04:45
Das Donaudelta ist das zweitgrößte Delta Europas: Mit 5800 Quadratkilometern ist es fast elfmal so groß wie der Bodensee, erstreckt sich im Nordosten Rumäniens. Ein vielgestaltiger Naturraum mit über 5200 Tier- und Pflanzenarten. Fast drei Viertel davon stehen unter Naturschutz. Ein Brut- oder Rastplatz für 325 Vogelarten. Ornithologen erforschen deshalb die Bestandsentwicklung der Stand- und Zugvögel im Revier. Das Symboltier des Donaudeltas ist der Rosapelikan. Mehr als 7000 Exemplare bilden dort die größte Kolonie Europas. Eine Besonderheit des Deltas sind auch seine wilden Pferde. Über 2200 grasen zwischen den subtropischen Wäldern von Letea und aus Schwemmsand gewachsene Dünen. Obwohl ihre Vorfahren von Menschen ins Delta gebracht wurden, haben auch die Pferde einen Platz im Ökosystem gefunden. Wie es um die Donau und ihr Delta bestellt ist, sehen die Fischer jeden Tag an ihrem Fang. In den letzten Jahren strömt das Wasser immer schneller, mit Folgen für das Leben am Grund und für ihre Zukunft. Die Donau fließt fast 3000 Kilometer quer durch Europa, ehe sie sich auf der letzten Etappe in Rumänien ins Schwarze Meer verläuft. Ihr Netz aus Seen und Kanälen formt dabei Landschaften. Mit dem Wasser kommen auch Sedimente und Schadstoffe. Jeno Szabo erforscht, wie das Delta als Filter funktioniert. Dafür taucht er im glasklaren Belciug-See und untersucht schwimmende Schilfinseln, deren Wurzelgeflechte wie große Staubsauger das Wasser durchkämmen. Eine Expedition in das beeindruckende Ökosystem Donaudelta.
05:30
Die Dordogne hat in ihrem 500 Kilometer langen Verlauf eine malerische Landschaft in Frankreichs Südwesten geschaffen. Das gesamte Flussbecken ist UNESCO-Biosphärenreservat. Der Fluss ist auch das Ziel vieler Wanderfische. Lachse und Forellen zieht es an Burgen und Schlössern vorbei, von der Mündung nahe des Atlantiks in Richtung Quelle im Zentralmassiv. Die Dordogne hat in ihrem 500 Kilometer langen Verlauf eine malerische Landschaft in Frankreichs Südwesten geschaffen. Sie gilt als ein "schnelles Wasser" und wird doch immer wieder gebremst. Das gesamte windungsreiche Flussbecken mit seinen alten Burgen und Schlössern ist auch UNESCO-Biosphärenreservat. Der Fluss selbst ist das Ziel vieler Wanderfische. Lachse, Forellen und Störe kommen vom Meer und ziehen über die riesige Trichtermündung der Gironde weiter in Richtung Quelle, die in den Bergen des Zentralmassivs liegt. Wer die Dordogne entdecken will, sollte den Fischen flussaufwärts folgen. Gegen die Strömung. Ein innerer Kompass lotst die Fische zurück an ihren jeweiligen Geburtsort, um sich dort selbst fortzupflanzen. Nach der schwierigsten Reise ihres Lebens. Vom einstigen Fischreichtum in der Dordogne zeugen nur noch pittoreske Stelzenhäuser nahe der Mündung. Von den Fischen können die Menschen dort schon lange nicht mehr leben. Isabelle Caut vom Naturschutzverein Migado kümmert sich vor allem um die Lachse in der Dordogne. Vor einigen Jahren waren sie dort fast ausgestorben. Jetzt sollen Aufzuchtstationen dafür sorgen, dass sich die Bestände wieder erholen. Gleichzeitig helfen aufwendige Fischtreppen und -schleusen, die künstlichen Hindernisse im Flusslauf zu überwinden. Denn um zu ihren Laichplätzen flussaufwärts zu gelangen, müssen die Wanderfische nicht nur gegen die Strömung anschwimmen.
06:20
- Dokumentarfilm "Naza" Reaktionen auf den Film in Israel - Gaza: traumatisierte Kinder Ein Musikpädagoge musiziert mit ihnen - "Was zählt ein Mensch?" Gespräch mit Autorin Carolin Emcke - Neue Spielzeit der Volksbühne Berlin Unter Intendant Matthias Lilienthal
07:00
- KI: Chance oder Kontrollverlust? Humanoide Roboter erleichtern den Alltag, doch KI-Agenten könnten schon bald kritische Infrastruktur gefährden. Selbst führende Köpfe der KI-Branche warnen vor Missbrauch und Kontrollverlust. Gleichzeitig locken Milliarden und enorme wirtschaftliche Chancen. Ist KI ein Segen für die Menschheit oder ein unkalkulierbares Risiko? Gesprächsgast: Markus Beckedahl, KI-Kritiker - Gletscher: Eisverlust im Rekordtempo Das Abschmelzen der Schweizer Gletscher war 2026 extrem: Mehr als fünf Prozent des Eises sind verschwunden. In den vergangenen fünf Jahren sank das Eisvolumen um fast 20 Prozent. Auf dem Rhône-Gletscher zeigt ein Gletscherforscher, was die aktuellen Ergebnisse des Schweizer Gletscherzustandsberichts bedeuten. - Amazonas: Hightech gegen Abholzung Satellitenüberwachung, künstliche Intelligenz und konsequente Kontrollen zeigen Wirkung: Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Fachleute überwachen täglich Millionen Quadratkilometer Regenwald. Ob der Kurs anhält, hängt entscheidend vom politischen Willen nach der Präsidentschaftswahl am kommenden Sonntag ab. - Wie Bäume miteinander sprechen Können Bäume miteinander "sprechen"? Das viel zitierte "Wood Wide Web" ist wissenschaftlich nicht belegt. Fest steht jedoch: Bäume tauschen Informationen aus, etwa über chemische Botenstoffe in der Luft. Forschende wollen entschlüsseln, wie Bäume auf Schädlinge reagieren, und warnen zugleich davor, das komplexe Ökosystem Wald zu vermenschlichen.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:05
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:30
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:33
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
09:05
- Dokumentarfilm "Naza" Reaktionen auf den Film in Israel - Gaza: traumatisierte Kinder Ein Musikpädagoge musiziert mit ihnen - "Was zählt ein Mensch?" Gespräch mit Autorin Carolin Emcke - Neue Spielzeit der Volksbühne Berlin Unter Intendant Matthias Lilienthal
09:45
- KI: Chance oder Kontrollverlust? Humanoide Roboter erleichtern den Alltag, doch KI-Agenten könnten schon bald kritische Infrastruktur gefährden. Selbst führende Köpfe der KI-Branche warnen vor Missbrauch und Kontrollverlust. Gleichzeitig locken Milliarden und enorme wirtschaftliche Chancen. Ist KI ein Segen für die Menschheit oder ein unkalkulierbares Risiko? Gesprächsgast: Markus Beckedahl, KI-Kritiker - Gletscher: Eisverlust im Rekordtempo Das Abschmelzen der Schweizer Gletscher war 2026 extrem: Mehr als fünf Prozent des Eises sind verschwunden. In den vergangenen fünf Jahren sank das Eisvolumen um fast 20 Prozent. Auf dem Rhône-Gletscher zeigt ein Gletscherforscher, was die aktuellen Ergebnisse des Schweizer Gletscherzustandsberichts bedeuten. - Amazonas: Hightech gegen Abholzung Satellitenüberwachung, künstliche Intelligenz und konsequente Kontrollen zeigen Wirkung: Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Fachleute überwachen täglich Millionen Quadratkilometer Regenwald. Ob der Kurs anhält, hängt entscheidend vom politischen Willen nach der Präsidentschaftswahl am kommenden Sonntag ab. - Wie Bäume miteinander sprechen Können Bäume miteinander "sprechen"? Das viel zitierte "Wood Wide Web" ist wissenschaftlich nicht belegt. Fest steht jedoch: Bäume tauschen Informationen aus, etwa über chemische Botenstoffe in der Luft. Forschende wollen entschlüsseln, wie Bäume auf Schädlinge reagieren, und warnen zugleich davor, das komplexe Ökosystem Wald zu vermenschlichen.
