05:28
Wer als Tourist den Osten Südafrikas besuchen will, denkt meist an touristische Highlights wie die Garden Route und den Kruger-Nationalpark. Abseits der ausgetretenen Pfade zeigt sich ein unberührtes und authentisches Bild des Landes: grüne Hügel, raue Küsten, dichte Küstenwälder und majestätische Gebirgsketten. Der Film stellt einen Teil Südafrikas vor, der vom Massentourismus verschont geblieben ist. Eine Stunde nördlich von Gqeberha, früher bekannt als Port Elizabeth, wartet das "Amakhala Game Reserve" mit einer einzigartigen Tierwelt auf. Ein Gebiet, das vor einer Generation noch für Viehzucht genutzt wurde, ist heute ein Wildreservat, in das die Big Five - Elefant, Nashorn, Löwe, Büffel und Leopard - erfolgreich eingegliedert wurden. Eine bedrohte Tierwelt, die es zu schützen gilt. Neben einer Anti-poaching-Unit - eine Einheit, die gegen Wilderer vorgeht - und dem jungen engagierten Piloten Siseko, der das Gebiet täglich abfliegt, ist auch ein mobiles Veterinär-Team unterwegs. Dr. William Fowlds ist Wildtierarzt und in der sechsten Generation auf diesem Land zu Hause. Sein Leben hat er vom Aussterben bedrohten Tierarten wie dem Breitmaulnashorn gewidmet. Wenn Pilot Siseko mit seinem Ultraleichtflugzeug eines dieser hochgefährdeten Tiere aus der Luft als verletzt erkennt, wird großes Besteck aufgefahren: Helikopter, Bodeneinheiten, mobiles Röntgengerät, Security. Die Savanne wird zum Open-Air-OP. Das Filmteam ist bei einem dramatischen Einsatz dabei: Ein Nashornbaby lahmt. Eine natürliche Verletzung - oder waren Wilderer beteiligt, die noch in der Nähe sein könnten? Kann das Tier in der Wildnis geröntgt und versorgt werden? Das Ostkap Südafrikas ist die Heimat der Xhosa - ein Volk, das viele Traditionen lebendig hält. Je näher man der Küste kommt, desto grüner wird das Land. Raue Klippen, dichte Küstenwälder und spektakuläre Sandstrände: die Wild Coast. Ein Ort, der seinem Namen alle Ehre macht. Im südafrikanischen Winter, bei 25 Grad, sind die kilometerlangen Strände fast menschenleer. Nophelo Nono sucht dort an der Bucht nach versteckten Schätzen, mit denen sie ihren Lebensunterhalt bestreitet: wilde Austern. Bei den umliegenden Restaurants und Hostels hofft sie auf Abnehmer. Im Winter, zwischen Juni und Juli, ziehen riesige Sardinenschwärme entlang der Küste durch den Indischen Ozean. Steve Benjamin ist Unterwasserfotograf. Er jagt jedes Jahr einem außergewöhnlichen Naturereignis nach. Steven weiß die Zeichen zu lesen, das Verhalten von Delfinen und Vögeln zum Beispiel, um dann mit seinem Schnellboot das grandiose Meeresereignis zu finden. Es entsteht aus dem Nichts und ist auch schnell vorüber: wenn Millionen von Sardinen gleichzeitig von Kaptölpeln, Delfinen und Haien attackiert werden und der Ozean kocht. Weiter im Landesinneren bietet Südafrika eine einzigartige Gebirgskulisse: die Drakensberge. Frühe Siedler fühlten sich bei ihrem Anblick an die Zacken eines schlafenden Drachens erinnert. Für J. R. R. Tolkien, den aus Südafrika stammenden Autor von "Der Herr der Ringe", sollen sie die Inspiration für die "Mittelerde" gewesen sein. Die Bergkette in der Grenzregion zwischen dem Königreich Lesotho und Südafrika ist die größte Bergwildnis des Landes, ein einzigartiges Naturparadies für Wanderer und Naturliebhaber mit beeindruckenden Schluchten. Ein Ort der Extreme, auch für Thato und Tonic. Sie sind Trail-Runner und trainieren mehrmals wöchentlich in den Bergen. Die dünne Luft sorgt für mehr rote Blutkörperchen und deshalb für eine bessere Ausdauer. So werden die Drakensberge zur Erfolgsschmiede für Extremläufer, die weltweit Wettbewerbe gewinnen. Tonic, der im Township in den Drakensbergen lebt, bringt seine Lungen zum Brennen: Das Preisgeld bedeutet für ihn Perspektive.
