04:35
Vom Indischen Ozean bis in die über 3000 Meter hohen Drakensberge bietet Südafrika vielfältige Landschaften, weite Strände und moderne Millionenstädte mit einer bewegten Geschichte. Der Film präsentiert den flächenmäßig größten Teil Südafrikas von der Ostküste bis an die Grenze Botswanas. Er zeigt die ganze Vielfalt des Landes mit mächtigen Metropolen, wilden Landschaften, Felsküsten, Wasserfällen und endlos erscheinenden Ebenen. Südafrikas Osten wartet mit zahlreichen touristischen Attraktionen auf. Darunter viele Wildreservate und Schutzgebiete wie der "Kruger Nationalpark" und traumhafte, grüne Berglandschaften mit Wasserfällen und tief eingeschnittenen Schluchten. Mit Pretoria und Bloemfontein liegen zwei der drei Hauptstädte des Landes im Osten, und die Hafenstadt Durban lockt mit Stränden und Casinos. Doch auch die Kolonialgeschichte Südafrikas ist allgegenwärtig, und zahlreiche Orte erinnern an die blutigen Schlachten einstiger Kriege und Aufstände.
05:15
Südafrikas Westen ist dank Tafelberg, Kapstadt und der schönen "Garden Route" weltweit bekannt. Im Landesinneren wird edler Wein produziert, und an den Küsten leben Wale, Robben und Pinguine. Im Westen Südafrikas lässt sich viel erleben - von einer Städtetour in Kapstadt über Strandurlaub und Weinproben bis zu Fernwanderungen. Naturfreunde können am Meer, in Bergen und Wüste eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt mit vielen seltenen Arten erkunden. Kapstadt, heute Sitz des südafrikanischen Parlaments, blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück: Die Innenstadt und der Hafen wurden über Jahrhunderte von niederländischen und britischen Kolonialmächten geprägt, die dort die wichtige Schifffahrtsroute rund um das Kap der Guten Hoffnung schützten. Doch trotz zahlreicher Leuchttürme finden sich zahlreiche Schiffswracks entlang der zerklüfteten Küsten der Kapregion. Weiter nördlich, nahe der Grenze zu Namibia, waren weite Landstriche über Jahrzehnte abgesperrt, da dort Diamanten gefunden wurden. Seit einigen Jahren lässt sich auch dieser kaum besiedelte Landesteil wieder erkunden. Atemberaubende Luftaufnahmen der Reihe "... von oben" zeigen neben dem Osten und Westen Südafrikas auch die amerikanischen Bundesstaaten South Dakota sowie North und South Carolina von ihrer schönsten Seite.
06:05
Venedig im Frühjahr: Riesige Kreuzfahrtschiffe schieben sich am Markusplatz vorbei, 100 000 Tagesgäste fluten die Inselstadt. Die Einwohner macht das wütend. "No grandi navi!", "Keine Kreuzfahrtriesen!", rufen sie und organisieren sich in Bürgerinitiativen. Denn die Bugwellen der Schiffe erschüttern Venedigs Fundamente mehr als jedes Hochwasser. Schon droht der Entzug des Titels "UNESCO-Weltkulturerbe". Tommaso Cacciari, ein junger Unternehmer auf der kleinen Insel Giudecca, ist sich sicher: "Die Schiffe kriegen wir hier weg. Denn wir wollen hier leben!" Dann zeigt er Beispiele für die katastrophalen Folgen: Durch den Ponte della Paglia vor dem Dogenpalast läuft ein tiefer Riss. Die Fundamente rutschen weg. Die Selfie-Sticks recken sich in die Höhe, die Besucher fragen: "Wo sind wir - in Verona, Padua oder Florenz?" Die Fremdenbetreuerin Gaia Vianelli erzählt schmunzelnd, wie kürzlich Amerikaner auf dem Markusplatz spontan ein Football-Turnier abgehalten haben: "Für manche ist Venedig wie ein Spielplatz, der morgens öffnet und abends zumacht." Doch schon ein paar Meter abseits der Rennbahn zwischen Accademia-Brücke und Dogenpalast beginnt das Venedig für die Entdecker. Der Film spürt dem Inselgeheimnis nach, geht mit Venezianern frühmorgens auf Bootstour. Dann strahlt Venedig golden wie seit 1000 Jahren. Und wenn der Abend anbricht und die Gäste wie auf einen Schlag verschwinden, verlockt das Venedig der alten Familien, der Handwerker, Künstler und Liebhaber. Sie alle streiten heftig über die Frage: "Wie retten wir unsere Stadt?"