10:20
Im Pazifik liegt eine Welt wie keine andere. Ein Land voller seltsamer Kreaturen, die kaum irgendwo sonst auf der Erde zu finden sind, mit unberührter Wildnis und einer aufregenden Historie. Seit Charles Darwin 1835 einen Fuß auf die Galapagosinseln setzte, sind sie ein Ort des Staunens und der Faszination für Menschen auf der ganzen Welt. Eine Reise zu dem Archipel führte zu Darwins bahnbrechenden Werk über den Ursprung der Arten. Seine Theorie der Evolution durch natürliche Auslese begann mit den Erkenntnissen auf diesen Inseln. Mit einer einzigartigen Flora und Fauna strahlt Galapagos noch heute einen Zauber aus, wie ihn Darwin zu seiner Zeit erlebte. Die Existenz der Lebewesen wurde durch den Ozean und die vulkanischen Böden tiefgreifend geprägt. Mit eindrucksvollen Bildern der unberührten Natur und den außergewöhnlichsten Kreaturen entdeckt die Dokumentation die besondere Naturgeschichte der Galapagosinseln und die Ansiedlung ihrer Tier- und Pflanzenwelt. Die Schönheit des Archipels entfaltet sich in der Vielfalt der Landschaften sowie in Flora und Fauna der verschiedenen Inseln - wie zum Beispiel piratenhafte Fregattvögel, die charismatischen Blaufußtölpel oder die größten Schildkröten der Welt. Unter Wasser tummeln sich junge Pelzrobben und Hammerhaie, die in den Mangroven darauf warten, dass sie groß genug werden, um sich in die Weiten des Ozeans zu wagen. Über Wasser bieten Geysire ein wahres Spektakel.
11:05
Das Leben auf den Galapagosinseln bringt viele Herausforderungen mit sich. Durch den Ozean und die vulkanischen Böden wurden die Lebewesen hier tiefgreifend geprägt. Der zweite Teil der Dokumentation zeigt die Kämpfe und Erfolge der Tiere, die auf diesen einzigartigen Inseln geboren, aufgezogen und geschützt werden.
11:50
Urlaub wird immer teurer. An der Ostsee zeigt sich, wer sich das Paradies noch leisten kann. Auf dem Darß prallen Boom im Camping und Luxus auf unsichere Jobs im Hintergrund. Während Stellplätze ausgebucht sind, halbieren sich anderswo die Aufträge. Beschäftigte kämpfen mit hohen Mieten und langen Wegen. Eine Ferienregion zwischen touristischem Erfolg und sozialer Schieflage. Feinster Sand, schier endlos und unberührt: Der Darß zählt zu den beliebtesten Küstenregionen Deutschlands. Millionen Gäste suchen hier jedes Jahr Erholung - doch hinter der Idylle zeigen sich wachsende Gegensätze. "Wir sind bis auf 2,3 Wohnwagenstellplätze komplett ausgebucht", sagt Sven Schüring, Leiter des Ahoi-Camps in Prerow. Draußen stehen die Caravans Schlange, drinnen füllt sich die Rezeption. Das Pfingstwochenende markiert den Start in eine starke Saison. Camping boomt - auch, weil viele beim Urlaub sparen müssen. Ferienhausanbieter haben dagegen zu kämpfen und spüren den Druck. "Im letzten Jahr zur gleichen Zeit habe ich 40 Betten am Tag bezogen - aktuell sind es nur 20", erzählt Reinigungskraft Emilia G. "Man macht sich schon Sorgen, ob das alles so bleibt, auch die Arbeit hier", sagt Heiko F. Viele Servicekräfte pendeln täglich weite Strecken, denn "Hier arbeiten und zugleich wohnen - das ist angesichts der Preise aussichtslos", sagt Heiko. Ganz anders im Luxushotel "The Grand": Dort ist von Zurückhaltung nichts zu merken. Die Suite mit Meerblick für über 1200 Euro pro Nacht ist wochenlang ausgebucht. "Ich bin überwältigt von diesem Blick!", sagt Kathrin H. "Hier genießen wir beste Rundumversorgung", ergänzt ihr Mann Uwe T. Wer es sich leisten kann, findet hier die perfekte Erholung. Zu denjenigen, die diese Versorgung möglich machen, gehört Bäckermeister Marvin Boldt. Jeden Morgen um zwei Uhr beginnt seine Arbeit. "Wir backen nach dem Wetterbericht", sagt er. "Bei Schlechtwetter backen wir weniger". Das Geschäft schwankt mit den Gästezahlen. Auch auf dem Wasser spüren Anbieter die Dynamik. Mit seinem historischen Zeesenboot nimmt Jochen Eymael täglich Touristen mit hinaus auf den Bodden. "Bei Windstärke fünf macht das auf dem Bodden richtig Spaß", beschreibt eine Besucherin das Erlebnis - für einen Moment scheint die Realität weit weg und das Urlaubsparadies sehr nah. Die "ZDF.reportage" begleitet Menschen zwischen Luxusurlaub und Arbeitsalltag und zeigt, wie nah Traum und Belastung beieinanderliegen.
