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TV Programm für 3sat am 06.11.2026

Jetzt

Kulturzeit 09:05

Kulturzeit

- 491 Tage in russischer Haft Anderthalb Jahre lang saß der US-amerikanische Journalist Evan Gershkovich in einem russischen Gefängnis. Über die Zeit vor, während und nach der Haft hat er ein Buch geschrieben - mit ungewöhnlichen Einblicken in das gegenwärtige Russland: "Dieses verfluchte wunderschöne Land: 491 Tage in russischer Haft". - Film "Minotaurus" Die Front ist fern in der russischen Provinz - und doch präsent. Die streng durchgetaktete Existenz des Managers Gleb gerät ins Wanken, als er von der Affäre seiner Frau erfährt. Unter dieser Verdichtung äußerer und privater Spannungen verliert Gleb zunehmend die Kontrolle über das eigene Leben. - Zivilklausel an der Uni Kassel Die Universität Kassel öffnet sich für Kooperationen mit Rüstungsunternehmen. Mit der Änderung der Zivilklausel kann künftig auch für militärische Zwecke geforscht werden. Dagegen protestierten etwa 250 Studierende. - Christoph Schlingensief Ausstellung Die umfangreichste Werkschau des Künstlers seit mehr als zehn Jahren mit dem Titel "Es ist nicht mehr mein Problem, macht eure Scheiße alleine" ist bis zum 17. Januar 2027 im Gropius Bau in Berlin zu sehen. - Nachruf auf Herbert Blomstedt Mit Herbert Blomstedt verliert die Musikwelt einen der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit. Bis ins hohe Alter prägte er Orchester. Er starb am 4. November im Alter von 99 Jahren im Kreise seiner Familie in Göteborg. - Buch " It Began in Ipanema" "It Began in Ipanema" von DJ Daniel Haaksman erzählt die Geschichte Rio de Janeiros anhand von 50 Songs. Zwischen Samba, Bossa Nova und Baile Funk entsteht ein vielschichtiges Porträt der Stadt, ihrer Kultur und ihrer sozialen Gegensätze.

Danach

nano 09:45

nano

Magazin

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.

Rundschau 10:15

Rundschau

Nachrichten

- Midterms: Amerika hat gewählt Alle Resultate der Kongresswahlen - Politische Konflikte in Texas Wahlkampf um Migration und Abtreibung - Neue Mafia-Gruppe in der Schweiz Tolhildan auch in Basel aktiv

Unsere wilde Schweiz: Der Aletschgletscher 10:55

Unsere wilde Schweiz: Der Aletschgletscher

Landschaftsbild

Der Aletsch ist der größte Gletscher der Alpen: ein Eisgigant von magischer Schönheit. Seine einmalige Lage begeistert besonders Forscher und Künstler. Jetzt kämpft man gegen das Abschmelzen. Der Klimawandel macht dem Gletscher gewaltig zu schaffen: Der Eispanzer schrumpft jedes Jahr rund 50 Meter in der Länge und zwölf Meter in der Höhe. Sein Verschwinden bedroht nicht nur Landwirtschaft und Tourismus, sondern die gesamte Flora und Fauna.

Russlands Zukunft - Leben in der Ungewissheit 11:05

Russlands Zukunft - Leben in der Ungewissheit

Auslandsreportage

Der russische Präsident Wladimir Putin hält an seinen Kriegszielen in der Ukraine fest. Und seine Politik wird immer autoritärer. "Reporter" reist in die russische Stadt Nischni Nowgorod, einst eine Hochburg liberaler Reformen. Wie leben Menschen, die immer noch an ein europäisches Russland glauben? Wie geht es weiter mit Russland? Diese Frage treibt die Welt um. Die Antwort darauf: schwierig. Zu viel hängt von den schwer vorhersehbaren Entscheidungen des Präsidenten Wladimir Putin ab. Reporter Christof Franzen ist in verschiedene Regionen Russlands gereist. Er hat Menschen gefragt, wie sie sich die Zukunft vorstellen. Die Bandbreite der Emotionen ist groß. Während die einen den imperialen Kurs des Präsidenten feiern, packen andere im Stillen ihre Koffer. Und die Mehrheit? Sie arrangiert sich mit einer immer düstereren Realität.

