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TV Programm für 3sat am 25.06.2024

Giganten der Meere 04:00

Giganten der Meere: Die Welt der Megafrachter und der Kreuzfahrtriesen - Oechsner

Technik

(aus der ZDF-Reihe "Terra X") Die globale Wirtschaft wäre ohne Schiffe nicht denkbar. Sie transportieren 90 Prozent des weltweiten Warenverkehrs. Dieser Film dokumentiert die Bedeutung und die Geschichte dieser Giganten. Wie sie gebaut werden, wie die ausgeklügelte Logistik auf den Weltmeeren funktioniert, was Spezialschiffe leisten, aber auch welche umweltfreundlicheren Alternativen in der Entwicklung sind, zeigt diese "Terra X"-Dokumentation mit Beispielen aus aller Welt. Während die Kreuzfahrt dem Ende der Pandemie entgegenfiebert, befindet sich die Handelsschifffahrt ungebremst auf Kurs. Nach einem kurzen Einbruch ist das Transportvolumen sogar gestiegen, der Konsum läuft auch im Lockdown auf Hochtouren. Von einer Werft in China und der Überführung eines Kreuzfahrt-Giganten geht die Reise zu Europas umschlagstärkstem Seehafen in Rotterdam, wo an einem völlig automatisierten Terminal Zehntausende Container pro Woche abgefertigt werden. Vorgestellt wird zudem ein außergewöhnliches Frachtschiff, ein sogenannter Halbtaucher, der theoretisch 422 Airbus A380 auf seinem Rücken tragen könnte. Originelle Computeranimationen verdeutlichen diesen und andere Vergleiche. Zu welch extremen Leistungen Spezialschiffe fähig sind, wird unter anderem an dem leistungsfähigsten Hochsee-Schlepper der Welt deutlich. Eindrucksvolle Bilder dokumentieren, wie es damit gelingt, eine 31 000 Tonnen schwere Bohrinsel um den halben Globus zu transportieren. Und im hohen Norden Finnlands kreuzen starke Eisbrecher als Retter in der Not. Die Aufnahmen zeigen, wie die "Polaris" riesige Frachter befreit, die im Eis festsitzen. Aber nicht nur die Extreme bestimmen diesen Film. Es geht auch um die Kritik an der modernen Seefahrt. Denn die meisten Transport- und Kreuzfahrtschiffe fahren nach wie vor mit umweltschädlichem Schweröl. Dabei sind umweltfreundlichere Alternativen bereits auf dem Wasser unterwegs. Außergewöhnlich ist der "Energy Observer", ein Katamaran, der als Forschungsschiff mit einem Energiemix aus Wasserstoff, Sonnenenergie und Windkraft zum Zeitpunkt der Dreharbeiten durch die Wellen Norwegens pflügte. Dieser Film bildet den gesamten Lebenskreislauf großer Schiffe ab. Dazu gehört auch ein Blick dorthin, wo nach drei Jahrzehnten im Einsatz ausrangierte Giganten der Meere landen. Die Kamera ist dabei, wenn ein tonnenschwerer Frachter auf einem Schiffsfriedhof an der pakistanischen Küste zerlegt wird - unter schwierigsten Bedingungen: vor allem für die Menschen, die dort arbeiten. Personal und Passagiere von Kreuzfahrtschiffen hat vor allem die Corona-Pandemie stark zugesetzt: Seit Anfang 2020 bewegt sich kaum noch eines dieser schwimmenden Hotels. Die Flotten ruhen, an Bord ist nur eine Notbesatzung. Zwei Schiffe einer deutschen Reederei liegen an der Pier in Bremerhaven. "Terra X" dokumentiert, wie sich das Unternehmen auf einen Neustart vorbereitet: unter anderem mit Investitionen in neue Luftfilter, die die Passagiere noch besser vor Viren schützen sollen. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise über die Meere der Welt und fasst zusammen, was sonst oft nur in Teilaspekten beleuchtet wird: vom Leben und Vergehen, von der Geschichte und der Zukunft der "Giganten der Meere".

Abenteuer Neuseeland 04:45

Abenteuer Neuseeland: Aufbruch der Glücksritter

Land und Leute

Tiefe Regenwälder, riesige Gletscher, fauchende Vulkane, eine zerklüftete Küste: An kaum einem anderen Ort der Welt prallen so viele Landschaftsformen aufeinander wie in Neuseeland. Der Zweiteiler "Abenteuer Neuseeland" taucht ein in die faszinierende Welt des Inselreichs. Er verknüpft aus deutscher Sicht die Geschichte Neuseelands mit der Gegenwart. Im ersten Teil geht es um die Entdeckung und Besiedlung durch die Europäer. Neuseeland gehört zu den am spätesten von Menschen besiedelten Gegenden des Planeten. Erst im 13. Jahrhundert kamen die Maori aus Polynesien mit Booten auf die Inseln mitten im Südpazifik, die Europäer folgten mehrere Hundert Jahre später. Es waren deutsche Wissenschaftler wie Julius von Haast, die Neuseeland Anfang des 19. Jahrhunderts erforschten. Das "Land der langen weißen Wolke", wie die Maori ihre Heimat nennen, war weitgehend unentdeckt. Voller Leidenschaft bereiste von Haast das Land. Er entdeckte Berge und Flüsse, ausgestorbene Riesenvögel und gründete das erste Museum Neuseelands. Parallel zu den Wissenschaftlern kamen die Glücksjäger. Sie verließen die Enge und Europa, um am anderen Ende der Welt ein neues Leben zu beginnen. Es waren Männer wie Bendix Hallenstein, der ein Textilimperium aufbaute und sogar zum Bürgermeister von Queenstown ernannt wurde. Bis heute tragen Dutzende Filialen in Neuseeland seinen Namen. Das Inselreich im Südpazifik ist auch heute ein Traumziel vieler Europäer. Lange Sandstrände, sanfte Hügelketten und zerklüftete Vulkane dominieren die Nordinsel. Die Südinsel hingegen wird geprägt von den Neuseeländischen Alpen, einem mächtigen Gebirgszug, von dem aus sich riesige Gletscher bis ins Tal schieben. Dort treffen sie auf dichte, gemäßigte Regenwälder. Diese vielfältige Natur sucht weltweit ihresgleichen und begeistert auch moderne Wissenschaftler und Glücksritter aus Deutschland. Viele haben Neuseeland zu ihrer neuen Heimat gemacht.

Abenteuer Neuseeland 05:30

Abenteuer Neuseeland: Vorstoß ins Unbekannte

Land und Leute

Der Zweiteiler "Abenteuer Neuseeland" taucht ein in die faszinierende Welt Neuseelands. Im zweiten Teil geht es um den "Vorstoß ins Unbekannte" durch Wissenschaftler. Der Film zeigt Walforscher bei ihren Einsätzen vor der Küste und gibt spannende Einblicke in die Arbeit von Geologen und Naturschützern.

