14:45
Wenn es Nacht wird in Afrika, kommen die Jäger aus ihren Verstecken. In der Nacht jagen mehrere große Raubtierarten nebeneinander, oft die gleichen Beutetiere. Die Dokumentation zeigt eine "typische" Nacht in der afrikanischen Savanne und macht auch die beeindruckende Artenvielfalt deutlich, die dort herrscht: Neben den Jägern gibt es Antilopen und Gazellen, Giraffen und Büffel, Erdferkel und Springhasen. Die Hitze des Tages haben sie weitgehend verschlafen. Aber nun ist ihre Zeit gekommen. In der afrikanischen Savanne jagen mehrere große Raubtierarten nebeneinander oft die gleichen Beutetiere. In der offenen Landschaft ist es für Löwen, Leoparden und Hyänen schwierig, nah an Beute heranzukommen, sodass die meisten Jäger besonders in der Nacht aktiv sind. Dabei sind sie erbitterte Konkurrenten, manchmal aber auch Nutznießer des anderen. Im späten Abendlicht werden die Hauptdarsteller des Films vorgestellt: Hyänen, verschiedene Löwenrudel, eine Leopardenmutter mit ihrem Jungen. Sie nehmen ihre Positionen für das nächtliche Spektakel ein. Im Zeitraffer versinkt die Landschaft im Dunkel. Eine Löwin belauert Zebras. Ihre Augen funktionieren wie Nachtsichtgeräte: Sie sieht ihre Opfer, bleibt aber selbst unsichtbar. Dank modernster Thermalkameras wird das Geschehen dennoch filmisch festgehalten. An einem tief eingeschnittenen Bachlauf fängt die Löwin eine Zebrakolonne ab und erlegt ein Zebrafohlen. Kaum hat sie ihre Beute gemacht, kommt es zu ersten Konflikten mit Hyänen ab. Am Flussufer beäugen Flusspferde nervös einen Löwen. Sie nutzen die Dunkelheit, um sich auf den weiten Ebenen mit Gras satt zu fressen. Verblüffenderweise sind die kurzsichtigen Kolosse im Mara-Gebiet nachts durchaus nicht als Einzelgänger unterwegs, wie immer beschrieben wird, sondern bilden kleine "Herden". Als eine solche Gruppe von einigen jungen Löwen attackiert wird, weisen die Halbstarken sie in ihre Grenzen. Flusspferde können einem einzelnen Löwen äußerst gefährlich werden. Das große Löwenrudel ist zur Ruhe gekommen. Drei der Weibchen brechen jedoch schon wieder zur Jagd auf. Die verspielten Junglöwen wären dabei nur hinderlich. Aber diese Nacht soll ihnen kein Glück bringen: Mehrere Angriffe auf Gazellen und Zebras gehen ins Leere. Nur jede zehnte Jagd bei den Löwen ist erfolgreich. Am Rand des Schutzgebietes erscheint eine riesige Herde von Kühen. Sie wird durch ein Bachbett getrieben, die Hirten ziehen jede Nacht, illegal, mit mehreren Zehntausend Rindern in das Reservat, um dort ihr Vieh zu weiden. Noch haben Afrikas Jagdtiere der Nacht eine Chance, sich und ihren Nachwuchs zu versorgen, aber der Druck auf die Schutzgebiete durch illegale Viehherden wächst. Für viele der charismatischen Raubtiere wird die Zeit knapp. Mit ihnen würden die spektakulärsten Jäger Afrikas verschwinden.
