17:30
Die Menschen, die in der Bergsteigerdorfregion rund um das Gschnitz-, Valser- und Schmirntal leben und arbeiten, lieben ihr Zuhause und halten traditionelle Werte hoch. "Wenn ich in der Früh aufstehe und beim Fenster hinaussehe, dann sehe ich diese Berge - und da geht eigentlich immer wieder das Herz auf", schwärmt Ferdinand Pranger aus Gschnitz. Auf dem Alfaierhof führt er mit seiner Grauviehzucht und eine Tradition fort. Auch vielen anderen Bewohnern sind Naturverbundenheit, Nachhaltigkeit und eine starke Gemeinschaft wichtig. Ob im Mühlendorf Gschnitz, das Roswitha Felder mit Herzblut betreibt, oder auf dem Trinserhof, der von den Zwillingsschwestern Jessica und Jennifer Covi in dritter Generation geführt wird - überall spürt man den Stolz, ein Teil dieser besonderen Region sein zu dürfen. Neben beeindruckenden Landschaften und einzigartiger Natur zeigt der Film, wie die Menschen die Traditionen pflegen und gleichzeitig neue Wege gehen: Ob Klettersteige, die Thomas Senfter neu in St. Jodok zieht, ein Dorfcafé, das von der Mittzwanzigerin Viktoria Eller neu gegründet wurde, oder die "Schule der Alm", die Andreas Eller in Vals betreibt - die Bergsteigerdörfer schaffen Orte der Begegnung und der Entschleunigung. "Entweder musst du ein Bergsteiger sein, oder du suchst die Ruhe", bringt es Roswitha Felder auf den Punkt.
18:15
In einigen Staaten der Erde hat er schon begonnen - der Wettlauf um die beste technische Antwort auf den Klimawandel. Wissenschaftsjournalistin Lena Ganschow begibt sich auf Spurensuche. Wie viel Konfliktpotenzial steckt in Geoengineering, wenn Menschen versuchen, Wetter und Klima zu beeinflussen? Dass Geoengineering auch eine sicherheitspolitische Komponente haben kann, zeigt schon seine Geschichte: Von 1967 bis 1972 etwa versprühte die US-Airforce während des Vietnamkriegs im Rahmen der geheimen "Operation Popeye" täglich Blei- und Silberjodidpulver in Monsunwolken. Ziel war es, Regenfälle zu verstärken, um die Nachschublinien des Vietcongs auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad zu unterbrechen. Nicht nur für der die Klimaforschung, auch für das Militär ist Geoengineering längst ein Thema. Annika V. vom Dezernat für Zukunftsanalyse der Bundeswehr gewährt Einblick in verschiedene Szenarien, in denen Geoengineering auch zum Konfliktfaktor werden könnte. Ähnlich wie im Weltraum gibt es auch hier "Dual Use"-Komponenten, also Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind. Immer wieder hört man die Forderung nach politischer Regulierung. Aber warum eigentlich? Der Politologe Stefan Schäfer vom Helmholtz-Zentrum in Potsdam befasst sich seit seiner Promotion mit Geoengineering. Er führt vor Augen, wie weit die politischen Forderungen der Wissenschaft mit den politischen Realitäten auseinanderliegen.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:22
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:24
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
1944: Im letzten Kriegssommer macht sich der Wehrmachtsoldat Walter Proska aus Lyck in Masuren auf den Weg vom Heimaturlaub zurück an die Ostfront. Im Zug begegnet er der jungen Polin Wanda. Wanda deponiert im Waggon eine Bombe. Proska kann die Sprengladung zwar beseitigen, doch der Zug fährt auf eine von Partisanen gelegte Mine und explodiert. Proska überlebt, befreit sich aus den Trümmern und wird von einem Trupp deutscher Soldaten aufgegriffen. Er wird ihrer kleinen Einheit zugeteilt, die in den Sümpfen von Rokitno die Bahnstrecke überwachen soll und sich in einer Waldfestung verschanzt hat. Ein verlorener Posten. Das Kommando führt Willy Stehauf, ein versoffener Unteroffizier, der seine Männer mit menschenverachtenden Spielchen schikaniert. Dessen ständige Erniedrigungen, die Angriffe der Partisanen und die endlosen Streifzüge durch die mückenverseuchten Sümpfe treiben die Soldaten mehr und mehr in den Wahnsinn. Im Lager "Waldesruh" freundet sich Proska mit dem Studenten Wolfgang Kürschner an. Nachdem Stehauf den Dorfpfarrer ermordet hat, fordert Kürschner Proska auf, sich dem Gehorsam zu verweigern und gemeinsam mit ihm zu den Partisanen überzulaufen. Allein auf Patrouille begegnet Proska der Partisanin Wanda wieder. Sie geben sich in den Wirren des Krieges für einen kurzen Augenblick ihren leidenschaftlichen Gefühlen hin und verlieben sich ineinander. Als die Partisanen das Lager stürmen und die Deutschen abführen, schenkt Wanda ihrem Geliebten die Freiheit.
