14:00
Sie handeln von Narren, die die Welt regieren, von Bergsteigerschicksalen und ruhelosen Burggeistern: die Geschichten rund um Südtirols Burgen und Schlösser. Vom Vinschgau bis ins Ahrntal - in Südtirol sind Anzahl und Dichte an Burgen und Schlössern so hoch wie kaum sonst wo in Europa. Gepflegt und belebt werden sie von Menschen, die Verantwortung spüren, nicht nur für das Erbe ihrer Ahnherren, sondern für das ganze Land. Besonders wenn der Sommer dem Herbst weicht, werden sie in ein außergewöhnliches Licht gerückt: Südtirols Burgen und Schlösser stehen nun in der Auslage. Im Vinschgau im dem äußersten Westen des Landes ist für Johannes Trapp die Zeit der Obsternte angebrochen. Vom Frühjahr bis in den Herbst lebt er auf der "Churburg" über Schluderns, die seit mehr als 500 Jahren im Besitz seiner Familie ist. Der "Herr Graf", wie er im Ort genannt wird, kümmert sich auch persönlich um die Führungen durch die um 1259 errichtete Burg. Weiter östlich im Burggrafenamt rund um die Stadt Meran befindet sich Schloss Schenna. In dem um 1350 erbauten Baujuwel dreht sich alles um den Ahnherren der Grafen von Meran, den "Steirischen Prinzen", Erzherzog Johann, der sich schon als Kind in das Tiroler Land verliebt hatte. Dort wollte er begraben sein. Der heutige Schlossherr Franz Spiegelfeld begegnet dem Wirken seines Vorfahren und dessen Verdiensten mit dankbarer Demut. Von herausragender Bedeutung für das ganze Land ist Schloss Tirol. Die im 11. Jahrhundert errichtete Anlage im Dorf Tirol gilt als Wiege der Grafschaft Tirol. Heute beherbergt sie das "Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte". Der Museumsdirektor und Kunsthistoriker Leo Andergassen präsentiert dort eine mittelalterliche Bilderwelt, die ihresgleichen sucht. Am Fuß von Schloss Tirol ist die Brunnenburg ein weiterer architektonischer Blickfang. Die hochmittelalterliche Hangburg wurde um 1250 zur Absicherung des Weges erbaut. Heute lebt und wirkt Siegfried de Rachewiltz in den verwinkelten Gemäuern. Der Kulturhistoriker und Schriftsteller ist der Enkelsohn des amerikanischen Dichters Ezra Pound, der zwischen 1958 und 1962 auf der Brunnenburg gelebt hat. Dort wollte er sein Hauptwerk "Die Cantos" beenden, dort haderte er aber auch mit seiner Vergangenheit als Unterstützer des italienischen Faschismus. Über dem Südwesten des Bozener Talkessels thront die Festungsanlage von Schloss Sigmundskron - auch "Firmian" genannt. Sie ist ein symbolischer Ort für die Südtiroler Zeitgeschichte. Heute beherbergt Sigmundskron das Herzstück der Museenwelt von Reinhold Messner. Die Südtiroler Bergsteigerlegende hat sich dort einen Traum erfüllt. Geführt wird das Haus von Messners Tochter Magdalena. Seit dem 13. Jahrhundert wacht Burg Taufers auf ihrem felsigen Thron über dem Eingang zum Ahrntal. Der Kastellan Alexander Maier setzt bei seinen Führungen durch die einstmalige "Dynastenburg" der Herren von Taufers vor allem auf Humor. Ob bei der Schilderung der grausamen mittelalterlichen Rechtsprechung im ehemaligen Gerichtssaal oder beim Hinweis auf knarrende Spukerscheinungen im sogenannten Geisterzimmer - stets erzählt er die Geschichten in den mystischen Mauern mit einem Augenzwinkern.