06:20
- Der Wal und wir Neurowisseschaftlerin Maren Urner - Doku "Siri Hustvedt" im Kino Eine erstaunliche Schriftstellerin Über ihr Leben, ihre große Liebe und die Verheerungen der Präsidentschaft Donald Trumps - Manuel Dürr im Vatikan 14 Werke Künstlers im Petersdom - Ende einer Ära beim "Tatort München" Batic und Leitmayr gehen in Ruhestand - Kinderbuchtipps Wir stellen vor: "Auf die Straße! Kunst als Protest", "Das große Buch der Namen" und "Zipp Zapp Wiggedi Wagg"
07:00
- Artemis II Nach 50 Jahren zurück zum Mond - Warum brauchen wir den Mond? - Der menschliche Fußabdruck - Auf den Spuren der dunklen Materie
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.
09:05
Hinein ins pralle Leben: "Kulturplatz" greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt. "Kulturplatz" findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur. Diesem Credo ist "Kulturplatz" verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. "Kulturplatz" spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.
09:35
- Ruhigere Dolomitenpässe Plan für weniger Verkehrsaufkommen - Der Call-Bus Pilotprojekt für abgelegene Gebiete - High-Tech-Scanner Vom Foto zum 3D-Modell - Der letzte Bauer Keine Nachkommen am Klotzhof - Im Dienste Gottes Damian Goller ist Mesner - Drei Wochen ohne Handy 100 Jugendliche machen einen Test - 25 Knödel in 30 Minuten Verdrückt ein junger Grödner
10:00
Der Film von Anita Lackenberger führt in die Welt der österreichischen Traditionsgebäcke. Mit großem handwerklichem Geschick werden herzhaft-knusprige Köstlichkeiten geformt und geflochten. Noch gibt es die große Handwerkskunst in Österreichs Backgewerbe. Auch wenn vielerorts die handgefertigten Semmerln verschwinden, so werden sie doch andernorts weiterhin von Traditionsbäckern hergestellt oder von "jungen Wilden" neu interpretiert. Immer wichtiger werden den Backkünstlern Themen wie Nachhaltigkeit und regionale Zutaten, die aus biologischer Landwirtschaft stammen. Aber wo gibt es nun die Teige, die nicht aus Backmischungen angerührt, sondern lange geführt und Stück für Stück geknetet und zurechtgebogen werden? Anita Lackenberger besucht eine Bäckerei in Lech am Arlberg, die schon in dritter Generation betrieben wird. Ein typisches Vorarlberger Traditionsgebäck ist das "Schild". Es besteht aus einem Semmelteig, der in viereckiger Form gern für Familien gekauft wird und vor allem früher nie auf dem Sonntagstisch fehlen durfte. Die "Bosniaken" werden aus einer ausgewogenen Roggen- und Weizenmehlmischung mit ausgewählten Gewürzen und einer Extraportion Kümmel hergestellt. Wer geflochtenes Gebäck liebt, ist mit einem "Sesamzöpfle" gut versorgt. In Südtirol sind das "Vinschgerl" und das lang haltbare "Schüttelbrot" typisch. Früher wurde es auch auf den Bauernhöfen gebacken. Eine Bäckerei in Bruneck produziert diese Köstlichkeiten aus Roggenmehl. Wer Kaisersemmerln und Salzstangerln genießen möchte, so wie sie schon in der Monarchie gebacken worden sind, findet diese in Groß Enzersdorf östlich von Wien. Das feine Weizenmehl aus dem Marchfeld, verbunden mit einer einzigartigen Verarbeitung des Teigs, schafft diese zeitlosen Gaumenfreuden, ohne die ein "Wiener Frühstück" nicht vorstellbar wäre. Das "Kaisersemmerl", das "richtige" knusprige, ist noch immer hohe "Bäckerhandwerkskunst". Da