04:10
Seit 30 Jahren lebt Reno Sommerhalder unter Bären. Dabei hat er erkannt, dass mit diesen Großraubtieren eine friedliche Koexistenz möglich ist, wenn man Respekt vor ihnen hat. Als der junge Schweizer nach der Kochlehre in die Welt zog, war er auf der Suche nach sich selbst - gefunden hat er dabei die Bären und seine neue Heimat Kanada. In Banff, im ältesten Nationalpark Kanadas, wohnt Sommerhalder mit seiner Familie mitten im Bärenland. In all den Jahren hatte Reno Sommerhalder Tausende von Begegnungen mit Bären. Ganze fünf Mal musste er dabei sein Pfefferspray einsetzen, um eine potenziell gefährliche Situation abzuwenden. Doch eigentliche Ernstfälle waren auch das nicht. Wenn man die Grenzen dieser Tiere respektiere, seien Bären extrem tolerante Wesen, sagt Sommerhalder. Er glaubt auch, dass die Schweiz - vor allem das Tessin - durchaus Lebensraum bieten könnte für einige Bären. Der Bär symbolisiert für Reno Sommerhalder in erster Linie ein intaktes Ökosystem. Und deshalb versteht er seinen weltweiten Einsatz für dieses Tier auch als Kampf für eine gesunde Umwelt. Diese sieht er selbst im großflächigen Nationalpark von Banff gefährdet: Millionen von Besuchern strömen jährlich in diese grandiose Landschaft der kanadischen Rocky Mountains - und es werden immer mehr. Selbst im Nationalpark sollen Skigebiete vergrößert werden. Dagegen kämpft der Kanadaschweizer an vorderster Front, denn der touristische Erfolg droht den Lebensraum von Bären, Wölfen und Kojoten zu beschädigen. Und damit schließlich ebenso die Grundlage des Tourismusgeschäftes. Auch in Russland versucht Reno Sommerhalder, die negativen Einflüsse des Menschen auf Tier und Umwelt zu begrenzen: In Sibirien und auf der Halbinsel Kamtschatka wirkte er als "Ersatzmutter" für verwaiste Jungbären, deren Mütter von Jägern getötet worden waren. In der Ussurischen Taiga, an der Grenze zu China, war Sommerhalder mit den jungen Schwarzbären in dem Tigerland unterwegs. Sommerhalder findet sein Auskommen als Vortragsreisender, als Buchautor - und auch als Bärenführer, vor allem in Alaska. Dort, in der bärenreichen Küstengegend, führt er seit Jahren Besucher in die Nähe der beeindruckenden Tiere. Viele der Bären kennt er von früheren Aufenthalten, gab ihnen sogar Namen - und die Tiere scheinen auch Sommerhalder zu kennen, ihm gar zu vertrauen. Ansonsten sehr misstrauische, vorsichtige Bärenmütter mit Jungen suchen die Nähe zu Sommerhalder. Womöglich gibt ihnen dies etwas Sicherheit vor aggressiven Bärenmännchen. Gewiss, Bären-Touren sind nicht unproblematisch, weshalb Sommerhalder nur kleine Gruppen in die Wildnis führt und darauf achtet, so wenig Störung wie möglich zu verursachen.
05:45
(aus der SRF-Reihe "Cuntrasts") Baumriesen sind Persönlichkeiten, sie trotzen Wind und Wetter - am gleichen Ort, oft seit Jahrhunderten. Es sind große und großartige Exemplare, unverwechselbar, monumental, einzigartig. In seinem Film über verwurzelte Giganten zeigt Arnold Rauch fünf Baumriesen: eine Fichte, die höchste Europas, eine gewaltige Buche, einen sehr seltenen Kastanienbaum, eine riesige Esche und die wohl älteste Arve weltweit.