14:45
Šibenik ist heute eine lebendige Stadt an der kroatischen Adriaküste - die wechselvolle Geschichte des Ortes lässt sich heute noch an der Architektur, vor allem an den Wehrbauten, ablesen. St. Michael, St. Johannes, St. Nikolaus und Barone - insgesamt vier Burgen gibt es in Šibenik. Burg Knin im Hinterland ist die größte Festungsanlage Kroatiens. Die Balance zwischen historischen Wurzeln und Öffnung für die Moderne macht die Atmosphäre Šibeniks aus. Šibenik wurde als antike Siedlung gegründet und erlebte seine Blütezeit als Festung unter venezianischer Herrschaft. Die Küstenstadt ist reich an kulturellen Schätzen, die zum Teil zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, wie die Kathedrale des Heiligen Jakob, ein Meisterwerk der Renaissance-Architektur. Das Belvedere wurde von den 1875 zu Ehren von Kaisers Franz Joseph I. anlässlich seines Besuchs gebaut. Beeindruckt von der herrlichen Aussicht, soll der Kaiser lange Zeit damit verbracht haben, die landschaftlichen Schönheiten zu betrachten. Die St.-Michael-Festung ist der Kern, um den sich die Stadt Šibenik entwickelt hat. Die 60 Meter hohe Steinmauer liegt an der Mündung des Flusses Krka. Die Festung des Heiligen Michael wurde auf der steilen, steinigen Erhöhung erbaut, von der sich ein wunderschöner Blick auf die zahlreichen Inseln des Šibenik-Archipels und die mittelalterliche Stadt bietet. Der kroatische König Petar Krešimir veröffentlichte dort 1066 eine Charta, in der Šibenik zum ersten Mal erwähnt wurde. Die ältesten erhaltenen Teile der Festung stammen aus dem 13. Jahrhundert. Die Festung des Heiligen Johannes ist die größte und höchstliegende unter den vier Burgen der Stadt. Sie wurde 1646 auf einem Hügel errichtet, der 120 Meter über das Zentrum von Šibenik ragt. Die Burganlage, die im Kroatischen "Tvrdava Sveti Ivan" heißt, liegt an der Nordseite des Stadtkerns. Die Festung ist nach einer kleinen Kirche benannt, die dort mehrere Jahrhunderte gestanden hatte. Die erhöhte Lage der Festung Barone ermöglichte die Kontrolle der Bucht von Šibenik sowie des Kanals ins offene Meer, aber auch des Umlands. Benannt ist die Festung nach dem deutschen Baron Christoph Martin von Degenfeld, der für die Errichtung der Anlage verantwortlich zeichnete. Die Festung des Heiligen Nikolaus ist eine der neuesten Ergänzungen auf der Liste des UNESCO-Welterbes und integraler Bestandteil des venezianischen Verteidigungssystems vom 15. bis zum 17. Jahrhundert. 1895 wurde das erste integrale Elektroenergiesystem mit Wechselstrom in Kroatien in Betrieb genommen. Es bestand aus einem Wasserkraftwerk am Fluss Krka, einer elf Kilometer langen Drei-Kilovolt-Stromübertragungsleitung auf Holzmasten und der öffentlichen Beleuchtung der Stadt Šibenik. Der architektonische Komplex des Wasserkraftwerks befindet sich in der Nähe der Festung Knin, einst ein periodischer Sitz der elf Grafschaften des kroatischen Königreichs. Im Westen der Innenstadt von Knin, auf dem Berg Spas oberhalb der Krka erbaut, ist sie mit ihrer unglaublichen Länge von 470 Metern und einer Breite von etwa 110 Metern die größte Festungsanlage in Kroatien.