werden die Ecken und Enden ineinandergeflochten, und dann muss es noch lange "warten" - "gehen" und gären -, bis das Innere seidig und weiß und die Kruste goldgelbbraun-knusprig bricht. Das "richtige" "Salzstangerl" wird ebenfalls noch händisch produziert und nach dem Rollen mit Salz und Kümmel bestreut. Für Puristen ist es wohl die beste Beilage zum Gulasch. Gut gefüllt für die Jause ist es aber auch nicht zu verachten. Ganz im Norden Österreichs, im Waldviertel, werden bei einem "Slow Food"-Bäcker aus Leidenschaft "Mohnflesserln" hergestellt. Der Mohn kommt aus der Region. Durch das Flechten des Teigs entsteht ein einzigartiger Geschmack. Nicht jeder beherrscht diese Kunst noch. Die "Wachauer Laberln" aus Dürnstein, Niederösterreich, sind weit über ihre Ursprungsregion hinaus bekannt. Erfunden wurden sie bereits 1905 von Richard Schmidl. Sie sind ein Graugebäck und bestehen aus einer Mischung aus Roggen- und Weizenmehl. Bei einem Besuch in Pinkafeld im Burgenland entdeckt Anita Lackenberger die "Grammelpogatscherln". Als lokale Spezialität, herzhaft und deftig, passen sie wunderbar zum burgenländischen Wein. Und dann gibt es noch die "Langsemmeln", die in einigen Regionen statt "normaler" runder Semmerln gegessen werden. In den meisten Gegenden sind sie jedoch bereits verschwunden - und damit ist überall dort auch die "Kinderfreude" Vergangenheit, aus einem Gebäck zwei machen zu können, wenn man eine Langsemmel in der Mitte - ebenfalls längs - teilt.
10:45
Nicht nur Weihnachten ist ein Anlass zum Backen: Auch zu Ostern gibt es in ganz Europa traditionelles Backwerk. Religiöse Unterschiede und regionale Eigenheiten sorgen dabei für Vielfalt. Doch eine Zutat steht zu Ostern besonders im Mittelpunkt: die Hefe. Der Pilz, in Österreich auch Germ genannt, macht den Teig flaumig. Ohne ihn wären Osterspezialitäten wie die Pinze oder der Kärntner Reindling undenkbar. Ein süßer Hefeguglhupf, gefüllt mit Zucker, Zimt und oft auch geriebenen Nüssen, dient als Unterlage für herzhaften Osterschinken und scharfen Kren: Was für Nicht-Kärntner nach einer gewagten kulinarischen Kombination klingt, ist in Österreichs südlichstem Bundesland Standard - keine traditionelle Osterjause ohne Reindling. Und wie bei jedem Traditionsgebäck hat jede Familie ihr eigenes Rezept, ihre ganz persönlichen, geheimnisvollem Mischverhältnisse von Zutaten und Gewürzen. Diesen Back-Geheimnissen geht Anita Lackenberger in ihrer Dokumentation "Pinzen, Fladen, süße Zöpfe - Osterzauber in Europa" auf den Grund. Sie entdeckt auch die Königin der slowenischen Osterspezialitäten, die Potica - ebenfalls gefüllter Germteig, allerdings in Form eines Strudels. Auch eine andere typische Osterspezialität, die Pinze, stammt aus dem Raum Südösterreich, Slowenien, Kroatien. Der Name stammt vom italienischen "pinza", zu Deutsch "Schere" oder "Zange", und weist auf eine Besonderheit dieses Hefegebäcks hin: Der Teigballen wird vor dem Backen mit einer Schere eingeschnitten, und so erhält die Pinze ihre charakteristische Form. Anita Lackenberger reist auf der Suche nach den traditionsreichsten Rezepten quer durch Europa und erzählt dabei auch ein Stück europäischer Kulinarik-Geschichte. Im Norden Deutschlands gibt es an den Osterfeiertagen Osterfladen, die zum Frühstück und/oder zum