21:00
Die SPD - gibt's die noch? Und ist die einstige Volkspartei der kleinen Leute noch zu retten? Sarah Bosetti startet mit ihren Gästen Gesine Schwan und Philipp Türmer einen Versuch. In der neuen Folge ergründet Sarah Bosetti, wieso die Arbeiterpartei SPD einen großen Teil ihrer Stammwählerschaft verloren hat, ob sie eine Wischi-Waschi-Partei ist und was sie von den Backstreet Boys unterscheidet. Sarah Bosettis Texte zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Poesie und die Komik des Streits auf den Punkt bringen. Mit den verschiedensten satirischen Spielarten und kabarettistischen Gästen geht sie den Problemen auf den Grund, mischt festgefahrene Debatten gründlich durch und sortiert sie neu. Anschließend spricht Sarah Bosetti mit kompetenten Gästen aus dem aktuellen Diskurs auf ihre einzigartig tiefgehende und einfühlsame Art über das jeweilige Thema. So bekommt sie immer wieder Antworten jenseits standardisierter Politinterviews. Auch das Publikum wird über Social Media, einem Rednerpult im Studio und dem "Bullshit Button" in die Debatte involviert. 2024 wurde die Late-Night-Show mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.
21:45
Gemeinsam mit seinen Schülern wird Ralph vor eine unliebsame Aufgabe gestellt: Die Abendschule zieht in ein innovatives Bildungszentrum um. Ralph hält das für einen schlechten Scherz. Die neue Schule geht Ralph gehörig auf den Geist, auch wenn seine Chefin Dörte Wiedebusch vom Konzept überzeugt ist. Ralph glaubt, dass an dem Bildungszentrum und dem feinen Direktor etwas faul ist. Kurzerhand geht Ralph der Sache auf den Grund. Dabei setzt er nicht nur seinen Job, sondern auch Dörtes Vertrauen aufs Spiel. Und das, obwohl er Dörte doch am liebsten auch privat wieder näherkommen würde. Doch anstatt an ihre gemeinsame Nacht aus dem Sommer anzuknüpfen, ist Dörte strenger denn je zu ihm. Kostenlose Ratschläge zu Dörtes Gefühlslage bekommt Ralph von seiner Mitbewohnerin Karin. Für sie ist die Sache klar: Die Wiedebusch ist in Ralph verknallt. Und das soll ihre Art sein, ihm das zu zeigen? Ralph findet das absurd. Während Ralph noch seine Gefühle sortiert, haben es ein paar arrogante Abiturienten auf seine Klasse abgesehen. Dörte hält es für Anfangsschwierigkeiten, Ralph für Mobbing. Doch nicht nur das Selbstwertgefühl seiner Klasse leidet, auch die Noten lassen zu wünschen übrig. Ralph hat also alle Hände voll zu tun, seine Schüler zum Abschluss zu bringen.
23:15
Der Personalberater Roger Brown verdient sich durch gut geplante Kunstdiebstähle etwas dazu. Beim Raub eines kostbaren Rubens' merkt er zu spät, dass er in eine Falle geraten ist. Der abgründige Thriller stammt aus der Feder des Norwegers Jo Nesbø, einem der erfolgreichsten nordischen Krimiautoren. In der Titelrolle überzeugt Aksel Hennie als Antiheld, der Komplexe durch Arroganz und Schikane kompensiert. Roger Brown hat vieles, wovon andere nur träumen. Er lebt in einer stilvollen Bauhaus-Villa und ist mit der blendend aussehenden Galeristin Diana verheiratet. Leider misst er nur 1,68 Meter und muss sich die Zuneigung seiner um einiges größeren Gattin mit Luxusgeschenken erkaufen, für die selbst sein üppiges Salär als erfolgreicher Headhunter nicht ausreicht. Den aufwendigen Lebensstil finanziert der arrogante Personalmanager durch perfekt organisierte Kunstdiebstähle. Informationen für seine jeweiligen Einbrüche sammelt Roger in Bewerbungsgesprächen, bei denen er seine betuchten Klienten auf ihre Kunstbestände hin aushorcht. Sein alter Freund Ove, den er bei einer Überwachungsfirma eingeschleust hat, muss dann nur noch die Alarmanlage zur vereinbarten Zeit deaktivieren. Bisher lief alles glatt, und der nächste Fischzug ist schon in Planung: Über die Galerie seiner Frau lernt Roger den smarten Holländer Clas Greve kennen, der ein geeigneter Kandidat für den Geschäftsführerposten einer GPS-Firma ist und außerdem einen kostbaren Rubens besitzt. Zu spät bemerkt Roger, dass er mit dem Raub des Gemäldes in eine heimtückische Falle getappt ist, die aus dem Headhunter einen gnadenlos Gejagten macht. Das perfekt getimte Drehbuch geizt nicht mit rabenschwarzem Humor und gipfelt in einer albtraumartigen Hatz, bei der die Verfolgungsjagd auf skandinavische Weise neu definiert wird.