12:20
- So wird der Garten fit Für den nächsten Hitzesommer - Altersdiskriminierung Bei Kfz-Versicherungen - Mountainbike-Training - Blasenpflaster im Check - Bienenstich in der Geschmacksprobe
12:50
Michael Friemel zieht es diesmal nach Den Haag. Stadtführer Remco Dörr kennt jeden Winkel seiner Stadt und zeigt Michael große Sehenswürdigkeiten sowie kleine Lädchen und Cafés. Königs- und Regierungssitz der Niederlande und Stadt der internationalen Gerichtsbarkeit mit rund 500.000 Einwohnern. Die meisten von ihnen halten ihre Stadt für das schönere Amsterdam. Dort gibt es einen elf Kilometer langen Sandstrand im Stadtteil Scheveningen. Moderator Michael Friemel startet seine Entdeckungstour beim Powerkiten mit Trainer Jeroen. Das Museum "Escher in Het Paleis" in der Innenstadt ist den grafischen Arbeiten des Künstlers M. C. Escher gewidmet. Im "Louwman Museum" lässt sich Autofan Michael von der größten privaten Autosammlung der Welt beeindrucken. Der "Haagse Markt" ist der größte Markt der Niederlande und der größte Freiluftmarkt Europas. Dort geht es laut, bunt und international zu. Michael probiert und diskutiert mit Verkäuferinnen und Verkäufern und entdeckt zwischen Käse, Fisch und Fleisch auch Kuriositäten.
13:20
An Westeuropa grenzt ein Meer, das von Extremen beherrscht wird: der Atlantik. Dort brauen sich starke Stürme zusammen und leben seltene Tierarten. Die Reihe stellt den "Ozean der Extreme" vor. Der Golfstrom ist einer der wärmsten und mächtigsten Ströme der Weltmeere. Teil eins zeigt, welche enorme Wirkung der Golfstrom auf den gesamten Nordatlantik hat. Ohne ihn wäre er nicht das, was er ist: das nährstoffreichste und zugleich wildeste Meer der Welt. Alljährlich ereignet sich im Winter vor der Küste Nordnorwegens ein Naturspektakel: Milliarden von Heringen kommen zusammen, um zu laichen. Ein Schlaraffenland für viele Tiere, die sich von den Fischen ernähren. Eine Buckelwalkuh ist extra 4000 Kilometer mit ihrem jungen Kalb quer durch den Atlantik gezogen, um an dem großen Fressen teilzuhaben. Sie hat dabei ein ozeanisches Transportmittel genutzt: den Golfstrom - einen der wärmsten und mächtigsten Ströme der Weltmeere. In der Karibik kommt er, getrieben von den Passatwinden, in Gang und lädt sich in den flachen Gewässern rings um die Inseln mit Sonnenwärme auf. Die Dimensionen sind gewaltig: Jede Sekunde gelangt Wärme, die einer Milliarde Megawatt entspricht, aus der Karibik bis in den Nordwestatlantik - mehr als das 2000-fache der gesamten Kraftwerksleistung Europas. Nicht nur die Wale nutzen das gigantische Förderband, auch Fächerfische, Lederschildkröten, Thunfische und Delfine reisen energiesparend ein Stück weit mit. Ihr Ziel sind stets nahrungsreiche Regionen wie die Ostküste Kanadas oder die Westküsten der Britischen Inseln. Durch Strömungsturbulenzen und starke Winde werden massenweise Nährpartikel aus der Tiefsee in obere Wasserschichten transportiert. Auch der Mensch profitiert vom Golfstrom. Auf der Höhe von Neufundland wechselt die Meeresströmung ihren Kurs von Nord nach Ost - eine Folge der Erdumdrehungskraft. Ideal für die Händler, die nach der Entdeckung Amerikas Waren von der Neuen in die Alte Welt transportierten. Doch bringt der Golfstrom auch Tod und Zerstörung. Die durch ihn entfachten Westwinde bauen im Nordatlantik oft haushohe Wellen auf, die Schiffe der vielen Atlantikfischer sind ihnen völlig ausgeliefert. Auf dem stürmischen Nordatlantik ist jede Fangfahrt eine Herausforderung und oft ein Spiel mit dem Leben.
14:05
In der Karibik liegt das Sonnenparadies des Atlantiks. In Korallenriffen, Seegraswiesen und Mangrovenwäldern entwickelt sich üppiges Leben. Unzählige Fische haben dort ihre Kinderstuben, seltene Kolosse wie die Manatis finden alles, was sie zum Leben brauchen, und Atlantische Fleckendelfine bringen ihre Jungen zur Welt. Der Februar ist der kühlste Monat in der Karibik, doch auch schon da ist das Wasser 23 Grad Celsius warm. Von Monat zu Monat aber wird es heißer - die Macht der Sonne wird immer stärker, immer gnadenloser. Im Juli ist die Sonne bereits so intensiv - und mit ihr die UV-Strahlung - dass einige Korallen ihre hitzeempfindlichen Algen abstoßen müssen, die sie normalerweise mit Nährstoffen versorgen. Einige strahlen als eine Art Sonnenschutz Licht ab, doch das können längst nicht alle Korallen. Viele Tiere suchen Schutz im Schatten. 5000 Kilometer entfernt bahnt sich jetzt eine Katastrophe an: Heiße Winde aus der Sahara wehen hinaus auf den offenen Atlantik und sorgen dafür, dass enorme Mengen an Wasserdampf aufsteigen. Wolken bilden sich, das Wasser kondensiert und setzt dabei enorme Mengen an Wärmeenergie frei. Riesige Wolkenwirbel drehen sich über dem Atlantik, brausen immer weiter gen Westen und wachsen mit jedem Kilometer. Ein Hurrikan entsteht. Hat er schließlich die Karibik erreicht, kann er an einem Tag so viel Energie entladen wie bei der Explosion von 640.000 Atombomben vom Typ Hiroshima freigesetzt würde - und all die Energie stammt nur aus der Verwandlung von Dampf in Wasser. Zurück bleiben völlig zerstörte Orte, überflutete Küsten - und im Meer abgebrochene Korallenstöcke, verschlammte Mangrovenwälder, auseinandergerissene Delfin-Familien. Doch im tropischen Atlantik hat sich das Leben an diese Naturgewalten angepasst. Das verzweigte Dickicht der Mangrovenwurzeln schützt nicht nur Küsten, sondern bietet unzähligen Tieren einen Schutzhafen während des Sturms. Wellen und Wind sorgen dafür, dass sich die Sämlinge dieser amphibischen Bäume verbreiten. Und bei den Delfinen gibt es nach Hurrikanen oft einen Babyboom. An Westeuropa grenzt ein Meer, das von Extremen beherrscht wird: der Atlantik. Dort brauen sich starke Stürme zusammen und leben seltene Tierarten. Die Reihe stellt den "Ozean der Extreme" vor.