06:20
Bearbeitete Fassung Autor Wladimir Kaminer tourt durch die Klänge Österreichs, trifft dabei auf Weltstars wie Wanda, auf Nachwuchstalente der Rap-Szene und auf die singenden Mönche von Stift Heiligenkreuz. Mit seiner ihm typischen deutsch-russischen Vogelperspektive führt Wladimir Kaminer durch die Dokumentation und geht der Frage nach: Wie klingt das kleine Land Österreich mit seiner großen Musiktradition wirklich? Beschwingt, heiter, melancholisch - diese Mischung findet Kaminer in den Wiener Weinbergen. Dort trifft er auf das Schrammelquartett "Neue Wiener Concert Schrammeln" und die Sängerin Tini Kainrath. Sie pflegen den Wiener Klang der Monarchie, Tänze, Märsche und das Wienerlied. "Damals sind viele östliche Einflüsse nach Wien gekommen. In Ungarn und Tschechien gibt es sehr viele Moll-Tonarten in der Volksmusik, und das prägt die Wiener Volksmusik bis heute", erfährt Kaminer bei einem Gläschen Wein. Heute diese Tradition zu pflegen ist für Tini Kainrath ein politischer Akt: "Das Wienerlied galt in meiner Familie als reaktionär und rechtes Gedankengut. Es war verpönt! Doch ich finde, man darf Traditionen nicht einfach einer politischen Gesinnung überlassen." Über den Dächern von Wien, auf der 54 Meter hohen "Michaelerkuppel" der Wiener Hofburg, trifft der "Russendisko"-Autor auf Marco Wanda, den derzeit erfolgreichsten österreichischen Rock-Export. Die Texte, die er in ausverkauften Hallen singt, sind zwar deutsch, doch die Sprache der Musik ist universell. Trotzdem spielt die Stadt Wien eine wichtige Rolle beim Selbstverständnis der Band: "Wien ist in unseren Texten eine 'Bühne ohne Eigenschaften', auf der sich Dramen entfalten. Wien als Stadt ist so mächtig besetzt, dass es völlig reicht, wenn du Wien singst - du brauchst nur das Wort 'Wien' singen, und jeder hat ein Bild ... du musst es nicht ausformulieren." Beflügelnd und andächtig hingegen klingt der Gregorianische Choral im Stift Heiligenkreuz. Man nennt ihn auch den "Gesang der Engel". Die Zisterziensermönche pflegen die Tradition des gesungenen lateinischen Gebets seit 900 Jahren. Überraschend stürmten sie 2008 die internationalen Charts, überholten sogar DJ Ötzi. "Wir leben in einer Welt, die sehr schnelllebig und manchmal oberflächlich geworden ist. Was auf der CD zu hören ist, ist echt, das ist Leben, das ist authentisch - und das ist das, was die Menschen heute suchen", meint Pater Johannes Paul Chavanne und schickt Wladimir Kaminer zur Chorprobe.
07:00
Mit dem Rhein startet die vierteilige "ZDF.reportage"-Reihe zu den großen europäischen Flüssen Rhein, Oder, Elbe, Donau. Auf dem Rhein als große Bundeswasserstraße herrscht meist reger Schifffahrtsverkehr. Binnenschiffer, Ausflugsboote und Freizeitkapitäne müssen sich den Platz teilen. Und auch an seinen Ufern gibt es viel zu entdecken. Direkt am Strom, 90 Meter hoch auf einem Felsen, liegt die Burg Rheinstein im Mittelrheintal. Dort wohnt Familie Hecher mit drei Generationen. Hechers haben die Burg in den 70er-Jahren erworben und vor dem Zerfall gerettet. Sohn Marco ist auf der Burg aufgewachsen und kann sich keinen anderen Lebensmittelpunkt vorstellen. Im Sommer ist die Burg auch für Besucher geöffnet. Dann empfangen die Burgherren Gäste für Besichtigungen, Familientreffen oder exklusive Hochzeitsfeiern inklusive Rheinpanorama. Hawaii-Feeling auf dem Rhein. Das erleben Noël, Bine und Caro sozusagen direkt vor der Haustür bei Köln. Alle drei haben sich für einen Surfkurs auf dem Rhein angemeldet. Sie fahren hinter einem speziell angefertigten Boot, das eine größere Bugwelle produziert. Wie beim Wasserskifahren werden die Surfer mit einer Leine aus dem Wasser gezogen und fahren sogar freihändig auf dem Rhein. Solche Freizeitsportler haben Jessica Braun und Timo Breusch von der Wasserschutzpolizei Mannheim aber besonders im Blick. Denn die beiden sind für die Sicherheit auf dem Rhein zuständig. Die Beamten von der Wasserschutzpolizei in Mannheim kontrollieren täglich große Frachtschiffe und kleine Sportboote, aber sie schauen auch in den Naturschutzgebieten entlang des Rheins nach, ob Umweltsünder wieder mal ihren Müll in und am Fluss entsorgen. Für viele Deutsche sind die Wasserstraßen Einkommensquelle, Freizeitmöglichkeit und Faszination zugleich. Eine "ZDF.reportage" voller Flussgeschichten entlang des Rheins.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:05
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:30
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:33
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
09:05
