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TV Programm für Das Erste am 08.04.2026

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Plusminus 21:45

Plusminus

Infomagazin

Die Moderatoren des Magazins informieren die Zuschauer über Themen aus Wirtschaft und Sozialpolitik. Die Beiträge sollen es den Konsumenten ermöglichen, sich selbst ein Bild der Lage zu machen und selbst reflektieren zu können.

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Weltspiegel extra 22:50

Weltspiegel extra: Ungarn: Orban vor dem Aus?

Zeitgeschehen

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ist der dienstälteste Regierungschef in der EU. Er hat sein Land in eine illiberale Demokratie umgeformt und sorgt immer wieder für Eklats mit Brüssel. Weil Ungarn verschiedene EU-Standards und Grundwerte missachtet, sind derzeit Gelder in Milliardenhöhe eingefroren. Die Wirtschaft stagniert, das Bildungs- und Gesundheitssystem ist marode. Nun muss Premier Orbán bei der Parlamentswahl am 12. April zum ersten Mal seit 16 Jahren um seine Macht fürchten. Der konservative Europa-Abgeordnete Péter Magyar liegt in den meisten Umfragen deutlich vor dem Amtsinhaber. Der Ausgang dieser "Schicksalswahl" dürfte nicht nur Ungarn, sondern auch die EU verändern. Wird der Shootingstar der Opposition die Demokratie in Ungarn retten können? Ein "Weltspiegel"-Team begleitet ihn im Wahlkampf und befragt eine junge, engagierte Frau aus Budapest, ehemalige Orbán-Wähler sowie die Medienexpertin und Politologin Veronika Kövesdi.

Holt 23:05

Holt: Der Windkraft-Schwindler

Dokumentarfilm

"Holt - Der Windkraft-Schwindler" erzählt die wahre Geschichte von Hendrik Richard Holt, einem jungen Unternehmer aus dem emsländischen Haselünne, der als Hoffnungsträger der Energiewende gefeiert wird - und als verurteilter Betrüger endet. Der 90-minütige Dokumentarfilm zeichnet den Aufstieg und Fall eines Mannes nach, dessen Selbstinszenierung, politische Nähe und familiäres Umfeld ein Betrugssystem ermöglichen, das auf eine Beute von mehr als einer Milliarde Euro abzielt. Mit seiner als Familienunternehmen inszenierten Holt Holding verkauft Holt Energiekonzernen europaweit das Versprechen, in Deutschland große Windkraftprojekte realisieren zu können - selbst dort, wo Widerstand von Bevölkerung und Kommunen herrscht. Um scheinbare Genehmigungsreife zu belegen, werden Projektunterlagen, Unterschriften, Zustimmungserklärungen und behördliche Dokumente systematisch gefälscht, teils schlicht am Rechner erstellt. Auf dem Papier entstehen genehmigte Großprojekte - in der Realität existieren sie nicht. Der Film zeigt, wie dieses System über Jahre funktionieren konnte: getragen von Holts charismatischer Selbstdarstellung, dem Vertrauen in ein vermeintlich solides Familienunternehmen und einer Umwelt, die große Versprechen zu selten hinterfragt. Mehrere Familienangehörige sind aktiv beteiligt und werden später ebenfalls zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Der Betrug zerstört nicht nur Investorenvertrauen, sondern auch eine Familie. Erst als eine Kommunalbeamtin Anzeige erstattet, geraten die Geschäfte ins Visier der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Schritt für Schritt wird das Ausmaß des Betrugs sichtbar. Holt selbst, der immer wieder davon spricht, Milliardär werden zu wollen, hält lange an seiner eigenen Legende fest - bis das System zusammenbricht. "Holt - Der Windkraft-Schwindler" ist ein dokumentarischer Wirtschaftsthriller über Täuschung, Größenwahn und die Macht der Selbstinszenierung - und über die blinden Flecken eines Systems, das Erfolg allzu bereitwillig glaubt.