16:35
Mit der Hauptstadt Dublin ist die östliche Region der Insel ein Zentrum der Kultur, aber auch der Geschichte. Dort treffen das alte und neue Irland zusammen. Dublin präsentiert sich als moderne internationale IT- und Wirtschaftsmetropole. Nur wenige Kilometer außerhalb liegen Zeugnisse aus prähistorischen Zeiten: die keltischen Hügelgräber Newgrange und Knowth. Aus der Luft zeigt sich eindrucksvoll, dass sie in ihrer Bedeutung nicht weit von den ägyptischen Pyramiden entfernt sind. Die Wände und Mauern sind übersät mit 5000 Jahre alten Gravuren. Diese keltischen Motive bergen Geheimnisse, die Archäologen bis heute zu lüften versuchen. Von den Ebenen im Osten Irlands aus kolonialisierten die Engländer das Land über Jahrhunderte. Noch immer sind ihre Einflüsse in Architektur und Alltag spürbar. Die große Kunst des Gartenbaus, die ihren Ursprung in den englischen Herrenhäusern hat, hat vor allem im County Wicklow ihre Spuren hinterlassen. In bunter Farbenpracht lässt sich dort nachvollziehen, warum Gärtnern heute zu einem beliebten Hobby der Iren geworden ist. Irlands längster Fluss, der Shannon, auf dem einst die Wikinger in das Land einfielen, zieht sich durch das Zentrum der Insel. Mittlerweile ist der Fluss zur Heimat vieler Freizeitkapitäne geworden: eine eingeschworene Gemeinschaft. Die uralte Geschichte mit ihren verschiedenen Einflüssen ist im Osten der irischen Insel allgegenwärtig. Dort, wo das alte und das moderne Irland aufeinanderprallen, entsteht ein neuer Zeitgeist. So manche altgediente Tradition muss neuen Ideen weichen. Weitläufige Sandstrände, Dünenlandschaften und steile Küsten bis hin zu saftig grünen Hochebenen und idyllischen Inseln: Die Dokumentationsreihe "Irischer Kompass" zeigt in vier Teilen die besonders abwechslungsreiche Naturkulisse der "Grünen Insel".
17:15
Die zehn Männer des Shanty-Chors von Port Isaac sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Dass sie vom Musikbusiness umworben werden, käme den schwer arbeitenden Fischern nie in den Sinn. Auch der Londoner Musikmanager Danny hält es für einen Scherz, als ihn sein Chef Troy bei einem Wochenendtrip an die Küste beauftragt, die Lokalmatadoren aus Cornwall unter Vertrag zu nehmen. - Britischer Kinofilm über die Geschichte der "Fisherman's Friends". Während seine Kollegen wieder nach London zurückkehren, macht sich Danny also daran, die "Fishermen" zu Probeaufnahmen zu überreden. Als besonders harter Brocken erweist sich Jim, der Danny klarmacht, dass die kernigen Burschen sehr ungemütlich werden können, sollte er es mit der Offerte nicht ernst meinen. Leider liegt Jim mit seinem Verdacht nicht ganz falsch: Dannys Boss hat sich tatsächlich einen üblen Scherz erlaubt. Eine Nummer, aus der der Talentscout nicht mehr so leicht herauskommt. Sich aus dem Staub zu machen, kommt für ihn jedoch ohnehin nicht mehr infrage, denn Danny fühlt sich stark zu Jims Tochter Alwyn hingezogen. Auch das einfache Leben, die Freundschaft und die von Herzen kommenden Lieder seiner Schützlinge gefallen ihm. Inzwischen glaubt Danny wirklich an das Projekt und zieht alle Register, um seine zuweilen kauzigen Jungs groß herauszubringen. Im Jahr 2010 stürmte der Shanty-Männerchor "Fisherman's Friends" mit einem Folk-Album die britischen Charts. Die ungewöhnliche Erfolgsgeschichte dient als Vorlage für die britische Komödie, die 2019 in die deutschen Kinos kam. Der gefeierte Nachwuchsregisseur Chris Foggin erzählt in dem charmanten Feel-Good-Movie eine warmherzige Geschichte über wahre Freundschaft, echten Gemeinschaftssinn und die Frage, was wirklich im Leben zählt. Die romantisch-raue Küste Cornwalls dient als Kulisse für die sympathische Komödie, die in der Tradition englischer Kinoerfolge wie "Ganz oder gar nicht" steht.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:08