Bearbeitete Fassung Autor Wladimir Kaminer tourt durch die Klänge Österreichs, trifft dabei auf Weltstars wie Wanda, auf Nachwuchstalente der Rap-Szene und auf die singenden Mönche von Stift Heiligenkreuz. Mit seiner ihm typischen deutsch-russischen Vogelperspektive führt Wladimir Kaminer durch die Dokumentation und geht der Frage nach: Wie klingt das kleine Land Österreich mit seiner großen Musiktradition wirklich? Beschwingt, heiter, melancholisch - diese Mischung findet Kaminer in den Wiener Weinbergen. Dort trifft er auf das Schrammelquartett "Neue Wiener Concert Schrammeln" und die Sängerin Tini Kainrath. Sie pflegen den Wiener Klang der Monarchie, Tänze, Märsche und das Wienerlied. "Damals sind viele östliche Einflüsse nach Wien gekommen. In Ungarn und Tschechien gibt es sehr viele Moll-Tonarten in der Volksmusik, und das prägt die Wiener Volksmusik bis heute", erfährt Kaminer bei einem Gläschen Wein. Heute diese Tradition zu pflegen ist für Tini Kainrath ein politischer Akt: "Das Wienerlied galt in meiner Familie als reaktionär und rechtes Gedankengut. Es war verpönt! Doch ich finde, man darf Traditionen nicht einfach einer politischen Gesinnung überlassen." Über den Dächern von Wien, auf der 54 Meter hohen "Michaelerkuppel" der Wiener Hofburg, trifft der "Russendisko"-Autor auf Marco Wanda, den derzeit erfolgreichsten österreichischen Rock-Export. Die Texte, die er in ausverkauften Hallen singt, sind zwar deutsch, doch die Sprache der Musik ist universell. Trotzdem spielt die Stadt Wien eine wichtige Rolle beim Selbstverständnis der Band: "Wien ist in unseren Texten eine 'Bühne ohne Eigenschaften', auf der sich Dramen entfalten. Wien als Stadt ist so mächtig besetzt, dass es völlig reicht, wenn du Wien singst - du brauchst nur das Wort 'Wien' singen, und jeder hat ein Bild ... du musst es nicht ausformulieren." Beflügelnd und andächtig hingegen klingt der Gregorianische Choral im Stift Heiligenkreuz. Man nennt ihn auch den "Gesang der Engel". Die Zisterziensermönche pflegen die Tradition des gesungenen lateinischen Gebets seit 900 Jahren. Überraschend stürmten sie 2008 die internationalen Charts, überholten sogar DJ Ötzi. "Wir leben in einer Welt, die sehr schnelllebig und manchmal oberflächlich geworden ist. Was auf der CD zu hören ist, ist echt, das ist Leben, das ist authentisch - und das ist das, was die Menschen heute suchen", meint Pater Johannes Paul Chavanne und schickt Wladimir Kaminer zur Chorprobe.
09:45
Mit dem Rhein startet die vierteilige "ZDF.reportage"-Reihe zu den großen europäischen Flüssen Rhein, Oder, Elbe, Donau. Auf dem Rhein als große Bundeswasserstraße herrscht meist reger Schifffahrtsverkehr. Binnenschiffer, Ausflugsboote und Freizeitkapitäne müssen sich den Platz teilen. Und auch an seinen Ufern gibt es viel zu entdecken. Direkt am Strom, 90 Meter hoch auf einem Felsen, liegt die Burg Rheinstein im Mittelrheintal. Dort wohnt Familie Hecher mit drei Generationen. Hechers haben die Burg in den 70er-Jahren erworben und vor dem Zerfall gerettet. Sohn Marco ist auf der Burg aufgewachsen und kann sich keinen anderen Lebensmittelpunkt vorstellen. Im Sommer ist die Burg auch für Besucher geöffnet. Dann empfangen die Burgherren Gäste für Besichtigungen, Familientreffen oder exklusive Hochzeitsfeiern inklusive Rheinpanorama. Hawaii-Feeling auf dem Rhein. Das erleben Noël, Bine und Caro sozusagen direkt vor der Haustür bei Köln. Alle drei haben sich für einen Surfkurs auf dem Rhein angemeldet. Sie fahren hinter einem speziell angefertigten Boot, das eine größere Bugwelle produziert. Wie beim Wasserskifahren werden die Surfer mit einer Leine aus dem Wasser gezogen und fahren sogar freihändig auf dem Rhein. Solche Freizeitsportler haben Jessica Braun und Timo Breusch von der Wasserschutzpolizei Mannheim aber besonders im Blick. Denn die beiden sind für die Sicherheit auf dem Rhein zuständig. Die Beamten von der Wasserschutzpolizei in Mannheim kontrollieren täglich große Frachtschiffe und kleine Sportboote, aber sie schauen auch in den Naturschutzgebieten entlang des Rheins nach, ob Umweltsünder wieder mal ihren Müll in und am Fluss entsorgen. Für viele Deutsche sind die Wasserstraßen Einkommensquelle, Freizeitmöglichkeit und Faszination zugleich. Eine "ZDF.reportage" voller Flussgeschichten entlang des Rheins.
10:15
Nur wenige Tiere können es mit der Eleganz von Leoparden aufnehmen. Selten sieht man die vorsichtigen und extrem scheuen Raubkatzen jedoch länger als ein paar Sekunden in freier Wildbahn. In der nördlichen Serengeti ist es jedoch gelungen, über zwei Jahre lang erstaunliche Einblicke in das Sozialleben und die Jagdtaktik der versteckt lebenden Raubkatzen mit der Kamera festzuhalten. Eine Leopardin ist mittlerweile dazu übergegangen, am helllichten Tag auf die Jagd zu gehen. Ihre Heimat entlang eines Bachbetts, umrahmt von dichtem Galeriewald, bietet alles, was eine Leopardenmutter braucht, um sich und ihren Nachwuchs, ein junges Männchen, über die Runden zu bringen. Pittoreske Felsen und dichter Busch, eine Landschaft, in der die Raubkatze in Sekunden verschwinden kann, um sich aus dem Hinterhalt an potenzielle Beute heranzuschleichen. Wie ein Schatten versucht sich das Weibchen heranzupirschen, um Thomson-Gazellen und Impalas am Buschrand zu erlegen. Beides keine leichte Aufgabe, wenn man immer noch einen tollpatschigen Sohn im Schlepptau hat, der hofft, von der Beute etwas abzubekommen. Tierfilmer Reinhard Radke kennt Afrika wie kaum ein anderer. In der nördlichen Serengeti ist es ihm gelungen, über zwei Jahre lang erstaunliche Einblicke in das Sozialleben und die Jagdtaktik der versteckt lebenden Raubkatzen mit der Kamera festzuhalten.