15:30
Die dreiteilige Reihe "Wildes Südafrika" erkundet die Vielfalt der Arten und Lebenswelten im südlichen Afrika. Das "Kap der Extreme" steht im Mittelpunkt der ersten Folge. An Südafrikas Kap prallen der eiskalte, nährstoffreiche Benguelastrom und das warme Wasser des Agulhasstroms aus den Tropen aufeinander - ein Wechselbad für alle, die hier leben. Strauße gehen am Ozean spazieren, sogar Pinguine erobern das Kap mit seinem Fischreichtum. Doch einmal im Jahr müssen die Pinguine an Land, um zu brüten - und am Strand wird es glühend heiß. Während Pinguine in der Antarktis ihre Eier vor Eiseskälte schützen, drohen sie in Südafrika zu überhitzen. Schon der Nestbau stellt das Männchen vor so manche Herausforderung. Auch das Neugeborene der Seebären hat es am Kap nicht leicht. Schon kurz nach der Geburt lässt die Mutter ihr Junges allein, um zu jagen. Zurückgelassen auf den nackten Felsen, droht dem Jungtier rasch der Hitzetod. Ein abkühlendes Bad im Meer scheint die Rettung zu sein - doch der kalte Ozean ist genauso tödlich, denn das Fell der Jungtiere ist noch nicht wasserdicht. Dass der Ozean Gefahren birgt, müssen auch die Kaptölpel früh lernen. Seebären lauern nur darauf, die unerfahrenen Vögel bei ihren Flugübungen im Wasser in die Tiefe zu reißen. Das Leben am Kap der guten Hoffnung kann paradiesisch sein - oder zur Hölle werden. Nicht nur die Tierwelt Südafrikas ist einzigartig, auch die Pflanzen sind es: Die Kap-Flora mit ihren farbenfroh blühenden Zuckerbüschen bildet das kleinste von weltweit nur sechs Pflanzenreichen. Mittendrin lebt das Kap-Chamäleon. Das Klima am Kap ist für das wärmeliebende Reptil im Grunde zu rau und wechselhaft - dauerhaft überleben kann das Chamäleon hier nur mit einem Trick. Das Weibchen legt keine Eier, sondern bringt lebende Jungtiere zur Welt - winzige, fertige Chamäleons. Ein weiteres der vielen Naturwunder an Südafrikas Kap der Extreme. Nach dem internationalen Erfolg von "Mythos Kongo" drehten Thomas Behrend und Heike Grebe zwei Jahre lang für die Reihe "Wildes Südafrika". Mit modernster Kameratechnik reisten die Tierfilmer vom Kap bis in die Kalahari - immer auf der Suche nach spannenden und außergewöhnlichen Tiergeschichten am südlichsten Zipfel Afrikas.
16:15
Südafrika ist ein Land so bunt wie ein ganzer Kontinent. Zwei Weltmeere treffen dort aufeinander, es gibt Pinguine, Löwen, Wale und Delfine, aber auch Elefanten und riesige Nilkrokodile. Wie kommt es zu solcher Artenvielfalt? Die Filmemacher Thomas Behrend und Heike Grebe gehen dieser Frage auf den Grund. Die zweite Folge rückt die tropische Ostküste und die angrenzende Buschsavanne mit ihren tierischen Bewohnern in den Mittelpunkt. Viel weiter östlich des Kaps der guten Hoffnung liegt Kap Agulhas, der südlichste Punkt von Afrika. Unter der rauen Meeresoberfläche kämpfen Giganten: Delfine und Haie stürzen sich auf einen Schwarm Sardinen, Tölpel stoßen dazwischen und versuchen, sich einen Happen zu sichern. Da schießt aus der Tiefe ein zwölf Meter langer Brydewal empor. Der Meeresriese gibt sich nicht mit ein paar Sardinen zufrieden. Richtung Osten verliert der kalte Benguelastrom immer mehr an Kraft. Der tropische Agulhasstrom prägt nun die Küstenlinie: mit breiten Sandstränden, hohen Dünen und dichten Mangrovenwäldern. Hier lebt ein Fisch, der sich ganz untypisch fortbewegt: Er "läuft" über das Wasser - und mühelos sogar an Land. Trifft der Schlammspringer in seinem Revier auf einen Rivalen, beginnt ein erbarmungsloser Kampf. Mächtige Nilkrokodile fühlen sich in der Regel an der feuchtheißen Ostküste Südafrikas wohl. Bei Temperaturen von über 40 Grad wird es aber selbst dem kaltblütigen Reptil zu heiß. Ein junges Weibchen ist in einer scheinbar ausweglosen Lage: Bewacht sie weiter ihr Gelege im sandigen Uferbereich, droht sie selbst an Überhitzung zu sterben. Verlässt sie ihre Eier, könnten diese von Nesträubern gefressen werden. Südafrikas einzigartige Vielfalt zeigt sich sogar innerhalb der Savanne: Undurchdringliches Gestrüpp prägt den Osten. Richtung Norden wird das Land allmählich offener, der Blick reicht weiter. Die Savanne ist Heimat der größten Landsäuger der Erde - der Elefanten. Doch auch ein riesiges Amphib, der Ochsenfrosch, ist hier zu Hause. Fast anderthalb Kilo schwer, bewacht das Froschmännchen die Kaulquappen im Tümpel - und kämpft um ihr Leben.
