13:20
Mauritius gilt als perfekter Ort für einen Traumurlaub: Palmen, Strand und Meer. Doch das ist längst nicht alles, was diese Insel im Indischen Ozean ausmacht. Wer sich auf Mauritius einlässt, entdeckt faszinierende Landschaften und natürliche Schönheit, staunt über kulturelle Vielfalt und begegnet lächelnden Menschen, die stolz sind auf ein reiches Erbe. Filmautorin Christine Seemann geht auf Inseltour. Sie macht sich auf in die pulsierende Inselhauptstadt Port Louis, zu den paradiesischen Stränden der Westküste nach Flic en Flac, in den grünen Südwesten nach Chamarel und weiter in den reizvollen Osten, an die Flussmündung des Grand River South East. Sie trifft unter anderem ein Paar, das sich auf Mauritius trauen lässt, besucht eine Rumfabrik, geht zum Pferderennen, das nicht wegzudenken ist aus dem gesellschaftlichen Leben der Mauritier, und begleitet eine Delfintour mit anschließendem Besuch auf der Badeinsel Île aux Bénitiers. Spannende Unternehmungen an einem der schönsten Orte der Welt.
14:05
In Tansania hat die Kolonialzeit ihre Spuren hinterlassen. Noch heute findet man an den Hängen des Kilimandscharo alte Farmhäuser, die einst deutsche Siedler erbauten. Aus jener Zeit stammt auch die Makoa-Farm. Sie gehört der deutschen Tierärztin Elisabeth "Elli" Stegmaier und ihrem Mann Laszlo, die sich damit ihren Traum erfüllt haben. In ihrer Tierklinik behandeln sie vor allem kranke und verletzte Wildtiere. Nicht weit vom Landhaus der beiden entfernt liegt die Momella-Farm. Anfang der 1960er-Jahre drehte dort der Schauspieler Hardy Krüger mit John Wayne den Hollywood-Klassiker "Hatari!". Dabei verliebte er sich in das Anwesen, kaufte es und errichtete eines der ersten Buschhotels in Ostafrika. Auch in vielen Städten haben die Deutschen ihre Spuren hinterlassen. So stehen in Lushoto, das einst Wilhelmstal hieß, immer noch die alte Schlachterei und das Posthaus - so, als seien die alten Besitzer gerade ausgegangen. Auch die Gleise der Usambarabahn aus früheren Tagen, die einst Tanga am Indischen Ozean mit der Stadt Moshi am Kilimandscharo verband, gibt es noch. Filmemacher Michael Höft zeigt aber auch ein anderes Tansania, fernab der Zivilisation: Er besucht ein abgelegenes Dorf der Massai. Der Stamm muss ständig neuen Weidegrund für die Rinder suchen, da ihre Zahl ständig wächst. Tierschwund gibt es aber auch in den Nationalparks - wie im größten Schutzgebiet Tansanias, dem "Selous Game Reserve". Vor allem verringert sich die Zahl der Elefanten. Nach wie vor werden die Dickhäuter wegen ihrer Stoßzähne illegal gejagt. Ihre Bestände sollen im Selous-Wildreservat innerhalb der vergangen fünf Jahre von 70.000 auf 13.000 gesunken sein.
14:50
Erdmännchen sind weltweit die absoluten Zuschauerlieblinge des Tierfilms. Sie leben in den Wüsten und Steppen des südlichen Afrika, in einer Welt aus Sand und Stein. Jahrtausendelang haben sie sich perfekt an ihre Umgebung angepasst, ernähren sich von allem, was ihnen vor die Schnauzen gerät: Echsen, Skorpione, vor allem aber Käfer und andere Insekten. Der Film begleitet Erdmännchen in der Wüste Namib. Erdmännchen selbst stehen auf dem Speisezettel zahlreicher Raubtiere, wie Adler und Schakale - nur ein ausgefeiltes System unterschiedlicher Alarmrufen sichert das Überleben der Familie. In der Wüste zählt vor allem Teamarbeit, und die haben die Erdmännchen perfektioniert. Zwei Jahre folgten die Tierfilmer Telse Meyer und Dirk Blumenberg Erdmännchen in der Wüste Namib und waren hautnah dabei, als die Jungen geboren wurden, erlebten ihre ersten Ausflüge unter den wachsamen Blicken der Eltern und die ersten tapsigen Jagdversuche. Sie wurden Zeuge dramatischer Situationen: Schakale bedrohen die Erdmännchenfamilie und ein Weibchen der Gruppe wird von den anderen verstoßen. Extreme Dürre und die sintflutartigen Niederschläge der Regenzeit sind weitere Herausforderungen für die kleinen Kämpfernaturen. Am Ende überstehen sie alle Widrigkeiten, und eine neue Generation Erdmännchen erblickt das Licht der Welt. Wieder wird sich die Gruppe um die Kleinen kümmern, sie vor Feinden beschützen und ihnen zeigen, wie man gemeinsam in der Wüste Namibias überlebt - denn nur zusammen sind sie ein unschlagbares Team.
