19:15
In der seit 1961 ausgestrahlten Sendung dreht sich alles um Sport. Berichtet wird über die Fußballspiele der Woche sowie über weitere Begegnungen aus verschiedenen Disziplinen. Regelmäßig wird das Tor des Monats gewählt.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Jan Michalski, der im Holländischen Viertel, in bester Potsdamer Innenstadtlage, eine Goldschmiede-Manufaktur betreibt und dort gemeinsam mit seiner Ehefrau, Bettina Michalski (Deborah Kaufmann) Schmuck restauriert, wird kurz nach Eintreffen einer wertvollen Lieferung im Ladengeschäft überfallen und getötet. Vincent Ross (André Kaczmarczyk) und Karl Rogov (Frank Leo Schröder) ermitteln, da der Verdacht im Raum steht, dass es sich bei den Tätern um eine professionelle polnische Bande handelt, deren Markenzeichen Clowns-Masken sind. Bei dem Diebesgut handelt es sich u. a. um eine historische Schmucksammlung, die Teil einer Ausstellung über die Familie Stolzenburg im nahegelegenen Potsdam-Museum ist. Museumsdirektor Henrik Feldmann (Thomas Bading) ist untröstlich. Schnell ist klar, dass einer der Angreifer durch einen Schuss verletzt worden sein muss. Rogov nimmt gemeinsam mit der Potsdamer Kollegin Grit Klempke (Anne Müller) und einem Mantrailer die Spur auf, in der Hoffnung, einen Hinweis auf die Identität der Täter zu erhalten. Vincent Ross macht sich derweil mit dem Umfeld des Opfers vertraut: Bettina Michalski steht sichtlich unter Schock, sie war zum Zeitpunkt des Überfalls nicht im Geschäft. Außer ihr, ihrem Mann, dem Sicherheitsunternehmen und dem Leiter des Museums wusste anscheinend niemand von der Lieferung. Ihr Sohn Nico (Jakob Fliess) kümmert sich um sie. Zu seiner Mutter hat er ein enges Verhältnis, schließlich hat sie ihm nach der Trennung von seiner Freundin Romy (Meira Durand) beigestanden und hilft ihm bei der Betreuung seiner Tochter. Der Verdacht der Kommissare bestätigt sich zunächst: Die Art und Weise des Überfalls bei den Michalskis deutet auf eine professionelle polnische Diebesbande hin, die seit Monaten in der Grenzregion Juweliere ausraubt. Details des Potsdamer Überfalls weichen jedoch von der Serie ab. Zufall oder Absicht? Ross und Rogov suchen in der brandenburgischen Hauptstadt nach Tätern mit Insiderwissen und einem schlüssigen Motiv.
21:45
Collien Fernandes setzt sich seit Jahren öffentlich mit dem Thema digitale sexualisierte Gewalt auseinander - ihr Fall hat die Debatte darüber und die Schutzlücken im deutschen Recht nun neu entfacht. Digitale Gewalt, wozu unter anderem Identitätsbetrug im Netz aber auch sogenannte sexualisierte Deepfakes gehören, betrifft weltweit Hunderttausende und richtet sich vor allem gegen Frauen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will nun einen Gesetzentwurf gegen digitale Gewalt in all ihren Formen vorlegen, um Schutzlücken zu schließen. Wie wirksam kann das neue Gesetz sein? Warum gibt es das nicht schon längst? Und was muss sich strukturell, gesellschaftlich und in der Prävention ändern, damit Menschen besser vor Gewalt geschützt werden - im Netz und außerhalb?
22:45
mit Sport und Wetter
23:05
Das Kulturmagazin berichtet über Neuigkeiten und Bemerkenswertes aus der nationalen und internationalen Kulturlandschaft. Die Beiträge sorgten in der Vergangenheit bisweilen für Kontroversen.
23:35
Pralle Lebenserfahrung: Salman Rushdie spricht über "Die elfte Stunde", Lyriker Joachim Sartorius über "Die besseren Nächte". - Salman Rushdie: "Die elfte Stunde" Der vielleicht berühmteste lebende Schriftsteller Salman Rushdie erzählt von dem Moment, in dem sich Leben und Tod am nächsten kommen. Im Sommer 2022 wurde Salman Rushdie Opfer eines Messer-Attentats und verlor dabei die Sehkraft auf seinem rechten Auge. Nach Veröffentlichung der "Satanischen Verse" im Jahr 1988 sprach der Iran eine Fatwa gegen ihn aus und verurteilte ihn zum Tode. Rushdie ist also erfahren im Erleben existentieller Bedrohung. Sein neuer Erzählband "Die elfte Stunde" verarbeitet die Nähe zwischen Leben und Tod zu fünf fulminanten Erzählungen. Camoe-haft webt Rushdie immer wieder Einsprengsel seiner eigenen Biographie ein. Die Geschichten spielen an den großen Stationen seines Lebens in Indien, England und Amerika und beweisen einmal mehr, welch unterhaltsamer, kluger und magischer Erzähler Rushdie ist. - Joachim Sartorius: "Die besseren Nächte" "Auf vielfältige Weise", schreibt Sartorius, "ist der Dichter ein Erinnerer." So sind seine Gedichte häufig auch historische Miniaturen mit Bezug ins Heute. Sein Gedicht "Späti in Delphi" etwa verbindet die Weissagung des Orakels von Delphi mit den Lebensweisheiten an einem Berliner Kiosk: "Das Einzige, das wir verstanden: Dass die Überfallenen die Sieger sind", heißt es da in einer Art Antwort auf die Frage nach den Folgen des Krieges. Poetik und Politik - beides hat im Leben von Joachim Sartorius, der gerade 80 Jahre alt geworden ist, schon immer eine Rolle gespielt. Als Rechtsanwalt war er im diplomatischen Dienst unterwegs, war Generalsekretär des Goethe-Instituts und Intendant der Berliner Festspiele. Zugleich veröffentlichte er als Lyriker zahlreiche Bücher. Denn - auch das ist eine Zeile in seinem aktuellen Gedichtband - am besten sind die Nächte, "in denen ein Gedicht gelingt". - Denis Scheck empfiehlt "Maurice und Maralyn" Was, wenn Sie mit ihrem Partner 118 Tage auf einer Insel im Pazifik verbringen müssen? Diese Frage stellt die Autorin Sophie Elmhirst. Elmhirst beschreibt in "Maurice und Maralyn" die wahre Geschichte eines britischen Ehepaars, denen es Anfang der 70er Jahre just so ergangen ist. Maurice ist Setzer und begeistert seine Ehefrau Maralyn, Angestellte beim Finanzamt, von seinem Traum, auf einer selbstgebauten Yacht um die Welt zu segeln. Im Sommer 1972 ist es endlich so weit. Maurice und Maralyn stechen in See. Fast ein Dreivierteljahr später taucht ein gigantischer Pottwal mitten im Pazifik ausgerechnet an der Stelle auf, wo sich Maurices und Maralyns Yacht befindet. Die sinkt innerhalb von Minuten. Und damit beginnt ein existentielles Endspiel, das Sophie Elmhirst als unter die Haut gehenden Kampf gegen die Hoffnungslosigkeit schildert. Deutsch von Annika Klapper. Außerdem in Druckfrisch: der finnische Musiker Jimi Tenor. Und: Denis Schecks erfrischend pointierte Revue der Spiegel-Bestsellerliste, diesmal Sachbuch.