15:25
Die historischen Baujuwele von Split bis Stari Grad auf der Insel Hvar locken nicht nur viele Gäste nach Dalmatien - sie sind vor allem eines: der Stolz der Menschen, die dort leben. Passioniert tradiert man die Geschichten der Prachtbauten - wie jene der Uskoken auf der Festung Klis, die sich beharrlich gegen die Osmanen gewehrt haben, oder jene von Petar Hektorovic auf Schloss Tvrdalj, der den Fischern ein literarisches Denkmal gesetzt hat. So manch architektonisches Vermächtnis der stolzen Vergangenheit Dalmatiens ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. Der Diokletianpalast in Split, der zweitgrößten Stadt Kroatiens, zählt ohne Zweifel weltweit zu den am besten erhaltenen Denkmälern römischer Baukunst. Einst ließ sich der römische Kaiser Diokletian diesen weitreichenden Palastkomplex als Alterssitz erbauen, ab 305 nach Christus residierte er dort und inszenierte sich als gottgleicher Herrscher. Die zum Palast gehörenden Bauwerke wie das einstmalige Mausoleum Diokletians und das Peristyl bilden heute das Herzstück der Altstadt von Split. Die Gemäuer des Komplexes haben die Fantasie von Anita Birimiša schon als Kind beflügelt, heute lässt sie als leidenschaftliche Stadtführerin ihre Gäste in die Welt des Diokletian eintauchen. In Stari Grad auf der Insel Hvar hat sich der bedeutende kroatische Dichter und Edelmann Petar Hektorovic im 16. Jahrhundert über einen Zeitraum von 40 Jahren nach eigenen Entwürfen ein Schloss errichten lassen: Schloss Tvrdalj. Heute lebt dort Niko Politeo, ein Nachkomme der Familie des Universalgelehrten. Während er sich darum kümmert, das Bauwerk und den Schlossgarten in Schuss zu halten, hat sich die Stadtführerin Klaudija Gamuli ganz dem Wirken und der Philosophie von Petar Hektorovic verschrieben. Rund 14 Kilometer nordwestlich von Hvar auf der Insel Šolta wurde im 18. Jahrhundert vom für Kroatien so bedeutenden Adeligen Ivan Petar Marchi ein Schloss gebaut - Martinis Marchi. Das Anwesen war nach seinem Wirken weitgehend dem Verfall preisgegeben. Zu Beginn der 2000er-Jahre wurde es unter der Expertise des Architekturhistorikers und Konservators Radoslav Bužancic restauriert, der auf die Herausforderungen in der Erhaltung der historischen Bausubstanz zurückblickt. Martinis Marchi beherbergt heute ein luxuriöses Hotel. Zurück auf dem Festland: Zehn Kilometer nördlich von Split thront die Festung Klis auf einem imposanten Felsmassiv. Die bereits im Jahr 852 als Fürstensitz erwähnte Burg war aufgrund ihrer strategisch herausragenden Lage stets von großer militärischer Bedeutung. Im 16. Jahrhundert wurde Klis zu einem für ganz Europa wichtigen Bollwerk gegen die Osmanen, eine Schlüsselrolle nahmen hier die Uskoken unter der Führung des Adeligen Petar Kružic ein. Heute hält ein Verein die Erinnerung an die außergewöhnlichen Krieger hoch. Das Zentrum der Hafenstadt Trogir westlich von Split gleicht einem Museum, seit 1997 zählt die gesamte Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein wahres Urgestein von Trogir ist Milan Bilic, der als Stadtführer mit unermüdlichem Esprit und stets mit einer kleinen Kroatien-Flagge in den Händen die so vielfältigen architektonischen Schätze seiner geliebten Heimat präsentiert - von der Kathedrale Sveti Lovro über den Cipiko-Palast bis hin zur Festung Kamerlengo, die den Hafen von Trogir bewacht.