11:00
Naturfilmer Reinhard Radke bleibt der Leopardenmutter auf den Fersen, die ihren Sohn erfolgreich durch die gefährlichsten ersten Wochen seines Lebens gebracht hat. Das ist ihr gelungen, weil sie am Rand eines Bachbetts ausreichend Möglichkeiten findet, sich unbemerkt an ihre Beute heranzuschleichen. Das sind dort vor allem Warzenschweine, die es in großer Zahl gibt. Hat die Leopardin ein Ferkel gepackt, muss sie sich schnellstmöglich auf einen Baum retten, um den Angriffen der wütenden Warzenschweinmütter zu entkommen, die mit ihren scharfen Hauern keine ungefährlichen Gegner sind. Zu allem Überfluss muss die Leopardin auch noch stets auf der Hut vor Löwen sein, die nicht zögern würden, die Leopardin und ihren Nachwuchs anzugreifen. Erst nach gut eineinhalb Jahren ist das Weibchen wieder paarungsbereit und toleriert einen Kater in ihrer Nähe. Für ihren Sohn bedeutet das aber, dass die Tage an der Seite der Mutter gezählt sind. Sobald die nächste Generation geboren ist, diesmal ist es ein Zwillingspaar, wird die Leopardin nur noch Augen für die beiden Jungtiere haben. Der Halbstarke wird dann auf sich selbst gestellt sein. Bis dahin muss er genug von seiner Mutter, der erfahrenen Jägerin, gelernt haben, um in der Savanne Afrikas zu überleben. Nur wenige Tiere können es mit der Eleganz von Leoparden aufnehmen. Selten sieht man die vorsichtigen und extrem scheuen Raubkatzen jedoch länger als ein paar Sekunden in freier Wildbahn. In der nördlichen Serengeti ist es jedoch gelungen, über zwei Jahre lang erstaunliche Einblicke in das Sozialleben und die Jagdtaktik der versteckt lebenden Raubkatzen mit der Kamera festzuhalten.
11:55
Mathias Kroll hadert lange Zeit mit seinem Job als gelernter Krankenpfleger, dann wagt er einen Neuanfang: Der Offenbacher macht sein Hobby zum Beruf und wird Edelpilzzüchter. Mit Erfolg. Mittlerweile beliefert er Wochenmärkte und renommierte Sternerestaurants. Doch seine Familie kommt durch die zeitaufwendige Pilzpflege in den Offenbacher Kellern viel zu kurz, auch das Sonnenlicht sieht Kroll selten. Nicht immer einfach für den Pilzflüsterer.
12:25
Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr - "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.
12:55
Sie ist wohl eine der schönsten Weinlandschaften in Europa - und das mit 650 Kilometer Wander- und 800 Kilometer Radwegen: Die Süd-Steiermark trägt den Adelstitel "Toskana" zurecht. Im Reich des weißen Sauvignon Blanc findet der Schmidt Max kleine Winzer-Häuser zum Übernachten, die ganz allein in den Weinbergen stehen. Mit dem Wein hat er es eigentlich nicht so sehr. Bis ihn drei Winzer überzeugen. Diese drei sind ein junger Wilder, ein Säulenheiliger und ein Bayer, den jeder kennt - aber nicht des Weins wegen.
13:25
Mitten in Italiens Norden liegt die Emilia-Romagna - eine Region, reich an Geschichte und Kultur. Sie bietet kulinarische Köstlichkeiten, Traditionen und eine vielfältige Landschaft. Die Architektur und Baukunst der Region reicht von antiken Baudenkmälern über frühchristliche Kirchen, mittelalterliche Kreuzritterburgen bis hin zu Opernhäusern aus dem 19. Jahrhundert. Aber auch Weinkenner und Ferrari-Fans kommen auf ihre Kosten. Im Übergang von der Po-Ebene zum Apennin reihen sich die Städte der Emilia-Romagna wie an einer Perlenschnur auf: Piacenza, Parma, Modena, Bologna, Ravenna und Rimini locken Besucher mit zahlreichen Museen, lokalen Spezialitäten, UNESCO-Weltkulturerbestätten und Naturparks. Mit Burgen und alten Dörfern, die malerische Marktplätze haben und idyllisch zwischen Olivenhainen, Weinbergen und Lorbeerbäumen liegen. Und mit ausgedehnten Sandstränden, die sich von Cervia bis Rimini an der adriatischen Riviera finden.
