20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
17 Millionen Privatgärten gibt es in Deutschland. Zusammen bedecken sie eine Fläche von 9000 Quadratkilometern - mehr als alle deutschen Nationalparks an Land! Dieses riesige Mosaik bietet enormes Potenzial, bedrohten Tier- und Pflanzenarten mehr Lebensraum zu geben. Naturnahe Gärten statt steriler Schotterflächen, begrünte Hinterhöfe statt schmutziger Ecken, farbenfrohe Dachgärten statt grauer Betonwüsten, artenreiche Schrebergärten anstelle eintöniger Gemüsebeete: Gartenfreundinnen und -freunde können verblüffend viel tun für Naturschutz und Artenvielfalt. Deshalb reist die Schauspielerin und Naturliebhaberin Maria Furtwängler quer durch die Republik: von München über Berlin und Leipzig bis ins Rheinland, um zu zeigen, wie sich das Grün vor der heimischen Haustür in kleine, aber artenreiche Paradiese verwandeln lässt. Sie fragt nach, wie Kommunen die Renaturierung von Schottervorgärten fördern und wie Kleingartenkolonien durch einfache Maßnahmen wie Wildblumenwiesen oder Totholzecken zu Rückzugsorten für bedrohte Insekten und Vögel werden. Diese abwechslungsreichen Gärten bieten nicht nur Lebensraum für Tiere, sondern schützen auch die Menschen in den Städten vor Hitzewellen, wie ein eindrucksvolles Projekt in Berlin beweist. Auf dem begrünten Dach eines Krankenhauses trifft Maria Furtwängler den Moderator und Arzt Dr. Eckart von Hirschhausen, der ihr die vielen positiven Effekte von Gärten für die körperliche und seelische Gesundheit erklärt. Im Garten von Maria Furtwänglers Mutter stellen die beiden automatisch filmende Wildtierkameras auf und stellen überrascht fest, dass Igel, Fuchs und Marder nachts auch in einem städtischen Garten unbemerkt auf die Jagd gehen. Der Film lädt zu einer unterhaltsamen Tour durch Deutschlands Gärten ein und zeigt, wie leicht sich Gärten in artenreiche Lebensräume verwandeln lassen. Gärten stehen für Spaß und Erholung im Freien - doch sie können weit mehr sein als Räume zum Spielen oder Grillen. Mit cleveren Ideen, modernen Smartphone-Apps und der Freude an neuen tierischen Gästen im heimischen Grün werden Deutschlands Gärten zu wichtigen Schauplätzen für erfolgreichen Natur-, Arten- und Klimaschutz.
21:00
Sprit ist weiter superteuer, die Energiepreise sind kräftig gestiegen, die Inflation ist so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr - wo soll das noch hinführen? Können die jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung die Bevölkerung tatsächlich entlasten? Profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher vom neuen Tankrabatt, wer bekommt den 1000-Euro-Krisenbonus wirklich? Und wie groß wird der Reformeifer von Schwarz-Rot in den kommenden Monaten sein?
22:15
mit Wetter
22:50
Als Philipp Amthor mit 24 Jahren in den Bundestag einzieht, wirkt er, als käme er aus einer anderen Epoche. Acht Jahre später soll er als Parlamentarischer Staatssekretär den deutschen Staat modernisieren und etwas schaffen, woran Vorgängerregierungen gescheitert sind. Nach einem Lobby-Skandal, der auch das Ende seiner Karriere hätte bedeuten können, ist er zu einem der einflussreichsten Unionspolitiker und zur Nachwuchshoffnung seiner Partei geworden. Mit seinem unverwechselbaren Auftreten ist Amthor für viele zur Kultfigur geworden, insbesondere für jüngere Menschen. Einstecktuch, Deutschlandfahne am Revers, Anzug: Das Image des früh Gealterten hat ihn berühmt gemacht und zum Meme werden lassen. Heute ist Amthor nicht nur Staatssekretär, sondern auch einer der erfolgreichste Politik-Influencer, zumindest aus seiner Partei. Er gilt als einer der bekanntesten Christdemokraten, überall wird er angesprochen und um Selfies gebeten. Doch Amthor muss auch eine Menge Häme und Spott einstecken, der er mit einer großen Portion Selbstironie begegnet. Hinter der Kultfigur steckt einer der ehrgeizigsten Jung-Politiker. Viele Weggefährten trauen ihm zu, eines Tages Bundeskanzler zu werden. Wer ist der Mensch hinter dieser altertümlich wirkenden Fassade? Wie bewusst pflegt er sein eigenes Image? Und was treibt Philipp Amthor jenseits von Aufmerksamkeit eigentlich inhaltlich an? Wird er sein Ziel, den Staat zu modernisieren und endlich zu digitalisieren, tatsächlich erreichen können? Für das ARD-Format "Konfrontation" hat der renommierte Journalist Markus Feldenkirchen Philipp Amthor mehrere Monate lang begleitet. Im Landtagswahlkampf, bei seiner Arbeit im Ministerium und in seiner norddeutschen Heimat. Feldenkirchen spricht mit Parteifreunden und Rivalen des CDU-Politikers. Das Ergebnis ist ein persönliches Doku-Portrait über eines der größten politischen Talente seiner Generation. Aus nächster Nähe beobachtet Feldenkirchen den CDU-Politiker bei seinem Arbeitsalltag und abseits des Berliner Politbetriebs. Am Ende konfrontiert Feldenkirchen Philipp Amthor mit seinen Einschätzungen. Und Amthor kann kontern.
23:50
Vor 50 Jahren, am 23. April 1976, eröffnet, war der Palast der Republik immer mehr als nur ein Gebäude: Sein Bau war das Symbol für eine DDR in neuem Glanz, modern und weltoffen. Ein sozialistischer Tempel der Pop und Politik, Propaganda und Spektakel in einem Haus versammelte. Mit "Brot und Spielen" buhlte der Staat um Anerkennung bei der Bevölkerung, die das Angebot auskostete und den leuchtenden Glaspalast dennoch als "Honeckers Lampenladen" verspottete. Trotzdem zog dieses Traumhaus als einzigartige Mischung aus Parlamentsgebäude inklusive Gemäldegalerie und Kulturhaus mit Disco und Bowlingbahn die Massen an wie kaum eine andere Einrichtung. Im Schnitt besuchten fast zehntausend Besucher pro Tag das Haus. Hier gab es, was es sonst nicht gab: Radeberger Bier, Weine aus Meißen und sogar Cocktail "Manhattan" für 3,55 Mark der DDR. 1990 wurde der Palast der Republik wegen Asbestbelastung geschlossen und später saniert, bis von ihm nur noch ein Stahlgerippe übrigblieb. Im wiedervereinten Deutschland begann eine Debatte um Erhalt oder Abriss des Gebäudes. 2002 beschloss der Bundestag, dass der von Asbest befreite Rohbau des Palastes dem Nachbau des Berliner Schlosses als Humboldt-Forum weichen soll. Für nicht wenige ehemalige DDR-Bürger war der Abriss des Republikpalastes der offensichtliche und schmerzhafte Beweis für den Umgang der Bundesrepublik mit dem DDR-Erbe. Die Dokumentation erzählt nicht nur vom Aufstieg und Fall eines symbolträchtigen Gebäudes, sie widmet sich einem einmaligen historischen Ort, der wie kaum ein anderer die wechselvolle Geschichte des geteilten und wiedervereinten Deutschlands spiegelt. An Zeiten im "Volkspalast" erinnern sich neben vielen anderen der Sänger Frank Schöbel, die Journalistin Elke Bitterhof und der Politiker Gregor Gysi.