16:05
Dort, wo Brasilien an Kolumbien grenzt, zeigt sich der Amazonas von seiner extremen Seite: Zwischen Flugzeugmotoren und ungewöhnlichen Speisen entfaltet sich eine Welt voller Kontraste. Im hohen Norden Brasiliens, fast an der Grenze zu Kolumbien, kocht Dona Brazi, eine indigene Autodidaktin, was sie selbst als "Küche der Zukunft" bezeichnet: Amazonische Rezepte aus Insekten, Wurzeln und Wildem, die sogar Sterneköche aus São Paulo staunen lassen. Sie serviert ihre Delikatessen bei der UN-Klimakonferenz COP30 in Belém für ein Weltpublikum. In São Gabriel da Cachoeira kommt auch Sylvestre Campe in den Genuss von Dona Brazis Gerichten. Danach bricht er auf und fliegt den Rio Negro entlang, den größten Schwarzwasserfluss der Erde. Im Dorf São Jorge angekommen, muss er sich von einem Schamanen einräuchern lassen, bevor er in ein nahes Gebirge aufbrechen darf. Die Indigenen dort kämpfen darum, ihre Sprache Tukano an die nächste Generation weiterzugeben. Mitten im tiefsten Urwald trifft Campe zudem auf deutsche Auswanderer, die aus Edelhölzern filigrane Fruchtschalen fertigen. Seine Reise endet im schillernden Manaus, dem "Paris der Tropen", wo er zusammen mit einer Schönheitskönigin das größte Amateurfußballturnier der Welt besucht: den legendären Peladão. Zum Abschluss steigt er mit den Paramotor-Piloten von Manaus am "Encontro das Águas" in die Lüfte - dort, wo sich der schwarze Rio Negro und der braune Rio Solimões treffen, ohne sich zu vermischen. Ein Amazonas-Abenteuer voller Feuer, Flügel und fantastischer Begegnungen.
16:48
In den Lençóis Maranhenses verschmelzen Tausende Dünen mit funkelnden Süßwasserlagunen zu einem Naturspektakel zwischen Wüste und Wasserwelt. Sylvestre Campe entdeckt ein Downwind-Mekka für Kitesurfer mit epischem Panorama. Im Dorf Atins trifft er den ehemaligen Programmierer André Penna, der dort mit seiner Frau Anamaria das große Glück zwischen Sand, Wind und Wellen gefunden hat. Gemeinsam führen sie Gäste auf mehrtägige Touren - per Kite, Kanu oder zu Fuß - mitten durch den Nationalpark. In der abgelegenen Oase Baixa Grande begegnet Campe Dona Loza, die mit 13 Jahren verheiratet wurde und heute Touristen in Hängematten schlafen lässt. Am Delta des Parnaíba schließlich wartet Zé Lima - Ex-Hubschrauber-Mechaniker, selbst ernannter Himmelsvater und stolzer Ziehvater eines Nasenbär-Babys. In seiner selbst gebauten Hütte am Strand serviert er Sylvestre das "beste Kokoswasser der Welt". Fließend Wasser? Fehlanzeige! Aber Freiheit hat dort mehr Wert als jeder Komfort. Ein Trip durch Brasiliens geheimnisvollste Küstenlandschaft, wo Wind, Wildnis und Wunder aufeinandertreffen und ein Mann mit einem Motor sich mitten im Naturrausch verliert.
