18:30
New York - eine Stadt wie keine andere. Reich und glitzernd, Zuhause für Stars und Superreiche, aber auch bunt und vielfältig, Trendsetter und Sehnsuchtsort für Menschen, die vom großen Aufstieg träumen. Nur scheint dieser Traum irgendwie gebrochen: Die Stadt ist so teuer geworden, dass viele sie sich nicht mehr leisten können. Auch Normalverdiener hadern mittlerweile mit hohen Lebenshaltungskosten. Kitagebühren von mehr als 30.000 Dollar im Jahr oder Mietpreise von rund 50 Euro pro Quadratmeter, zweieinhalb mal so viel wie in München - das ist der Lebensalltag geworden. Es fühle sich an, "als werde die Farbe rausgedreht", erzählt eine New Yorkerin der ARD Korrespondentin Marion Schmickler beim Friseur. Von den Superreichen, den Jeff Bezos', den Rupert Murdochs, die sich zig Etagen in Luxushochhäusern kaufen, koste es, was es wolle. Der Ladenbesitzer Bobby Tochtermann hat es geschafft - das würden jedenfalls seine Freunde sagen. Gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Liz Wright hat er einen Friseur-Salon im West Village aufgebaut und zuletzt den wohl berühmtesten Bob der Welt gestylt - bei Anna Wintour. Er war dabei, als sie und Meryl Streep für das Cover der amerikanischen Vogue fotografiert wurden. Natürlich sei es der Traum aller Friseure, einmal am Vogue-Cover beteiligt zu sein, lacht der 40-Jährige. Aber es gebe trotzdem keinen Tag, an dem er nicht ans Geld denkt - und darüber, wie er überleben kann. Damit sich etwas ändert, haben die New Yorker jemanden zum Bürgermeister gewählt, der sich selbst einen Sozialisten nennt. Zohran Mamdani will dafür sorgen, dass die Stadt mit den meisten Reichen wieder den Normalos und Geringverdienern gehört. Dafür legt er sich sogar mit US-Präsident Trump an, der ihn seinerseits gerne als "Kommunisten" beschimpft. Doch wie kann das gehen? Und was spüren die New Yorker jetzt schon von der Veränderung? Wir treffen Cristiaan Sparioso, der das Glück hat, in einem Appartement zu wohnen, bei dem der Mietpreis durch die Stadt quasi "eingefroren" ist. Trotzdem verlässt er die Stadt in diesem Sommer, um in Japan als Lehrer zu arbeiten. Er liebe New York, sagt er, "aber ich kann mir nicht vorstellen, hier eine Familie zu gründen." Abigail Disney gehört zu den Reichen in New York, die sich eigentlich keine Gedanken ums Geld machen müssen. Der Enkelin von Roy Disney, dem Bruder von Walt Disney, sind die Millionen in die Wiege gelegt worden. Doch für sie ist ihr berühmter Name auch Verpflichtung. "Tax the rich", fordert die Filmemacherin. Alle sollten Steuern zahlen, "auch die da oben", sagt sie und zeigt auf die Etagen, die Jeff Bezos am Madison Square Park gekauft hat. Wenn sich die Arbeiter, die Künstler, die Lehrer, die Familien nicht mehr leisten könnten, in New York zu leben, dann verliere die Stadt das, wofür sie ihre Heimat so liebt. Das Bunte, das Diverse, das Aufregende. Kann die Stadt unter dem neuen Bürgermeister eine Trendwende schaffen? Und das Leben für alle wieder erschwinglich machen? ARD-Korrespondentin Marion Schmickler untersucht, ob New York auch diesmal wieder zum globalen Trendsetter werden könnte, und der Traum vom großen Aufstieg in New York noch eine Chance hat.