Nachmittagstee gereicht werden. Der Osterfladen ist vor allem in der protestantischen Ostertradition verankert und erinnert an die Matzen - das ungesäuerte Brot - des jüdischen Pessachfestes. In Bayern hingegen werden aus Hefeteig wahre Kunstwerke geformt. Osterhase und Osterlamm sind nur zwei Varianten der in Süddeutschland gebräuchlichen österlichen Gebildebrote. Die deutschen Backtraditionen zeigen auch die historisch gewachsenen Kulturunterschiede zwischen dem evangelischen Norden und dem katholischen Süden. In Ligurien darf auf keinen Fall die Ostertorte, die Torta pasqualina, fehlen, die mit Artischocken und Eiern gefüllt wird - ein würzig-herzhaftes Rezept. Auch in der Schweiz findet man einen Osterfladen. Die Schweizer Version jedoch hat eine ganz besondere süße Füllung. Zum Abschluss geht es noch in DAS Osterland Europas: nach Polen. Dort gibt es eine besondere Vielfalt an Osterrezepten wie die Ostertorte Mazurek, das Osterbrot Paska und den Osterkuchen Babka. Anita Lackenberger und ihr Team blickten Hausfrauen, Bäckern und Konditoren bei der Herstellung regionaltypischer Osterspezialitäten über die Schultern.
11:30
In ihrer filmischen Reise führt Anita Lackenberger durch die Kulturgeschichte des Strudelteigs - vom heutigen Mitteleuropa bis zu den Wurzeln des Strudels im Orient. Es ist eine große Kunst, einen Strudelteig so hauchdünn auszuziehen, dass man darunter eine Zeitung lesen kann. Die Füllungen können süß oder pikant sein und etwa aus Äpfeln, Nüssen, Mohn, Topfen oder aus Käse, Spinat, Kraut, Zwiebeln und Speck bestehen. Die dünnen Teigblätter sind orientalischen Ursprungs. Das süße Baklava ist eine klassische türkische Dessert-Spezialität, die auch bei uns viele kennen: gefüllt mit Walnüssen oder Pistazien und übergossen mit Honig oder Zuckersirup. Die österreichische Küche ist voller Strudel-Wunder. Um den Apfelstrudel hat sich ein wahrer Koch-Glaubenskrieg entbrannt: Für die einen gehören simple Brösel zur Füllung, für die anderen müssen es Biskuitbrösel sein, wieder andere schwören auf Nüsse. Der Topfenstrudel wird besonders gern mit Vanillesoße verspeist. Der Milchrahmstrudel ist an Üppigkeit nicht zu überbieten: Die Füllung besteht aus süßem Rahm, Zucker und Spezereien. Darüber wird wieder reichlich Vanillesoße gegossen. Im bayrischen Neumarkt in der Oberpfalz wird ein "Apfel-Millirahm-Strudel" gebacken - eine Mischung zwischen einem Apfel- und einem Milchrahm-Strudel, der wohl das Beste aus beiden "Strudelwelten" zusammenführt. Der "Vierlings-Strudel" ist quasi das slowenische Nationalgebäck: Zwischen den Strudelblättern werden schichtweise verschiedene Füllungen - aus Mohn, Nüssen, Äpfeln und Topfen - aufgetragen und noch mit "süßer Sahne" getränkt. Weizenmehl aus Ungarn hat einen hohen Kleberanteil und eignet sich daher besonders gut zur Herstellung von Strudelteig. Der ungarische Mohnstrudel, "Rétes" genannt, gilt in seinem Ursprungsland ebenfalls als Nationalspeise. Sein Ruf als edles Dessert hat sich aber bereits im 19. Jahrhundert nicht nur in der österreichisch-ungarischen Monarchie verbreitet, sondern ist gar bis nach Frankreich vorgedrungen. Der Strudel birgt wahrlich einen großen Schatz an Kulturgeschichte, der Menschen mehr verbindet, als trennt und die Küche zum Hort der Völkerverständigung erhebt.