Einfach Mensch 11:40

Einfach Mensch: Neues Leben, neuer Job

Menschen

Behindert sein und ein Start-up gründen? Für Anna Hörster und Jona Recker war das kein Widerspruch - im Gegenteil. Sie sind bewusst das Risiko eingegangen und sind nun ihr eigener Chef. Anna Hörster hat das Ehlers-Danlos-Syndrom, eine schwere Erbkrankheit. Jona Recker ist unfallbedingt auf den Rollstuhl angewiesen. Während Hörster medizinische Hilfsmittel schöner gestaltet, berät Recker Menschen mit Behinderung zu ihren finanziellen Ansprüchen. Anna Hörster lebt von klein auf mit starken Bauchschmerzen. Probleme mit ihrem Rücken und der Schulter kommen hinzu. Erst 2021 erhält sie die Diagnose Ehlers-Danlos-Syndrom. Eine sehr seltene, erblich bedingte Erkrankung des Bindegewebes mit zahlreichen Unterformen. Bei Anna macht sich die Erkrankung auf vielfältige Weise bemerkbar - unter anderem dadurch, dass immer wieder ihre Gelenke auskugeln oder verkeilen und sie das Gefühl hat, sie könne ihre Muskeln nicht mehr ansteuern. Daher ist sie bei längeren Strecken auf ihren Rollstuhl angewiesen. Seit 2022 muss sie sich aufgrund ihrer Magen-Darmlähmung größtenteils künstlich über Sonden und Ports ernähren. Jona Recker ist erst 17, als ihn ein einziger unbedachter Moment aus seinem gewohnten Leben reißt: Er läuft mit Freunden über einen Güterbahnhof, als er einem vorbeifahrenden Zug zu nah kommt. Dabei wird er von einem "Lichtbogen" getroffen - einer extrem heißen elektrischen Ladung, bei der Strom durch die Luft überspringt. Die enorme Hitze schleudert ihn zu Boden. Recker erleidet schwerste Verletzungen, wird ins künstliche Koma versetzt. Als er wieder aufwacht, ist nichts mehr wie zuvor - er ist querschnittsgelähmt. Auch er muss sich als "Neu-Rollstuhlfahrer" durch den Antragsdschungel kämpfen - und das in der Zeit, in der man eigentlich alle Kraft für seine neue Lebenssituation braucht. Aus diesen Erfahrungen entsteht mit einem Freund eine gemeinsame Idee: das Start-up "Help Yuu".

Die Kirche bin ich - Wie der Papst unfehlbar wurde 12:10

Die Kirche bin ich - Wie der Papst unfehlbar wurde

Dokumentation

Warum eskalieren in der katholischen Kirche die Flügelkämpfe zwischen "Konservativen" und "Reformern" heute oft so heftig? Woher kommt der Eindruck, Rom erhebe den Anspruch, die "ewig gültige, unveränderliche" katholische Lehre zu verteidigen? Die Dokumentation zeigt, dass das "Erste Vatikanische Konzil" (1869) und die von Papst Pius IX. beanspruchte Unfehlbarkeit mit Macht nachwirken. Denn davor war die Kirche in Fragen der Lehre und der Strukturen vielfach offener gewesen und hatte auch innovative Wege beschritten. Der Film hilft, die Gegenwart auf dem Hintergrund der antimodernen "Neuerfindung" des Katholizismus im 19. Jahrhundert zu verstehen.

37°Leben 12:50

37°Leben: Against all Gods: Dürfen wir Gott spielen?

