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Durch die einzigartige Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus verschiedenen Forschungsbereichen beleuchtet der Dokumentarfilm zentrale Fragen der biblischen Archäologie. Dabei werden erstmals die Ergebnisse von über hundert Jahren Textanalyse den Befunden von jahrzehntelangen Ausgrabungen im Heiligen Land gegenübergestellt. Dies soll dabei helfen, zu klären, ob das Judentum - die erste große monotheistische Religion - bereits zu Abrahams Zeiten als zusammenhängende Einheit erkennbar war. Sowohl archäologische Funde als auch biblische Belege beweisen eindeutig, dass die meisten Israeliten lange Zeit auch heidnische Götter anbeteten. Darüber hinaus glaubten viele von ihnen, Gott habe eine Frau, die ebenfalls verehrt wurde. Erst nach der Zerstörung Jerusalems entwickelten die Juden im babylonischen Exil die Vorstellung von einem einzigen universellen Gott. Und auch die fünf ersten Bücher der Bibel wurden erst während der Babylonischen Gefangenschaft im 6. Jahrhundert vor Christus geschrieben. Die tragische Erfahrung des Verlusts Jerusalems und des Exils bildeten den fruchtbaren Boden, auf dem sich die beiden jahrtausendealten Grundlagen des Judentums entwickeln konnten: der Monotheismus und die Bibel. Aus diesen Elementen gingen später nicht nur Christentum und Islam, sondern die gesamte moderne Kultur hervor.
23:35
Die Hamas bezeichnete den Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 als "Operation Al-Aqsa-Flut" und bezog sich damit auf die berühmte Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem. Damit lenkten die Islamisten die weltweite Aufmerksamkeit auf die Heilige Stadt. Jerusalem steht seit jeher im Brennpunkt der israelisch-palästinensischen Konfrontation - die Stadt mit ihren rund eine Million Einwohnern erscheint gewissermaßen als Konzentrat all dessen, worum es bei dem Konflikt geht. In einem Punkt sind sich die Nahost-Experten einig: Ohne Lösung für Jerusalem wird auch der Konflikt kein Ende finden. Die nach dem 7. Oktober 2023 entstandene Dokumentation geht einer der brisantesten Auseinandersetzungen unserer Zeit auf den Grund. Sie erkundet unsichtbare Grenzen, beleuchtet den gescheiterten UN-Teilungsplan und erzählt vom ewigen Kampf um die heiligen Stätten auf dem Tempelberg. Der Regisseur ist Israel-Korrespondent von ARTE und zeigt eine Stadt, in der sich die Bevölkerungsgruppen im Alltag auch ohne Hass begegnen, die Modernität der "Start-up Nation" auf antike Kultur trifft und die Hoffnung noch nicht ganz erloschen ist.