16:10
Von der römischen Siedlung zur mächtigen Seerepublik - die kroatische Küstenstadt Dubrovnik hat eine bewegte Geschichte. Die historische Stadtmauer und die Festungsanlagen zeugen davon. Die Festungen Lovrijenac, Bokar, St. Johannes und Sokol sowie die Befestigungen rund um das Fischerdorf Ston sind Juwele mittelalterlicher Baukunst und wurden als Verteidigungsstruktur für die Abwehr von feindlichen Angriffen und Naturkatastrophen errichtet. Atemberaubende Luftaufnahmen von Dubrovnik zeigen die Schönheit der Altstadt und ihre historische Stadtmauer mit den imposanten Festungsanlagen. Die beeindruckenden Wehrbauten bezeugen eine jahrhundertealte Geschichte - von der Gründung der kroatischen Küstenstadt als römische Siedlung und ihrer Entwicklung zur mächtigen Seerepublik. Rund zwei Kilometer lang und bis zu 30 Meter hoch ist die Festungsmauer, die die Altstadt von Dubrovnik umschließt und seit 1979 zum UNESCO-Welterbe zählt. Kriege und Naturkatastrophen haben die Architektur der Altstadt geprägt, ebenso wie der Seehandel und die Zeit der Ragusa-Republik. Die Festung Lovrijenac, auch als "St. Lawrence Fortress" bekannt, thront majestätisch auf einem 37 Meter hohen Felsen im Westen der Altstadt. Sie liegt außerhalb der Stadtmauer, ihre Geschichte reicht zurück bis ins 11. Jahrhundert. Mit 60 Zentimeter dicken Mauern in Richtung Stadt und zwölf Meter dicken Mauern zum Meer hin wurde die Festung als Sicherungsort für die Bevölkerung gebaut. Nur Napoleon Bonaparte gelang es mit einem Trick, die Burgfestigung zu durchbrechen. Die Festung Bokar am westlichen Ende der Stadtmauer von Dubrovnik spielte eine wesentliche Rolle bei den Verteidigungsstrategien der Stadt. Ihre strategisch günstige Lage am Meer erwies sich außerdem als ideal für Artillerieübungen. Neben ihrer Verteidigungsfunktion diente die Festung im 19. Jahrhundert zeitweise auch als Gefängnis. Die Festung des Heiligen Johannes, Sv. Ivan, beschützte den alten Hafen von Dubrovnik. Runde und schräg abfallende Mauern zur Seeseite hin erschwerten potenzielle Angriffe vom Meer aus. Der Turm des Heiligen Johannes war nicht nur ein Verteidigungsbauwerk, sondern diente auch als Symbol der Stärke für die Bewohner Dubrovniks. 300 Kilometer nördlich von Dubrovnik liegt das Fischerdorf Ston, das im Mittelalter ebenfalls befestigt wurde. Die imposanten Verteidigungsanlagen umfassen zahlreiche Festungen, zehn runde und 31 quadratische Flankentürme sowie sechs halbkreisförmige Bastionen. Die Mauern erwiesen sich als äußerst widerstandsfähig und schützten die Stadt über mehrere Jahrhunderte vor feindlichen Angriffen. Die Salzwerke von Ston gelten als die ältesten und größten Salzwerke in der Geschichte des Mittelmeers. 60 Kilometer von Dubrovnik entfernt im Landesinneren sitzt die Festung Sokol auf einem imposanten Felsen. Im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, wurde sie von Dubrovnik im Jahr 1420 erobert und wechselte danach mehrmals den Besitzer, bis sie schließlich im 17. Jahrhundert nach einem Erdbeben aufgegeben wurde.
16:55
Russland 1865: Zar Alexander II. lernt beim Besuch eines Mädchenpensionats die Schülerin Katja kennen. Auf Anhieb verlieben sich die beiden ineinander, und Katja wird die Geliebte des Zaren. Nach dem Tod seiner Frau möchte der Zar das Verhältnis legalisieren und Katja heiraten. Zudem will er eine neue Verfassung proklamieren, die den Russen mehr Freiheiten zubilligen soll. Innerhalb der Regierung wird jedoch gegen ihn intrigiert.