12:15
Milch, Eier, Mehl und Fett zum Braten: daraus zaubert man in Österreich Palatschinken, in Deutschland Pfannkuchen und auch in anderen Ländern sind die Teigfladen aus der Pfanne beliebt. Anita Lackenberger macht sich in Österreich und den Nachbarstaaten auf die Suche nach traditionellen und kreativen Palatschinken-Rezepten. Gefüllt werden die zarten Teigfladen mit Marmelade, Topfen oder Schokoladensauce, bestreut mit gehackten, gerösteten Nüssen und mit Staubzucker, garniert mit einem Tupfer Schlagobers. Das Lieblingsessen vieler Kinder gibt es auch in pikanten Varianten etwa mit Fleisch- oder Spinat-Käse-Füllung. Süße wie salzige Varianten werden vielerorts im Backofen überbacken. Eine klassische Variante der Wiener Küche sind die Frittaten: in dünne Bahnen geschnittene Palatschinken, die in einer herzhaften Rindsuppe am besten schmecken und in österreichischen Gasthäusern und Restaurants zum Standard-Repertoire gehören. Trennt man die Eier und schlägt das Eiklar zu Schnee, wird aus dem Palatschinkenteig die Basis für Kaiserschmarren. Dabei wird der flaumische Teig ebenfalls in der Pfanne von beiden Seiten angebraten, dann aber während des Bratvorgangs mit der Gabel zerrissen und erhält so sein bröckeliges Aussehen. Serviert mit Zwetschgenröster ist er ein Klassiker der österreichischen Mehlspeisküche.
13:00
Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.
13:10
"Notizen aus dem Ausland" ist das Auslandsmagazin von 3sat. Monothematische, kurze Beiträge geben Einblicke in die gesellschaftliche oder politische Situation in einem Land der Welt.
13:15
Das aktuelle Wochenmagazin "quer" präsentiert ungewöhnliche Blicke auf das Zeitgeschehen. Kritisch und informativ, bissig und direkt, aber auch unterhaltsam präsentiert Moderator und Kabarettist Christoph Süß die Themen der Woche aus Politik, Gesellschaft, Szene, Sport und Kultur aus neuen, "queren" Blickwinkeln.
14:00
Es blüht und grünt in Hamburg. Auch viele Menschen sind im Aufbruch: Die Kapitäne der Alsterdampfer starten in die Saison, bei "Blumen Graaf" in Nienstedten dominieren knallige Farben. Und in einer Patisserie in Uhlenhorst entsteht ein riesiges Osterei.
14:30
Ein Blumenstilleben, hinten drauf ein Zettel mit einem holländischen Namen. Die Experten in Coburg sollen entscheiden: Ist es Tausende oder Hunderttausende wert? Dazu ein mechanischer Fiedler und ein Stuhl, der aus einem berühmten Gebäude stammen könnte.