17:31
Mehr Rinder als Menschen, mehr Rauch als Regen - im Herzen der brasilianischen Agrarmacht fliegt Sylvestre Campe über eine Welt aus gigantischen Sojafeldern und brennender Natur. Von den weißen Stränden von Alter do Chão bis ins wirtschaftliche Kraftzentrum Nova Mutum folgt er dem gewaltigen Rio Tapajós und der BR-163 - besser bekannt als "Soja-Highway". Wo einst Dschungel war, stehen heute Monokulturen im industriellen Maßstab. Privatjets für Großfarmer, Rauchschwaden in der Luft, Brandrodung als Alltag - die Region ist Schauplatz einer ökologischen Krise. Campe fliegt mit heiserer Stimme durch den Smog, lässt sich vom Imker Alexandre Godinho mit Amazonas-Honig stärken und versinkt fast im Morast bei Fordlândia, Henry Fords gescheiterter Gummistadt. In Novo Progresso, dem berüchtigten Ausgangspunkt des "Dia do Fogo" im Jahr 2019, wird Campe gefeiert - denn durch seine TV-Serien machte er Paramotor-Fliegen in Brasilien salonfähig. Doch Fernsehkameras sind dort nicht überall willkommen. Campes Reise endet mit einem Besuch bei Adriana und Florian Diez, einem Landwirt mit Schweizer Wurzeln, der für eine nachhaltige Landwirtschaft ohne weitere Abholzung plädiert. Ein Flug durch Brasiliens umkämpftes Agrarherz.
18:15
Sylvestre Campe hebt ab über dem Pantanal, dem größten Feuchtgebiet der Erde - ein Flug voller Nervenkitzel zwischen Kaimanen, Jaguaren und brennenden Wäldern. Sein Ziel: das "Jaguar Camp" seines Freundes Aílton, wo sie auf den berühmten Ousado treffen - jenen Jaguar, dem bei den Waldbränden 2020 die Pfoten verbrannten. An der Grenze zu Bolivien folgt Campe der Serra do Amolar, einem Gebirge, das den Wasserhaushalt des Ökosystems Pantanal mitreguliert - bis zum letzten Guató-Indigenen, der noch die Sprache seines Volks spricht. Klimawandel und Feuer bedrohen dort nicht nur Tiere, sondern ganze Kulturen. Im Labyrinth des Rio Paraguai trifft Campe Tetelo, einen Flussfischer, der mit dem Wasser lebt - wie Generationen vor ihm. Fischreich und glasklar ist das Wasser am Paraguaimirim. Campe taucht ein in die Welt der Comitivas: Viehhirten, die dort monatelang mit ihren Rindern durchs Gelände ziehen. Die Künstlerin Buga bringt es auf den Punkt: "Das Rind ist das Totemtier des Pantanal." Bei den Gauchos fühlt sich der "Cowboy der Lüfte" sofort zu Hause. Doch zwischen Tradition und Transformation entsteht Neues, geopolitisch vielleicht sogar Historisches: In Porto Murtinho, an der Grenze zu Paraguay, wird die Brücke gebaut, die das Projekt Bioceânica vollendet - eine Handelsroute vom Atlantik bis zum Pazifik. Der "neue Panamakanal", wie die Einheimischen sagen, soll Brasilien direkt mit China verbinden und den Handelsweg um zwei Wochen verkürzen.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
Ein Undercover-Ermittler verabredet ein Treffen mit dem "Grafen" in einem Hotel nahe Frankfurt. Während die Bande auf ihre Beute wartet, bereiten Feldmann und das LKA-Team den Zugriff vor. Die Festnahme gelingt - doch der Fälscher Robert Driessen entkommt nach Thailand. Jahre später, bei seiner Rückkehr nach Europa, holt ihn die Vergangenheit endgültig ein. Die dreiteilige True-Crime-Serie "Millionen Fake - Jagd auf die Kunstfälscher" erzählt einen der spektakulärsten Kunstfälscher-Skandale Europas: die Jagd auf den niederländischen Bildhauer Robert Driessen, der über Jahre hinweg den internationalen Kunstmarkt mit Hunderten gefälschten Giacometti-Skulpturen überschwemmte. Ausgangspunkt war die Entdeckung von 13 gefälschten Skulpturen des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti, die 2001 dem Stuttgarter LKA ins Netz gingen. Was als Routinefall begann, entpuppte sich als einer der größten Kunstbetrugsfälle der europäischen Nachkriegsgeschichte - mit einem Schaden in Millionenhöhe. Die Staatsanwältin Mirja Feldmann, die Ermittler der LKA-Dienststelle für Kunst und Antiquitäten und der französische Skulpturenexperte Hubert Lacroix verfolgten die Spur des Fälschernetzwerks bis nach Thailand: Dort befindet sich das Atelier von Robert Driessen. Driessen selbst, seine Komplizen und die Ermittler kommen in der Serie zu Wort und erzählen, wie ein globales Netz aus Täuschung, Gier und Kunstverstand zusammenbrach. Zwischen Undercover-Ermittlungen, falschen Adligen und Millionenbeträgen entfaltet sich eine Geschichte, die kaum zu glauben ist - und doch wahr.
