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Konfrontation: Markus Feldenkirchen trifft Philipp Amthor 22:50

Konfrontation: Markus Feldenkirchen trifft Philipp Amthor

Politik

Als Philipp Amthor mit 24 Jahren in den Bundestag einzieht, wirkt er, als käme er aus einer anderen Epoche. Acht Jahre später soll er als Parlamentarischer Staatssekretär den deutschen Staat modernisieren und etwas schaffen, woran Vorgängerregierungen gescheitert sind. Nach einem Lobby-Skandal, der auch das Ende seiner Karriere hätte bedeuten können, ist er zu einem der einflussreichsten Unionspolitiker und zur Nachwuchshoffnung seiner Partei geworden. Mit seinem unverwechselbaren Auftreten ist Amthor für viele zur Kultfigur geworden, insbesondere für jüngere Menschen. Einstecktuch, Deutschlandfahne am Revers, Anzug: Das Image des früh Gealterten hat ihn berühmt gemacht und zum Meme werden lassen. Heute ist Amthor nicht nur Staatssekretär, sondern auch einer der erfolgreichste Politik-Influencer, zumindest aus seiner Partei. Er gilt als einer der bekanntesten Christdemokraten, überall wird er angesprochen und um Selfies gebeten. Doch Amthor muss auch eine Menge Häme und Spott einstecken, der er mit einer großen Portion Selbstironie begegnet. Hinter der Kultfigur steckt einer der ehrgeizigsten Jung-Politiker. Viele Weggefährten trauen ihm zu, eines Tages Bundeskanzler zu werden. Wer ist der Mensch hinter dieser altertümlich wirkenden Fassade? Wie bewusst pflegt er sein eigenes Image? Und was treibt Philipp Amthor jenseits von Aufmerksamkeit eigentlich inhaltlich an? Wird er sein Ziel, den Staat zu modernisieren und endlich zu digitalisieren, tatsächlich erreichen können? Für das ARD-Format "Konfrontation" hat der renommierte Journalist Markus Feldenkirchen Philipp Amthor mehrere Monate lang begleitet. Im Landtagswahlkampf, bei seiner Arbeit im Ministerium und in seiner norddeutschen Heimat. Feldenkirchen spricht mit Parteifreunden und Rivalen des CDU-Politikers. Das Ergebnis ist ein persönliches Doku-Portrait über eines der größten politischen Talente seiner Generation. Aus nächster Nähe beobachtet Feldenkirchen den CDU-Politiker bei seinem Arbeitsalltag und abseits des Berliner Politbetriebs. Am Ende konfrontiert Feldenkirchen Philipp Amthor mit seinen Einschätzungen. Und Amthor kann kontern.

Palast der Republik 23:50

Palast der Republik: Honeckers Traum aus Marmor und Asbest

Dokumentation

Vor 50 Jahren, am 23. April 1976, eröffnet, war der Palast der Republik immer mehr als nur ein Gebäude: Sein Bau war das Symbol für eine DDR in neuem Glanz, modern und weltoffen. Ein sozialistischer Tempel der Pop und Politik, Propaganda und Spektakel in einem Haus versammelte. Mit "Brot und Spielen" buhlte der Staat um Anerkennung bei der Bevölkerung, die das Angebot auskostete und den leuchtenden Glaspalast dennoch als "Honeckers Lampenladen" verspottete. Trotzdem zog dieses Traumhaus als einzigartige Mischung aus Parlamentsgebäude inklusive Gemäldegalerie und Kulturhaus mit Disco und Bowlingbahn die Massen an wie kaum eine andere Einrichtung. Im Schnitt besuchten fast zehntausend Besucher pro Tag das Haus. Hier gab es, was es sonst nicht gab: Radeberger Bier, Weine aus Meißen und sogar Cocktail "Manhattan" für 3,55 Mark der DDR. 1990 wurde der Palast der Republik wegen Asbestbelastung geschlossen und später saniert, bis von ihm nur noch ein Stahlgerippe übrigblieb. Im wiedervereinten Deutschland begann eine Debatte um Erhalt oder Abriss des Gebäudes. 2002 beschloss der Bundestag, dass der von Asbest befreite Rohbau des Palastes dem Nachbau des Berliner Schlosses als Humboldt-Forum weichen soll. Für nicht wenige ehemalige DDR-Bürger war der Abriss des Republikpalastes der offensichtliche und schmerzhafte Beweis für den Umgang der Bundesrepublik mit dem DDR-Erbe. Die Dokumentation erzählt nicht nur vom Aufstieg und Fall eines symbolträchtigen Gebäudes, sie widmet sich einem einmaligen historischen Ort, der wie kaum ein anderer die wechselvolle Geschichte des geteilten und wiedervereinten Deutschlands spiegelt. An Zeiten im "Volkspalast" erinnern sich neben vielen anderen der Sänger Frank Schöbel, die Journalistin Elke Bitterhof und der Politiker Gregor Gysi.