14:50
Mitten im Atlantik, weitab von jeder Küste, erstreckt sich eine Wasserwüste. Dort wachsen keine Pflanzen, bilden sich keine Korallen - es gibt weit und breit kein Lebenszeichen. Doch dann tauchen mancherorts wie aus dem Nichts riesige Fischschwärme auf - und mit ihnen ihre Räuber: zum Beispiel Delfine. Geht man Hochseeoasen wie dieser auf den Grund, stößt man fast immer auf Unterwasserberge. Ihre Geschichte beginnt vor 16 Millionen Jahren. Einst waren Amerika und Eurasien vereint. Als ihre Kontinentalplatten auseinanderdrifteten, bildete sich ein gewaltiger Spalt, der bis heute auseinanderstrebt. Meereswasser ergoss sich in die Lücke - und der Atlantik, das jüngste Meer der Erdgeschichte, war geboren. Magma quoll aus dem Riss im Erdmantel empor und formte das längste Gebirge der Welt: den Mittelatlantischen Rücken. 16.000 Kilometer erstreckt er sich von der Arktis bis in die Antarktis. Mancherorts erhebt sich die Gebirgskette bis über das Wasser. Island, die Azoren, Ascension oder Fernando de Noronha vor Brasilien sind sichtbare Beispiele. Ihnen allen ist eins gemeinsam: An ihren unterseeischen Bergflanken staut sich das Wasser, wird nach oben gepresst und damit die Nährstoffe der Tiefsee. Die wiederum ernähren all die Tiere, die nicht in die Tiefen tauchen können, und sorgen an den Berghängen für eine reiche Meeresvielfalt. Für das Leben an Land spielen das Alter und die Lage der Inseln eine Rolle: Ascension, noch jung und mitten im Meer, bot vor dessen Kolonialisierung gerade mal einem einzigen größeren Landtier einen Lebensraum: der Ascension-Krabbe. Unermüdlich wandern Heerscharen dieser Krustentiere jedes Jahr kilometerweit ans Meer, um ihre Eier zu legen. Auf Fernando de Noronha dagegen herrscht üppiges Grün, und Tausende Meeresvögel brüten dort. Dank der Nähe zu Brasilien konnten Samen und Vögel sich dort gut einnisten. Nirgendwo aber ist der Nahrungsreichtum so unermesslich wie rund um Südgeorgien, mitten im sturmumtosten Südatlantik. Auf Südgeorgien brüten die größten Pinguinkolonien der Welt, bringen 90 Prozent der Weltpopulation an Südlichen Mähnenrobben ihre Jungen zur Welt. Dort zeigt sich, wie Berge, die aus dem Feuer geboren wurden, die Wasserwelt verwandeln - von einer Wüste in eine Oase. Und all das dank jener gewaltigen geologischen Kräfte, die einst auch ihn entstehen ließen: den Atlantik. An Westeuropa grenzt ein Meer, das von Extremen beherrscht wird: der Atlantik. Dort brauen sich starke Stürme zusammen und leben seltene Tierarten. Die Reihe stellt den "Ozean der Extreme" vor.
15:35
Mitten im Atlantik schlummert ein grünes Paradies: die Azoren. Neun Inseln vulkanischen Ursprungs zwischen Europa und Amerika. Eine vielseitige Pflanzen- und Tierwelt über und unter Wasser. Ein Garten Eden mit exotischer Blütenpracht, der immer noch ein Geheimtipp unter Reisenden und bislang vom Massentourismus verschont geblieben ist. Auf dem zu Portugal gehörenden Archipel befindet sich der höchste Berg des Landes, der Pico, ein erloschener Vulkan. Einige der rund 1700 Vulkane der Azoren sind immer noch aktiv. Ihr Nationalgericht Cozido schmoren die Bewohner wie in vergangenen Zeiten in der Hitze der Vulkane. An den immergrünen Hängen der erkalteten Vulkane grasen die schönsten Kühe des Atlantik, dort befindet sich Europas einzige Teeplantage. Das Filmteam geht auf den Azoren auf Entdeckungsreise und trifft Abenteurer, Jungbauern und Forscher. Darunter die Meeresbiologin Maria Ines Pavao, deren Vorfahren vor 500 Jahren als eine der ersten Siedler vom Festland Portugals auf die Azoren kamen. Zusammen mit ihrem Kollegen Andre Pacheco, der von Land aus als Walbeobachter arbeitet, ist sie vor der Hauptinsel der Azoren, São Miguel, auf der Suche nach den Delfinen und Walen der Azoren. An den Ausläufern des Pico stehen geheimnisvolle Pyramiden, deren Geschichte noch nicht erforscht ist. Der azorische Forscher Prof. Dr. Félix Rodrigues versucht, einige der Geheimnisse der azorischen Pyramiden zu entschlüsseln. Bislang ging man davon aus, dass die Azoren 1427 von portugiesischen Seefahrern entdeckt wurden. Der Forscher findet in den Pyramiden Hinweise, die auf eine viel frühere Besiedelung schließen lassen. Die neben der Insel Pico gelegene Insel Faial ist ein Treffpunkt für Weltumsegler und Abenteurer. Einer von ihnen ist Bryan Eaton, der sich mit einem zum Flugzeug umgebauten Schlauchboot das erste Mal in die Luft wagt. Das Wetter auf den Azoren ist dabei unvorhersehbar: Statt des allbekannten Azorenhochs sind auf den Azoren heftige Wetterwechsel an der Tagesordnung. Ohne den vielen Regen gäbe es nicht diese spektakuläre Naturkulisse. Das Archipel bildete sich aus Vulkanen, die sich über das Meer erhoben, als vor rund acht Millionen Jahren die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte aufeinanderstießen. Politisch zu Portugal und Europa gehörend, liegen die westlichsten Inseln des Archipels bereits auf der amerikanischen Kontinentalplatte. Rund 1300 verschiedene Pflanzenarten finden sich auf den Azoren. Darunter Farne so groß wie Bäume. Und doppelt so viele Kühe wie Menschen. Die beiden Jungbauern Henrique Lourenco und Joao Couto sind auf den Inseln bekannt für ihre besonders schönen Tiere: Bereits mehrere Male hat Joao mit seinen Tieren den Titel "schönste Kuh der Azoren" geholt. Auch Martim Cymbron nutzt die grünen Felder für sich - als Maler. Er setzt besonders die Farben Grün und Blau, die typischen Farben der Azoren, ein. Sein neuestes Werk hält die bekannteste Blume der Azoren fest, die Hortensie. Dabei kommt diese gar nicht von den Azoren, sondern aus Asien.