15:35
Afrikas Elefanten sind Giganten und die größten Säugetiere, die über die Erde ziehen. Einst waren sie weit über den Kontinent verbreitet, doch die "Grauen Riesen" werden immer seltener. Nur in Botsuana gilt ihr Bestand mit über 130.000 Tieren dank strengem Schutz und einer konsequenten Anti-Wilderei-Politik als gesichert. Der Film zeichnet ein komplexes Bild der "Ikone Afrikas" und gibt seltene Einblicke in das Leben von Afrikas Elefanten. Elefanten sind majestätisch und kraftvoll, die Herrscher der Savanne. Ihr Gedächtnis ist sprichwörtlich: Ein Elefant vergisst niemals, heißt es. Aber die Tiere sind auch einfühlsam, hilfsbereit und sanftmütig. Ihre Fähigkeiten sind erstaunlich. Wie kommunizieren Elefanten miteinander? Und warum tauchen sie wie auf ein geheimes Kommando zu Hunderten zeitgleich an bestimmten Orten auf? Monatelange Dürre, glühende Hitze und ein paar trockene Gräser: Um in der ausgedörrten Savanne zu überleben, legen Elefanten unglaubliche Strecken zurück. Dank ihrer hochsensiblen Sinne spüren sie über Kilometer entfernte Wasserstellen auf und wandern tagelang, um aus schlammigen Wasserstellen zu trinken. Ihre Intelligenz und der ausgeprägte Familiensinn, ihr starker Zusammenhalt und die Fähigkeit, über weite Distanzen miteinander zu kommunizieren, helfen ihnen beim Überleben. Afrikas Elefanten sind viel intelligenter als man je vermutet hätte. Bis heute geben die "Grauen Riesen" der Menschheit Rätsel auf. Was weiß man tatsächlich über sie? Mehr als zwei Jahre lang reisten die vielfach ausgezeichneten Tierfilmer Thoralf Grospitz und Jens Westphalen durch das südliche Afrika und waren den "Giganten mit Gefühl" dabei stets auf den Fersen.
16:18
In Botsuana leben über 130.000 Afrikanische Elefanten. Ihre außergewöhnliche Empfindsamkeit und ihre soziale Intelligenz bilden die Grundlage ihres Überlebens. Doch ihre Zukunft ist ungewiss. Wo sich ihre Wege mit denen der Menschen kreuzen, prallen Welten aufeinander. Und Konflikte sind keine Seltenheit. Was weiß man tatsächlich über die "Grauen Riesen"? Die Dokumentation geht dieser Frage nach. Afrikanische Elefanten können bis zu 70 Jahre alt werden. Ihre Familienstruktur und ihr Verhalten ähneln in vielen Fällen denen des Menschen. So bleiben die kleinen Elefanten beinahe so lange bei ihren Müttern wie Menschenkinder. Bevor sie mit etwa 14 Jahren erwachsen sind, leben sie im Schutz der Herde. Es ist fast wie im Kindergarten: Sie spielen mit den Freunden, es ist aber auch Zeit für Rüsselschule und Schwimmunterricht. Wie hochsensibel und sozial Elefanten sind, zeigt sich auch am Ende ihres Lebens: Als ein Bulle wegen einer Verletzung nicht mehr aufstehen kann, kümmern sich die anderen um ihn, versuchen ihm aufzuhelfen und spenden ihm mit Berührungen Trost. Auf ihren Wanderungen kommen Elefanten den Menschen oft gefährlich