06:20
- Israels Medien im Krieg Verzicht auf Kritik - Im Gespräch: Salman Rushdie Bber Zensur, Meinungsfreiheit und seine Wahlheimat USA - Aktuelle Stunde im Bundestag Bundestag befasst sich mit Buchhandlungspreis-Affäre von Wolfram Weimer - Buchmesse Flash Das Prinzip Hoffnung - Diagonale in Graz Zentrum des österreichischen Films
07:00
- Wahlempfehlungen von der KI Sind Chatbots politisch neutral? - Irankrieg: Düngepreise steigen Wegen Hormus-Blockade - Künstliche Intelligenz made in Kenia - Neue Droge erobert kenianischen Markt Jaba Juice - Finnland: Glücklichstes Land der Welt Spitze des "World Happiness Report"
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:05
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:30
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:33
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
09:05
- Israels Medien im Krieg Verzicht auf Kritik - Im Gespräch: Salman Rushdie Bber Zensur, Meinungsfreiheit und seine Wahlheimat USA - Aktuelle Stunde im Bundestag Bundestag befasst sich mit Buchhandlungspreis-Affäre von Wolfram Weimer - Buchmesse Flash Das Prinzip Hoffnung - Diagonale in Graz Zentrum des österreichischen Films
09:45
- Wahlempfehlungen von der KI Sind Chatbots politisch neutral? - Irankrieg: Düngepreise steigen Wegen Hormus-Blockade - Künstliche Intelligenz made in Kenia - Neue Droge erobert kenianischen Markt Jaba Juice - Finnland: Glücklichstes Land der Welt Spitze des "World Happiness Report"
10:20
Entlang der Moldau, südlich der "Goldenen Stadt" Prag, liegt ein verstecktes Mosaik von Seen und Teichen, Wiesen und Wäldern: Böhmen - ein einmaliges Tierparadies im Herzen Europas. Der Reiz dieser Landschaft wurde maßgeblich vom Menschen geprägt, als im Mittelalter begonnen wurde, die unzugänglichen Sümpfe und Moore im Oberlauf der Moldau in eine Teichlandschaft umzuwandeln. Heute ist diese Teichlandschaft UNESCO-Biosphärenreservat. Und sie ist ein außergewöhnliches Beispiel dafür, wie Mensch und Natur in Harmonie miteinander existieren können. Mehr als 150 Vogelarten brüten dort. Zwergdommel, Drosselrohrsänger und Rohrweihe finden im Schilfdschungel ideale Bedingungen für die Aufzucht ihrer Jungen vor, während Blaumeisen in bis zu 400 Jahre alten Eichen auf den Dämmen brüten. Das offene Wasser ist das Revier der Haubentaucher, die ihren Nachwuchs auf Schwimmnestern großziehen. Sogar die anderswo raren Seeadler, die auf große Gewässer angewiesen sind, finden einen idealen Lebensraum. Im Süden Böhmens hat sich ein stabiler Bestand entwickelt.
11:05
16 kristallklare Seen, in spektakulären Terrassen angeordnet, durch Wasserfälle und Stromschnellen verbunden - das sind die Plitvicer Seen im flächenmäßig größten Nationalpark Kroatiens. Die fallenden Seen verdanken ihre Existenz einem faszinierenden Phänomen: Das stark mit Kalk angereicherte Karstwasser aus dem Dinarischen Gebirge lagert sich an Moosen an; Pflanzen und Kalk bilden gemeinsam ein spezielles Gestein - Travertin. In Plitvice verwandelt sich Wasser zu Stein, es wird daher auch "Das Land, wo die Steine wachsen" genannt. Dieses einzigartige Naturjuwel erinnert an ein surreales Märchenland: Dichter Buchenwald umschließt die Wasserflächen, Bäume wachsen auf schmalen Überhängen, thronen über Wasserfällen, strecken ihre Äste in den Sprühnebel der Stromschnellen.