13:50
Mit 300 Sonnentagen im Jahr gehört die Provence zu den beliebtesten Urlaubszielen Europas. Die Mittelmeerregion zwischen Rhonetal und Italien ist der Inbegriff südländischer Lebensart. Eine Reise durch den südöstlichsten Zipfel Frankreichs ist ein Fest für die Sinne. Im Sommer sind die blühenden Lavendelfelder ein beliebtes Fotomotiv. Über die Märkte weht der Duft von Trüffeln und mediterranen Kräutern. Malerische Bergdörfer laden zum Erkunden ein. Die Reise durch die Provence startet auf der kleinen "Île des Embiez" mit ihrer reichen Flora und Fauna. Nach einem Abstecher in die Hafenstadt Marseille geht es nach Aix-en-Provence, wo sich die Besucher vom bunten Treiben mitziehen lassen. Das Bilderbuchdorf Gordes im Herzen des Luberon begeistert mit seiner spektakulären Lage. Dort begleitet das Filmteam einen Trüffeljäger bei der Suche nach dem "schwarzen Gold" der Provence. Im Januar wird in der Gemeinde Richerenches sogar eine Trüffelmesse veranstaltet. Den imposanten Mont Ventoux stets im Blick geht es weiter nach Avignon. Die "Stadt der Päpste" hat eine bewegte Geschichte - und eine Brücke, die durch ein Lied weltweit bekannt wurde: "Sur le pont d'Avignon". Von Avignon ist es nur ein Katzensprung bis ins berühmte Weinbaugebiet Châteauneuf-du-Pape im südlichen Rhonetal. Das Dorf "Les Baux de Provence" wird von einer mächtigen Burgruine dominiert und gilt als schönstes Dorf Frankreichs. Auf 2000 Höhenmetern liegt das beliebte Skigebiet Isola in den französischen Seealpen - auch das ist Provence. Das letzte Ziel der Reise ist die Camargue, wo die historische Altstadt von Arles und das Vogelschutzreservat "Pont de Gau" auf dem Programm stehen.
14:35
Was ist Europa, wie entstand der Kontinent? Diese Folge der "Europa-Saga" schildert, wie sich auf dem vielgestaltigen kleinen Erdteil erstmals ein europäischer Kulturraum entwickelte. In großen Bögen erzählt der Historiker Christopher Clark die Geschichte Europas: Die ersten Menschen wanderten aus Afrika ein. Später entstanden Volksgruppen wie die Kelten, Staatengebilde wie Griechenland, das Imperium der Römer, das weite Teile Europas umfasste. Ein einheitliches Recht, gemeinsame Währung, Wirtschaft und Kultur schufen den verbindenden Rahmen dieses ersten Reichs in Europa. Die Verbindung mit dem Christentum, das über die Jahrhunderte Staatsreligion in weiten Teilen wurde, verlieh dem Kontinent ein Fundament, das Macht und Glauben miteinander vereinte. Schon lange vorher war der viel zitierte Entstehungsmythos Europas entstanden: Dabei ging es um die Liebe des Göttervaters Zeus zu einer Prinzessin namens Europa. Der liebestolle Griechengott entführte sie aus Sidon in Phönizien auf jenen Erdteil, der später nach ihr benannt wurde: nach Europa. Dieser Mythos ist wohl auch Sinnbild für den Einfluss und die Impulse, die der Okzident aus dem Orient erhielt. Es ist ein Geben und Nehmen. Künftige Kulturen in Europa lösten einander nicht nur ab, sie nahmen die Errungenschaften der Vorgänger jeweils auf, bis die Karten durch die Völkerwanderung neu gemischt wurden. Am Ende sind Griechisches, Römisches, Keltisches, Germanisches, Heidnisches und Christliches miteinander verschmolzen. Das ändert nichts daran, dass Europa bis heute ein Schauplatz vielfältiger Migration geblieben ist. In der sechsteiligen "Europa-Saga" wirft Christopher Clark einen neugierig-unterhaltsamen Blick auf den Kontinent, besucht die schönsten und schicksalhaftesten Orte Europas und bringt etwas Ordnung in die so verwirrend vielfältige Geschichte.
15:20
Europa, das christliche Abendland - so eine gängige These. Welche Rolle spielt der christliche Glaube für die Identität Europas? Gibt es neben dem christlichen auch ein islamisches Abendland? Christopher Clark geht in dieser Folge der Frage nach, woran die Europäer glauben: Das Christentum war die erste offene Volksreligion, Gemeinden und Klöster wurden zur Keimzelle gemeinsamer Konfession, Pilgerwege zu einem verbindenden europäischen Netzwerk. Doch bald schon gingen die Christen im Osten und Westen Europas getrennte Wege. Was sie für kurze Zeit wieder zusammenbrachte, war eine neue, gemeinsam empfundene Bedrohung: der Islam, der auch in Europa auf dem Vormarsch war. Doch bedeutete dies für den Kontinent mehr als nur ein Feindbild: Auf der spanischen Halbinsel, in "al-Andalus", prägten Muslime über ein halbes Jahrtausend die Kultur im westlichen Europa mit, die Herrschaft der Osmanen hinterließ im Südosten Spuren. Die Juden Europas trugen in ihrer Rolle als religiöse Minderheit ebenfalls zur kulturellen Vielfalt bei, brachten die Wirtschaft in Gang und waren doch immer wieder Opfer grausamer Verfolgung. Die Kreuzzüge und Türkenkriege verstärkten den Antagonismus der Religionen. Wenn nicht Gegner von außen für den Zusammenhalt sorgten, brachen unter den Christen immer wieder Konflikte aus. Zur entscheidenden Spaltung führte die Reformation im frühen 16. Jahrhundert. Martin Luther prangerte nicht nur die Missstände in der Kirche an, er stellte auch die klerikal geprägte Herrschaftsordnung infrage. So spalteten sich in Europa Macht und Glaube. 100 Jahre nach der Reformation verwüsteten verheerende Schlachten zwischen Katholiken und Protestanten den Kontinent. Am Ende des Dreißigjährigen Krieges wuchs der Wille, das Verhältnis der Völker künftig auf Prinzipien der Vernunft zu begründen. Es galt, Religion und Politik in den Beziehungen der Mächte zu trennen. Die europäische Staatengemeinschaft schuf mit dem Westfälischen Frieden eine verbindliche Ordnung, die den Ausgangspunkt für das moderne Völkerrecht bildete.