nah. In der Stadt Kasane in Botsuana etwa erscheinen die Elefanten fast täglich. Auch den Bauern machen sie das Leben schwer, wenn sie deren karge Felder plündern. Um Abhilfe zu schaffen und den Elefanten ihre alten Wanderrouten zurückzugeben, beschlossen die Länder Botsuana, Angola, Namibia, Sambia und Simbabwe im Jahr 2011, bestehende Tierreservate und Schutzgebiete miteinander zu verbinden. Das Ziel: die Gründung des größten länderübergreifenden Schutzgebiets der Erde. Das KAZA-Schutzprojekt umfasst 44 Millionen Hektar Land. Ist das die Lösung des Problems? Inzwischen haben die Regierungen der Länder auch erkannt, dass Elefanten und andere Tiere ein bedeutender Wirtschaftsfaktor sind und Touristen magisch anziehen. Nationalparks und private Camps versprechen atemraubende Begegnungen mit Elefanten. Mehr als zwei Jahre lang reisten die vielfach ausgezeichneten Tierfilmer Thoralf Grospitz und Jens Westphalen durch das südliche Afrika und waren den Dickhäutern stets auf den Fersen. Mit ihrem Zweiteiler "Elefanten hautnah" zeichnen sie ein komplexes Bild der "Ikone Afrikas" und geben seltene Einblicke in das Leben der größten Landsäugetiere der Erde.
17:02
Madagaskar im Indischen Ozean ist eine Insel der Superlative. Nirgendwo sonst leben so viele skurrile Tiere wie dort: vom Fingertier über Streifentenreks bis zum kleinsten Chamäleon der Erde. Abseits der Kontinente hat sich eine eigene und oft eigenartige Tier- und Pflanzenwelt entwickelt. Die zweiteilige Naturdokumentation erzählt mit spektakulären und seltenen Filmaufnahmen die Geschichte der Wunderwelt und davon, wie dramatisch sie sich verändert. Madagaskar hat zwei Gesichter: Der Westen der Insel ist trocken. Dort bestimmen Dornenwälder und riesige Baobab-Bäume das Landschaftsbild. Der Osten ist von reichen Niederschlägen geprägt. Dort gibt es Regenwälder und eine üppige Vegetation. In der ersten Folge "Im Dschungel der Lemuren" stehen Madagaskars Regenwälder und deren Bewohner im Mittelpunkt. Madagaskar gilt als das Reich der Lemuren, eine Gruppe von Halbaffen, die ausschließlich dort heimisch ist. Etwa 100 Arten sind bekannt. Der größte Lemur, der Indri, lebt in den Regenwäldern. Die meiste Zeit seines Lebens verbringt er in den Wipfeln der Bäume. Um sich bemerkbar zu machen, "singen" Indris frühmorgens im Duett und grenzen so ihr Revier gegen fremde Artgenossen ab. Der Film zeigt die dramatische Situation einer Indri-Mutter und ihres Babys. In ihr ohnehin schon kleines Revier dringt ein junges Indri-Weibchen ein. Die Art kämpft ums Überleben, und das führt zu einem Dilemma: Entweder vertreibt die Mutter die Fremde - oder sie lässt den Eindringling gewähren und gefährdet die Zukunft ihres Nachwuchses. Denn der Lebensraum der Indris wird immer kleiner, und es ist ungewiss, wie viele Tiere der Wald noch ernähren kann.