Kulturzeit 06:20

Kulturzeit

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

nano 07:00

nano

Infomagazin

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.

Alpenpanorama 07:30

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 08:00

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Alpenpanorama 08:05

Alpenpanorama

Kamerafahrt

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ZIB 08:30

ZIB

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Alpenpanorama 08:33

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 09:00

ZIB

Nachrichten

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Kulturzeit 09:05

Kulturzeit

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

nano 09:45

nano

Infomagazin

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.

Amerikas Flüsse 10:25

Amerikas Flüsse: Der Colorado River - Ein gedrosselter Riese

Landschaftsbild

Dramatische Felsenschluchten und Wildwasserstromschnellen - das ist der Colorado River, mit 2330 Kilometern der zweitlängste und größte Fluss Nordamerikas. 30 Millionen Menschen im Westen der USA versorgt er mit Wasser und Energie. Zehn Staudämme wurden dafür gebaut - der Hoover-Damm ist der berühmteste. Durch diesen massiven Eingriff erreicht der Fluss nicht mehr seine natürliche Mündung in den Pazifik. Das Flussdelta im benachbarten Mexiko ist seit 50 Jahren ausgetrocknet. Nach jahrelangen Verhandlungen darf jetzt einmal im Jahr Wasser im ausgetrockneten Flussbett über die Grenze fließen - für die Bewohner der mexikanischen Grenzstadt, die den Namen des Colorado trägt, ein historischer Moment. Flüsse gaben weltberühmten Städten ihren Namen, doch kaum einer kennt heute noch die Flüsse, die dort münden. Die oscarnominierte Filmemacherin Katja Esson erzählt in der Reihe "Amerikas Flüsse" ungewöhnliche Flussgeschichten. Mit beeindruckenden Bildern und aus überraschenden Blickwinkeln. Auf ihrer Reise trifft sie bemerkenswerte Menschen, die mit Charme und großer Offenheit davon erzählen, wie ihr Leben vom Fluss geprägt wird.

Amerikas Flüsse 11:10

Amerikas Flüsse: Der Detroit River - Von den Großen Seen zur großen Pleite

Landschaftsbild

Der Detroit River hoch im Norden der USA prägte die wechselhafte Geschichte der Industriestadt Detroit. Durch den Fluss stieg die Stadt zu einer der reichsten des Landes auf. Der Detroit River gehört zu den "Great Lakes", den fünf zusammenhängenden Seen im Norden der USA. Durch ihn wuchsen Handel und Autoindustrie und machten Detroit in den 1960er-Jahren zur reichsten Stadt der USA. Der Fluss bildet die Landesgrenze zu Kanada. Den Detroit River zu überwinden, war einst für viele Sklaven aus den Südstaaten die letzte Hürde auf der Flucht ins freie Nachbarland. In Zeiten der Prohibition blühte der abenteuerliche Schmuggel von Alkohol über den Fluss. Heute ist Detroit geprägt vom Niedergang der Autoindustrie. Doch die wirtschaftlich für tot erklärte Stadt erlebt am Ufer ihres Flusses eine überraschende Wiederbelebung. Flüsse gaben weltberühmten Städten ihren Namen, doch kaum einer kennt heute noch die Flüsse, die dort münden. Die oscarnominierte Filmemacherin Katja Esson erzählt in der Reihe "Amerikas Flüsse" ungewöhnliche Flussgeschichten. Mit beeindruckenden Bildern und aus überraschenden Blickwinkeln. Auf ihrer Reise trifft sie bemerkenswerte Menschen, die mit Charme und großer Offenheit davon erzählen, wie ihr Leben vom Fluss geprägt wird.

Hessen à la carte 11:55

Hessen à la carte: Zu Gast in Rheinhessen

Essen und Trinken

Ein Ausflug nach Rheinhessen lohnt sich! Von Rüdesheim geht es mit der Fähre nach Bingen. Auf der schönen Rheinpromenade lockt die Vinothek "Weinzeit" mit leckeren Schmankerln. Noch mehr ausgezeichnete Weine und kreative Köche lernt das Fernsehteam auf der Fahrt durch die sanften Hügel der Weinberge kennen. Es guckt Landgasthöfen und Restaurants in die Töpfe und steigt in einen alten, verwinkelten Weinkeller. Am Roten Hang bei Nierstein wird eine Winzervesper mit Weck, Worscht und Woi serviert.

Servicezeit 12:25

Servicezeit

Ratgeber

Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr - "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.

Die Gärten von Murau 12:55

Die Gärten von Murau

Landschaftsbild

Die Region um Murau ist vor allem für ihre dichten Wälder und ihr Holz bekannt, für Bier und fürs Skifahren. Dass sich dort auch beeindruckende Gärten befinden, wissen nur wenige. Der Film zeichnet ein ungewöhnliches Porträt dieser Region und erzählt zeitgleich die Geschichte des Gartens von seinen Anfängen bis zur Gegenwart. Mit viel Leidenschaft und Kompetenz haben Menschen aus der Gegend um Murnau ihre Gärten in kleine und größere Wunderwelten verwandelt. Diese Gärten sind Meisterwerke - und nicht nur das: In ihnen spiegeln sich der Zeitgeist, die Geschichte und die Kultur einer abgelegenen Region.

Traumorte 13:20

Traumorte: Die Bretagne

Tourismus

Die Bretagne ist die größte Halbinsel Frankreichs. Ihre fast 3000 Kilometer lange Küste wechselt von mächtigen Granitklippen zu versteckten Buchten und weiten Sandstränden. Es ist eine geschichtsträchtige Region, in der die Legenden blühen, wo Traditionen und Brauchtum bis heute gepflegt werden. Die Küstenlandschaft ist von Wind und Wellen geprägt. Aber durch das milde Klima gedeiht an manchen Orten eine fast schon mediterrane Vegetation. Die Reihe "Traumorte" präsentiert die schönsten Reiseziele der Erde. Die Palette reicht vom Traumstrand über beeindruckende Naturlandschaften bis hin zu architektonischen Sehenswürdigkeiten.

Legendäre Zugabenteuer 14:05

Legendäre Zugabenteuer: Der Schweizer "Glacier Express"

Abenteuer und Action

Der "Glacier Express" verkehrt zwischen St. Moritz und Zermatt. Spektakuläre Aufnahmen der Hochgebirgsstrecke wechseln sich ab mit Einblicken in die Technik dieser Schmalspurbahn. Der "Glacier Express" überwindet große Höhendifferenzen, streckenweise mit Zahnradbetrieb. Während die Reisenden die spektakuläre Strecke genießen, sorgt ein Team in Hintergrund für ihre sichere und reibungslose Fahrt. Die erste Teilstrecke des Zuges, die Albulabahn, wurde um 1900 erbaut und ist dank ihrer einzigartigen Streckenführung seit 2008 UNESCO-Weltkulturerbe. Dort überwindet der Zug eine Höhendifferenz von über 400 Metern auf nur 6,5 Kilometern Luftlinie. Um das möglich zu machen, verlängerten die Erbauer der Bahn die Strecke mithilfe einzigartiger Tunnel- und Brückenbauten auf zwölf Kilometer - eine technische Meisterleistung. Einzigartige Züge durchqueren malerische Landschaften. Angetrieben von Technologie, komplexer Mechanik und harter Arbeit: Spektakuläre Luftaufnahmen zeigen die abenteuerlichsten Bahnstrecken der Welt.

