19:15
Kommt ein protestantischer Arzt zum Papst-das klingt wie der Anfang eines Witzes. In diesem Fall ist es der Anfang einer ziemlich ambitionierten Mission: Eckart von Hirschhausen will wissen, ob ausgerechnet die katholische Kirche eine Kraft sein kann, die im Kampf gegen die Klimakrise noch etwas bewegt. Nicht irgendwann. Jetzt. Denn während die Politik immer wieder zögert und wirtschaftliche Interessen oft blockieren, verfügt die katholische Kirche über etwas, das sonst kaum jemand hat: Land, Geld, Gebäude, Reichweite, Einfluss-und den Glauben von 1,4 Milliarden Katholiken. Aber kann aus all dem auch Wirkung werden? Oder bleibt es bei großen Worten über die Bewahrung der Schöpfung? Genau diese Frage treibt Hirschhausen durch Deutschland, Italien, bis in den Vatikan-und weit darüber hinaus. Der Film beginnt persönlich in einer Berliner Kirchengemeinde und wird dann schnell groß: bei Franz von Assisi und der Idee, dass der Mensch nicht über der Natur steht, sondern Teil von ihr ist. Von dort führt die Spurensuche weiter zu Wissenschaftlern, Bischöfen, evangelischen Pfarrerinnen und Aktivisten-und bis auf die Philippinen, an einen der Orte, an denen die Klimakrise kein abstraktes Schlagwort mehr ist, sondern Alltag: Taifune, Erdrutsche, zerstörte Häuser, verlorene Existenzen. Dort zeigt sich, was Kirche sein kann, wenn sie nicht nur predigt, sondern schützt, organisiert, auffängt, hilft. Gleichzeitig schaut Hirschhausen dorthin, wo die Hebel sind: auf kirchliche Immobilien, Geldanlagen, Landbesitz, Beschaffung, Mobilität-und auf die große Leerstelle zwischen Anspruch und Realität. Was wäre, wenn eine Institution, die weltweit mehr Menschen erreicht als manche Groß-Konzerne, ihre Macht noch viel stärker in den Dienst der Schöpfung stellen würde? Was, wenn aus Einzelprojekten eine verbindliche weltweite Strategie würde? Genau dort setzt der Film an: nicht missionarisch, sondern neugierig, nahbar, spannend und mit dem typischen Hirschhausen-Ton-humorvoll, persönlich, aber ernst in der Sache. Und über all dem steht die Frage: Schafft er es bis zu Papst Leo XIV.? Nach vielen Umwegen, Rückschlägen und überraschenden Begegnungen kommt Hirschhausen dem neuen Papst immer näher. Leo XIV. ist seit einem Jahr im Amt. Wird er den Weg seines Vorgängers Franziskus weitergehen? Wird er die Kirche grün ausrichten? Und wird Hirschhausen ihn tatsächlich treffen-mit all den Fragen im Gepäck, die über das Schicksal dieses Planeten entscheiden könnten? "Hirschhausen will zum Papst-Wer bewahrt die Schöpfung?" ist keine Predigt. Es ist eine Spurensuche zwischen Kreuz und Klima, zwischen Hoffnung und Blockade, zwischen Dorfkirche, Weltkirche und Weltkrise. Ein Film für alle, die keine einfachen Antworten suchen-aber die richtigen Fragen hören wollen.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Der Mann, dessen Leiche im Neckar angeschwemmt wurde, war schwer krank und ist eindeutig ertrunken. Fremdeinwirkung ist jedoch nicht auszuschließen und so nehmen Thorsten Lannert und Sebastian Bootz Ermittlungen auf. Ehefrau, Sohn, der Handwerksbetrieb in einem Dorf, Freunde - das Leben von Matthias Döbele wird nach Verdächtigen durchleuchtet. Irritiert sind die Kommissare, als sie mitbekommen, dass Gerichtsmediziner Daniel Vogt in dem Toten bei der Untersuchung einen Freund aus Kindertagen erkannte, ohne diese Erkenntnis zu teilen. Noch irritierter sind sie, als sie den Eindruck bekommen, dass Vogt den Toten nicht gründlich genug untersucht hat. Der Fall scheint ihren sonst so gelassenen Kollegen nachhaltig zu beunruhigen. Thorsten und Sebastian wissen nicht, dass Matthias Döbele kurz vor seinem Tod den Jugendfreund Daniel Vogt vergeblich um Rückruf gebeten hatte. Dieses Versäumnis lässt Vogt keine Ruhe. Statt sein Wissen mit den Kommissaren zu teilen, beginnt er selbst, in seinem Heimatort nachzuforschen.
21:45
Nachbarschaft wird in der Strandsiedlung von Pateke Point großgeschrieben. Als die Ruhe liebende Neubewohnerin Lynley (Danielle Mason) im Haus der Anwältin Miranda Temple (Laura Hill) erschlagen aufgefunden wird, will zunächst jedoch niemand etwas von der Tat mitbekommen haben. Die Besitzerin, die in der Stadt lebt und mithilfe der Maklerin Debs Docherty (Tania Nolan) ihr Wochenenddomizil verkaufen möchte, war nicht zu Hause. Chefermittler Mike Shepherd (Neill Rea), seine Kollegin Kristin Sims (Fern Sutherland) und der Kriminalbeamte Daniel Chalmers (Jarod Rawiri) lernen die Bewohnerschaft kennen. Auffällig sind der alteingesessene Nachbar Wyatt (Stephen Ure), der mit dem Opfer eine Privatfehde hatte und Miranda mit Laubbläserlärm zur Weißglut trieb, sowie die Städterin Stephanie (Bronwyn Ensor), die sich mit ihrem Ehemann Kirk (Jackson Bliss) im Dauerstreit-Modus zankt. Als Shepherd merkt, dass nicht alle Beteiligten die ganze Wahrheit über die Todesnacht erzählen, erkennt der erfahrene Chefermittler verborgene Beziehungen und Details, die zur Lösung des rätselhaften Falles führen.
23:15
Der Klassiker der ARD geht über einen reinen Nachrichtenüberblick hinaus und bereitet das aktuelle Tagesgeschehen mit Hintergrundinformationen, redaktionellen Beiträgen und kritischen Kommentaren auf.
23:35
Im Herbst letzten Jahres erfüllte sich die international renommierte Sopranistin und "Opus Klassik"-Preisträgerin Fatma Said aus Kairo einen musikalischen Traum: ein Open-Air-Konzert vor den weltberühmten Pyramiden von Gizeh, konzipiert und realisiert mit dem französischen Orchester "Les Frivolités Parisiennes" und Dirigent Sammy Ghadab. Das Event erforderte eine außergewöhnliche Planung und Logistik, denn in Ermangelung bestehender Bühnenelemente musste für das Ensemble eine gesonderte Plattform aus Holz in den Wüstensand gebaut werden. Musiziert wurde bewusst ohne Publikum, um in monumentaler Kulisse und besonderer Freiluftatmosphäre eine optimale Fokussierung auf die Musik zu ermöglichen. Das Konzertprogramm spiegelt die ganze Bandbreite des Repertoires Fatma Saids, verbindet Tradition mit Moderne und spannt den Bogen von berühmten Arien Mozarts, Händels und Rossinis bis hin zu Liedern von Edith Piaf, Dalida, Hildegard Knef und Mohamed Abdel Wahab. Die Konzert-Dokumentation präsentiert Höhepunkte aus dem Konzert und gibt mit integrierten Interviewpassagen Einblicke in den künstlerischen Werdegang, die musikalischen Wurzeln sowie die tiefe emotionale Verbindung Fatma Saids zu Heimat und Familie.