11:50
Helgoland ist Deutschlands einzige Hochseeinsel, mitten in der Nordsee, nur knapp zwei Quadratkilometer groß. Wer dort lebt, kennt Herausforderungen, die das Inselleben mit sich bringt. Im Sommer wächst die Zahl der Menschen auf der Insel täglich auf das Zwei- bis Dreifache. Mehr als 300.000 Besucher kommen jedes Jahr auf den "roten Felsen". Autos sind dort tabu, der Alltag spielt sich zwischen Wind, Wellen und Warten auf die nächste Fähre ab. Eileen Makareinis düst als eine der wenigen mit dem Elektrotransporter über die Insel. Sie liefert Koffer, Pakete und alles, was die Inselbewohner brauchen - bei Wind, Wetter und auf engsten Wegen. Gleichzeitig fährt sie Taxi und ist als Hafenmitarbeiterin für das Be- und Entladen der ankommenden Schiffe verantwortlich - ein echtes Multitalent. Familie Leu kommt im Sommer auf der Insel kaum zum Durchatmen. Neben ihrem Café-Betrieb haben sie auch noch zwölf Ferienwohnungen. Eine echte Herausforderung - denn Personal auf Helgoland zu finden ist schwer. Vater Reiner, Mutter Dagmar und Tochter Jessica meistern den Alltag zwischen Tresen, Reinigung und Familie. Auf der Nachbarinsel, der Düne, wachen Rettungsschwimmerin Caroline Zillinger und ihr Kollege Nils Hentschel über Strand und Gäste. Ihr Revier: türkisblaues Wasser, feiner Sand und Kegelrobben, die sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Die Rettungsschwimmer haben aber nicht nur die Badegäste im Blick. Viele Touristen rücken beim Fotografieren zu nah an die Robben und Seehunde heran. Da müssen die Rettungsschwimmer einschreiten, denn mindestens 30 Meter Abstand sind Pflicht. Mit der "MS Helgoland" bringt Kapitänsanwärter Thilo Krogmann täglich bis zu 1040 Gäste auf die Insel. Eine Herausforderung zwischen Elbverkehr, wechselndem Wetter und wachsender Verantwortung. Die "ZDF.reportage" blickt hinter die Postkartenidylle und zeigt, wie es ist, auf Helgoland zu leben und zu arbeiten.
12:20
- Wenn der E-Bike-Akku streikt Ursachen, Kosten und Lösungen - Teurer Klick: Online-Kreditportale Wie sie in die Abo-Falle führen - Gesundheit im Alltag 15 Minuten für mehr Gesundheit - Praxistest: Kontaktgrill Leistung und Eigenschaften - Mief im Auto So wird der Innenraum wieder frisch
12:50
Einmal im Jahr befindet sich die spanische Stadt Valencia im absoluten Ausnahmezustand. Man feiert den Frühlingsbeginn mit einem riesigen Fest, den Fallas. Es ist ein tief in der Kultur verankerter Brauch, und die Zuschauer sind mittendrin. Simin Sadeghi trifft die Fallas-Königin von Valencia und erlebt die "Mascletá", ein Knallkörperfeuerwerk, vom Balkon des Rathauses. Sie lernt zwei Fallas-Künstler kennen und entdeckt mit ihnen ihre Fallas-Monumente. Das sind riesige Figuren aus Pappmaché, die während des Festes überall in Valencia errichtet werden. Mit ihnen stürzt sie sich auch ins Festtagsgetümmel der wunderschönen Altstadt. Simin nimmt in traditioneller Seidentracht am heiligen Blumenumzug zu Ehren der Schutzpatronin von Valencia teil und erlebt auch, wie die Fallas-Monumente in der Nacht des letzten Festtages in Flammen aufgehen. Valencia ist auch zu anderen Jahreszeiten ein attraktives Urlaubsziel. Mit knapp einer Million Einwohnern ist die Stadt am Mittelmeer nach Madrid und Barcelona die drittgrößte Stadt Spaniens. Simin macht eine Radtour durch den wunderschönen Park "Turia", ein ehemaliges Flussbett und heute Naherholungsgebiet der Valencianer. Sie entdeckt die spektakuläre Architektur des Architekten Santiago Calatrava, genießt den tollen Stadtstrand und entdeckt den Ursprung und das Geheimnis der echten valencianischen Paella.