Legendäre Zugabenteuer 14:50

Legendäre Zugabenteuer: Kanadas "VIA Rail"

Abenteuer und Action

Die Strecke von Winnipeg nach Churchill ist eine lebenswichtige Verbindung zu den abgelegenen Gemeinden im hohen Norden Kanadas. Doch Schnee und Eis sind eine ständige Herausforderung. Mit einem Zug der "VIA Rail" geht es durch karge Schneelandschaften, Nadelwald und über zugefrorene Seen auf die zweitägige Reise bis zum nördlichen Polarkreis. Unermüdliche Wartungscrews sorgen mit teils ungewöhnlichen Mitteln für eine stets befahrbare Strecke. Während Passagierzüge zweimal wöchentlich Touristen, Forschern und Einheimischen die 1700 Kilometer lange Reise in den Norden der Provinz Manitoba ermöglichen, versorgen Güterzüge die Einwohner der abgeschieden gelegenen Gemeinden mit lebenswichtigen Vorräten. Die extreme Kälte mit Temperaturen von teilweise bis zu minus 50 Grad sowie heftiger Schneefall sind dabei die größten Herausforderungen für Lokführer, Gleisbauer und Streckeninspektoren. Wird ein zugewehter Abschnitt nicht rechtzeitig freigeräumt, sind die Dörfer und Kleinstädte entlang der Strecke von der Außenwelt abgeschnitten. Auch vereiste Schienen oder ein durch geschmolzenen Schnee weggespültes Gleisbett sind eine ständige Gefahr für einen sicheren, reibungslosen Bahnverkehr. Doch dank des Einsatzes von Schneepflügen, Gleishebern und zur Not Feuer können Passagiere sorglos eine der imposantesten Strecken der Welt erleben. Einzigartige Züge durchqueren malerische Landschaften. Angetrieben von Technologie, komplexer Mechanik und harter Arbeit: Spektakuläre Luftaufnahmen zeigen die abenteuerlichsten Bahnstrecken der Welt.

Legendäre Zugabenteuer 15:30

Legendäre Zugabenteuer: Mexikos "Copper Canyon Railway"

Abenteuer und Action

Im mexikanischen Chihuahua verbindet eine einzigartige Bahnstrecke die Berge mit dem Meer: "El Chepe" überwindet auf seiner Fahrt entlang wilder Schluchten über 2400 Meter an Höhendifferenz. Der "Ferrocarril Chihuahua al Pacífico", kurz "Chepe", wurde einst für den Güterverkehr gebaut, um Kupfer und Getreide aus den Bergen an die Küste zu bringen. Heute verkehren dort bequeme Personenzüge, die bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt sind. Die Reise des "El Chepe" beginnt in der Bergstadt Creel und führt entlang des "Barranca del Cobre", auf Deutsch "Kupferschlucht", der Heimat des indigenen Volks der Tarahumara. Die Dokumentation begleitet Bahnangestellte und Streckenkontrolleure, die für kleine und große Reparaturen an der eingleisigen Strecke verantwortlich sind. Die Fahrt endet in Los Mochis an der Küste des Pazifischen Ozeans. Einzigartige Züge durchqueren malerische Landschaften. Angetrieben von Technologie, komplexer Mechanik und harter Arbeit: Spektakuläre Luftaufnahmen zeigen die abenteuerlichsten Bahnstrecken der Welt.

Legendäre Zugabenteuer 16:15

Legendäre Zugabenteuer: Indiens "Darjeeling Himalayan Railway"

Abenteuer und Action

Im Nordosten Indiens machen sich eine Dampf- und eine Diesellokomotive der "Darjeeling Himalayan Railway" auf atemberaubende Reise. Besonders der bergige Teil der Strecke ist aufregend. Während die Dampflokomotive von Darjeeling aus mit zwei Personenwagen mehrmals am Tag eine kurze Fahrt nach Ghum unternimmt, muss die Diesellok auf ihrer siebenstündigen Reise 2000 Höhenmeter überwinden. Das geht nur dank eines ausgeklügelten Streckendesigns. Mithilfe von Schleifen und doppelten Spitzkehren können die beiden Züge der Schmalspurbahn den Anstieg bewältigen. Passagiere haben dabei seit einigen Jahren dank eines Panoramadachs eine beeindruckende Aussicht auf die für ihren Tee bekannte Landschaft in Westbengalen. Für Zugführer wie Dilip stellt die steile Strecke derweil eine echte Herausforderung dar, immerhin sind einige Lokomotiven über 100 Jahre alt. Umso wichtiger ist die Arbeit der Mechaniker, die vor allem alte Exemplare in ihrer Werkstatt teilweise komplett überholen. Auch auf der Strecke drohen Gefahren. Während dichter Nebel in den Höhen die Sicht oft einschränkt, können Erdrutsche und Steinschläge durch heftigen Regenfall am Hang zur gefährlichen Bedrohung werden. Einzigartige Züge durchqueren malerische Landschaften. Angetrieben von Technologie, komplexer Mechanik und harter Arbeit: Spektakuläre Luftaufnahmen zeigen die abenteuerlichsten Bahnstrecken der Welt.

Legendäre Zugabenteuer 17:00

Legendäre Zugabenteuer: Australiens "Outback Railway"

Abenteuer und Action

Der "Ghan" durchquert den australischen Kontinent von Norden nach Süden durch das wilde Outback. Sand und Hitze machen dem Wartungsteam auf der 2979 Kilometer langen Strecke zu schaffen. Auf seiner Fahrt führt der "Ghan" immer eine zweite Diesellokomotive mit - als Ersatz, falls die erste ausfällt. Schließlich ist der Zug zwei Tage in der Wildnis unterwegs, wo er mit Tieren kollidieren oder durch extreme Wetterereignisse ausgebremst werden kann. Ursprünglich ein Transportmittel für jeden, ist der "Ghan" heute ein reiner Luxuszug. Er führt ausschließlich Wagen der ersten Klasse und der Luxusklasse mit. Da die Reise rund 48 Stunden dauert, dürfen auch Schlafwagen nicht fehlen, was den Zug fast 700 Meter lang werden lässt. Die Fahrt mit dem "Ghan" zieht Eisenbahn-Fans aus aller Welt an. Die Touristen sollen die Fahrt von Adelaide an der Südküste bis in die tropische Landschaft von Darwin im Norden mit allen Annehmlichkeiten genießen können. Einzigartige Züge durchqueren malerische Landschaften. Angetrieben von Technologie, komplexer Mechanik und harter Arbeit: Spektakuläre Luftaufnahmen zeigen die abenteuerlichsten Bahnstrecken der Welt.