Gesellschaft und Soziales

Die preisgekrönte Glaubens-WG geht in die zweite Runde: Sechs junge Menschen, sechs Weltanschauungen, eine WG. Was eint sie diesmal, was trennt sie? Große Lebensfragen, unterschiedliche Glaubenswelten und überraschende Begegnungen: In sechs Folgen diskutieren die Bewohnerinnen und Bewohner über Tod, Trennung, Krieg und Klimakrise. Prominente Gäste sorgen für neue Impulse. Die erste Nacht ist überstanden, zum Frühstück gibt es Deep Talk. Das Wetter an diesem Tag: grau und regnerisch - ist das ein Omen für die schweren Themen, die anstehen? Die Diskussion im Haus wird jäh unterbrochen, als plötzlich ein Hula-Hoop-Reifen die Treppe herunter poltert, an dem die Frage des Tages befestigt ist: Dürfen wir Gott spielen? Auf dem Dachboden findet der "Teufelskreis" statt. Darin diskutieren die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner über Folgendes: Sollte der Mensch über sein eigenes Lebensende selbst entscheiden? Ist es ok, wenn sich eine Frau entscheidet, ihre Schwangerschaft abzubrechen? Komplexe Fragen. Einmal steht Denis mit seiner Meinung allein im Kreis der Mitbewohnerinnen und -bewohner. Eine Erfahrung, die der Atheist in der Glaubens-WG noch häufiger machen wird. Meinungen sind verschieden und das ist okay, aber nicht immer leicht zu verdauen. Am Nachmittag kommt die erste Besucherin an: Journalistin und Autorin Hanna Heim liest aus ihrem Buch, in dem sie über den assistierten Suizid ihrer Großeltern schreibt. Das Gespräch bewegt alle - besonders Laura. Und während Lien lieber nicht darüber nachdenken will, wie sie einmal sterben möchte, zeigt sich am Ende dieses Tages vor allem eins: Es gibt Differenzen.

Italiens Inseln 13:20

Italiens Inseln: Von Capri bis nach Palmarola

Landschaftsbild

Die Inseln vor der Westküste Italiens sind weltbekannt und wahre Touristenmagneten. Neben Capri und Ischia sind auch die Pontinischen Inseln Palmarola, Ponza und Ventotene einen Besuch wert. Capri bietet kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten in Hülle und Fülle. Ischias feine Sandstrände locken nicht nur Sommerurlauber, sondern auch viele Tages- und Wochenendbesucher vom Festland an. Beschaulicher geht es auf den kleinen Pontinischen Inseln zu. Capri ist reich an Kunstschätzen und historischen Highlights, die von der bewegten Geschichte der Insel zeugen. Ein traumhafter Panoramablick bietet sich vom Gipfel des Monte Solaro, den man mit einem Sessellift erreicht. In Anacapri erkundet das Filmteam aufwendig dekorierte Kirchen und lauschige Plätze. Auf Ischia ist die erste Station der Reise das Castello Aragonese. Die Festung hat eine turbulente Vergangenheit und ist heute das Wahrzeichen der Insel. Auf Procida, der kleinsten Kampanischen Insel, besuchet das Team den Fischerhafen Marina Corricella mit seinem pastellfarbenen Häusermeer. Weiter geht es auf die Pontinischen Inseln mit ihren zerklüfteten Steilküsten, die sich bis heute ihre wilde Schönheit bewahrt haben. Die nur drei Kilometer lange Insel Ventotene ist ein kleines, ursprüngliches Paradies. Einst dienten die Höhlen an der Küste als Piratenversteck. Ponza empfängt seine Besucher mit einer malerischen Häuserfassade, die das halbrunde Hafenbecken säumt. Schmale Treppengassen winden sich den Hügel hinauf. Das Filmteam stattet dem spektakulär gelegenen Friedhof einen Besuch ab und unternimmt eine Bootstour zu den Grotten des Pilatus. Die Reise endet auf der Insel Palmarola, deren weiße Steilküste einen reizvollen Kontrast zum tiefblauen Meer bildet.