13:20
Der Verkehr zwischen den Inseln des Sansibar-Archipels und zum Festland ist geprägt von der Nutzung der Dhau-Boote. Obwohl die Moderne Einzug gehalten hat, ist der Einsatz dieser traditionellen Fähren unverzichtbar für den Transport von Menschen und Waren. Der Sansibar-Archipel ist eine Gruppe von drei größeren und mehreren kleineren Inseln, die zu Tansania gehören. Täglich verkehren Fähren und moderne Schnellboote zwischen Daressalam auf dem Festland und Sansibar-Stadt. Daneben kommt den traditionellen Dhau-Fähren eine wichtige Rolle beim Warentransport und dem Personenverkehr zwischen den einzelnen Inseln des Archipels zu. "Dhau" ist eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl unterschiedlicher Segelschiffe aus Holz, die seit etwa 1000 Jahren fast unverändert gebaut werden. Typisches gemeinsames Merkmal ist ein langer und flacher, schräg aus dem Kiel hervorgehender Vorsteven. Daneben besitzen Dhaus meist trapezförmige Segel. Die größte Bauart einer Dhau wird vorwiegend als Fähre für Waren und Personen eingesetzt. Sie hat so viel Tiefgang, dass sie nicht direkt an der flachen Küste Sansibars anlegen kann, so liegt sie fast immer draußen vor Anker. Schon das Beladen einer Dhau ist ein kleines Abenteuer. Sämtliche Güter müssen durch das brusthohe Wasser bis zum Ankerplatz getragen werden. Auch die Passagiere besteigen auf diesem Weg das Schiff. Direkt am Strand im Nordwesten von Sansibar liegt die größte Dhau-Werft des Archipels. Trotz einfacher Werkzeuge beträgt die Bauzeit für eine Dhau nur zwei bis drei Monate. Angetrieben werden die Fähren meist nur mithilfe ihrer Segel, obwohl sie in aller Regel auch einen kleinen Außenbordmotor haben. Aber Treibstoff ist teuer - und Wind kostet nichts. Dann dauert die Überfahrt bei Flaute eben ein bisschen länger. Die Passagiere nehmen es mit Gelassenheit.
14:05
Geparde sind die Hochgeschwindigkeitsjäger der Savanne. Nur wenige wagen sich an größere Beutetiere. Doch manchmal zeigen sich die Raubkatzen von einer überraschend anderen Seite. In der nördlichen Serengeti tauchen fünf Männchen auf, die alles auf den Kopf stellen. Es ist das größte Bündnis von Geparden, das jemals beobachtet wurde. Dieser Film hat viele Geschichten über die schlanken Jäger zu bieten. Eine erfahrene Mutter bringt ihren männlichen Nachkommen die letzten Feinheiten der Jagd bei, bevor sie den Nachwuchs in die Unabhängigkeit entlässt. Das Weibchen hat sich in eine gute Ausgangsposition gebracht. Geduldig wartet sie, bis die Gnus dicht genug bei ihr sind. Ein junges Weibchen steht vor ganz anderen Problemen: Es hat vier Jungtiere zu versorgen. Die Kleinen müssen jeden Tag mehrere Kilometer zurücklegen. Lange mustert die Mutter die Umgebung, doch die Löwin in den Büschen hat sie nicht bemerkt. Die Löwin beobachtet sie dagegen schon lange - Fleischfresser sind untereinander Konkurrenten. Die fünf Gepardenmännchen beschatten nach mehreren erfolglosen Jagdversuchen eine Herde. Nachdem einer von ihnen durchstartet, bricht unter den Gnus Panik aus. In diesem Chaos den Überblick zu behalten, ist eine Herausforderung für die Geparde. Ihr Opfer ist ein 200 Kilogramm schweres Gnu. Beute, die für ein einzelnes Männchen viel zu groß wäre. Doch die vielen Monate des Jagdtrainings zahlen sich aus. Für diese Dokumentation reiste Tierfilmer Reinhard Radke in die nördliche Masai Mara im südwestlichen Kenia, um Geparde in Situationen zu filmen, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat. Dabei gelangen ihm nicht nur spektakuläre Filmaufnahmen von der Jagd, sondern auch rührende Aufnahmen zweier Mütter, die ihren Nachwuchs großziehen.