19:52
In Amsterdam gab es 2023 eine Jahrhundertausstellung mit so vielen Vermeer-Bildern wie noch nie. 37 Gemälde Jan Vermeers sind bekannt - alles Meisterwerke in der Inszenierung des Lichts. Sein "Mädchen mit dem Perlenohrring" ist eine Popikone. Aber auch die anderen Bilder haben eine Magie: Nie zuvor hat der Alltag so geleuchtet, nie zuvor hat ein Maler einfache private Szenen mit Mädchen und Frauen so gestaltet, als hätten sie ein großes Geheimnis. Nach seinem Tod 1675 wurde der Niederländer Jan Vermeer vergessen. Wiederentdeckt haben ihn die Impressionisten. Kulturjournalistin und Moderatorin Bianca Hauda serviert Kunstwissen in kleinen Happen: Porträts von Künstlerinnen und Künstlern, deren Bilder und Werke in deutschen Museen zu sehen sind.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff ermitteln im Umfeld einer Windradfirma und deren Gegnern, von denen jeder sein eigenes Motiv hat. Ein Sturm aus Rache, Gier und Verrat braut sich zusammen. Im Taunus stehen sich Befürworter der Windenergie WindPro und ihre Gegner unversöhnlich gegenüber. Der Ton der "Wutbürger" gegen die Windkraftanlagenfirma wird ruppiger, der Umgang aggressiver. Da wird ein Nachtwächter des Unternehmens tot aufgefunden. Das Ermittlerduo Kirchhoff und Bodenstein findet sich bald im Kreuzfeuer zwischen der Windradfirma und deren militanten Gegnern wieder. Henning Kirchhoff, der Rechtsmediziner und Ex-Mann von Pia Kirchhoff, stellt fest, dass der Herzschrittmacher des Opfers ausgesetzt hatte. Danach hat jemand versucht, den Alkoholiker zu reanimieren und ihm einige Rippen gebrochen. War der Tod ein Unfall? Oder eine Tat der Windkraftgegner, die auf dem Schreibtisch des Firmeninhabers einen toten Hamster als eine Art "Bekennerbrief" deponiert haben? Auch in den Reihen der Bürgerinitiativler herrscht eine aggressive Stimmung. Zwischen den beiden Vorsitzenden gibt es immer wieder Streit um die Leitung. Dann wird Ludwig Hirtreiter, einer der beiden Kontrahenten, tot aufgefunden. Alles spricht für einen Mord aus tiefstem Hass, denn Hirtreiter wurde aus nächster Distanz hingerichtet. Auch sein altersschwacher Hund blieb nicht verschont. Das Opfer lebte allein auf dem verwahrlosten Rabenhof und war Zeit seines Lebens nicht besonders beliebt. Sein zahmer Rabe Hugin war ihm stets wichtiger als seine Tochter Frauke, die er besonders schlecht behandelt hatte. Nur mit dem Vater von Oliver von Bodenstein verband ihn eine enge Freundschaft. Ihm hat er nun auch die Wiese vermacht, auf der die Windräder gebaut werden sollten. Die Verkaufsverhandlungen um diese Wiese haben alle - Windradfirma und die Gegner - umgetrieben. Hirtreiter hatte den Verkauf trotz einer horrenden Summe abgelehnt. Seine Mitstreiter in der Initiative hatten ihm unterstellt, dass er längst eingewilligt und die Sache verraten habe. Auf einer Bürgerversammlung wirft man der Windfirma und dem Klimaexperten vor, die Genehmigung mit gefälschten Gutachten erschlichen zu haben. Der Volkszorn entlädt sich in einer Saalschlacht. Nun, da die Wiese im Besitz der von Bodensteins ist, hat ein Kollege der Abteilung für Interne Ermittlungen endlich einen Grund gefunden, den verhassten ehemaligen Vorgesetzten zu degradieren. Von Bodenstein, der durch die Trennung von seiner Frau bereits emotional angeschlagen ist, wird der Fall entzogen. Doch unter all den politischen Diskussionen geht es im Kern eigentlich um frühere Verletzungen, um Verrat und Lüge und um drei Frauen, die sich endlich von einem Vater, einem Chef und einem untreuen Liebhaber befreien wollen. Ein gewaltiger Sturm baut sich auf, der auch Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein mitzureißen droht.