17:00
Wo zwei Weltmeere aufeinandertreffen und Pinguine beinahe Nachbarn von Löwen sind, wo sich Wale und Delfine tummeln, aber auch Elefanten und riesige Nilkrokodile leben: Da ist Südafrika! Ein Land so bunt wie ein ganzer Kontinent. Wie kommt es zu solcher Vielfalt auf einem so begrenzten Raum? In der dritten Folge der Reihe "Wildes Südafrika" dreht sich alles ums Überleben in der Trockenheit - von der Halbwüste Karoo bis in die Kalahari. Im hohen Gras der Karoo lauert der erfolgreichste Jäger unter den Katzen Afrikas: ein Serval. Seine extrem langen Beine, der lange Hals und sein exzellentes Gehör machen ihm zum perfekten Jäger auf diesem Terrain. Nicht Löwen oder Leoparden sind Südafrikas erfolgreichste Raubtiere: Die seltenen Wildhunde jagen im Rudel deutlich effizienter als ihre Konkurrenz. Von mehreren Seiten gleichzeitig greifen sie eine Herde Gnus an, versuchen, ein einzelnes Beutetier zu isolieren. Doch die Gnus wissen sich zu wehren - instinktiv bleiben sie dicht zusammen. So haben die Angreifer kaum eine Chance. Richtung Norden wird Südafrika immer trockener. An der Grenze zu Namibia liegt das trockenste und heißeste Gebiet des Landes, die Kalahari. Die wenigen Wasserstellen sind die Überlebensquellen der Wüste, auch für das Volk der San. Die Männer jagen große Beute wie vor Jahrtausenden. Afrikas Tierwelt hat über die Generationen gelernt, mit den Jägern umzugehen - das belegt auch die bis heute riesige Artenvielfalt im Süden des Kontinents. Namaqualand: Monatelang beherrschen flirrende Hitze und extreme Trockenheit die Region im Westen Südafrikas. Leben auf Sparflamme, bis die ersten Regentropfen endlich fallen. Dann geht alles ganz schnell: Abertausende Blüten knospen plötzlich zur selben Zeit. Die blühende Wüste ist ein weiteres der vielen Naturwunder dieses Landes, das so vielfältig ist wie ein ganzer Kontinent.
17:45
Südafrika hat sich zu einer der Top-Reisedestinationen dieser Welt entwickelt. Und doch ist der Westen des Landes touristisch weitgehend unerschlossen. Dabei gibt es dort einiges zu entdecken: die größte Ansammlung von Buckelwalen, die größte Vielfalt an Blumen und Blüten, die älteste Volksgruppe der Menschheit, die einzigen Anbauflächen für Roibuschtee und die stattlichsten Löwen Afrikas, die Kalahari-Löwen. In der Kalahari finden sich nicht nur die Kalahari-Löwen mit ihrer besonders prächtigen schwarzen Mähne, sondern auch das meistgeschmuggelte Tier der Erde: das scheue Schuppentier Pangolin, noch wenig erforscht und doch längst bedroht. Es ist begehrt als Delikatesse und bei Wunderheilern. Vor der Westküste des Kaps kommt es seit einigen Jahren, immer im November, zu einem spektakulären Massentreffen von Buckelwalen. Dieses neuartige Phänomen erforscht der Meeresbiologe Ndu Sekamela. Roibuschtee wächst ausschließlich in einem kleinen Gebiet bei den Cederberg Mountains im Südwesten des Landes. Die San, Angehörige der ältesten Volksgruppe der Menschheit, ernten die Zweige der Rotbüsche noch mit Handsicheln. Nieuwoudtville in der Region Namaqualand nennt sich die "Blumen-Hauptstadt der Welt". Dort kommt es jedes Jahr im Frühjahr zu einer Explosion der Schönheit. Millionen von Blumen und Blüten überziehen dann das Land in einer einzigartigen Vielfalt. Und die Krankenschwestern Inge Mathee und Cheroldine Gouws fahren jeden Tag mit einem ganz besonderen Pick-up durch diese Blumenpracht: Sie sind die Besatzung einer Mobile Clinic, einer fahrbaren Klinik. In der Kapregion wird die arme Landbevölkerung so medizinisch versorgt.