14:45
Wenn es Nacht wird in Afrika, kommen die Jäger aus ihren Verstecken. In der Nacht jagen mehrere große Raubtierarten nebeneinander, oft die gleichen Beutetiere. Die Dokumentation zeigt eine "typische" Nacht in der afrikanischen Savanne und macht auch die beeindruckende Artenvielfalt deutlich, die dort herrscht: Neben den Jägern gibt es Antilopen und Gazellen, Giraffen und Büffel, Erdferkel und Springhasen. Die Hitze des Tages haben sie weitgehend verschlafen. Aber nun ist ihre Zeit gekommen. In der afrikanischen Savanne jagen mehrere große Raubtierarten nebeneinander oft die gleichen Beutetiere. In der offenen Landschaft ist es für Löwen, Leoparden und Hyänen schwierig, nah an Beute heranzukommen, sodass die meisten Jäger besonders in der Nacht aktiv sind. Dabei sind sie erbitterte Konkurrenten, manchmal aber auch Nutznießer des anderen. Im späten Abendlicht werden die Hauptdarsteller des Films vorgestellt: Hyänen, verschiedene Löwenrudel, eine Leopardenmutter mit ihrem Jungen. Sie nehmen ihre Positionen für das nächtliche Spektakel ein. Im Zeitraffer versinkt die Landschaft im Dunkel. Eine Löwin belauert Zebras. Ihre Augen funktionieren wie Nachtsichtgeräte: Sie sieht ihre Opfer, bleibt aber selbst unsichtbar. Dank modernster Thermalkameras wird das Geschehen dennoch filmisch festgehalten. An einem tief eingeschnittenen Bachlauf fängt die Löwin eine Zebrakolonne ab und erlegt ein Zebrafohlen. Kaum hat sie ihre Beute gemacht, kommt es zu ersten Konflikten mit Hyänen ab. Am Flussufer beäugen Flusspferde nervös einen Löwen. Sie nutzen die Dunkelheit, um sich auf den weiten Ebenen mit Gras satt zu fressen. Verblüffenderweise sind die kurzsichtigen Kolosse im Mara-Gebiet nachts durchaus nicht als Einzelgänger unterwegs, wie immer beschrieben wird, sondern bilden kleine "Herden". Als eine solche Gruppe von einigen jungen Löwen attackiert wird, weisen die Halbstarken sie in ihre Grenzen. Flusspferde können einem einzelnen Löwen äußerst gefährlich werden. Das große Löwenrudel ist zur Ruhe gekommen. Drei der Weibchen brechen jedoch schon wieder zur Jagd auf. Die verspielten Junglöwen wären dabei nur hinderlich. Aber diese Nacht soll ihnen kein Glück bringen: Mehrere Angriffe auf Gazellen und Zebras gehen ins Leere. Nur jede zehnte Jagd bei den Löwen ist erfolgreich. Am Rand des Schutzgebietes erscheint eine riesige Herde von Kühen. Sie wird durch ein Bachbett getrieben, die Hirten ziehen jede Nacht, illegal, mit mehreren Zehntausend Rindern in das Reservat, um dort ihr Vieh zu weiden. Noch haben Afrikas Jagdtiere der Nacht eine Chance, sich und ihren Nachwuchs zu versorgen, aber der Druck auf die Schutzgebiete durch illegale Viehherden wächst. Für viele der charismatischen Raubtiere wird die Zeit knapp. Mit ihnen würden die spektakulärsten Jäger Afrikas verschwinden.
