20:16
Oldenburg, 50er-Jahre: Die Kriegswitwe Margarete versucht, für sich und ihre Söhne eine Rente zu erhalten. Scheinbar ohne Grund wird sie vom Amtsarzt Dr. Ahrens in die Psychiatrie eingewiesen. Nach einem Jahr kehrt Margarete traumatisiert und erschöpft zurück, vom Staat entmündigt und von der Gesellschaft stigmatisiert. Sie will beweisen, dass ihre Einweisung ein Irrtum war. Und sie will das Sorgerecht für ihre Kinder zurück. Die Nachbarn im Haus kümmern sich aufdringlich um sie. Während ihres Aufenthaltes in der Heil-und Pflegeanstalt von Wehnen hatten sich die geschwätzige Frau Schröder und der Kriegsveteran Herr Windhorst in Margaretes Wohnung häuslich niedergelassen. Windhorst ist nun gar von Amts wegen zu Margaretes Vormund bestellt. Margarete verfügt nicht einmal über ausreichend Mittel, um ihre Kinder zu besuchen. Die beiden Buben sind bei Margaretes Schwester Erna untergekommen. In der Nachbarschaft und in ihrer eigenen Familie spürt Margarete, dass seit der Einweisung in die Psychiatrie ein Makel an ihr haftet. Nur die junge Antje, die früher ihre Kinder gehütet hat, begegnet Margarete unvoreingenommen. Während der Nazi-Herrschaft war Antjes psychisch kranke Mutter in der Heil- und Pflegeanstalt gestorben. Margarete vertraut sich Antje an. Die schrecklichen Erinnerungen an Wehnen wecken in ihr immer wieder Ängste, aber auch den Willen, sich zur Wehr zu setzen. Dabei begibt sie sich auf dünnes Eis, denn keiner der verantwortlichen Pfleger und Ärzte will zu Margaretes Vorwurf der falschen Einweisung Stellung beziehen. Die emotional anrührende Geschichte birgt einen wahren Kern: Die Heil- und Pflegeanstalt von Wehnen wurde bis in die 90er Jahre als "saubere" Anstalt betrachtet. Erst Archivfunde deckten die schrecklichen Euthanasie-Verbrechen der Nazi-Ärzte und Pfleger auf, die in Wehnen Zwangsarbeiter und psychisch Kranke systematisch in den Hungertod trieben.
21:45
Albanien, das sind unberührte Küsten, Hunderttausende Bunker, wilde Berge und einer der letzten Wildflüsse Europas. Ein Land im Aufbruch - wunderschön, aber mit Schattenseiten. Es ist in, nicht mehr so weit in den Urlaub zu fahren, und Albanien spürt das: Zu kommunistischen Zeiten abgeschottet und verarmt, hat es nun den Ruf, verwegen, unberührt und abenteuerlich zu sein. Albanien bietet alles Mögliche, nur nicht Mainstream. Dhërmi ist einer der Orte, die fast schon zu bekannt sind, um noch Geheimtipp zu sein. Breiter Sandstrand, coole Beachbars, Urlaubsresorts in wachsender Zahl. In der Altstadt retten sie Tradition und Unberührtheit auch dank EU-Förderung: Alte Häuser werden zu Hotels, denkmalbewusst restauriert. Ab und zu ein Stromausfall gehört dazu, auch das Internet geht nicht immer: Abenteuer eben! Die Zuschauer lernen die Menschen kennen, die den Wandel leben und gestalten. Die neue Generation fischt nicht mehr, sie bietet Bootsausflüge an. Die Frauen brechen aus traditionellen Rollen aus, managen Hotelkomplexe oder sorgen für das richtige Internetmarketing für Papas Käse, der seine Reife schon immer in einem alten Bunker aus der Zeit des diktatorischen Herrschers Enver Hoxha gewinnt. Die Hauptstadt Tirana ist jung und bunt, schrille Wandfarben vertreiben die Tristesse kommunistischer Architektur. Albanien, das sind neue Hotels in alten Dörfern, das ist eine europäische junge Generation in einer etwas verrückten Hauptstadt, das sind aber auch die Schattenseiten einer sehr alten Kultur wie Blutrache und ein patriarchalisches Frauenbild. Ein Land im Umbruch, das sich in rasantem Tempo entwickelt.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Im Jahr 1757 führen französische und britische Soldaten, aber auch Siedler und verbündete Indianerstämme Krieg um Territorien in Nordamerika. Auch der Waldläufer Hawkeye gerät in die Kämpfe. Erfolgsregisseur Michael Mann ("Collateral") adaptierte den Romanklassiker "Der letzte Mohikaner" von James F. Cooper für die Leinwand und schuf mit Daniel Day-Lewis und Madeleine Stowe in den Hauptrollen emotionales Spannungskino der Extraklasse. Engländer und Franzosen kämpfen 1757 auf dem neuen Kontinent um die Herrschaft über die amerikanischen Kolonialgebiete. Auf ihrem Weg zwischen den Kriegsfronten werden der Waldläufer Hawkeye, sein Adoptivvater Chingachgook und dessen leiblicher Sohn Uncas Zeuge eines von dem Huronen-Krieger Magua angeführten Überfalls auf einen Trupp englischer Soldaten. Hawkeye und seine Freunde kommen den Briten gerade noch rechtzeitig zu Hilfe, um die beiden Offizierstöchter Cora und Alice Munro sowie den sie begleitenden Major Duncan Heyward zu retten. Nach der gefährlichen Flucht durch die Wälder, bei der sich Hawkeye und Cora näherkommen, treffen die Reisenden im nahe gelegenen Fort William Henry ein, welches von Colonel Munro befehligt und von französischen Soldaten belagert wird. Obwohl er dankbar ist für die Rettung seiner Töchter, kommt es zwischen dem Colonel und Hawkeye trotzdem bald zu einem folgenschweren Konflikt. Da der Mohikaner-Sohn nicht bereit ist, sich der militärischen Disziplin zu unterwerfen, wird er des Hochverrats angeklagt und zum Tode verurteilt. Doch bevor es zur Durchführung des Urteils kommt, sieht sich der Colonel gezwungen, angesichts der französischen Übermacht das Fort zu räumen. Auf diesen Moment hat der rachedurstige Huronen-Krieger Magua nur gewartet. Er überfällt die abziehenden Briten, tötet den Colonel und entführt dessen Töchter. Doch er hat die Rechnung ohne Hawkeye und seine Gefährten gemacht, die alles daransetzen, die gefangenen Frauen zu befreien. James Fenimore Coopers Abenteuerklassiker wurde schon mehrfach verfilmt, in Deutschland in dem ZDF-Mehrteiler "Lederstrumpf" von 1969 mit Hellmut Lange. Michael Mann verfilmte diese Geschichte vor der traumhaften Landschaftskulisse der Neuenglandstaaten und bewies, dass sich auch ein junges Kinopublikum für diesen Indianerklassiker begeistern kann - natürlich zeitgemäß mit viel Action, Spezialeffekten und einem raffinierten Sounddesign, für das der Film 1993 den Oscar für den "Besten Ton" erhielt.
