20:15
Jeder von uns hat es fast täglich in der Hand: ein Ei. Doch ein Ei ist mehr als nur ein Frühstück oder ein Bestandteil in Nudeln und Torten. Das Ei ist ein wahres Wunder der Natur. Eier gibt es in vielen Größen, Farben und Formen. Wie sich die Eier von Vögeln, Fischen, Amphibien und Insekten unterscheiden und was sie gemeinsam haben, untersucht der Film in der Dachsteinregion, an der Donau vor Wien, in der Ostsee, Afrika und auf den Färöer.
20:59
(aus der ORF-Reihe "Universum") Die Marderfamilie ist eine der ältesten, größten und vielfältigsten Fleischfresser-Familien der Welt. Aber was macht die Marder so erfolgreich? Vom kleinsten Wiesel über den Riesenotter, den schlauen Honigdachs bis hin zum bemerkenswerten Vielfraß - diese Tierfamilie ist bekannt für ihre Fähigkeiten zur Problemlösung, ihre erstaunliche Beweglichkeit und ihre tödlichen Jagdfähigkeiten. Der Film erzählt beobachtet eine Familie von Hermelinen mit der Kamera, zeigt brandneue Forschungsergebnisse und unglaubliches Tierverhalten und untersucht die einzigartigen Fähigkeiten, die diesen schlauen Tieren geholfen haben, auf fast jedem Kontinent der Erde zu gedeihen.
21:45
In Österreich sind mehr als 400 Vogelarten nachgewiesen. Manche fallen optisch besonders auf: etwa der farbenprächtige Bienenfresser, der Fichtenkreuzschnabel oder der Stelzenläufer. Der Bienenfresser zählt zu den buntesten Vögeln Europas. Er ernährt sich nicht nur von Bienen, sondern auch von allerlei großen Insekten. Der Fichtenkreuzschnabel besitzt tatsächlich einen überkreuzten Schnabel, mit dem er leicht an Fichtensamen gelangt. Die Beine des Stelzenläufers sind die längsten Vogelbeine weltweit - im Verhältnis zur Körperlänge. Auch wenn nicht alle der in Österreich nachgewiesenen mehr als 400 Vogelarten durchgehend vorkommen, ist diese Zahl für ein kleines Binnenland relativ hoch. Wann und wo welche Vögel entdeckt werden können, hängt zu einem beträchtlichen Teil von den Witterungsverhältnissen und den landschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Innerhalb eines Jahresverlaufs sind im Schnitt etwa 300 Arten zu beobachten. Im Gebiet des Neusiedler Sees leben die meisten österreichischen Vogelarten. Der Bienenfresser liebt trockenes, warmes Wetter. Bei Sonnenschein ist seine Beute aktiv. Durch die Klimaerwärmung verbreitet er sich derzeit stark in Österreich. Die Vogelwelt der kühlen Bergwälder unterscheidet sich stark von jener in der trockenen Tiefebene. Insektenfresser kommen dort nur in den Sommermonaten vor. Vögel aber, die im Winter Samen fressen, können auch in den Bergen überwintern. Der namengebende überkreuzte Schnabel des Fichtenkreuzschnabels ist ein hoch spezialisiertes Werkzeug, mit dem der Vogel gut die nahrhaften Fichtensamen herauslösen kann, die unter den Zapfenschuppen liegen. Die langen Beine des Stelzenläufers sind eine ideale Anpassung an etwas tiefere Gewässer. So kann er in Bereichen fressen, zu denen verwandte Arten keinen Zugang haben. In Österreich gehört der Stelzenläufer zu den zahlreichen Brutvögeln, die sich am Neusiedler See etabliert haben.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Mola, eine 100-jährige Nonne, möchte nach Tibet zurückkehren, um dort zu sterben. Doch aus politischen Gründen ist Molas Wunsch schwierig umzusetzen. Mola flüchtete 1959 vor der chinesischen Besatzung und verlor dabei Mann und Tochter. Ein Dokumentarfilm von Yangzom und Martin Brauen über eine starke, humorvolle Frau und ihr Leben im Exil. Kunsang Wangmo, bekannt als "Mola" - Großmutter -, lebt seit fast 60 Jahren fern von ihrer Heimat Tibet, davon 45 Jahre in Bern. Molas Hingabe zum Buddhismus begann, als sie mit sechs Jahren in ein Kloster eintrat. Sie heiratete später einen Mönch und bekam zwei Töchter. Wie unzählige weitere Tibeterinnen und Tibeter floh die junge Familie nach der chinesischen Machtübernahme 1959 nach Indien. Molas Ehemann und das jüngste Kind überlebten nicht, sodass Mola und ihre Tochter Sonam nur noch einander hatten, bis sie Martin trafen, der Sonam heiratete und beide Frauen in die Schweiz brachte. Nach einem Leben im Exil möchte Mola nun am Ende ihres Lebens ihre Heimat wiedersehen, um dort zu sterben. Ein Dokumentarfilm von Yangzom und Martin Brauen über eine hingebungsvolle und charismatische Frau, die, wie Millionen andere, durch drastische politische Veränderungen vertrieben wurde, und sich fern der Heimat ein neues Leben aufbaute. Redaktionshinweis: 3sat zeigt den Dokumentarfilm "Mola - Eine tibetische Geschichte von Liebe und Verlust" anlässlich des wichtigsten buddhistischen Feiertags Visakha Bucha am 1. Juni. Der Gedenktag erinnert an die Geburt, Erleuchtung und den Tod Buddhas.