15:30
Die dreiteilige Reihe "Wildes Südafrika" erkundet die Vielfalt der Arten und Lebenswelten im südlichen Afrika. Das "Kap der Extreme" steht im Mittelpunkt der ersten Folge. An Südafrikas Kap prallen der eiskalte, nährstoffreiche Benguelastrom und das warme Wasser des Agulhasstroms aus den Tropen aufeinander - ein Wechselbad für alle, die hier leben. Strauße gehen am Ozean spazieren, sogar Pinguine erobern das Kap mit seinem Fischreichtum. Doch einmal im Jahr müssen die Pinguine an Land, um zu brüten - und am Strand wird es glühend heiß. Während Pinguine in der Antarktis ihre Eier vor Eiseskälte schützen, drohen sie in Südafrika zu überhitzen. Schon der Nestbau stellt das Männchen vor so manche Herausforderung. Auch das Neugeborene der Seebären hat es am Kap nicht leicht. Schon kurz nach der Geburt lässt die Mutter ihr Junges allein, um zu jagen. Zurückgelassen auf den nackten Felsen, droht dem Jungtier rasch der Hitzetod. Ein abkühlendes Bad im Meer scheint die Rettung zu sein - doch der kalte Ozean ist genauso tödlich, denn das Fell der Jungtiere ist noch nicht wasserdicht. Dass der Ozean Gefahren birgt, müssen auch die Kaptölpel früh lernen. Seebären lauern nur darauf, die unerfahrenen Vögel bei ihren Flugübungen im Wasser in die Tiefe zu reißen. Das Leben am Kap der guten Hoffnung kann paradiesisch sein - oder zur Hölle werden. Nicht nur die Tierwelt Südafrikas ist einzigartig, auch die Pflanzen sind es: Die Kap-Flora mit ihren farbenfroh blühenden Zuckerbüschen bildet das kleinste von weltweit nur sechs Pflanzenreichen. Mittendrin lebt das Kap-Chamäleon. Das Klima am Kap ist für das wärmeliebende Reptil im Grunde zu rau und wechselhaft - dauerhaft überleben kann das Chamäleon hier nur mit einem Trick. Das Weibchen legt keine Eier, sondern bringt lebende Jungtiere zur Welt - winzige, fertige Chamäleons. Ein weiteres der vielen Naturwunder an Südafrikas Kap der Extreme. Nach dem internationalen Erfolg von "Mythos Kongo" drehten Thomas Behrend und Heike Grebe zwei Jahre lang für die Reihe "Wildes Südafrika". Mit modernster Kameratechnik reisten die Tierfilmer vom Kap bis in die Kalahari - immer auf der Suche nach spannenden und außergewöhnlichen Tiergeschichten am südlichsten Zipfel Afrikas.
16:15
Südafrika ist ein Land so bunt wie ein ganzer Kontinent. Zwei Weltmeere treffen dort aufeinander, es gibt Pinguine, Löwen, Wale und Delfine, aber auch Elefanten und riesige Nilkrokodile. Wie kommt es zu solcher Artenvielfalt? Die Filmemacher Thomas Behrend und Heike Grebe gehen dieser Frage auf den Grund. Die zweite Folge rückt die tropische Ostküste und die angrenzende Buschsavanne mit ihren tierischen Bewohnern in den Mittelpunkt. Viel weiter östlich des Kaps der guten Hoffnung liegt Kap Agulhas, der südlichste Punkt von Afrika. Unter der rauen Meeresoberfläche kämpfen Giganten: Delfine und Haie stürzen sich auf einen Schwarm Sardinen, Tölpel stoßen dazwischen und versuchen, sich einen Happen zu sichern. Da schießt aus der Tiefe ein zwölf Meter langer Brydewal empor. Der Meeresriese gibt sich nicht mit ein paar Sardinen zufrieden. Richtung Osten verliert der kalte Benguelastrom immer mehr an Kraft. Der tropische Agulhasstrom prägt nun die Küstenlinie: mit breiten Sandstränden, hohen Dünen und dichten Mangrovenwäldern. Hier lebt ein Fisch, der sich ganz untypisch fortbewegt: Er "läuft" über das Wasser - und mühelos sogar an Land. Trifft der Schlammspringer in seinem Revier auf einen Rivalen, beginnt ein erbarmungsloser Kampf. Mächtige Nilkrokodile fühlen sich in der Regel an der feuchtheißen Ostküste Südafrikas wohl. Bei Temperaturen von über 40 Grad wird es aber selbst dem kaltblütigen Reptil zu heiß. Ein junges Weibchen ist in einer scheinbar ausweglosen Lage: Bewacht sie weiter ihr Gelege im sandigen Uferbereich, droht sie selbst an Überhitzung zu sterben. Verlässt sie ihre Eier, könnten diese von Nesträubern gefressen werden. Südafrikas einzigartige Vielfalt zeigt sich sogar innerhalb der Savanne: Undurchdringliches Gestrüpp prägt den Osten. Richtung Norden wird das Land allmählich offener, der Blick reicht weiter. Die Savanne ist Heimat der größten Landsäuger der Erde - der Elefanten. Doch auch ein riesiges Amphib, der Ochsenfrosch, ist hier zu Hause. Fast anderthalb Kilo schwer, bewacht das Froschmännchen die Kaulquappen im Tümpel - und kämpft um ihr Leben.
