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TV Programm für Das Erste am 11.05.2026

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70 Jahre ESC - More than Music 20:15

70 Jahre ESC - More than Music

Dokumentation

Mit rund 160 Millionen Zuschauer:innen ist der Eurovision Song Contest das größte Musikspektakel der Welt. Die Dokumentation "70 Jahre ESC - More than Music" blickt zurück auf sieben Jahrzehnte voller Musik, Emotionen und Leidenschaft. Von den Anfängen im Jahr 1956 über schrille Outfits und spektakuläre Performances bis hin zu unvergesslichen Siegen, bitteren Niederlagen und politischen Skandalen: Stars wie Jean Paul Gaultier, Hape Kerkeling, Peter Urban, Tom Neuwirth (alias Conchita Wurst) und die erste deutsche ESC-Gewinnerin Nicole berichten von ihren Erfahrungen auf und hinter der Bühne. Die 90-minütige Doku zeichnet ein facettenreiches Porträt des ESC, beleuchtet seinen prägenden Einfluss auf Musik, Mode und Gesellschaft sowie auf die LGBTQIA+-Community und wird so zu einer lebendigen Zeitreise durch sieben Jahrzehnte europäischer Pop-Kulturgeschichte.

Danach

Hart aber fair 21:45

Hart aber fair: Mehr als Musik: Wie politisch ist der ESC?

Politik

Direkt nach der 70-Jahre-ESC-Doku: Nur noch wenige Tage, dann heißt es wieder: "Good Evening! Bonsoir! Servus, Europa!" Der Eurovision Song Contest, diesmal aus Wien, eines der größten Musik- und Fernsehereignisse der Welt. Eine Riesenparty für Vielfalt und Toleranz. Aber selten gab es so heftige politische Diskussionen. Wichtige Länder boykottieren ihn wegen der Teilnahme Israels. Konsequent oder ein falsches Signal? Welchen Einfluss hat der ESC auf uns? Und: Welche Chancen hat Deutschland dieses Jahr?

Tagesthemen 22:45

Tagesthemen

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mit Wetter

Boney M. - Disco, Macht, Legende 23:20

Boney M. - Disco, Macht, Legende

Dokumentation

Sie waren weit mehr als ein gecastetes Disco-Projekt: Die Musik von Boney M. wurde zum Soundtrack einer Ära. Mit Welthits wie "Rivers Of Babylon", "Ma Baker" oder "Rasputin" eroberte die vierköpfige Gruppe Tanzflächen, Charts und Fernsehbildschirme rund um den Globus - und prägte das Bild der Disco-Zeit bis heute. 2008 griff Lady Gaga für ihren internationalen Durchbruch "Poker Face" den Refrain von "Ma Baker" auf. 2021 schließlich ging "Rasputin" erneut viral und erzielte auf TikTok über 22 Milliarden Views. Dabei schrieb die Band bereits 1978 Musikgeschichte: Als erste westliche Popformation trat sie im Dezember in Moskau auf - noch vor Elton John oder Deep Purple. Bis heute verkauften Boney M. rund 150 Millionen Tonträger und gehören gemeinsam mit ABBA und den Bee Gees zu den erfolgreichsten Disco-Gruppen aller Zeiten. Und doch ist ihr Name heute weniger präsent als der ihrer Zeitgenossen. Gerade hierzulande galten Boney M. lange als "Retortenprojekt" und "Plastikmusik". International hingegen wurden sie gefeiert. In Großbritannien landeten sie mehrere Nummer-eins-Hits; "Mary's Boy Child" war dort zwei Jahrzehnte lang die meistverkaufte Single aller Zeiten. Doch hinter dem Glamour, den ikonischen Kostümen und der scheinbar mühelosen Leichtigkeit verbirgt sich eine Geschichte, die komplexer ist als ihr schillerndes Bühnenbild. Dieser Dokumentarfilm zeichnet erstmals den Aufstieg, die Konflikte und die kulturelle Wirkung einer Gruppe nach, die Millionen Menschen begeisterte und Millionen einspielte - und zugleich immer wieder im Spannungsfeld zwischen Kunst, Kommerz und Identität stand. Wie konnte aus einem in der tiefen Provinz produzierten Studioprojekt in kürzester Zeit ein internationales Pop-Phänomen werden? Welche Rollen spielten Image, Vermarktung und die Mechanik der Musikindustrie? Und was bedeutete der Erfolg für die Menschen auf der Bühne, deren Gesichter Boney M. weltweit repräsentierten? Im Mittelpunkt stehen die beiden Stimmen von Boney M., die Jamaikanerinnen Liz Mitchell und Marcia Barrett. Sie erzählen von ersten Schritten, von Erfahrungen des Alltagsrassismus im Deutschland der 1970er-Jahre, von kreativen Auseinandersetzungen, ökonomischen Zwängen und dem Preis der Berühmtheit. Der Film zeichnet aber auch ein Psychogramm von Frank Farian (1941-2024), der mit über 800 Millionen verkauften Tonträgern als erfolgreichster deutscher Musikproduzent aller Zeiten gilt. Farian war ein genialischer Maniac mit Gespür für Hits - aber auch ein Kontrollfreak, der seinen Künstlern wenig Spielraum ließ. Der Film greift hier exklusiv auf das letzte große TV-Interview zurück, das Farian vor seinem Tod in Miami gab, und zeigt dieses in weiten Teilen erstmals. Neben Wegbegleitern wie Thomas Anders oder Sebastian Krumbiegel ordnet Prof. Natasha A. Kelly die Band aus heutiger Perspektive ein und beleuchtet, inwiefern Exotisierung und die Aneignung "fremder" Traditionen bewusst eingesetzte Instrumente einer Vermarktungsstrategie waren. Mit unveröffentlichtem Archivmaterial des Fotografen Didi Zill sowie exklusiven Super-8-Aufnahmen zeigt der Film Boney M. als globales Pop-Phänomen und Spiegel ihrer Zeit: von Migrationserfahrungen und der Macht der Produzenten bis hin zu einem Business, das Stars formt - und verschleißen kann.