Legendäre Zugabenteuer 17:45

Legendäre Zugabenteuer: Norwegens "Bergensbanen"

Abenteuer und Action

Auf der Strecke von Bergen bis Oslo schlängelt sich die "Bergensbanen" durch die atemberaubende Landschaft Norwegens. Doch Schneefall, Geröll und wilde Tiere sind eine Herausforderung. Auf den knapp 500 Kilometern vom Westen Norwegens bis zur Hauptstadt im Osten können Fahrgäste weite Fjorde, dichte Wälder und schneebedeckte Berge bewundern. Erstes Highlight ist die Hochebene Hardangervidda, wo die Temperaturen oft zweistellige Minusgrade erreichen. Das Plateau lockt nicht nur jedes Jahr unzählige Touristen aus aller Welt an, die die skandinavische Wildnis bestaunen, sondern diente auch als Kulisse für einen Film der "Star Wars"-Reihe. Die eisige Kälte und starker Schneefall stellen die Wartungsteams der "Bergensbanen" jedoch oft vor Probleme. Schienen können sich verziehen, werden durch Eis zu rutschig oder sind gänzlich von Schnee bedeckt. Mit schweren Maschinen und zur Not per Hand versuchen die Crews, einen reibungslosen Bahnverkehr zu ermöglichen. Einzigartige Züge durchqueren malerische Landschaften. Angetrieben von Technologie, komplexer Mechanik und harter Arbeit: Spektakuläre Luftaufnahmen zeigen die abenteuerlichsten Bahnstrecken der Welt.

nano Doku: Der Allesfresser - Wie Kalikokrebse unsere Artenvielfalt bedrohen 18:30

nano Doku: Der Allesfresser - Wie Kalikokrebse unsere Artenvielfalt bedrohen

Natur und Umwelt

Wie sind die nordamerikanischen Krebse nach Deutschland gekommen? "nano" geht auf Spurensuche an einem ehemaligen Militärflughafen und trifft in nur einem Tümpel auf Zehntausende von Krebsen. Die eigenwanderten Kalikokrebse sind überlegen. Sie vermehren sich viel schneller als die heimischen Krebsarten. Ist die invasive Krebsart noch zu stoppen? Die Doku zeigt, wie viel nur eine invasive Art zerstören kann. Ein Kalikokrebs-Weibchen trägt zwischen 150 und 500 Eier. Kein Krebs in Europa kann sich so schnell vermehren und Kalikokrebse können kilometerweit über Land wandern. Die Krebse leben vor allem in kleinen Tümpeln. Andere Krebse können hier nicht überleben. Der Kalikokrebs lebt damit in einer für ihn perfekten Nische. Er trifft hier auf Amphibien und Libellen, die Krebse als Feind überhaupt nicht kennen. "Die hohen Bestandsdichten der Krebse führen dann zu einem gravierenden ökologischen Problem," sagt Biologe Chucholl. Die Krebse fressen die Larven und Eier. "nano" trifft auf ein frustriertes Forschungsteam. Bei einem Wiederansiedlungsprojekt für Sumpfschildkröten haben die Krebse Millionen Euro vernichtet. Gleich nebenan kämpft ein Angler gegen die Kalikokrebse. Er will nicht tatenlos zuschauen. Sein Ziel: So viele Krebse wie möglich fangen und essen. Doch ist das die Lösung? Sollten in Zukunft vielleicht auch Biozide im Kampf gegen eingeschleppte Arten eingesetzt werden? Klar ist: Ganz zurückdrängen lassen sich die Krebse nicht mehr, aber kleine Biotope lassen sich aufwendig schützen, wie ein Karlsruher Forscherteam zeigt. Ein kleiner Hoffnungsschimmer vor allem für bedrohte Amphibienarten. Doch was können wir daraus lernen? Wie müssen wir in Zukunft mit invasiven Arten umgehen?

Im Flug über Norditalien 19:00

Im Flug über Norditalien

Landschaftsbild

Norditalien begeistert mit dramatischer Landschaft und klassischen Städten. Ob am Südhang der Alpen, in der Toskana oder an den Küsten von Adria und Mittelmeer - hier ist es überall schön. Begrenzt von Alpen und Meer umfasst der Norden eine große landschaftliche Vielfalt mit zahlreichen Seen, Inseln, Flüssen und Bergketten. Aber auch so bekannte Großstädte wie Venedig, Florenz und Mailand sowie einzigartige Kulturdenkmäler liegen in der Region. "Im Flug über Norditalien" zeigen sich Naturräume, Städte und Kulturdenkmäler in ihrer ganzen Schönheit.

Kulturzeit 19:20

Kulturzeit

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

Steirerwut 20:15

Steirerwut

TV-Kriminalfilm

Die Grazer LKA-Beamten Sascha Bergmann und Sandra Mohr werden in das Oststeirische Hügelland gerufen. Der vermeintliche Selbstmord von Johann Hödlgruber war bei näherem Hinsehen doch Mord. Die ortsansässige Polizei in Gestalt von Karl Fasching und Leo Leitner braucht Unterstützung. Da der Hödlgruber-Bauer mit so gut wie jedem im Clinch lag, gibt es auch eine lange Liste an Verdächtigen. An erster Stelle stehen die Eltern von Leo Leitner. Sie haben sich seit Jahren mit dem Opfer um einen Grenzstein gestritten. Aber auch Hödlgrubers Sohn Peter und sein Bruder Ernst, der sich um sein Erbe betrogen fühlt, hätten ein Motiv, ebenso Peters heimliche Geliebte Lotte, die auf dem Nachbarhof Alpakas hält, und ihr ungehobelter Helfer Fipsl. Das heißt Überstunden bei den Ermittlern, die Bergmann durch die Anwesenheit von Eva Merz von der Spurensicherung jedoch etwas versüßt werden.

kinokino 21:45

kinokino

Kinomagazin

- Das 41. Filmfest München Am 28. Juni startet das 41. Filmfest München. Gerade laufen die letzten Vorbereitungen. "kinokino" triff das neue Führungs-Duo Christoph Gröner und Julia Weigl und spricht mit ihnen über die Neuausrichtung des Festivals, die Programmhighlights sowie die Reihe "Neues Deutsches Kino". - "Kinds of Kindness" In seinem neuen Meisterwerk "Kinds of Kindness" zeigt der griechische Regisseur Yorgos Lanthimos ebenso unterhaltsam und verstörend, wie Menschen miteinander umgehen. Das filmische Triptychon lief im diesjährigen Wettbewerb von Cannes. "kinokino" konnte exklusiv mit Regisseur Yorgos Lanthimos und seinen Helden Emma Stone und Willem Dafoe über die Irrwege unserer Beziehungen sprechen. - "Die Gleichung ihres Lebens" "Die Gleichung ihres Lebens" ist ein einfühlsames Drama über den Weg einer jungen Frau zum selbstbestimmten Sein. "kinokino" spricht mit der Regisseurin Anna Novion über den schweren Stand eines weiblichen Nerds in einer Männerwelt, die Schönheit von Zahlenrätseln und über Freude sowie Last einer Hochbegabung. - "Kein Wort" Als Dirigentin fühlt sich Nina endlich anerkannt, da verletzt sich ihr Sohn bei einem Schulunfall. Obwohl ihre Orchesterproben weitergehen müssten, reist sie mit ihrem Kind auf eine französische Insel und die Konflikte spitzen sich daraufhin immer mehr zu. Das Mutter-Sohn-Drama ist mit Maren Eggert und Jona Levin Nicolai hervorragend besetzt.

