17:28
Alpine Natur, gelebte Tradition und Menschen mit Leidenschaft: Das Stubaital vereint auf einer Länge von 35 Kilometern - umrahmt von Dreitausendern - all das, was Tirol ausmacht. Im Winter wie im Sommer ist das Leben der Menschen im Stubaital geprägt vom Bergtourismus. Ihre Heimat zum Erlebnis für Gäste zu machen, ist für viele mehr als nur ein Beruf - ob für den Ski- und Bergführer, den Almgastronomen oder für die Gleitschirm-Fluglehrerin. Das Stubaital ist eines der touristischen Ballungszentren Tirols - begünstigt auch durch die Nähe zur Landeshauptstadt Innsbruck. Mehrere Bergbahnen auf überschaubarem Raum und umfassende Wanderrouten sorgen dafür, dass die Bergwelten erkundet werden können. Im Winter dominiert der Skisport den Alltag im Stubaital. Die Inbetriebnahme der Stubaier Gletscherbahn 1973 hat maßgeblich zum touristischen Aufschwung des Tals beigetragen. Von der Bergstation am Stubaier Gletscher aus macht sich der Berg- und Skiführer Leonhard Siller aus Neustift am winterlichen Morgen mit einer kleinen Gruppe Gäste zu einer Skitour auf. Sein Alltag bewegt sich zwischen Berg und Tal. Das erfordert Ausdauer. Wenn er von der Tour zurück ist, ruft noch die Arbeit auf seiner Landwirtschaft in Neustift. In den Sommermonaten bewirtschaftet Leonhard gemeinsam mit seiner Frau Martina die Nürnberger Hütte auf knapp 2300 Metern Seehöhe am Fuße des Wilden Freigers. Das ist gelebte Familientradition in vierter Generation. Seit 1914. Der Familientradition treu geblieben ist auch die Paragleiterin Johanna Eller. Bereits im Alter von 18 Monaten hat sie mit ihrem Vater, der 1986 in Neustift eine der ersten Drachen- und Gleitschirmflugschulen Österreichs eröffnet hat, ihren ersten Tandemsprung absolviert. Heute ist Johanna selbst Fluglehrerin. Der ideale Startplatz für ihre Übungsstunden befindet sich am Hang unmittelbar neben der Bergstation der Elfer-Bahnen. Die luftigen Höhen sind nicht das Einzige, was das Stubaital bekannt gemacht hat: Werkzeuge, Eispickel und Karabiner haben ihren Teil dazu beigetragen - die Produkte der Stubaier Werkzeugindustrie, die seit 1897 besteht. Peter Gleinser hat jahrzehntelang in der Werkzeugindustrie gearbeitet. Inzwischen wacht er im örtlichen Schmiedemuseum über die stolze Geschichte der einst so zahlreichen Schmieden in Fulpmes. Feuer und Stahl: Daraus besteht die Welt von Michael Wilberger. Der junge Schmied hat sich auf die Produktion von Damastmessern spezialisiert. Darüber hinaus bietet er Messerschmiedekurse für Interessierte an. Im Zug der Industrialisierung wurde Fulpmes - und damit das Stubaital - mit der 1904 eröffneten Stubaitalbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Die günstige Anbindung im öffentlichen Verkehr an das nah gelegene Innsbruck ist heute von großer Bedeutung für den Tourismus. Imposant und erfrischend ist der Grawa-Wasserfall, Gastlichkeit und hochwertige Kulinarik bietet man auf der Tschangelair-Alm. Dort kümmert sich Peter Zittera um die höchstgelegene Quellwasser-Fischzuchtanlage der Alpen, in deren klarem Wasser Saiblinge und Forellen heranwachsen. Als Küchenchef ist Peter für das Wohl der Gäste zuständig - auf der Alm, aber auch im "Hoferwirt", einem schmuckvollen Traditionsgasthaus in Neustift. Erbaut wurde das Haus im Jahr 1674, seit 1922 ist es im Besitz der Familie Zittera.