Die Europa-Saga 13:50

Die Europa-Saga: Woher wir kommen - Wer wir sind

Dokumentation

Was ist Europa, wie entstand der Kontinent? Diese Folge der "Europa-Saga" schildert, wie sich auf dem vielgestaltigen kleinen Erdteil erstmals ein europäischer Kulturraum entwickelte. In großen Bögen erzählt der Historiker Christopher Clark die Geschichte Europas: Die ersten Menschen wanderten aus Afrika ein. Später entstanden Volksgruppen wie die Kelten, Staatengebilde wie Griechenland, das Imperium der Römer, das weite Teile Europas umfasste. Ein einheitliches Recht, eine gemeinsame Währung, Wirtschaft und Kultur schufen den verbindenden Rahmen dieses ersten Reichs in Europa. Die Verbindung mit dem Christentum, das über die Jahrhunderte Staatsreligion in weiten Teilen wurde, verlieh dem Kontinent ein Fundament, das Macht und Glauben miteinander vereinte. Schon lange vorher war der viel zitierte Entstehungsmythos Europas entstanden: Dabei ging es um die Liebe des Göttervaters Zeus zu einer Prinzessin namens Europa. Der liebestolle Griechengott entführte sie aus Sidon in Phönizien auf jenen Erdteil, der später nach ihr benannt wurde: nach Europa. Dieser Mythos ist wohl auch Sinnbild für den Einfluss und die Impulse, die der Okzident aus dem Orient erhielt. Es ist ein Geben und Nehmen. Künftige Kulturen in Europa lösten einander nicht nur ab, sie nahmen die Errungenschaften der Vorgänger jeweils auf, bis die Karten durch die Völkerwanderung neu gemischt wurden. Am Ende sind Griechisches, Römisches, Keltisches, Germanisches, Heidnisches und Christliches miteinander verschmolzen. Das ändert nichts daran, dass Europa bis heute ein Schauplatz vielfältiger Migration geblieben ist. In der sechsteiligen "Europa-Saga" wirft Christopher Clark einen neugierig-unterhaltsamen Blick auf den Kontinent, besucht die schönsten und schicksalhaftesten Orte Europas und bringt etwas Ordnung in die so verwirrend vielfältige Geschichte.

Die Europa-Saga 14:35

Die Europa-Saga: Woran wir glauben - Was wir denken

Dokumentation

Europa, das christliche Abendland - so eine gängige These. Welche Rolle spielt der christliche Glaube für die Identität Europas? Gibt es neben dem christlichen auch ein islamisches Abendland? Christopher Clark geht in dieser Folge der Frage nach, woran die Europäer glauben: Das Christentum war die erste offene Volksreligion, Gemeinden und Klöster wurden zur Keimzelle gemeinsamer Konfession, Pilgerwege zu einem verbindenden europäischen Netzwerk. Doch bald schon gingen die Christen im Osten und Westen Europas getrennte Wege. Was sie für kurze Zeit wieder zusammenbrachte, war eine neue, gemeinsam empfundene Bedrohung: der Islam, der auch in Europa auf dem Vormarsch war. Doch bedeutete dies für den Kontinent mehr als nur ein Feindbild: Auf der spanischen Halbinsel, in "al-Andalus", prägten Muslime über ein halbes Jahrtausend die Kultur im westlichen Europa mit, die Herrschaft der Osmanen hinterließ im Südosten Spuren. Die Juden Europas trugen in ihrer Rolle als religiöse Minderheit ebenfalls zur kulturellen Vielfalt bei, brachten die Wirtschaft in Gang und waren doch immer wieder Opfer grausamer Verfolgung. Die Kreuzzüge und Türkenkriege verstärkten den Antagonismus der Religionen. Wenn nicht Gegner von außen für den Zusammenhalt sorgten, brachen unter den Christen immer wieder Konflikte aus. Zur entscheidenden Spaltung führte die Reformation im frühen 16. Jahrhundert. Martin Luther prangerte nicht nur die Missstände in der Kirche an, er stellte auch die klerikal geprägte Herrschaftsordnung infrage. So spalteten sich in Europa Macht und Glaube. 100 Jahre nach der Reformation verwüsteten verheerende Schlachten zwischen Katholiken und Protestanten den Kontinent. Am Ende des Dreißigjährigen Krieges wuchs der Wille, das Verhältnis der Völker künftig auf Prinzipien der Vernunft zu begründen. Es galt, Religion und Politik in den Beziehungen der Mächte zu trennen. Die europäische Staatengemeinschaft schuf mit dem Westfälischen Frieden eine verbindliche Ordnung, die den Ausgangspunkt für das moderne Völkerrecht bildete.