16:15
Eine Insel des ewigen Frühlings: La Gomera ist das zweitkleinste Eiland der Kanaren, grüner, natürlicher und wilder als die großen Inseln des spanischen Archipels im Atlantik. Auf La Gomera verfangen sich die Passatwolken in den Bergen und spenden einem jahrtausendealten, immergrünen Nebelwald Feuchtigkeit. Die Felsen vulkanischen Ursprungs schichten sich zu bizarren Formationen auf. Massentourismus blieb der Insel bis heute erspart. Es gibt keine direkte Flugverbindung nach Kontinentaleuropa, die Landebahn des Flughafens auf La Gomera ist zu kurz für Langstreckenmaschinen. So wurde La Gomera zum Geheimtipp für Wanderer und Naturfreunde. Besondere Traditionen haben sich auf der Kanareninsel erhalten. Dazu gehört die Pfeifsprache "El Silbo", mit der sich schon die Ureinwohnerinnen und Ureinwohner über Schluchten und Täler hinweg verständigt haben. "El Silbo" bildet die Melodie der gesprochenen Sprache nach und hat, je nach Tonhöhe, Lautstärke und Unterbrechungen, eigene Vokale und Konsonanten. Die Pfeif-Kommunikation ist heutzutage Pflichtfach auf den Schulen La Gomeras. Das Filmteam begleitet den kleinen Moises, der "El Silbo" unter Anleitung seiner Lehrerin Silvia Martin erstmals außerhalb des Klassenraums in der freien Natur ausprobieren soll. Auch für die Fortbewegung hat sich auf La Gomera eine eigenwillige Methode seit Jahrhunderten bewährt: Mit bis zu vier Metern langen Stangen, "Astia" genannt, konnten die Ziegenhirten kleine Schluchten und steile Abhänge überwinden. Der Hirtensprung, der "Salto del Pastor", wird heute von den Gomeros als Sport und Hobby betrieben. Mit Tempo und Eleganz gleiten sie die steinigen Hügel hinab. Jung-Gomero Aday Montes will es lernen, muss aber feststellen, dass doch eine gehörige Portion Mut und viel Übung dazugehören. Der Nebelwald im Inselinneren ist heute Biosphärenreservat und UNESCO-Weltnaturerbe. Den Ureinwohnerinnen und Ureinwohnern war er heilig. Wer sie eigentlich genau waren, das ist noch gar nicht vollends geklärt. Vermutlich wurden die Kanarischen Inseln von Nordafrika aus besiedelt. Nach Ankunft der Spanier aber wurden die meisten Guanchen auf allen Kanarischen Inseln versklavt oder getötet. Wie viel Erbe von ihnen steckt bis heute in den Gomeros? Forscherin Rosa Fregel will das herausfinden und nimmt von freiwilligen Insulanerinnen und Insulanern Genproben. Laura Ramos hatte schon immer das Gefühl, eine direkte Nachfahrin der Alt-Gomeros zu sein. Sie wagt den Test. Bei aller Liebe zur Natur: Die engen Serpentinen, die sich die Hügel hinaufschlängeln, sind eine zu schöne Herausforderung für die Fans von Benzingeruch und Motorenlärm. Jose-Manuel Gonzales ist Berufsschullehrer und hat seine ganzen Ersparnisse in ein Renngefährt Marke Eigenbau gesteckt, mit Motorradmotor, Lenkradschaltung und bulliger Fiberglashaube. Im Jahr zuvor hat er damit die Zeitwertung gewonnen. Zweimal im Jahr ist das Bergrennen das große Ereignis der Insel, bei dem Freunde und Familien die Serpentinen säumen und sich ein bisschen Benzinspaß gönnen im Biosphärenreservat. Wird Jose-Manuel seinen Titel verteidigen können? Und im Meer vor La Gomera treffen sich einmal im Jahr geheimnisvolle Wesen: Engelhaie. Fotograf Marcos Peréz hat die ganze Pracht der Unterwasserwelt dieser Insel schon eingefangen, aber dieses eine Bild fehlt ihm noch: die Hochzeit der Engelhaie. Der Film zeigt ihn beim Tauchgang durch das klare Wasser des Atlantiks. Die Kanarischen Inseln liegen 100 Kilometer vor der afrikanischen Küste und sind als Teil Spaniens auch Teil der EU. Auf der Insel des ewigen Frühlings werden Bananen angebaut, die Palmen geben einen süßen Saft, aus dem ein Sirup, Palmhonig, gewonnen wird. Ausgerechnet diese kleine und beschauliche Insel war auch Startpunkt für die legendäre Entdeckungsfahrt von Christoph Kolumbus, der sich von dort aus auf die Suche nach Indien machte und versehentlich Amerika fand. La Gomera ist eben immer für eine Überraschung gut.
17:00
Wüste und schneebedeckte Berge, tief verwurzelter Katholizismus und islamisches Erbe, weiße Dörfer und prachtvolle Paläste: Das ist Andalusien. Im äußersten Süden ist Spanien so abwechslungsreich und beeindruckend wie nirgends sonst. Gelegen zwischen zwei Meeren und zwei Kontinenten, ist Andalusien wie eine Welt für sich. Exotisch - und doch ein Stück Europa. Über ein ganzes Jahr hat ein Filmteam für den Zweiteiler über Andalusien die Menschen und die Natur in dieser einmaligen Region beobachtet. "Von Sevilla an die Küste" begleitet den andalusischen Cowboy Faustin, der im Nationalpark "Coto de Doñana" an der Atlantikküste Wildpferde zusammentreibt. Von diesen Tieren stammen auch die amerikanischen Mustangs ab, denn die spanischen Eroberer brachten die Pferde einst nach Amerika. Das Zusammentreiben der Stuten ist immer ein großes Spektakel. Die Cowboys, die sich nach den heimischen Sümpfen "Marismeños" nennen, legen mit der ganzen Herde Wildpferde einen Halt vor einem Marienheiligtum ein, bevor es nach kurzem Gebet im Sattel weitergeht. Mit dem Verkauf einiger Stuten erzielen sie etwas Einkommen in der kargen Region. Der Rest der Herde wird wieder in die Freiheit entlassen. Jenseits der Pinienwälder des Nationalparks "Coto de Doñana" beginnt der Atlantik. Von dort aus eroberten die Spanier einst den halben Planeten Erde. Die Straße von Gibraltar war das Tor zur Welt. Auch für viele Meeresbewohner wie die Thunfische, die im Frühjahr wie auf ein geheimes Kommando in großen Schwärmen vom Atlantik ins Mittelmeer schwimmen. Das ist der Startschuss für die andalusischen Fischer, die seit 3000 Jahren den Thun auf eine besondere, traditionelle Art jagen - heutzutage mit strengen Auflagen des Artenschutzes. Die spektakuläre Almadraba findet einmal im Jahr statt: In einem Labyrinth aus Stellnetzen wird der Thun gefangen, dann springen die Fischer in das tosende Wasser und erlegen einzelne Tiere mit der Harpune. Rafael ist Fischer in vierter Generation und stolz auf die uralte Tradition. Tradition