20:59
Kaum ein Ereignis im Leben eines Menschen ist so einschneidend wie die Geburt des eigenen Kindes. Jede Geburt ist einzigartig. Doch gibt es Vorurteile, Unsicherheit und Performance-Druck. Wenn die vaginale Geburt als die "natürliche" gilt, birgt ein Kaiserschnitt dann gesundheitliche Nachteile für ein Baby? Was passiert mit dem Körper der Frau in dieser Ausnahmesituation? Welcher Weg ist der richtige für sie? Zwei Paare und zwei unterschiedliche Wege zur Geburt: Hannes und Kathleen bereiten sich auf die Geburt ihres ersten Kindes vor. Kathleen ist selbst Hebamme und erhofft sich "die perfekte Geburt". Doch dann trifft Wunsch auf Wirklichkeit. Auch für Franziska und Florian ist es das erste gemeinsame Kind. Sie sehen ihrem geplanten Geburtstermin mit gemischten Gefühlen entgegen: einem Kaiserschnitt aus medizinischen Gründen.
21:46
"Erlebnisreisen" sind die Zusammenfassung von Magazinbeiträgen oder kürzere exklusive Reportagen. Die Attraktivität der dargestellten Reiseziele steht im Vordergrund. Es werden praktische Tipps und konkrete Anregungen gegeben. Die Routen und Ziele sind nachvollziehbar beschrieben. Diesmal gibt es Tipps für eine Reise in den ruhigen Norden der kanarischen Insel Gran Canaria.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Ein Land lernt man erst dann richtig kennen, wenn man Zeit mit den Menschen dort verbringt. Mit dieser simplen Idee reist Couchsurfer Stephan Orth nach Argentinien. Er will sich ganz auf das Land und die Menschen einlassen, bei den Einheimischen wohnen und mit ihnen den Alltag teilen. In der neuen Reihe "auslandsjournal Couchsurfen" macht der Host alles mit, was seine Gastgeber mit ihm vorhaben. Argentinien - das Land des Tangos, der Anden und der ewigen Inflation. Seit dem Amtsantritt von Präsident Javier Milei erlebt Argentinien eine radikale Umbruchphase. Subventionen werden gestrichen, der öffentliche Sektor massiv abgebaut, Arbeitsrechte gelockert und Umweltschutzgesetze abgeschafft - alles im Namen einer neoliberalen Schocktherapie, die das Land tief erschüttert. Stephan Orth reist durch ein gespaltenes Land im Wandel: In Buenos Aires spielt er mit seinem Gastgeber auf Bolzplätzen und wirft sich ins Getümmel beim Superclásico, dem Spiel der Spiele zwischen Boca Juniors und River Plate. In Rosario bewegt er sich mit seiner Gastgeberin durch den chaotischen Alltag einer Metropole und erfährt, wie sich ökonomische Schieflagen im Leben der Menschen niederschlagen. In Patagonien erwandert er mit seinem dortigen Gastgeber die wunderbare Naturlandschaft in den Anden. Trotz all der Krisen begegnet Stephan Orth auch der Resilienz und Lebensfreude der Argentinier. Seine Philosophie: Wahre Verbindungen entstehen nicht durch das Abhaken von Attraktionen, sondern durch das Zuhören, das gemeinsame Erleben und das Teilen von Geschichten. In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Spaltung ist es für ihn wichtiger denn je, über Grenzen hinweg miteinander zu sprechen und sich das Fremde durch direkte Begegnung vertraut zu machen.
