18:45
Ein Filmteam erkundet eins der am dünnsten besiedelten Länder Europas mit der Eisenbahn und erlebt dabei Natur und Kultur des ehemals russischen und deutsch geprägten Landes. Gerade zur Mittsommerzeit tauen dort Land und Leute im wahrsten Sinne des Wortes auf. Die Reise führt von der Hafenstadt Paldiski im Nordwesten über die Hauptstadt Tallinn Richtung Osten bis zur russischen Grenze nach Narwa. Weiter Richtung Süden erlebt das Team die ehemalige europäische Kulturhauptstadt Tartu und landet schließlich in Valga an der Grenze zu Lettland. Es besucht die von der UNESCO geadelte Altstadt Tallinns, berühmt für die gut erhaltenen Bauten aus der Hansezeit. Weiter Richtung Osten wird der Zug sicher von der ersten Lokführerin Estlands gesteuert. Im endlosen Grün Estlands fühlen sich viele Tiere wohl - im Nationalpark Alutaguse leben vor allem viele Braunbären. In Narwa, der östlichsten Stadt Estlands, erfahren die Filmemacher, dass dort die Mehrheit der Einwohner russischstämmig ist.
19:15
Traumhafte Strände, verwunschene Ausgrabungsstätten und mystische Cenoten - die mexikanische Halbinsel Yucatán bietet von allem etwas. Künftig dürften noch mehr Menschen in den Genuss dieser Region kommen. Grund dafür ist der "Tren Maya", der Maya-Zug. Mit ihm ist erstmals eine Bahnfahrt von San Francisco de Campeche am Golf von Mexiko nach Cancún und weiter an der Riviera Maya möglich. Es ist eine einzigartige Entdeckungsreise durch den Regenwald auf den Spuren der Maya. Im Dezember 2023 wurde ein Teil der insgesamt 1500 Kilometer langen Strecke eröffnet. Die Halbinsel Yucatán lässt sich damit erstmals mit einem Zug auf eine angenehme und bequeme Art entdecken. Die meisten Sehenswürdigkeiten wie die Karnevalshochburg Mérida und die Maya-Tempel von Chichén Itzá können dank der Bahn schnell und praktisch erreicht werden. Die Bahnlinie soll der ärmsten Region Mexikos Wohlstand bringen.
19:45
Die Costa Blanca hat drei Bahnstrecken zu bieten. Für Lokführer ist es ein Privileg, sie zu befahren. Lara Ruiz mag die Strecke zwischen Alicante und Benidorm, die an Stränden entlangführt. Juan Santos fährt gern weiter nach Dénia, wegen der spektakulären Brücken und Ausblicke. Schon als Jugendlicher hat er die Züge auf den spektakulären Brücken fotografiert, wie den Limón-Express, den ersten Nostalgiezug Spaniens. Er begeistert sich für die Eisenbahngeschichte genauso wie für die fantastischen Ausblicke, die nicht nur Lokführer genießen können. Alejandro Orts liebt die Strecke über Elche nach Alicante nicht nur wegen der Dieseltriebzüge namens "Kamel", die dort seit der Fußball-WM 1982 verkehren. Sie geht über Torrellano, wo er bereits als Kind Loks bei der Gartenbahn in fünf Zoll steuern durfte.
20:15
Die schöne und verwöhnte Iris Carr reist mit dem Zug durch den Balkan und trifft auf die eigenartige, aber vor allem freundliche englische Dame Miss Froy. Nachdem Iris von einem Schlaf erwacht, trifft sie der Schock: Miss Froy ist spurlos verschwunden. Die Mitreisenden behaupten, Miss Froy habe niemals existiert. Für Iris beginnt eine lebensbedrohliche Spurensuche, die sie in eine düstere Intrige hineinzieht. Charmante Neuauflage des gleichnamigen Hitchcock-Klassikers.
21:40
Der Drachen ist das Wahrzeichen der Waliser. Die kohlevertilgende Dampfeisenbahn wird gern mit ihm verglichen. Für den Eisenbahn-Enthusiasten Christian Rogers ist das ein gefundenes Fressen. Reisen mit Meerblick und Direktanschluss an Museumsbahnen in allen Größen, das ermöglicht die "Cambrian Line" in Wales. Die blauen und silbernen Dieseltriebwagen von "Transport for Wales" starten in Pwllheli. Gemütlich bewegt sich die Bahn über die Holzbrücke von Barmouth und direkt an der Meereskante entlang, um dann an zahlreichen Bedarfshaltestellen in der eindrucksvollen Küstenlandschaft zu stoppen. Drei permanente Haltestellen sind für Dampflok- und Schmalspurbahn-Liebhaber ein Muss: Porthmadog, Fairbourne und Tywyn. Nach einem Ausflug mit der "Welsh Highland Railway" nach Beddgelert geht es mit der "Fairbourne Railway" hinter der Düne entlang und schließlich mit der "Talylynn Railway" in die Berge. Der Film begleitet Christian Rogers, der per "Driver Experience" die Schmalspur-Dampfloks an der Strecke ausprobieren will. In Oswestry bei der "Cambrian Heritage Railway", historisch gesehen der "Wiege" der "Cambrian Line", wird er zu guter Letzt seine geliebte Modellbahn-Normalspur-Dampflok "Andrew Barclay 0-4-0ST" im Original erleben.
22:25
Die Inselbahn Wangerooge ist die einzige von der Deutschen Bahn betriebene Schmalspurbahn. Sie zuckelt auf einer Strecke von knapp sechs Kilometern über die östlichste ostfriesische Insel. Die Meterspurbahn ist neben dem Fahrrad das einzige Verkehrsmittel auf der autofreien Insel - ohne Bahn läuft dort nichts. Güter, Personen, sogar Müll werden dort auf der Schiene transportiert - ein Paradies nicht nur für Eisenbahnfreunde. Einen festen Fahrplan gibt es nicht. Die Bahn dient hauptsächlich dem Zubringerverkehr zwischen dem Inselhafen und dem Ort Wangerooge. Für die 3,4 Kilometer lange Strecke entlang des Wattenmeeres braucht sie 15 Minuten und führt dabei durch den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Nur die Bahn darf den Nationalpark durchqueren. Personenverkehr gibt es dort nur, wenn für Passagierschiffe genug Wasser unter dem Kiel ist. Die Inselbahn ist damit tideabhängig.
22:55
Eine gebirgige Halbinsel wie den Peloponnes mit einer Bahn zu umrunden, oft direkt am Meer entlang, ist ein mutiges Unterfangen. Der Film folgt den Spuren der alten Bahn. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Arbeiten abgeschlossen waren, war mit über 700 Kilometer Länge das größte Schmalspurnetz Europas entstanden. Doch dieses innovative Mobilitätskonzept zahlte sich für die Geldgeber schon damals nicht aus. Heute hat die griechische Staatsbahn Teile in ihr Normalspurnetz integriert. Viele Strecken wurden aber auch stillgelegt. Die filmische Reise startet in Piräus. Von dort geht es in modernen, elektrischen Gelenktriebwagen zum Athener Hauptbahnhof, dann über den Kanal von Korinth bis nach Kiato. Dort endet die Oberleitung. Weiter geht es mit einem dieselelektrischen Triebwagen noch bis Egio, bis die Reise vor einem unfertigen Tunnel endet. Beeindruckend ist die fast fertige Trasse bis Patras, die nach dem Tunnel beginnt. Wann der Schienenanschluss kommt, weiß keiner. Immerhin, in der drittgrößten Stadt des Landes gibt es auch eine S-Bahn. Es geht 40 Kilometer auf Schmalspur - dieselelektrisch. Sogar ein voll ausgestattetes Bahnbetriebswerk gibt es noch. Die letzte Bahninsel wartet in Olympia. Auch diese Linie, vom Kreuzfahrthafen Kathakolo zu den antiken Stätten, funktioniert heute wieder fahrplanmäßig. Danach, auf der Reise über Kalamata, Tripolis und zurück nach Korinth, gibt es keine rollenden Züge mehr, nur noch zugewachsene Strecken, verfallende Bahnhöfe und verrostende Lokomotiven. Eisenbahn-Romantik pur? Vandalismus ist ein großes Problem. Nicht nur bei den alten Zügen. Auffällig ist, dass es fast keinen modernen Zug gibt, der nicht mit Graffiti besprüht ist. Nicht alle sind dadurch unansehnlich geworden. Von einem, der quasi als Koryphäe bei den Athener Sprayern gilt, will das Filmteam wissen: Was ist Kunst, was ist seine Motivation? Im Film kommt auch die konventionelle Kunst zum Zug: in Athen die Akropolis, in Patras das neue archäologische Museum, Olympia und Mykene nicht zu vergessen. Bei Diakopto geht es mit der neuen Zahnradbahn nach oben. Dort dampft es sogar.
23:40
Die schöne und verwöhnte Iris Carr reist mit dem Zug durch den Balkan und trifft auf die eigenartige, aber vor allem freundliche englische Dame Miss Froy. Nachdem Iris von einem Schlaf erwacht, trifft sie der Schock: Miss Froy ist spurlos verschwunden. Die Mitreisenden behaupten, Miss Froy habe niemals existiert. Für Iris beginnt eine lebensbedrohliche Spurensuche, die sie in eine düstere Intrige hineinzieht. Charmante Neuauflage des gleichnamigen Hitchcock-Klassikers.