20:15
Inmitten der spanischen Metropole liegt eine grüne Oase: der Königliche Botanische Garten von Madrid. Begründet wurde er unter dem spanischen König Karl III. im Jahr 1755. Seit mehr als 250 Jahren ist er Hort der wissenschaftlichen Forschung und Zeugnis des Forschergeistes der Aufklärung. Die Dokumentation begleitet Botaniker und Wissenschaftler bei Streifzügen durch den Garten, führt zum Herbarium und zur historischen Bibliothek. Die vier Terrassen des Gartens sind thematisch gegliedert. In vielen Bereichen ist die barocke Struktur des Gartens noch erhalten oder wurde nach Kriegseinwirkungen wiederhergestellt. Viele der rund 5500 Pflanzenarten wurden im Zuge großer Expeditionen der Spanischen Krone aus aller Welt in den Garten nach Madrid gebracht. Die Pflanzensammler dieser Zeit waren oftmals Ärzte, die auf der Suche nach neuen Medikamenten die Wirkung der Pflanzen untersuchten und weiterzüchteten. Von Weltrang ist auch die Bonsai-Sammlung des des ehemaligen spanischen Premierministers Felipe González im "Real Jardin Botanico".
21:07
Inmitten der sanften Hügellandschaft von Essex entfaltet sich eine Gartenwelt von zeitloser Schönheit und ist einer der bedeutendsten Landsitze Englands: die Gärten von Audley End House. Uralte Baumbestände und liebevoll gepflegte, streng geordnete Blumenbeete und in der Mitte der Fluss Cam verschmelzen zu einem harmonischen Ganzen. Die Dokumentation erzählt vom Wandel des Anwesens durch die Jahrhunderte. Die filmische Reise führt von der Pracht der Stuart-Zeit, die von 1603 bis 1714 dauerte, über die Visionen des Landschaftsarchitekten Capability Brown (1716-1738) bis zur heutigen Gartenkultur.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Naima kam als Migrantin nach Basel und lebt in prekären Verhältnissen. Nach Jahren im Tieflohnsektor wagt sie einen Neuanfang in der Pflege. Trotz Herz und Hingabe scheitert sie im Praktikum. Ihr Traum droht zu zerbrechen - doch Naima gibt nicht auf. Sie kämpft weiter, für sich und ihre Zukunft. Die Schweizer Dokumentarfilmerin Anna Thommen begleitet die gebürtige Venezolanerin über vier Jahre auf ihrem Weg zu einem neuen Leben in der Schweiz. Einst Marketingexpertin, schlägt sich Naima nun mit prekären Jobs durch und kämpft darum, ihre Kinder wieder bei sich zu haben. Als sie die Chance erhält, eine Ausbildung zur Pflegefachfrau zu beginnen, steht sie vor zahlreichen Hürden - von bürokratischen Stolpersteinen bis zu persönlichen Rückschlägen. Trotzdem gibt Naima nicht auf. Ihr Traum bleibt lebendig: ein Leben in Würde, Teilhabe, Anerkennung. Die Dokumentarfilmerin Anna Thommen porträtiert Naima nicht nur als Einzelkämpferin, sondern als Symbolfigur für viele Migrantinnen und Migranten, die trotz systemischer Benachteiligung ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Anna Thommen ist bekannt für ihre feinfühligen und gesellschaftlich relevanten Dokumentarfilme wie "Neuland" und "Volunteer". Mit "Naima" gelingt ihr erneut ein eindringliches Porträt über Widerstandskraft, Selbstbehauptung und die Suche nach gerechter Integration.