15:05
In keinem anderen Bundesland Österreichs wird das Osterfest so zelebriert wie in Kärnten. Dazu zählen die üppige Osterjause, geklöppelte Weihtücher und diverse Osterspiele für Jung und Alt. Der Film führt auf Märkte, zu traditionellen Kunsthandwerksbetrieben, in Kärntner Küchen und an öffentliche Schauplätze, wo vielfältige Osterbräuche ausgeübt werden. Das traditionelle Osterfest beendet die kirchliche Fastenzeit, eine Zeit, in der Altäre oder Kreuze mit sogenannten Fastentüchern verhängt werden. Wie alt und auch heute noch bedeutend diese Tradition in Kärnten ist, lässt sich an zwei besonderen Fundstücken in Klagenfurt ablesen: So findet sich in der Christkönigskirche ein spätgotisches Fastentuch aus der Wallfahrtskirche Maria Bichl bei Lendorf, das bis 1924 verschwunden war und jetzt restauriert wieder bewundert werden kann. Im Kontrast dazu kann man im Klagenfurter Dom ein sehr modernes, neues Fastentuch der Kärntner Künstlerin Lisa Huber bewundern. Generell spielen die Kirchen eine wichtige Rolle beim Osterfest. In Klagenfurt segnet der Dompfarrer Peter Allmaier am Samstagmorgen das Osterfeuer, das von den Gläubigen mit glühenden Baumschwämmen nach Hause gebracht wird. Einst wurde mit dieser geweihten Glut der Küchenherd angezündet, und erst dann konnte der Schinken gekocht werden. Und auch die Osterjause, verpackt in prächtigen Weihkörben, erhält den kirchlichen Segen. Die Weihdecken für diese Körbe entstehen nach alter Tradition, werden mit geklöppelten Spitzen gesäumt und bestickt. Auch die Eier werden oftmals besonders behandelt, mit Pflanzenfarben gefärbt und mit Abdrücken von Frühlingskräutern geschmückt. So ist jedes Osterei einzigartig, ein Abbild des Frühlings. Im Zentrum der Kärntner Osterjause steht der Kärntner Reindling, ein Germteigkuchen, der mit viel Zucker, Zimt und wahlweise Rosinen und Nüssen gefüllt wird. Gebacken wird er in einem Topf, der sogenannten "Rein", daher rührt auch der Name des Kärntner Reindlings. Genossen wird der süße Reindling mit salzigen Speisen wie Schinken und Meerrettich. Die Osterjause ist das erste üppige Mahl nach der kargen Fastenzeit, die in Kärnten mit den Fastennudeln einen symbolischen Höhepunkt findet. Diese Dampfnudeln werden aus den Resten des Reindlingteigs zubereitet und nach strengen Fastenregeln am Karfreitag ohne Butter, Zucker und Mohn gegessen. Kulinarisch finden sich in Kärnten noch weitere regionale österliche Spezialitäten, wie die mit Alkohol und Mohnmasse "gefüllte Butter" oder der "Röhrlsalat" aus frisch geschnittenen Frühjahreslöwenzahnblättern.
15:50
Was die Inkas bereits vor 9000 Jahren anbauten, wurde bei uns lange Zeit argwöhnisch beäugt: der Erdapfel. Die köstliche Knolle wollte nicht so recht in die heimatliche Scholle. Und wenn, dann wurde sie primär als Schweinefutter angebaut. Erst unter dem Eindruck großer Hungersnöte war es möglich, die Kartoffel als Volksnahrungsmittel zu etablieren. Die Mönche von Seitenstetten hatten deren Vorzüge bereits vor geraumer Zeit erkannt. In der Stiftsbibliothek steht ein 400 Jahre altes Buch, in dem sich unter anderem ein Rezept für Erdäpfelsalat findet. Heute genießt man die nahrhafte Erdfrucht in vielen Varianten - als Püree, Puffer und Pommes frites, man nutzt se aber auch für Süßspeisen wie Mohnnudeln und Marillenknödel.