17:46
Nirgendwo leben so viele skurrile Tiere wie auf Madagaskar: die elegante Fossa, die Lemuren jagt, Chamäleons, die nur wenige Wochen leben, und Spinnen, die Angreifer mit einem Tanz verwirren. Die zweiteilige Naturdokumentation erzählt die Geschichte einer Wunderwelt und wie dramatisch sie sich verändert. In der Folge "Im Reich der Kattas" geht es um die Überlebensstrategien der Tiere, die in extrem trockenen Regionen zu Hause sind. Kattas, die berühmten Lemuren mit dem Ringelschwanz, leben in Familienverbänden, und doch gibt es strenge Hierarchien. Thomas Behrend und sein Filmteam klettern mit den Kattas in Karsthöhlen hinab, warten wochenlang auf die Paarung der Fossa und begleiten das extrem kurze Leben eines Laborde-Chamäleons. Kattas leben in Familienverbänden, und doch gibt es strenge Hierarchien. Junggesellen sind auf sich gestellt und kämpfen darum, in einer neuen Familie aufgenommen zu werden. Mancherorts müssen sie das Revier mit dem größten Raubtier der Insel teilen: der Fossa. Erstmals - und in beindruckenden Bildern - dokumentiert der Film die Paarungszeit der eleganten Jäger. Ein Schicksal teilen sich alle Tiere Madagaskars: Durch Brandrodung für Ackerbau und Viehzucht hat die Insel bereits 90 Prozent ihrer ursprünglichen Lebensräume verloren. Gibt es eine Überlebenschance für Katta, Fossa und Chamäleon?
18:30
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:20
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:22
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:16
Robert muss die Ermordung einer Frau auf der Gotland-Fähre aufklären. Die tote Passagierin wird während der Überfahrt von Visby nach Nynäshamn an Bord gefunden. Als plötzlich sein Sohn Kasper während der Ermittlungen auf der Fähre verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Hat Kasper den Mord beobachtet und ist jetzt selbst zum Opfer geworden? Die Uhr tickt, während das Schiff unaufhaltsam die eiskalte Ostsee Richtung Festland durchpflügt. Robert, der mit seinem Sohn Kasper privat nach Stockholm unterwegs ist, lässt sofort seine Kollegen Thomas und Ewa per Hubschrauber einfliegen, denn für ihn steht fest, dass sich der Mörder noch auf der Fähre befinden muss. Das Opfer war Gast einer Hochzeitsgesellschaft, deren festliche Fassade zu bröckeln beginnt. Robert muss nicht nur den Fall lösen, sondern vor allem seinen Sohn finden, bevor die Fähre Stockholm erreicht.
21:45
Kreta ist geprägt von einer atemberaubenden Natur mit hohen Bergen, wilden Schluchten und langen Stränden. Jahrtausendealte Tempelanlagen zeugen vom kulturellen Reichtum der Insel. Dieser Film nimmt Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise zu den Besonderheiten Kretas - und zu ihren Bewohnern. Am Beispiel einer ganz besonderen Familie gelingen Einblicke in das Leben der Einheimischen, die ansonsten meist verborgen bleiben. In der Nähe von Kretas Hauptstadt Heraklion lebt Familie Pitsikaki: Vater Konstantinos ist griechisch-orthodoxer Priester, Mutter Eva Dirigentin - und neben den zwei Söhnen ist es vor allem Tochter Eleanna, die eine besondere Liebe zu ihrer Insel entwickelt hat. Sie studiert in Mannheim Musik, aber ihr Heimweh nach Kreta macht ihr umso mehr bewusst, warum sie dieses Paradies im Mittelmeer so liebt. Die Kamera ist bei einem ihrer Familienbesuche in der Heimat dabei, und so ist es möglich, mit ihr einen Einblick in wahres kretisches Leben zu gewinnen. Am Wochenende besucht sie Bruder Grigoris im Dorf Krousonas, in den Bergen hinter Heraklion. Spontan werden dann gern Instrumente ausgepackt und mit Freunden getanzt - für Außenstehende mit einer wichtigen Erkenntnis: Den "Sirtaki" gibt es eigentlich gar nicht, der wurde nur für den Spielfilm "Alexis Sorbas", der auf Kreta einst gedreht wurde, erfunden. Sie tanzen am liebsten den viel komplizierteren und rasend schnellen Maleviziotis, er gehört zu jeder Feier hier. Und bei den Pitsikakis, wie überhaupt auf Kreta, hat zudem gutes Essen einen hohen Stellenwert: Frittierte Teigtaschen, kleine selbst gesammelte