21:50
mit Wetter
22:25
Weltweit brennen Wälder. Und immer öfter. Bei 300 Grad etwa kann Holz sich entzünden. Im Wald - der Beginn einer Katastrophe. Wenn unsere Wälder brennen, dominieren sie die Nachrichten. Was aber passiert eigentlich auf den lädierten Flächen, wenn die Flammen erloschen, alle Schläuche eingerollt und die Kamerateams verschwunden sind? Forscher weltweit wollen wissen, was passiert nach einem Waldbrand in der Natur? Verbrannte Wälder sind nur auf den ersten Blick tot. Käfer legen ihre Eier in die noch warme, pyrolisierte Rinde, schleimige Pilze überziehen verkohlte Stämme, Adlerfarne entrollen ihre federigen Blätter aus der Asche, Moose sprießen in Löschwasserlachen und streuen ihre Sporen. Und Forschende vermessen, was übrig geblieben ist und was neu erwächst. Jetzt entscheidet sich: was kommt nach der Katastrophe? Der Film von Uwe Müller unternimmt eine tiefgehende Erkundung der Prozesse in der Natur. Mit augenöffnenden Vorher-Nachher-Beobachtungen, im Zeitraffer und im Makro-Bereich. Mit einem Fokus auf Brandherde in Kalifornien, Griechenland und den Osten Deutschlands und die Folgeforschungen ebenda.
23:10
"Spanien ist anders!" Mit diesem Slogan wirbt das Land unter Diktator Franco in den 1950er-Jahren um ausländische Touristen. Spanien wird zum Sehnsuchtsort für Millionen Deutsche, denen das Wirtschaftswunder gerade Geld in die Taschen spült. Eine kleine Flucht aus dem grauen Nachkriegs-Alltag - der Traum vom bezahlbaren Urlaubsparadies wird in Werbekampagnen geschickt mit Flamenco-Kitsch und Sangría-Seligkeit angefüttert. Bis heute gehört Spanien zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen. Doch hinter Spaniens Aufstieg zum Touristenmagnet verbirgt sich ein fast unbekanntes Kapitel deutsch-spanischer Geschichte: Nach dem Zweiten Weltkrieg finden dort Tausende ehemalige Nationalsozialisten Zuflucht. Diktator Franco hat keine Berührungsängste: Schließlich ist er Jahre zuvor auch dank der Unterstützung Hitlers an die Macht gekommen. Hier entkommen die Nazis der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit und schaffen den Neuanfang. Einige hochrangige NS-Persönlichkeiten werden zu erfolgreichen Tourismus-Pionieren. Sie wissen, wie man die deutsche Nachkriegsseele streichelt, sie investieren in Hotels und Ferienanlagen, sie erschließen Grundstücke und werben offen um deutsche Spanienreisende. Sie steigen zu politischen Strippenziehern auf, vernetzen sich mit rechtskonservativen Kreisen in Westdeutschland und schaffen es, im Hintergrund die Beziehungen zwischen Franco-Spanien und der BRD mitzubestimmen. Dabei halten nicht wenige von ihnen - im Schutz von Francos Regime - an alten Denkmustern fest und führen ein oft bizarres Eigenleben. Ein jährliches Sommerfest in SS-Uniformen, Träume vom Aufbau einer antikommunistischen Miliz, dubiose Deals mit faschistischen Franco-Ministern. "Sommer, Sonne, Hakenkreuz" zeigt erstmals, wie eng die Geschichte deutscher Altnazis mit der Entwicklung bekannter spanischer Ferienregionen verbunden war. Der Film führt an Orte, die heute für unbeschwerte Urlaubstage stehen, und rekonstruiert die Seilschaften ehemaliger Nationalsozialisten, die dort wirtschaftlichen und politischen Einfluss gewonnen und bis heute ihre Spuren hinterlassen haben.
23:55
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.