16:00
Die junge Reisebüro-Angestellte Valerie ist in ihren Chef Martin verliebt, der ihr aber die kalte Schulter zeigt. Doch dann führt ein Missgeschick zu einer ganz neuen Entwicklung. Eines Tages begegnet Valerie dem Architekten Jan, dem sie versehentlich Kaffee über den Anzug schüttet. Die beiden tauschen ihre Visitenkarten aus - eine schicksalhafte Fügung. Denn als Jan nach einem Unfall bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert wird, finden sich bei ihm keine Papiere, nur Valeries Visitenkarte. Also bestellt man die junge Frau ins Krankenhaus und bittet sie, Jans Angehörige zu informieren. Von seiner Nichte Lena, die während des Urlaubs ihrer Mutter bei ihrem Lieblingsonkel wohnt, erfährt Valerie, dass Jan durch seinen Unfall einen wichtigen Termin für die Präsentation eines großen Hotel-Entwurfs zu verpassen droht. Angespornt von der quirligen Lena, schnappt Valerie sich die Entwürfe und gibt sich bei der Präsentation kurzerhand als Jans Assistentin aus - mit Erfolg: Die Investoren sind hellauf begeistert, obwohl der Bürgermeister lieber seinem alten Spezi Josef Holzer den Zuschlag geben würde. Zurück aus der Klinik, erfährt Jan von Valeries eigenwilliger Aktion - und ist umso erstaunter, als man ihm mitteilt, dass man seinen Entwurf in die engere Wahl gezogen hat. Doch nicht nur Valeries erstaunlicher Erfolg beeindruckt Jan: Je besser der Architekt seine "Assistentin" kennenlernt, desto stärker werden seine Gefühle für sie. Auch Valerie spürt, dass sie mehr für Jan empfindet, als sie zunächst dachte. So leicht ist die Sache allerdings nicht, denn plötzlich beginnt auch Martin, sich für Valerie zu interessieren. Er führt seine Angestellte schick aus und macht ihr den Hof. Doch obwohl damit ihr größter Traum in Erfüllung zu gehen scheint, zieht Valerie sich zurück. Hin- und hergerissen zwischen ihrem alten Schwarm Martin und ihrer neuen Liebe Jan, versucht sie, sich über ihre Gefühle klar zu werden. Jan bekommt unterdessen ganz andere Probleme: Sein Rivale Holzer hat herausgefunden, dass Valerie gar nicht seine Assistentin ist, und versucht nun, ihn deswegen bei den Hotel-Investoren anzuschwärzen. Der Auftrag scheint bereits verloren, da ergreift Valerie noch einmal die Initiative.
17:30
Während Juniorchefin Beatrice ums Überleben der Textilmanufaktur Brunhausen kämpft, will ihre Mutter Karla die Firma verkaufen. Der Investor kommt in Gestalt des attraktiven Thomas Berger. Beatrice, die keine Zeit für ein Privatleben hat, hält den vermeintlichen Urlaubsgast auf Distanz. Als sie sich ihre Gefühle für ihn endlich eingesteht, muss sie feststellen, dass er ein anderer ist als gedacht.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
Der Maler Max Ernst: Freigeist, Frauenliebling, Antifaschist. Zum 50. Todestag am 1. April 2026 erzählt der Film die spannende Geschichte des revolutionären Wegbereiters des Surrealismus. Die rätselhaft-magischen Bildwelten Max Ernsts (1891-1976) faszinieren und verstören zugleich. Geprägt von seinen Erfahrungen mit Krieg und Faschismus spiegeln sie eine künstlerische Haltung, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren hat. Im Juni 1940 befindet sich Max Ernst in einer bedrohlichen Situation: Während die deutschen Truppen immer weiter in Richtung Südfrankreich vorrücken, ist er mit anderen deutschen und österreichischen Staatsbürgern als vermeintlich "feindlicher Ausländer" in einem Internierungslager bei Aix-en-Provence inhaftiert. Für den Hitler-Gegner Max Ernst, dessen Werke von den Nationalsozialisten