19:55
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Obwohl Volker (Bjarne Mädel) es als Paketzusteller und alleinerziehender Vater eines pubertierenden Sohnes (Nick Julius Schuck) schwer hat, lässt er sich seine gute Laune nicht verderben. Als er aus Not einen illegalen zweiten Job annimmt, steht er jedoch vor noch größeren Problemen. Ein Film über Freundschaft und Würde, und darüber, wie wichtig es ist, sich gerade in schwierigen Zeiten selbst treu zu bleiben. Volker (Bjarne Mädel) ist Paketzusteller, alleinerziehender Vater seines 16-jährigen Sohnes Benny (Nick Julius Schuck) und nebenbei Fußballtrainer einer Jugendmannschaft. Er gehört eindeutig zu den gesellschaftlich Unterprivilegierten, lässt sich seine gute Laune jedoch nie verderben. Die langen Arbeitstage, die miserable Bezahlung und die Pubertät seines Sohnes bringen Volker zunehmend an persönliche Grenzen. Benny setzt andere Prioritäten, sein Schulabschluss ist gefährdet, Volker droht seinen Führerschein zu verlieren und das Geld reicht oft nicht für soziale Teilhabe, manchmal kaum für das Nötigste. Als Benny überlegt, zurück zu seiner alkoholkranken Mutter zu ziehen, gibt Volker etwas auf, auf das sich sein Umfeld, aber vor allem er selbst, bisher immer verlassen konnte - seine Integrität. Er nutzt eine sich bietende Gelegenheit, um über einen illegalen zweiten Job schnell an Geld zu kommen. Doch die vermeintliche Lösung seiner akuten Probleme zieht Volker nur noch tiefer in den Strudel - er steht vor den Scherben seiner Existenz. Mit Hilfe seiner guten Freundin Lena (Anne Schäfer) erkennt Volker, wie er wieder Halt im Leben finden kann. Er muss zurück auf seinen eigenen Weg, den er in den Turbulenzen der letzten Monate aus den Augen verloren hat ...
21:45
Die Moderatoren des Magazins informieren die Zuschauer über Themen aus Wirtschaft und Sozialpolitik. Die Beiträge sollen es den Konsumenten ermöglichen, sich selbst ein Bild der Lage zu machen und selbst reflektieren zu können.
22:15
mit Wetter
22:50
In deutschen Fußgängerzonen, auf Wochenmärkten und Flohmärkten kommt man nicht daran vorbei: In unglaublichen Mengen wird Kleidung mit dem Label "Made in Italy" verkauft, aber zu Billigpreisen, die kaum zu erklären sind. Was steckt dahinter? Danilo Ceccarelli, "Senior Coordinator" der Europäischen Staatsanwaltschaft EPPO, sagt dazu: "In den letzten 20 Jahren hat sich ein verborgenes System chinesischer Organisationen in der europäischen Textilindustrie ausgebreitet. Niemand hat es gemerkt, auch wir nicht. Bis jetzt. Wir müssen nun massiv gegen ein riesiges EU-weites Netzwerk aus halblegalen, illegalen, teilweise mafiösen und staatli-chen chinesischen Strukturen bei uns vorgehen." Die "ARD Story" geht auf die Spur dieser Geschichte; die Suche führt zunächst in die alte toskanische Textilstadt Prato. Hier werden traditionell edle Stoffe für italienische Mode hergestellt; das Label ""Made in Italy" ist hier seit Generationen in erster Linie ein Qualitätsversprechen. Aber hier entstand auch das chinesische Fast-Fashion-System, das sich in ganz Europa ausgebreitet hat. In endlosen Fabrikhallen wird hier unter weitgehend unkontrollierten Arbeitsbedingungen Massenware für den europäischen Markt produziert. Mitten in der EU, mit dem attraktiven Label "Made in Italy". Dieses "System Prato" floriert und wächst. Längst haben die Summen, um die es geht, vor Ort zu einer spezifischen Form von Gewalt und Kriminalität geführt. Im sogenannten "Kleiderbügelkrieg", über den die italienischen Medien immer wieder berichten, kommt es regelmäßig zu Bedrohung, Einschüchterung und Schutzgelderpressung; auch einige Mordfälle der vergangenen Monate werden dem Milieu der Fast Fashion zugerechnet. Ermittler und investigative Journalisten gehen davon aus, dass die chinesische Mafia dabei eine entscheidende Rolle spielt. Unterstützung bei der Bekämpfung des "System Prato" kommt jetzt von ganz anderer Seite; neuerdings gibt es Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) wegen Schmuggels und Zollbetrugs. Staatsanwalt Ceccarelli und sein Team gehen davon aus, dass der EU seit Jahren Milliarden Euro an Importzöllen und Steuern entgehen. Denn die Stoffe für die Billigmode aus Prato kommen aus China und werden in die EU geschmuggelt, in der Regel über Häfen, die dank der Seidenstraßen-Initiative der chinesischen Regierung bereits teilweise oder mehrheitlich China gehören. Dabei werden Schwachstellen in den Zollbehörden und verschiedene eher laxe EU-Handelsregeln gezielt ausgenutzt. Im Hafen von Piräus, der mehrheitlich dem chinesischen Staatskonzern COSCO gehört, hat die EPPO im Rahmen der "Operation Calypso" vor einigen Monaten über 2.400 Container aus China beschlagnahmt, korrupte Zöllner und Zwischenhändler verhaftet und der organisierten Kriminalität einen Schaden von über 700 Millionen Euro zugefügt. "Das war erst der Anfang", sagt Staatsanwalt Ceccareli. Aber die Dimensionen sind gewaltig. Mittlerweile wird das "System Prato" auch als Blaupause für große Produktionsstätten außerhalb von Paris und Madrid genutzt. Und wie sehr sich die illegalen chinesischen Organisationen in Italien etabliert haben, zeigt ein Phänomen, das selbst erfahrenen Mafiajägern die Sprache verschlägt: Mit Hilfe des Fast Fashion Handels wird europaweit Geld gewaschen, auch das der italienischen Mafia. Der zuständige Staatsanwalt in Prato, Luca Tescaroli, spitzt das so zu: "Jeder, der in Europa ein Modestück von diesen Produzenten kauft, muss wissen, dass er damit die Mafia unterstützt." Die "ARD Story" zeigt das sogenannte "System Prato" und seine europaweite Dimension auf und macht es sichtbar. Autor Dominik v. Eisenhart-Rothe begleitet EU-Staatsanwalt Ceccarelli und sein Team bei ihren Ermittlungen und Aktionen. In Prato trifft er italienische Investigativjournalisten, die seit Jahren zur Kriminalität rund um die chinesische Fast Fashion recherchieren, Gewerkschafter, die gegen die Ausbeutung in diesen Unternehmen kämpfen, und Aktivisten, die die Umweltschäden durch chemiehaltige Müllberge dokumentieren. Es geht um nicht weniger als - auf der einen Seite - Korruption und Wirtschaftskriminalität in gigantischem Ausmaß und - auf der anderen Seite - um chinesische organisierte Kriminalität, die über Leichen geht.
23:35
Wer sind die Sinti und Roma in unserer Gesellschaft, denen tief verwurzelte Vorurteile und Antiziganismus entgegenschlagen? Wir begleiten junge Roma, die mit Stereotypen aufräumen und für Selbstermächtigung einstehen; oft im Spagat zwischen Erbe, Identität und den Herausforderungen als Minderheit. Ihr Lernen, Arbeiten und Handeln sind angetrieben vom Ziel gelebter Vielfalt und echter Zugehörigkeit.