18:30
Gustav Klimts weltberühmter "Kuss", barocke Schlossarchitektur und Kunstschätze vom Mittelalter bis zur Gegenwart: Das "Belvedere" in Wien zählt zu Europas bedeutendsten Museen. Zu Gast im "Museums-Check" ist Verena Altenberger. Gemeinsam mit Markus Brock erkundet sie das Museum mit seinen barocken Palästen und Gärten. Anfang des 18. Jahrhunderts ließ Prinz Eugen von Savoyen das "Belvedere" als Sommerresidenz errichten. Nach seinem Tod wurde 1777 im Oberen Belvedere die kaiserliche Gemäldegalerie eröffnet - als eins der ersten öffentlich zugänglichen Museen der Welt. Heute führt die herausragende Sammlung durch rund 800 Jahre Kunstgeschichte. Im Oberen Belvedere ist die Dauerausstellung zu sehen. Zu den Highlights zählen die Bestände der Wiener Moderne mit Werken von Egon Schiele, Oskar Kokoschka und Gustav Klimt. Zugleich schlägt das Museum den Bogen in die Gegenwart - mit Arbeiten bedeutender Künstlerinnen und Künstler wie Valie Export und Maria Lassnig. Im Unteren Belvedere sind die Prunkräume von Prinz Eugen erhalten. Der einstige Prunkstall beherbergt Gemälde und Skulpturen vom Mittelalter bis zur Renaissance. Außerdem ist dort bis zum 10. Januar 2027 die Schau "Erna Rosenstein. Jenseits der Stille" zu sehen, eine umfassende Retrospektive der polnisch-jüdischen Künstlerin. Geprägt von Krieg, Verfolgung und dem Verlust ihrer Eltern entwickelte Rosenstein eine unverwechselbare Bildsprache zwischen Surrealismus und poetischer Fantasie. Die Österreicherin Verena Altenberger gehört zu den profiliertesten Schauspielerinnen ihrer Generation. Einem breiten Publikum wurde sie als Ermittlerin im "Polizeiruf 110" bekannt. Bei den Salzburger Festspielen stand sie 2021 und 2022 als Buhlschaft im Stück "Jedermann" auf der Bühne. Wien und seine Kunst- und Kulturszene sind seit vielen Jahren ihr Lebensmittelpunkt.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:08
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:10
Australien ist das Land mit den meisten tödlichen Haiangriffen weltweit. Kaum sonst irgendwo liegen Faszination und Furcht so nah beieinander wie an den Stränden von New South Wales. Nach mehreren tödlichen Vorfällen - allein 2025 verloren fünf Menschen ihr Leben - nimmt der Druck zu. Seit 2015 leitet der Meeresbiologe Paul Butcher das staatliche Shark-Management-Programm von New South Wales. Sein Ansatz markiert einen Paradigmenwechsel: weg von tödlichen Netzen, hin zu Hightech. Smart Drumlines, die Haie lebend fangen, markieren und wieder freilassen, sollen gefährliche Begegnungen reduzieren, ohne die Tiere zu töten. Ergänzt wird das Programm durch das weltweit größte luftgestützte Drohnenüberwachungssystem. Bis zu 400 Pilotinnen und Piloten kontrollieren in der Hochsaison rund 50 Strandabschnitte entlang der Küste. Der Film begleitet Butcher und sein Team hinaus aufs Meer, wenn sie Haie fangen, vermessen und mit Sendern ausstatten. Einer seiner wichtigsten Partner ist Mark Atkins, Leiter des Drohnenprogramms. Die Kameras aus der Luft dienen nicht nur der unmittelbaren Warnung von Schwimmern und Surfern, sie liefern auch wertvolle Daten für die Forschung. An einem Strand bei Ballina begleitet das Filmteam den Drohnenpiloten Gabriel Roxburg auf Patrouille. An diesem Morgen herrscht erhöhte Alarmbereitschaft: Dichte Schwärme von Köderfischen ziehen knapp unter der Wasseroberfläche entlang der Küste, ein Magnet für große Raubfische. Doch nicht alle vertrauen auf Technologie. Der Surfer und Anti-Hai-Aktivist Daniel Webber fordert härtere Maßnahmen. Für ihn gefährdet der Verzicht auf klassische Hainetze Menschenleben. Im benachbarten Queensland setzt man weiterhin auf solche Netze, mit erheblichen Folgen für Meeresschildkröten, Delfine und andere Arten. Umweltaktivistinnen wie Brylee Robinson und die Meeresbiologin Bella Graham kämpfen deshalb gegen ihren Einsatz.
