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TV Programm für Das Erste am 07.09.2026

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Brennpunkt 20:15

Brennpunkt: Gespaltene Republik - Deutschland nach der Sachsen-Anhalt-Wahl

Zeitgeschehen

Sachsen-Anhalt hat so rechtsextrem gewählt wie kein Bundesland zuvor. Die Republik ist nach dieser Wahl nicht mehr dieselbe. Die AfD-Anhänger triumphieren, viele andere Bürgerinnen und Bürger sind tief besorgt. Die politische Landkarte Deutschlands wird neu vermessen. Wie ist die aktuelle Entwicklung in Berlin und Magdeburg? Warum wählen so viele Menschen eine rechtsextreme Partei? Wie kann Sachsen-Anhalt jetzt stabil regiert werden? Was bedeutet das für die politischen Kräfteverhältnisse im Bund und den anderen Teilen des Landes? Wie lange kann sich der Bundeskanzler noch halten? Wie blickt die Wirtschaft auf die politische Entwicklung? Im Interview u. a.: Markus Söder (CSU), CSU- Vorsitzender und Ministerpräsident Bayern Prof. Marcel Lewandowsky (Universität Halle-Wittenberg)

Danach

Hart aber fair 21:00

Hart aber fair: Nach der Wahl: Wie verändert Sachsen-Anhalt Deutschland?

Politik

Die Gäste: Philipp Amthor (CDU, Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit beim Bundeskanzler) Ines Schwerdtner (Die Linke, Parteivorsitzende) Anne Hähnig (Politik-Ressortleiterin der ZEIT) Markus Frohnmaier (AfD, stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bundestag) Hannes Kreschel (Social-Media-Creator aus Sachsen-Anhalt, der viele AfD-Veranstaltungen im Wahlkampf besucht hat) Aras Badr (Berater in einer Antidiskriminierungsstelle in Sachsen-Anhalt, kam 2015 als Flüchtling nach Deutschland) Direkt nach der Sondersendung zur Wahl im Ersten: Sachsen-Anhalt wählt - und ganz Deutschland schaut gespannt hin. Die AfD liegt seit Wochen in allen Umfragen weit vor allen anderen Parteien. Zum ersten Mal könnte sie sogar einen Ministerpräsidenten stellen. Wie ist in Magdeburg eine Regierungsbildung möglich? Wofür entscheiden sich CDU und Linke? Welche Auswirkungen hat die Wahlentscheidung für die Bundesregierung, Kanzler Merz und für die Stimmung im Land? So ist "hart aber fair" für Interessierte erreichbar: X: @hartaberfair, E-Mail hartaberfair@wdr.de, Homepage: www.hartaberfair.de

Tagesthemen 22:15

Tagesthemen

Nachrichten

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Krieg in China 1900 - 1901 22:50