ZIB 2 22:00

ZIB 2

Nachrichten

Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.

Die Sitte - Wie Staat und Polizei über die Moral wachten 22:25

Die Sitte - Wie Staat und Polizei über die Moral wachten: Von Weimar bis zur Nachkriegszeit

Geschichte

Locker, sexy und freizügig sind die 1920er-Jahre. Das Sündenbabel Berlin feiert rund um die Uhr. Doch die Weimarer Zeit ist eine Zeit der Gegensätze. Die Sittenwächter sind nicht weit - mit Zensur und Strafe. In den 1920ern bekommt die Sittenpolizei mehr Aufgaben: Serienmörder, Transvestiten, Pornografie. Die Verfolgung von sogenannten Asozialen ist nur eines der grausamen Kapitel in der NS-Zeit. Bei Sex und Moral greift die Sittenpolizei bis in die 1960er-Jahre hart durch. Im Sündenbabel Berlin feiert die Weimarer Republik in den 1920er-Jahren, als gäbe es kein Morgen. Jede sexuelle Freizügigkeit scheint möglich. Erste private Erotikfilme kursieren, auch wenn sie teuer und aufwendig herzustellen sind. Auf der anderen Seite laufen Kirche, Konservative und Sittenwächter Sturm gegen Pornografie, Prostitution und Homosexualität. Die Sittenpolizei soll durchgreifen. Die Abteilungen verfolgen zunächst ein praktisches Ziel: die Vermeidung von Geschlechtskrankheiten, ausgelöst durch Prostitution. Doch große Kriminalfälle sorgen bei den Sittenpolizisten für neue Aufgaben. Ein Serienmörder treibt Mitte der 1920er-Jahre sein Unwesen, tötet 24 Männer beim Geschlechtsakt mit einem Biss in den Kehlkopf. Der Fall Fritz Haarmann führt zu Massenverhaftungen von Homosexuellen. Der Paragraf 175 aus der Kaiserzeit sieht Geld- oder Haftstrafen vor. In Berlin dagegen pflegt man andere Sitten: Im bekannten Klub "Eldorado" leben Transvestiten Anfang der 1930er-Jahre ihre Neigungen offen aus. Mancher Mann darf öffentlich Frauenkleider tragen - Transvestitenscheine machen es möglich. Doch mit dem NS-Regime regiert zunehmende Willkür, das "Eldorado" wird 1933 geschlossen, der Homosexuellen-Paragraf verschärft. 10.000 bis 15.000 homosexuelle Männer landen in Konzentrationslagern. "Bei homosexuellen Frauen gab es in der NS-Zeit, anders als bei Männern, keine eindeutige Rechtsprechung. Sie fielen durch das Raster, sodass sie genauso wie Transvestitinnen mal so und mal so behandelt wurden", sagt Jens Dobler, Leiter der Polizeihistorischen Sammlung Berlin. Polizisten können ohne Strafverfahren Prostituierte, "Asoziale", Bettler, Sinti und Roma in KZs einweisen. Der NS-Staat schafft ein Netz an Bordellen. Sogar KZ-Bordelle lässt Reichsführer Himmler einrichten. Doppelmoral und willkürliche Verfolgung werden zum System. Nach dem Krieg nehmen die Polizeidienststellen und mit ihnen die Sittenwächter schnell die Arbeit wieder auf. Polizisten aus der NS-Zeit sorgen für Kontinuität. Kirchliche Organisationen wie der Volkswartbund machen zusätzlich Front gegen die Sittenlosigkeit. 1951 wird die Premiere des Films "Die Sünderin" zum Skandal. Acht Sekunden ist Hildegard Knef barbusig zu sehen. Trotz oder wegen zeitweiser Aufführungsverbote bekommt der Film vier Millionen Zuschauer in den ersten drei Monaten. In der Verfolgung von Sittendelikten gehen die beiden deutschen Staaten zunehmend unterschiedliche Wege. In der jungen DDR wollen SED-Politiker den Paragrafen 175 abschaffen. Durchsetzen können sie sich zunächst nicht. Doch bereits Ende der 1950er-Jahre werden Homosexuelle bei geringfügigen Vergehen kaum noch verfolgt. Der Paragraf 175 wird praktisch außer Kraft gesetzt. In der BRD braucht es dafür weitere zehn Jahre. In Metropolen wie Hamburg geht die Kriminalpolizei neue Wege. In Fernsehsendungen wie "Der Polizeibericht meldet ..." stellen Beamte Kriminalfälle nach und geben Fahndungen raus. 1959 lösen Medienberichte jedoch beinahe eine Massenhysterie aus. Die "Bestie" Bruno Pupecka missbraucht ein siebenjähriges Mädchen und 19 weitere Frauen. Vor der Davidwache fordert eine aufgebrachte Menschenmenge Lynchjustiz. Pupecka wird verhaftet und zu 15 Jahren Haft verurteilt. Auch wegen Fällen wie diesen reagieren Justiz und Sittenpolizisten bis Ende der 1960er-Jahre mit harten Maßnahmen. Erst die sexuelle Revolution sorgt für Lockerungen und frischen Wind - aber auch für neue Konflikte. Deutsche Polizisten überwachen lange Zeit Anstand und Moral. Die Sittenpolizei überlebt viele Regimewechsel und Umbrüche. Eine zweiteilige Dokumentation über die Jagd nach Sittenverbrechern und das Verhältnis von Gesellschaft, Macht und Sex.