Die Europa-Saga 15:20

Die Europa-Saga: Was uns antreibt - Was wir uns nehmen

Dokumentation

Diese Folge erzählt die Geschichte der europäischen Expansion von den Wikingern bis zum Britischen Empire: Warum zog es die Europäer in die Weite, wie bekamen sie Macht über Teile der Welt? Europa und die Welt, eine Historie von Entdeckergeist und Unternehmertum, aber auch von Imperialismus, Unterdrückung und Ausbeutung. Historiker Christopher Clark führt die Zuschauer an Ausgangspunkte des Aufbruchs wie Lissabon, Amsterdam und London. Und er begibt sich an Bord der "Endeavour", jenes Schiffes, mit dem James Cook die Südsee erforschte und Australien für Großbritannien in Besitz nahm. Warum zog es die Europäer immer wieder in die Weite? "Weil wir ein Kontinent der engen Räume, aber auch der Küsten sind", erklärt Professor Clark. Die Griechen, Römer und Wikinger machten es vor, nahmen Europas Küstenregionen in Besitz. Über die Seewege der Hanse kam Wohlstand in Hunderte nord- und mitteleuropäische Städte. Heute wird dieser Handelsbund gern als Vorläufer der Europäischen Union gepriesen. Im Süden geschah der globale Aufbruch vom Mittelmeer aus: Venedig begründete die Handelswege nach Asien, von Spanien aus erfolgte schließlich der Schritt in die Neue Welt. Nord- und Südamerika gaben Millionen von Europäern Hoffnung - aber die Bevölkerung der eroberten Länder fiel dem zum Opfer, wurde versklavt, ihre Kulturen zerstört. Noch vor 100 Jahren konnte man von einem europäischen Weltreich sprechen. Christopher Clark schildert auch, wie der Machtkampf der Rivalen in den Ersten Weltkrieg führte, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts.

Die Europa-Saga 16:00

Die Europa-Saga: Was wir erschaffen - Was wir uns leisten

Dokumentation

Diese Folge der "Europa-Saga" erzählt von Europas Beitrag zur Weltkultur. In Kunst, Unterhaltung, Philosophie und Wissenschaft wurde Unvergängliches geschaffen - oft ohne Rücksicht. Christopher Clark reist in die Metropolen und erlebt Europas Meisterwerke. Ob das Kolosseum oder der Eiffelturm, die "Mona Lisa", Beethovens Neunte oder die Songs der Beatles, Platons "Staat" oder Shakespeares "Sturm". Immer wieder gelang es den Europäern, mit klassischen Werken zeitlose Geltung zu erschaffen. Romanik, Gotik, Barock, Jugendstil, Klassizismus und Bauhaus sind Begriffe aus dem Vokabular europäischer Architekturgeschichte. Euripides' "Medea", Shakespeares "Hamlet", Bizets "Carmen" und Puccinis "La Bohème" sind von den Weltbühnen nicht wegzudenken. Hinzu kommt eine große Zahl bahnbrechender Entdeckungen und technischer Erfindungen, ob die Dampfmaschine, die Batterie, das Automobil oder Flugzeug, das Penicillin oder die Kernspaltung. Auch bei der Entwicklung der Kommunikationstechnik, bei Telefon, Radio, Fernsehen und Computer, standen Köpfe aus Europa Pate. Physiker, Chemiker und andere Naturwissenschaftler waren stets führend in der Riege der Nobelpreisträger. Fast immer, wenn man von klassischen Epochen spricht, von Errungenschaften mit zeitloser universeller Geltung und Ausstrahlung, führen die Wege nach Europa. In der vierten Folge der "Europa-Saga" geht es um herausragende Namen, bedeutende Werke und ihre Wirkung, um Europäisches, das zum Weltmaßstab wurde. Es geht aber auch um Anmaßung und darum, dass Europa vor allem seine technische Überlegenheit gegenüber anderen ausspielte, ohne Rücksicht und Toleranz. Nicht ohne Grund ist die Kritik am Fortschritt so alt wie viele Errungenschaften selbst. Kaum ein Kontinent hat die Erde so nachhaltig geprägt wie Europa - im Guten wie im Schlechten. Und so steht seine glanzvolle Geschichte und Kreativität auch für rücksichtslose Plünderung von Ressourcen und Ausbeutung der Welt.

