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Sie geloben, im Ernstfall ihr Vaterland tapfer zu verteidigen. Diesen Eid schwören auch Frauen bei der Bundeswehr. Seit 25 Jahren stehen ihnen hier alle Laufbahnen offen. Sie hoffen auf Herausforderungen, aber vor allem auf Kameradschaft. Die ist bei der Bundeswehr sogar gesetzlich verankert, als soldatische Pflicht. Doch statt Kameradschaft erleben Soldatinnen oft Diskriminierung und sexuelle Übergriffe. Das zeigen die Recherchen von "Report Mainz". Hat der frauenfeindliche Umgang System? Denn nicht nur in der Fallschirmjäger-Kaserne in Zweibrücken, die immer wieder mit Skandalen Schlagzeilen machte, kam es zu Fällen von sexueller Gewalt. Betroffene berichten in der Dokumentation des ARD-Politikmagazins über ihre Erlebnisse in der Truppe. Es herrsche eine Kultur, in der Ausbilder und auch Vorgesetzte kritische Situationen bagatellisieren, tolerieren, manchmal sogar befeuern. Nur etwas mehr als dreizehn Prozent der Soldaten sind Frauen, sie bilden somit eine kleine Minderheit. Die Bundeswehr soll die größte Armee Europas werden, um die Landes- und Bündnisverteidigung zu stärken. Sie braucht gerade jetzt dringend mehr Personal und wirbt gezielt um junge Frauen. Doch: wie attraktiv ist ein Job beim Bund? Ist die Bundeswehr, ein Vierteljahrhundert nach dem vollen Zugang für Frauen, ein sicherer Arbeitsplatz für Soldatinnen? Unternimmt sie genug gegen Sexismus und Diskriminierung in ihren Reihen? Oder werden Täter von Kameraden und Führungspersonen zu häufig gedeckt? Wie gut es der Bundeswehr gelingt, Frauen zu integrieren, könnte auch darüber entscheiden, wie stark und entschlossen unsere Streitkräfte im Verteidigungsfall aufgestellt sind.
22:15
mit Wetter
22:50
" maischberger " mit diesen Gästen und Themen: Jan van Aken (Die Linke, Bundestagsabgeordneter) Peter Neumann (Politikwissenschaftler) Frederik Pleitgen (CNN-Korrespondent) Denis Scheck (Literaturkritiker und Moderator) Ulrike Herrmann (taz) Michael Bröcker (Table.Briefings) Antisemitismusvorwürfe und Enteignungspläne - wofür steht die Berliner Linke? Darüber diskutieren der Bundestagsabgeordnete Jan van Aken (Die Linke) und der Politikwissenschaftler Peter Neumann. Gespräche mit Russland und ukrainische Angriffe auf Moskau Im Studio: der CNN-Korrespondent Frederik Pleitgen. Es kommentieren: der Literaturkritiker und Moderator Denis Scheck, die Wirtschaftskorrespondentin der taz, Ulrike Herrmann, und der Chefredakteur von Table.Briefings, Michael Bröcker. "maischberger" ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, hergestellt vom WDR in Zusammenarbeit mit Vincent productions GmbH.