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:10
Vanessa Rest und Jasmin Barman leiden an Krankheiten, die selbst erfahrene Ärzte vor Rätsel stellen. Jahre-, sogar jahrzehntelang bleibt unklar, was hinter ihren Symptomen steckt. Mit diesem Schicksal sind sie nicht allein. In der Schweiz leben über eine halbe Million Menschen mit einer seltenen Krankheit. Im Schnitt dauert es fünf Jahre, bis sie eine Diagnose erhalten. Auch bei verbreiteten, aber wenig erforschten oder neuen Krankheiten kann sich die Diagnostik über Jahre hinziehen. Die Dokumentation "Diagnose unbekannt Wenn Ärzte und Patienten jahrelang im Dunkeln tappen" zeigt, wie Betroffene in dieser Zeit mit Ungewissheit, Unverständnis und fehlender Betreuung umgehen. Sie beleuchtet die Bemühungen in der Schweiz, die medizinische Versorgung solcher Patientinnen und Patienten zu verbessern - und zeigt, wie künstliche Intelligenz zunehmend für die Diagnostik eingesetzt wird, um das weltweite medizinische Wissen effizienter zu nutzen. Der Film aus der Reihe "NZZ Format" gibt private Einblicke in zwei persönliche Geschichten, die geprägt sind von der Suche nach einer Diagnose, die alles verändern kann.
19:40
Auf einem Hügel in der Nähe der kleinen Ortschaft Sanchi in Zentralindien stehen die ältesten buddhistischen Stupas Indiens. Sie sind über 2000 Jahre alt. Stupas symbolisieren im Buddhismus den heiligen Baum des Lebens und der Erleuchtung. Nach dem Tod Buddhas war es der große Maurya-Kaiser Ashoka, der den Buddhismus für sich entdeckte und zu seiner großen Blütezeit in Indien verhalf. 84.000 große und kleine Stupas soll er zu Ehren Buddhas errichtet haben. Der Stupa von Sanchi ist 17 Meter hoch und gilt den Wissenschaftlern als der Idealtyp des buddhistischen Stupa. Er ist ein massiver, fensterloser Reliquienschrein und erfüllt allein eine symbolische Funktion: als Ausdruck des eigenen Glaubens und als Wegweiser für andere, der Lehre Buddhas zu folgen. Der Legende nach beherbergt jeder Stupa mindestens ein Aschekorn von Buddha. Die vier Eingänge zum Rundgang der Stupas wurden mit vier prächtigen Toren geschmückt. Die äußerst lebendigen und detailreichen Reliefs geben eine Vorstellung von der hohen Meisterschaft der Steinmetzkunst im alten Indien und vom Leben in jener Zeit. Jedes Tor variiert dabei ein eigenes Hauptthema: Das Osttor thematisiert die Geburt Buddhas, das Südtor den Kampf um seine Überreste und das prächtig geschmückte Nordtor die Wunder, die Buddha zugeschrieben werden. Für die zahlreichen Besucher aus aller Welt stellen diese Tore den eigentlichen Höhepunkt der Tempelanlage von Sanchi dar. Gleichzeitig wird der Ort noch heute als stiller Ort der Meditation genutzt und gilt nicht nur den Anhängern des Buddhismus als frühes Symbol für Mitgefühl, Toleranz und Friedfertigkeit.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Urban Priol präsentiert in seinem Jahresrückblick 2025 brandaktuelles, pointiertes und bissiges Politainment der Spitzenklasse und macht dabei vor keinem Thema halt. Da bleibt nichts ausgespart, was Medien und Menschen im vergangenen Jahr bewegte - vom Tod des Papstes im Vatikan bis zur Rückkehr eines alten Bekannten ins Weiße Haus. Der etwas andere Jahresrückblick: ganz ohne Tränen und ohne billige Sensationshascherei. Es ist die satirische Abrechnung des Jahres 2025. In gewohnt süffisanter Manier verschont Urban Priol weder Politik noch Gesellschaft - und kommentiert etwa den Tod von Papst Franziskus ebenso scharfzüngig wie die zweite Amtszeit von Donald Trump, die mit einem Feuerwerk an Tweets und Zöllen begann. 3sat präsentiert exklusiv die Aufzeichnung von Urban Priols Bühnenprogramm aus seiner Heimatstadt Aschaffenburg.