Die Europa-Saga 16:45

Die Europa-Saga: Was uns eint - Was uns teilt

Dokumentation

Im Lauf der Jahrhunderte reift die Idee der europäischen Einigung. Dieser Teil der "Europa-Saga" zeigt Versuche, Europa zur Einheit zu formen: mal mit Gewalt, mal mit Vernunft. Sir Christopher Clark besucht Schauplätze großer Konflikte und Einigungsbemühungen. Erst spät setzt sich in Europa die Überzeugung durch, dass ein Miteinander den Völkern mehr dient als ein Gegeneinander. Es folgte der Aufbruch in die Europäische Union. Der Gedanke an ein Europa freier Völker entstand im Zeitalter der Aufklärung. Zum Schlüsselereignis aber wurde die Französische Revolution 1789. Viele Menschen in Europa ließen sich von den Verheißungen der revolutionären Dreifaltigkeit begeistern: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Es war die Botschaft an das kommende Jahrhundert. Es ging um freiheitliche Verfassungen und politische Mitbestimmung, auch um die Vision eines einigen Europas der freien Völker. Ideen, die auch bei weiteren Revolten gegen die Monarchien oder internationalen Kundgebungen wie auf dem Hambacher Fest 1832 eine Rolle spielten. Doch erst nachdem Nationalismus, Imperialismus, Diktaturen und Weltkriege den Kontinent in den Abgrund gestürzt hatten, mehrten sich die Stimmen für ein freiheitliches und geeintes Europa. Mit der Gründung des Europarates und der ersten Europäischen Gemeinschaften in den 50er-Jahren wurde der Grundstein gelegt, nahm der Zusammenschluss demokratischer Staaten Gestalt an - zunächst im Westen, nach dem Fall der Mauer auch in Osteuropa.

Die Europa-Saga 17:30

Die Europa-Saga: Wo wir stehen - Was uns bleibt

Dokumentation

Brexit, Finanzkrisen und Flüchtlingswellen haben in Europa Skepsis an die Stelle früherer Aufbruchstimmung rücken lassen. Doch es gibt auch Optimismus. Quo vadis, Europa? Professor Christopher Clark zeigt auf seiner Reise durch die europäischen Metropolen, wie Gemeinsames erzielt wurde, von dem die Gründer nur zu träumen wagten: das Ende des Kalten Krieges, die Öffnung nach Osten, die große Zahl der Mitglieder, eine Währung. Der Fortschritt der Einigung zeigt in Zeiten der Krise auch seine Schattenseiten: mangelnde Übereinstimmung unter den vielen Partnern, Zweifel an gemeinsamen Werten, nationale Rückbesinnung, weil europäische Lösungen ausbleiben oder auf sich warten lassen. Es sind gleich mehrere Konfliktherde, die das Gemeinschaftswerk auf die Probe stellen. Was können die Leitlinien sein für die Zukunft Europas? Am derzeitigen "Staatenverbund" festhalten oder die Bahn frei machen für eine Bundesrepublik Europa? Mehr Kompetenzen in zentralen Politikbereichen zulassen oder doch eher etwas zurückrudern? Es bleibt wohl auf absehbare Zeit erst einmal beim Krisenmanagement, beim Navigieren auf Sicht. Dennoch: Die Freude, der "schöne Götterfunke", von dem Schillers Ode "An die Freude" und das Motiv aus Beethovens "Neunter" als Europahymne künden, ist nicht erloschen. Denn jeden Tag machen Menschen in Europa eine großartige Erfahrung: Es gibt das Europa der gemeinsamen Kultur, des selbstverständlichen Austauschs, der alltäglichen Begegnung, der Freizügigkeit, der Musik und des Sports - vom Eurovision Song Contest bis zur Champions League. Was sagen die Umfragen? Wie denken die Bürger über die Union, wie über ihre Nachbarn, was erwarten sie von der gemeinsamen Zukunft? Quo vadis, Europa? Darauf sucht Christopher Clark in der letzten Folge der "Europa-Saga" Antworten.