19:40
Es ist eine Landschaft, die sich ständig verändert: das Wattenmeer. Der Film zeigt die ungeheure Vielfalt des Weltnaturerbes, zu dem neben der deutschen auch die niederländische Küste zählt. Zweimal täglich zieht sich das Wasser an den Nordseeküsten zurück und gibt den flachen Meeresgrund frei. Eine weite graue Fläche, durch die sich schmale Flüsse winden, die Priele, die im Sonnenlicht wie flüssiges Silber leuchten. Bei Ebbe kann man ins scheinbar verschwundene Meer hinaus wandern, sogar mit Pferdekutschen durch den Schlick zu einer der nahe gelegenen Inseln oder einer Hallig fahren. Man kann auf einer Sandbank Seehunde beobachten, die sich sonnen, oder Möwen und zahllosen Seevögeln dabei zusehen, wie sie über dem freigelegten Meeresgrund nach Nahrung suchen. Ihr Tisch ist reichlich gedeckt, denn das Watt ist das weltweit artenreichste Biotop.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Am 4. Februar 2014 präsentierten Max Uthoff und Claus von Wagner zum ersten Mal "Die Anstalt" im ZDF. Aktuell gestalten sie gemeinsam mit Maike Kühl bereits Folge 100 des Kabarettformats. Anlässlich der Jubiläumsfeier haben sich Christian Tramitz, Lutz van der Horst, Gisa Flake, Julia Gámez Martin und Die Sterne angekündigt. Zur 100. Ausgabe bietet die Anstalt wie gewohnt Satire, die informiert, irritiert und zum Lachen und Nachdenken anregt.
21:25
In seiner neuen, im Bonner Pantheon aufgezeichneten TV-Show "Johann König findet: ..." widmet sich der Gastgeber Woche für Woche einem großen Thema. Unterstützt wird der Humorarbeiter der Extraklasse von einer hochkarätigen Riege großartiger Comedians. In der Folge "Johann König findet: Fitness ist was Wunderbares" sind zu Gast: Abdelkarim, Aurel Mertz, Helene Bockhorst, Hans Thalhammer und Josepha Walter. Mit seiner gewohnt eigensinnigen Perspektive, trockenem Humor und liebevoll bissiger Lebensabsurdität beleuchtet Johann König das Alltägliche auf ganz und gar unalltägliche Art und Weise. Seine Gäste bringen ihre eigenen Erfahrungen, Gedanken und Pointen mit und eröffnen neue, manchmal überraschende Blickwinkel auf das tönende Thema des Abends. So entsteht ein rundes, manchmal herrlich schiefes, in jedem Fall aber sehr lustiges Gesamtbild - ein Abend zwischen Denkanstoß und Comedy-Workout der üblichen Lachmuskelverdächtigen, zwischen absurdem Theater und wahrem Leben. Absolut pointenpervers und königlich bekloppt - oder wie Johann es ausdrückt: "Das muss man sich nur immer wieder sagen!"
22:15
Lehrerin Anne Sandmeier ist irgendwo zwischen Familie, Arbeit und Für-alle-anderen-da-Sein das eigene Glück abhandengekommen. Ein Wochenende in Paris mit ihrem Mann Nils, das wär's! Zu allem Überfluss beschließen ihre Eltern Luise und Kurt plötzlich, dass sie noch mal "leben wollen wie früher". Die beiden lassen sich treiben, lernen neue Leute kennen, führen tiefgründige Diskussionen am Lagerfeuer und kiffen, anstatt sich um ihre Enkel zu kümmern. Annes Welt gerät immer mehr aus den Fugen, denn ihre Eltern haben Spaß, genießen das Leben und kündigen an, das Elternhaus zu verkaufen und um die Welt reisen zu wollen. Luise ist dabei die treibende Kraft, und sie zur Vernunft zu bringen, entpuppt sich als schier unmögliches Vorhaben. Annes Bruder Sebastian ist auch keine Unterstützung. Er sieht sich mit eigenen Veränderungen konfrontiert, denn sein langjähriger Lebensgefährte David möchte heiraten und Kinder bekommen. Aber braucht Sebastian das wirklich zu seinem Glück? Als Anne, die sowieso schon viel Zeit in der Notaufnahme verbringt, weil Sohn Lenny sich oft verletzt, ihren Vater wegen eines Erschöpfungszusammenbruchs aufgrund von Marihuana-Konsums aus der Klinik abholen muss, kochen die Konflikte so richtig hoch. Darüber hinaus scheint auch Nils etwas vor ihr zu verbergen, und Teenager-Tochter Mascha findet es cooler, mit ihrer Großmutter über die anstehende Klima-Demo zu sprechen als mit ihrer uncoolen Mutter. Anne gibt sich endgültig geschlagen. Sie hört auf, sich um alles kümmern und alles perfekt machen zu wollen, und gibt damit dem Glück und dem Leben endlich eine zweite Chance.