21:45
Nach dem Tod ihres Ehemanns möchte eine frühere Lehrerin es noch einmal wissen und endlich den ersten Orgasmus ihres Lebens erleben. Doch die Begegnung mit einem charmant-intelligenten Callboy wird für beide zu einer besonderen Erfahrung über das rein Körperliche hinaus. - Pointenreiche und tiefsinnige Erotikkomödie mit der unverwechselbaren Emma Thompson in der Hauptrolle. Nancy Stokes, eine verwitwete ehemalige Religionslehrerin, sehnt sich nach Abenteuern, zwischenmenschlicher Nähe und gutem Sex, der ihr in ihrer stabilen, aber langweiligen Ehe vorenthalten blieb. Nancy ist fest entschlossen, möglichst viel davon nachzuholen und engagiert einen Callboy für eine Nacht glückbringender neuer Erfahrungen. Sie trifft den jungen Leo Grande in einem anonymen Hotelzimmer. Leo ist wie erwartet äußerst attraktiv, aber womit Nancy ganz und gar nicht gerechnet hat: Leo ist nicht nur Experte in Sachen körperlicher Liebe, sondern außerdem ein interessanter und charmanter Gesprächspartner. Auch wenn er bei aller Offenheit nicht alles über sich verraten möchte, stellt Nancy fest, dass sie ihn mag. Und er mag sie. Im Laufe weiterer Rendezvous' verändern sich die Erwartungen und die Dynamik zwischen ihnen. Beide müssen ihre Komfortzonen endgültig verlassen. Drei Frauen bilden das kreative Zentrum dieser wunderbar leichten, unverschämten Erotikkomödie über späte erotische Erfüllung und das Begehren. Regisseurin Sophie Hyde inszenierte die intimen Begegnungen nach einem Drehbuch von Katy Brand. Die große britische Charakterdarstellerin Emma Thompson ("Viel Lärm um nichts", "Kindeswohl", "Men in Black International") verkörpert die weibliche Hauptfigur mit großem Mut und nuancenreich in ihrer Verletzbarkeit und späten Neugierde. Dabei macht der Film spielerisch und mit einiger Spannung klar, wie erotisch schon das Reden über Sex sein kann, wenn sich plötzlich und fast unmerklich Vertrauen und Verlangen gegenseitig verstärken. Der junge irische Schauspieler Daryl McCormack ("Peaky Blinders") ist bei alldem der sinnlich-clevere Partner für Thompson und bietet ihr in dem pointenreichen, intelligenten Dialogfeuerwerk mit all seinen Wendungen und Versteckspielchen jederzeit Paroli.
23:20
Eine Literaturdozentin gerät in eine süchtig machende Affäre zu einem russischen Diplomaten. In dem Maß, wie sie sich dieser Amour fou hingibt, stellt sie ihre Überzeugungen infrage. Die aus dem Libanon stammende französische Regisseurin Danielle Arbid zeichnet das kraftvolle Porträt einer Frau, die in einer Liebesbeziehung eine ganz neue Seite an sich entdeckt. Die Hauptrolle in dem aufwühlenden Erotikdrama spielt Lätitia Dosch. Hélène ist eine erfolgreiche Frau, die als Dozentin an der Sorbonne arbeitet. Eine verantwortungsvolle Mutter, die sich vom Vater ihres Sohnes trennte und den Jungen allein aufzieht. Doch eines Tages begegnet ihr Alexandre auf einer Party in Porto. Sie verbringt mit ihm eine leidenschaftliche Nacht. Bei ihrer Rückkehr nach Paris trifft Hélène ganz zufällig immer wieder auf Alexandre, der in der russischen Botschaft tätig ist. Eine Aura von Geheimnis und emotionaler Unnahbarkeit umgibt ihn. Obwohl er verheiratet ist - seine Frau lebt in Russland -, entwickelt sich aus den immer häufiger werdenden Treffen eine leidenschaftliche Affäre. Ständig erwischt sich Hélène dabei, wie ihre Gedanken zu Alexandre und dem nächsten Treffen abschweifen. Alles scheint sich nur noch um ihn zu drehen, obwohl er ihr keine Perspektive bietet - und aus der stürmischen Affäre entwickelt sich für die Frau eine Obsession, die nicht nur sie selbst, sondern auch ihren Sohn in Gefahr bringt. Emotionen und Erotik reißen sie mit, bis Alexandre für längere Zeit nach Russland zurückkehrt. Hélène beschließt, ihm nachzureisen. Die Verfilmung des erotischen Bestsellers von Annie Ernaux wird getragen von der Schauspielerin Lätitia Dosch, die mit dem Spielfilm "Bonjour Paris" in einer ähnlich fordernden Rolle international ihren Durchbruch hatte und nun zu den angesagtesten französischen Darstellerinnen zählt.