spielt überall in Andalusien eine große Rolle. Für viele Sevillaner beginnt das Jahr nicht am ersten Januar, sondern an Ostern mit dem wichtigsten Ereignis des Jahres, der heiligen Woche "Semana Santa". In riesigen Umzügen werden massive Holzgestelle, an die zwei Tonnen schwer, mit Jesus- und Marienfiguren durch die Straßen getragen. Diego ist einer der ältesten und erfahrensten Träger, "Costaleros" genannt. Das ganze Jahr über bereitet er sich auf dieses Ereignis vor, damit er diese extreme Belastung durchsteht. Mental und physisch. Die Landschaft im Süden Spaniens ist geprägt von einem Meer aus Olivenbäumen. Oliven sind ein fester Bestandteil der spanischen Wirtschaft. Und doch wird nur eine einzige Sorte angebaut - eine große Gefahr. Ein Keim, der die Monokultur angreift, könnte das gesamte Olivenmeer vernichten. Um das zu verhindern, forschen Spezialisten an neuen und alten Sorten. Neben der Olive ist der Iberische Schinken, vor allem der "Jamón Ibérico de Bellota", ein Markenzeichen Andalusiens. Die Schweine, von denen er stammt, werden ausschließlich mit Eicheln gefüttert, das macht das Fleisch so besonders. Aber auch das Schneiden des Schinkens ist eine Kunst für sich. Sergio weiß, wie es geht, und kitzelt mit der Schnitttechnik das volle Aroma aus dem jamón. Das Futter der Iberischen Schweine kommt aus den Korkeichenwäldern, die neben den schmackhaften Eicheln noch einen weiteren Rohstoff liefern: Kork. Fernando und seine Brüder sind Korkmänner. Mit kräftigen Axthieben schälen sie den Kork von den Bäumen. Der Umgang mit dem scharfen Werkzeug ist nicht ungefährlich. Auch deshalb gibt es kaum Nachfolger für diese Arbeit. Fernando und seine Männer sind vielleicht die Letzten, die den Kork noch selbst ernten. Den schönsten Kontrast zu den heißen Ebenen und Orangenhainen bildet die Sierra Nevada mit den höchsten Gipfeln der gesamten Iberischen Halbinsel, viele davon schneebedeckt. Dort fühlt sich Javier mit seinem Hund Jack am wohlsten. Javier ist seit seiner Geburt blind und klettert leidenschaftlich gern mit seinem Bergkameraden Anxo. Nun gilt es, eine neue Wand zum ersten Mal zu durchsteigen. Gebirge, Wälder, Meer und Wüste: Andalusien vereint die ganze Vielfalt der Natur. Sogar das sagenumwobene Atlantis wurde dort vermutet. Vor allem aber die Menschen machen diesen Landstrich so besonders. Der Stolz der Andalusier ist sprichwörtlich, aber sie haben ja auch allen Grund dazu.
17:45
Im zweiten Teil "Andalusien - Spaniens mystischer Süden" geht das Filmteam mit einem ganzen Dorf auf Pilgerreise. Denn einmal im Jahr tun das sehr viele Andalusier. Abertausende pilgern aus allen Richtungen zur Heiligen Jungfrau von El Rocío. Der kleine Ort El Rocío platzt dann aus allen Nähten und wird zur drittgrößten Stadt Spaniens nach Madrid und Barcelona. Auch im Dorf Tocina macht sich die Gemeinschaft auf den Weg. Rund 100 Kilometer bewältigen die Einwohnerinnen und Einwohner zu Fuß, mit Planwagen und Ochsenkarren. Reyes ist im Organisationskomitee und hat damit eine besondere Verantwortung. Nach der Messe geht es los. Nun liegen eine Woche lang Hitze, Sand und Blasen an den Füßen vor der Pilgergruppe. Die Iberische Halbinsel und den afrikanischen Kontinent trennen an der Meerenge von Gibraltar nur 14 Kilometer. Die Straße von Gibraltar ist eine der meistbefahrensten Wasserstraßen weltweit. Über und unter Wasser, denn auch die "Giganten der Meere", Wale, wechseln dort zwischen Mittelmeer und Atlantik. Vor allem aber über Wasser ist viel los. Die Andalusierin Maria steuert als erste Offizierin eine der Fähren, die Europa mit Afrika verbinden. Sie muss quer durch den ganzen Verkehr. Dabei den Durchblick zu behalten, dafür braucht es starke Nerven. Schon der kleinste Fehler kann schwerwiegende Konsequenzen haben wegen der endlos langen Bremswege der Containerschiffe. Immer wieder kommt es zu brenzligen Situationen. Maria steuert einen regelrechten Slalomkurs, um sicher ans Ziel zu kommen, die afrikanische Küste. Andalusien ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Römer, Griechen, Wikinger, Araber - alle Völkergruppen haben Spuren hinterlassen. Die Mezquita-Kathedrale in Córdoba und die Alhambra in Granada sind die herausragenden Zeugnisse islamisch-maurischer Baukultur auf europäischem Boden und gehören zu den meistbesuchten touristischen Attraktionen der Welt. Aber noch immer ist nicht das komplette islamische Erbe freigelegt: Am Rande Córdobas liegt eine riesige Palastanlage, die vor über 1000 Jahren in einem Bürgerkrieg zerstört wurde, die Medina Azahara. Große Teile der Bauten liegen unter der Erde versteckt. Alberto Montejo hat sich der mühseligen Aufgabe gewidmet, die gigantische Anlage zu rekonstruieren und ihre Geheimnisse zu lüften. In Sevilla beginnt mit dem Frühling eines der wichtigsten Ereignisse des Jahres: die "Feria de Abril". Ein Volksfest mit Flamenco-Musik, -Kleidern und -Gitarren. Beeindrucken kann man dort vor allem mit dem Sevilla-Tanz. Paloma macht extra für die Feria noch einen Kurs zur Auffrischung. Denn die Sevillanas muss man einfach beherrschen als Sevillanerin. Und vielleicht findet sich ja auch ein attraktiver Tanzpartner. Der Flamenco und die Feria sind untrennbar miteinander verknüpft. Eine zentrale Rolle spielt dabei natürlich die Flamenco-Gitarre. Der Gitarrenmacher Paco Chorobo ist Experte auf diesem Gebiet. Seine Flamenco-Gitarren sind Maßarbeit, speziell gefertigt für die Kunden. Ungefähr einen Monat dauert die Arbeit an einem Instrument. Auch Paco ist überzeugt: Die vielen Sonnenstunden Andalusiens machen es den Menschen in Andalusien leichter, das Leben zu genießen. Wüste und schneebedeckte Berge, tief verwurzelter Katholizismus und islamisches Erbe, weiße Dörfer und prachtvolle Paläste: Das ist Andalusien. Im äußersten Süden ist Spanien so abwechslungsreich und beeindruckend wie nirgends sonst. Gelegen zwischen zwei Meeren und zwei Kontinenten, ist Andalusien wie eine Welt für sich. Exotisch - und doch ein Stück Europa.