21:39
In russischer Gefangenschaft ist Proska am Ende seiner Kräfte. Die schwere Fußverletzung macht es ihm unmöglich, im Tross weiterzumarschieren. Da entdeckt ihn sein Freund Wolfgang Kürschner. Dieser trägt inzwischen die Uniform der Roten Armee und lässt seinen Kameraden sofort ins Lazarett bringen. Als Walter Proska wieder auf den Beinen ist, stellt man ihn vor die Wahl: ebenfalls zu desertieren - oder in Gefangenschaft zu sterben. Schließlich setzt man Proska in der Frontagitation ein. In vorderster Linie überredet er Wehrmachtsoldaten über Lautsprecheransagen, sich zu ergeben. Am Abend in der Kommandantur sieht er plötzlich Wanda auf der Bühne. Sie unterhält die Truppe als Sängerin. Ihre gemeinsame Flucht misslingt. Walter Prokas nächster Fronteinsatz führt ihn zurück in die Heimat zum Hof seines Schwagers. Als sie die Stallungen erreichen, geraten die russischen Soldaten unter Feuer. Proska schießt zurück und trifft seinen Schwager tödlich. Ohnmächtig sieht er mit an, wie seine Schwester verschleppt wird. Der Krieg geht zu Ende. Proska arbeitet in der sowjetischen Kommandantur in Berlin, wo er Passierscheine ausstellt. Eines Tages steht Willy Stehauf in seinem Büro. Er will sich nach Köln durchschlagen, in der Hoffnung, dass sein Sohn noch lebt. Kürschner, der im neuen Regime Karriere macht, lässt seinen alten Peiniger verhaften. Walter Proska erkennt, dass er eine Entscheidung treffen muss.
23:08
Uli und Nora verbindet eine innige, späte Liebe. Aber Uli, Fremdenführer in Hamburg, geht der Entscheidung, zu der gemeinsamen Beziehung zu stehen, immer wieder aus dem Weg. Eines Morgens erleidet Uli während einer Hafenrundfahrt auf der Elbe einen Hirnschlag, sodass er sich von einer Sekunde auf die andere nicht mehr mitteilen kann. Er kämpft sich durch die Stadt bis zum Lesesaal der Bibliothek vor, in der Nora arbeitet. In letzter Minute bringt ein Notarztwagen Uli ins Krankenhaus. Nora ist überfordert in dieser Situation. Als sie schließlich auf Initiative ihrer Freundin und Kollegin Eva ein paar Sachen für Uli aus seiner Wohnung holt, klingelt ein Handy. Am anderen Ende meldet sich eine unbekannte Frauenstimme, die merkwürdig vertraut klingt. So vertraut, dass Nora ein Geheimnis in Ulis Leben vermutet. Sie sucht Rat bei ihrer Freundin Eva, und sie bittet um Hilfe bei Ulis älterem Bruder, dem Restaurator Frank und dessen Frau Hilde, um zu erfahren, dass das Verhältnis zwischen den Brüdern seit Jahren zerrüttet ist. Nora zögert nach wie vor, Uli im Krankenhaus zu besuchen. Sie kann und will ihn nicht mit ihrem Verdacht konfrontieren. Stattdessen fährt sie an die Küste, in Ulis Heimatstadt, und begegnet dort Karin, jener anderen Frau, die mit Uli seit Jahren liiert ist. Währenddessen ahnt Uli, dass seine Lebenslüge zerbricht. Ihn hält es nicht mehr im Krankenhaus. Er mobilisiert all seine Kräfte, tritt trotz seines kritischen Zustandes auf eigene Faust eine gefährliche Reise an und fährt an die Küste, um sich den beiden Frauen zu offenbaren.