23:45
Während eines gewaltigen Hurrikans überfällt eine professionelle Verbrecherbande in der Kleinstadt Gulfport eine Einrichtung des US-Finanzministeriums. Allerdings werden die Pläne der Verbrecher von der Bundesbeamtin Casey und den Brüdern Will und Breeze durchkreuzt, die sich ebenfalls im Sturmgebiet befinden. Mutig stellen sich die drei den Geldräubern in den Weg, während überall der Hurrikan tobt. Der Plan scheint perfekt zu sein: Während eines Hurrikans der Kategorie 5 will Connor Perkins mit seinem aus professionellen Dieben, Hackern und Ex-Söldnern bestehenden Team eine Einrichtung des US-Finanzministeriums in der Kleinstadt Gulfport überfallen. Das Ziel der Gauner sind aussortierte Geldscheine mit einem Wert von 600 Millionen Dollar, die eigentlich geschreddert werden sollen. Da die Einrichtung während des Hurrikans schlecht bewacht wird und der korrupte Sheriff Dixon ihnen Rückendeckung gibt, haben die Verbrecher zunächst leichtes Spiel. Doch dann taucht die engagierte Bundesbeamtin Casey Corbyn auf und stellt sich den Räubern mutig in den Weg. Unterstützung erhält sie dabei zudem von den sehr unterschiedlichen Brüdern Will und Breeze Rutledge. Während der mit einem Sturmmobil ausgestattete Akademiker Will sich der Erforschung von Stürmen verschrieben hat, weigert sich der Mechaniker Breeze, erwachsen zu werden, und hat mit einem Alkoholproblem zu kämpfen. Über die Jahre haben sich die beiden Brüder immer mehr voneinander entfremdet. Allerdings verbindet sie eine tragische Vergangenheit: 25 Jahre zuvor kam ihr Vater vor ihren Augen bei einem Sturm ums Leben, und das hat bei beiden Brüdern seelische Narben hinterlassen. Da die Kleinstadt Gulfport wegen des Hurrikans völlig ausgestorben ist und der örtliche Sheriff mit den Verbrechern paktiert, sind Casey, Will und Breeze vollkommen auf sich allein gestellt - Hilfe von außerhalb werden sie nicht bekommen. Im Kampf gegen die skrupellose Verbrecherbande und den Hurrikan wachsen die drei schließlich über sich hinaus. Regisseur Rob Cohen begann seine Karriere beim Fernsehen, wo er unter anderem einige Episoden der beliebten Krimiserie "Miami Vice" inszenierte, und wechselte mit dem aufwendigen Fantasyfilm "Dragonheart" ins Blockbuster-Fach. Im Jahr 2001 brachte er den ersten Teil der erfolgreichen Actionreihe "The Fast and the Furious" in die Kinos und blieb diesem Genre auch mit dem Vin-Diesel-Vehikel "xXx - Triple X" treu. Es folgten Produktionen wie "Die Mumie - Das Grabmal des Drachenkaisers" und "The Boy Next Door", ehe er sich dem temporeichen Katastrophen-Actionfilm "Im Auge des Hurrikans" widmete. Die Saffir-Simpson-Hurrikan-Windskala teilt einen Sturm anhand seiner Windgeschwindigkeit in eine von fünf Kategorien ein ("schwach", "mäßig", "stark", "sehr stark" und "verwüstend"). In "Im Auge des Hurrikans" bekommen es die Protagonisten mit einem Hurrikan der Kategorie 5 zu tun.