18:30
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
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"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
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ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Die Linie ins entlegene Schweizer Val d'Anniviers ist ein Abenteuer und führt zu den höchsten Gipfeln der Alpen. Die abwechslungsreiche Strecke startet im mediterranen Rhônetal. Sie führt über gewaltige Serpentinen und steile Schluchten in die Walliser Bergwelt. Malerische Holzhaus-Dörfer, fantastische Ausblicke auf spektakuläre Gipfel und ein traumhaft türkisfarbener Stausee säumen die Route bis zum Fuß der Viertausender mit ihren Gletschern. Christelle Daoud fährt die Strecke seit Jahren. Was anderen oft zu schaffen macht, ist für sie Alltag: enge Straßen und Höhenunterschiede. Von seinem Start in Sierre an der Rhône bis zur Endstation am Gletscher überwindet das Postauto fast 2000 Höhenmeter. Eine Strecke voller Attraktionen. "Wir haben einfach Glück, dass wir in einem so schönen Tal jeden Tag spazieren fahren dürfen", schwärmt die Walliserin. Der erste Teil der Linie führt durch liebliche Weinreben und den wilden Naturpark Pfyn-Finges, wo Bio-Winzerin Felicitas Mathier ihr Weingut naturnah bewirtschaftet. Nach 700 Metern Anstieg hält das Postauto an einem Hotspot für Adrenalin-Junkies: Die Hängebrücke Niouc mit einer Höhe von 190 Metern zieht Bungee-Jumper an. Ganaëlle Copt lässt das grazile Bauwerk über die wilde Schlucht jedoch erstarren. Sie hat ein Höhenangstseminar bei Wanderführerin Pascale Haegler gebucht. Weiter oben schiebt sich das Postauto durch die enge Schlucht Les Pontis mit ihren schroffen Felswänden. Dort ist manch einer froh, wenn er im Postbus und nicht am eigenen Steuer sitzt. Christelle Daoud bleibt gelassen. Ein Stück weiter oben öffnet sich das Tal. Eine Kette alter Bergdörfer schmückt die bewaldeten Hänge. Eins davon ist Fang, wo Claudia Müller mit ihren Hunden wohnt. Die Deutsche arbeitet in einem ehemaligen Grandhotel in der Nähe eines gigantischen Felskessels: dem Illgraben. Der durch einen Bergsturz entstandene Abgrund zieht Touristen, aber auch Wissenschaftler aus der ganzen Welt an. Das mittelalterliche Vissoie ist Treffpunkt des Tals und zentraler Busbahnhof zugleich. Dort teilt sich das Tal, und es steht ein Buswechsel an. Auf der linken Bergflanke geht es hinauf in das beschauliche Bergdorf Chandolin, den Heimatort von Christelles Lebensgefährten Sébastien Bonnard. Selbst Busfahrer, führt er Touristen in seinem Postauto-Oldtimer in sein Dorf und lässt sie dort den im Val d'Anniviers einmaligen Gletscherwein probieren. Der zweite Bus fährt in den Wanderort Zinal am Fuß der Viertausender. Wo Bergbauern früher mit ihrem Vieh Zwischenstopp machten, verwirklichen Sarah Huber und ihr Mann ihren Lebenstraum: Sie bewirtschaften den nur zu Fuß erreichbaren Hof "Alpage de Cottier" mit atemberaubendem Ausblick, wo Sarah auch Naturkosmetik produziert. Über das malerische Dorf Grimentz, das mit alten Holzhäusern und ursprünglichem Charme Touristen aus der ganzen Welt anzieht, fährt der dritte Bus hinauf bis an den Stausee Moiry. Dort steigt der 88-jährige Gérard Revey regelmäßig aus. Er hat die Staumauer mitgebaut und liebt es, in Erinnerungen an die Entstehung des monumentalen Bauwerks zu schwelgen. Entlang des traumhaft türkisfarbenen Stausees fährt das Postauto bis an seine Endstation auf 2300 Metern. Dort beginnt die raue Welt der Gipfel und Gletscher, die Wanderführer und Geologe Jacques Mourey anzieht. Die imposante Bergwelt aus Stein und Eis überwältigt ihn seit seiner Kindheit. Der Rückzug der Gletscher bereitet ihm jedoch tiefe Sorge. Ein Phänomen des Klimawandels, das auch Alpinisten bedroht: Einige der Wanderwege mussten längst umgelegt werden und sind durch Steinschlag und brüchige Gletscher bedroht. Mit eigens erstellten Karten weist der Wissenschaftler Bergsteiger auf Gefahren hin und zeigt ihnen sicherere Wanderwege auf. Damit die Naturliebhaber den Weg zu den Viertausendern, für die das entlegene Val d'Anniviers so bekannt ist, auch weiterhin beschreiten können.