Schnecken und Olivenöl, von eigenen Bäumen, stehen bei dieser Familie wie bei vielen Kretern auf der Speisekarte. Mutter Eva weiht die Zuschauer ein wenig in ihre Geheimnisse ein. Neben diesem Familienbesuch gibt dieser Film aber auch Einblicke in außergewöhnliche Schönheiten der Insel: Den Traumstrand Preveli, an dem man sich fast wie in der Karibik fühlt, denn ein richtiger Wald aus Palmen grenzt an ihn. Dann Rethymno mit seinem malerischen Hafen: Die drittgrößte Stadt Kretas ist ein Magnet, gerade auch für viele Deutsche. Vor Coronazeiten gehörte Kreta zu ihren Lieblingszielen im Ausland. Die Pandemie war übrigens während der Dreharbeiten im Sommer 2020 auf der Insel kaum ein Thema, denn die Infektionsrate war zu diesem Zeitpunkt sehr gering. Nicht fehlen darf bei einem Blick auf Kreta die historische Bedeutung dieser Insel: In der griechischen Mythologie liebte Zeus dort einst Prinzessin Europa, entstand mit den Minoern die erste europäische Hochkultur und in der antiken Stadt Gortyn einer der ältesten Gesetzestexte des Kontinents. Sie waren ihrer Zeit weit voraus: In Stein gemeißelt existierten rund 500 vor Christus bereits die ersten Rechte für Frauen und Familie. Die kretische Archäologin Antonia Pateraki ist in der Lage, diese Schrift zu lesen, und öffnet der Kamera die Pforten hinter die Absperrungen mit einem einzigartig nahen Blick auf dieses außergewöhnliche Fundstück. Nicht vergessen werden darf, dass die Kreter stolz sind auf ihre Traditionen und ihren Glauben. Gerade bei den Pitsikakis spielt beides eine große Rolle. Die Familie besitzt sogar eine eigene, liebevoll verzierte kleine Kapelle, versteckt in den Bergen. Vater Konstantinos hat sie als Dank an einen Heiligen gebaut und gestattet, dass die Kamera einen Blick in das Heiligtum wirft. Eleanna ist 23, aber auch ihr sind die Traditionen wichtig. An der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim studiert sie Weltmusik, aber mit einem traditionell orientalischen Instrument, das auf Kreta bekannt und beliebt ist: Sie spielt das Kanun, eine Art Zither, und zeigt an traumhaften Plätzen, wie sie mit einer Eigenkomposition ihre Heimat musikalisch beschreibt.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Die Bilder von 48 Leichen, die 1994 in zwei Schweizer Dörfern entdeckt wurden, haben sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt: Was war in jener Nacht geschehen? Warum trugen die meisten Opfer weiße, goldene oder schwarze Kleider? Waren Drogen im Spiel? Kollektiver Selbstmord oder Massenmord? Sie nannten sich "Fraternité de la pyramide", interessierten sich für Ökologie, kollektive Landwirtschaft und Spiritualität und trafen sich Mitte der 1970er-Jahre in einem Haus bei Genf. 20 Jahre und drei Namenswechsel später erschütterte eine Reihe von Morden und Massensuiziden der sogenannten "Sonnentempler" die Schweiz, Frankreich und Kanada. Insgesamt 74 Menschen fanden dabei den Tod. Es war eines der tödlichsten Ereignisse der jüngeren Schweizer Geschichte. Wie es so weit kommen konnte, dass aus einer kleinen Gruppe von friedliebenden Utopisten eine fanatische Psychosekte wurde, und wer dabei wen womit faszinierte und manipulierte, erzählen die Filmemacher Pierre Morath und Eric Lemasson in ihrer Dokumentarfilmserie "Die Bruderschaft". Ehemalige Anhängerinnen und Anhänger des "Ordre du Temple solaire" und eine kleine Handvoll Überlebender brechen ihr Schweigen und erzählen, was sie erlebt haben. Die von Schweizer Radio und Fernsehen und RTS koproduzierte Serie enthält auch bisher unveröffentlichtes Archivmaterial.
23:21
Die Bilder verkohlter Leichen, die 1994 in zwei Schweizer Dörfern entdeckt wurden, gingen um die Welt. 48 Menschen, allesamt Mitglieder der sogenannten "Sonnentempler", kamen damals in Cheiry FR und Salvan VS ums Leben. Heute steht fest, dass die meisten von ihnen ermordet wurden. Redaktionshinweis: Den dritten und letzten Teil der vierteiligen Reihe "Die Bruderschaft - Die Geheimnisse der Sonnentempler" zeigt 3sat am Dienstag, 14. April, ab 22.25 Uhr.