17:00
Wo zwei Weltmeere aufeinandertreffen und Pinguine beinahe Nachbarn von Löwen sind, wo sich Wale und Delfine tummeln, aber auch Elefanten und riesige Nilkrokodile leben: Da ist Südafrika! Ein Land so bunt wie ein ganzer Kontinent. Wie kommt es zu solcher Vielfalt auf einem so begrenzten Raum? In der dritten Folge der Reihe "Wildes Südafrika" dreht sich alles ums Überleben in der Trockenheit - von der Halbwüste Karoo bis in die Kalahari. Im hohen Gras der Karoo lauert der erfolgreichste Jäger unter den Katzen Afrikas: ein Serval. Seine extrem langen Beine, der lange Hals und sein exzellentes Gehör machen ihm zum perfekten Jäger auf diesem Terrain. Nicht Löwen oder Leoparden sind Südafrikas erfolgreichste Raubtiere: Die seltenen Wildhunde jagen im Rudel deutlich effizienter als ihre Konkurrenz. Von mehreren Seiten gleichzeitig greifen sie eine Herde Gnus an, versuchen, ein einzelnes Beutetier zu isolieren. Doch die Gnus wissen sich zu wehren - instinktiv bleiben sie dicht zusammen. So haben die Angreifer kaum eine Chance. Richtung Norden wird Südafrika immer trockener. An der Grenze zu Namibia liegt das trockenste und heißeste Gebiet des Landes, die Kalahari. Die wenigen Wasserstellen sind die Überlebensquellen der Wüste, auch für das Volk der San. Die Männer jagen große Beute wie vor Jahrtausenden. Afrikas Tierwelt hat über die Generationen gelernt, mit den Jägern umzugehen - das belegt auch die bis heute riesige Artenvielfalt im Süden des Kontinents. Namaqualand: Monatelang beherrschen flirrende Hitze und extreme Trockenheit die Region im Westen Südafrikas. Leben auf Sparflamme, bis die ersten Regentropfen endlich fallen. Dann geht alles ganz schnell: Abertausende Blüten knospen plötzlich zur selben Zeit. Die blühende Wüste ist ein weiteres der vielen Naturwunder dieses Landes, das so vielfältig ist wie ein ganzer Kontinent.
17:45
Südafrika hat sich zu einer der Top-Reisedestinationen dieser Welt entwickelt. Und doch ist der Westen des Landes touristisch weitgehend unerschlossen. Dabei gibt es dort einiges zu entdecken: die größte Ansammlung von Buckelwalen, die größte Vielfalt an Blumen und Blüten, die älteste Volksgruppe der Menschheit, die einzigen Anbauflächen für Roibuschtee und die stattlichsten Löwen Afrikas, die Kalahari-Löwen. In der Kalahari finden sich nicht nur die Kalahari-Löwen mit ihrer besonders prächtigen schwarzen Mähne, sondern auch das meistgeschmuggelte Tier der Erde: das scheue Schuppentier Pangolin, noch wenig erforscht und doch längst bedroht. Es ist begehrt als Delikatesse und bei Wunderheilern. Vor der Westküste des Kaps kommt es seit einigen Jahren, immer im November, zu einem spektakulären Massentreffen von Buckelwalen. Dieses neuartige Phänomen erforscht der Meeresbiologe Ndu Sekamela. Roibuschtee wächst ausschließlich in einem kleinen Gebiet bei den Cederberg Mountains im Südwesten des Landes. Die San, Angehörige der ältesten Volksgruppe der Menschheit, ernten die Zweige der Rotbüsche noch mit Handsicheln. Nieuwoudtville in der Region Namaqualand nennt sich die "Blumen-Hauptstadt der Welt". Dort kommt es jedes Jahr im Frühjahr zu einer Explosion der Schönheit. Millionen von Blumen und Blüten überziehen dann das Land in einer einzigartigen Vielfalt. Und die Krankenschwestern Inge Mathee und Cheroldine Gouws fahren jeden Tag mit einem ganz besonderen Pick-up durch diese Blumenpracht: Sie sind die Besatzung einer Mobile Clinic, einer fahrbaren Klinik. In der Kapregion wird die arme Landbevölkerung so medizinisch versorgt.