00:55
Der Cairngorms-Nationalpark in den schottischen Highlands bietet eine vielfältige Landschaft mit Bergen, Seen und Flüssen. Auch die Landeskultur spielt eine wichtige Rolle. Der Film führt vom rauen, fast arktisch anmutenden Hochland bis in die fruchtbaren Flusstäler mit ihren Whisky-Brennereien. Dabei begleitet er Menschen, die die Geschichten des Landes erzählen, schottische Traditionen pflegen, und alte Wälder wieder wachsen lassen. Viele Gemeinden der Highlands pflegen voller Stolz ihre Jahrhunderte alte Traditionen. Das harte Leben in den Bergen prägt Landeskultur und Gemeinschaftssinn - von schottischer Tracht und Musik über die Jagd bis zum bekanntesten Produkt des Landes, dem Whisky. Schon steinzeitliche Jäger und Sammler lebten in diesen Bergen, die sich heute auf vielfältige Art erleben lassen - ob zu Fuß oder auf dem Motorrad. Nationalparks bilden einzigartige Landschaften, wild und doch zugänglich für alle, die ihre Schönheit genießen möchten. Orte, an denen Geschichte gelebt wird und die Natur ihre Geheimnisse offenbart.
01:40
Die vulkanische Insel Island wartet mit drei Nationalparks auf - voller Gletscher, Wasserfällen, heißer Quellen, und beeindruckender Zeugnisse der Wikinger, die dieses Land besiedelten. Die Nationalparks in Island, Snäfellsness und Vatnajökull, sind vom Zusammenspiel der Vulkane und Gletscher geprägt. Feuer und Eis haben einzigartige Landschaften geformt, in denen Forscher bis heute neue Erkenntnisse über die Frühgeschichte der Erde sammeln. In Thingvellir, dem ältesten Nationalpark Islands, begegnen sich Natur und Kultur auf einzigartige Weise. Kaum irgendwo sonst lässt sich das Auseinanderdriften zweier Kontinentalplatten so deutlich erkennen - und genau dort trafen sich einst die Bewohner des Landes zu ihren Versammlungen. In diesem frühen Parlament wurden Gesetze beschlossen und Konflikte beigelegt. Aus der Luft können Archäologen besonders viele Überreste aus der Wikingerzeit ausmachen.
02:25
Im Eryri-Nationalpark im Nordwesten von Wales verbinden sich wilde Berge mit britischer Industriegeschichte. Heute spielt dort neben dem Tourismus auch Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Viele kennen den Eryri-Nationalpark unter dem Namen "Snowdonia" als einen der ältesten britischen Nationalparks. Da dort walisisch gesprochen wird, nutzt man wieder Ortsnamen in der Landessprache - auch für den höchsten Berg, Yr Wyddfa - früher "Snowdon" genannt. Seit 1985 führt die "Snowdon Mountain Railway" - eine Zahnradbahn mit Dampfantrieb - auf den Gipfel des Yr Wyddfa. Für Zigtausende von Touristen bietet die Bahn eine bequeme Aufstiegsmöglichkeit. Wer es gern abenteuerlicher mag, dem bietet der Eryri-Nationalpark wilde Wanderwege und klassische Kletterrouten. In den malerischen Tallandschaften entstehen außerdem immer mehr barrierefreie Wander- und Fahrwege, die auch naturbegeisterten Menschen mit körperlichen Einschränkungen traumhafte Naturerlebnisse ermöglichen.