23:55
Möglichst lange leben und gesund bleiben: Der Longevity-Trend ist längst in Deutschland angekommen und bestimmt das Leben von Daniel, Merle und Felix. Was bedeutet die harte Disziplin für sie? Eine rasant wachsende Szene versucht, mithilfe moderner Forschung, mit Ernährung, Mikronährstoffen und Bewegung den ewigen Jungbrunnen zu finden und richtet mit viel Disziplin den Alltag danach aus - geleitet vom Glauben an die "richtige" Lebensweise. Daniel (53) will gesund alt werden und im Hier und Jetzt das intensive Leben spüren. Sein Highlight: ohne Atemmaske und Neoprenanzug in einem Gletschersee zu tauchen. Nachdem er als Architekt und Unternehmer zwei Burn-outs hatte, fing er an, sich intensiv mit seinem Körper zu beschäftigen. Durch tägliches Eisbaden, eine spezielle Atemtechnik, asiatische Kampfkunst, ein diszipliniertes Leben und diverse Nahrungsergänzungsmittel regt er die Zellerneuerung an. Seine Verjüngung konnte sogar wissenschaftlich nachgewiesen werden. Seine Herzvariabilitätsrate (HVR) entspricht der eines 34-Jährigen. Merle (46) will herausfinden, wie sie ein gesundes und langes Leben führen kann. Nach einer schweren Krebserkrankung und anschließender Chemotherapie, von der sie sich lange nicht erholte, recherchierte sie und testete alles, was moderne Forschung hergibt. Dann hängte sie ihren Job als Fernsehjournalistin an den Nagel, machte eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin und zog mit der Familie an den Schliersee. Seither lebt sie strikt nach Longevity-Regeln. Vor kurzem hörte sie von den Blue Zones, den sagenumwobenen Regionen der Welt, in denen die Menschen sehr alt werden, und reiste auf die abgelegene griechische Insel Ikaria. Wird sie hier den Geheimnissen eines Lebens voller Gesundheit, Glück und Zufriedenheit näherkommen? Felix will unsterblich werden. Dafür beschließt der 47-Jährige, ein neues, gesundes Leben zu beginnen. Doch er kann sich die teuren Longevity-Anwendungen kaum leisten. Deshalb konzentriert er sich auf die günstigen Basics seines Vorbilds Bryan Johnson: Täglich viel Gemüse und Hülsenfrüchte, Sport und Bewegung sowie strikte Schlafhygiene - alles penibel eingehalten. Das Wichtigste: die Kryokonservierung. Nach seinem Ableben soll ihn eine Firma bei - 196 Grad Celsius so lange aufbewahren, bis eine Therapie für die Todesursache gefunden ist; dann soll er aufgetaut, behandelt und unsterblich werden. Um mehr Geld zu verdienen und die Forschung mittels KI voranzubringen, gründet er gerade ein Start-up. Außerdem möchte der Unternehmer mehr für soziale Kontakte tun, die ja auch für die Gesundheit wichtig sind. Wo findet er Gleichgesinnte und eine Partnerin? "37° geht der Frage nach, was diese Menschen antreibt? Was bleibt vom guten Leben, wenn sich alles nur noch um Gesundheit dreht und der Alltag von Entbehrung, Disziplin und Vermessen bestimmt ist?