18:14
Mehr als 49.500 Tierarten sind vom Aussterben bedroht, die Biodiversität in Gefahr. Zoos, Wissenschaftler und Behörden wollen nun an einem Strang ziehen, um die Artenvielfalt zu schützen. Die Rote Liste der gefährdeten Tiere wächst von Jahr zu Jahr. Mit der Initiative "Reverse the Red" will die Weltnaturschutzorganisation IUCN Maßnahmen in Zoos und im Freiland koordinieren und so das Verschwinden der Tiere stoppen. Die Aktivitäten zum Schutz der Lebensräume in den Heimatländern der bedrohten Arten sollen dabei eng mit Nachzuchtprogrammen in wissenschaftlich geführten Tiergärten synchronisiert werden. Bislang arbeiteten Naturschutz und Zoologen meist nebeneinander. Die Folge: Arten sterben aus, bevor man die Ökosysteme retten kann, in denen sie vorkommen - oder Zoos züchten Arten, deren natürliche Lebensräume längst zerstört sind. Nun gilt es, die Maßnahmen in Zoos und im Freiland besser abzustimmen und zu steuern - mit einem sogenannten "One Plan Approach". Einer der Pioniere bei der Umsetzung dieses Ansatzes ist der Zoologe Thomas Ziegler, der Leiter des Aquariums im Kölner Zoo. Er hat sein Haus nicht nur zu einer der wichtigsten Archen für gefährdete Arten weltweit umgebaut. Er kooperiert zudem mit Naturschützern, um Tiere, wie etwa das extrem seltene Philippinen-Krokodil, im Zoo nachzuzüchten und wieder in die Freiheit zu bringen. Auch die vom Aussterben bedrohten Przewalskipferde, deren ursprünglicher Lebensraum die kasachische Steppe war, wurden nicht zuletzt mit Hilfe von Nachzuchten des Kölner Zoos bereits erfolgreich auf der Roten Liste zurückgestuft. Sie leben heute wieder in der Wildnis. Internationale Kooperationen sind auch in Vietnam entstanden: Der Amphibien- und Reptilienexperte Cuong The Pham von der Vietnam Academy of Science and Technology arbeitet seit 20 Jahren eng mit Thomas Ziegler und dem Kölner Zoo zusammen. Die Wissenschaftler wollen jetzt unter anderem einen der größten Geckos der Welt schützen, den Reeves Tokeh, dessen Bestände gerade rapide abnehmen. Die Echsen werden massenhaft getötet, um zweifelhafte Heilmittel zu produzieren.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:22
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"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Der zweiteilige Fernsehfilm erzählt vom Überlebenskampf einer regimekritischen und teils jüdischen Hoteliersfamilie in Bonn über drei Generationen nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs. Das historische TV-Epos wirft einen ungewöhnlichen Blick auf die "Wilden Neunzehnzwanziger" jenseits von Berlin und thematisiert die damaligen Konflikte um Demokratie, Freiheit und Frauenbilder. "Wir Jungen müssen uns die Welt zurückholen" - daran glaubt Emil Dreesen nach seiner Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg. Traumata aus den Schützengräben und eine schwere Schuld möchte er hinter sich lassen. Anders als sein nationalistischer Vater Fritz, der sich gegen die französischen Besatzer in seinem Rheinhotel Dreesen auflehnt, will sich der Hotelierssohn Emil mit den Franzosen arrangieren und aussöhnen. Für den Juniorchef geht der Blick nach vorn. Um neue Gäste zu gewinnen, setzt der 21-Jährige mit Unterstützung seiner jüngeren Schwester Ulla auf Kultur und Unterhaltung. Rückendeckung bekommt er von seiner lebensfreudigen Großmutter Adelheid als Hotelbesitzerin. Verlassen kann sich Emil auch auf seinen Freund Robert aus Kriegstagen. Die beiden verbindet ein Geheimnis, das ihnen jederzeit zum Verhängnis werden kann. Als ein ehemaliger Frontkamerad auftaucht, um Emil zu erpressen, bekommt dieser unerwartete Unterstützung von dem Zimmermädchen Elsa. Die überzeugte Kommunistin, die für die Rechte der weiblichen Bediensteten streitet, ist jedoch seinen Eltern ein Dorn im Auge.