21:45
Korsika ist ein Ort einzigartiger Schönheit. Dort leben Menschen, die der Insel verfallen sind und alles dafür tun, dass Korsika ursprünglich und lebenswert bleibt.. Die Mittelmeerinsel ist die südlichste Region Frankreichs. Korsen und eingewanderte Deutsche nutzen die vielfältigen Möglichkeiten der Insel. Sie brauen Bier aus Kastanien, bauen aromatische Pflanzen an oder betreiben Tauchbasen an der rauen Küste. Bier aus Kastanien? Auf so eine Idee muss man erst mal kommen! Doch ein korsischer Träumer hatte genau diesen Geistesblitz. Lokales Bier gab es auf Korsika nämlich nicht, dafür jede Menge Kastanien. Anbauflächen für Getreide sind rar auf der gebirgigen Insel, und so wurden Kastanien zur Produktion von Mehl genutzt. Brot, Polenta und verschiedene andere Speisen wurden daraus hergestellt. "Kastanien sind für Korsika genauso wichtig wie Reis für China", erzählt ein alter korsischer Bauer. "Brotbaum" wird die Esskastanie dort lokal genannt, und da verwundert es kaum, dass sie einer ganzen Region Korsikas ihren Namen gab: La Castagniccia. Als jedoch Lebensmittel vom Festland importiert wurden, verlor der Anbau von Kastanien seine Bedeutung - eine uralte Tradition stand vor dem Aus. Doch seit Kastanien zum Brauen verwendet werden, haben sie wieder Konjunktur. Und Korsika ist um eine Attraktion reicher - ein eigenes, wirklich korsisches Bier. Berühmt ist die Insel jedoch vor allem für ihre wilde Küste, die schönen Strände und versteckten Buchten. Die Gewässer Korsikas sind noch weitgehend intakt, und sie eignen sich bestens zum Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen. Neben einer reichen Unterwasserwelt sind dort auch einige Wracks zu bestaunen. Manche Schiffe liefen auf Grund, andere sanken bei Gefechten auf See. Die Geschichte der Korsen war lang vom Streben nach politischer Unabhängigkeit geprägt. Mitte des 18. Jahrhunderts gelang es dem deutschen Abenteurer Freiherr Theodor Stephan von Neuhoff, sich vorübergehend an die Spitze der korsischen Freiheitsbewegung zu stellen. Er war der erste und einzige gewählte "König von Korsika". Seine Regentschaft währte jedoch nicht lang, denn die Korsen merkten bald, dass er seine Versprechen nicht halten konnte, und er verließ die Insel. Andere Deutsche dagegen blieben der Insel treu. So auch eine Familie, die schon vor Generationen nach Korsika auswanderte. Bereits der Großvater entdeckte dort die Welt der Düfte. Er gründete einen Betrieb, um Pflanzen für Parfüms und Kosmetika anzubauen. Inzwischen hat die jüngste Tochter das Familienunternehmen übernommen. Deutschland ist ihr längst zu hektisch geworden. Die Dokumentation wirft einen unterhaltsamen und informativen Blick auf eine der schönsten Inseln Europas.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
"auslandsjournal extra" zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin berichtet über Hintergründe von Konflikten, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik, und Auslandskorrespondenten liefern Analysen.