Die Sitte - Wie Staat und Polizei über die Moral wachten 23:10

Die Sitte - Wie Staat und Polizei über die Moral wachten: Von der sexuellen Revolution bis zu den bunten 1980ern

Geschichte

1961 sorgen Gemälde mit übergroßen Penissen des jungen Künstlers Georg Baselitz noch für einen Skandal und ein Eingreifen der Sittenpolizei. Am Ende gewinnt die Kunstfreiheit. Mit der Freizügigkeit der 68er-Generation geraten immer mehr Fälle von Pornografie und Kuppelei ins Visier der Polizei. Homosexuelle und Prostituierte werden weiter streng überwacht. In den 1980er-Jahren ist Schluss: Es kommt bei der "Sitte" zu nachhaltigen Reformen. In Essen treibt in den 1960er-Jahren der "Kirmesmörder" Jürgen Bartsch sein Unwesen. Es geht um Vergewaltigung und Mord an mehreren Jungen. Die Mordkommission zieht die Kollegen von der Sitte zu Rate. Das Problem: Bereits als 15-Jähriger hat Bartsch sein erstes Verbrechen begangen. Neu an dem schrecklichen Fall ist: Erstmals stellen Öffentlichkeit und Behörden die Frage, wie ein Mensch zum Täter wird, was seine Vorgeschichte ist und wie es zu diesen grausamen Verbrechen kommen konnte. In den folgenden Jahren müssen die Beamten der Sittenpolizei ihre gesellschaftliche Rolle immer mehr hinterfragen. Sexuelle Freiheit ist das Gebot der Stunde. Erotik und Pornografie überschwemmen das Land, zunächst aus Dänemark, wo Pornografie ab 1969 legalisiert wird. Bei der neuen Zeitung "St. Pauli Nachrichten" in Hamburg finden erotisch Gleichgesinnte über Annoncen zusammen. Das Blatt erreicht kurzerhand eine Millionenauflage. Noch einmal tritt die Polizei auf den Plan, kassiert die Inserentenkarteien ein. Vor Gericht gewinnen jedoch die Blattmacher. Fazit: Die Tageszeitung darf nicht indiziert werden. Wenig später stehen die Karteien wieder im Keller. Ein Sieg für die sexuellen Revolutionäre. Mit den Zeiten ändern sich auch die Gesetze. Noch bis 1973 bleibt Kuppelei in der BRD strafbar. In der DDR wird der Paragraf sogar bereits 1968 abgeschafft und das Sexualstrafrecht reformiert. Die Verfolgung der Sittlichkeitsverbrechen hält an, aber abseits der Öffentlichkeit. Polizei und Stasi teilen sich die Aufgaben. Für illegale Erotik- und Pornofilme erklärt sich zunehmend die Stasi zuständig. Auch für gewisse Prostituierte, die es angeblich nicht geben soll in der DDR. Doch ob in Seemannsheimen in Rostock oder im Umfeld der Leipziger Messe - überall rekrutiert die Stasi Prostituierte als IM (inoffizielle Mitarbeiter) zur Informationsbeschaffung, auch für das Ausland. Regina von Tolksdorf berichtet, wie ihre Mutter als weibliche Romeo-Agentin angeworben wird und schließlich im Westen spioniert. Auch sie selbst soll schließlich mitmachen. Trotz einer existierenden IM-Akte wollte sich von Tolksdorf aber nicht als Prostituierte einspannen lassen, sagt sie heute. In der BRD lösen sich die Abteilungen der Sittenpolizei mit den 1970er-Jahren zunehmend auf. In Hamburg finden die Beamten neue Ansätze, um mit der grassierenden Prostitution umzugehen. Waldemar Paulsen von der Davidwache macht sich auf dem Kiez wegen seiner Haare als "roter Fuchs" einen Namen. Anstatt sie zu verfolgen, setzt er sich für die Frauen ein und geht gegen Zuhälter vor, die Prostituierte schlagen und misshandeln. Mit den 1980er-Jahren ändert sich das Bild auf dem Kiez: Aids sorgt für große Verunsicherung. Trotz Auflösungserscheinungen in den Sittendezernaten bleibt die verdeckte Verfolgung von Homosexuellen Aufgabe der Polizei - und wird zum Skandal. Seit den 1960er-Jahren beobachten sie hinter Einwegspiegeln Schwule auf öffentlichen Herrentoiletten in der Hansestadt, um sie in flagranti zu erwischen. Mit einem Hammer zertrümmert 1980 der junge Corny Littmann öffentlichkeitswirksam einen dieser Spiegel und macht so auf die Diskriminierung der Homosexuellen aufmerksam. Es kommt zu Protesten, von Nazi-Methoden ist die Rede. Die Spiegel-Kontrollen werden kurzerhand gestoppt. Doch erst 1994 wird der "Schwulen"-Paragraf 175 abgeschafft. Seit 2017 erhalten Verurteilte eine Entschädigung. Die Polizei als Sittenwächter - viele Jahrzehnte gilt das als selbstverständlich. Diese Zeiten sind vorbei. Heute ermitteln Landeskriminalämter bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Deutsche Polizisten überwachen lange Zeit Anstand und Moral. Die Sittenpolizei überlebt viele Regimewechsel und Umbrüche. Eine zweiteilige Dokumentation über die Jagd nach Sittenverbrechern und das Verhältnis von Gesellschaft, Macht und Sex.

Chronische Krankheit Lipödem - Schmerzen, Bodyshaming und Unverständnis 23:55

Chronische Krankheit Lipödem - Schmerzen, Bodyshaming und Unverständnis

Reportage

"Reporter" rückt Menschen sowie deren Schicksale und Abenteuer ins Zentrum, deren Geschichte in der Schweiz und weltweit gesellschaftliche oder politische Trends illustriert. Die Inhalte sind weit gefächert. Gezeigt werden neben den großen Abenteuern auch die kleinen Sensationen des Alltags. "Reporter" pflegt die klassische Reportage: Lineare Dramaturgien, subjektives Erzählen, der Reporter als Augenzeuge, authentische Emotionen.

10 vor 10 00:30

10 vor 10

Nachrichten

"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.

Steirerwut 01:00

Steirerwut

TV-Kriminalfilm

Die Grazer LKA-Beamten Sascha Bergmann und Sandra Mohr werden in das Oststeirische Hügelland gerufen. Der vermeintliche Selbstmord von Johann Hödlgruber war bei näherem Hinsehen doch Mord. Die ortsansässige Polizei in Gestalt von Karl Fasching und Leo Leitner braucht Unterstützung. Da der Hödlgruber-Bauer mit so gut wie jedem im Clinch lag, gibt es auch eine lange Liste an Verdächtigen. An erster Stelle stehen die Eltern von Leo Leitner. Sie haben sich seit Jahren mit dem Opfer um einen Grenzstein gestritten. Aber auch Hödlgrubers Sohn Peter und sein Bruder Ernst, der sich um sein Erbe betrogen fühlt, hätten ein Motiv, ebenso Peters heimliche Geliebte Lotte, die auf dem Nachbarhof Alpakas hält, und ihr ungehobelter Helfer Fipsl. Das heißt Überstunden bei den Ermittlern, die Bergmann durch die Anwesenheit von Eva Merz von der Spurensicherung jedoch etwas versüßt werden.

