Jetzt 20:15 22:30
Zeit auswählen
Datum auswählen
Mo Di Mi Do Fr Sa So 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 01 02 03 04 05 06 07 08 09

TV Programm für Das Erste am 22.07.2026

Jetzt

Waffen aus dem 3D-Drucker 22:50

Waffen aus dem 3D-Drucker: Klicken, drucken, schießen

Dokumentation

Sie bestehen hauptsächlich aus Plastik, lassen sich im Do-it-yourself Verfahren herstellen und können töten. Waffen aus dem 3D-Drucker. Die Bauanleitung für eine Schusswaffe ist heute nur einen Klick entfernt, verteilt im Netz, anonym, kostenlos und ihre Nutzung nahezu unkontrollierbar. Die ARD Story zeigt, wie eine neue Generation selbstgebauter Waffen zur wachsenden Gefahr wird. Bei einer Razzia in Eisenach gegen die rechtsextreme Gruppe Knockout 51 stießen Ermittler auf etwas Überraschendes: Teile einer Waffe aus dem 3D-Drucker. Das Modell heißt FGC-9 - kurz für "Fuck Gun Control" - und ist zum Symbol einer globalen Untergrundszene geworden, die Waffenrecht und Sicherheitsbehörden herausfordert. "Diese Waffe ist ein Game Changer", sagt Carola Leva, Waffen-Forensikerin beim Bundeskriminalamt. Denn erstmals lässt sich ein halbautomatisches Gewehr nahezu vollständig im Eigenbau herstellen, mit einem 3D- Drucker und legal erhältlichen Materialien. Seit Jahren kursieren Anleitungen für den Bau von Waffen im Netz, Ermittlungsbehörden warnen heute vor einer Entwicklung, die nur schwer kontrollierbar ist. "Es ist eine Utopie, zu glauben, dass wir dieses Phänomen aufhalten können", sagt auch Waffenexperte Leon Kersbergen von Europol. Doch woher stammt dieser Trend? Der Konstrukteur der Waffe FGC-9 tritt im Internet unter dem Pseudonym JStark auf. Mit Sturmmaske und Sonnenbrille ist er zur Ikone einer internationalen Waffenbau-Szene geworden. Sein radikales Ziel: Jeder Mensch soll Zugang zu Schusswaffen haben - ohne staatliche Kontrolle. Gemeinsam mit Rajan Basra vom King's College London verfolgt die ARD Story die Online-Aktivitäten von JStark. "Mit der Veröffentlichung der Baupläne hat er viel riskiert", sagt Basra. Der Extremismusforscher stößt dabei auf immer mehr Hinweise zu JStarks Weltbild: rassistische Kommentare, antisemitische Sprache und Posts voller Hass. Schließlich ist sich der Forscher sicher, den Erfinder der FGC-9 identifiziert zu haben. Die Spur führt nach Hannover. Doch die Menschen, die JStark und seine Waffe feiern, findet man quasi überall auf der Welt. Die Recherche führt die ARD Story-Autoren an unterschiedliche Orte und zeigt: Der Bauplan kursiert etwa bei rechtsextremen Terrorzellen in Deutschland und England, aber genauso bei Waffen-Enthusiasten in den USA, wo sich die Technologie immer weiterentwickelt. Vor allem junge Männer finden sich online zusammen. Es entstehen globale Netzwerke, die Waffenbau mit extremistischer Ideologie verbinden. Ermittler sehen politischen Handlungsbedarf. Doch was können Politik und staatliches Waffenrecht ausrichten, wenn sich tödliche Waffen immer einfacher selbst herstellen lassen?

Danach

The Taylor Swift Years - Schicksalsjahre eines Superstars 23:35

The Taylor Swift Years - Schicksalsjahre eines Superstars: End of an era?

Musikerinnenporträt

Die "Eras Tour" 2023/24 wird zum globalen Ereignis, Millionen Fans strömen zu den Konzerten und verwandeln ganze Städte in "Swift Towns". Doch diese Zeit ist nicht nur von Erfolg und Euphorie geprägt. Es gibt Terrordrohungen für Konzerte. Drei Mädchen werden bei einem Messerangriff während eines Swift-Ferientanzkurses ermordet. Im US-Wahlkampf versucht Donald Trump, Swift und die "Swifties" für sich zu vereinnahmen, postet Fotos von angeblichen Fans ("Swifties for Trump"). Taylor bezieht daraufhin Position und unterstützt Kamala Harris im Wahlkampf. Als Trump 2025 erneut ins Weiße Haus zieht, bezieht Taylor öffentlich keine Stellung zum Kulturkampf in den USA. Eine neue Story rückt ins Zentrum: Taylor Swifts Beziehung mit NFL-Star Travis Kelce. Taylor zieht sich ins Private zurück, postet romantische Verlobungsfotos und plant ihre Traumhochzeit.