19:15
Held oder Versager - darüber entscheiden oft Sekundenbruchteile. Torhüterinnen und Torhüter parieren Bälle und stoppen Gegner, dabei riskieren sie manchmal gar die eigene Gesundheit. Auch die mentale Belastung ist enorm. Was bewegt sie? Welche Meilensteine und Misserfolge prägen ihre Karrieren? Wie gehen sie mit dem Druck um? Darüber sprechen die Schlussleute Oliver Baumann, Stina Johannes und Ron-Thorben Hoffmann. Oliver Baumann, der Spätberufene: Er feierte sein Debüt im deutschen Nationalteam erst mit 34 Jahren. In der WM-Qualifikation überzeugte er mit starken Leistungen und schien auch die klare Nummer eins für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA zu sein. Bundestrainer Julian Nagelsmann sprach Baumann wiederholt sein Vertrauen aus. Kurz vor der Kader-Bekanntgabe die überraschende Kehrtwende: Nagelsmann holt Manuel Neuer zurück in die Nationalelf, Baumann rückt wieder in die zweite Reihe. Der Keeper der TSG 1899 Hoffenheim weiß aber, die Dimensionen von Rückschlägen einzuordnen. Sein Vater starb an Krebs, als Baumanns Karriere, damals beim FC Freiburg, richtig Fahrt aufnahm. Der Verlust seines Vaters beschäftigt ihn bis heute. Die Dokumentation zeigt neben vielen Eindrücken vom Fußballplatz auch sein Engagement für schwer kranke Kinder und deren Eltern. Stina Johannes ist die "Nummer zwei" im Nationalteam und hatte als Vertreterin der damals verletzten Ann-Katrin Berger großen Anteil am Einzug der deutschen Fußballerinnen ins Nations League Finale 2025. Johannes wurde für ihre Paraden gefeiert, muss aber auch immer wieder mit eigenen Fehlern und harscher Kritik umgehen. "Bei uns hängt der Erfolg davon ab, ob meine Hand wenige Zentimeter links oder rechts ist. Heldin oder Versagerin, das liegt so nah beieinander", sagt die Torwartin vom VfL Wolfsburg, ein Mathematikgenie. Sie hätte sogar an der renommierten Harvard Universität in den USA studieren können, entschied sich aber für den Fußball und ein paralleles Studium im Ruhrgebiet. Ihr Interesse für Wissenschaft hält an - deutlich zu sehen bei einem Besuch des Wolfsburger phæno Museums. Ron-Thorben Hoffmann wurde beim FC Bayern München ausgebildet und hat von Manuel Neuer gelernt, der für viele als der beste Torhüter aller Zeiten gilt. Seit 2022 spielt Hoffmann mit einer kurzen Unterbrechung bei Eintracht Braunschweig, also seit Jahren im Abstiegskampf. Im vergangenen Jahr bewahrte er das Team mit überragenden Leistungen in der Relegation vor dem Absturz in die Dritte Liga. Auch in dieser Saison geht es wieder um den Klassenerhalt. Viel Druck, viel Verantwortung. Hoffmann macht sich u. a. beim Neurotraining fit für die großen Herausforderungen - und entspannt als Hobby-Barista zu Hause an der Kaffeemaschine.