16:05
Diese Folge erzählt die Geschichte der europäischen Expansion von den Wikingern bis zum Britischen Empire: Warum zog es die Europäer in die Weite, wie bekamen sie Macht über Teile der Welt? Europa und die Welt, eine Historie von Entdeckergeist und Unternehmertum, aber auch von Imperialismus, Unterdrückung und Ausbeutung. Historiker Christopher Clark führt die Zuschauer an Ausgangspunkte des Aufbruchs wie Lissabon, Amsterdam und London. Und er begibt sich an Bord der "Endeavour", jenes Schiffes, mit dem James Cook die Südsee erforschte und Australien für Großbritannien in Besitz nahm. Warum zog es die Europäer immer wieder in die Weite? "Weil wir ein Kontinent der engen Räume, aber auch der Küsten sind", erklärt Professor Clark. Die Griechen, Römer und Wikinger machten es vor, nahmen Europas Küstenregionen in Besitz. Über die Seewege der Hanse kam Wohlstand in Hunderte nord- und mitteleuropäische Städte. Heute wird dieser Handelsbund gern als Vorläufer der Europäischen Union gepriesen. Im Süden geschah der globale Aufbruch vom Mittelmeer aus: Venedig begründete die Handelswege nach Asien, von Spanien aus erfolgte schließlich der Schritt in die Neue Welt. Nord- und Südamerika gaben Millionen von Europäern Hoffnung - aber die Bevölkerung der eroberten Länder fiel dem zum Opfer, wurde versklavt, ihre Kulturen zerstört. Noch vor 100 Jahren konnte man von einem europäischen Weltreich sprechen. Christopher Clark schildert auch, wie der Machtkampf der Rivalen in den Ersten Weltkrieg führte, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts.
16:45
Diese Folge der "Europa-Saga" erzählt von Europas Beitrag zur Weltkultur. In Kunst, Unterhaltung, Philosophie und Wissenschaft wurde Unvergängliches geschaffen - oft ohne Rücksicht. Christopher Clark reist in die Metropolen und erlebt Europas Meisterwerke. Ob das Kolosseum oder der Eiffelturm, die "Mona Lisa", Beethovens Neunte oder die Songs der Beatles, Platons "Staat" oder Shakespeares "Sturm". Immer wieder gelang es den Europäern, mit klassischen Werken zeitlose Geltung zu erschaffen. Romanik, Gotik, Barock, Jugendstil, Klassizismus und Bauhaus sind Begriffe aus dem Vokabular europäischer Architekturgeschichte. Euripides' "Medea", Shakespeares "Hamlet", Bizets "Carmen" und Puccinis "La Bohème" sind von den Weltbühnen nicht wegzudenken. Hinzu kommt eine große Zahl bahnbrechender Entdeckungen und technischer Erfindungen, ob die Dampfmaschine, die Batterie, das Automobil oder Flugzeug, das Penicillin oder die Kernspaltung. Auch bei der Entwicklung der Kommunikationstechnik, bei Telefon, Radio, Fernsehen und Computer, standen Köpfe aus Europa Pate. Physiker, Chemiker und andere Naturwissenschaftler waren stets führend in der Riege der Nobelpreisträger. Fast immer, wenn man von klassischen Epochen spricht, von Errungenschaften mit zeitloser universeller Geltung und Ausstrahlung, führen die Wege nach Europa. In der vierten Folge der "Europa-Saga" geht es um herausragende Namen, bedeutende Werke und ihre Wirkung, um Europäisches, das zum Weltmaßstab wurde. Es geht aber auch um Anmaßung und darum, dass Europa vor allem seine technische Überlegenheit gegenüber anderen ausspielte, ohne Rücksicht und Toleranz. Nicht ohne Grund ist die Kritik am Fortschritt so alt wie viele Errungenschaften selbst. Kaum ein Kontinent hat die Erde so nachhaltig geprägt wie Europa - im Guten wie im Schlechten. Und so steht seine glanzvolle Geschichte und Kreativität auch für rücksichtslose Plünderung von Ressourcen und Ausbeutung der Welt.