Die Sitte - Wie Staat und Polizei über die Moral wachten 02:25

Die Sitte - Wie Staat und Polizei über die Moral wachten: Von Weimar bis zur Nachkriegszeit

Geschichte

Locker, sexy und freizügig sind die 1920er-Jahre. Das Sündenbabel Berlin feiert rund um die Uhr. Doch die Weimarer Zeit ist eine Zeit der Gegensätze. Die Sittenwächter sind nicht weit - mit Zensur und Strafe. In den 1920ern bekommt die Sittenpolizei mehr Aufgaben: Serienmörder, Transvestiten, Pornografie. Die Verfolgung von sogenannten Asozialen ist nur eines der grausamen Kapitel in der NS-Zeit. Bei Sex und Moral greift die Sittenpolizei bis in die 1960er-Jahre hart durch. Im Sündenbabel Berlin feiert die Weimarer Republik in den 1920er-Jahren, als gäbe es kein Morgen. Jede sexuelle Freizügigkeit scheint möglich. Erste private Erotikfilme kursieren, auch wenn sie teuer und aufwendig herzustellen sind. Auf der anderen Seite laufen Kirche, Konservative und Sittenwächter Sturm gegen Pornografie, Prostitution und Homosexualität. Die Sittenpolizei soll durchgreifen. Die Abteilungen verfolgen zunächst ein praktisches Ziel: die Vermeidung von Geschlechtskrankheiten, ausgelöst durch Prostitution. Doch große Kriminalfälle sorgen bei den Sittenpolizisten für neue Aufgaben. Ein Serienmörder treibt Mitte der 1920er-Jahre sein Unwesen, tötet 24 Männer beim Geschlechtsakt mit einem Biss in den Kehlkopf. Der Fall Fritz Haarmann führt zu Massenverhaftungen von Homosexuellen. Der Paragraf 175 aus der Kaiserzeit sieht Geld- oder Haftstrafen vor. In Berlin dagegen pflegt man andere Sitten: Im bekannten Klub "Eldorado" leben Transvestiten Anfang der 1930er-Jahre ihre Neigungen offen aus. Mancher Mann darf öffentlich Frauenkleider tragen - Transvestitenscheine machen es möglich. Doch mit dem NS-Regime regiert zunehmende Willkür, das "Eldorado" wird 1933 geschlossen, der Homosexuellen-Paragraf verschärft. 10.000 bis 15.000 homosexuelle Männer landen in Konzentrationslagern. "Bei homosexuellen Frauen gab es in der NS-Zeit, anders als bei Männern, keine eindeutige Rechtsprechung. Sie fielen durch das Raster, sodass sie genauso wie Transvestitinnen mal so und mal so behandelt wurden", sagt Jens Dobler, Leiter der Polizeihistorischen Sammlung Berlin. Polizisten können ohne Strafverfahren Prostituierte, "Asoziale", Bettler, Sinti und Roma in KZs einweisen. Der NS-Staat schafft ein Netz an Bordellen. Sogar KZ-Bordelle lässt Reichsführer Himmler einrichten. Doppelmoral und willkürliche Verfolgung werden zum System. Nach dem Krieg nehmen die Polizeidienststellen und mit ihnen die Sittenwächter schnell die Arbeit wieder auf. Polizisten aus der NS-Zeit sorgen für Kontinuität. Kirchliche Organisationen wie der Volkswartbund machen zusätzlich Front gegen die Sittenlosigkeit. 1951 wird die Premiere des Films "Die Sünderin" zum Skandal. Acht Sekunden ist Hildegard Knef barbusig zu sehen. Trotz oder wegen zeitweiser Aufführungsverbote bekommt der Film vier Millionen Zuschauer in den ersten drei Monaten. In der Verfolgung von Sittendelikten gehen die beiden deutschen Staaten zunehmend unterschiedliche Wege. In der jungen DDR wollen SED-Politiker den Paragrafen 175 abschaffen. Durchsetzen können sie sich zunächst nicht. Doch bereits Ende der 1950er-Jahre werden Homosexuelle bei geringfügigen Vergehen kaum noch verfolgt. Der Paragraf 175 wird praktisch außer Kraft gesetzt. In der BRD braucht es dafür weitere zehn Jahre. In Metropolen wie Hamburg geht die Kriminalpolizei neue Wege. In Fernsehsendungen wie "Der Polizeibericht meldet ..." stellen Beamte Kriminalfälle nach und geben Fahndungen raus. 1959 lösen Medienberichte jedoch beinahe eine Massenhysterie aus. Die "Bestie" Bruno Pupecka missbraucht ein siebenjähriges Mädchen und 19 weitere Frauen. Vor der Davidwache fordert eine aufgebrachte Menschenmenge Lynchjustiz. Pupecka wird verhaftet und zu 15 Jahren Haft verurteilt. Auch wegen Fällen wie diesen reagieren Justiz und Sittenpolizisten bis Ende der 1960er-Jahre mit harten Maßnahmen. Erst die sexuelle Revolution sorgt für Lockerungen und frischen Wind - aber auch für neue Konflikte. Deutsche Polizisten überwachen lange Zeit Anstand und Moral. Die Sittenpolizei überlebt viele Regimewechsel und Umbrüche. Eine zweiteilige Dokumentation über die Jagd nach Sittenverbrechern und das Verhältnis von Gesellschaft, Macht und Sex.

Die Sitte - Wie Staat und Polizei über die Moral wachten 03:10

Die Sitte - Wie Staat und Polizei über die Moral wachten: Von der sexuellen Revolution bis zu den bunten 1980ern