NANO: Mein Mann lebt als KI weiter 18:15

NANO: Mein Mann lebt als KI weiter: Lieben und Sterben mit Künstlicher Intelligenz

Dokumentation

Kann KI Menschen über den Tod hinaus weiterleben lassen? Journalist Frank Seibert geht der Frage nach, wie täuschend echte KI-Zwillinge Liebe, Trauer und Erinnerung verändern. Im Zentrum steht Michael, der kurz vor seinem Tod all seine Gedanken und Erinnerungen aufzeichnet, um als KI weiterzuleben. Seine Frau Anett begleitet diesen außergewöhnlichen Weg. Der Film fragt: Verändert KI unseren Umgang mit dem Tod? Für Antworten reist Frank Seibert ins Silicon Valley und spricht mit Entwicklern, Forschenden und Ethikexpertinnen. Zudem trifft er Menschen, die intime Beziehungen zu KI-Partnern führen, und beleuchtet die Chancen, Grenzen und moralischen Fragen dieser Technologie.

heute 19:00

heute

Nachrichten

Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.

3sat-Wetter 19:18

3sat-Wetter

Wetterbericht

3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Kulturzeit 19:20

Kulturzeit

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

Die weiße Rose 20:15

Die weiße Rose

Drama

Während des Zweiten Weltkriegs beginnt eine kleine Gruppe von Münchner Studenten, die Entscheidungen und Praktiken der Naziregierung zu hinterfragen. Die Gruppe gründet eine Widerstandszelle. Der Spielfilm von Regisseur Michael Verhoeven wurde beim Deutschen Filmpreis 1983 mit zwei Auszeichnungen prämiert und erhielt von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden das Prädikat besonders wertvoll. München 1942: Die Studentengruppe Weiße Rose, unter ihnen die Geschwister Scholl, ruft mit Flugblättern zum Widerstand gegen Adolf Hitler und sein Regime auf. Unter Lebensgefahr bringen die Studenten Flugblätter in andere Städte und schreiben nachts Parolen wie "Nieder mit Hitler" an Häuserwände. Während sich die Schlinge der Gestapo immer enger um die Studenten zieht, knüpfen sie Kontakte zu anderen Widerstandsgruppen und sogar zu hohen Militärs. Anfang 1943 schlägt die Gestapo zu: Hans und Sophie Scholl werden im Hof der Münchner Universität verhaftet. Der Volksgerichtshof verurteilt sie und weitere Mitglieder der Weißen Rose zum Tode.

Das Licht 22:15

Das Licht

TV-Drama

Free-TV-Premiere Die syrische Immigrantin Farrah nimmt einen Job als Haushälterin bei der wohlhabenden, linksliberalen und krisengeschüttelten fünfköpfigen Familie Engels in Berlin an. Schnell wirbelt sie sowohl das Leben der Eltern als auch der Kinder so durcheinander, dass sie gar nicht anders können, als sich wieder einander zuzuwenden. Doch dann konfrontiert Farrah die Familie mit ihrem eigenen, dunklen Schicksal. Es stellt sich heraus, dass Farrah eine erfahrene Psychologin ist und ihre besonderen Fähigkeiten einsetzt, damit die Familie wieder aufeinander zugeht. Allerdings offenbart sie schließlich, dass sie gezielt nach dieser Familie gesucht hat. In einer Art Hypnosetrip versucht die syrische Frau, ihre eigene Familie zu retten.