03:05
Inmitten der zentraltürkischen Region Kappadokien liegt der Göreme-Nationalpark. Seine Landschaft weist einzigartige, kegelförmige Felsformationen auf, die als "Feenkamine" bekannt sind. Vor allem Fahrten mit dem Heißluftballon über die Landschaft sind beliebt. Hinter der spektakulären Kulisse verbirgt sich jedoch auch eine beeindruckende Kulturgeschichte: In den weichen Tuffsteinklippen lassen sich Höhlenkirchen und uralte Behausungen entdecken. Von frühen Christen wurden regelrechte Höhlenstädte in diese Felsen gegraben, in denen sie sich vor ihren Feinden versteckten. Manche der angenehm temperierten Höhlenhäuser sind bis heute bewohnt oder werden als Hotel genutzt. Wie der Name Kappadokien - übersetzt "Land der schönen Pferde" - ahnen lässt, sind Pferde seit der Antike ein Teil der Landeskultur. Einst als Arbeitstiere gezüchtet, leben viele von ihnen heute halbwild in den Bergen und bieten Besuchern einzigartige Fotomotive.
03:50
Der Nationalpark Los Glaciares liegt auf der argentinischen Seite Patagoniens. Ein weites, windgepeitschtes Land mit Gletschern, türkisfarbenen Seen und atemberaubenden Bergpanoramen. In eindrucksvollen Bildern - darunter spektakulären Drohnenaufnahmen - führt diese Dokumentation durch Argentiniens wilden Süden. Sie stellt nicht nur die Naturschätze vor, sondern auch seine Bewohner, die eng mit ihrer Heimat verwurzelt sind. Zu Wort kommen Bergführer und Tourguides, die alles daransetzen, Besucher für den Schutz der Gletscherlandschaft zu sensibilisieren. Aber auch Kunstschaffende, deren Werke im Einklang mit der Natur stehen. Sie verdeutlichen, wie sehr Klimawandel und Gletscherschwund dem 4459 Quadratmeter großen Nationalpark zusetzen. Stationen der Reise sind neben den namensgebenden Gletschern auch die Gemeinden El Calafate und El Chaltén. Aber auch die artenreiche Laguna Nimez am Ufer des mächtigen Lago Argentino, deren größte Attraktion die rosafarbenen Flamingo-Kolonien sind. In El Chaltén - einem Hotspot der Trekking-Community - berichten Kletter-Guides und Bergretter über die Herausforderungen ihres Berufsalltags.
04:35
Im Süden des französischen Zentralmassivs erstreckt sich der Cevennen-Nationalpark. Wo einst Dinosaurier umherstreiften, findet sich heute ein Naturparadies par excellence. Saftig grüne Berge, karge Hochebenen und tiefe Schluchten prägen diese Landschaft, die im Gegensatz zu Frankreichs Küsten noch nicht vom Massentourismus entdeckt worden ist. Dabei finden sich dort die wohl spektakulärsten Flusslandschaften des Landes. Die Reise beginnt im Dorf Valleraugue, wo im Frühsommer große Schafherden auf die Weiden getrieben werden. Der "Transhumanz" genannte Brauch gehört zum Immateriellen UNESCO-Welterbe Frankreichs und ist in den Cevennen tief verwurzelt. Von dort aus geht es weiter zum Mont Aigoual, dem zweithöchsten Berg der Cevennen. Auf seinem sturmgepeitschten Gipfel thront eine Wetterstation mit Observatorium. In der Nähe der Ortschaft Meyrueis liegt die Tropfsteinhöhle Aven Armand. Sie beeindruckt mit einem Wald aus über 400 Stalagmiten - eine Pracht, die der Höhlenforscher Édouard Alfred Martel als "Traum aus Tausendundeiner Nacht" beschrieb.