Geschichte

1961 sorgen Gemälde mit übergroßen Penissen des jungen Künstlers Georg Baselitz noch für einen Skandal und ein Eingreifen der Sittenpolizei. Am Ende gewinnt die Kunstfreiheit. Mit der Freizügigkeit der 68er-Generation geraten immer mehr Fälle von Pornografie und Kuppelei ins Visier der Polizei. Homosexuelle und Prostituierte werden weiter streng überwacht. In den 1980er-Jahren ist Schluss: Es kommt bei der "Sitte" zu nachhaltigen Reformen. In Essen treibt in den 1960er-Jahren der "Kirmesmörder" Jürgen Bartsch sein Unwesen. Es geht um Vergewaltigung und Mord an mehreren Jungen. Die Mordkommission zieht die Kollegen von der Sitte zu Rate. Das Problem: Bereits als 15-Jähriger hat Bartsch sein erstes Verbrechen begangen. Neu an dem schrecklichen Fall ist: Erstmals stellen Öffentlichkeit und Behörden die Frage, wie ein Mensch zum Täter wird, was seine Vorgeschichte ist und wie es zu diesen grausamen Verbrechen kommen konnte. In den folgenden Jahren müssen die Beamten der Sittenpolizei ihre gesellschaftliche Rolle immer mehr hinterfragen. Sexuelle Freiheit ist das Gebot der Stunde. Erotik und Pornografie überschwemmen das Land, zunächst aus Dänemark, wo Pornografie ab 1969 legalisiert wird. Bei der neuen Zeitung "St. Pauli Nachrichten" in Hamburg finden erotisch Gleichgesinnte über Annoncen zusammen. Das Blatt erreicht kurzerhand eine Millionenauflage. Noch einmal tritt die Polizei auf den Plan, kassiert die Inserentenkarteien ein. Vor Gericht gewinnen jedoch die Blattmacher. Fazit: Die Tageszeitung darf nicht indiziert werden. Wenig später stehen die Karteien wieder im Keller. Ein Sieg für die sexuellen Revolutionäre. Mit den Zeiten ändern sich auch die Gesetze. Noch bis 1973 bleibt Kuppelei in der BRD strafbar. In der DDR wird der Paragraf sogar bereits 1968 abgeschafft und das Sexualstrafrecht reformiert. Die Verfolgung der Sittlichkeitsverbrechen hält an, aber abseits der Öffentlichkeit. Polizei und Stasi teilen sich die Aufgaben. Für illegale Erotik- und Pornofilme erklärt sich zunehmend die Stasi zuständig. Auch für gewisse Prostituierte, die es angeblich nicht geben soll in der DDR. Doch ob in Seemannsheimen in Rostock oder im Umfeld der Leipziger Messe - überall rekrutiert die Stasi Prostituierte als IM (inoffizielle Mitarbeiter) zur Informationsbeschaffung, auch für das Ausland. Regina von Tolksdorf berichtet, wie ihre Mutter als weibliche Romeo-Agentin angeworben wird und schließlich im Westen spioniert. Auch sie selbst soll schließlich mitmachen. Trotz einer existierenden IM-Akte wollte sich von Tolksdorf aber nicht als Prostituierte einspannen lassen, sagt sie heute. In der BRD lösen sich die Abteilungen der Sittenpolizei mit den 1970er-Jahren zunehmend auf. In Hamburg finden die Beamten neue Ansätze, um mit der grassierenden Prostitution umzugehen. Waldemar Paulsen von der Davidwache macht sich auf dem Kiez wegen seiner Haare als "roter Fuchs" einen Namen. Anstatt sie zu verfolgen, setzt er sich für die Frauen ein und geht gegen Zuhälter vor, die Prostituierte schlagen und misshandeln. Mit den 1980er-Jahren ändert sich das Bild auf dem Kiez: Aids sorgt für große Verunsicherung. Trotz Auflösungserscheinungen in den Sittendezernaten bleibt die verdeckte Verfolgung von Homosexuellen Aufgabe der Polizei - und wird zum Skandal. Seit den 1960er-Jahren beobachten sie hinter Einwegspiegeln Schwule auf öffentlichen Herrentoiletten in der Hansestadt, um sie in flagranti zu erwischen. Mit einem Hammer zertrümmert 1980 der junge Corny Littmann öffentlichkeitswirksam einen dieser Spiegel und macht so auf die Diskriminierung der Homosexuellen aufmerksam. Es kommt zu Protesten, von Nazi-Methoden ist die Rede. Die Spiegel-Kontrollen werden kurzerhand gestoppt. Doch erst 1994 wird der "Schwulen"-Paragraf 175 abgeschafft. Seit 2017 erhalten Verurteilte eine Entschädigung. Die Polizei als Sittenwächter - viele Jahrzehnte gilt das als selbstverständlich. Diese Zeiten sind vorbei. Heute ermitteln Landeskriminalämter bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Deutsche Polizisten überwachen lange Zeit Anstand und Moral. Die Sittenpolizei überlebt viele Regimewechsel und Umbrüche. Eine zweiteilige Dokumentation über die Jagd nach Sittenverbrechern und das Verhältnis von Gesellschaft, Macht und Sex.

Legendäre Zugabenteuer: Der Schweizer "Glacier Express" 03:55

Legendäre Zugabenteuer: Der Schweizer "Glacier Express"

Abenteuer und Action

Der "Glacier Express" verkehrt zwischen St. Moritz und Zermatt. Spektakuläre Aufnahmen der Hochgebirgsstrecke wechseln sich ab mit Einblicken in die Technik dieser Schmalspurbahn. Der "Glacier Express" überwindet große Höhendifferenzen, streckenweise mit Zahnradbetrieb. Während die Reisenden die spektakuläre Strecke genießen, sorgt ein Team in Hintergrund für ihre sichere und reibungslose Fahrt. Die erste Teilstrecke des Zuges, die Albulabahn, wurde um 1900 erbaut und ist dank ihrer einzigartigen Streckenführung seit 2008 UNESCO-Weltkulturerbe. Dort überwindet der Zug eine Höhendifferenz von über 400 Metern auf nur 6,5 Kilometern Luftlinie. Um das möglich zu machen, verlängerten die Erbauer der Bahn die Strecke mithilfe einzigartiger Tunnel- und Brückenbauten auf zwölf Kilometer - eine technische Meisterleistung. Einzigartige Züge durchqueren malerische Landschaften. Angetrieben von Technologie, komplexer Mechanik und harter Arbeit: Spektakuläre Luftaufnahmen zeigen die abenteuerlichsten Bahnstrecken der Welt.

Legendäre Zugabenteuer: Kanadas "VIA Rail" 04:40

Legendäre Zugabenteuer: Kanadas "VIA Rail"

Abenteuer und Action

Die Strecke von Winnipeg nach Churchill ist eine lebenswichtige Verbindung zu den abgelegenen Gemeinden im hohen Norden Kanadas. Doch Schnee und Eis sind eine ständige Herausforderung. Mit einem Zug der "VIA Rail" geht es durch karge Schneelandschaften, Nadelwald und über zugefrorene Seen auf die zweitägige Reise bis zum nördlichen Polarkreis. Unermüdliche Wartungscrews sorgen mit teils ungewöhnlichen Mitteln für eine stets befahrbare Strecke. Während Passagierzüge zweimal wöchentlich Touristen, Forschern und Einheimischen die 1700 Kilometer lange Reise in den Norden der Provinz Manitoba ermöglichen, versorgen Güterzüge die Einwohner der abgeschieden gelegenen Gemeinden mit lebenswichtigen Vorräten. Die extreme Kälte mit Temperaturen von teilweise bis zu minus 50 Grad sowie heftiger Schneefall sind dabei die größten Herausforderungen für Lokführer, Gleisbauer und Streckeninspektoren. Wird ein zugewehter Abschnitt nicht rechtzeitig freigeräumt, sind die Dörfer und Kleinstädte entlang der Strecke von der Außenwelt abgeschnitten. Auch vereiste Schienen oder ein durch geschmolzenen Schnee weggespültes Gleisbett sind eine ständige Gefahr für einen sicheren, reibungslosen Bahnverkehr. Doch dank des Einsatzes von Schneepflügen, Gleishebern und zur Not Feuer können Passagiere sorglos eine der imposantesten Strecken der Welt erleben. Einzigartige Züge durchqueren malerische Landschaften. Angetrieben von Technologie, komplexer Mechanik und harter Arbeit: Spektakuläre Luftaufnahmen zeigen die abenteuerlichsten Bahnstrecken der Welt.