als "entartete Kunst" diffamiert werden, wäre es gefährlich, in ihre Hände zu fallen. Von diesem Moment aus erzählt der Film rückblickend das Leben des epochalen Künstlers bis zu seinem US-amerikanischen Exil in den 1940ern. Im ersten Weltkrieg hatte Max Ernst selbst als Soldat in den Kampf ziehen müssen. Die traumatisierende Fronterfahrung wird zu einem Schlüsselerlebnis in seiner Biografie. Von diesem Zeitpunkt an ist Max Ernst immer auch ein politischer Künstler. Ein Künstler, der die alte Gesellschaftsordnung zerstören will. Zusammen mit den Pariser Surrealisten um André Breton zettelt er eine kulturelle Revolution an, deren Erschütterungen über die Kunstwelt hinaus gehen. Mit seinem 1937 entstandenen Werk "Der Hausengel" - dem "Trampeltier, das alles, was ihm in den Weg kommt, zerstört und vernichtet", thematisiert Max Ernst die menschliche Zerstörungslust. Die Figur des Trampeltiers ist eine Allegorie auf die Diktatoren seiner Zeit, die heute aktueller denn je ist. Mit Archivmaterial, Elementen der Graphic Novel und hochrangigen Interviewpartnern zeichnet der Film ein lebendiges Porträt des Malers in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Redaktionshinweis: 3sat zeigt "Max Ernst - Der Surrealist und das Trampeltier" zum 50. Todestag des Malers und Grafikers am 1. April.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Oper von Richard Strauss
23:40
Im England des frühen 11. Jahrhunderts muss der junge Halbwaise Rob Cole hilflos mit ansehen, wie seine Mutter an einer unheilbaren Krankheit stirbt. Das Erlebnis prägt ihn nachhaltig. Rob schließt sich einem fahrenden Bader an, der ihn in das medizinische Halbwissen des Mittelalters einweiht. - Regisseur Philipp Stölzl verfilmt Noah Gordons Weltbestseller "Der Medicus" als bildgewaltige Reise ins Mittelalter. Als der Wanderheiler allmählich sein Augenlicht verliert, übernimmt sein Zauberlehrling Rob bald die "Behandlungen" - für die Patienten eher schmerzhafte als heilsame Prozeduren. Von einem jüdischen Medicus, der dem fast Erblindeten durch einen kunstvollen Eingriff das Augenlicht wiedergibt, erfährt Rob, dass es außer seinem bescheidenen Wissen eine sehr viel weiter entwickelte Heilkunst gibt. Elektrisiert macht er sich auf den Weg in die persische Stadt Isfahan, wo der sagenumwobene Ibn Sina Medizin lehrt. Dank seiner erstaunlichen Fähigkeiten avanciert Rob bald zum Meisterschüler des Universalgelehrten. Als in Isfahan die Pest wütete, findet Rob heraus, dass Rattenflöhe den Erreger übertragen. Dank seiner Entdeckung wird die Epidemie eingedämmt. Ein phänomenaler Erfolg, doch der gefeierte Mediziner ist nicht zufrieden. Rob will das Geheimnis jener unheilbaren Krankheit lüften, an der auch seine Mutter starb. Trotz ausdrücklichen Verbots seines Lehrmeisters obduziert Rob heimlich eine Leiche und beginnt zu verstehen, dass die berüchtigte "Seitenkrankheit" eine Blinddarmentzündung ist. Mit diesem Wissen rettet er sogar dem Schah das Leben. Doch er wird an die Mullahs verraten, fanatische Koraneiferer, in deren Augen Ibn Sina und seine Schüler sich gegen Gott versündigen. Mit dem Überfall der kriegerischen Seldschuken, die den Mullahs zur Seite stehen, endet in Isfahan die Epoche der freien Wissenschaft. Ibn Sina verübt Selbstmord. Im letzten Moment rettet Rob seine große Liebe Rebecca aus den Fängen ihres Gatten, der die Ehebrecherin nach alter Tradition steinigen will. In ihrer Begleitung kehrt der Medicus nach England zurück, wo er seine Kenntnisse in den Dienst der freien Forschung stellt.