leben verläuft ruhig und geordnet: Ihre Freizeit verbringt sie meist allein in ihrem Kleingarten oder mit ihrem Sohn. Doch gleich mehrere Umbrüche stellen dieses wohlgeordnete Leben infrage. Die Entbindungsstation soll geschlossen werden, ihr Sohn denkt darüber nach, sein Medizinstudium hinzuschmeißen, in der Kleingartenkolonie taucht der neue Nachbar Paul auf, der hartnäckig Interesse an ihr zeigt, und dann meldet sich auch noch Béatrice, die frühere Geliebte ihres Vaters, nach mehreren Jahrzehnten bei ihr. Claire ist nicht gut auf Béatrice zu sprechen; sie gibt ihr die Schuld dafür, dass ihr Vater kurz nach Béatrices Verschwinden Suizid beging, und will daher möglichst wenig Zeit mit ihr verbringen. Béatrice jedoch hat einen Gehirntumor und nur noch wenige Monate zu leben, die sie nicht allein verbringen will. Ohne Freunde oder Familie wendet sie sich an Claire in der Hoffnung, die vergangene Beziehung wieder aufleben zu lassen. Widerwillig lässt Claire die Nähe zunächst aus Pflichtgefühl zu. Aus der Konfrontation zweier unterschiedlicher Charaktere entsteht eine unerwartete Freundschaft, die Claire zwingt, ihren Lebensentwurf neu zu verhandeln.

Erich Maria Remarque und Marlene Dietrich 22:05

Erich Maria Remarque und Marlene Dietrich: Flucht in die Liebe

Dokumentation

Was bedeuten Flucht und Vertreibung für die Betroffenen? Das beschreibt der Bestsellerautor Erich Maria Remarque in seinem zweiten großen Welterfolg "Arc de Triomphe". Der Roman erzählt die Liebesgeschichte eines verfolgten deutschen Emigranten, der unmittelbar vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Paris eine geheimnisvolle Frau trifft. Eine Amour fou, wie Remarque sie selbst mit der Hollywood-Diva Marlene Dietrich erlebt hat - und zwar zu einer Zeit, in der ein Leben im faschistischen Deutschland für beide Weltstars ausgeschlossen war. Die Dokumentation rekonstruiert die Parallelen zwischen dieser realen Liebesgeschichte und der fiktiven im Roman. In "Arc de Triomphe" verarbeitet Remarque nicht nur den Schmerz seines eigenen Heimatverlusts, sondern auch seine über zehn Jahre währende, aufreibende Beziehung zu Marlene Dietrich. Entlang der Lebensstationen des Paares und auf der Grundlage von biografischen und historischen Dokumenten sowie Filmausschnitten - 1947 wurde "Arc de Triomphe" in Hollywood mit Starbesetzung verfilmt - begibt sich der Film auf eine mitreißende Zeitreise. Von Paris und Antibes nach Los Angeles und New York rekonstruiert er die Entstehungsgeschichte dieses stark autobiografischen Romans, der heute als Schlüsselwerk der europäischen Exilliteratur gilt - als literarisches Vermächtnis einer langjährigen Leidenschaft zweier Weltstars.

"Das andere Geschlecht" - Auf den Spuren von Simone de Beauvoir 23:00

"Das andere Geschlecht" - Auf den Spuren von Simone de Beauvoir

Dokumentarfilm

1949 rief Simone de Beauvoirs (1908-1986) Essay "Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau" einen riesigen Skandal hervor - und wurde zum weltweiten Bestseller. Erstmals hinterfragt eine Philosophin und Schriftstellerin darin die Stellung der Frau in einer von Männern beherrschten Gesellschaft. Vor allem die tabulosen Beschreibungen von Mutterschaft, Sexualität und Abtreibung wirkten für damalige Verhältnisse schockierend. Es ist zugleich ein tausendseitiges Plädoyer für Gleichberechtigung, weibliche Unabhängigkeit und Sittenlockerung. Aber wie reifte dieses bahnbrechende Werk in Simone de Beauvoir heran? Entscheidende Impulse zur Ausarbeitung ihres berühmten Essays empfing die damals 39-Jährige im Jahr 1947, auf einer Vortragsreise durch die USA: Vier Monate lang beobachtete sie die Haltungen junger US-Amerikanerinnen auf dem Universitätsgelände und staunte über die Fügsamkeit der verheirateten Frauen. Auf dieser Reise begann sie auch eine Liebesbeziehung zu dem Chicagoer Schriftsteller Nelson Algren, der ihr sein Land nahebrachte. Entsetzt über die brutale Rassentrennung, verglich sie die Lage der Schwarzen unter der weißen Vorherrschaft mit der Situation der Frauen unter der männlichen Dominanz - ohne allerdings den doppelten Opferstatus der afroamerikanischen Frauen ausreichend zu reflektieren. Heute werden Grundrechte wie die körperliche Selbstbestimmung der Frau erneut infrage gestellt; de Beauvoirs Überlegungen scheinen aktueller denn je. Ihr Schlüsselsatz "Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es" nahm die aktuelle Gender-Forschung vorweg. Der Dokumentarfilm "Das andere Geschlecht - auf den Spuren von Simone de Beauvoir" führt in der Art einer Initiationsreise an die für das Buch inspirierenden Orte. Bedeutende feministische Forscherinnen kommentieren einzelne Reisestationen: Judith Butler, Laure Murat, Silvia Federici, Kellie Carter Jackson, Caitlin Keliiaa und Françoise Vergès. Bei ihrer kritischen Neulektüre setzen sie sich mit Aktualität und Grenzen des Buches auseinander, das bis heute vielfältige Denkanstöße bietet.