Krieg in China 1900 - 1901: Das Deutsche Kaiserreich und der Boxerkrieg

Geschichte

Zum 125. Jahrestag des Boxerprotokolls erzählt die Geschichtsdokumentation vom Konflikt zwischen China und acht Kolonialmächten. Der Film beleuchtet die Gewaltexzesse, massiven Plünderungen und die fatale Wirkung der "Hunnenrede" Kaiser Wilhelms II. Das erzwungene Protokoll vom 7. September 1901 leitete das Ende des chinesischen Kaiserreichs ein und prägt das Verhältnis Chinas zum Westen bis heute. Zum 125. Jahrestag der Unterzeichnung des Boxerprotokolls am 7. September 1901 erzählt die "ARD History"-Dokumentation von einem Wendepunkt der Weltgeschichte. Der Film "Krieg in China 1900-1901 - Das Deutsche Kaiserreich und der Boxerkrieg" rekonstruiert den Aufstand chinesischer Bauern gegen ausländische Mächte und christliche Missionare sowie die brutale militärische Antwort eines internationalen Bündnisses aus acht Nationen: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA, Österreich-Ungarn, Russland, Italien und Japan. Die Stimmen der international relevantesten Historiker und Expertinnen sowie seltene Bildquellen zeigen einen Krieg, der von exzessiver Gewalt gegen Zivilisten, Massenhinrichtungen und Plünderungen geprägt war - mit über 100.000 Toten, vor allem chinesischen Zivilisten. Der Film beleuchtet auch die Rolle des Deutschen Reiches, das den Konflikt zur Bühne imperialer Ambitionen macht, befeuert durch die berüchtigte "Hunnenrede" von Kaiser Wilhelm II. Am Ende der Eskalation steht das Boxerprotokoll von 1901, auch Xinchou-Vertrag genannt, das China zu Reparationszahlungen, zu politischen Zugeständnissen und symbolischer Demütigung verpflichtet. Eine zentrale Forderung war die sogenannte "Sühnemission" des 18-jährigen Prinzen Chun nach Deutschland, geprägt von Machtungleichgewicht, rassistischen Vorstellungen der "Gelben Gefahr" und tiefen kulturellen Missverständnissen. Die ARD-Geschichtsdokumentation von Minh An Szabó de Bucs und Grit Lederer fragt: Warum ist dieser Krieg im Westen fast vergessen, während er in China lange Zeit als frühe nationale Bewegung und sogar Vorläufer der kommunistischen Revolution galt? Der Film zeigt, wie leicht Konflikte eskalieren, wenn zivilisatorische Normen verletzt werden, und welche Nachwirkungen der Boxerkrieg bis heute im Verhältnis zwischen China und der westlichen Welt zeigt. Eine Produktion von Medea Film Factory im Auftrag von WDR und rbb in Zusammenarbeit mit ARTE.

Schule ohne Smartphone 23:35

Schule ohne Smartphone: Das Experiment mit Tobi Krell

Medien

Im Schnitt blicken wir 88-mal am Tag aufs Handy und sind drei Stunden online. Das hat Folgen: Seit Einführung des Smartphones ist die Zahl der psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen deutlich gestiegen, die Aufmerksamkeitsspanne hat sich verkürzt und Mediensucht ist eine reale Gefahr. Doch welche Effekte erzielt ein konsequenter Medienverzicht über drei Wochen? Passiert da schon irgendetwas? Auf digitalem Entzug Der als "Checker Tobi" bekannt gewordene Journalist und Moderator Tobias Krell wagt zusammen mit Schüler:innen und Lehrer:innen den Selbstversuch. Gemeinsam schalten sie für drei Wochen Handy, Tablet, Laptop, TV und Spielkonsole aus. Wie erleben die Schülerinnen und Schüler das Experiment? Kämpfen sie mit Entzugserscheinungen, Langeweile, emotionalem Stress oder den Herausforderungen eines analogen Alltags in einer zunehmend digitalisierten Welt? Messbare Verbesserungen Ein Wissenschaftsteam begleitet die Gruppe. Sie erklären Zusammenhänge und untersuchen engmaschig, wie sich die Medienabstinenz auf Konzentration und Reaktion, Schlaf, Wohlbefinden, Stress- und Bewegungslevel auswirkt. Die Jugendlichen selbst entlarven Abhängigkeiten und entdecken Freiräume für die eigene Persönlichkeitsentwicklung. Nachmachen erwünscht Das Experiment wirft unter anderem die Frage auf, wie sich das Gleichgewicht zwischen digitaler Vernetzung und der neu gewonnenen Eigenständigkeit beibehalten lässt. Hierfür liefert die Doku Tipps und Tricks. Sie plädiert für einen bewussten Umgang mit digitalen Welten, die dauerhaft kaum wegzudenken sind. Kurze Auszeiten sollten jedoch jederzeit möglich bleiben. Wie gewinnbringend sich diese Pausen erweisen, zeigt der Selbstversuch, zu dem die Doku motivieren möchte. Eine Produktion des SWR in Zusammenarbeit mit der megaherz GmbH. Teil 1 im Ersten, alle drei Teile in der ARD Mediathek.