19:57
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Die umsichtige Büroleiterin Anna Grawe (Tanja Wedhorn) arbeitet gern für die Bundestagsabgeordnete Bea Kober (Rosa Enskat). Zu ihrem Jobprofil gehört es, nicht alles zu hinterfragen. Sogar als die Parlamentarierin sie bittet, einen Umschlag vor der Staatsanwaltschaft zu verstecken, setzt Anna ihre Loyalität an die erste Stelle. Insgeheim weiß sie jedoch, dass an den Korruptionsvorwürfen gegen Bea etwas dran sein kann. Wie gefährlich die Verbindung zu dem kasachischen Oligarchen Parygin (Eugen Knecht), der einen Jachthafen in Beas strukturschwachem Wahlkreis bauen möchte, ist, ahnt Anna jedoch nicht. Ebenso wenig weiß die Alleinerziehende, dass ihre in London studierende Tochter Larissa (Paula Hartmann) ein Verhältnis mit dem verheirateten Geschäftsmann hatte und ihn nun mit einem intimen Video erpresst. Als Anna mit Larissa zu ihrer Mutter Magda (Jutta Wachowiak) in ihren Heimatort fährt, holt sie dort mehr als der Korruptionsskandal ein. Nicht nur Oberstaatsanwältin Limmer (Clelia Sarto) folgt ihnen an die Ostseeküste. Auch Parygin hat jemanden losgeschickt …
21:45
mit Wetter
22:05
Die junge Anwältin Mia Stocker (Milena Tscharntke) tritt ihre erste Arbeitsstelle in der renommierten Kanzlei ihres Vaters (Joachim Raaf) an. Mia ist ohne ihren Vater aufgewachsen, umso größer ist für sie die Chance und die Herausforderung, ihm endlich näherzukommen. Ihr erster Fall scheint reine Routine zu sein: In einem Pflegeheim stirbt ein alter Herr an einer falschen Medikation. Mia vertritt den Betreiber des Pflegeheims, Richard Willenborg (Matthias Matschke), einen alten Freund ihres Vaters. Zusammen mit ihrem ehrgeizigen Kollegen Jan Wilke (Franz Hartwig) gelingt es, die Schadensersatzklage abzuwehren und die Schuld auf die Pflegerin abzuwälzen: Dana Kowalzczyk (Maria Magdalena Wardzinska) hat offensichtlich aus Überforderung die Überdosis eines Beruhigungsmittels verabreicht. Doch so einfach liegen die Dinge nicht. Als Dana in der Haft ums Leben kommt, spürt Mia, dass mehr hinter dem vermeintlich klaren Fall steckt. Sie gräbt sich tiefer in die Materie und kommt millionenschweren, dunklen Machenschaften auf die Spur - eine Erkenntnis, die sie in Lebensgefahr bringt und die ihren Vater in ein ganz anderes Licht rückt.
23:35
Armut - ohne "Ja, aber …"! Die Zahl der von Armut Betroffenen steigt. Hinter den Zahlen von Armutsberichten verbergen sich oft katastrophale Verhältnisse und erschütternde Schicksale. Pfarrer Wolfgang Beck legt in seinem "Wort zum Sonntag" eindrucksvoll dar, wie die biblischen Texte gerade die Menschen in Armut ausdrücklich in die Mitte stellen, und Jesus sie sogar seligpreist. Wir liefen heute - so Beck - mehr denn je Gefahr, wegzuschauen und Armut zu relativieren. Umso eindringlicher sein Appell, politisch und persönlich etwas zu tun.
23:40
Jan Koller (Roeland Wiesnekker), ein theaterverliebter Kommissar beim BKA in Berlin, soll den Tod seines in Prag ums Leben gekommenen Kollegen Frank Müller (Dirk Borchardt) aufklären. Ausgerechnet Prag! Mit seiner Geburtsstadt verbindet Koller ausschließlich traumatische Kindheitserinnerungen. Doch er hat keine Wahl, er muss in die tschechische Hauptstadt. Von Prager Seite wird ihm die kürzlich zur Streifenpolizistin degradierte Klára Majerova (Gabriela Maria Schmeide) zur Seite gestellt. Für Klára, die einzig wegen ihrer Deutschkenntnisse mit der Ermittlung betraut wird, eine Gelegenheit, sich zu bewähren, würde Koller mit seinen unorthodoxen Methoden ihre Geduld nicht allzu sehr strapazieren. Gemeinsam suchen die beiden Ermittler Franks in Prag lebenden Bruder Jörg (Hendrik Heutmann) auf und platzen mitten in dessen Hochzeit mit der bezaubernden Jitka (Alina Levshin). Eine eigenartige Stimmung beherrscht die Hochzeitsgesellschaft, die sich schnell in Halbwahrheiten und Falschaussagen verstrickt. Statt auf langwierige Einzelverhöre setzt Koller auf eine ungewöhnliche Vorgehensweise: Alle Beteiligten spielen minutiös den Verlauf des Junggesellenabschieds nach, den Abend, an dem Frank zu Tode gekommen ist. Die Vergegenwärtigung des dramatischen Abends bringt alle Beteiligten an ihre Grenzen und manch schmerzliche Wahrheit ans Licht.