21:05
Die Fahrt von Chur über den Julier nach St. Moritz gilt als eine der schönsten Postauto-Routen der Schweiz. Die Linie führt über zwei Alpenpässe und erschließt den Naturpark "Parc Ela". Unterwegs wird Geschichte erlebbar. Archäologen und Historiker erforschen entlang der Strecke Spuren der Romanisierung Graubündens, denn der Passübergang über den Julier war schon vor mehr als 2000 Jahren eine wichtige Verkehrsachse. Die Fahrt der Buslinie 182 beginnt in Chur, der ältesten Stadt der Schweiz. In zahlreichen Serpentinen schlängelt sich das Postauto hoch in die Wintersportregion Lenzerheide-Arosa. An der Mittelstation der Wetterhornbahn liegt das drei Hektar große Gelände des "Arosa Bärenland". Dort finden aktuell vier Braunbären, die von der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" aus furchtbaren Haltungsbedingungen befreit wurden, ein artgerechtes Zuhause. Vom Hochtal Lenzerheide chauffiert Martin Egger das Postauto hinunter ins Albulatal. Der Bündner ist gelernter Lkw-Fahrer. Seit zwei Jahren steuert er die gelben Busse. Die Route über den Julierpass ist seine Lieblingsstrecke, weil sie landschaftlich so abwechslungsreich ist. In dem Dorf Alvaneu liegt die kleine Werkstatt des Instrumentenbauers Beat Kollegger. Der über 60-Jährige ist so etwas wie eine lebende Legende im Bündnertal. Seine Alphörner sind das Maß der Dinge. Sein Meisterwerk aber ist die Schwyzerörgeli "Stradivarius", von der es nur 150 Exemplare geben soll. Jahrzehntelang hat Kollegger getüftelt und entwickelt, um dieses traditionelle Schweizer Instrument herstellen zu können. Im Gebiet der Crap-Ses-Schlucht zwischen Tiefencastel und Cunter kämpften vor mehr als 2000 Jahren einheimische Räter gegen vorrückende römische Legionäre. Auf dem ehemaligen Schlachtfeld wurde vor einiger Zeit ein seltener, reich verzierter römischer Dolch gefunden. Anlass genug für ein Team um den Baseler Archäologen Peter Schwarz, nach weiteren Fundstücken zu suchen. Und tatsächlich kommt neben antiken Steingeschützen auch ein gut erhaltenes römisches Schwert zum Vorschein. Weite Teile der Strecke führen entlang des "Parc Ela", dem größten regionalen Naturpark der Schweiz. Oberhalb der Waldgrenze findet man dort Moorlandschaften von nationaler Bedeutung. Eine davon ist die besonders artenreiche Hochebene Alp Flix. Dort erforscht die Biologiestudentin Salomé Suter das Verhalten von Kleinsäugern in einer Höhe von 2500 Metern. Dafür hat sie Fotofallen aufgestellt, in denen vor allem Schneemäuse und Hermeline vor die Linse geraten. Mulegns stellte jahrzehntelang eine besondere Herausforderung für Chauffeur Martin Egger und seine Kollegen dar. Denn in dem kleinen Dorf an der Julierstrecke ragte die denkmalgeschützte "Weiße Villa" weit in die Straße hinein und machte sie zum Nadelöhr. Immer wieder kam es zu Kollisionen. 2019 nahm sich die Stiftung "Nova Fundaziun Origen" unter der Leitung des Theaterintendanten Giovanni Netzer der Sache an. Sie kaufte das Gebäude und verschob es im Ganzen um etwa sechs Meter nach hinten. So wurde die Straße verbreitert, und die altehrwürdige Villa blieb erhalten. Hinter dem Ort Bivio beginnt die Auffahrt zum Julierpass. Für viele Fahrgäste der reizvollste Teil der Strecke. Die Straße führt in Serpentinen steil hinauf, rechts und links eine schroffe und gleichzeitig imposante Berglandschaft. Auf der Passhöhe macht sich der Archäologe Rouven Turck auf den Weg zu einem abgelegenen, nur schwer zugänglichen Stollen. Er ist 30 Meter lang und sieben Meter hoch, an den Wänden grüner Malachit. Dort wurde vor 2700 Jahren im großen Stil Kupfer abgebaut. Insgesamt sechs solcher Stollen haben Turck und seine Kollegen von der Uni Zürich in den letzten Jahren im Gebiet um den Julierpass entdeckt. Mit moderner Lasertechnik versuchen die Wissenschaftler, die ursprünglichen Ausmaße der Abbaustellen zu rekonstruieren. Von der Passhöhe geht es für das Postauto nur noch bergab. Nach zahlreichen Kurven öffnet sich der Blick auf das Seenplateau bei Silvaplana. Im mondänen St. Moritz endet die Fahrt der Postautolinie 182.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
Die Welt steht vor dem größten Artenschwund seit dem Aussterben der Dinosaurier. Diesmal ist die Ursache der Mensch. Zugleich bedroht der Verlust der Artenvielfalt auch den Menschen. Es gibt jedoch einen geheimnisumwobenen Beruf, der uns an das erinnert, was wir für immer zu verlieren drohen: Robert Stein, Maurizio Gattabria und Christophe De Mey sind Weltklasse-Präparatoren und arbeiten für die naturhistorischen Museen in Rom, Berlin und Brüssel. Ihre Mission: Sie machen das Verbrechen der Menschheit an den Tieren sichtbar. Obwohl die drei Präparatoren einander noch nicht persönlich kennengelernt haben, teilen sie doch die gleiche Überzeugung: dass ihre ausgestopften Tiere dazu beitragen können, die Distanz von Mensch und Natur zu überwinden. Sie bereiten sich auf die Taxidermie-Europameisterschaft vor, den wichtigsten Wettbewerb ihrer Karriere. Maurizio philosophiert über das Verhältnis von Mensch und Natur. Für ihn ist dies die letzte Chance, vor seinem Ruhestand zu gewinnen, während Christophe zum ersten Mal teilnimmt. Und Robert zeigt seiner Tochter, wie er beim Beringen von Vögeln die Forschung über den Vogelzug unterstützen kann. Der Europameister-Titel wäre der letzte, der in seiner Sammlung internationaler Auszeichnungen noch fehlt.
23:50
Was geschieht hinter verschlossenen Türen deutscher Tierversuchslabore? Für viele sind Tierversuche ethisch nicht vertretbar, andere halten sie für wissenschaftlich notwendig. Über ein Jahr lang versucht Manfred Karremann, mit Tierversuchslaboren ins Gespräch zu kommen. Trotz angebotener Anonymität bleiben die Türen geschlossen. Nur Prof. Stefan Schlatt von der Universität Münster spricht offen über Tierversuche und seine Beweggründe. Nach Angaben des Bundesamtes für Risikobewertung wurden nach der letzten Statistik für 2024 rund 1,3 Millionen Tiere in Deutschland in Versuchen eingesetzt. Zählt man unter anderem Tiere hinzu, die für Organentnahmen getötet oder als Überschuss gezüchtet wurden, waren es mehr als drei Millionen, die in einem Jahr verwendet wurden. Heimlich entstandene Aufnahmen aus einem britischen Labor zeigen Hunde, Affen, Kaninchen und Ratten bei Sicherheitstests. Es sind Experimente, die überall nach Richtlinien der OECD durchgeführt werden. Standardtests, Routine: Tiere müssen Substanzen einatmen oder bekommen sie über Magenschläuche verabreicht. Bilder, die normalerweise der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Gleichzeitig zeigt "37°", dass es Alternativen gibt. Wissenschaftler arbeiten mit menschlichen Zellkulturen, künstlicher Haut und Organen auf Chips. Bei BASF wurden für Tierversuche etwa zur Haut- und Augenreizung alternative Verfahren entwickelt. Manche dieser Methoden können nicht nur Tierleid vermeiden, sondern in bestimmten Bereichen auch wissenschaftlich bessere Ergebnisse liefern. "Geheimsache Tierversuche" zeigt Einblicke in die streng abgeschottete Welt der Labore. Fragt: Wie kann eine Gesellschaft etwas ethisch und wissenschaftlich beurteilen, das weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschieht?