04:43
Im Nordosten Indiens machen sich eine Dampf- und eine Diesellokomotive der "Darjeeling Himalayan Railway" auf atemberaubende Reise. Besonders der bergige Teil der Strecke ist aufregend. Während die Dampflokomotive von Darjeeling aus mit zwei Personenwagen mehrmals am Tag eine kurze Fahrt nach Ghum unternimmt, muss die Diesellok auf ihrer siebenstündigen Reise 2000 Höhenmeter überwinden. Das geht nur dank eines ausgeklügelten Streckendesigns. Mithilfe von Schleifen und doppelten Spitzkehren können die beiden Züge der Schmalspurbahn den Anstieg bewältigen. Passagiere haben dabei seit einigen Jahren dank eines Panoramadachs eine beeindruckende Aussicht auf die für ihren Tee bekannte Landschaft in Westbengalen. Für Zugführer wie Dilip stellt die steile Strecke derweil eine echte Herausforderung dar, immerhin sind einige Lokomotiven über 100 Jahre alt. Umso wichtiger ist die Arbeit der Mechaniker, die vor allem alte Exemplare in ihrer Werkstatt teilweise komplett überholen. Auch auf der Strecke drohen Gefahren. Während dichter Nebel in den Höhen die Sicht oft einschränkt, können Erdrutsche und Steinschläge durch heftigen Regenfall am Hang zur gefährlichen Bedrohung werden. Einzigartige Züge durchqueren malerische Landschaften. Angetrieben von Technologie, komplexer Mechanik und harter Arbeit: Spektakuläre Luftaufnahmen zeigen die abenteuerlichsten Bahnstrecken der Welt.
05:27
Arus Nersisian leitet das 3000 Hektar große Arpa-Naturschutzgebiet im Südwesten Armeniens, direkt an der Grenze zur Exklave Nachitschewan. Typisch für das Gebiet sind seine rostroten Felsen. Wilderer hatten die Artenvielfalt in der Region stark dezimiert. Doch nun feiert Arus mit ihrem Team endlich Erfolge: Die Bezoarziegen haben sich deutlich vermehrt, einige Braunbären bevölkern das Gebiet, und selbst der Persische Leopard ist zurück. Seine Entdeckung war einer der großen, magischen Momente für Arus und die Ranger. Außerdem hat Arus Nersisian in ihrem Heimatdorf auch ein Kulturfestival gegründet. Beide Projekte sind ihrem großen Herzensanliegen gewidmet: Sie möchte den Menschen in dieser krisengeschüttelten Grenzregion Hoffnung schenken und den Jugendlichen Perspektiven bieten.
06:20
- Foucault auf St.Pauli 100. Geburtstag von Foucault - Der Fall "Jane Doe" Gespräch mit Katharina Gerund Essays. - Niki de Saint Phalle in Düsseldorf Ausstellung "Dream Machine" - Boualem Sansal Das neue Buch "Die Legende"
07:00
- Mini-Implantate für Tumore Medikamente wirken oft nicht nur dort, wo sie gebraucht werden. Besonders bei Chemotherapien verursachen Wirkstoffe teils schwere Nebenwirkungen. Forschende der TU Wien entwickeln deshalb Mini-Implantate, die Medikamente räumlich und zeitlich deutlich gezielter freisetzen sollen. - Überlastete Notaufnahmen Überlastete Notaufnahmen stellen Krankenhäuser in Deutschland vor große Herausforderungen. Hohe Patientenzahlen und Personalmangel führen zu langen Wartezeiten und belasten das medizinische Personal. Eine Reform der Notfallversorgung soll helfen, Patienten gezielter zu versorgen und die Notaufnahmen zu entlasten. - Wohnlokal Kassel Wohnen im Schaufenster: Studierende der Uni Kassel ziehen für sechs Wochen in ein leerstehendes Ladenlokal der Innenstadt. Mit selbst gebauten Wohnboxen testen sie, ob Leerstände als Wohnraum genutzt werden können. Das Reallabor soll zeigen, ob solche Konzepte Innenstädte beleben und zugleich zur Entlastung des Wohnungsmarktes beitragen können. - Arten retten im Zoo Mehr als 49.500 Tierarten gelten als bedroht und sind auf der so genannten "Roten Liste". Um sie besser zu schützen, sollen Nachzuchtprogramme in Zoos und Maßnahmen zum Erhalt natürlicher Lebensräume künftig enger verzahnt werden. Der "One Plan Approach" soll Naturschutz und Zoologie zusammenführen. Einer der Vorreiter dieses Ansatzes ist der Zoologe Thomas Ziegler vom Kölner Zoo. - Riesenassel Eine spektakuläre Entdeckung im Archiv: Fossilienforschende der Universität Tübingen identifizierten eine bislang unbekannte Riesen-Assel, die dort seit mehr als 40 Jahren lagerte. Wissenschaftsredakteur Stefan Troendle stellt den außergewöhnlichen Fund vor und testet, ob Studierende das Tier erkennen.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:05
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:30
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:33
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
09:05
- Foucault auf St.Pauli 100. Geburtstag von Foucault - Der Fall "Jane Doe" Gespräch mit Katharina Gerund Essays. - Niki de Saint Phalle in Düsseldorf Ausstellung "Dream Machine" - Boualem Sansal Das neue Buch "Die Legende"
09:45
- Mini-Implantate für Tumore Medikamente wirken oft nicht nur dort, wo sie gebraucht werden. Besonders bei Chemotherapien verursachen Wirkstoffe teils schwere Nebenwirkungen. Forschende der TU Wien entwickeln deshalb Mini-Implantate, die Medikamente räumlich und zeitlich deutlich gezielter freisetzen sollen. - Überlastete Notaufnahmen Überlastete Notaufnahmen stellen Krankenhäuser in Deutschland vor große Herausforderungen. Hohe Patientenzahlen und Personalmangel führen zu langen Wartezeiten und belasten das medizinische Personal. Eine Reform der Notfallversorgung soll helfen, Patienten gezielter zu versorgen und die Notaufnahmen zu entlasten. - Wohnlokal Kassel Wohnen im Schaufenster: Studierende der Uni Kassel ziehen für sechs Wochen in ein leerstehendes Ladenlokal der Innenstadt. Mit selbst gebauten Wohnboxen testen sie, ob Leerstände als Wohnraum genutzt werden können. Das Reallabor soll zeigen, ob solche Konzepte Innenstädte beleben und zugleich zur Entlastung des Wohnungsmarktes beitragen können. - Arten retten im Zoo Mehr als 49.500 Tierarten gelten als bedroht und sind auf der so genannten "Roten Liste". Um sie besser zu schützen, sollen Nachzuchtprogramme in Zoos und Maßnahmen zum Erhalt natürlicher Lebensräume künftig enger verzahnt werden. Der "One Plan Approach" soll Naturschutz und Zoologie zusammenführen. Einer der Vorreiter dieses Ansatzes ist der Zoologe Thomas Ziegler vom Kölner Zoo. - Riesenassel Eine spektakuläre Entdeckung im Archiv: Fossilienforschende der Universität Tübingen identifizierten eine bislang unbekannte Riesen-Assel, die dort seit mehr als 40 Jahren lagerte. Wissenschaftsredakteur Stefan Troendle stellt den außergewöhnlichen Fund vor und testet, ob Studierende das Tier erkennen.
10:25
- Tausende Anleger fürchten um ihr Geld Investment in Teakbäume - Politische Krise im Tessin Der Fall Claudio Zali - Regierungspräsidentin Marina Carobbio Im Gespräch
11:10
Rund jeder fünfte Haustierbesitzer gibt an, mehr um sein Haustier als um einen nahestehenden Menschen getrauert zu haben. Warum bauen Menschen eine so starke Beziehung zu Haustieren auf? Reporterin Lia Perbo spricht mit Betroffenen und einem Tierarzt über die Trauer um verstorbene Haustiere. "Ob ein Mensch stirbt oder ein Tier - das macht gar keinen Unterschied", sagt ein Mann an einem Trauergottesdienst für Tiere. Er habe selbst schon erlebt, dass er um ein Tier mehr getrauert habe als um einen Menschen. Auch der Tierarzt Bronek Nowicki erlebt hautnah mit, wie eng viele Menschen mit ihren Tieren verbunden sind. Er macht Hausbesuche und hat schon über 1000 Tiere eingeschläfert. Dennoch gehen die Einsätze nicht spurlos an ihm vorbei: "Auch wenn ein Tier ein volles, schönes Leben hinter sich hatte - es ist trotzdem immer schwierig." Das Paar Sascha und Tabea kämpft um das Leben seines unheilbar kranken Hundes Angus. Der zehnjährige Vierbeiner ist dem Tod bereits mehrmals knapp entkommen - mit erheblichen Tierarztkosten. "Ein Tier nur wegen der Kosten einzuschläfern, fände ich nicht fair", sagt Tabea gegenüber Reporterin Lia Perbo. Doch der Tag des Abschieds rückt näher - und der Gedanke daran macht ihnen Angst.
11:45
Vera wurde als Baby aus Brasilien adoptiert und ist taub. Liebevoll aufgewachsen, bleibt die Frage nach Herkunft und Zugehörigkeit. Der Film begleitet ihre Suche nach Identität und die behutsame Kontaktaufnahme zu ihrer Familie in Brasilien.
12:15
Viele Menschen überdenken gerade ihre Einstellung zur Aufrüstung und Wehrpflicht. Frieden schaffen ohne Waffen? Oder ist der Einsatz von Gewalt als Ultima Ratio gerade heute sogar geboten? Und wo beginnt die Verantwortung des Einzelnen? Die Reportage begleitet vier Menschen, die auf diese Fragen ganz unterschiedliche Antworten gefunden haben - und zeigt, wie sehr persönliche Biografien, Zweifel und Erfahrungen die Haltung zu Krieg und Frieden prägen. Bernd Tiggemann (54) hat seinen Beruf als Kommunikationschef bei der Evangelischen Kirche aufgegeben und ist jetzt Militärseelsorger. In einer Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint, stellt er seine frühere pazifistische Überzeugung auf den Prüfstand und sucht seinen Platz im System Bundeswehr. Hagen Vockerodt (47) war als Soldat 1638 Tage im Auslandseinsatz. Dort, im Auge des Krieges, sah er Menschen auf brutalste Weise sterben. Seine Erlebnisse haben ihn traumatisiert, seine Karriere bei der Bundeswehr beendet. Würde er heute etwas anders machen? Der 19-jährige Mats Landwehr steht erst am Anfang seines Weges. Als Pazifist im Freiwilligen Sozialen Jahr weiß er schon jetzt: Er würde den Dienst an der Waffe verweigern. Er empfindet es auch als moralisch falsch, Menschen dazu zu zwingen und plädiert für eine Freiwilligenarmee. Ole Nymoen (27) ist Journalist und Autor. Er lehnt die Wehrpflicht radikal ab. Für ihn ist Antimilitarismus kein Ideal, sondern eine politische Notwendigkeit. "Ich lasse mir weder von Despoten noch von Demokraten vorschreiben, wann ich zu sterben und zu schießen habe", so Nymoen. Warum widmet er große Teile seines Lebens dem Kampf gegen die Wehrpflicht?
13:00
Zwischen Unternehmer-Mut und harter Realität: Zwei junge Selbstständige wagen alles - mit hohen Schulden, Millioneninvestitionen und einer ungewissen Zukunft. Lohnt sich die Aufopferung? Schirin (31) hat knapp 100.000 Euro Schulden und kämpft mit ihrem Laden ums Überleben im Einzelhandel. Milchbauer Tim (24) investiert eine Million Euro in seinen neuen Stall. Zwei junge Selbstständige zwischen Hoffnung, Verzicht und schwerer Belastungsprobe. Schon 2024 stand Schirins Selbstständigkeit vor dem Aus: Die Geschäftsfrau gerät in eine finanzielle Schieflage und muss ihren Geschenkeladen bei Dresden schließen. Dank Familie und Stammkunden schafft sie den Neustart. Ihr Vater und ein Anwalt unterstützen sie beim Schuldenabbau. Zum Leben bleiben Schirin zurzeit monatlich nur 1.000 Euro. Tim betreibt mit seinen Eltern und seiner Freundin Tia bei Oldenburg einen Milchviehbetrieb. Doch damit alle vom Milchgeld leben können, braucht die Familie mehr Vieh und einen neuen Stall. Nach vier Jahren Planung ist der nun fertig, doch ob sich die enorme Arbeit rentiert, ist angesichts komplizierter Bürokratie und unberechenbarer Marktbedingungen ungewiss. Die "37°Leben"-Reportage zeigt, wie Schirin und Tim diesem Druck die Stirn bieten und was sie dabei emotional und mental durchmachen und wie die Menschen, die zu ihnen halten, sie dabei unterstützen.
13:30
Dort, wo das Tote Gebirge schroff in den Himmel ragt und tosendes Wasser auf alpine Stille trifft, beginnt das Steyrtal - eine der eindrucksvollsten Naturlandschaften Oberösterreichs. Die Steyr ist Kraftquelle, Naturwunder und das Herz einer Region - kristallklar, ungestüm und voller Geschichten. Als Transportweg, Arbeitsstätte und Lebensraum war sie einst unverzichtbar. Heute ist der Fluss ein Paradies für Erholungssuchende und Wassersportler.
14:15
Der Film von Kurt Mündl zeigt die Wälder, Hügel, Hochmoore und Täler des nördlichen Waldviertels, eine der ältesten Kultur- und Naturlandschaften Österreichs, im Laufe der Jahreszeiten. Das Waldviertel besteht aus endlos scheinenden Wäldern, wilden Flüssen, sumpfigen Teichen und romantischen Hochmooren. Sonne, Regen, Wind und Schnee haben Natur und Mensch stark geprägt und dem niederösterreichischen Landesteil seinen Zauber verliehen. Ein geologisches Phänomen ist das uralte Riesengebirge. Es ist älter als die Alpen und weist tonnenschwere Gneis- oder Granitblöcke in skurrilen Formen auf. Eines der weltweit bekanntesten archäologischen Fundstücke stammt aus dem Waldviertel - die 1908 gefundene, elf Zentimeter hohe Statuette einer Frau, die "Venus von Willendorf".
15:00
Während der smaragdgrüne Lunzer See ein Überbleibsel aus der Eiszeit ist, sind viele andere Seen menschengemacht. Bekannte wie wenig bekannte Gewässer locken mit magischer Anziehungskraft an. Unter den "magischen Seen" Niederösterreichs gibt es solche, die an nordische Fjorde erinnern, es gibt wilde Bäche, romantische Schluchten, liebliche Teiche, alte Ruinen und geheime Wildbadeplätze. Der Lunzer See, das "Meer der Lunzer", entstand während der Eiszeit. Die Badetemperaturen dort scheinen das unter Beweis stellen zu wollen: Der Lunzer See gilt als der kälteste See Niederösterreichs. Mit der Biologischen Station wurde Lunz am See bereits 1905 zum Zentrum der Wissenschaft und Forschung im Bereich der Limnologie. 2011 wurde die generalsanierte Biologische Station dem interuniversitären Bildungszentrum "WasserCluster" angegliedert. Dort werden aquatische Ökosysteme auf internationalem Niveau untersucht. Der Lunzer See ist ein kristallklarer Bergsee am Fuß des Dürrensteingebiets. Er wird durch den Seebach gespeist, der dem märchenhaften Obersee entspringt. Kleine Bäche und Wasserfälle sprudeln bergab zum Mittersee und weiter in den Lunzer See. Die Wälder rundum erzählen Geschichten: Förster Bernd Puritscher kennt die ökologischen Zusammenhänge und klärt darüber und über die aktuellen Arbeiten im Gelände auf. Eine Bootsfahrt führt zum Atelier des Bildhauers Hans Kupelwieser. Im Lunzer Seebad lässt sich ein wunderbarer Badetag verbringen. Hans Kupelwieser demonstriert mit wenigen Handgriffen, wie aus der Liegefläche eine Zuschauertribüne vor der Seebühne, einer schwimmenden Insel, wird. Den Juli über findet auf der Seebühne das Sommerfestival "Wellenklänge" statt. Der Erlaufsee, ein kleiner Bergsee mit Kieselstrand, scheint aus der Zeit gefallen zu sein. Das Strandbad aus den 1950er-Jahren hat Retro-Charme, so wie die Bootsfahrt mit dem - in die Jahre gekommenen - Ausflugsschiff von Alfred Fleissner. Wie der Tauchsport funktioniert, erfahren Interessierte bei Dominik Ungerböck. Als Tauchlehrer will er den Schülern die großartige Unterwasserwelt zeigen, aber er trägt auch Verantwortung. Die Sicherheitsregeln und der richtige Umgang mit der Sauerstoffflasche stehen im Mittelpunkt des Tauchunterrichts. Die nahen Ötschergräben bei Mitterbach sind geformt durch die Kräfte des Ötscherbachs. Bei einer Wanderung im Schluchtensystem am Fuß des Ötscher kann man die Abkühlung und wunderbare Landschaftsimpressionen genießen. Der Ottensteiner Stausee erinnert mit seiner weitverzweigten Wasserlandschaft und seinen geschliffenen Felsen an einen nordischen Fjord. Am schönsten lassen sich die Buchten per Boot erkunden. Christopher Dick betreibt den Campingplatz. Die vielfältigen Aufgabenbereiche im Sommerbetrieb lassen kaum Mußestunden zu. Wenn sich Michaela Stumvoll mit dem "Big Fly" von der Ruine Dobra über den Dobra-Stausee zum anderen Ufer gleiten lässt, bedeutet das einen kurzen Adrenalinkick für sie und die Zuschauer. Auch "Pendolo", der freie Fall von der Purzelkampbrücke, ist eine Attraktion mit Gänsehauteffekt. Von Wäldern flankiert ist auch der nördlichste See in Niederösterreich, der erfrischende Herrensee. Dort geht es in den Sommermonaten turbulent zu - nämlich dann, wenn das "Schrammel.Klang.Festival" beginnt. An seinen idyllischen Naturbühnen bieten die Musikerinnen und Musiker österreichische Weltmusik dar. Der Film begleitet das Duo Marie-Theres Stickler, Schrammelharmonika und Gesang, sowie Rudi Koschelu, Kontragitarrist und Gesang, beim "Schrammelglühen" auf einem Boot. Wenn Marie-Theres Stickler und Rudi Koschelu singen, ist das nicht nur eine Erinnerung an die Schrammel-Brüder und ihre Lieder, sondern auch Ausdruck persönlicher Sehnsüchte.
15:50
Das Salzkammergut ist eine weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannte Region. Einst vom Salzabbau geprägt, ist heute der Tourismus rund um die Seen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Traunsee, Mondsee, Attersee und Hallstätter See - die vier großen Seen im oberösterreichischen Teil des Salzkammergutes bieten Sportmöglichkeiten und Kunstgenuss gleichermaßen. Bereits um 1900 zog es Künstler wie Gustav Klimt im Sommer in die Region. Im Schatten des mächtigen Traunsteins präsentiert sich der Traunsee spiegelglatt und tiefblau, wenn der Fischer Benjamin Mayr in aller Frühe seine Runden zieht und die Netze einholt. Den frischen Fang holt Haubenkoch Lukas Nagl am Steg ab. Die Lage auf der schmalen Landzunge mit dem Johannesberg macht Traunkirchen einzigartig. Der Hallstätter See wurde in der Eiszeit geformt. Die fast senkrecht abfallenden Berghänge lassen das Wasser stellenweise schwarz schimmern. Über dem See erhebt sich der UNESCO-Welterbe-Ort Hallstatt, die Häuser eng aufeinandergestapelt. Seit 7000 Jahren findet sich dort auf kleinstem Raum der größte Reichtum durch den Salzabbau. Der Ort fasziniert Besucher aus aller Welt, besonders aus China. Der Archäologe Hans Reschreiter vom Naturhistorischen Museum in Wien erforscht das Leben der Bergleute von den Ursprüngen bis heute. Was hat der Mondsee mit dem Mond zu tun? Manche behaupten, der Mondsee habe die Form eines Sichelmondes. Am Eingang zum Mondseer Helenental an der Zeller Ache liegt die seit 600 Jahren existierende Erlachmühle. Antonia Wieneroither führt diese älteste Mühle als jüngste Müllermeisterin. Früh aufstehen ist für Antonia selbstverständlich, wenn sie in der Holzofenbäckerei nebenan mit ihrem Bruder traditionelles Brot backt. Gerhard Wieneroither hat für sich den perfekten Ausgleich gefunden - das Fischen in der Zeller Ache und am Mondsee. Dort kennt er die perfekten Orte zum "Seele baumeln lassen". Henrik Pohl vom Kuratorium Pfahlbauten in Mondsee taucht ab zu den UNESCO-Welterbe-Pfahlbauten unter Wasser und lässt sich beim Forschungstauchgang vom Kamerateam begleiten. Inmitten einer traumhaften Landschaft breitet sich der Attersee mit seinem türkisblauen Wasser aus. Sandra Tretter von der Klimt-Foundation präsentiert dort den Lieblingsort des Künstlers Gustav Klimt, die Villa Paulick, wo er 17 Sommer verbracht hat. Gustav Mahler hat sich ebenfalls vom Attersee inspirieren lassen. Der Schönheit des Sees und der Berge rundum hat er in seiner 3. Sinfonie ein musikalisches Denkmal gesetzt. Wenn sich die Dämmerung über den Attersee und das Höllengebirge senkt, werden die Mitglieder des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut aktiv. Am Nordufer des Traunsees, an der "Riviera des Salzkammerguts", befindet sich auf einer kleinen Insel Schloss Ort, ein historisches Juwel. Ein Hauch von südlichem Flair liegt auf der Esplanade in Gmunden. Das Stadtzentrum war bis ins 19. Jahrhundert ein Umschlagplatz für Salz, das machte die Stadt reich. Der Traunsee ist auch bekannt für gute Wind- und Segelverhältnisse. Michael Burgstaller und sein Team bereiten sich auf eine Regatta vor. Weitgehend unabhängig vom Wetter bewegt sich Andrea Frauscher-Oberfrank mit einem Elektroboot auf dem See. Sie genießt die letzten Sonnenstrahlen, während die Sonne langsam hinter dem Bergrücken versinkt.
16:45
Schön, mythisch, geheimnisvoll - wie ein Relikt aus längst vergangenen Tagen. Labonca, "die Weißglänzende", wird ehrfürchtig jener Fluss auf altslawisch genannt: die Lafnitz. Von den rauen Höhen des Steirischen Jogllands bis zu den Auen im Süden des Burgenlands fließt die Lafnitz durch Landschaften, die zugleich lebendig und zeitlos wirken. Wer diesem Fluss folgt, entdeckt ein verborgenes Stück Mitteleuropa - still und voller Geheimnisse.
17:25
Alpine Natur, gelebte Tradition und Menschen mit Leidenschaft: Das Stubaital vereint auf einer Länge von 35 Kilometern - umrahmt von Dreitausendern - all das, was Tirol ausmacht. Im Winter wie im Sommer ist das Leben der Menschen im Stubaital geprägt vom Bergtourismus. Ihre Heimat zum Erlebnis für Gäste zu machen, ist für viele mehr als nur ein Beruf - ob für den Ski- und Bergführer, den Almgastronomen oder für die Gleitschirm-Fluglehrerin. Das Stubaital ist eines der touristischen Ballungszentren Tirols - begünstigt auch durch die Nähe zur Landeshauptstadt Innsbruck. Mehrere Bergbahnen auf überschaubarem Raum und umfassende Wanderrouten sorgen dafür, dass die Bergwelten erkundet werden können. Im Winter dominiert der Skisport den Alltag im Stubaital. Die Inbetriebnahme der Stubaier Gletscherbahn 1973 hat maßgeblich zum touristischen Aufschwung des Tals beigetragen. Von der Bergstation am Stubaier Gletscher aus macht sich der Berg- und Skiführer Leonhard Siller aus Neustift am winterlichen Morgen mit einer kleinen Gruppe Gäste zu einer Skitour auf. Sein Alltag bewegt sich zwischen Berg und Tal. Das erfordert Ausdauer. Wenn er von der Tour zurück ist, ruft noch die Arbeit auf seiner Landwirtschaft in Neustift. In den Sommermonaten bewirtschaftet Leonhard gemeinsam mit seiner Frau Martina die Nürnberger Hütte auf knapp 2300 Metern Seehöhe am Fuße des Wilden Freigers. Das ist gelebte Familientradition in vierter Generation. Seit 1914. Der Familientradition treu geblieben ist auch die Paragleiterin Johanna Eller. Bereits im Alter von 18 Monaten hat sie mit ihrem Vater, der 1986 in Neustift eine der ersten Drachen- und Gleitschirmflugschulen Österreichs eröffnet hat, ihren ersten Tandemsprung absolviert. Heute ist Johanna selbst Fluglehrerin. Der ideale Startplatz für ihre Übungsstunden befindet sich am Hang unmittelbar neben der Bergstation der Elfer-Bahnen. Die luftigen Höhen sind nicht das Einzige, was das Stubaital bekannt gemacht hat: Werkzeuge, Eispickel und Karabiner haben ihren Teil dazu beigetragen - die Produkte der Stubaier Werkzeugindustrie, die seit 1897 besteht. Peter Gleinser hat jahrzehntelang in der Werkzeugindustrie gearbeitet. Inzwischen wacht er im örtlichen Schmiedemuseum über die stolze Geschichte der einst so zahlreichen Schmieden in Fulpmes. Feuer und Stahl: Daraus besteht die Welt von Michael Wilberger. Der junge Schmied hat sich auf die Produktion von Damastmessern spezialisiert. Darüber hinaus bietet er Messerschmiedekurse für Interessierte an. Im Zug der Industrialisierung wurde Fulpmes - und damit das Stubaital - mit der 1904 eröffneten Stubaitalbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Die günstige Anbindung im öffentlichen Verkehr an das nah gelegene Innsbruck ist heute von großer Bedeutung für den Tourismus. Imposant und erfrischend ist der Grawa-Wasserfall, Gastlichkeit und hochwertige Kulinarik bietet man auf der Tschangelair-Alm. Dort kümmert sich Peter Zittera um die höchstgelegene Quellwasser-Fischzuchtanlage der Alpen, in deren klarem Wasser Saiblinge und Forellen heranwachsen. Als Küchenchef ist Peter für das Wohl der Gäste zuständig - auf der Alm, aber auch im "Hoferwirt", einem schmuckvollen Traditionsgasthaus in Neustift. Erbaut wurde das Haus im Jahr 1674, seit 1922 ist es im Besitz der Familie Zittera.
18:15
Mehr als 49.500 Tierarten sind vom Aussterben bedroht, die Biodiversität in Gefahr. Zoos, Wissenschaftler und Behörden wollen nun an einem Strang ziehen, um die Artenvielfalt zu schützen. Die Rote Liste der gefährdeten Tiere wächst von Jahr zu Jahr. Mit der Initiative "Reverse the Red" will die Weltnaturschutzorganisation IUCN Maßnahmen in Zoos und im Freiland koordinieren und so das Verschwinden der Tiere stoppen. Die Aktivitäten zum Schutz der Lebensräume in den Heimatländern der bedrohten Arten sollen dabei eng mit Nachzuchtprogrammen in wissenschaftlich geführten Tiergärten synchronisiert werden. Bislang arbeiteten Naturschutz und Zoologen meist nebeneinander. Die Folge: Arten sterben aus, bevor man die Ökosysteme retten kann, in denen sie vorkommen - oder Zoos züchten Arten, deren natürliche Lebensräume längst zerstört sind. Nun gilt es, die Maßnahmen in Zoos und im Freiland besser abzustimmen und zu steuern - mit einem sogenannten "One Plan Approach". Einer der Pioniere bei der Umsetzung dieses Ansatzes ist der Zoologe Thomas Ziegler, der Leiter des Aquariums im Kölner Zoo. Er hat sein Haus nicht nur zu einer der wichtigsten Archen für gefährdete Arten weltweit umgebaut. Er kooperiert zudem mit Naturschützern, um Tiere, wie etwa das extrem seltene Philippinen-Krokodil, im Zoo nachzuzüchten und wieder in die Freiheit zu bringen. Auch die vom Aussterben bedrohten Przewalskipferde, deren ursprünglicher Lebensraum die kasachische Steppe war, wurden nicht zuletzt mit Hilfe von Nachzuchten des Kölner Zoos bereits erfolgreich auf der Roten Liste zurückgestuft. Sie leben heute wieder in der Wildnis. Internationale Kooperationen sind auch in Vietnam entstanden: Der Amphibien- und Reptilienexperte Cuong The Pham von der Vietnam Academy of Science and Technology arbeitet seit 20 Jahren eng mit Thomas Ziegler und dem Kölner Zoo zusammen. Die Wissenschaftler wollen jetzt unter anderem einen der größten Geckos der Welt schützen, den Reeves Tokeh, dessen Bestände gerade rapide abnehmen. Die Echsen werden massenhaft getötet, um zweifelhafte Heilmittel zu produzieren.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Der zweiteilige Fernsehfilm erzählt vom Überlebenskampf einer regimekritischen und teils jüdischen Hoteliersfamilie in Bonn über drei Generationen nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs. Das historische TV-Epos wirft einen ungewöhnlichen Blick auf die "Wilden Neunzehnzwanziger" jenseits von Berlin und thematisiert die damaligen Konflikte um Demokratie, Freiheit und Frauenbilder. "Wir Jungen müssen uns die Welt zurückholen" - daran glaubt Emil Dreesen nach seiner Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg. Traumata aus den Schützengräben und eine schwere Schuld möchte er hinter sich lassen. Anders als sein nationalistischer Vater Fritz, der sich gegen die französischen Besatzer in seinem Rheinhotel Dreesen auflehnt, will sich der Hotelierssohn Emil mit den Franzosen arrangieren und aussöhnen. Für den Juniorchef geht der Blick nach vorn. Um neue Gäste zu gewinnen, setzt der 21-Jährige mit Unterstützung seiner jüngeren Schwester Ulla auf Kultur und Unterhaltung. Rückendeckung bekommt er von seiner lebensfreudigen Großmutter Adelheid als Hotelbesitzerin. Verlassen kann sich Emil auch auf seinen Freund Robert aus Kriegstagen. Die beiden verbindet ein Geheimnis, das ihnen jederzeit zum Verhängnis werden kann. Als ein ehemaliger Frontkamerad auftaucht, um Emil zu erpressen, bekommt dieser unerwartete Unterstützung von dem Zimmermädchen Elsa. Die überzeugte Kommunistin, die für die Rechte der weiblichen Bediensteten streitet, ist jedoch seinen Eltern ein Dorn im Auge.
21:45
Das Filmteam erkundet mit Roller, Boot und Taxi den Süden Thailands. Das Abenteuer beginnt während des thailändischen Neujahrsfests Songkran, der größten Wasserschlacht der Welt.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
Nach einem illegalen Deal mit tödlichem Ausgang bei seiner letzten Schicht muss ein Mailänder Polizist cool bleiben. - Fesselnder Cop-Thriller mit toller Atmosphäre. Italiens Star Pierfrancesco Favino ("Illuminati", "Suburra") brilliert in einem aufregenden Polizeithriller im Neo-Noir-Look, der auf moderne Weise die Tradition des europäischen Polizeifilms aufnimmt. Regisseur Andrea Di Stefano sorgt für Hochspannung. Nach 35 Dienstjahren als schlecht bezahlter Polizist bei der Mailänder Kriminalpolizei steht Franco Amore unmittelbar vor dem Ruhestand. Seine Frau Viviana hat schon die Überraschungsparty am Abend des letzten Arbeitstags gestartet. Doch diese letzte Nacht wird völlig anders ablaufen als geplant. Als Franco auf der Party erscheint, ist schon alles schiefgelaufen, was nur schieflaufen kann. Denn um die Ansprüche seiner Frau einigermaßen erfüllen zu können, hat sich Franco schon einige Zeit zuvor auf dubiose Deals mit Cosimo eingelassen, einem halbseidenen Verwandten Vivianas: Mit der Autorität des Polizisten flankiert er dessen illegale Geschäfte. Durch Cosimo geriet er auch an einen chinesischen Paten, der unter anderem Geschäfte mit geschmuggelten Diamanten macht. Ausgerechnet an seinem letzten Arbeitstag muss er - zusammen mit seinem Kollegen Dino - zwei Kuriere transportieren. Doch Cosimo spielt auf eigene Rechnung und sabotiert den Transport mit weiteren korrupten Polizisten. Am Ende fallen drei Beamte und zwei Kuriere der Aktion zum Opfer. Nur Franco kann entkommen und die Diamanten verstecken. Auf der Abschlussparty spielt er den Ahnungslosen. Doch als sein Chef ihn zum Tatort zitiert, beginnt ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel. Während Franco versucht, jeden Verdacht von sich abzulenken und sich dabei nicht in Widersprüchen zu verzetteln, begibt sich seine Frau am Tatort auf die Suche nach den Diamanten. Denn sollte Franco überführt werden und ins Gefängnis kommen, wäre auch seine gesamte Rente verloren. Doch auch die Chinesen haben die Diamanten noch nicht aufgegeben und sind in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich. Nach einer spektakulären Einstiegssequenz - einem Flug über die nächtliche Mailänder Innenstadt, begleitet von einem pulsierend-atemlosen Sound - beginnt der Film mit einer Überraschungsparty, bei der unter der Oberfläche nichts so ist, wie es scheint. Erst nach und nach, mit einer geschickt verschachtelten Erzählstruktur, deckt Regisseur und Drehbuchautor Andrea Di Stefano ("Escobar - Paradise Lost", "The Informer") in seinem Polizeithriller die wahren Hintergründe der Ereignisse auf. In eindringlichen Nachtbildern, die Kameramann Guido Michelotti in Schatten und Lichteffekte taucht, führt Andrea Di Stefano durch Mailands düstere Straßen und verkehrsreiche Tunnel. Dabei knüpft er geschickt an die europäische Tradition des Polizei- und Kriminalfilms an, die besonders in Italien mit dem gesellschaftskritischen Untergenre des Poliziottesco in den 1970er-Jahren verbreitet war und unter der Regie von Enzo Castellari ("Tote Zeugen singen nicht") und Stefano Vanzina ("Das Syndikat") einheimische Stars wie Fabio Testi und Franco Nero hervorbrachte. Unumstrittener Star in "Die letzte Nacht in Mailand" - der doppeldeutige Originaltitel lautet "L'ultima notte di Amore" - ist Pierfrancesco Favino. Der 1969 in Rom geborene Schauspieler wurde Anfang der 2000er-Jahre mit einigen Bibelverfilmungen bekannt, später gelang ihm der Sprung nach Hollywood, wo er in Filmen wie "Nachts im Museum", "Die Chroniken von Narnia", "Illuminati" und "World War Z" auftrat. Einen Polizisten am Rand der Legalität verkörperte er bereits in Stefano Sollimas "A.C.A.B. - All Cops Are Bastards". Ebenfalls unter der Regie von Sollima spielte Favino die Hauptrolle als politischer Handlanger der Mafia in dem Neo-Noir-Thriller "Suburra" sowie in dem düsteren Kriminalfilm "Adagio", der 2023 in Venedig Premiere hatte. Auch in "Nostalgia" und als U-Boot-Kapitän in "Commandante" beeindruckte Favino zuletzt mit seiner starken physischen Präsenz, die aber zumeist auch eine tragische, verletzbar-emotionale Seite hat.