22:58
Tomaten vom Balkon, Gemüse aus dem Selbsterntefeld, Pilze aus dem Keller - Urban Farming liegt voll im Trend. Immer mehr Menschen versuchen sich im Eigenanbau von Obst und Gemüse. Oder sie beziehen ihre Lebensmittel bei lokalen Produzenten. Manch einer glaubt, so den Weg zur optimalen Ernährung gefunden zu haben und damit auch noch das Klima retten zu können. Doch ist diese Form von Lebensmittelproduktion tatsächlich so nachhaltig? Und lohnt sich das, selbst anzupflanzen und zu ernten? Oder geht man dabei nur der Gartencenter-Werbung auf den Leim? Filmemacher Martin Pusch hat sich das Geschäft mit Urban Farming näher angesehen und dabei einige spannende Entdeckungen gemacht.
23:43
Wie wichtig das Thema Essen ist, zeigt die große Zahl an Ernährungsberatern, Food-Coaches und Essensratgebern, die es am Markt gibt - von den unzähligen Kochbüchern ganz zu schweigen. Zahlreiche Studien belegen auch, dass die Ernährung noch vor Bewegung und sogar vor der Genetik unsere Gesundheit prägt. Was wir essen beeinflusst demnach maßgeblich, wie es uns geht. Doch in den vergangenen Jahren haben sich unsere Essgewohnheiten stark verändert. Wir sind eine dauer-snackende Gesellschaft geworden, die sich immer seltener Zeit für ein gemeinsames Essen nimmt. Die "WeltWeit"-Reporterinnen geben sich dem Genuss hin, erleben den Niedergang der Essenskultur und üben sich im Verzicht. In Japan gelten frische und hochwertige Lebensmittel als essenziell und sind der Schlüssel zu einem langen und gesunden Leben. Jede Mahlzeit soll nicht nur ausgewogen sein und geschmacklich überzeugen, sondern auch optisch ansprechend präsentiert werden. Schon früh lernen Kinder, eine bewusste Ernährung zu schätzen. Korrespondentin Isabella Purkart besucht eine Volksschule in Tokio und erlebt, wie dieses Prinzip umgesetzt wird. Das Schulessen wird täglich frisch zubereitet, wobei neben den gesundheitlichen Aspekten auch der Genuss nicht zu kurz kommt. Niemand in Europa isst so ungesund wie die Menschen in Großbritannien. 60 Prozent der Ernährung im Vereinigten Königreich besteht aus Junkfood - wertlose Lebensmittel, die industriell hoch verarbeitet sind. Korrespondent Jörg Winter isst sich durch London abseits der Michelin-Star-Restaurants, trifft Übergewichtige, die auf die neuen Wunderspritzen zum Abnehmen setzen und besucht eine "Food Desert". Das sind Stadteile und ganze Regionen, in denen sich die Menschen nicht nur keine gesunden Lebensmittel leisten können, sondern wo es Frisches gar nicht mehr zu kaufen gibt - Nahrungswüsten. In Deutschland taucht Korrespondentin Maresi Engelmayer ein in die Welt der Fasten-Retreats und Kliniken. Ähnlich wie in Österreich nimmt der Trend zum regelmäßigen Fasten dort zu. Insgesamt finden 72 Prozent der Deutschen den bewussten Verzicht auf Nahrung aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll. Neben dem mehrtägigen Fasten erlebt auch das Intervallfasten sowohl in den sozialen Medien als auch in der Wissenschaft einen regelrechten Hype. Dabei hat die Forschung die positive Wirkung des Fastens auf viele chronische Krankheiten entdeckt.