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"Russland im Krieg" ist ein außergewöhnlich intimer Dokumentarfilm über Menschen, die in einem Land leben, das seit dem Überfall auf die Ukraine im Ausnahmezustand ist. Vier Jahre lang begleitete das Filmteam Journalistinnen, Aktivistinnen, Freiwillige und Angehörige politischer Gefangener - Menschen, die Zeuginnen und Zeugen einer Gesellschaft sind, die sich unter Druck spaltet. Die Moskauer Fotojournalistin Julia riskiert trotz Zensur ihr Leben, um weiter über den Krieg in der Ukraine zu berichten. Maria, deren Mann an der Front ist, organisiert stille Proteste und gerät so ins Visier der Behörden. Alena glaubt an den russischen Sieg und sammelt Spenden für Soldaten an der Front. Der Künstler Nikolai und seine Frau dokumentieren Folter, Haft und den Zusammenbruch jeder Hoffnung. Der Film zeigt die Spannungen zwischen Glauben und Zweifel, Angst und Widerstand - und die fatalen Folgen eines Kriegs, der in jeden Winkel des privaten Lebens dringt. Gedreht über vier Jahre, ist "Russland im Krieg" ein eindringliches Zeugnis über Mut, Selbsttäuschung und das Ringen um Menschlichkeit in einem Land, dessen System brüchig geworden ist.
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Die belarussischen Wahlen 2020 waren bereits vor ihrem Beginn eine Farce: Systematisch ließ Diktator Alexander Lukaschenko Oppositionelle verhaften, um seine Macht zu sichern. Doch die Repressionen entfachten eine Protestbewegung, die niemand erwartet hatte. Im Zentrum standen Frauen - allen voran Swetlana Zichanouskaja, die sich trotz aller Widrigkeiten als Präsidentschaftskandidatin aufstellen ließ. Ihre ebenso mutigen wie besonnenen Aktionen legten den Grundstein für ein Aufbegehren in der gesamten Bevölkerung: Hunderttausende Belarussen demonstrierten friedlich für Freiheit, Demokratie und ein Ende der Diktatur. Die Bilder gingen um die Welt - doch für die belarussische Filmemacherin Volia Chajkouskaya, die im estnischen Exil lebt, waren diese Ereignisse mehr als bloße Schlagzeilen. Aus der Distanz beobachtete sie zunächst, wie sich das Land veränderte. Doch schnell wurde aus ihrem Dokumentarfilmprojekt eine persönliche Mission. Chajkouskaya begleitete drei Frauen, deren Schicksale symptomatisch für den Widerstand stehen: Nadeschda, Masha und Swetlana, deren Ehemänner in politischer Gefangenschaft saßen. Über fünf Jahre spannt der Film einen Bogen zwischen zwei Perspektiven: der kollektiven Erfahrung eines Volkes, das sich gegen Unterdrückung auflehnt, und der persönlichen Reise der Regisseurin, die von der neutralen Beobachterin zur engagierten Chronistin wird. Chajkouskaya filmt nicht mehr nur die Proteste - sie wird Teil von ihnen. Doch selbst wenn das Ende offenbleibt - die Stimmen, denen Chajkouskaya Gehör verschafft, sind nicht mehr zum Schweigen zu bringen.