19:15
FC St. Pauli - 1. FC Kaiserslautern / 2. Liga / Der 3. Spieltag SV Darmstadt 98 - Hannover 96 / 2. Liga / Der 3. Spieltag 1. FC Magdeburg - Holstein Kiel / 2. Liga / Der 3. Spieltag
19:57
Hier können die Glücksspieler unter den Fernsehzuschauern erfahren, wer das große Los gezogen hat. Steht der ersehnte Millionengewinn nun endlich ins Haus? Die Antwort gibt es in dieser Sendung.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Zimmermädchen Yasemin Akhtar stürzt im Treppenhaus eines Luxushotels zu Tode. Fremdverschulden oder nicht, fragen sich Lena Odenthal und Mario Kopper bei ihren Ermittlungen. Aber auch: Steht ihr Tod in Zusammenhang damit, dass der Politiker Joseph Sattler kurz zuvor in Suite 426 Sex mit Yasemin hatte? Sattlers Verwicklung in den Fall wird erstaunlich schnell publik und schadet nicht nur seinem persönlichen Ruf, sondern auch seinem aktuellen politischen Projekt. In Lena Odenthals Augen passt das alles ein bisschen zu gut zusammen. Ähnlich wie Sattlers Anwältin, seine Ehefrau Valerie, hält sie eine Intrige gegen den Politfunktionär für möglich. Wenn ja, hat die funktioniert, denn sowohl die öffentliche Meinung als auch Johanna Stern als Repräsentantin des LKA schießen sich auf Sattler als sexuellem Aggressor und möglichem Mörder ein. Lena dagegen glaubt, dass ihre forsche junge Kollegin sich instrumentalisieren lässt und konzentriert sich gegen alle Widerstände auf die Suche nach Sattlers Feinden. Angeregt durch die Vorkommnisse und Prozesse um den ehemaligen IWF-Präsidenten Dominique Strauss-Kahn, entfalten die Autoren Stefan Dähnert und Patrick Brunken sowie Regisseur Tim Trageser in "Roomservice" das Bild eines Machtmenschen, der glaubt, sich in seinem Privatleben über Grenzen hinwegsetzen zu können und der Versuchung, ein Zimmermädchen als Freiwild für seine sexuellen Avancen anzusehen nicht widerstehen kann. Lena Odenthal und ihr Team erleben in ihrem 62. Fall aber auch, wie schnell dieser blinde Fleck zur Falle werden kann, wenn es zu einem rabiat geführten Machtkampf unter Einbeziehung der öffentlichen Meinung kommt.
21:45
Deutschland sei täglich Ziel hybrider Kriegsführung, sagt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und spricht von einem "Schattenkrieg des 21. Jahrhunderts". Der Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle ist der bislang spektakulärste Fall einer wachsenden Serie, die von Drohnenangriffen über Cyberattacken bis hin zu Brandanschlägen reicht. Zuletzt reiste CIA-Direktor John Ratcliffe unangekündigt nach Moskau, laut Medienberichten auch um den Kreml vor weiterer Eskalation gegen Nato-Verbündete zu warnen. Wie weit ist Russlands Präsident Wladimir Putin bereit zu gehen? Wie gut ist Deutschland auf diesen hybriden Krieg vorbereitet? Und verfolgt die Bundesregierung eine wirksame Strategie zur Abwehr dieser Gefahren? Die Gäste: Wolfgang Schmidt (ehemaliger Kanzleramtschef und Beauftragter für die Nachrichtendienste, SPD) Hanna Notte (Sicherheits- und Russland-Expertin, Direktorin des Eurasien-Programms am James Martin Center for Nonproliferation Studies CNS) Nico Lange (Direktor des Instituts für Risikoanalysen und Internationale Sicherheit) "Caren Miosga" ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, produziert von der MIO media im Auftrag des NDR.
22:45
mit Sport und Wetter
23:05
Das Kulturmagazin berichtet über Neuigkeiten und Bemerkenswertes aus der nationalen und internationalen Kulturlandschaft. Die Beiträge sorgten in der Vergangenheit bisweilen für Kontroversen.
23:35
Moritz (Leonard Scheicher) und Hannes (Johannes Nussbaum) genießen ihren Motorrad-Trip durch die Berge. Spätsommer, Fahrtwind, Serpentinen - hinter jeder Kurve beginnt ein neuer Adrenalinrausch. Als die jungen Männer nach einer Panne die Maschinen tauschen, kommt es zu einem Unglück. Hannes stürzt mit dem klapprigen Bike von Moritz und wird mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Künstliches Koma - Prognose unklar! Nicht nur, dass Moritz um das Leben seines Freundes fürchtet. Er fühlt sich mitverantwortlich, denn eigentlich müsste er an seiner Stelle liegen. Hannes' Freundin Nele (Lisa Vicari), seine Eltern (Nicki von Tempelhoff, Jeanette Hain) und sogar sein Kumpel Brenninger (Roland Schreglmann) geben ihm die Schuld! Moritz wählt einen ungewöhnlichen Weg, sich dem Schicksal zu stellen. Er übernimmt die Vertretung seines Freundes als Pfleger in einem Heim für psychisch Kranke. Die Arbeit, bei der er eine frühere Lehrerin (Hannelore Elsner) wiedertrifft, beginnt den lässigen Nichtstuer zu verändern. Er lernt nicht nur ein anderes Leben, sondern auch sich selbst neu kennen.