18:30
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Inmitten der spanischen Metropole liegt eine grüne Oase: der Königliche Botanische Garten von Madrid. Begründet wurde er unter dem spanischen König Karl III. im Jahr 1755. Seit mehr als 250 Jahren ist er Hort der wissenschaftlichen Forschung und Zeugnis des Forschergeistes der Aufklärung. Die Dokumentation begleitet Botaniker und Wissenschaftler bei Streifzügen durch den Garten, führt zum Herbarium und zur historischen Bibliothek. Die vier Terrassen des Gartens sind thematisch gegliedert. In vielen Bereichen ist die barocke Struktur des Gartens noch erhalten oder wurde nach Kriegseinwirkungen wiederhergestellt. Viele der rund 5500 Pflanzenarten wurden im Zuge großer Expeditionen der Spanischen Krone aus aller Welt in den Garten nach Madrid gebracht. Die Pflanzensammler dieser Zeit waren oftmals Ärzte, die auf der Suche nach neuen Medikamenten die Wirkung der Pflanzen untersuchten und weiterzüchteten. Von Weltrang ist auch die Bonsai-Sammlung des des ehemaligen spanischen Premierministers Felipe González im "Real Jardin Botanico".
21:05
Inmitten der sanften Hügellandschaft von Essex entfaltet sich eine Gartenwelt von zeitloser Schönheit und ist einer der bedeutendsten Landsitze Englands: die Gärten von Audley End House. Uralte Baumbestände und liebevoll gepflegte, streng geordnete Blumenbeete und in der Mitte der Fluss Cam verschmelzen zu einem harmonischen Ganzen. Die Dokumentation erzählt vom Wandel des Anwesens durch die Jahrhunderte. Die filmische Reise führt von der Pracht der Stuart-Zeit, die von 1603 bis 1714 dauerte, über die Visionen des Landschaftsarchitekten Capability Brown (1716-1738) bis zur heutigen Gartenkultur.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
Naima kam als Migrantin nach Basel und lebt in prekären Verhältnissen. Nach Jahren im Tieflohnsektor wagt sie einen Neuanfang in der Pflege. Trotz Herz und Hingabe scheitert sie im Praktikum. Ihr Traum droht zu zerbrechen - doch Naima gibt nicht auf. Sie kämpft weiter, für sich und ihre Zukunft. Die Schweizer Dokumentarfilmerin Anna Thommen begleitet die gebürtige Venezolanerin über vier Jahre auf ihrem Weg zu einem neuen Leben in der Schweiz. Einst Marketingexpertin, schlägt sich Naima nun mit prekären Jobs durch und kämpft darum, ihre Kinder wieder bei sich zu haben. Als sie die Chance erhält, eine Ausbildung zur Pflegefachfrau zu beginnen, steht sie vor zahlreichen Hürden - von bürokratischen Stolpersteinen bis zu persönlichen Rückschlägen. Trotzdem gibt Naima nicht auf. Ihr Traum bleibt lebendig: ein Leben in Würde, Teilhabe, Anerkennung. Die Dokumentarfilmerin Anna Thommen porträtiert Naima nicht nur als Einzelkämpferin, sondern als Symbolfigur für viele Migrantinnen und Migranten, die trotz systemischer Benachteiligung ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Anna Thommen ist bekannt für ihre feinfühligen und gesellschaftlich relevanten Dokumentarfilme wie "Neuland" und "Volunteer". Mit "Naima" gelingt ihr erneut ein eindringliches Porträt über Widerstandskraft, Selbstbehauptung und die Suche nach gerechter Integration.