21:45
Das Filmteam erkundet mit Roller, Boot und Taxi den Süden Thailands. Das Abenteuer beginnt während des thailändischen Neujahrsfests Songkran, der größten Wasserschlacht der Welt.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Nach einem illegalen Deal mit tödlichem Ausgang bei seiner letzten Schicht muss ein Mailänder Polizist cool bleiben. - Fesselnder Cop-Thriller mit toller Atmosphäre. Italiens Star Pierfrancesco Favino ("Illuminati", "Suburra") brilliert in einem aufregenden Polizeithriller im Neo-Noir-Look, der auf moderne Weise die Tradition des europäischen Polizeifilms aufnimmt. Regisseur Andrea Di Stefano sorgt für Hochspannung. Nach 35 Dienstjahren als schlecht bezahlter Polizist bei der Mailänder Kriminalpolizei steht Franco Amore unmittelbar vor dem Ruhestand. Seine Frau Viviana hat schon die Überraschungsparty am Abend des letzten Arbeitstags gestartet. Doch diese letzte Nacht wird völlig anders ablaufen als geplant. Als Franco auf der Party erscheint, ist schon alles schiefgelaufen, was nur schieflaufen kann. Denn um die Ansprüche seiner Frau einigermaßen erfüllen zu können, hat sich Franco schon einige Zeit zuvor auf dubiose Deals mit Cosimo eingelassen, einem halbseidenen Verwandten Vivianas: Mit der Autorität des Polizisten flankiert er dessen illegale Geschäfte. Durch Cosimo geriet er auch an einen chinesischen Paten, der unter anderem Geschäfte mit geschmuggelten Diamanten macht. Ausgerechnet an seinem letzten Arbeitstag muss er - zusammen mit seinem Kollegen Dino - zwei Kuriere transportieren. Doch Cosimo spielt auf eigene Rechnung und sabotiert den Transport mit weiteren korrupten Polizisten. Am Ende fallen drei Beamte und zwei Kuriere der Aktion zum Opfer. Nur Franco kann entkommen und die Diamanten verstecken. Auf der Abschlussparty spielt er den Ahnungslosen. Doch als sein Chef ihn zum Tatort zitiert, beginnt ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel. Während Franco versucht, jeden Verdacht von sich abzulenken und sich dabei nicht in Widersprüchen zu verzetteln, begibt sich seine Frau am Tatort auf die Suche nach den Diamanten. Denn sollte Franco überführt werden und ins Gefängnis kommen, wäre auch seine gesamte Rente verloren. Doch auch die Chinesen haben die Diamanten noch nicht aufgegeben und sind in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich. Nach einer spektakulären Einstiegssequenz - einem Flug über die nächtliche Mailänder Innenstadt, begleitet von einem pulsierend-atemlosen Sound - beginnt der Film mit einer Überraschungsparty, bei der unter der Oberfläche nichts so ist, wie es scheint. Erst nach und nach, mit einer geschickt verschachtelten Erzählstruktur, deckt Regisseur und Drehbuchautor Andrea Di Stefano ("Escobar - Paradise Lost", "The Informer") in seinem Polizeithriller die wahren Hintergründe der Ereignisse auf. In eindringlichen Nachtbildern, die Kameramann Guido Michelotti in Schatten und Lichteffekte taucht, führt Andrea Di Stefano durch Mailands düstere Straßen und verkehrsreiche Tunnel. Dabei knüpft er geschickt an die europäische Tradition des Polizei- und Kriminalfilms an, die besonders in Italien mit dem gesellschaftskritischen Untergenre des Poliziottesco in den 1970er-Jahren verbreitet war und unter der Regie von Enzo Castellari ("Tote Zeugen singen nicht") und Stefano Vanzina ("Das Syndikat") einheimische Stars wie Fabio Testi und Franco Nero hervorbrachte. Unumstrittener Star in "Die letzte Nacht in Mailand" - der doppeldeutige Originaltitel lautet "L'ultima notte di Amore" - ist Pierfrancesco Favino. Der 1969 in Rom geborene Schauspieler wurde Anfang der 2000er-Jahre mit einigen Bibelverfilmungen bekannt, später gelang ihm der Sprung nach Hollywood, wo er in Filmen wie "Nachts im Museum", "Die Chroniken von Narnia", "Illuminati" und "World War Z" auftrat. Einen Polizisten am Rand der Legalität verkörperte er bereits in Stefano Sollimas "A.C.A.B. - All Cops Are Bastards". Ebenfalls unter der Regie von Sollima spielte Favino die Hauptrolle als politischer Handlanger der Mafia in dem Neo-Noir-Thriller "Suburra" sowie in dem düsteren Kriminalfilm "Adagio", der 2023 in Venedig Premiere hatte. Auch in "Nostalgia" und als U-Boot-Kapitän in "Commandante" beeindruckte Favino zuletzt mit seiner starken physischen Präsenz, die aber zumeist auch eine tragische, verletzbar-emotionale Seite hat.