17:30
Im Lauf der Jahrhunderte reift die Idee der europäischen Einigung. Dieser Teil der "Europa-Saga" zeigt Versuche, Europa zur Einheit zu formen: mal mit Gewalt, mal mit Vernunft. Sir Christopher Clark besucht Schauplätze großer Konflikte und Einigungsbemühungen. Erst spät setzt sich in Europa die Überzeugung durch, dass ein Miteinander den Völkern mehr dient als ein Gegeneinander. Es folgte der Aufbruch in die Europäische Union. Der Gedanke an ein Europa freier Völker entstand im Zeitalter der Aufklärung. Zum Schlüsselereignis aber wurde die Französische Revolution 1789. Viele Menschen in Europa ließen sich von den Verheißungen der revolutionären Dreifaltigkeit begeistern: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Es war die Botschaft an das kommende Jahrhundert. Es ging um freiheitliche Verfassungen und politische Mitbestimmung, auch um die Vision eines einigen Europas der freien Völker. Ideen, die auch bei weiteren Revolten gegen die Monarchien oder internationalen Kundgebungen wie auf dem Hambacher Fest 1832 eine Rolle spielten. Doch erst nachdem Nationalismus, Imperialismus, Diktaturen und Weltkriege den Kontinent in den Abgrund gestürzt hatten, mehrten sich die Stimmen für ein freiheitliches und geeintes Europa. Mit der Gründung des Europarates und der ersten Europäischen Gemeinschaften in den 50er-Jahren wurde der Grundstein gelegt, nahm der Zusammenschluss demokratischer Staaten Gestalt an - zunächst im Westen, nach dem Fall der Mauer auch in Osteuropa.
18:15
Brexit, Finanzkrisen und Flüchtlingswellen haben in Europa Skepsis an die Stelle früherer Aufbruchstimmung rücken lassen. Doch es gibt auch Optimismus. Quo vadis, Europa? Professor Christopher Clark zeigt auf seiner Reise durch die europäischen Metropolen, wie Gemeinsames erzielt wurde, von dem die Gründer nur zu träumen wagten: das Ende des Kalten Krieges, die Öffnung nach Osten, die große Zahl der Mitglieder, eine Währung. Der Fortschritt der Einigung zeigt in Zeiten der Krise auch seine Schattenseiten: mangelnde Übereinstimmung unter den vielen Partnern, Zweifel an gemeinsamen Werten, nationale Rückbesinnung, weil europäische Lösungen ausbleiben oder auf sich warten lassen. Es sind gleich mehrere Konfliktherde, die das Gemeinschaftswerk auf die Probe stellen. Was können die Leitlinien sein für die Zukunft Europas? Am derzeitigen "Staatenverbund" festhalten oder die Bahn frei machen für eine Bundesrepublik Europa? Mehr Kompetenzen in zentralen Politikbereichen zulassen oder doch eher etwas zurückrudern? Es bleibt wohl auf absehbare Zeit erst einmal beim Krisenmanagement, beim Navigieren auf Sicht. Dennoch: Die Freude, der "schöne Götterfunke", von dem Schillers Ode "An die Freude" und das Motiv aus Beethovens "Neunter" als Europahymne künden, ist nicht erloschen. Denn jeden Tag machen Menschen in Europa eine großartige Erfahrung: Es gibt das Europa der gemeinsamen Kultur, des selbstverständlichen Austauschs, der alltäglichen Begegnung, der Freizügigkeit, der Musik und des Sports - vom Eurovision Song Contest bis zur Champions League. Was sagen die Umfragen? Wie denken die Bürger über die Union, wie über ihre Nachbarn, was erwarten sie von der gemeinsamen Zukunft? Quo vadis, Europa? Darauf sucht Christopher Clark in der letzten Folge der "Europa-Saga" Antworten.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
Bearbeitete Fassung Wladimir Kaminer ist wieder auf Roadtrip. Diesmal geht es durch das kulinarische Österreich. Es wird sehr süß, so, wie es sich für das kleine Land gehört. Bestsellerautor Wladimir Kaminer kocht Marillenknödel, kostet Mehlspeisen und lernt, was die "Original" Salzburger Mozartkugel ausmacht. Natürlich dürfen Wein, "Wiener Tafelspitz" und Co nicht fehlen. Lukas Mraz ist ein sogenannter "Junger Wilder" unter den Köchen. Das mit zwei Michelin-Sternen gekrönte Familienrestaurant "Mraz und Sohn" betreibt er gemeinsam mit seinem Vater Markus in der Brigittenau in Wien, einem Arbeiterbezirk. Die beiden zeigen Wladimir, wie man einen Tafelspitz der etwas anderen Art kocht, nämlich aus Lamm. Um die Weinkultur des Landes besser kennenzulernen, geht es ins Burgenland, weltberühmt für seinen Rotwein, zum Weingut der Familie Göschl. Dort werden nicht nur Yogastunden angeboten, sondern auch Yogawein, der das klassische Sortiment bereichert. Hintergrund: Das Weingut wird von zwei Jungwinzerinnen, Daniela und Kathrin, geführt, eine von ihnen ist Yogalehrerin. Beide hatten andere Pläne, als das Weingut ihrer Eltern zu übernehmen, und sich erst nach Studium und Arbeitserfahrungen in Wien und Niederösterreich, dazu entschlossen. Wladimir erfährt, wie man die Weinstöcke richtig behandelt und warum die Verbindung von Wein und Yoga keine "liaison dangereuse" ist. Nach einer schweißtreibenden Yogastunde gibt es eine typische Brettljause und die Gelegenheit die Weinsorten der Region (blind) zu verkosten. Von der Weintraube ist es zur Marille nicht weit, denn bekannt ist Österreich, besser gesagt, die Gegend "Wachau" weltweit für eine ganz besondere Frucht: Die "Original Wachauer Marille" ist eine streng geschützte Marke. Mit Anita Brunner und deren beiden Eseln spaziert er durch einen Marillengarten und erntet die besonderen Früchte. Verkocht werden diese dann zu Marillenknödel mit der Köchinnen-Legende Lisl Wagner Bacher. Sie hat ein ganzes Kochbuch über die Obstsorte verfasst. Übrigens: Sag niemals Aprikose zu einer echten Marille! Das muss auch der Autor noch lernen. Noch süßer wird es für den Schriftsteller in Salzburg. Dort lernt er alles über die "Original" Salzburger Mozartkugel und darf sogar selbst Hand anlegen. Trotzdem: Die Rezeptur ist streng geheim. Mit Blick über die gesamte Stadt kostet er die luftigste Mehlspeise Österreichs, nämlich "Salzburger Nockerln": Ein luftig-leichtes Dessert, das aus Eischnee besteht, serviert von einem Kellner mit dem Namen Ferdinand - wir sind ja schließlich in Österreich.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Nachdem Hannah Zeiler aus ihrem Motorradurlaub noch nicht zurückgekehrt ist, muss sich Micha Oberländer mit der österreichischen Abteilungsinspektorin Luisa Hoffmann auseinandersetzen. Gleichzeitig ist er gezwungen, in das intime Geflecht einer nur scheinbar konventionellen Familie vorzudringen: Der leblose Körper eines Mannes wird im Wald nahe des Bodensees gefunden und gibt dem Ermittlerduo ein düsteres Rätsel auf. In der notdürftigen Unterkunft des Toten werden Fotos der Familie von Professor Lambeck, Leiter der Psychiatrischen Klinik am Bodensee, gefunden, auf denen jedem Familienmitglied die Augen ausgestochen wurden. Als das gehörlose Mädchen Trischa, das die Ermittler im Wald beobachtet zu haben scheint, nicht mehr auffindbar ist, wird der Kreis der Verdächtigen weiter ausgedehnt. Weder Lambeck selbst noch seine Frau, deren Tochter oder ihr Freund, wollen den Toten gekannt haben. Aber warum hat das Mordopfer die Familie fotografiert? Wofür wollte sich der Tote an der Familie rächen? Und geht von Trischa eine Bedrohung für die Familie Lambeck aus, oder war sie nur Zeugin und könnte das nächste Opfer sein?
21:45
Wie ein grünes Band ziehen sich entlang des Bodenseeufers mittelalterliche Kräutergärten, barocke Rosenanlagen und herrschaftliche Parks - für jeden Geschmack findet sich das Passende. Im Jahr 840 schrieb auf der Bodensee-Insel Reichenau der Mönch Walahfrid Strabo das vermutlich erste Buch übers Gärtnern, den "Hortulus". Das dazugehörige, 23 Pflanzen umfassende Gärtlein entfaltete eine nachhaltige Wirkung weit über den Bodenseeraum hinaus. Doch gerade in der sanften Hügellandschaft rund um das "Schwäbische Meer" begab man sich gern in die Schule des gelehrten Geistlichen. Davon zeugen etwa die einzigartige Anlage der Kartause Ittingen oder das Barockstädtchen Bischofszell, wo man Blütenduft als Heilmittel gegen den Pesthauch einsetzte. In den ausgedehnten Parkanlagen von Schloss Arenenberg widmete sich Hortense Bonaparte dem Gärtnern, wenn sie nicht gerade ihren Sohn zum künftigen König der Franzosen erzog. Die Familie Habsburg tröstete sich auf Schloss Wartegg mit dem Pflanzen exotischer Bäume über den Verlust der Monarchie hinweg. Und auf der Blumeninsel Mainau feiert nach wie vor die schwedische Grafenfamilie mit vielen Kindern ein heiteres Mittsommerfest.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
Brock lässt sich gehen. Nach seiner Schussverletzung auf den Rollstuhl angewiesen, findet er Abwechslung in Alkohol, Drogen und dem Beobachten der Nachbarwohnungen. Bis er Augenzeuge eines brutalen Mordes wird. Als die Polizei kommt, fehlt jede Spur von dem Verbrechen. Auch das vermeintliche Opfer scheint noch zu leben. Oder ist das nun eine andere Frau, die der Ermordeten nur ähnlich sieht?
23:55
Eine ungewöhnliche Häufung von seltsamen Drogenvorfällen beschäftigt die Beamten der PI Kreitnergasse. Bis sich herausstellt, ob und wie diese Vorfälle zusammenhängen, dauert es eine Weile. Währenddessen wird Florian in einen Unfall mit einem Mopedfahrer verwickelt und für dessen schwere Verletzungen verantwortlich gemacht. Da Florian auch noch Probleme mit seiner Ex hat, ist er kurz davor, alles hinzuschmeißen. Mathias und Helga werden in eine Wohnung gerufen, in der sich Verwesungsgeruch ausbreitet, allerdings keine Spur von einer Leiche zu finden ist. Eberts bekommt wegen der Festnahme von Volkan disziplinäre Probleme, und Altan muss einmal mehr mitansehen, wozu Dogan in der Lage ist.