18:30
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Inmitten der spanischen Metropole liegt eine grüne Oase: der Königliche Botanische Garten von Madrid. Begründet wurde er unter dem spanischen König Karl III. im Jahr 1755. Seit mehr als 250 Jahren ist er Hort der wissenschaftlichen Forschung und Zeugnis des Forschergeistes der Aufklärung. Die Dokumentation begleitet Botaniker und Wissenschaftler bei Streifzügen durch den Garten, führt zum Herbarium und zur historischen Bibliothek. Die vier Terrassen des Gartens sind thematisch gegliedert. In vielen Bereichen ist die barocke Struktur des Gartens noch erhalten oder wurde nach Kriegseinwirkungen wiederhergestellt. Viele der rund 5500 Pflanzenarten wurden im Zuge großer Expeditionen der Spanischen Krone aus aller Welt in den Garten nach Madrid gebracht. Die Pflanzensammler dieser Zeit waren oftmals Ärzte, die auf der Suche nach neuen Medikamenten die Wirkung der Pflanzen untersuchten und weiterzüchteten. Von Weltrang ist auch die Bonsai-Sammlung des des ehemaligen spanischen Premierministers Felipe González im "Real Jardin Botanico".
21:05
Inmitten der sanften Hügellandschaft von Essex entfaltet sich eine Gartenwelt von zeitloser Schönheit und ist einer der bedeutendsten Landsitze Englands: die Gärten von Audley End House. Uralte Baumbestände und liebevoll gepflegte, streng geordnete Blumenbeete und in der Mitte der Fluss Cam verschmelzen zu einem harmonischen Ganzen. Die Dokumentation erzählt vom Wandel des Anwesens durch die Jahrhunderte. Die filmische Reise führt von der Pracht der Stuart-Zeit, die von 1603 bis 1714 dauerte, über die Visionen des Landschaftsarchitekten Capability Brown (1716-1738) bis zur heutigen Gartenkultur.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
Naima kam als Migrantin nach Basel und lebt in prekären Verhältnissen. Nach Jahren im Tieflohnsektor wagt sie einen Neuanfang in der Pflege. Trotz Herz und Hingabe scheitert sie im Praktikum. Ihr Traum droht zu zerbrechen - doch Naima gibt nicht auf. Sie kämpft weiter, für sich und ihre Zukunft. Die Schweizer Dokumentarfilmerin Anna Thommen begleitet die gebürtige Venezolanerin über vier Jahre auf ihrem Weg zu einem neuen Leben in der Schweiz. Einst Marketingexpertin, schlägt sich Naima nun mit prekären Jobs durch und kämpft darum, ihre Kinder wieder bei sich zu haben. Als sie die Chance erhält, eine Ausbildung zur Pflegefachfrau zu beginnen, steht sie vor zahlreichen Hürden - von bürokratischen Stolpersteinen bis zu persönlichen Rückschlägen. Trotzdem gibt Naima nicht auf. Ihr Traum bleibt lebendig: ein Leben in Würde, Teilhabe, Anerkennung. Die Dokumentarfilmerin Anna Thommen porträtiert Naima nicht nur als Einzelkämpferin, sondern als Symbolfigur für viele Migrantinnen und Migranten, die trotz systemischer Benachteiligung ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Anna Thommen ist bekannt für ihre feinfühligen und gesellschaftlich relevanten Dokumentarfilme wie "Neuland" und "Volunteer". Mit "Naima" gelingt ihr erneut ein eindringliches Porträt über Widerstandskraft, Selbstbehauptung und die Suche nach gerechter Integration.