22:59
Der sogenannte Wolfsgruß, den der türkische Nationalspieler Merih Demiral während der EM 2024 zum Sieg seiner Mannschaft auf dem Spielfeld zeigte, erregte europaweit Aufsehen. Er lenkte den Blick auf eine bislang unterschätzte Gefahr: die "Grauen Wölfe", eine ultranationalistische, rassistische und gewaltbereite türkische Bewegung, die sich in Deutschland ausbreitet. Die Dokumentation dringt tief ein in die Strukturen dieser Bewegung. Den Autoren Jan-Philipp Scholz, Yagmur Ekim Çay und Annkathrin Weis gelingt es, neue, potenziell kriminelle Strukturen aufzudecken. Sie zeigen Verbindungen in die Organisierte Kriminalität auf und sprechen mit Aussteigerinnen und Aussteigern, Experten und Betroffenen. Auch treffen sie auf Personen, die offen drohen, ihre Feinde "umzubringen". Als "Feinde" gelten dabei Kurden, Aleviten, Feministinnen, Juden sowie Homosexuelle und Andersdenkende. Hunderte politische Anschläge werden den türkischen Rechtsextremisten zugerechnet. Die "Grauen Wölfe" werben in Deutschland besonders um Kinder und Jugendliche. Das Filmteam enttarnt Sportvereine, Schulen und Ortsvereine der "Grauen Wölfe" und zeigt zahlreiche Fälle auf, in denen deutsche Lokalpolitiker Verbindungen zu ihnen unterhalten. Dabei ist die Bewegung längst kein Randphänomen mehr, im Gegenteil: Deutschland ist ein zentraler Standort in Europa. Mit circa 12.900 Anhängern zählen sie zu den größten rechtsextremen Bewegungen in Deutschland, die Dachverbände haben ihren Sitz in Frankfurt, Köln und Ludwigshafen. Die Organisation steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes und ist als rechtsextremistisch eingestuft. Ein Verbot wurde politisch immer wieder diskutiert, ist aber bislang nicht umgesetzt. Die Dokumentation zeigt auf, wie die "Grauen Wölfe" unter dem Deckmantel von "Kultur", "Sport" und "Religion" die Gesellschaft in Deutschland unterwandern. Über Social Media und auf zahlreichen Veranstaltungen werden besonders junge Menschen indoktriniert. Die Ideologie der "Grauen Wölfe" basiert auf der Vorstellung türkischer Überlegenheit, auf religiösem Konservatismus und einem autoritären Gesellschaftsbild. Ihre Wolfssymbolik stammt noch aus vorislamischer Zeit. Die faschistische Bewegung ist eng mit der rechtsextremen MHP-Partei verbunden, die derzeit mit der AKP unter Präsident Erdogan koaliert. In der Dokumentation zeichnen die Autorinnen und der Autor ein alarmierendes Bild: ein transnationales Netzwerk, das Rechtsextremismus, politische Einflussnahme und Organisierte Kriminalität vereint - und gezielt versucht, demokratische Strukturen in Deutschland zu unterwandern.
23:44
Wie viel ist geblieben von den guten Vorsätzen für 2026? Gesünder essen, regelmäßig Sport betreiben, "Dry January" oder vielleicht ganz auf Alkohol verzichten? Viele Menschen starten im Januar motiviert ihr Leben in neue Bahnen zu lenken, doch nur wenigen gelingt es, dranzubleiben. Dennoch, Selbstoptimierung liegt im Trend, immer mehr Menschen wollen das Beste aus sich herausholen. Wohin führt der Wunsch nach Perfektion? In Amsterdam begleitet Isabella Purkart den "Biohacker" Jorn Kirkels, der seinen Alltag kompromisslos auf maximale Leistungsfähigkeit ausrichtet. Nach dem Aufstehen ist alles durchgetaktet: ein mehrstufiges Körperprogramm mit Infrarotlicht, eiskalter Dusche, "Kettlebell-Swings", Atem- und Dehnungsübungen. Nichts bleibt dem Zufall überlassen und so gut wie alles wird getrackt: Schlaf, Bewegung, Ernährung. Und in den Niederlanden setzt sich noch ein weiterer Optimierungsboom durch: "Microdosing", wovon sich Befürworter mehr Konzentration und Kreativität versprechen. In Südkorea wird Schönheit nicht als Geschenk der Natur, sondern als das Ergebnis harter Arbeit und ständiger Optimierung gesehen. Diana Weidlinger recherchiert in der Hauptstadt Seoul in Sachen "K-Beauty". Hinter dem Phänomen steckt eine milliardenschwere Kosmetikindustrie, deren Produkte mittlerweile weltweit Trends setzen. Die Schönheitsphilosophie basiert auf natürlichen Inhaltsstoffe wie Schneckenschleim, Grüntee und Ginseng. Kritikerinnen und Kritiker fürchten aber, dass K-Beauty über die Social-Media-Stars großen Druck auf Frauen im Alltag ausübt. "Longevity" ist ein weiteres Schlagwort der Selbstoptimierungsszene. Lena Hager trifft in Frankfurt am Main einen überzeugten Anhänger: Vimal Kamaraj wird sich nach seinem Tod einfrieren lassen. Der 26-Jährige hofft, dass die Medizin eines Tages so weit ist, dass er wiederbelebt, ewig leben kann. Seinen Alltag hat er bereits im Sinne der Langlebigkeit optimiert. Doch der Selbstoptimierungstrend hat auch Schattenseiten: "Ich war irgendwann so weit, dass ich es als unproduktiv angesehen habe, Zeit mit meinen Freunden zu verbringen", sagt die 25-jährige Influencerin Julia Barabasch. Sie warnt vor einem extremen Streben nach dem "perfekten Ich", wie es oft auf Social Media gehypt wird. Drei Reporter auf Spurensuche. Jeweils ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven und aus verschiedenen Regionen der Welt.