00:15
"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.
00:40
- Merz versus Merkel beim Parteitag? - Vetternwirtschaft bei der AfD Eine schrecklich rechte Familie - Artenschutz Wer nicht süß ist, stirbt aus - Legales Weed, hohe Hürden Christian Ehring zeigt den Irrsinn der Woche
01:25
Stermann und Grissemann sind in alter Frische zurück und trotzen der kargen Fastenzeit mit einem satten Menü der gepflegten Abendunterhaltung. Neben dem wöchentlichen "Maschek"-Clip und guten Gags kommen zwei grandiose Gäste in den Marx Palast und liefern mit spannenden Talks alles andere als schwere Kost: ORF-Korrespondent und Buchautor Christian Wehrschütz sowie Autorin Monika Helfer. 25 Jahre Frontlinien: Der furchtlose ORF-Korrespondent und Buchautor Christian Wehrschütz berichtet auch seit dem russischen Angriffskrieg aus der Ukraine und trotzt für seine journalistischen Einsätze jeder Gefahr. Der "überzeugte Steirer" wagt sich in den Marx Palast, um mit Stermann und Grissemann über ein Vierteljahrhundert seiner hochspannenden Arbeit Bilanz zu ziehen. Hochspannende Lektüre liefert auch Autorin Monika Helfer: Mit ihren tragikomischen Familienromanen ist sie aus dem Windschatten ihres kongenialen Lebenspartners Michael Köhlmeier getreten und begeistert als virtuose Erzählerin. "Wer bist du?" muss man die sympathische Vorarlbergerin also nicht mehr fragen. So lautet allerdings der Titel ihres neuen Buches über die Begegnung zwischen zwei Frauen und der Macht des Erzählens. Jüngst ist auch ihr ominös betitelter Gedichtband "Bitte schick mir eine Droge" erschienen. Welche Rauschmittel in der anregenden Unterhaltung mit Monika Helfer im Spiel sind und ob Stermann und Grissemann nun endgültig vom Helfersyndrom gepackt werden, erfährt das TV-Publikum.
02:20
"Yallah Hopp!" - das versteht jede und jeder, egal ob mit Migrations- oder Kurpfalzhintergrund. Selbst Oxford-Deutsche begreifen sofort: Bei Bülent Ceylan herrscht Aufbruchstimmung. Der Kurpfälzer Comedian begeistert mit seinem Bühnenprogramm die Zuschauer in der ausverkauften Porsche-Arena in Stuttgart. Der tumbe Donnergott Thor erzählt von der Thor-tur seiner traurigen Kindheit. Und: Anneliese goes Homeshopping. Die Powerfrau baut sich als "Channeliese" eine eigene Kosmetiklinie auf. Bei Hassan fällt endlich der Groschen - er erkennt, dass ihn mit "Apache 207" viel mehr verbindet als nur das Rap-Talent. Schicksalsschlag für Hausmeister Mompfred: Er musste ein zweites Mal heiraten - und rächt sich dafür fürchterlich. Musik fehlt natürlich auch nicht.
04:20
In "Faking Bad - Besser als die Wahrheit" lädt Gastgeber Oliver Kalkofe zum großen Lügen ein. Gäste der Sendung sind: Oliver Welke, Torsten Sträter, Laura Karasek und Michael Kessler. Zu ohnehin schon bizarren Fragen denken sich die Comedy-Stars noch bizarrere Fake-Antworten aus und versuchen ihre Kolleginnen und Kollegen aufs Glatteis zu führen und sie von ihrem persönlich ausgedachten Quatsch zu überzeugen. Und als wäre das nicht schon anspruchsvoll und spannend genug, gilt es auch noch, die tatsächlich korrekte Antwort herauszufinden. Wie das bei den Themen "südkoreanische Weltrekorde", "verrückte Franzosen" und "schottische Abnehmtipps aus dem 18. Jahrhundert" gelingen soll? Das wird ein großer Spaß! Ungelogen!